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Vollständige Version anzeigen : eine umfrage zum thema homosexuelle im eigenen alltag


sora
18.07.2010, 02:22
die umfrage richtet sich eigentlich eher an diejenigen, die selbst nicht homosexuell sind, aber bei manchen fragen fände ich auch die meinung von homosexuellen interessant, also nur zu :-).

und wichtig: ich sehe es im 21. jahrhundert unter jungen gebildeten menschen einfach mal als gegeben an, dass hier niemand prinzipiell etwas gegen homosexuelle hat. ich fände es deshalb schön, wenn ihr die fragen einfach spontan und ehrlich beantwortet - und nicht die antwort hinschreibt, die ihr für die politisch korrekteste haltet.

--

habt ihr den eindruck, dass es langsam wirklich keine rolle mehr spielt, ob jemand homosexuell ist oder nicht?

kennt ihr viele homosexuelle, oder habt ihr manchmal den eindruck, dass in eurem umfeld die leute das entweder unterdrücken oder es entgegen der statistik kaum homosexuelle gibt?

habt ihr im engen freundeskreis homosexuelle? wenn ja, habt ihr sie "geoutet" kennengelernt, oder haben sie sich euch irgendwann offenbart? wenn letzteres, wie war das für euch?
ist die homosexualität des/der anderen heute noch thema, redet ihr offen darüber, oder ist es eher ein ziemlich intimes oder gar tabuthema?

spielt bei homosexuellen bekannten die sexuelle präferenz noch eine rolle für euch? will heißen, wenn ihr an die person denkt oder sie beschreiben sollt, fällt euch dann "schwul/lesbisch" als eine der ersten eigenschaften ein?

würde es euch etwas ausmachen, wenn euer expartner als neuen partner jemanden des gleichen geschlechts hat (jetzt mal abgesehen von der tatsache, dass der/die ex jemand neuen hat)?

findet ihr, die eigene sexuelle präferenz hat im berufsleben nichts verloren, oder findet ihr, man sollte auch da dazu stehen? warum?

sollte sich ein schwuler lehrer oder eine lesbische lehrerin vor den schülern dazu bekennen (sofern er/sie damit selbst kein problem hätte)? wenn ja, wie (offen thematisieren, oder nicht thematisieren, aber zb zum schulfest mal den freund mitbringen)?
wie hättet ihr das als schüler gefunden? wie fändet ihr das als eltern? und wie fändet ihr das bei einem erzieher oder einer erzieherin?

wurst
18.07.2010, 02:36
habt ihr den eindruck, dass es langsam wirklich keine rolle mehr spielt, ob jemand homosexuell ist oder nicht?
naja, ich lebe in berlin, bewege mich in einer kunst/feier/design/hipster szene. und dort spielt es tatsächlich keine rolle mehr. auf dem land war das anders. und auch hier gibt es strassenzüge, in denen es nicht unbedingt unwidersprochen bleibt.
kennt ihr viele homosexuelle, oder habt ihr manchmal den eindruck, dass in eurem umfeld die leute das entweder unterdrücken oder es entgegen der statistik kaum homosexuelle gibt?
es gibt statistisch wohl eher "zu viele". das liegt aber auch an meinem umfeld.
habt ihr im engen freundeskreis homosexuelle? wenn ja, habt ihr sie "geoutet" kennengelernt, oder haben sie sich euch irgendwann offenbart? wenn letzteres, wie war das für euch?
so ca. 50% meiner bekannten sind schwul. bei den frauen sind es weniger. vom rest sind die jungs eigentlich auch alle bi, wenn auch noch nicht alle ausgelebt, bei den mädchen weniger.
und das ist unterschiedlich. gerade bei älteren typen (so 30-40) wusste ich das nicht unbedingt von anfang an. ist mir dann aber auch ziemlich egal.
ist die homosexualität des/der anderen heute noch thema, redet ihr offen darüber, oder ist es eher ein ziemlich intimes oder gar tabuthema?
wenns dazu was zu sagen gibt, dann red ich da drüber, ohne tabu. ausser bei einem freund, der ist schon mitte 50. den würd ich gern mal fragen, wie sein outing wohl wahr, aber da war der moment noch nicht für da. als tabuthema empfind ich das in dem fall zwar auch nicht, aber auch nichts was so einfach ausgeprochen werden muss.
spielt bei homosexuellen bekannten die sexuelle präferenz noch eine rolle für euch? will heißen, wenn ihr an die person denkt oder sie beschreiben sollt, fällt euch dann "schwul/lesbisch" als eine der ersten eigenschaften ein?
spielt keine rolle, nein. manchmal vielleicht. "der ist so ein bisschen tuntig" ist zwar sicher auch mal ein satz, den ich sagen könnte, oder halt als beschreibung einer szene-angehörigkeit, aber eigentlich ist es nicht wichtig.
findet ihr, die eigene sexuelle präferenz hat im berufsleben nichts verloren, oder findet ihr, man sollte auch da dazu stehen? warum?
das soll jedeMR selbst überlassen sein und kommt sicher auch immer auf die arbeit und die jeweiligen kollegen an.
sollte sich ein schwuler lehrer oder eine lesbische lehrerin vor den schülern dazu bekennen (sofern er/sie damit selbst kein problem hätte)? wenn ja, wie (offen thematisieren, oder nicht thematisieren, aber zb zum schulfest mal den freund mitbringen)?
wie hättet ihr das als schüler gefunden? wie fändet ihr das als eltern? und wie fändet ihr das bei einem erzieher oder einer erzieherin?
meine ehemalige lieblingslehrerin war lesbisch. sie war damit so halboffen. sie erzählte mir das mal betrunken auf einer klassenfahrt (ich war schon 18 damals). sie konnte sich bei mir aber auch sicher sein, dass ich damit recht locker bin. an sich wäre mir das einfach egal. wahlweise fänd ich es toll, weil sie oder er ein rolemodel für etwaige homosexuelle schülerInnen sein könnte, aber auch da ist das einfach die entscheidung der jeweiligen person.

Chisa
18.07.2010, 03:45
habt ihr den eindruck, dass es langsam wirklich keine rolle mehr spielt, ob jemand homosexuell ist oder nicht?
jein. ich habe schon den eindruck, dass es bei den meisten leuten die ich so kenne in den freundschaften keinen unterschied mehr macht, in dem sinne, dass das dann freunde sind wie alle anderen auch und die sexuelle orientierung da kein spezielles thema ist. aber es gibt schon noch mehr als genug bereiche, wo es doch eine rolle spielt (rechtliche ungleichbehandlung, thematisierung in der öffentlichkeit, normaler umgang mit dem partner bspw. am arbeitsplatz (so wie heterosexuelle kollegen selbstverständlich den partner zu bestimmten events mitbringen, ein foto auf dem tisch stehen haben, etc.). von immer noch kolpotierten vorurteilen und dem umgang mit homosexualität in anderen kreisen mal ganz zu schweigen.

kennt ihr viele homosexuelle, oder habt ihr manchmal den eindruck, dass in eurem umfeld die leute das entweder unterdrücken oder es entgegen der statistik kaum homosexuelle gibt?
bei meinen männlichen freunden ist der anteil an homosexuellen deutlich über dem statistischen wert (das sind doch so 10% in etwa nach schätzung, oder?). mag aber auch an der stadt liegen, in der ich jetzt lebe (berlin), vorher hab ich in ner kleineren stadt gelebt und da waren sehr viel weniger offen schwule und da hatte ich schon den eindruck, dass so einige es einfach nicht offen ausleben. anders kann ich mir den so geringen anteil dort nicht erklären. lesbische frauen kenn ich nur zwei und die sind ein paar.

habt ihr im engen freundeskreis homosexuelle? wenn ja, habt ihr sie "geoutet" kennengelernt, oder haben sie sich euch irgendwann offenbart? wenn letzteres, wie war das für euch?
ja, hab ich aber alle schon so kennen gelernt. eine frühere freundin und ehemalige mitbewohnerin von mir hat mir erst nachdem wir uns ein bisschen kannten gesagt, dass sie bi ist. war für sie aber ein größeres problem, als für mich. mir war das total schnurz, sie hat aber früher einige schlechte erfahrungen damit machen müssen.

ist die homosexualität des/der anderen heute noch thema, redet ihr offen darüber, oder ist es eher ein ziemlich intimes oder gar tabuthema?
bei meinen freunden jetzt? öhm, da red ich mit allen völlig normal drüber. also über deren beziehungs- und liebesprobleme, wie bei heterosexuellen freunden eben auch. und auch da ist der eine ja offener als der andere. aber ich halte mich zumindest nicht deshalb zurück.

spielt bei homosexuellen bekannten die sexuelle präferenz noch eine rolle für euch? will heißen, wenn ihr an die person denkt oder sie beschreiben sollt, fällt euch dann "schwul/lesbisch" als eine der ersten eigenschaften ein?
nö, spielt keine rolle. fällt mir nur schnell ein, wenn z.b. eine freundin von mir einen schwulen freund von mir heiß findet. die bekommt dann eben schnell gesteckt, dass das vergebene liebesmüh ist. (ist ja unproblematisch, da die alle offen damit sind)

würde es euch etwas ausmachen, wenn euer expartner als neuen partner jemanden des gleichen geschlechts hat (jetzt mal abgesehen von der tatsache, dass der/die ex jemand neuen hat)?
puh, das weiß ich ehrlich gesagt nicht. ich war noch nie in der situation. ich schätze mal, das würde stark darauf ankommen, wie lang die beziehung mit mir schon her ist, wie gut ich die trennung schon verarbeitet und mit der ex-beziehung meinen frieden gefunden habe, wer sich getrennt hat und wie das verhältnis zueinander nun ist. ist das schon länger her und ich hab damit meinen frieden gemacht und das verhältnis zueinander ist nun ok, dann könnt ich mir vorstellen, dass es mir nicht wirklich was ausmachen würde. weil dann bestimmte fragen die beziehung betreffend eben gegessen sind und auch nicht mehr aufgemacht werden, z.b. die frage nach dem "hat er mich eigentlich geliebt?". aber in anderen fällen könnte es schon sein, dass das alte wunden wieder aufreißen oder so. wenn es z.b. recht kurz nach der von ihm ausgehenden trennung wäre, würde ich mich wohl schon fragen, ob er mich überhaupt jemals so geliebt hat, wie man das für eine beziehung wohl tun sollte (weil ich mich dann sehr fragen würde, ob er bi oder eben schwul ist und im zweiteren fall wäre das mit dem partnerschaftlichen lieben einer frau doch wohl eher schwierig).

findet ihr, die eigene sexuelle präferenz hat im berufsleben nichts verloren, oder findet ihr, man sollte auch da dazu stehen? warum?
ich finde, das grds. jeder selbst entscheiden können sollte, wie offen er mit privaten belangen im beruflichen umfeld ist. aber es sollte eigentlich so sein, dass sich zumindest niemand da deshalb zurückhält, weil er jemanden von gleichen geschlecht liebt (und sich anderenfalls nicht zurückhalten würde). das das in der realität oft anders ist, ist mir klar.

sollte sich ein schwuler lehrer oder eine lesbische lehrerin vor den schülern dazu bekennen (sofern er/sie damit selbst kein problem hätte)? wenn ja, wie (offen thematisieren, oder nicht thematisieren, aber zb zum schulfest mal den freund mitbringen)?
wie hättet ihr das als schüler gefunden? wie fändet ihr das als eltern? und wie fändet ihr das bei einem erzieher oder einer erzieherin?
ich denke nicht, dass irgendjemand ein "recht" darauf hat, dass sich da jemand "bekennt". warum auch? ist doch privatsache und mmn. auch nicht erklärungs- oder hinweisbedürftiger, als eine heterosexuelle partnerschaft. schön fände ich es, wenn damit ganz normal umgegangen wird, wie bei andersgeschlechtlichen partnern auch. also dass der vorhandene partner eben ganz normal mitgenommen wird, wenn dies gewünscht ist und so. und wenn man die beiden mal in der stadt sieht, der/die andere eben normal als "mein freund/meine freundin" vorgestellt wird. so macht das die eine freundin von mir und das find ich sehr angenehm und entspannt. eine "offizielle erklärung" vor den schülern fände ich irgendwie befremdlich. nicht weil es da was zu verstecken gäbe, sondern weil das eben nichts ist, was einer solchen erklärung bedarf.

Kirschkern
18.07.2010, 08:50
habt ihr den eindruck, dass es langsam wirklich keine rolle mehr spielt, ob jemand homosexuell ist oder nicht?
nein. irgendwie noch nicht so recht. in meinem freundeskreis ja. aber bei meiner oma 'gibt es sowas nicht' dabei wurde ihre eine tochter von ihrem verlobten aus diesem grund verlassen vor 30 jahren...


kennt ihr viele homosexuelle, oder habt ihr manchmal den eindruck, dass in eurem umfeld die leute das entweder unterdrücken oder es entgegen der statistik kaum homosexuelle gibt?
ja. zur zeit hab ich eher das gefühl, dass nur noch homosexuelle gibt. ich weiß aber auch, dass es statistisch gesehen dennoch zu wenige sind. (kann man das so sagen? du verstehst was ich meine)

habt ihr im engen freundeskreis homosexuelle? wenn ja, habt ihr sie "geoutet" kennengelernt, oder haben sie sich euch irgendwann offenbart? wenn letzteres, wie war das für euch?
ist die homosexualität des/der anderen heute noch thema, redet ihr offen darüber, oder ist es eher ein ziemlich intimes oder gar tabuthema?
beide besten kumpels haben sich erst nach'm abi geoutet. (beide auch erstmal nur mir) später einer aus'm studium als er mitbekommen hat, dass ich zwei schwule kumpels habe. naja, bei dem einen hätten wir uns alle eher gewundert, wenn er mit ner freundin angekommen wäre ;) bei beiden fand ich es persönlich schade, weil's zwei ganz tolle, hübsche jungs sind :o
naja, net die homosexualität an sich ist thema. sondern eben die beziehungen. also daher, ja wir reden da ganz normal drüber. am anfang auch eben über fragen 'was sagen deine eltern dazu?' (wir sind hier noch ziemliches kaff....)

spielt bei homosexuellen bekannten die sexuelle präferenz noch eine rolle für euch? will heißen, wenn ihr an die person denkt oder sie beschreiben sollt, fällt euch dann "schwul/lesbisch" als eine der ersten eigenschaften ein?
ja, schon irgendwie. aber ungefähr auch so wie wenn ich sage 'die/der pummelige xy'macht es einfacher die leute zu unterscheiden. aber am anfang war es sicherlich mehr...

würde es euch etwas ausmachen, wenn euer expartner als neuen partner jemanden des gleichen geschlechts hat (jetzt mal abgesehen von der tatsache, dass der/die ex jemand neuen hat)?
im moment würd ich sagen - ne. weil ich ihm dann einfach net geben konnte, was er wollte. aber ich glaub würd das passieren würd ich eher denken - weil ich ihm irgendwas net richtig gegeben habe hat er nun das geschlecht gewechselt... :suspekt: also eher 'die schuld' bei mir suchen

findet ihr, die eigene sexuelle präferenz hat im berufsleben nichts verloren, oder findet ihr, man sollte auch da dazu stehen? warum?
das ist mir egal. ich verstehe, wenn leute nicht öffentlich dazu stehen weil ich nicht das gefühl habe, dass das überall wirklich schon gut aufgenommen wird und es ohne mobbing abgehen würde.


sollte sich ein schwuler lehrer oder eine lesbische lehrerin vor den schülern dazu bekennen (sofern er/sie damit selbst kein problem hätte)? wenn ja, wie (offen thematisieren, oder nicht thematisieren, aber zb zum schulfest mal den freund mitbringen)?
wie hättet ihr das als schüler gefunden? wie fändet ihr das als eltern? und wie fändet ihr das bei einem erzieher oder einer erzieherin?
mh. schwere frage. eigentlich würd ich ja sagen 'ja, sollte er/sie' das würd es sicherlich für die schüler/kinder einfacher machen, wenn sie sich selbst outen wollen aber nicht trauen.
naja, wenn es möglich ist passend zum unterricht thematisieren. wird bei nem mathelehrer wohl nie der fall sein. dann, dass vielleicht im nebensatz einfließen lassen oder eben einfach den freund irgendwohin mitbringen.

