Ich frage mich gerade, ob das an dem deutschen System liegt oder ob ich in meinem Semester z.B. mit der mangelnden Disskussionsfreude einfach auch ein bisschen Pech hatte...
Hab Psychologie auf Diplom studiert, hatte gute Noten in meinen Prüfungen und hab durchaus auch das Gefühl, da was gelernt zu haben, und denke, zumindest in den Bereichen meiner Vertiefungsfächer hab ich auch ganz belastbares Wissen. Aber es geht kaum über Buchwissen und meine eigenen ungeschliffenen Gedanken dazu hinaus, Anmerkungen aus den Vorlesungen eben und das war es dann schon fast, denn es gab fast keine Gespräche darüber, wie gesagt, in den Seminaren kamen von allein keine Diskussionen auf und wurden dann vom Dozenten auch nicht gefordert. Natürlich hab ich mich manchmal mit Kommilitonen ausgetauscht, aber das ist ja auch noch was anderes, als wenn da noch Input von jemandem auf nem höheren Level dabei wär.
Ich hab das auch immer irgendwie vermisst, aber konnte es nicht so richtig auf den Punkt bringen, bis ich jetzt einen Oxford graduate getroffen hab, OK, der hat "echte" Geisteswissenschaften studiert, aber trotzdem, der hatte jede Woche n Essay zu schreiben, der dann im Einzelgespräch mit nem Dozenten besprochen wurde, Alter! Sauviel Arbeit natürlich, aber DAS wäre ja produktiv! JETZT bin ich neidisch und das bin ich selten.
Dass es sowas in Deutschland gibt, bezweifel ich mal, aber was sind Eure Erfahrungen und Meinungen in dem Bereich?







Zitieren
es war aber auch insgesamt eine stimmung in den seminaren, dass die leute eher die zeit totschlagen wollten und es sie eigentlich nicht interessiert hat, um was es eigentlich ging. klar hab ich auch mal seminare gemacht weil sie in den stundenplan passten und nicht weil mich das thema interessierte, aber so grundsätzlich hab ich teilweise schon gedacht warum verdammt studiert ihr es wenns euch nicht die bohne interessiert und euch - literaturwissenschaft - garantiert nicht dazu bringt, dass man euch arbeitsplätze hinterherwirft..??
