Vollständige Version anzeigen : Wie werde ich oberflächlicher?
Ein oberflächlicher Mensch zu sein ist eigentlich nicht gerade erstrebenswert, aber ich bin so eine Labertasche, dass es nicht zum Aushalten ist. Auch wenn ich mir vorher immer sage, dass ich dieses und jenes nicht erzähle, rutschen mir dann doch immer viel zu persönliche Sachen heraus. Im Nachhinein schäme ich mich wieder dafür.
Ich erzähle allen - nicht nur Freunden - viel zu persönliche Dinge; nicht nur von mir, sondern auch von anderen. So gesehen bin ich die totale Tratschtante, was ich mir schon seit Jahren versuche abzugewöhnen. Das hat auch ganz gut funktioniert, aber stattdessen erzähle ich nahezu Fremden meinen gesamten Müll, der eigentlich andere gar nichts angeht.
Kennt das auch jemand von euch? Wie habt ihr das abgestellt? Wie kann ich damit aufhören, so eine Labertasche zu sein?
maedchen
04.06.2010, 18:38
keine ahnung, ich in genauso. mittlerweile ist es mir egal. ich trage halt mein herz auf der zunge. es gibt schlimmeres hab ich mir irgendwann gedacht.
denken vor dem reden?
das ist jetzt nicht mal gehässig gemeint, aber ich verstehe das problem einfach nicht so wirklich. es PASSIERT einem ja nicht einfach so, dass man was erzählt, was man eigentlich für sich behalten sollte oder möchte.
Rumpelstiltskin
05.06.2010, 12:41
Mir passiert das nur, wenn ich betrunken bin.
schneepfert
05.06.2010, 13:14
ich find die frage irgendwie komisch in dem zusammenhang. die frage stellt sich eher jemand der sehr tiefgründig ist und sich zu viele gedanken macht und so weiter.
ich würde dich sogar schon als oberflächlich bezeichnen.
denken vor dem reden wäre wohl angebracht. und überleg dir mal was du damit bezwecken willst wenn du alles erzählst was eigentlich die person gar nichts angeht. klingt so als würdest du dich interessant machen wollen.
oder du bist unsicher und willst das überspielen
denken vor dem reden?
das ist jetzt nicht mal gehässig gemeint, aber ich verstehe das problem einfach nicht so wirklich. es PASSIERT einem ja nicht einfach so, dass man was erzählt, was man eigentlich für sich behalten sollte oder möchte.
also bei mir passiert das meist aus angst vor small-talk-schweigen. da sitze ich zum beispiel einer bekannten im bus gegenüber, sie frag wies geht und nachdem nach einem "gut" schon wieder das gespräch stocken würde, sage ich lieber "achnaja ganz gut, aber die uni macht mir grade sehr zu schaffen. ich bin da durch eine prüfung 347x durchgefallen und hab da jetzt außerdem noch dieses und jenes problem usw..."
irgendwie läuft das jedesmal gleich ab und ich kann da wirklich schlecht schweigen. hm:/
ich find die frage irgendwie komisch in dem zusammenhang. die frage stellt sich eher jemand der sehr tiefgründig ist und sich zu viele gedanken macht und so weiter.
ja.
@rhyme
aha, verstehe.
hm, naja. aber wenn einem das schon ein paar mal passiert ist, dann merkt man doch wahrscheinlich in der nächsten ähnlichen situation, dass man mal wieder kurz davor ist. oder nicht?
irgendwie kann ich einfach nach wie vor nicht verstehen, dass der mund in solchen situationen redet bevor das hirn denkt. sicher passiert mir das auch hin und wieder, wenn ich enorm nervös bin. (was ich zb schon in vorstellungsgesprächen von mir gegeben habe... sagenhaft.) aber so ganz normal beim zusammensitzen mit einer anderen person? ohne druck usw?
hm.
vielleicht hilft es, sich bewusst zu machen, dass man 1. nicht alleine für die unterhaltung "zuständig" ist, dass man also nicht automatisch derjenige ist, der das gespräch in gang halten muss. und dass es 2. auch nicht tragisch ist, mal kurzzeitig nix zu sagen. ;)
*hinzufüg
übrigens musste ich im zuge meines studiums öfter interviews usw führen. und da wurde uns eingeschärft, dass man lernen muss, schweigen auszuhalten. weil man zb mit einer übereilten frage unter umständen verhindert, dass das gegenüber noch etwas interessantes hinzufügt usw. vielleicht könntet ihr euch das ja mal ganz bewusst als ziel setzen. : ) ich weiß noch, dass mir damals viele studienkollegen erzählt haben, dass sie sich da erst ganz allmählich daran gewöhnt haben.