tinki
18.07.2010, 09:21
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arjeta
18.07.2010, 10:07
habt ihr den eindruck, dass es langsam wirklich keine rolle mehr spielt, ob jemand homosexuell ist oder nicht?

nein. überhaupt nicht. es spielt sehr eine rolle in welchem umfeld. aber vom hypergebildeten, ach so coolen, unkonventionellen umfeld abgesehen, ist das immer noch schwierig. seh ich grad bei einer guten freundin, die mit 23 erstmal eine freundin hat. beide familien akzeptieren das nicht.

kennt ihr viele homosexuelle, oder habt ihr manchmal den eindruck, dass in eurem umfeld die leute das entweder unterdrücken oder es entgegen der statistik kaum homosexuelle gibt?
ich kenn schon ein paar homosexuelle. ob es noch welche gibt, die nicht dazu stehen, kann ich nicht sagen. eher nicht.

habt ihr im engen freundeskreis homosexuelle? wenn ja, habt ihr sie "geoutet" kennengelernt, oder haben sie sich euch irgendwann offenbart? wenn letzteres, wie war das für euch?
ist die homosexualität des/der anderen heute noch thema, redet ihr offen darüber, oder ist es eher ein ziemlich intimes oder gar tabuthema?
einige so andere so. die gute freundin hat zum ersten mal eine weibliche partnerin. würde das auch nicht als outing verstehen. aber mir ist das einfach auch sowas von schnuppe.

spielt bei homosexuellen bekannten die sexuelle präferenz noch eine rolle für euch? will heißen, wenn ihr an die person denkt oder sie beschreiben sollt, fällt euch dann "schwul/lesbisch" als eine der ersten eigenschaften ein?
nein, sicherlich nicht. das ist für mich so wichtig wie die unterhosenfarbe.

würde es euch etwas ausmachen, wenn euer expartner als neuen partner jemanden des gleichen geschlechts hat (jetzt mal abgesehen von der tatsache, dass der/die ex jemand neuen hat)?
nein.

findet ihr, die eigene sexuelle präferenz hat im berufsleben nichts verloren, oder findet ihr, man sollte auch da dazu stehen? warum?
grundsätzlich finde ich, dass mensch dazu stehen sollte. aber wenn es nachteile mit sich bringt (was ja leider oft noch so ist), dann muss mensch es sich nicht um den hals hängen. denn letztlich ist es ja nicht wichtig und andere thematisieren auch nicht, dass sie heterosexuell sind (obwohl ich eh bezweifele, dass es menschen gibt, die das sind).

sollte sich ein schwuler lehrer oder eine lesbische lehrerin vor den schülern dazu bekennen (sofern er/sie damit selbst kein problem hätte)? wenn ja, wie (offen thematisieren, oder nicht thematisieren, aber zb zum schulfest mal den freund mitbringen)?
wie hättet ihr das als schüler gefunden? wie fändet ihr das als eltern? und wie fändet ihr das bei einem erzieher oder einer erzieherin?
schule ist eh schwierig und ein minenfeld. ich würd das stark von kindern und derem elternhaus abhängig machen. aber auch wie es intern in der schule. aber an sich find ich dazu stehen, nie eine schlechte option. da es nur so irgendwann "normal" werden kann. aber auf dem land oder spezifischen bezirken in einer stadt wär ich da vorsichtig.

Hawaii
18.07.2010, 10:32
habt ihr den eindruck, dass es langsam wirklich keine rolle mehr spielt, ob jemand homosexuell ist oder nicht?
kommt bestimmt aufs umfeld an, aber generell sicherlich eine weniger große rolle als noch vor einigen jahren.

kennt ihr viele homosexuelle, oder habt ihr manchmal den eindruck, dass in eurem umfeld die leute das entweder unterdrücken oder es entgegen der statistik kaum homosexuelle gibt?
ich kenne einige, habe aber nicht den eindruck, dass es unterdrückt wird.

habt ihr im engen freundeskreis homosexuelle? wenn ja, habt ihr sie "geoutet" kennengelernt, oder haben sie sich euch irgendwann offenbart? wenn letzteres, wie war das für euch?
ist die homosexualität des/der anderen heute noch thema, redet ihr offen darüber, oder ist es eher ein ziemlich intimes oder gar tabuthema?
wie gesagt kenne ich ein paar, die ich aber schon geoutet kennengelernt habe, bzw haben sie es mir dann in einem nebensatz zu verstehen gegeben. wir reden da genauso offen drüber wie bei heteros, wenn es um sex oder beziehungen geht.

spielt bei homosexuellen bekannten die sexuelle präferenz noch eine rolle für euch? will heißen, wenn ihr an die person denkt oder sie beschreiben sollt, fällt euch dann "schwul/lesbisch" als eine der ersten eigenschaften ein?
ich denke da schon dran, wenn ich den/diejenigen charakterisieren müsste, aber wertend ist es ja nicht gemeint.

würde es euch etwas ausmachen, wenn euer expartner als neuen partner jemanden des gleichen geschlechts hat (jetzt mal abgesehen von der tatsache, dass der/die ex jemand neuen hat)?
ja das würde mir schon was ausmachen, wenn ich von demjenigen nicht während der beziehung schon gewusst hätte, dass er bi ist.

findet ihr, die eigene sexuelle präferenz hat im berufsleben nichts verloren, oder findet ihr, man sollte auch da dazu stehen? warum?
ich finde, man sollte es nicht in allen lebenslagen nach außen tragen, aber wenn jemand gefragt wird bzw. man aufs thema kommen sollte, dann sollte die person auch dazu stehen können, egal ob privat oder beruflich.

sollte sich ein schwuler lehrer oder eine lesbische lehrerin vor den schülern dazu bekennen (sofern er/sie damit selbst kein problem hätte)? wenn ja, wie (offen thematisieren, oder nicht thematisieren, aber zb zum schulfest mal den freund mitbringen)?
wie hättet ihr das als schüler gefunden? wie fändet ihr das als eltern? und wie fändet ihr das bei einem erzieher oder einer erzieherin?
hab ich als angehende lehrerin mich auch schon gefragt. ich denke schon, dass die person dazu stehen sollte, und bei schulfesten den partner nicht aus angst vor reaktionen zuhause lassen sollte. also genau wie bei der antwort davor: wenns zum thema kommt, offen dazu stehen können, ansonsten nicht unbedingt thematisieren. als eltern hätte ich damit kein problem.

Vans
18.07.2010, 10:53
habt ihr den eindruck, dass es langsam wirklich keine rolle mehr spielt, ob jemand homosexuell ist oder nicht? Hmhm schwierig. Ich denke gerade bei mir "aufn Dorf" gibts noch genug Leute die dem... sagen wir mal, skeptisch gegenüber stehen. Jüngere Menschen sind da aber lockerer

kennt ihr viele homosexuelle, oder habt ihr manchmal den eindruck, dass in eurem umfeld die leute das entweder unterdrücken oder es entgegen der statistik kaum homosexuelle gibt? Ich kenne in meinem Umfeld nur 4 Personen... Kann mir aber auch gut vrostellen, dass man es bei manchen auch nicht so schnell merkt wie bei anderen. Unterdrückt wird da aber denke ich nichts.

habt ihr im engen freundeskreis homosexuelle? wenn ja, habt ihr sie "geoutet" kennengelernt, oder haben sie sich euch irgendwann offenbart? wenn letzteres, wie war das für euch?
ist die homosexualität des/der anderen heute noch thema, redet ihr offen darüber, oder ist es eher ein ziemlich intimes oder gar tabuthema? Habe keine im engeren Freundeskreis

spielt bei homosexuellen bekannten die sexuelle präferenz noch eine rolle für euch? will heißen, wenn ihr an die person denkt oder sie beschreiben sollt, fällt euch dann "schwul/lesbisch" als eine der ersten eigenschaften ein? Hmm bei einem Mann schon. Er ist super penibel und irgendwie... jaja, böse Stereotypen, kein bisschen "männlich". Bei einer Frau verhält es sich genauso: Man wird irgendwie immer auf ihre Homosexualität "gestoßen" weil sie sich sehr männlich anzieht usw. Das Auftreten der beiden und die Homosexualität gehen da irgendwie Hand in Hand

würde es euch etwas ausmachen, wenn euer expartner als neuen partner jemanden des gleichen geschlechts hat (jetzt mal abgesehen von der tatsache, dass der/die ex jemand neuen hat)? Ich würde schon ein bisschen ins Grübeln kommen, wenn der Ex vorher nie irgendwelche Andeutungen gemacht hat, dass er bisexuell ist oder so.

findet ihr, die eigene sexuelle präferenz hat im berufsleben nichts verloren, oder findet ihr, man sollte auch da dazu stehen? warum?
Ich finde das sollte nicht großartig thematisiert werden. Wenn es sich ergibt sollte man seinen Partner natürlich nich verstecken. Aber da extra ein Thema draus zu machen... muss auch nicht sien, finde ich

sollte sich ein schwuler lehrer oder eine lesbische lehrerin vor den schülern dazu bekennen (sofern er/sie damit selbst kein problem hätte)? wenn ja, wie (offen thematisieren, oder nicht thematisieren, aber zb zum schulfest mal den freund mitbringen)?
wie hättet ihr das als schüler gefunden? wie fändet ihr das als eltern? und wie fändet ihr das bei einem erzieher oder einer erzieherin? Da gilt dasselbe beim Beruf. Ich finde weder Hetero noch Homo müssen ihre Neigungen großartig zum Thema machen. Wenn es sich irgendwie zeigt, die Schüler die Frage stellen, sollte der Lehrer ehrlich antworten.

sora
18.07.2010, 11:22
lustig, dass das bisher bei keinem mit homosexuellen guten freunden ein großes thema ist...
ich hab einen sehr guten schwulen freund, und wir reden da total viel drüber. gar nicht unbedingt über sein liebesleben, eher über sachen wie homosexuelle in der gesellschaft, über schwulsein in anderen ländern, über outing, über sprachgebrauch, über vorurteile, wie es ihm damit ging vor und nach dem outing, wer sonst noch so schwul ist oder schwul sein könnte... er redet da von sich aus sehr viel drüber, ich finde es auch interessant, und ich kann auch alles fragen, egal wie neugierig es sein mag.

Schokocookie
18.07.2010, 12:28
habt ihr den eindruck, dass es langsam wirklich keine rolle mehr spielt, ob jemand homosexuell ist oder nicht?
Ich hab zwar schon das Gefühl, dass es immer weniger eine Rolle spielt, aber dass es noch lange dauern wird, bis es wirklich gar keine Rolle mehr spielen wird. Für viele Leute, die ich kenne, spielt es schon noch eine Rolle, auch wenn sie es nicht offen zugeben, weil´s halt nicht politisch korrekt wäre.

kennt ihr viele homosexuelle, oder habt ihr manchmal den eindruck, dass in eurem umfeld die leute das entweder unterdrücken oder es entgegen der statistik kaum homosexuelle gibt?
Ich kenne kaum Homosexuelle und mir kommt es deshalb auch so vor, als gäbe es nicht so viele.

habt ihr im engen freundeskreis homosexuelle? wenn ja, habt ihr sie "geoutet" kennengelernt, oder haben sie sich euch irgendwann offenbart? wenn letzteres, wie war das für euch?
ist die homosexualität des/der anderen heute noch thema, redet ihr offen darüber, oder ist es eher ein ziemlich intimes oder gar tabuthema?
Ja, Freunde von mir sind homosexuell. Ich wusste das aber schon, bevor ich sie näher kennengelernt habe. Und es ist auch kein Tabuthema, da sie von sich aus manchmal darüber sprechen.

spielt bei homosexuellen bekannten die sexuelle präferenz noch eine rolle für euch? will heißen, wenn ihr an die person denkt oder sie beschreiben sollt, fällt euch dann "schwul/lesbisch" als eine der ersten eigenschaften ein?
Ja, mir fällt bei einem der Freunde "schwul" schon als eine Eigenschaft ein, weil er einfach vielen (positiven) Klischees entspricht, mit denen Homosexuelle Männer beschrieben werden. Und bestimmt auch deshalb, weil ich so wenige Homosexuelle kenne, und es deshalb etwas "nicht alltägliches" für mich ist, eine Eigenschaft, durch die er sich von anderen Freunden abhebt. Würde ich mehr Homosexuelle kennen, wäre es bestimmt keine "herausstechende" Eigenschaft mehr, an die ich sofort denken würde

würde es euch etwas ausmachen, wenn euer expartner als neuen partner jemanden des gleichen geschlechts hat (jetzt mal abgesehen von der tatsache, dass der/die ex jemand neuen hat)?
Nein, würde mir nichts ausmachen. Würde mir sogar weniger ausmachen, als wenn er eine neue Freundin hat

findet ihr, die eigene sexuelle präferenz hat im berufsleben nichts verloren, oder findet ihr, man sollte auch da dazu stehen? warum?
Persönlich finde ich, sie hat im Berufsleben nichts verloren, ich finde einfach nicht dass es Kollegen / Geschäftspartnern / anderen Leuten, mit denen man im Berufsleben etwas zu tun hat, etwas angeht, was für sexuelle Präferenzen ich habe. Es stört mich aber nicht, wenn andere das für sich anders sehen und offen damit umgehen.

sollte sich ein schwuler lehrer oder eine lesbische lehrerin vor den schülern dazu bekennen (sofern er/sie damit selbst kein problem hätte)? wenn ja, wie (offen thematisieren, oder nicht thematisieren, aber zb zum schulfest mal den freund mitbringen)?
wie hättet ihr das als schüler gefunden? wie fändet ihr das als eltern? und wie fändet ihr das bei einem erzieher oder einer erzieherin?
Wenn eine Lehrerin z.B. beim Schulfest ihre Partnerin mitbringt, finde ich das nur normal und legitim. Wieso sollte sie das nicht tun, wenn andere Lehrerinnen ihre Partner mitbringen. Das wäre mir als Schülerin glaube ich egal gewesen und als Elternteil fände ich es gut, weil es mutig ist und es den Schülern zeigt, dass Homosexualität als etwas ganz normales angesehen werden sollte.
Andereseits finde ich nicht, dass die Lehrerin/ der Lehrer ihre sexuelle Präferenz ungefragt thematisieren sollte. Das fände ich irgendwie unpassend.

wurst
18.07.2010, 12:44
lustig, dass das bisher bei keinem mit homosexuellen guten freunden ein großes thema ist...
ich hab einen sehr guten schwulen freund, und wir reden da total viel drüber. gar nicht unbedingt über sein liebesleben, eher über sachen wie homosexuelle in der gesellschaft, über schwulsein in anderen ländern, über outing, über sprachgebrauch, über vorurteile, wie es ihm damit ging vor und nach dem outing, wer sonst noch so schwul ist oder schwul sein könnte... er redet da von sich aus sehr viel drüber, ich finde es auch interessant, und ich kann auch alles fragen, egal wie neugierig es sein mag.

ok, aber so red ich mit allen meiner freunde darüber. einfach weil emanzipation und rechte für alle mir wichtig sind.

ana.
18.07.2010, 13:44
habt ihr den eindruck, dass es langsam wirklich keine rolle mehr spielt, ob jemand homosexuell ist oder nicht?
mein eindruck ist, dass es schon noch ne rolle spielt. es verursacht immer noch reaktionen, heterodasein tut das nicht so.

kennt ihr viele homosexuelle, oder habt ihr manchmal den eindruck, dass in eurem umfeld die leute das entweder unterdrücken oder es entgegen der statistik kaum homosexuelle gibt?
puh ich glaub ich kenn 3, und ich glaub dass ist eher zufall, nicht dass sich in meinem umfeld jemand versteckt.

habt ihr im engen freundeskreis homosexuelle? wenn ja, habt ihr sie "geoutet" kennengelernt, oder haben sie sich euch irgendwann offenbart? wenn letzteres, wie war das für euch?
ist die homosexualität des/der anderen heute noch thema, redet ihr offen darüber, oder ist es eher ein ziemlich intimes oder gar tabuthema?
es sind alles bekannte, die schon geoutet waren beim kennenlernen und die ganz offen damit umgehen.

