Jessica Schwarz: "Thomas Mann fand ich damals nicht cool"

Inzwischen liebt Jessica Schwarz "Die Buddenbrooks" - und glänzt in ihrer Rolle als Tochter Tony. Was der Roman mit "Grey's Anatomy" gemeinsam hat und warum sie während des Drehs am liebsten umgeschult hätte, verrät sie im Interview

Jessica Schwarz als Tony in "Buddenbrooks".
© Warner Bros. Pictures

Jessica Schwarz über Selbstzweifel und Lesevergnügen

In echt sieht sie ganz anders aus als auf der Leinwand. Zierlicher. Weniger pompös. Klar, sie trägt ja auch keinen Reifrock wie in "Buddenbrooks". Sondern enge Jeans, Stiefel, ein Karohemd und eine Revolver-Kette um den Hals. Jessica Schwarz als Cowgirl. Als müdes Cowgirl. Sie habe wenig geschlafen, erklärt sie. "Aber wer Feste feiert, kann auch feste arbeiten - oder wie geht das?"

 

Jessica Schwarz redet viel, stockt ab und zu, verliert sich in ihren eigenen Antworten. Und fragt dann ganz charmant: "Wollten Sie das eigentlich wissen?" Erstaunlich offen erzählt sie von ihrer Sinnkrise beim Dreh. Dass sie, die Schöne aus "Das Parfüm", "Lulu" oder "Kammerflimmern", an ihrem Können zweifelte und am liebsten alles hingeworfen hätte.

Zwischendurch wühlt sie in ihrer großen Handtasche, angelt nach einer Schachtel Zigaretten. Sie raucht also. Vielleicht klingt ihre Stimme deshalb immer eine Spur zu rauh für diese zarte Frau.

Nur über eine Sache möchte Jessica Schwarz partout nicht sprechen: ihre Rolle als Romy Schneider im ARD-Fernsehfilm "Romy", der nächstes Jahr gezeigt wird. "Da stecke ich noch zu tief drin. Der Zauber soll mir nicht verloren gehen."

 


TEXT: Julia Müller

FOTOS: Warner Bros. Pictures
 
              
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