~snow06~
06.06.2010, 15:04
Ein oberflächlicher Mensch zu sein ist eigentlich nicht gerade erstrebenswert, aber ich bin so eine Labertasche, dass es nicht zum Aushalten ist. Auch wenn ich mir vorher immer sage, dass ich dieses und jenes nicht erzähle, rutschen mir dann doch immer viel zu persönliche Sachen heraus. Im Nachhinein schäme ich mich wieder dafür.
Ich erzähle allen - nicht nur Freunden - viel zu persönliche Dinge; nicht nur von mir, sondern auch von anderen. So gesehen bin ich die totale Tratschtante, was ich mir schon seit Jahren versuche abzugewöhnen. Das hat auch ganz gut funktioniert, aber stattdessen erzähle ich nahezu Fremden meinen gesamten Müll, der eigentlich andere gar nichts angeht.
Kennt das auch jemand von euch? Wie habt ihr das abgestellt? Wie kann ich damit aufhören, so eine Labertasche zu sein?
Ich würde als Titel "Wie kann ich es lernen, Smalltalk zu machen?" etwas passender finden als "Wie werde ich oberflächlicher?".
Ich finde es immer ganz sinnvoll, wenn man jemanden fast Fremdes trifft, zuerst über "die aktuelle Situation", also Dinge, die man in der unmittelbaren Umgebung sieht, hört etc. zu sprechen. Wenn du so eine Person zum Beispiel im Bus triffst, könntest du etwas zur Aussicht sagen "In dem Café, an dem wir gerade vorbeifahren, sitze ich im Sommer häufig abends mit Freunden.", oder über die anderen Leute im Bus "Wenn man sich die Leute da hinten anguckt, merkt man, dass dieses Jahr rosa wieder in ist.", "Ich habe selten in einem Bus gesessen, in dem so viele Babys waren." etc.
Das finde ich einen ganz guten Gesprächseinstieg.
Und generell würde ich bei Fremden erst mal Problemthemen vermeiden - also möglichst nicht sagen, dass du 347 x durch die Prüfung bei Herrn Professor x gefallen bist @ rhyme, sondern dass du das Seminar über die englischen Romane des 19. Jhs. bei Professor y sehr interessant findest.
Ach ja, und zusätzlich sollte man es sich wirklich angewöhnen, auch mal Gesprächspausen auszuhalten, da kann ich cyan nur zustimmen.
Naja, vielleicht war der Titel wirklich falsch gewählt. :durchgeknallt:
Ich versuche ja, vorher zu denken, bevor ich rede. Aber in dem Moment will ich diese oder jene persönliche Geschichte erzählen - unbedingt - und erst im Nachhinein wird mir bewusst, dass ich das nicht wollte oder tun hätte sollen.
Das Ganze war auch nicht im Bezug auf Fremde gemeint. Eher auf Bekannte und Kollegen, denen man gewisse Sachen nicht erzählen will oder soll.
Das mit dem Schweigen aushalten und das Gespräch am Laufen halten ist auch so eine Sache. Denn meistens - so habe ich das Gefühl - bin ich die, die, wenn das Gespräch stockt, dann fieberhaft überlegt, über was man so reden könnte. In solchen Situation passiert es mir wirklich auch oft, dass ich solcherlei Dinge plötzlich erzähle.
Vielleicht denke ich auch zu schnell unter dem Reden. Denn mir geht es oft so, dass ich schon weiter bin, als mein Gegenüber und dann zu schnell im Gespräch weitergehe. Meistens aber fällt mir das auf und ich frage noch einmal nach, um nichts zu übergehen. Es wäre also wirklich nicht so, dass ich nicht denken würde vor dem Reden.