spielt bei homosexuellen bekannten die sexuelle präferenz noch eine rolle für euch? will heißen, wenn ihr an die person denkt oder sie beschreiben sollt, fällt euch dann "schwul/lesbisch" als eine der ersten eigenschaften ein?
als eine der erste nicht unbedingt, aber es fällt mir ein. ich glaub das hat aber auch damit zu tun wie die das celebieren. zb hab ich ne bekannte die dauernd fotos von sich und ihrer freundin im studivz postet, und das ist schon ne assoziation die mir direkt kommt wenn ich über sie rede.

würde es euch etwas ausmachen, wenn euer expartner als neuen partner jemanden des gleichen geschlechts hat (jetzt mal abgesehen von der tatsache, dass der/die ex jemand neuen hat)?
nein

findet ihr, die eigene sexuelle präferenz hat im berufsleben nichts verloren, oder findet ihr, man sollte auch da dazu stehen? warum?
dazu stehen find ich gut, ist aber kein muss. wer das privat halten will hat das recht dazu.

sollte sich ein schwuler lehrer oder eine lesbische lehrerin vor den schülern dazu bekennen (sofern er/sie damit selbst kein problem hätte)? wenn ja, wie (offen thematisieren, oder nicht thematisieren, aber zb zum schulfest mal den freund mitbringen)?
mh ich wäre damit vorsichtig. ich glaube dazu muss man einen festen angesehenen stand bei der schülerschaft haben, damit sich das nicht negativ auswirkt. wenn das der fall ist würde ich kein grosses thema daraus machen sondern ganz normal freundin statt freund sagen wenn man vom partner redet und so.

wie hättet ihr das als schüler gefunden? wie fändet ihr das als eltern?
als schüler wäre es mir herausgestochen, einfach weil es selten vorkommt. ansonsten wäre es mir egal gewesen, als eltern auch.

und wie fändet ihr das bei einem erzieher oder einer erzieherin?
dasselbe.

seelig
18.07.2010, 13:46
habt ihr den eindruck, dass es langsam wirklich keine rolle mehr spielt, ob jemand homosexuell ist oder nicht?
- mhm, schwierig... ich selbst bekomme ja weniger "homofeindliches" mit, weil es mich nicht betrifft. also oberflächlich würde ich sagen es ist egal (mir zumindest^^), aber ich denke dass homosexuelle trotzdem vielem ausgesetzt sind, dass man so auf den ersten blick garnicht mitbekommt.

kennt ihr viele homosexuelle, oder habt ihr manchmal den eindruck, dass in eurem umfeld die leute das entweder unterdrücken oder es entgegen der statistik kaum homosexuelle gibt?

-mhm, kenne ein paar, aber ob das so dem "mittelwert" entspicht weiß ich nicht...

habt ihr im engen freundeskreis homosexuelle? wenn ja, habt ihr sie "geoutet" kennengelernt, oder haben sie sich euch irgendwann offenbart? wenn letzteres, wie war das für euch?
ist die homosexualität des/der anderen heute noch thema, redet ihr offen darüber, oder ist es eher ein ziemlich intimes oder gar tabuthema?
- mein bester freund ist schwul. kennen uns seit der 5. klasse, hat sich aber erst kurz vor dem abi offiziell geoutet. aber eigentlich war es schon lange vorher klar, deswegen war es auch keine überraschung. andere habe ich schon geoutet kennengelernt.
da wird offen drüber geredet, so wie auch mit hetero-freunden.

spielt bei homosexuellen bekannten die sexuelle präferenz noch eine rolle für euch? will heißen, wenn ihr an die person denkt oder sie beschreiben sollt, fällt euch dann "schwul/lesbisch" als eine der ersten eigenschaften ein?
- als eine der ersten nicht, aber schon auch eine eigenschaft. so in etwa wie bei einer guten freundin "ist schon ewig mit xy zusammen".


würde es euch etwas ausmachen, wenn euer expartner als neuen partner jemanden des gleichen geschlechts hat (jetzt mal abgesehen von der tatsache, dass der/die ex jemand neuen hat)?
- es würde mich überraschen, aber ob es mich mehr stören würde weiß ich nicht. kommt auch drauf an ob der ex sich als bi oder schwul ansehen würde.

findet ihr, die eigene sexuelle präferenz hat im berufsleben nichts verloren, oder findet ihr, man sollte auch da dazu stehen? warum?
- eigentlich hat sie da nichts zu suchen, egal ob homo, hetero, transgender etc. und ich will auch niemand vorschreiben wie er damit umgehen soll. ich kann z.b. verstehen wenn jemand im berufsleben seine sexualität verleugnet aus angst vor benachteiligung.
dass das im idealfall nicht vorkommen sollte und jeder frei dazu stehen können sollte ist ein anderes thema...

sollte sich ein schwuler lehrer oder eine lesbische lehrerin vor den schülern dazu bekennen (sofern er/sie damit selbst kein problem hätte)? wenn ja, wie (offen thematisieren, oder nicht thematisieren, aber zb zum schulfest mal den freund mitbringen)?
wie hättet ihr das als schüler gefunden? wie fändet ihr das als eltern? und wie fändet ihr das bei einem erzieher oder einer erzieherin?
- mein klassenlehrer von der 5.-9. klasse war offen geoutet und das war nie ein problem oder größeres thema. also wir haben ihn irgendwann mal gefragt ob er verheiratet ist und dann hat er eben gesagt, dass er einen freund hat. sein partner kam z.b. zu festen und veranstaltungen mit und hat auch einmal mit uns gekocht (eine spezialität aus seinem heimatland).
ich persönlich fand das nie "besonders" oder irgendwie erwähnenswert, es war eben so.
meinen eltern war das auch egal, er soll ja als lehrer seine aufgabe erledigen, da tut es nichts zur sachen wer sein partner ist.
genauso bei erziehern...

Siziliana
18.07.2010, 14:02
habt ihr den eindruck, dass es langsam wirklich keine rolle mehr spielt, ob jemand homosexuell ist oder nicht?
Nein.

kennt ihr viele homosexuelle, oder habt ihr manchmal den eindruck, dass in eurem umfeld die leute das entweder unterdrücken oder es entgegen der statistik kaum homosexuelle gibt?
Es gibt schon einige.

habt ihr im engen freundeskreis homosexuelle? wenn ja, habt ihr sie "geoutet" kennengelernt, oder haben sie sich euch irgendwann offenbart? wenn letzteres, wie war das für euch?
ist die homosexualität des/der anderen heute noch thema, redet ihr offen darüber, oder ist es eher ein ziemlich intimes oder gar tabuthema?
In ein paar Fällen, die ich schon lange kenne, hat es sich halt so nach und nach gezeigt und sie haben es sich selbst auch erst dann eingestanden. Ich habe es mir auch meist schon gedacht, also war es keine große Überraschung. Wir reden offen darüber.

spielt bei homosexuellen bekannten die sexuelle präferenz noch eine rolle für euch? will heißen, wenn ihr an die person denkt oder sie beschreiben sollt, fällt euch dann "schwul/lesbisch" als eine der ersten eigenschaften ein?
Ja.

würde es euch etwas ausmachen, wenn euer expartner als neuen partner jemanden des gleichen geschlechts hat (jetzt mal abgesehen von der tatsache, dass der/die ex jemand neuen hat)?
Ich glaube, es wäre zuerst schon komisch, ob es mir was ausmachen würde, kann ich nicht sagen.

findet ihr, die eigene sexuelle präferenz hat im berufsleben nichts verloren, oder findet ihr, man sollte auch da dazu stehen? warum?
Es sollte ganz einfach egal sein.

sollte sich ein schwuler lehrer oder eine lesbische lehrerin vor den schülern dazu bekennen (sofern er/sie damit selbst kein problem hätte)? wenn ja, wie (offen thematisieren, oder nicht thematisieren, aber zb zum schulfest mal den freund mitbringen)?
Schwere Frage, ich glaube nicht, dass es da eine Pauschalantwort gibt...ich kann mir schon vorstellen, dass sich viele Lehrer damit zu Zielscheiben machen würden bei den kranken Schülern heutzutage, aber kA.

wie hättet ihr das als schüler gefunden? wie fändet ihr das als eltern? und wie fändet ihr das bei einem erzieher oder einer erzieherin?
Ich hätte es wohl zur Kenntnis genommen als Schüler und dann wär's mir auch egal gewesen. Als Elternteil weiß ich nicht, wahrscheinlich wäre es mir auch egal (auf jeden Fall bei Lehrern).

Zoor
18.07.2010, 14:30
habt ihr den eindruck, dass es langsam wirklich keine rolle mehr spielt, ob jemand homosexuell ist oder nicht?
Das hängt stark vom Lebensbereich ab. Insgesamt spielt es aber sicher noch eine Rolle.

kennt ihr viele homosexuelle, oder habt ihr manchmal den eindruck, dass in eurem umfeld die leute das entweder unterdrücken oder es entgegen der statistik kaum homosexuelle gibt?
Hmm, es gibt schon drei oder vier. Aber bei ein paar weiteren Personen könnte ich mir vorstellen, dass sie es unterdrücken.

habt ihr im engen freundeskreis homosexuelle? wenn ja, habt ihr sie "geoutet" kennengelernt, oder haben sie sich euch irgendwann offenbart? wenn letzteres, wie war das für euch?
ist die homosexualität des/der anderen heute noch thema, redet ihr offen darüber, oder ist es eher ein ziemlich intimes oder gar tabuthema?
Im engeren Freundeskreis nicht, nein. Aber bei denen, die ich kenne, ist es absolut kein Thema. Bin aber auch nicht so eng mit denen.

spielt bei homosexuellen bekannten die sexuelle präferenz noch eine rolle für euch? will heißen, wenn ihr an die person denkt oder sie beschreiben sollt, fällt euch dann "schwul/lesbisch" als eine der ersten eigenschaften ein?
Nein, eigentlich gar nicht. Außer bei einer, die kokettiert aber auch total damit, lesbisch zu sein und muss es überall besonders betonen.

würde es euch etwas ausmachen, wenn euer expartner als neuen partner jemanden des gleichen geschlechts hat (jetzt mal abgesehen von der tatsache, dass der/die ex jemand neuen hat)?
Ich würd mich glaub ich kurz fragen, ob ich so schlimm war. :D Aber eigentlich wär es mir eher egal.

findet ihr, die eigene sexuelle präferenz hat im berufsleben nichts verloren, oder findet ihr, man sollte auch da dazu stehen? warum?
Gehört nicht ins Berufsleben. Egal ob nun homo- oder heterosexuell.

sollte sich ein schwuler lehrer oder eine lesbische lehrerin vor den schülern dazu bekennen (sofern er/sie damit selbst kein problem hätte)? wenn ja, wie (offen thematisieren, oder nicht thematisieren, aber zb zum schulfest mal den freund mitbringen)?
wie hättet ihr das als schüler gefunden? wie fändet ihr das als eltern? und wie fändet ihr das bei einem erzieher oder einer erzieherin?
Das hängt stark davon ab. Sicher geht das nicht vor jeder Klasse. Ebenso kann es nicht jede Person machen. Ich fänd es nur wichtig, sich nicht zu verleugnen, wenn es z.B. zufällig Thema würde. Ein normaler Umgang mit der Sache ist meiner Meinung nach wichtig. Heterosexualität ist ja auch kein spezielles Thema, sondern gehört eben zum Leben dazu. Wenn es mit Homosexualität genau so wäre, wäre schon einiges gewonnen.

sparklehorse
18.07.2010, 15:41
habt ihr den eindruck, dass es langsam wirklich keine rolle mehr spielt, ob jemand homosexuell ist oder nicht? *nein, habe ich nicht.

kennt ihr viele homosexuelle, oder habt ihr manchmal den eindruck, dass in eurem umfeld die leute das entweder unterdrücken oder es entgegen der statistik kaum homosexuelle gibt? *ich hab das gefühl, dass es relativ viele sind, aber z.t. wissen die gar nicht, dass ich es weiß (ein schwuler freund von mir tratscht sehr gerne sowas weiter).

habt ihr im engen freundeskreis homosexuelle? wenn ja, habt ihr sie "geoutet" kennengelernt, oder haben sie sich euch irgendwann offenbart? wenn letzteres, wie war das für euch?
ist die homosexualität des/der anderen heute noch thema, redet ihr offen darüber, oder ist es eher ein ziemlich intimes oder gar tabuthema? *im engen nicht, aber im weiteren. irgendwann geoutet, ja. darüber geredet wird eigentlich nicht (was will man da schon drüber reden?) aber themen die damit zusammenhängen (beziehungskram, csd...) schon. kein tabuthema.
achso, äh. ich glaub du meintest das anders. also über die tatsache dass er schwul ist, reden wir nicht. aber schon über so schwule themen, das klar. also keine ahnung, gleichgeschlechtliche ehe, so themen wie eizellspende oder so..

spielt bei homosexuellen bekannten die sexuelle präferenz noch eine rolle für euch? will heißen, wenn ihr an die person denkt oder sie beschreiben sollt, fällt euch dann "schwul/lesbisch" als eine der ersten eigenschaften ein? *bei einem schon, weil er z.t. ziemlich klischeeschwul ist und er sich auch sehr darüber selbst definiert, einen großen schwulen freundeskreis hat etc.
für ihn ist seine sexuelle orientierung auf jeden fall was, was ihn auch definiert.

würde es euch etwas ausmachen, wenn euer expartner als neuen partner jemanden des gleichen geschlechts hat (jetzt mal abgesehen von der tatsache, dass der/die ex jemand neuen hat)?
*es würde mich verwundern, weil ichs komisch fände dass er das in der beziehung nie mal erzählt, aber hm. mehr als wärs jemand des anderen geschlechts sicher nicht.

findet ihr, die eigene sexuelle präferenz hat im berufsleben nichts verloren, oder findet ihr, man sollte auch da dazu stehen? warum?
*ich weiß gar nicht, warum man da überhaupt "dazu stehen" soll. macht ein heterosexueller ja auch nicht. ich würd sowas garantiert nicht extra thematisieren.

sollte sich ein schwuler lehrer oder eine lesbische lehrerin vor den schülern dazu bekennen (sofern er/sie damit selbst kein problem hätte)? wenn ja, wie (offen thematisieren, oder nicht thematisieren, aber zb zum schulfest mal den freund mitbringen)?
wie hättet ihr das als schüler gefunden? wie fändet ihr das als eltern? und wie fändet ihr das bei einem erzieher oder einer erzieherin?
*s.o. - grade bei lehrern finde ich die beziehungen absolute privatsache, ich wusste ja auch nicht von jedem lehrer ob er verheiratet ist und wieviele kinder er hat. ich find nicht, dass man sowas schülern erzählen muss. thematisieren nicht (wie gesagt: damit schafft man ja auch wieder so eine sonderbehandlung von homosexualität, das find ich eh komisch), aber halt normal damit umgehen. klar den partner mal mitbringen. oder wenn kurstreffen ist den partner nicht wegsperren.. oder so.

