Jetzt, wo das Ende immer näher rückt, habe ich
mir ganz dekadent einen Urlaub in der Karibik gegönnt. Allerdings haben wir
(meine zwei liebsten Kolleginnen Vera und Evi und ich) die low-budget Version
gewählt und sind nicht geflogen, sondern haben eine 2-Tage-Land-und-Wasser-Reise
auf uns genommen. - mehr
Nina | 16. März 2009 23:58 Uhr
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In meinem 9 Monat in
Nicaragua kann ich nun schon etwas resümierend zurückblicken und sagen, dass
ich die nikaraguanische Mentalität kenne und einzuschätzen gelernt habe. Ich
hatte zwar niemals einen sogenannten Kulturschock, dass heißt, ich hatte keine
Probleme mich an die einfachen Verhältnisse, das Essen oder die Art der Menschen
zu gewöhnen. Dennoch brauchte ich etwas Zeit und den Austausch mit anderen
Freiwilligen, seien es die Mitkooperanten oder Leute die, ich in anderen
Städten getroffen habe. Manche Unterschiede zwischen der deutschen und der - mehr
Nina | 28. Januar 2009 04:25 Uhr
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In ganz Nikaragua wurden am 9. November die neuen Buergermeister gewaehlt. DAs heisst, Freitag davor und Montag danach haben saemtliche Schulen, oeffentliche Aemter und sogar das Hospital gechlossen. Es gibt von Samstagmorgen um 6Uhr bis Montagmorgen um 6Uhr keinen Alkohol zu kaufen. Wochen vorher fanden staendig Wahlparties statt und Karawanen mit Fahnen und lauter Musik zogen durch die Stadt. - mehr
Nina | 11. November 2008 17:52 Uhr
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In den ersten Wochen habe ich in einer vierkoepfigen Familie gelebt: Die Mutter ist alleinerziehend, der 17-jaehrige Sohn hat die Schule abgebrochen und haengt fast den ganzen Tag mit Freunden rum. Nur manchmal hilft er in der Finca aus. Er hat keine Perspektive und auch keine rechte Lust, deshalb gibt es oft Streit. Die 16-jaehrige Tochter hilft sehr viel im Haushalt und muss in dem kleinen "Tante-Emma-Laden" aushelfen. Der kleine 8-jaehrige Sohn ist von einem anderen Vater, der in den USA lebt und arbeitet. Er kann sich in der Schule schlecht - mehr
Nina | 28. Oktober 2008 22:42 Uhr
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Seit dem Wahlkampf vor zwei Jahren dürfen diese Worte in keinem Diskurs von Daniel Ortega und Rosario Murillo, dem königlichen Ehepaar, mehr fehlen. Der Wahlkampfjingle war damals, 2006, eine Nachdichtung des John Lennon Hits "Give peace a chance". Verfasst von Rosario Murillo, denn sie ist nicht nur eine hervorragende Politikerin, sondern auch Poetin -glaubt sie zumindest. Also hören wir hier seitdem die neue FSLN Hymne mehrmals täglich: Todos queremos paz y reconciliación (Wir alle wollen Frieden und Versöhnung). Ich hoffe John Lennon bekommt in - mehr
Nina | 08. Oktober 2008 20:01 Uhr
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Liebe Leute, auch wenn ab und an in der deutschsprachigen Presse die eine oder andere Notiz über Nikaragua verbreitet wird, ist es für euch sicherlich schwierig sich ein Bild darüber zu machen, was hier politisch vor sich geht. Sie ist wenig analysierend und spiegelt nicht im Ansatz die komplexe und widersprüchliche Situation wieder. Solidarität sollte uns nicht dazu verleiten blind und unkritisch zu sein. Nicht alles, was schwarz-rot angemalt ist (die Farben der Sandinistischen Partei), wo Revolution draufgeschrieben steht und ein antiimperialistischer - mehr
Nina | 03. Oktober 2008 19:40 Uhr
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Seit Ende Juli arbeite ich jeden Montag und Dienstag, neben dem Filmprojekt im Preescolar comunitario "Rayito del sol", das ist ein staatlicher Kindergarten, der allerdings nur eine ausgebildete Lehrkraft beschaeftigt (fuer die Vorschulkinder). Die anderen sind Muetter oder angehende Lehrerinnen, die eine Beihilfe fuer ihren Dienst erhalten. Bei einigen macht sich die fehlende Ausbildung und die lose Arbeitsplatzbeschreibung bemerkbar, andere hingegen sind als Erzieherinnen richtig fit. Es gibt drei Nivels fuer: 3-4 Jaehrige, 4-5 Jaehrige und 5-6 - mehr
Nina | 24. August 2008 23:17 Uhr
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- Mein Bett im Kooperantenhaus
Ich bin jetzt den vierten Monat in La Paz Centro und wundere mich immer noch, wie schnell die Zeit vergeht. Manchmal laufe ich durch die Strassen und kann es nicht fassen, dass ich hier wirklich wohne und nicht nur zu Besuch bin. Wenn abends eine kuehle Brise durch die Strasse zieht und die Sonne untergeht, da fuehle ich mich wie im Urlaub und freue mich, dass ich dieses Luxusgefuehl fuer laengere Zeit geniessen darf. Tagsueber herrscht hier im Moment eine sehr starke, drueckende Hitze. Es ist manchmal kaum auszuhalten und der Schweiss rinnt einem vom Koerper, - mehr
Nina | 24. August 2008 23:02 Uhr
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Obwohl wir in Deutschland in den Vorbereitungsseminaren oft darauf hingewiesen wurden, dass die Nicas normalerweise keine Kritik direkt an einen richten oder sagen, dass sie etwas nicht wollen, gab es in dieser Hinsicht doch Probleme. Da man sich in den Familien sehr gut aufgenommen fuehlt und auch scheinbar recht offen miteinander spricht, hat man nicht das Gefuehl, dass sie nicht ihre Meinung sagen wuerden. Es ist wirklich sehr schade, dass gerade die Nicas aus dem Projekt sich nicht trauen uns zu sagen, wenn sie Bedenken haben, sei es wegen der - mehr
Nina | 24. Juli 2008 04:59 Uhr
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Es ist wirklich unglaublich, wie schnell die Zeit hier vorbei geht. Ich erzaehle die ganze Zeit, ich sei seit zwei Monaten hier und jetzt sind es doch schon drei. Vor 14 Tagen bin ich ins Kooperantenhaus gezogen und zwar krank. Es ging ein Grippe-Virus in La Paz Centro um, sowohl meine Gastmutter als auch mein kleiner Gastbruder Fernando waren krank und kurze Zeit spaeter hat es mich dann auch erwischt. Bisher war ich immer gesund, ich hatte nicht einmal Durchfall. Am Anfang der Regenzeit hatte ich ein paar Kreislaufprobleme, aber sonst nichts. Die ersten zwei - mehr
Nina | 17. Juli 2008 05:25 Uhr
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