Oft denke ich mir sogar - meistens sogar lange davor - dass ich dieses oder jenes jemanden nicht erzählen darf und dann passiert es mir doch wieder.
kenn ich. weil ich kein problem damit hab, offen zu sein. das problem ist, da viele leute das gerne gegen einen verwenden, weil es verletzlich macht. grade solche, die sagen "sowas würde ich ja nie erzählen". weil sie genau wissen, dass leute wie sie selbst das irgendwann gegen einen einsetzen.
ich denke, man muss das einfach üben. sich bewusst zurückhalten, wenn man wieder in der situation ist, auch wenn's schwerfällt.
ich hab einige oberflächliche freunde, die machen sich teilweise noch jahre über irgendwelche dinge lustig, die man mal offen gesagt hat. für nen guten spruch tun die alles. leider.
angelina_loca
08.06.2010, 17:22
Ich bin auch sehr offen und sag schon mal Sachen, die andere nie erzählen würden. Vorallem zu meinen engen Freunden, aber ich führ auch gern mal ein tiefgründiges Gespräch mit jemandem, den ich noch nicht lange kenne, wenn es halt einfach passt. Das beruht dann aber eigentlich auch auf Gegenseitigkeit.
Hör auch immer wieder dumme Sprüche, aber da mach ich mir nicht viel draus, ich bin mit mir im Reinen und ich bin auch der Meinung, wenn jemand was nicht hören will, dann kann er seinen Mund aufmachen. Das erwart ich von meinen Freunden. Und sonst sollen sie Schweigen und das alles ertragen;)
Wichtig find ich aber schon, dass man von anderen nicht zu viel erzählt. Vorallem keine persönlichen Sachen. Gut, meine Freundin fand es ganz am Anfang sogar zu persönlich, wenn ich jemandem gesagt hab, dass ich verliebt und überglücklich sei mit ihr. DAS versteh ich dann definitiv nicht, aber an sowas hat sie sich inzwischen auch gewöhnt:D
Wichtig find ich aber schon, dass man von anderen nicht zu viel erzählt. Vorallem keine persönlichen Sachen. Gut, meine Freundin fand es ganz am Anfang sogar zu persönlich, wenn ich jemandem gesagt hab, dass ich verliebt und überglücklich sei mit ihr. DAS versteh ich dann definitiv nicht, aber an sowas hat sie sich inzwischen auch gewöhnt:D
Wenn es doch nur das wäre. Ich erzähle zusätzlich noch alles viel zu detailliert. Mit den besten Freundinnen ist das ja o.k., aber warum muss ich denn vor allen meine Lebensgeschichte ausbreiten?
Gestern war auch so eine Situation: Ich war mit drei Kollegen essen, eine davon ist meine beste Freundin, eine eine gute Freundin und ein ehemaliger Schulkollege. Alle drei kennen meine Geschichten mehr oder weniger gut. Sie haben mich nach einem Typen gefragt, mit dem ich eine ONS hatte und ich platze mit nahezu der ganzen Geschichte heraus. Sicher, meine beste Freundin und die gute Freundin wussten schon davon, aber trotzdem: Was muss ich denn in einer Runde mit so einer Geschichte anfangen?
Unter dem Gespräch war ich ein wenig aufgedreht, was immer ein Garant dafür ist, dass ich wieder zu schnell denke, mir nicht die Zeit nehme, vorher nachzudenken und einfach drauflos rede.
Hach, manchmal mag ich mich echt nicht... :(
ich mag solche leute nicht,
wenn ich das merk, erzähl ich denen nichts mehr "privates", einfach weil ich angst hab, dass es weitergetratscht wird und ich dass nicht bei allem logischerweise will
und ich hasse es, wenn das dann so einfach abgetan wird, mit "Ist halt bei mir so und ich kanns ja auch net ändern"
:durchgeknallt:
@melody.: Danke! Das war jetzt sehr hilfreich. :durchgeknallt:
Softball-girl
13.06.2010, 09:46
aber womoeglich musst du wirlich oefters mal klipp und klar gesagt bekommen, dass es so nichg geht und das fuer alle zuhoerer unangenehm ist/sein kann.
aber womoeglich musst du wirlich oefters mal klipp und klar gesagt bekommen, dass es so nichg geht und das fuer alle zuhoerer unangenehm ist/sein kann.