Lina88
18.07.2010, 15:59
habt ihr den eindruck, dass es langsam wirklich keine rolle mehr spielt, ob jemand homosexuell ist oder nicht?
doch, das spielt noch eine rolle
kennt ihr viele homosexuelle, oder habt ihr manchmal den eindruck, dass in eurem umfeld die leute das entweder unterdrücken oder es entgegen der statistik kaum homosexuelle gibt?
kenne einige homosexuelle gut und einige eben nur als entfernte bekannte
habt ihr im engen freundeskreis homosexuelle? wenn ja, habt ihr sie "geoutet" kennengelernt, oder haben sie sich euch irgendwann offenbart? wenn letzteres, wie war das für euch?
ist die homosexualität des/der anderen heute noch thema, redet ihr offen darüber, oder ist es eher ein ziemlich intimes oder gar tabuthema?
lange vor dem outing gekannt. ich war ein bisschen überrascht und ein bisschen auch nicht. ;) und ja es ist noch thema, schon allein, weil nicht alle leute so reagiert haben, wie ich.
spielt bei homosexuellen bekannten die sexuelle präferenz noch eine rolle für euch? will heißen, wenn ihr an die person denkt oder sie beschreiben sollt, fällt euch dann "schwul/lesbisch" als eine der ersten eigenschaften ein?
ja, denn seit dem outing ist gefühlt noch nicht viel zeit vergangen und es wissen auch viele noch nicht. ich passe also immer auf, nichts falsches zu sagen.
würde es euch etwas ausmachen, wenn euer expartner als neuen partner jemanden des gleichen geschlechts hat (jetzt mal abgesehen von der tatsache, dass der/die ex jemand neuen hat)?
vermutlich würde ich mich dann schon fragen, wieso demjenigen das dann nicht vorher schon aufgefallen ist und das irgendwie auf die beziehung beziehen. aber richtig dramatisch wäre es auch nicht.

findet ihr, die eigene sexuelle präferenz hat im berufsleben nichts verloren, oder findet ihr, man sollte auch da dazu stehen? warum?
das würde ich jedem selbst überlassen
sollte sich ein schwuler lehrer oder eine lesbische lehrerin vor den schülern dazu bekennen (sofern er/sie damit selbst kein problem hätte)? wenn ja, wie (offen thematisieren, oder nicht thematisieren, aber zb zum schulfest mal den freund mitbringen)?

s.o.
wie hättet ihr das als schüler gefunden? wie fändet ihr das als eltern? und wie fändet ihr das bei einem erzieher oder einer erzieherin?
als schüler sicherlich irgendwie kurios. damals kannte ich auch niemanden, der offen schwul war. als eltern fände ich das hoffentlich richtig, geh ich aber stark von aus. bei einem erzieher (reden wir jetzt vom kindergarten) ist es meiner meinung nach auch ok. je früher kinder lernen, dass das genauso normal ist, wie das, was sie von ihren eltern vielleicht anders kennen, umso besser.[/QUOTE]

johnny&mary
18.07.2010, 16:03
habt ihr den eindruck, dass es langsam wirklich keine rolle mehr spielt, ob jemand homosexuell ist oder nicht?
für leute in unserem alter trifft das wohl zu, aber für ältere generationen eher nicht.

kennt ihr viele homosexuelle, oder habt ihr manchmal den eindruck, dass in eurem umfeld die leute das entweder unterdrücken oder es entgegen der statistik kaum homosexuelle gibt?
ich kenn ein paar homosexuelle

habt ihr im engen freundeskreis homosexuelle? wenn ja, habt ihr sie "geoutet" kennengelernt, oder haben sie sich euch irgendwann offenbart? wenn letzteres, wie war das für euch?
ist die homosexualität des/der anderen heute noch thema, redet ihr offen darüber, oder ist es eher ein ziemlich intimes oder gar tabuthema?
er hat sich vor etwa einem jahr geoutet, hatte davor eine freundin. es wird offen darüber gesprochen und ist absolut kein tabuthema.

spielt bei homosexuellen bekannten die sexuelle präferenz noch eine rolle für euch? will heißen, wenn ihr an die person denkt oder sie beschreiben sollt, fällt euch dann "schwul/lesbisch" als eine der ersten eigenschaften ein?
ich muss zugeben, ja. ich denk das liegt aber auch daran, dass es eben für mich nicht immer so war und ich ihn als "hetero" kennengelernt habe (auch wenn er da schon schwul aber nicht geoutet war)

würde es euch etwas ausmachen, wenn euer expartner als neuen partner jemanden des gleichen geschlechts hat (jetzt mal abgesehen von der tatsache, dass der/die ex jemand neuen hat)?
schwer vorstellbar, aber ich denke das wär ok.

findet ihr, die eigene sexuelle präferenz hat im berufsleben nichts verloren, oder findet ihr, man sollte auch da dazu stehen? warum?
es sollte keine rolle spielen welche präferenz man hat.

sollte sich ein schwuler lehrer oder eine lesbische lehrerin vor den schülern dazu bekennen (sofern er/sie damit selbst kein problem hätte)? wenn ja, wie (offen thematisieren, oder nicht thematisieren, aber zb zum schulfest mal den freund mitbringen)?
wie hättet ihr das als schüler gefunden? wie fändet ihr das als eltern? und wie fändet ihr das bei einem erzieher oder einer erzieherin?
wie gesagt, es sollte keine rolle spielen. wenn es sich ergibt kann es ruhig jeder wissen. verstecken soll sich meiner meinung nach keiner. aber man muss sich auch nich vor die klasse stellen und sagen "ich bin homosexuell"

Emma.
18.07.2010, 16:11
habt ihr den eindruck, dass es langsam wirklich keine rolle mehr spielt, ob jemand homosexuell ist oder nicht?
-- in meinem umkreis spielt es keine rolle und ich kenne auch niemanden näher, der probleme mit homosexuellen in irgendwelchen positionen hat.

kennt ihr viele homosexuelle, oder habt ihr manchmal den eindruck, dass in eurem umfeld die leute das entweder unterdrücken oder es entgegen der statistik kaum homosexuelle gibt?
-- ich habe einige homosexuelle freunde und kenne über diese wieder andere und niemanden, bei dem ich denke, dass er das unterdrückt.

habt ihr im engen freundeskreis homosexuelle? wenn ja, habt ihr sie "geoutet" kennengelernt, oder haben sie sich euch irgendwann offenbart? wenn letzteres, wie war das für euch?
-- ja, ich habe einige homosexuelle freunde und haben sie als homosexuell kennen gelernt. klar, man stellt sich nicht vor mit "hallo, ich bin emma. und ich bin hetero." "hi, ich bin jürgen und schwul. schön, dich zu treffen.", sondern findet es irgendwann raus, mal ganz schnell, mal nach einiger zeit, weil man halt kein gesprächsthema hat, wo das von relevanz wäre. ich habe aber keine freunde, die sagten "du, emma., ich bin schwul.", dass man das erfahren hat, hat sich irgendwann einfach so ergeben, wenn derjenige zum beispiel so etwas wie "mein ex sagt." und es halt ein mann ist. für mich ist das nie etwas besonderes gewesen.

ist die homosexualität des/der anderen heute noch thema, redet ihr offen darüber, oder ist es eher ein ziemlich intimes oder gar tabuthema?
-- naja, man redet darüber, aber nicht mit vorsatz, sondern halt wenn es dazu kommt. zuletzt habe ich zum beispiel einen schwulen kirchenmusiker getroffen und so kamen wir ins gespräch über kirche und homosexualität und mit welchen widerständen man und er im besonderen zu kämpfen hat und warum er als schwuler mann kirchenmusiker wurde.
ich fände es blöd, das aus political correctness gründen totzuschweigen, nur weil man denkt "oh nee, ich muss jetzt so tun, als wär das so unglaublich alltäglich und frage mal nicht nach."

spielt bei homosexuellen bekannten die sexuelle präferenz noch eine rolle für euch? will heißen, wenn ihr an die person denkt oder sie beschreiben sollt, fällt euch dann "schwul/lesbisch" als eine der ersten eigenschaften ein?
-- nein, nicht wirklich. aber ich habe ein schwules ehepaar im freundeskreis und deren engerer freundeskreis ist zu 95% schwul-lesbisch und sie identifizieren sich auch über ihre sexualität, gehen in schwulenclubs, machen bei den gay games mit etc. pp, daher denke ich über die in zweiter linie schon als schwules paar nach, was aber völlig ohne wertung ist. homosexualität ist halt der markierte fall, da die mehrheit heterosexuell ist. das ist ähnlic hwie mit einer dunkelhäutigen person in deutschland, das fällt einfach auf und ist ein merkmal, weil es seltener ist als eine weiße person in deutschland. umgekehrt wäre eine weiße person in schwarzafrika dort der markierte fall und es wäre ein beschreibungsmerkmal.

würde es euch etwas ausmachen, wenn euer expartner als neuen partner jemanden des gleichen geschlechts hat (jetzt mal abgesehen von der tatsache, dass der/die ex jemand neuen hat)?
-- nein, es würde mir nichts ausmachen, wäre aber schon etwas besonderes und ich würde darüber anders nachdenken als wenn er danach auch eine heterosexuelle beziehung hätte. das würde einer homosexuellen person wohl genauso gehen, wenn der expartner danach eine heterosexuelle beziehung führen würde. anders wäre das, wenn ich von vorne herein wüsste, dass mein expartner bisexuell ist.

findet ihr, die eigene sexuelle präferenz hat im berufsleben nichts verloren, oder findet ihr, man sollte auch da dazu stehen? warum?
-- niemand muss zu seiner orientierung stellung nehmen und es sollte keine rolle spielen. wenn man aber möchte, sollte man dazu stehen. ich finde es schade, dass es in hohen managementkreisen immernoch dieses bild vom mächtigen mann mit frau an seiner seite gibt. ich bin mir recht sicher, dass ein schwuler mann mit ehemann es schwerer hat.

sollte sich ein schwuler lehrer oder eine lesbische lehrerin vor den schülern dazu bekennen (sofern er/sie damit selbst kein problem hätte)? wenn ja, wie (offen thematisieren, oder nicht thematisieren, aber zb zum schulfest mal den freund mitbringen)?
wie hättet ihr das als schüler gefunden? wie fändet ihr das als eltern? und wie fändet ihr das bei einem erzieher oder einer erzieherin?
-- ich finde, ein lehrer sollte damit normal umgehen. wenn er es selbst als etwas besonderes behandelt, wird dieses gefühl ja an die schüler weitergegeben. ich fände es lächerlich, wenn ein schwuler lehrer oder eine lesbische lehrerin sich nur wegen der sexualität vor die klasse stellen und stellung beziehen würde. man hat ja keine tat begangen. verstecken sollte er es aber auch nicht. wenn es ein sommerfest gibt und alle lehrer bringen den partner mit, dann sollte er das auch einfach kommentarlos tun, sofern er mag.
für mich gibt es da keinen unterschied, ob ich schüler oder elternteil bin.
das gleiche gilt für erzieher. da die kinder dort kleiner sind und von zu hause in den allerallerallermeisten fällen eine heterosexuelle beziehung kennen / ihnen homosexualität wahrscheinlich noch unbekannt ist, werden sie nachfragen, was das ist, wie das ist, wie das sein kann oder was auch immer und dann sollte derjenige das erklären und sagen, dass es völlig normal ist und es eben auch solche beziehungsformen gibt. ein politikum sollte daraus aber nicht werden.

cyan
18.07.2010, 17:48
habt ihr den eindruck, dass es langsam wirklich keine rolle mehr spielt, ob jemand homosexuell ist oder nicht?
nein, leider nicht.

kennt ihr viele homosexuelle, oder habt ihr manchmal den eindruck, dass in eurem umfeld die leute das entweder unterdrücken oder es entgegen der statistik kaum homosexuelle gibt?
__ kenne relativ viele.

habt ihr im engen freundeskreis homosexuelle? wenn ja, habt ihr sie "geoutet" kennengelernt, oder haben sie sich euch irgendwann offenbart? wenn letzteres, wie war das für euch?
__ ja. ich habe nur geoutete kennengelernt.

ist die homosexualität des/der anderen heute noch thema, redet ihr offen darüber, oder ist es eher ein ziemlich intimes oder gar tabuthema?
__ wir reden drüber.

spielt bei homosexuellen bekannten die sexuelle präferenz noch eine rolle für euch? will heißen, wenn ihr an die person denkt oder sie beschreiben sollt, fällt euch dann "schwul/lesbisch" als eine der ersten eigenschaften ein?
__ bei manchen ja, bei anderen nein. das kommt darauf an, wie sehr der andere sich darüber definiert, finde ich.

würde es euch etwas ausmachen, wenn euer expartner als neuen partner jemanden des gleichen geschlechts hat (jetzt mal abgesehen von der tatsache, dass der/die ex jemand neuen hat)?
__ ja.

findet ihr, die eigene sexuelle präferenz hat im berufsleben nichts verloren, oder findet ihr, man sollte auch da dazu stehen? warum?
__ weder noch. ich finde, das soll und kann jeder so halten wie er will.

sollte sich ein schwuler lehrer oder eine lesbische lehrerin vor den schülern dazu bekennen (sofern er/sie damit selbst kein problem hätte)?
__ nein, nicht, wenn er das nicht möchte.

wie hättet ihr das als schüler gefunden?
__ als teenager ok, denke ich. als volksschülerin hätte ich es nicht kapiert und es hätte mich sicher sehr beschäftigt.

wie fändet ihr das als eltern? und wie fändet ihr das bei einem erzieher oder einer erzieherin?
__ egal.

cyan
18.07.2010, 17:54
ist die homosexualität des/der anderen heute noch thema, redet ihr offen darüber, oder ist es eher ein ziemlich intimes oder gar tabuthema? *im engen nicht, aber im weiteren. irgendwann geoutet, ja. darüber geredet wird eigentlich nicht (was will man da schon drüber reden?).

naja, einer meiner freunde hatte ja zb noch nie sex mit einer frau und dementsprechend findet er das alles furchtbar spannend und löchert mich mit fragen.
und sonst reden wir halt zb oft darüber, wie es seiner familie mit seiner homosexualität geht usw. also ich finde schon, dass da viele themen dranhängen.

so habe ich zumindest diese frage verstanden.

sparklehorse
18.07.2010, 19:21
ich glaub, ich hab die frage einfach falsch verstanden.. "ist die homosexualität des anderen ein thema" hab ich als sprechen über dessen sexualität bzw sexuelle identität konkret aufgefasst und nicht so allgemein..

sora
18.07.2010, 19:48
ich glaub, ich hab die frage einfach falsch verstanden.. "ist die homosexualität des anderen ein thema" hab ich als sprechen über dessen sexualität bzw sexuelle identität konkret aufgefasst und nicht so allgemein..

stimmt, missverständlich ausgedrückt. ich meinte homosexualität allgemein und alles, was damit irgendwie zusammenhängt, nicht die sexualität des anderen im speziellen.

Kräuterpolizei
18.07.2010, 22:04
habt ihr den eindruck, dass es langsam wirklich keine rolle mehr spielt, ob jemand homosexuell ist oder nicht?
nein, eigentlich nicht.
aber ich finde auch grundsätzlich nicht, daß homosexualität von der natur her so "normal" ist wie verschiedene haut-, haar- und augenfarben zu haben.
(ich weiß nicht, wie ich es ausdrücken soll, ohne daß es scheiße klingt)

kennt ihr viele homosexuelle, oder habt ihr manchmal den eindruck, dass in eurem umfeld die leute das entweder unterdrücken oder es entgegen der statistik kaum homosexuelle gibt?
ich kenne ein paar persönlich, dazu noch einige stammkund(inn)en, und eine handvoll leute, bei denen ich es mir gut vorstellen könnte, daß sie dem eigenen geschlecht nicht abgeneigt sind, es aber unterdrücken.

habt ihr im engen freundeskreis homosexuelle? wenn ja, habt ihr sie "geoutet" kennengelernt, oder haben sie sich euch irgendwann offenbart? wenn letzteres, wie war das für euch?
ist die homosexualität des/der anderen heute noch thema, redet ihr offen darüber, oder ist es eher ein ziemlich intimes oder gar tabuthema?
mein ehemals bester freund zu schulzeiten ist schwul. ich habe es herausgefunden und ihn damit konfrontiert, das war sein erstes outing im RL, sonst hat er eher im internet kontakt und austausch gesucht.
das war bei ihm aber irgendwie so... ja, es "paßt" halt zu ihm, da haben wir auch nie groß drüber geredet.

spielt bei homosexuellen bekannten die sexuelle präferenz noch eine rolle für euch? will heißen, wenn ihr an die person denkt oder sie beschreiben sollt, fällt euch dann "schwul/lesbisch" als eine der ersten eigenschaften ein? nö

würde es euch etwas ausmachen, wenn euer expartner als neuen partner jemanden des gleichen geschlechts hat (jetzt mal abgesehen von der tatsache, dass der/die ex jemand neuen hat)?
es käme auf die person an. bei einem würde es mich stark wundern, bei anderen wäre es mir egal.

findet ihr, die eigene sexuelle präferenz hat im berufsleben nichts verloren, oder findet ihr, man sollte auch da dazu stehen? warum?
es kommt drauf an, wie persönlich das verhältnis zu den kollegen ist. ich als hete lasse es ja auch nicht jedem gegenüber raushängen, daß ich einen freund habe.
aber wenn man schon über persönliche dinge spricht, sollte man auch den mut haben, als homosexueller dazu zu stehen.


sollte sich ein schwuler lehrer oder eine lesbische lehrerin vor den schülern dazu bekennen (sofern er/sie damit selbst kein problem hätte)? wenn ja, wie (offen thematisieren, oder nicht thematisieren, aber zb zum schulfest mal den freund mitbringen)?
wie hättet ihr das als schüler gefunden? wie fändet ihr das als eltern? und wie fändet ihr das bei einem erzieher oder einer erzieherin?
es würde sicher manchem pädagogen gut tun, einfach dazu zu stehen und beispielsweise den partner mitbringen zu nem schulfest oder bei anderen gelegenheiten offen und ehrlich zu sein.
geredet und gemunkelt wird sowieso in der schülerschaft. und wenn man von vornherein offen damit umgeht, hat geschwätz weniger eine chance.
ich weiß auch nicht, warum es problematisch sein sollte, wenn mein potentieller sohn einen schwulen lehrer oder kindergärtner hat. oder meine tochter eine lesbische lehrerin etc.
als ob homosexuelle von vornherein gefährdeter für kindesmißbrauch sind...???!!!! so ein käse.

Tinelli
18.07.2010, 22:34
habt ihr den eindruck, dass es langsam wirklich keine rolle mehr spielt, ob jemand homosexuell ist oder nicht?
Nee, ganz sicher nicht.

kennt ihr viele homosexuelle, oder habt ihr manchmal den eindruck, dass in eurem umfeld die leute das entweder unterdrücken oder es entgegen der statistik kaum homosexuelle gibt?
Haha, ich muss gestehen, ich dachte mir erst, ich kenne eigentlich nur eine. Und dann hab ich mir den Rest der Umfrage durchgelesen, bin vom Rechner kurz weg und als ich jetzt zurückkam, ist mir aufgefallen, dass ich eigentlich doch recht viele kenne. Aber da das irgendwie nie so "herausragend" thematisiert wird, sondern halt einfach so ist ohne großes Theater, assoziiere ich die Leute erst beim x-ten Gedanken mit homosexuell.

habt ihr im engen freundeskreis homosexuelle? wenn ja, habt ihr sie "geoutet" kennengelernt, oder haben sie sich euch irgendwann offenbart? wenn letzteres, wie war das für euch?
ist die homosexualität des/der anderen heute noch thema, redet ihr offen darüber, oder ist es eher ein ziemlich intimes oder gar tabuthema?
Nicht im engsten, aber schon im Freundeskreis. Bei manchen war es klar, bevor sie sich geoutet haben, bei anderen kam das halt so nebenbei raus, dass sie z.B. mit ihren gleichgeschlechtlichen Partner zusammenleben.
Wie oben geschrieben war das aber nie so ein explizites Thema. Tabuthema aber auch nicht. Normales Interesse am Partner halt, aber ohne Unterschied ob Frau ihren Freund oder ihre Freundin vorstellt.

spielt bei homosexuellen bekannten die sexuelle präferenz noch eine rolle für euch? will heißen, wenn ihr an die person denkt oder sie beschreiben sollt, fällt euch dann "schwul/lesbisch" als eine der ersten eigenschaften ein?
S.o. - also nein.

würde es euch etwas ausmachen, wenn euer expartner als neuen partner jemanden des gleichen geschlechts hat (jetzt mal abgesehen von der tatsache, dass der/die ex jemand neuen hat)?
Ich kenne Paare, bei denen das der Fall war und ob mir das was ausmachen würde oder nicht, kann ich jetzt sicher nicht beurteilen. Ich wüsste auch nicht, wie man das Gefühl von dem Gefühl des "da ist ein / eine Neue" trennen sollte.

findet ihr, die eigene sexuelle präferenz hat im berufsleben nichts verloren, oder findet ihr, man sollte auch da dazu stehen? warum?
Halt normal damit umgehen?! Ansonsten sehe ich das so wie Kräuterpolizei. Ich hatte mal einen Kollegen, von dem keiner wusste, dass er verheiratet ist, ein Kind hat und gerade noch eins bekommt. Das war seltsam und hat uns alle ziemlich irritiert, dass er sein Privatleben da so strikt trennt. Bei Homosexualität könnte ich es - zumindest anfangs - vielleicht noch eher nachvollziehen, fände es aber trotzdem seltsam. Wobei ich es bei älteren Leuten / Vorgesetzten wohl eher geheim halten würde.

sollte sich ein schwuler lehrer oder eine lesbische lehrerin vor den schülern dazu bekennen (sofern er/sie damit selbst kein problem hätte)? wenn ja, wie (offen thematisieren, oder nicht thematisieren, aber zb zum schulfest mal den freund mitbringen)?
wie hättet ihr das als schüler gefunden? wie fändet ihr das als eltern? und wie fändet ihr das bei einem erzieher oder einer erzieherin?
Da schließe ich mich auch Kräuterpolizei an.

silberkaktus
18.07.2010, 23:02
habt ihr den eindruck, dass es langsam wirklich keine rolle mehr spielt, ob jemand homosexuell ist oder nicht?
Nein, ich glaube, das spielt sehr wohl noch eine Rolle. Gerade in den älteren Generationen herrscht, glaube ich, noch mancherorts Scheu, aber auch in meinem Umfeld habe ich schon erlebt, dass es "eine kleine Sensation" ist, also weder positiv noch negativ wertend, aber eben etwas, was durchaus als "hast du schon gehört ..." weitererzählt wird.
Für einige Homosexuelle selbst besteht, glaube ich, auch immer noch eine Hemmung, sich zu outen, sei es aus Gründen der gesellschaftlichen Anerkennung oder der Sorge, berufliche Nachteile zu erleiden. Teilweise begründet, befürchte ich.

kennt ihr viele homosexuelle, oder habt ihr manchmal den eindruck, dass in eurem umfeld die leute das entweder unterdrücken oder es entgegen der statistik kaum homosexuelle gibt?
viele nicht, es könnte in etwa der Statistik entsprechen.

habt ihr im engen freundeskreis homosexuelle? wenn ja, habt ihr sie "geoutet" kennengelernt, oder haben sie sich euch irgendwann offenbart? wenn letzteres, wie war das für euch?
Mein bester Freund ist schwul. Er hat versucht, es vor mir zu verbergen, irgendwann habe ich ihn mit der Vermutung konfrontiert - die er dann bestätigt hat. Ich habe mich verletzt gefühlt, weil er versucht hat, es zu verheimlichen. Ich fand, es war ein Vertrauensbruch.
ist die homosexualität des/der anderen heute noch thema, redet ihr offen darüber, oder ist es eher ein ziemlich intimes oder gar tabuthema?
Inzwischen habe ich mich mit dem Thema versöhnt und weiß, dass es für ihn noch schwierig ist (siehe Gründe bei Antwort auf erste Frage), auch weil er selbst mit dem Thema noch nicht so ganz im Reinen ist. Er redet nicht gerne darüber, aber es wird einfacher. Ich habe inzwischen kein Problem mehr damit.

spielt bei homosexuellen bekannten die sexuelle präferenz noch eine rolle für euch? will heißen, wenn ihr an die person denkt oder sie beschreiben sollt, fällt euch dann "schwul/lesbisch" als eine der ersten eigenschaften ein?
nein, mir fallen als erstes andere Eigenschaften ein.

würde es euch etwas ausmachen, wenn euer expartner als neuen partner jemanden des gleichen geschlechts hat (jetzt mal abgesehen von der tatsache, dass der/die ex jemand neuen hat)?
Zwiespältig: Ja, weil ich mich vielleicht hintergangen/betrogen fühlen würde. Nein, weil ich mich dann z.B. nicht fragen müsste: Ist seine Neue toller als ich? Was hat sie, was ich nicht habe? Hätte mein Ex nun einen Freund, wäre das irgendwie "außerhalb meiner Reichweite". (weiß nicht, ob das verständlich ist)

findet ihr, die eigene sexuelle präferenz hat im berufsleben nichts verloren, oder findet ihr, man sollte auch da dazu stehen? warum?
Ich würde vermuten, in den meisten Berufen tut das einfach nichts zur Sache. Und dann fände ich es eher anstrengend, wenn jemand seine sexuellen Präferenzen z.B. betont raushängen lassen würde. Berufliches und Privates sollte getrennt sein.

sollte sich ein schwuler lehrer oder eine lesbische lehrerin vor den schülern dazu bekennen (sofern er/sie damit selbst kein problem hätte)? wenn ja, wie (offen thematisieren, oder nicht thematisieren, aber zb zum schulfest mal den freund mitbringen)?
Ich finde, das müsste nicht bewusst thematisiert werden, sondern einfach als normal dargestellt werden: also, zum Schulfest den Partner mitbringen und ganz locker damit umgehen.
wie hättet ihr das als schüler gefunden? wie fändet ihr das als eltern? und wie fändet ihr das bei einem erzieher oder einer erzieherin?
Ich hätte es als Schüler bestimmt ok gefunden, nicht weiter aufsehenerregend. Und in der Elternrolle wäre es mir auch egal.

sternenmädchen
19.07.2010, 00:16
habt ihr den eindruck, dass es langsam wirklich keine rolle mehr spielt, ob jemand homosexuell ist oder nicht?
nein.

kennt ihr viele homosexuelle, oder habt ihr manchmal den eindruck, dass in eurem umfeld die leute das entweder unterdrücken oder es entgegen der statistik kaum homosexuelle gibt?
ich kenne nicht viele, nein. aber ich wohne auch wirklich in einem kleinen mini ort, wenn ich homosexuell wäre, würde ich hier sofort wegziehen, um wo anders "freier" leben zu können.

habt ihr im engen freundeskreis homosexuelle? wenn ja, habt ihr sie "geoutet" kennengelernt, oder haben sie sich euch irgendwann offenbart? wenn letzteres, wie war das für euch?
ist die homosexualität des/der anderen heute noch thema, redet ihr offen darüber, oder ist es eher ein ziemlich intimes oder gar tabuthema?
nein.

spielt bei homosexuellen bekannten die sexuelle präferenz noch eine rolle für euch? will heißen, wenn ihr an die person denkt oder sie beschreiben sollt, fällt euch dann "schwul/lesbisch" als eine der ersten eigenschaften ein?
ich kenne genau einen homosexuellen. der definiert sich selber aber auch sehr darüber, daher: ja. aber das kann man nicht verallgemeinern.

würde es euch etwas ausmachen, wenn euer expartner als neuen partner jemanden des gleichen geschlechts hat (jetzt mal abgesehen von der tatsache, dass der/die ex jemand neuen hat)?
ich kann es mir bei meinem expartner einfach überhaupt nicht vorstellen und wäre einfach sehr verwundert. generell würde es mir aber nichts ausmachen.

findet ihr, die eigene sexuelle präferenz hat im berufsleben nichts verloren, oder findet ihr, man sollte auch da dazu stehen? warum?
ich weiß nicht, warum homosexuelle das groß bekannt geben sollten (außer sie möchten es gerne), heterosexuelle tun das ja auch nicht.

sollte sich ein schwuler lehrer oder eine lesbische lehrerin vor den schülern dazu bekennen (sofern er/sie damit selbst kein problem hätte)?
ich finde es einfach komplett überflüssig, weil s.o.
homo oder hetero ist für mich aber auch einfach so eine sache wie blonde oder braune haare, das thematisiert man doch auch nicht.

wenn ja, wie (offen thematisieren, oder nicht thematisieren, aber zb zum schulfest mal den freund mitbringen)?
wenn andere lehrer/innen auch ihre partner/innen mitbringen, dann gerne.

wie hättet ihr das als schüler gefunden?
wie fändet ihr das als eltern? und wie fändet ihr das bei einem erzieher oder einer erzieherin?
für alles gilt: vollkommen normal. was ich nur nicht haben kann, ist wenn die betreffende person als einzige/r ihren partner/ihre partnerin mitbringen würde, so nach dem motto: ach übrigens, ich bin homosexuell. sexualität ist für mich eher privatsache.

Julias Zweitnick
19.07.2010, 00:30
habt ihr den eindruck, dass es langsam wirklich keine rolle mehr spielt, ob jemand homosexuell ist oder nicht? nein, ich glaube schon dass es eine rolle spielt. sollte es meiner ansicht nach, aber in vielen situationen werde homosexuelle glaub ich immer noch anders behandelt

kennt ihr viele homosexuelle, oder habt ihr manchmal den eindruck, dass in eurem umfeld die leute das entweder unterdrücken oder es entgegen der statistik kaum homosexuelle gibt? ich kenne einige. im freundeskreis wird es nicht unterdrückt, aber im umfeld meiner eltern oder so wird es glaub ich schon noch unterdrückt

habt ihr im engen freundeskreis homosexuelle? wenn ja, habt ihr sie "geoutet" kennengelernt, oder haben sie sich euch irgendwann offenbart? wenn letzteres, wie war das für euch?
ist die homosexualität des/der anderen heute noch thema, redet ihr offen darüber, oder ist es eher ein ziemlich intimes oder gar tabuthema? unterschiedlich. manche haben es erst im laufe der zeit selbst gemerkt, andere haben es irgendwann nebenbei erzählt. ein großes "offizielles" outing war bis jetzt nicht dabei. wir reden eigentlich nicht viel darüber

spielt bei homosexuellen bekannten die sexuelle präferenz noch eine rolle für euch? will heißen, wenn ihr an die person denkt oder sie beschreiben sollt, fällt euch dann "schwul/lesbisch" als eine der ersten eigenschaften ein? unterschiedlich. bei zwei bekannten wäre das eine der ersten eigenschaften, ja. allerdings ist er jemand, der mit penishüten aufm kopf rumläuft und den "bilderbuchschwulen" spielt der jedes klischee erfüllt, und sie setzt sich sehr aktiv für die rechte homosexueller ein und ich seh jeden zweiten tag ein posting bei facebook von ihr über solche aktionen

würde es euch etwas ausmachen, wenn euer expartner als neuen partner jemanden des gleichen geschlechts hat (jetzt mal abgesehen von der tatsache, dass der/die ex jemand neuen hat)? ich würde gerne nein sagen, aber ich glaub schon dass ich ein bisschen geschockt wäre... so im sinne von, der wollte bestimmt gar keinen sex mit mir, oder war ich so schlecht dass er schwul wurde? ich weiß, ist nicht so, aber ich glaub wenn man selber in der situation ist fühlt sich das vielleicht schon komisch an

findet ihr, die eigene sexuelle präferenz hat im berufsleben nichts verloren, oder findet ihr, man sollte auch da dazu stehen? warum? sie hat da eigentlich nichts verloren, aber man sollte zu ihr stehen können. ich glaube das ist aber noch nicht immer der fall.

sollte sich ein schwuler lehrer oder eine lesbische lehrerin vor den schülern dazu bekennen (sofern er/sie damit selbst kein problem hätte)? wenn ja, wie (offen thematisieren, oder nicht thematisieren, aber zb zum schulfest mal den freund mitbringen)?
wie hättet ihr das als schüler gefunden? wie fändet ihr das als eltern? und wie fändet ihr das bei einem erzieher oder einer erzieherin? ich würde es als lehrer heutzutage glaube ich nicht machen, weil man von den schülern und den eltern glaub ich ziemliche probleme bekommen könnte. davor hätte ich persönlich angst. als schüler hätte ich es okay gefunden. als eltern würde ich es auch okay finden.