Wenn ich das nicht schon längst selber erkannt hätte, hätte ich hier keinen Thread darüber aufgemacht. Ich will doch nur einen Rat oder Erfahrungsberichte. Ich hacke schon selbst genug auf mir rum.
aber womoeglich musst du wirlich oefters mal klipp und klar gesagt bekommen, dass es so nichg geht und das fuer alle zuhoerer unangenehm ist/sein kann.
wobei mir leute, die sich darüber ernsthaft aufregen, auch extrem suspekt sind.
~waldhörnchen~
13.06.2010, 10:09
ich find die frage irgendwie komisch in dem zusammenhang. die frage stellt sich eher jemand der sehr tiefgründig ist und sich zu viele gedanken macht und so weiter.
das ging mir auch so beim lesen, ja.
denken vor dem reden wäre wohl angebracht. und überleg dir mal was du damit bezwecken willst wenn du alles erzählst was eigentlich die person gar nichts angeht. klingt so als würdest du dich interessant machen wollen.
oder du bist unsicher und willst das überspielen
für mich klingt es auch so etwas danach, als hätte da jemand zum einen ein sehr großes mitteilungsbedürfnis und würde zum anderen auch zumindest teilweise gerne im mittelpunkt stehen.
was das redebedürfnis angeht - gibt es genügend enge freunde, mit denen du über persönliche dinge reden kannst (@threaderstellerin), oder fehlt es da an etwas?
ansonsten wohl auch einfach "eher mal nachdenken vor dem reden". man isoliert sich durch ein solches verhalten sehr schnell (andere lieben es nicht unbedingt, wenn man sie wirklich dauernd und ständig mit den eigenen problemen zuschüttet - und ich persönlich würde auch niemandem, der immer wieder soviel weitertratscht, noch persönlichere dinge anvertrauen). und auch die folgen im berufsleben, wenn man an entscheidender stelle ständig und immer wieder nicht weiß, dass man den mund vielleicht auchmal halten können muss... naja.
~waldhörnchen~
13.06.2010, 10:59
wobei mir leute, die sich darüber ernsthaft aufregen, auch extrem suspekt sind.
solange das verhalten der threaderöffnerin nur zu ihrem eigenen schaden ist - naja. aber was, wenn sie dann doch persönliche dinge anderer weitererzählt? ich glaube, da würde es für mich dann auch aufhören.
und die oben angegebene "begründung" ("es ist halt so, es rutscht mir immer wieder so raus", so nach dem motto) wirkt irgendwie doch etwas merkwürdig. reden oder nicht-reden ist für gewöhnlich etwas, das man doch eigentlich ganz gut im griff hat, das unterliegt der eigenen kontrolle. wenn man dann schon erkannt hat, dass es da ein problem gibt ("ich plaudere zu oft zu viel an falscher stelle aus"), dann kann doch eigentlich der nächste schritt (verhaltensänderung) nicht so furchtbar schwer sein?
ich hab es eher so verstanden, dass sie viel von sich preisgibt. und das eigentlich auch nur deswegen ungern tut, weil die reaktionen darauf nicht so gut waren.
das kenne ich auch. ich bin gerne offen, weil ich die erfahrung gemacht habe, dass leute dann mehr vertrauen zu einem haben. und vielleicht bisher nie gelegenheit hatten, mal was von sich zu erzählen. ich hab schon oft gehört "komisch, das hab ich noch nie jemandem erzählt. dabei kennen wir uns ja noch gar nicht so lange." und das war immer positiv.
allerdings geht man natürlich das risiko ein, dass man ein gegenüber hat, das darauf nicht wirklich gut reagiert. und das ausnutzt. gibt's auch hier im forum sehr oft. da muss man dann ein gespür entwickeln, welche personen gerne was erzählen und auch hören möchte und welche nicht.
bei mir ist es so, dass man mir anmerkt, wenn's mir nicht gut geht. und wenn dann jemand fragt "wie geht's?", dann muss ich mich oftmals sehr überwinden zu sagen "gut und dir?". weil's einfach ne glatte lüge ist.
ich hab es eher so verstanden, dass sie viel von sich preisgibt. und das eigentlich auch nur deswegen ungern tut, weil die reaktionen darauf nicht so gut waren.