Moraathi
19.07.2010, 01:05
habt ihr den eindruck, dass es langsam wirklich keine rolle mehr spielt, ob jemand homosexuell ist oder nicht?
Fuer mich persoenlich spielt es keine Rolle mehr, aber ich merke, sowohl im engen, als auch im weiteren Umfeld, dass es Thema ist und es bei Weiten noch nicht die volle Gleichberechtigung gibt.

kennt ihr viele homosexuelle, oder habt ihr manchmal den eindruck, dass in eurem umfeld die leute das entweder unterdrücken oder es entgegen der statistik kaum homosexuelle gibt?
Ja, ich habe mehrere lesbische Freundinnen und ein, zwei schwule Bekannte und durch ein Projekt im Studium gegen Homophobie im Fussball bin ich z.Z. auch im engen Kontakt mit einem schwulen Fanclub. Ich finde nicht, dass es z.B. bei mir im Studiengang "unterdrueckt" wird, spaeter in der Arbeitswelt aber sicher. Auch was das Fussbalprojket angeht, wundere ich mich immer mehr wie homophob dieser ganze Sport eigentlich ist.

habt ihr im engen freundeskreis homosexuelle? wenn ja, habt ihr sie "geoutet" kennengelernt, oder haben sie sich euch irgendwann offenbart? wenn letzteres, wie war das für euch?
Eine Freundin lernte ich ge-outet kennen, war kein Thema, ist mittlerweile meine beste Freundin, wuerd ich sagen. Eine andere Freundin lernte ich in einer 5-jaehrigen andauernden heterosexuellen Beziehung kennen, die sich dann nach einer halbjaehrigen Affaere mit einem Mann in eine Frau verliebte, das war keine Ueberraschung, hatte ich bereits geahnt. Und eine weitere Freundin aus der Schule hat mir vor kurzem gesagt, dass sie eine Freundin hat und fuer sie habe ich mich einfach nur gefreut, da sie lange sehr viel Pech hatte und sich immer sehr einsam gefuehlt hat.

ist die homosexualität des/der anderen heute noch thema, redet ihr offen darüber, oder ist es eher ein ziemlich intimes oder gar tabuthema?
Ich rede mittlerweile sehr offen darueber, auch weil ich merke wie unbeschwert meine Freundinnen damit umgehen.

spielt bei homosexuellen bekannten die sexuelle präferenz noch eine rolle für euch? will heißen, wenn ihr an die person denkt oder sie beschreiben sollt, fällt euch dann "schwul/lesbisch" als eine der ersten eigenschaften ein?
Nein, schwul/lesbisch benutze ich nicht um meine Freunde zu beschreiben. Ich sag ja auch nicht mein Freund XY is hetero uebrigens. Ich beschreibe Dinge, die ich toll an ihnen finde, z.B. hoert mir immer zu, kann man gut mit lachen, ist spontan usw. Mir ist es wichtig, dass die Sexualität (nur weil sie nicht der "Norm" entspricht) nicht zu DEM EINEN Wesensmerkmal erklaert wird, die die ganze Person beschreibt.

würde es euch etwas ausmachen, wenn euer expartner als neuen partner jemanden des gleichen geschlechts hat (jetzt mal abgesehen von der tatsache, dass der/die ex jemand neuen hat)?
Hmm, letzte Beziehung ist 5 Jahre her und mir isses ziemlich schnuppe, ob der Kerl nun nen Freund oder ne Freundin hat.

findet ihr, die eigene sexuelle präferenz hat im berufsleben nichts verloren, oder findet ihr, man sollte auch da dazu stehen? warum?
Ich finde, dass muss jedeR fuer sich selbst klar kriegen. In meinem Berufsfeld gibt es viele kirchliche Traeger und dort koennte man nicht ge-outet arbeiten und daher finde ich es in Ordnung, wenn man es dem Arbeitgeber verschweigt. Schliesslich ist es das Privatleben und da sollte jedeR selbst entscheiden, wem er oder sie was erzaehlt.

sollte sich ein schwuler lehrer oder eine lesbische lehrerin vor den schülern dazu bekennen (sofern er/sie damit selbst kein problem hätte)? wenn ja, wie (offen thematisieren, oder nicht thematisieren, aber zb zum schulfest mal den freund mitbringen)?
wie hättet ihr das als schüler gefunden? wie fändet ihr das als eltern? und wie fändet ihr das bei einem erzieher oder einer erzieherin?
Ich faende es bei Nachfragen der SchuelerInnen schoen, wenn offen darueber geredet wird. Denn nur so koennen Vorurteile und Aengste abgebaut werden. Allerdings wenn der Job damit auf der Kippe steht, faende ich es auch in Ordnung, wenn geflunkert wird. Ich hoffe jedoch, dass die Schulen und Kindergaerten es hinbekommen, dass es kein Thema ist bzw. offen darueber geredet wird, aber niemand nur auf seine oder ihre Sexualitaet reduziert wird.

SunburntParanoid
19.07.2010, 11:11
habt ihr den eindruck, dass es langsam wirklich keine rolle mehr spielt, ob jemand homosexuell ist oder nicht?
naja, das wird ja propagiert... "wir sind alle menschen und gleich", dennoch werden im alltag homosexuelle stigmatisiert.
meiner meinung nach spielt das absolut keine rolle. mir ists kackegal, was jemand, den ich grade kennengelernt hab für eine sexuelle orientierung hat, es sei denn natürlich ich bin sexuell an ihm/ihr interessiert.
aber dank unserer gesellschaft, die genügend stigmatisiert, sind eben doch manche gleicher als nur gleich^^

kennt ihr viele homosexuelle, oder habt ihr manchmal den eindruck, dass in eurem umfeld die leute das entweder unterdrücken oder es entgegen der statistik kaum homosexuelle gibt?
"viele" ist relativ. also ich kenne einige, ja. in meinem umfeld unterdrückt da keiner... aber ich bewege mich auch nicht in einem festen/starren umfeld....

habt ihr im engen freundeskreis homosexuelle?
ja
wenn ja, habt ihr sie "geoutet" kennengelernt, oder haben sie sich euch irgendwann offenbart? wenn letzteres, wie war das für euch?
von manchen wusste ich es im vornerein, aber es ist genausogut auch schon passiert, dass mir eine freundin mir offenbarte, dass sie sich in eine freundin verliebt habe...

ist die homosexualität des/der anderen heute noch thema, redet ihr offen darüber, oder ist es eher ein ziemlich intimes oder gar tabuthema?
es spielt keine rolle, ist daher kein tabu und man redet auch ganz normal darüber, wenn das thema darauf fällt.

spielt bei homosexuellen bekannten die sexuelle präferenz noch eine rolle für euch?
nein.
will heißen, wenn ihr an die person denkt oder sie beschreiben sollt, fällt euch dann "schwul/lesbisch" als eine der ersten eigenschaften ein?
nein, mir fallen für mich wichtigere dinge/eigenschaften der person ein als ihre sexuelle orientierung. ich gebe aber auch meiner eigenen sexuelle orientierung auch nicht so viel große bedeutung und renne rum und rufe"hallo ich steh auf männer!"also warum sollte ich es beim reden über andere so handhaben?

würde es euch etwas ausmachen, wenn euer expartner als neuen partner jemanden des gleichen geschlechts hat (jetzt mal abgesehen von der tatsache, dass der/die ex jemand neuen hat)?
ich kann nicht genau sagen, ob mir das etwas ausmachen würde, da ich noch nie diese situation hatte. aber ich denke es kommt auf verschiedene faktoren an...wie die man sich voneinander getrennt hat, wie man nach der trennung zueinander steht...und ob man überhaupt mit der tatsache klarkommt, dass der expartner jemand neues hat (ganz unabhängig davon welches geschlecht der neue partner hat)...

findet ihr, die eigene sexuelle präferenz hat im berufsleben nichts verloren, oder findet ihr, man sollte auch da dazu stehen? warum?
hat dort nichts zu suchen. aber wenn es jemandem wichtig ist seinen kollegen seine sexuelle präferenz mitzuteilen, soll er es halt machen... würd mich dann nur fragen was das zur sache tut am arbeitsplatz, aber gut...

sollte sich ein schwuler lehrer oder eine lesbische lehrerin vor den schülern dazu bekennen (sofern er/sie damit selbst kein problem hätte)?
warum sollte er/sie das tun?
solange er/sie nicht irgendwie pädophil veranlagt ist, kanns der schule doch scheißegal sein, was er/sie im bett und im sexuellen privatleben treibt... !
wenn ja, wie (offen thematisieren, oder nicht thematisieren, aber zb zum schulfest mal den freund mitbringen)?
sowas kann, aber muss nicht thematisiert werden. wenn der lehrer seinen freund zum fest mitbringt, bringt er ihn halt mit, na und? da muss man doch net groß drum reden!
wie hättet ihr das als schüler gefunden?
naja, man checkt das als schüler ja erst ab nem bestimmten alter... und ich denk solang der lehrer ein guter lehrer ist und man somit nichts findet worin man ihn kritisieren kann, stört man sich auch nicht an seiner homosexualität. wenn man aber den schülern mit irgendeiner komischen eigenschaft irgendwie "auffällt" und dann noch das wissen über die homosexualität des lehrers hinzukommt, würden schüler ihn wohl sicher sehr damit aufziehen und er hätte kein leichtes lehrerleben... *denk*

wie fändet ihr das als eltern? und wie fändet ihr das bei einem erzieher oder einer erzieherin?
wär mir schnurz.

Teddy01
19.07.2010, 11:38
habt ihr den eindruck, dass es langsam wirklich keine rolle mehr spielt, ob jemand homosexuell ist oder nicht?
nein

kennt ihr viele homosexuelle, oder habt ihr manchmal den eindruck, dass in eurem umfeld die leute das entweder unterdrücken oder es entgegen der statistik kaum homosexuelle gibt?
Ich kenne welche, ob das jetzt der Statistik entspricht weiß ich nicht.

habt ihr im engen freundeskreis homosexuelle? wenn ja, habt ihr sie "geoutet" kennengelernt, oder haben sie sich euch irgendwann offenbart? wenn letzteres, wie war das für euch?
ist die homosexualität des/der anderen heute noch thema, redet ihr offen darüber, oder ist es eher ein ziemlich intimes oder gar tabuthema?
Im engen Freundeskreis gibt es bei mir niemanden, der homosexuell ist. Im Bekanntenkreis hat man das irgendwann mitbekommen, weil man sie mit Partner gesehen hat oder sie offen darüber geredet haben.

spielt bei homosexuellen bekannten die sexuelle präferenz noch eine rolle für euch? will heißen, wenn ihr an die person denkt oder sie beschreiben sollt, fällt euch dann "schwul/lesbisch" als eine der ersten eigenschaften ein?
Nein, eigentlich nicht.

würde es euch etwas ausmachen, wenn euer expartner als neuen partner jemanden des gleichen geschlechts hat (jetzt mal abgesehen von der tatsache, dass der/die ex jemand neuen hat)?
Kann ich nicht beurteilen. Kommt sicher drauf an wie schnell nach der Trennung das passieren würde. Wobei ich nicht weiß, ob das einen Unterschied machen würde, ob er einen neuen Partner oder eine neue Parterin hat.

findet ihr, die eigene sexuelle präferenz hat im berufsleben nichts verloren, oder findet ihr, man sollte auch da dazu stehen? warum?
Ich finde, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Gerade weil es imme rnoch viele Vorurteile gibt denke ich schon, dass man sich einfach überlegen muss, wie man damit umgehen will.

sollte sich ein schwuler lehrer oder eine lesbische lehrerin vor den schülern dazu bekennen (sofern er/sie damit selbst kein problem hätte)? wenn ja, wie (offen thematisieren, oder nicht thematisieren, aber zb zum schulfest mal den freund mitbringen)?
wie hättet ihr das als schüler gefunden? wie fändet ihr das als eltern? und wie fändet ihr das bei einem erzieher oder einer erzieherin?
Wenn der Lehrer selbst kein Problem damit hat, dann finde ich schon, dass er da offen mit umgehen kann. Ich denke wenn sich jemand dazu entscheidet, dann hat er sich sicher mit dem Thema beschäftigt und weiß auch welche Reaktionen kommen können. Ich denke ich würde das auch von der Schulart und vom dem Umfeld abhängig machen.
An meiner Schule gab es einen Lehrer, der einen Freund hatte. Den hat er auch mitgebracht zu Schulaufführungen oder so. Er hat das im Unterrich tjetzt nicht thematisiert, aber das macht man ja auch auch nicht wenn man heterosexuell ist.

Anathema
19.07.2010, 12:21
habt ihr den eindruck, dass es langsam wirklich keine rolle mehr spielt, ob jemand homosexuell ist oder nicht?
doch....es spielt noch eine Rolle...ich glaub für viele ist es schon ungewöhnlich

kennt ihr viele homosexuelle, oder habt ihr manchmal den eindruck, dass in eurem umfeld die leute das entweder unterdrücken oder es entgegen der statistik kaum homosexuelle gibt?
ich kenne nicht viele....habe aber auch bei ein paar Leuten das Gefühl dass sie es unterdrücken...

habt ihr im engen freundeskreis homosexuelle? wenn ja, habt ihr sie "geoutet" kennengelernt, oder haben sie sich euch irgendwann offenbart? wenn letzteres, wie war das für euch?
ist die homosexualität des/der anderen heute noch thema, redet ihr offen darüber, oder ist es eher ein ziemlich intimes oder gar tabuthema?
Nein

spielt bei homosexuellen bekannten die sexuelle präferenz noch eine rolle für euch? will heißen, wenn ihr an die person denkt oder sie beschreiben sollt, fällt euch dann "schwul/lesbisch" als eine der ersten eigenschaften ein?
Nein...je besser ich eine Person kenne, um so weniger spielt es eine Rolle...

würde es euch etwas ausmachen, wenn euer expartner als neuen partner jemanden des gleichen geschlechts hat (jetzt mal abgesehen von der tatsache, dass der/die ex jemand neuen hat)?
ich fänds eigenartig...aber ich fände es jetzt nicht extrem schlimm

findet ihr, die eigene sexuelle präferenz hat im berufsleben nichts verloren, oder findet ihr, man sollte auch da dazu stehen? warum?
die sexuelle Präferenz hat für mich nichts mit der Arbeit zu tun....deswegen muss man es da auch nicht breittreten. Wenn man aber dannach gefragt wird, sollte man ehrlich sein...

sollte sich ein schwuler lehrer oder eine lesbische lehrerin vor den schülern dazu bekennen (sofern er/sie damit selbst kein problem hätte)? wenn ja, wie (offen thematisieren, oder nicht thematisieren, aber zb zum schulfest mal den freund mitbringen)?
wie hättet ihr das als schüler gefunden? wie fändet ihr das als eltern? und wie fändet ihr das bei einem erzieher oder einer erzieherin?
gute Frage....ich kenne nen schwulen Lehrer, der in der Schule große Probleme hat....mhh

das hotel
19.07.2010, 15:06
habt ihr den eindruck, dass es langsam wirklich keine rolle mehr spielt, ob jemand homosexuell ist oder nicht?
"gar keine rolle" find ich jetzt nicht, aber es ist normaler und unspektakulärer geworden.

kennt ihr viele homosexuelle, oder habt ihr manchmal den eindruck, dass in eurem umfeld die leute das entweder unterdrücken oder es entgegen der statistik kaum homosexuelle gibt?
ich weiß nicht, wie der bundesweite schnitt so ist, aber soo viele homos kenn ich jetzt nicht. ein paar halt. bei dem schwulen, mit dem ich am meisten zu tun hab, dachte ich erst, dass er hetero ist/sein will und sein schwulsein unterdrückt. :D war aber gar nicht so, er ist ja schwul und verheimlicht es auch nicht.
bi sind aber einige mehr, vor allem unter den frauen.

habt ihr im engen freundeskreis homosexuelle? wenn ja, habt ihr sie "geoutet" kennengelernt, oder haben sie sich euch irgendwann offenbart? wenn letzteres, wie war das für euch?
ist die homosexualität des/der anderen heute noch thema, redet ihr offen darüber, oder ist es eher ein ziemlich intimes oder gar tabuthema?
wie gesagt, einen schwulen freund hab ich. und einen transsexuellen, falls das auch irgendwie zum thema passt. bei letzterem ist das schon manchmal thema, weil es halt immer mal wieder problematisch ist. in bezug auf kinderwunsch zb. beim ersteren ist es eigentlich nie thema, ich zieh ihn nur manchmal auf, wenn er betrunken ist und krass baggert.

spielt bei homosexuellen bekannten die sexuelle präferenz noch eine rolle für euch? will heißen, wenn ihr an die person denkt oder sie beschreiben sollt, fällt euch dann "schwul/lesbisch" als eine der ersten eigenschaften ein?
nur bei leuten, die ich nicht gut kenne. bei wirklichen freunden tritt das in den hintergrund.

würde es euch etwas ausmachen, wenn euer expartner als neuen partner jemanden des gleichen geschlechts hat (jetzt mal abgesehen von der tatsache, dass der/die ex jemand neuen hat)?
beim ex fänd ich es sehr unterhaltsam, weil er leicht homophob ist und schwule seltsam findet. beim ex-ex würd's mich wundern, aber direkt was ausmachen... glaub nicht.