-->
ich erzähle allen - nicht nur Freunden - viel zu persönliche Dinge; nicht nur von mir, sondern auch von anderen. So gesehen bin ich die totale Tratschtante
ja, entschuldigung, ich wollte dich damit jetzt nicht angreifen :rose2:
ich weiß ja auch nicht, was du da "rumerzählst"
ich hab halt eine freundin, die erzählt alles rum (auch von anderen freundinnen) und die wundert sich dann jetzt warum wir jetzt distanzierter zu ihr sind bzw. sie teilweise ausschließen , weil sie das nach mehrfachen ansprechen nicht aufhört
was ich von meinem privatem leben rumerzähle entscheide ich und erzähle es dann und nicht jemand, der selbst nichts von sich zu erzählen hat / will
falls das aggressiv rüberkommt jetzt, das ist bei mir ein thema über das ich mich aufregen könnte :wirr:
-->
ah. danke.hab ich irgendwie überlesen.
ich hab halt eine freundin, die erzählt alles rum (auch von anderen freundinnen) und die wundert sich dann jetzt warum wir jetzt distanzierter
ja, so eine "freundin" hatte ich auch mal. wenn ich dann angemerkt habe, dass ich es zb nicht ausstehen kann, wenn sie mit anderen über meine beziehung redet, war ihr verteidigunsspruch dann immer: "ist doch egal, das interessiert die doch eh nicht." ah ja.
was ich von meinem privatem leben rumerzähle entscheide ich und erzähle es dann und nicht jemand, der selbst nichts von sich zu erzählen hat / will
wobei das eine nicht das andere bedingt.
ich denke eher, dass das leute sind, die auch mit ihren eigenen dingen recht offen umgehen.
~waldhörnchen~
13.06.2010, 18:41
wobei das eine nicht das andere bedingt.
ich denke eher, dass das leute sind, die auch mit ihren eigenen dingen recht offen umgehen.
weiß nicht. ich würde von mir selbst sagen, dass ich auch zumindest in der vergangenheit manchmal tw. zu offenherzig gewesen bin (und ich stimme dir auch zu, wenn du sagst, man sollte ein gespür dafür entwickeln, in welchen situationen und welchen menschen gegenüber man sich "ungestraft" öffnen kann, was die eigenen belange angeht). wenn man sich dann dochmal verplappert, hat man den schaden ja in der regel auch nur selbst. dinge von anderen weiterzuerzählen, die persönlich/privat und mir im vertrauen gesagt worden sind, darauf wäre ich aber nicht gekommen. das sind zwei verschiedene paar schuhe, wie ich finde, und da gibt's dann einfach auch eine grenze.
und merkwürdig finde ich das ganze eben deshalb, weil ich nicht sehe, wo konkret das problem liegen soll, das ganze zu stoppen... ob man die geheimnisse anderer ausplaudert oder nicht, das hat man doch selber ganz gut in der hand.
Naja, ich würde mich schon eher als Tratschtante im Bezug auf mich selbst bezeichnen. Aber wenn ich so manche privaten Dinge von mir erzähle, schließt das manchmal auch andere Leute ein. Obwohl es dann ja doch wieder meine Geschichte ist. Vielleicht habe ich auch das ein wenig falsch ausgedrückt.
Früher war ich wirklich eine Tratschtante, aber das habe ich - gott sei Dank - gut in den Griff bekommen. Aber warum schaffe ich es, das Tratschen einzustellen, aber nicht, persönliche Dinge über mich zu erzählen?
Ich habe mit meinem Vater darüber gesprochen und er sagte, dass er in meinem Alter dasselbe Problem hatte und er es auch nur im Laufe der Zeit in den Griff bekommen hat. Das dauert mir aber zu lange. Schließlich schäme ich mich ja im Nachhinein immer, dass ich wieder nicht die Klappe halten konnte. :durchgeknallt:
Vielleicht sollte ich noch hinzufügen, dass ich natürlich mit meinen richtig guten Freunden so manches Mal Klatsch & Tratsch bespreche. Aber das sind jene Menschen, denen ich vertraue und weiß, dass sie es nicht ausplaudern. Ich würde auch niemals ihre privaten Dinge erzählen.
Und ihr könnt mir nicht erzählen, dass ihr nicht auch hin und wieder gern ein wenig mit euren Freunden tratscht.
~waldhörnchen~
13.06.2010, 19:34
wenn ich das so lese... was willst du eigentlich wirklich hören hier?
abgesehen von "einmal durchatmen, bremsen, erst denken, dann reden" kann man doch eigentlich nicht mehr wirklich viel dazu sagen?
wenn ich das so lese... was willst du eigentlich wirklich hören hier?
abgesehen von "einmal durchatmen, bremsen, erst denken, dann reden" kann man doch eigentlich nicht mehr wirklich viel dazu sagen?
Wenn du es so ausdrückst, hast du wohl recht. :durchgeknallt:
Keine Ahnung; dachte, dass sich sonst noch jemand (außer 1/2) mit so etwas herumschlagen muss. Naja..
Dann versuche ich einfach weiter an mir zu arbeiten. Irgendwann wird's wohl schon hinhauen.
~waldhörnchen~
13.06.2010, 20:16
Wenn du es so ausdrückst, hast du wohl recht. :durchgeknallt:
Keine Ahnung; dachte, dass sich sonst noch jemand (außer 1/2) mit so etwas herumschlagen muss. Naja..
Dann versuche ich einfach weiter an mir zu arbeiten. Irgendwann wird's wohl schon hinhauen.
wenn es dir was hilft: ich selbst bin dann an einigen stellen zurückhaltender mit dem rausgeben persönlicher info geworden, als ich gemerkt habe, dass es an entsprechender stelle immer wieder leute geben wird, die diese offenheit als schwäche deuten und entsprechend ausnutzen. "auf die nase fallen" ist immer erstmal hart, kann aber letztlich in der hinsicht manchmal durchaus hilfreich sein.
das ist kein plädoyer dafür, völlig verschlossen durchs leben zu gehen (um gottes willen) - aber an der ein oder anderen stelle sollte man vielleicht dochmal etwas genauer hinschauen und sich gegebenenfalls etwas zurückhalten. etwas selbstkontrolle kann man nämlich auch lernen, glaube ich.
verstehen könnte ich das übermäßige rede-/mitteilbedürfnis gegenüber denen, die es eigtl. nicht wirklich was angeht, vielleicht dann, wenn du völlig vereinsamt wärst, keinerlei wirklich engere kontakte und freundschaften mehr hättest (so etwa, wie das ja z. b. bei älteren menschen öfters mal der fall ist - da wird man dann auch schonmal angesprochen und bekommt völlig unaufgefordert und vielleicht auch ungewollt deren ganze lebensgeschichte erzählt). aber das scheint ja hier nicht der fall zu sein; von daher müsste man das doch eigtl. auch in den griff bekommen können.
Naja, vielleicht ist es auch durch meine Trennung ein wenig schlimmer geworden. Vor einem halben Jahr hat sich nach sieben Jahren Beziehung mein Freund von mir getrennt und gleichzeitig bin ich das erste Mal allein in eine Wohnung gezogen. Wo ich vorher meinem Freund oder meiner Familie von meinen Erlebnissen erzählen konnte, staut sich das jetzt einfach an und entlädt sich dummerweise auf Personen, die das eigentlich gar nichts angeht. Sicher könnte ich immer auf meine Freunde zurückgreifen, aber die kann man ja auch nicht Tag und Nacht anrufen.
Du hast mich da wirklich auf etwas gebracht. Denn früher habe ich auch öfter mal Unpassendes gesagt, aber lang nicht so, wie es im Moment der Fall ist. Das war mal wirklich ein guter Rat (mit AHA-Effekt). :D
Naja, ich würde mich schon eher als Tratschtante im Bezug auf mich selbst bezeichnen. Aber wenn ich so manche privaten Dinge von mir erzähle, schließt das manchmal auch andere Leute ein.
das überlege ich auch manchmal. also dass ich z.b. beziehungssachen mit anderen berede und mir dabei einfällt, dass das der person, die da mit involviert ist, vielleicht nicht so gefällt.
andererseits: dann kann ich ja mit meinen sorgen eigentlich überhaupt nirgends mehr hingehen, ohne mir die erlaubnis von allen beteiligten personen einzuholen. und "er" spricht ja auch mit guten freunden drüber.
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