findet ihr, die eigene sexuelle präferenz hat im berufsleben nichts verloren, oder findet ihr, man sollte auch da dazu stehen? warum?
verheimlichen fänd ich albern. es sei denn, man arbeitet in einem sehr konservativen umfeld, wo es wahrscheinlich ist, dass jemand probleme damit hat/einen dann weniger ernst nimmt. dann könnt ich's nachvollziehen.

sollte sich ein schwuler lehrer oder eine lesbische lehrerin vor den schülern dazu bekennen (sofern er/sie damit selbst kein problem hätte)? wenn ja, wie (offen thematisieren, oder nicht thematisieren, aber zb zum schulfest mal den freund mitbringen)?
wie hättet ihr das als schüler gefunden? wie fändet ihr das als eltern? und wie fändet ihr das bei einem erzieher oder einer erzieherin?
also im unterricht drüber zu reden, fänd ich unseriös und seltsam. aber genauso seltsam fänd ich's auch, als hetero-lehrer über die beziehung/ehe oder die eigene sexualität mit den schülern zu reden. :suspekt:
gerade für pubertierende schüler ist das doch auch ein gefundenes fressen... hätt ich keine lust drauf als lehrer.

mimikri
20.07.2010, 01:16
habt ihr den eindruck, dass es langsam wirklich keine rolle mehr spielt, ob jemand homosexuell ist oder nicht?
leider nein. es gibt immer noch genug menschen, die homophob sind.

kennt ihr viele homosexuelle, oder habt ihr manchmal den eindruck, dass in eurem umfeld die leute das entweder unterdrücken oder es entgegen der statistik kaum homosexuelle gibt?
ich kenne einige, aber dennoch kommt mir der prozentuelle anteil sehr gering vor.

habt ihr im engen freundeskreis homosexuelle? wenn ja, habt ihr sie "geoutet" kennengelernt, oder haben sie sich euch irgendwann offenbart? wenn letzteres, wie war das für euch?
ist die homosexualität des/der anderen heute noch thema, redet ihr offen darüber, oder ist es eher ein ziemlich intimes oder gar tabuthema?
ja im engsten freundeskreis sind schwule. beide haben sich irgendwann geoutet, bei einem war ich sogar die allererste, der es gesagt wurde. tabuisiert wird es nicht. und ja: es ist immer mal wieder thema. etwa wenn man über sex spricht oder es um soziale rollen und identität geht. also einerseits wird sehr privat und intim darüber gesprochen andererseit eher abstrakt.

spielt bei homosexuellen bekannten die sexuelle präferenz noch eine rolle für euch? will heißen, wenn ihr an die person denkt oder sie beschreiben sollt, fällt euch dann "schwul/lesbisch" als eine der ersten eigenschaften ein?
eine der ersten eigenschaften nicht. aber irgendwann kommt es zur sprache, etwa wenn ich den partner des jeweiligen erwähne.

würde es euch etwas ausmachen, wenn euer expartner als neuen partner jemanden des gleichen geschlechts hat (jetzt mal abgesehen von der tatsache, dass der/die ex jemand neuen hat)?
nö, vermutlich würde es mich nur sehr überraschen.

findet ihr, die eigene sexuelle präferenz hat im berufsleben nichts verloren, oder findet ihr, man sollte auch da dazu stehen? warum?
hat da nichts verloren. erstrebenswert finde ich immer noch den egal-zustand. ein heterosexueller muss ja auch niemanden neues beiseite nehmen und sagen "äh du..übringens. ich bin hetero".

sollte sich ein schwuler lehrer oder eine lesbische lehrerin vor den schülern dazu bekennen (sofern er/sie damit selbst kein problem hätte)? wenn ja, wie (offen thematisieren, oder nicht thematisieren, aber zb zum schulfest mal den freund mitbringen)?
wie hättet ihr das als schüler gefunden? wie fändet ihr das als eltern? und wie fändet ihr das bei einem erzieher oder einer erzieherin?
ich kenne einen schwulen, der als aushilfslehrer tätig war und sich nicht bei den schülern geoutet hat, beim kollegium schon. dennoch hatten die schüler eine ahnung und fingen auch an verletzende sprüche zu klopfen bzw. hatten sie nen hässlichen text verfasst, den der betroffene zufällig abgefangen hat :durchgeknallt:

YeZminda
20.07.2010, 01:45
habt ihr den eindruck, dass es langsam wirklich keine rolle mehr spielt, ob jemand homosexuell ist oder nicht?

mhh also bei mir und meinem umfeld nicht(lebe auch in berlin). ansonsten glaub ich schon noch das es ne rolle spielt.

kennt ihr viele homosexuelle, oder habt ihr manchmal den eindruck, dass in eurem umfeld die leute das entweder unterdrücken oder es entgegen der statistik kaum homosexuelle gibt?

ich kenn einige. uns es sind wirklich gute freunde. ich kenn die statistiken nicht, hab mir letztens aber gedanken gemacht wieso eigentlich so ist. letzten endes ist es mir egal welches geschlecht der andere liebt. ich denke nicht in schubladen und sage auch immer "ich liebe menschen, und kein geschlecht!"

habt ihr im engen freundeskreis homosexuelle? wenn ja, habt ihr sie "geoutet" kennengelernt, oder haben sie sich euch irgendwann offenbart? wenn letzteres, wie war das für euch?
ist die homosexualität des/der anderen heute noch thema, redet ihr offen darüber, oder ist es eher ein ziemlich intimes oder gar tabuthema?

wie oben schon erwähnt lieben einige meiner freunde das gleiche geschlecht. ich hab alle geoutet kennengelernt bis auf eine freundin die kenn ich aber noch aus kindheitszeiten. da hab ich den wechsel mitbekommen bzw. erlebt. ich hatte damit kein problem, da ich schon immer sehr freidenkend war, und ich immer wollte das alle glücklich werden. das liegt mir auch heute noch am herzen.
es hängt von freund zu freund ab, wie arg es eine rolle spielt und unseren gesprächen. oben erwähnte freundin wohnt in ner kleinstadt und hat daher mehr darüber zu reden wie andere aus berlin. es ist primär keine thematik im allgemeinen.

spielt bei homosexuellen bekannten die sexuelle präferenz noch eine rolle für euch? will heißen, wenn ihr an die person denkt oder sie beschreiben sollt, fällt euch dann "schwul/lesbisch" als eine der ersten eigenschaften ein?

nein. ich erwähne es schon wenn es passt oder so. aber ich sag nicht "meine freundin, xy, ist lesbisch und arbeitet dort!" nein, weil es auch keine rolle spielt in meinen augen.

würde es euch etwas ausmachen, wenn euer expartner als neuen partner jemanden des gleichen geschlechts hat (jetzt mal abgesehen von der tatsache, dass der/die ex jemand neuen hat)?

mhh weis ich nicht. war noch nie in der situation. kann ich nicht sagen

findet ihr, die eigene sexuelle präferenz hat im berufsleben nichts verloren, oder findet ihr, man sollte auch da dazu stehen? warum?

nein finde ich hat dort nix zu suchen. genauso wenig wie es etwas zur sache tut ob mann oder frau ob schwarz oder weiß. leider ist das meine meinung und nicht die aller.

sollte sich ein schwuler lehrer oder eine lesbische lehrerin vor den schülern dazu bekennen (sofern er/sie damit selbst kein problem hätte)? wenn ja, wie (offen thematisieren, oder nicht thematisieren, aber zb zum schulfest mal den freund mitbringen)?
wie hättet ihr das als schüler gefunden? wie fändet ihr das als eltern? und wie fändet ihr das bei einem erzieher oder einer erzieherin?

mhh schwierig. ich finde auch dass eine lehrerin ihr kopftuch tragen sollte. ich finde es nicht verwerflich, wenn es sich ergibt oder der lehrer (entschuldigt ich mach dieses ganzen gender konformen mist nicht aber ich meine auch immer beide geschlechter, bzw. menschen die diesen beruf ausleben) vom schüler drauf angesprochen wird oder wat weis ich. ich mein ich hatte nen lehrer der ein verhältniss zu ner schülerin hatte. was finde ich als mutter schlimmer, nen homosexuellen lehrer der in ner festen partnerschaft lebt unter umständen, oder nen heterosexuellen lehrer der was mit ner schülerin hat?

durga
20.07.2010, 02:34
habt ihr den eindruck, dass es langsam wirklich keine rolle mehr spielt, ob jemand homosexuell ist oder nicht?
*Nein, leider nicht, jedenfalls längst nicht in allen Bereichen

kennt ihr viele homosexuelle, oder habt ihr manchmal den eindruck, dass in eurem umfeld die leute das entweder unterdrücken oder es entgegen der statistik kaum homosexuelle gibt?
*Hm, was heißt viele... Schon ne Ganze Menge, aber aber hab jetzt keine Lust auszuzählen, ob es mehr oder weniger oder genau die 5-10% sind

habt ihr im engen freundeskreis homosexuelle? wenn ja, habt ihr sie "geoutet" kennengelernt, oder haben sie sich euch irgendwann offenbart? wenn letzteres, wie war das für euch?
*eine meiner besten Freundinnen ist lesbisch, als ich sie kennengelernt hab, wusste ich das nicht, aber sie hat sich dann im Verein, von wo ich sie kenn, geoutet bevor wir uns enger angefreundet haben, das war sehr unspektakulär. Bei einem Freund hab ich das schon länger gedacht und er hat mir dann irgendwann mal von nem Date mit nem Typen erzählt, ich weiß nicht, ob er dachte, dass ich das schon wusste. Hat mich aber halt nicht überrascht.
Eine meiner Mitbewohnerinnen ist lesbisch das wurde irgendwann in den ersten Wochen im Gespräch nebenbei klar, also sie hat sich nicht vorgestellt "ich bin ZYX und ich steh auf Frauen". War auch völlig entspannt.

ist die homosexualität des/der anderen heute noch thema, redet ihr offen darüber, oder ist es eher ein ziemlich intimes oder gar tabuthema?
*Naja, man redet so, wie man halt in ner Freundschaft über das Liebesleben redet. Und über Zukunftspläne und -hoffnungen und -ängste diesbezüglich. Da spielen dann bei Homosexuellen halt teilweise noch etwas andere Aspekte eine Rolle, z.B. wie man ein Kind kriegen kann usw.

spielt bei homosexuellen bekannten die sexuelle präferenz noch eine rolle für euch? will heißen, wenn ihr an die person denkt oder sie beschreiben sollt, fällt euch dann "schwul/lesbisch" als eine der ersten eigenschaften ein?
*Wieso noch? Bei der einen fällt mir als eine der ersten Eigenschaften "sehr engagiert, u.a. auch bei CSD und so ein. aber ich würd wohl schon, wenn ich jemanden beschreibe, dessen Familienstand beschreiben und bei der einen ist der halt eingetragene Lebenspartnerschaft

würde es euch etwas ausmachen, wenn euer expartner als neuen partner jemanden des gleichen geschlechts hat (jetzt mal abgesehen von der tatsache, dass der/die ex jemand neuen hat)?
*Ich hab keinen Ex (und auch keinen Freund) und die beiden Kerle, die ich mal ernsthaft toll fand, sind mit Frauen verheiratet. Hm, keine Ahnung. Wär vielleicht komisch. vielleicht auch nicht. Aber ich kann mir halt auch nur schwer vorstellen, wie es ist, n Ex zu haben...

findet ihr, die eigene sexuelle präferenz hat im berufsleben nichts verloren, oder findet ihr, man sollte auch da dazu stehen? warum?
*Man sollte gar nix. Aber man sollte nichts zu befürchten haben, wenn man zu seinem Partner stehen möchte

sollte sich ein schwuler lehrer oder eine lesbische lehrerin vor den schülern dazu bekennen (sofern er/sie damit selbst kein problem hätte)? wenn ja, wie (offen thematisieren, oder nicht thematisieren, aber zb zum schulfest mal den freund mitbringen)?
*s.o.

wie hättet ihr das als schüler gefunden? wie fändet ihr das als eltern? und wie fändet ihr das bei einem erzieher oder einer erzieherin?
*unproblematisch. Aber ich weiß leider, dass es da auch sehr andere Meinungen gibt.

*Fanthasia*
20.07.2010, 18:33
habt ihr den eindruck, dass es langsam wirklich keine rolle mehr spielt, ob jemand homosexuell ist oder nicht?
*ja

kennt ihr viele homosexuelle, oder habt ihr manchmal den eindruck, dass in eurem umfeld die leute das entweder unterdrücken oder es entgegen der statistik kaum homosexuelle gibt?
*ich kenne schon mehrere

habt ihr im engen freundeskreis homosexuelle? wenn ja, habt ihr sie "geoutet" kennengelernt, oder haben sie sich euch irgendwann offenbart? wenn letzteres, wie war das für euch?
ist die homosexualität des/der anderen heute noch thema, redet ihr offen darüber, oder ist es eher ein ziemlich intimes oder gar tabuthema?
*eine sehr gute freundin von mir ist lesbisch und sie hat sich irgendwann "offenbart". Für mich war das kein Problem. Wir reden da offen drüber und sie lebt auch in einer lesbischen beziehung

spielt bei homosexuellen bekannten die sexuelle präferenz noch eine rolle für euch? will heißen, wenn ihr an die person denkt oder sie beschreiben sollt, fällt euch dann "schwul/lesbisch" als eine der ersten eigenschaften ein?
*nein.

würde es euch etwas ausmachen, wenn euer expartner als neuen partner jemanden des gleichen geschlechts hat (jetzt mal abgesehen von der tatsache, dass der/die ex jemand neuen hat)?
*das fänd ich schon komisch. nicht, weil ich es schlimm finde, dass der ex auf männer steht, aber weil ich mich fragen würde, ob die beziehung nur gespielt / nur für die außenwelt / was auch immer war.

findet ihr, die eigene sexuelle präferenz hat im berufsleben nichts verloren, oder findet ihr, man sollte auch da dazu stehen? warum?
*ich finde, dass man schon darüber reden kann, allerdings gibt es viele branchen, wo homosexuelle geringere aufstiegschancen haben

sollte sich ein schwuler lehrer oder eine lesbische lehrerin vor den schülern dazu bekennen (sofern er/sie damit selbst kein problem hätte)? wenn ja, wie (offen thematisieren, oder nicht thematisieren, aber zb zum schulfest mal den freund mitbringen)?
wie hättet ihr das als schüler gefunden? wie fändet ihr das als eltern? und wie fändet ihr das bei einem erzieher oder einer erzieherin?
*ich fänd das vollkommen okay. die heterolehrer erzählen ja auch manchmal von ihren partnern und ihrem privatleben

Waverley
20.07.2010, 19:41
habt ihr den eindruck, dass es langsam wirklich keine rolle mehr spielt, ob jemand homosexuell ist oder nicht?
nein. leider noch nicht. in einigen städten / sozialen umfeldern vielleicht, aber nicht in der breiten masse.

kennt ihr viele homosexuelle, oder habt ihr manchmal den eindruck, dass in eurem umfeld die leute das entweder unterdrücken oder es entgegen der statistik kaum homosexuelle gibt?
ich kenne relativ viele schwule, aber kaum lesben. weiß nicht, woran das liegt.

habt ihr im engen freundeskreis homosexuelle? wenn ja, habt ihr sie "geoutet" kennengelernt, oder haben sie sich euch irgendwann offenbart? wenn letzteres, wie war das für euch?
von meinen engen freunden niemand, im bekanntenkreis dann eben einige.
ist die homosexualität des/der anderen heute noch thema, redet ihr offen darüber, oder ist es eher ein ziemlich intimes oder gar tabuthema?
die schwulen, mit denen ich befreundet bin oder die ich relativ gut kenne, da wusste ich es jeweils von anfang an. ich rede da auch sehr gern drüber, weil es mich interessiert, also wie viel diskriminierung man noch mitbekommt, was die unterschiede zu hetero-beziehungen sind usw. über sex direkt erst, wenn ich denjenigen sehr gut kenne.

spielt bei homosexuellen bekannten die sexuelle präferenz noch eine rolle für euch? will heißen, wenn ihr an die person denkt oder sie beschreiben sollt, fällt euch dann "schwul/lesbisch" als eine der ersten eigenschaften ein?
ja, weil ich das thema sexualität an sich und die abweichungen von der "norm" (also homo-, trans-, intersexualität) extrem faszinierend finde. und ich fühle mich platonisch schon immer sehr zu schwulen hingezogen, hab schon mit 12 mit meiner mutter rocky horror picture show etc. geguckt und später dann almodóvar usw. dan savage ist einer meiner größten helden. darum ist es schon eine eigenschaft an einer person, die mir immer "auffällt", aber eben meist positiv.

würde es euch etwas ausmachen, wenn euer expartner als neuen partner jemanden des gleichen geschlechts hat (jetzt mal abgesehen von der tatsache, dass der/die ex jemand neuen hat)?
hm, keine ahnung. ich glaube, ich fände es komisch, dass er mir nie erzählt hat, dass er bi ist. oder dass er nicht geoutet war, was ich sehr befremdlich fände, wenn jemand mit mitte 20 noch beziehungen mit frauen hat, um den schein zu wahren. andererseits würde es vielleicht weniger wehtun, weil es keine direkte konkurrenz ist, "die ist hübscher", etc. sondern er eben eigentlich auf männer steht.

findet ihr, die eigene sexuelle präferenz hat im berufsleben nichts verloren, oder findet ihr, man sollte auch da dazu stehen? warum?
ich möchte dazu als hetero nichts sagen, weil ich es mir sehr schwer vorstelle, da einen richtigen weg zu finden. generell finde ich natürlich, dass es kein thema mehr sein sollte, aber so lange es noch so ist, kann ich es verstehen, wenn man sich nicht outet.

sollte sich ein schwuler lehrer oder eine lesbische lehrerin vor den schülern dazu bekennen (sofern er/sie damit selbst kein problem hätte)? wenn ja, wie (offen thematisieren, oder nicht thematisieren, aber zb zum schulfest mal den freund mitbringen)?
nein, das sollte er/sie nicht sagen "müssen", aber natürlich dürfen, wenn man möchte und klar seinen partner mitbringen. aber ein schwuler mann wird nicht die ganzen 8.klässler im sportunterricht antatschen, wie viele eltern leider zu glauben scheinen (kenn ich noch von meinem schönen bayerischen gymnasium).

wie hättet ihr das als schüler gefunden? wie fändet ihr das als eltern? und wie fändet ihr das bei einem erzieher oder einer erzieherin?
mir war das immer völlig egal. und als mutter wäre es mir das auch. homosexualität hat schließlich NICHTS mit pädophilie zu tun. auch wenn das im zusammenhang mit dem kirchlichen missbrauch gerne behauptet wird.

*Tussi-Toaster*
20.07.2010, 19:43
habt ihr den eindruck, dass es langsam wirklich keine rolle mehr spielt, ob jemand homosexuell ist oder nicht?
ja, im großen und ganzen schon.
kennt ihr viele homosexuelle, oder habt ihr manchmal den eindruck, dass in eurem umfeld die leute das entweder unterdrücken oder es entgegen der statistik kaum homosexuelle gibt?
also was heißt viele. ich kenne so 6-7. und (glaub ich) keinen (mehr) der es unterdrückt
habt ihr im engen freundeskreis homosexuelle? wenn ja, habt ihr sie "geoutet" kennengelernt, oder haben sie sich euch irgendwann offenbart? wenn letzteres, wie war das für euch? ja, da ich die meisten über gemeinsame freunde kennengelernt habe, wusste ich schon vorher, dass sie homosexuell sind. von einem haben wir es erst am wochenende zufällig erfahren, weil er plötzlich mit dem besten freund einer freundin anbändelte. wir waren zwar etwas überrascht, aber es wurde jetzt kein großes thema daraus gemacht
ist die homosexualität des/der anderen heute noch thema, redet ihr offen darüber, oder ist es eher ein ziemlich intimes oder gar tabuthema? also wir reden darüber nicht anders, als über heterosexualität.

spielt bei homosexuellen bekannten die sexuelle präferenz noch eine rolle für euch? will heißen, wenn ihr an die person denkt oder sie beschreiben sollt, fällt euch dann "schwul/lesbisch" als eine der ersten eigenschaften ein? beim denken nicht. beim beschreiben vielleicht schon eher.

würde es euch etwas ausmachen, wenn euer expartner als neuen partner jemanden des gleichen geschlechts hat (jetzt mal abgesehen von der tatsache, dass der/die ex jemand neuen hat)? kann ich schlecht sagen. ich glaube im grunde nicht. vielleicht wärs mir sogar lieber als ne frau (vorausgesetzt, ich hätte noch interesse an ihm)

findet ihr, die eigene sexuelle präferenz hat im berufsleben nichts verloren, oder findet ihr, man sollte auch da dazu stehen? warum?
kommt jetzt darauf an wo man arbeitet. und dazu stehen bedeutet ja nicht, dass man jetzt mit allen und jedem über sein sexleben plaudert. macht man ja als heterosexueller auch nicht. aber dazu stehen finde ich gut.

sollte sich ein schwuler lehrer oder eine lesbische lehrerin vor den schülern dazu bekennen (sofern er/sie damit selbst kein problem hätte)? wenn ja, wie (offen thematisieren, oder nicht thematisieren, aber zb zum schulfest mal den freund mitbringen)?
wie hättet ihr das als schüler gefunden? wie fändet ihr das als eltern? und wie fändet ihr das bei einem erzieher oder einer erzieherin? wir hatten einen lehrer, der sich vor seiner (7.) klasse geoutet hat. das wra vielleicht ein blöder zeitpunkt in anbetracht des alters der schüler, aber ich denke im nachhinein war es gut und ich fand es auch toll von ihm, weils einfach mutig war. und ich fänds auch nicht schlimm, wenn ich wüsste die erzieherin meines kindes ist lesbisch und bringt zum kinderfest ihre freundin mit. oder redet offen darüber (auch mich den kindern)

Kiya
20.07.2010, 19:45
habt ihr den eindruck, dass es langsam wirklich keine rolle mehr spielt, ob jemand homosexuell ist oder nicht?
leider nein. Vor allem im Sport scheint es gerade für homosexuelle Männer große Schwierigkeiten zu geben. Ich bin mir sicher, dass da einige es für sich behalten. Ich höre auch oft im bekanntenkreis gerade von Männer das ein schwuler Fußballer gar nicht geht usw...

kennt ihr viele homosexuelle, oder habt ihr manchmal den eindruck, dass in eurem umfeld die leute das entweder unterdrücken oder es entgegen der statistik kaum homosexuelle gibt?
Ich kenne zwei. Mit denen hab ich aber leider nur wenig zu tun. Ich kann nicht beurteilen ob die Leute es unterdrücken. Ich glaube in einer 500t Einwohnerstadt wie meiner gibt es zwar Homosexuelle, sie fallen aber nicht so. In Berlin wird das z.B. schon ganz anders aussehen.

habt ihr im engen freundeskreis homosexuelle? wenn ja, habt ihr sie "geoutet" kennengelernt, oder haben sie sich euch irgendwann offenbart? wenn letzteres, wie war das für euch?
ist die homosexualität des/der anderen heute noch thema, redet ihr offen darüber, oder ist es eher ein ziemlich intimes oder gar tabuthema?
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spielt bei homosexuellen bekannten die sexuelle präferenz noch eine rolle für euch? will heißen, wenn ihr an die person denkt oder sie beschreiben sollt, fällt euch dann "schwul/lesbisch" als eine der ersten eigenschaften ein?
spielt bei mir überhaupt keine Rolle, es gibt wichtigere Eigenschaften an menschen als ihre sexuelle orientierung

würde es euch etwas ausmachen, wenn euer expartner als neuen partner jemanden des gleichen geschlechts hat (jetzt mal abgesehen von der tatsache, dass der/die ex jemand neuen hat)?
nein...ich würde ihn dann aber schon fragen, ob er schon immer sich schon immer eher zum gleichen Geschlecht hingezogen gefühlt hat

findet ihr, die eigene sexuelle präferenz hat im berufsleben nichts verloren, oder findet ihr, man sollte auch da dazu stehen? warum?
sie hat im berufsleben nichts zu suchen. Ich finde einfach es geht niemanden etwas an und hat auch keine Auswirkungen auf die Ausführung des berufs

sollte sich ein schwuler lehrer oder eine lesbische lehrerin vor den schülern dazu bekennen (sofern er/sie damit selbst kein problem hätte)? wenn ja, wie (offen thematisieren, oder nicht thematisieren, aber zb zum schulfest mal den freund mitbringen)?
Hm...schwierige Frage, Kinder können sehr gemein und gehässig werden wenn etwas nicht i ihr weltbild passt. Und erst die Eltern die noch im vorgestern leben. Sowas kann leider auch schnell nach hinten losgehen.

wie hättet ihr das als schüler gefunden? wie fändet ihr das als eltern? und wie fändet ihr das bei einem erzieher oder einer erzieherin?
Es wäre mit als Schüler egal gewesen und als Eltern auch. Ich würde es sogar als bereicherung im Schulaltag sehen, da es den Kindern zeigt, dass es verschiedenen Menschen gibt

Paminia
21.07.2010, 09:00
habt ihr den eindruck, dass es langsam wirklich keine rolle mehr spielt, ob jemand homosexuell ist oder nicht?
nein, es spielt immer noch eine rolle. Lesben und Schwulen haben noch lange nicht die gleichen Rechte und es gibt schon noch vorurteile

kennt ihr viele homosexuelle, oder habt ihr manchmal den eindruck, dass in eurem umfeld die leute das entweder unterdrücken oder es entgegen der statistik kaum homosexuelle gibt?
teils teils, man weiß ja nie was in den menschen so vorgeht, aber ich kenne auf jeden fall einige leute, bei denen ich mir nicht sicher sind

habt ihr im engen freundeskreis homosexuelle? wenn ja, habt ihr sie "geoutet" kennengelernt, oder haben sie sich euch irgendwann offenbart? wenn letzteres, wie war das für euch?
ist die homosexualität des/der anderen heute noch thema, redet ihr offen darüber, oder ist es eher ein ziemlich intimes oder gar tabuthema?
hm ein früherer guter Freund ist schwul. er hat sich aber eigentlich nie geoutet, lange hat jeder gerätselt und irgendwann war da halt sein freund. thematisiert wurde es nicht mehr oder weniger wie bei heteras auch

spielt bei homosexuellen bekannten die sexuelle präferenz noch eine rolle für euch? will heißen, wenn ihr an die person denkt oder sie beschreiben sollt, fällt euch dann "schwul/lesbisch" als eine der ersten eigenschaften ein?
nein, eigentlich wirklich nicht


würde es euch etwas ausmachen, wenn euer expartner als neuen partner jemanden des gleichen geschlechts hat (jetzt mal abgesehen von der tatsache, dass der/die ex jemand neuen hat)? haha damit hab ich erfahrung gemacht. das ändert ja nichts an der tatsache, dass die beziehung rum ist

findet ihr, die eigene sexuelle präferenz hat im berufsleben nichts verloren, oder findet ihr, man sollte auch da dazu stehen? warum?
Naja das muss jeder selbst wissen und ist abhängig auch vom verhältnis zu kollegen

sollte sich ein schwuler lehrer oder eine lesbische lehrerin vor den schülern dazu bekennen (sofern er/sie damit selbst kein problem hätte)? wenn ja, wie (offen thematisieren, oder nicht thematisieren, aber zb zum schulfest mal den freund mitbringen)?
wie hättet ihr das als schüler gefunden? wie fändet ihr das als eltern? und wie fändet ihr das bei einem erzieher oder einer erzieherin?
ja, jeder sollte sich, wenn er will zu seiner liebe bekennen

Jaleela
21.07.2010, 13:32
habt ihr den eindruck, dass es langsam wirklich keine rolle mehr spielt, ob jemand homosexuell ist oder nicht?
*Oberflächlich und Tratschmäßig tuts das schon noch, ist halt immernoch eher "besonders", die meisten Leute sinds ja nunmal nicht, gell. Aber, zumindest für mich und meiner Einschätzung nach auch im Rest der Welt in der ich mich bewege, es ist kein Handicap oder sowas. Behindert niemanden in Job/Wohnungssuche/Freundschaften/.... .

kennt ihr viele homosexuelle, oder habt ihr manchmal den eindruck, dass in eurem umfeld die leute das entweder unterdrücken oder es entgegen der statistik kaum homosexuelle gibt?
*Ich kenne definitiv anteilig weniger Homosexuelle als es laut Statistiken gibt. Aber es gibt in meinem Leben Homos, klar. Und vielleicht weiß ichs auch von vielen nicht, spielt ja auch normalerweise keine Rolle, gell.

habt ihr im engen freundeskreis homosexuelle? wenn ja, habt ihr sie "geoutet" kennengelernt, oder haben sie sich euch irgendwann offenbart? wenn letzteres, wie war das für euch?
ist die homosexualität des/der anderen heute noch thema, redet ihr offen darüber, oder ist es eher ein ziemlich intimes oder gar tabuthema?
*Im engen Freundeskreis hab ich keine Homos, nö. Im Bekanntenkreis schon, aber da ist das einfach kein Thema, man weiß halt der/die ist schwul, speicherts ab und das wars.

spielt bei homosexuellen bekannten die sexuelle präferenz noch eine rolle für euch? will heißen, wenn ihr an die person denkt oder sie beschreiben sollt, fällt euch dann "schwul/lesbisch" als eine der ersten eigenschaften ein?
*Ja, das schon. Wobei, wie gesagt, BEKANNTE. Von denen weiss man ja sowieso nicht so viel, da ist sowas halt häufigerweise einfach das markanteste Detail, was man mit der Person in Verbindung bringt.

würde es euch etwas ausmachen, wenn euer expartner als neuen partner jemanden des gleichen geschlechts hat (jetzt mal abgesehen von der tatsache, dass der/die ex jemand neuen hat)?
*Was heisst schon "ausmachen". Nö, eigentlich nicht. Also, ich glaube ich fänds befremdlich irgendwie, weil ich das mit mir in Verbindung bringen würde irgendwie. So nach dem Motto "Ach Du scheiße, war ich so schrecklich, dass ich dem alle Frauen vergrätzt habe, oder wie :eek:?" :D. Aber eigentlich, nö. Wär so okay wie jede andere Partnerin nach mir - wenn die SEHR anders wäre als ich würd ich mir schon Gedanken machen. Und ich finde anderes Geschlecht schon auch SEHR anders.

findet ihr, die eigene sexuelle präferenz hat im berufsleben nichts verloren, oder findet ihr, man sollte auch da dazu stehen? warum?
*Pff, nö. Hat da nix verloren. Ich meine, naja, es gibt halt so Leute - und die sind nicht zwangsläufig schwul! - die tragen so viel von Ihrer Sexualtität auch in den Professionellen Bereich, das finde ich einfach unangebracht und da braucht man sich DANN auch nicht wundern, wenn das irgendwie zum Thema wird und infolge dessen "Diskrimminierung" aufkommt. Sexuelle Vorlieben haben da halt einfach nix verloren - und zwar egal obs jetzt darum geht, ob man einen Handschellenfetisch hat oder welches Geschlecht man präferiert. Ich will weder Fake-Porno-Titten, noch Handschellenmale an Handgelenken, noch so ganz nasal-Arschbackenzusammengekniffen-Eiteitei-Schwuchteln bei der Arbeit haben müssen.

sollte sich ein schwuler lehrer oder eine lesbische lehrerin vor den schülern dazu bekennen (sofern er/sie damit selbst kein problem hätte)? wenn ja, wie (offen thematisieren, oder nicht thematisieren, aber zb zum schulfest mal den freund mitbringen)?
wie hättet ihr das als schüler gefunden? wie fändet ihr das als eltern? und wie fändet ihr das bei einem erzieher oder einer erzieherin?
*Das wäre für mich überhaupt kein Problem und ich finde man sollte das eben so normal als möglich handhaben. Ich würde daraus einfach garkein Thema machen. Würde das also nicht sonderlich besprochen/behandelt wissen wollen - geht auch einfach niemanden was an. Verstecken muss man das aber nun wirklich auch nicht. Soll der/die seinen/ihren Partner/in selbstverständlich mitbringen, wenn nicht-homo-Kollegen das auch machen, wenn sie Bock drauf haben. Fertig.