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Ergebnis 1 bis 7 von 7
  1. #1
    Member Avatar von wero
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    Selbstbewusstes Auftreten; Anti-Piepsstimme

    Also:
    Zuhause und im Privaten bin ich mal so, mal so. Mal kann ich mich laut streiten und "aktiv reden" (d.h. mit einer normallauten Stimme).... Aber mir fällt auf, dass ich in manchen Situationen sowohl im Job, als auch im Privaten eine "Piepsstimme" bekomme; entweder, weil ich zu leise rede,mich faul und müde fühle, obwohl ich ausgeschlafen bin... einfach zuerst durch Räuspern wieder eine Stimme bekommen. Das Problem ist auch, dass ich dadurch gelangweilt, genervt, träge und demotiviert evtl. wirke, weil sich meine "Langweil-Pieps-Stimme" so ziemlich ätzend anhört, so langgezogen, als hätte ich gekifft oder so.

    Natürlich kann es sein, dass es an Frühjahrsmüdigkeit, Allergie-Zeit u.ä. liegt, dass ich mich selbst zum Reden zu schlapp fühle. Aber oft - egal welche Jahreszeit - rede ich, wie eine Schlaftablette und trete so auf, obwohl das komisch ist, weil ich auch anders kann.

    Vor allem im Job ist das ziemlich unpraktisch mit einer Piepsstimme argumentieren zu wollen, aber auch gelangweilt/träge zu wirken, obwohl man ausgeschlafen und eigtl. fit ist.

    Weiß irgendwer, was ich meine? Was kann ich dagegen machen?

  2. #2
    V.I.P. Avatar von ~waldhörnchen~
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    AW: Selbstbewusstes Auftreten; Anti-Piepsstimme

    du könntest es mal mit einem stimmtraining probieren.
    das kostet natürlich, aber wenn du die "basics" einmal gelernt hast, kannst du die entsprechenden übungen ja auch zu hause fortführen. so gesehen ist das geld dann evtl. doch gut investiert.

    außerdem könnte es natürlich auch hilfreich sein, sich zu fragen, warum man in bestimmten situationen so und nicht anders reagiert. warum hat man mit blick auf bestimmte aspekte oder gegenüber bestimmten personen so wenig selbstbewusstsein, bzw. warum tritt man so unsicher auf?
    gibt es innere argumente, die die situation entschärfen könnten, die einen selbst aufbauen?

    ich merke z. b. bei mir selbst, dass ich im grunde genommen immer dann am besten beim gegenüber ankomme, wenn ich einfach nur "bei mir selbst" bin und mich im betreffenden augenblick einfach so annehme, wie ich bin.
    es kommt gar nichtmal so sehr darauf an, was man sagt, sondern v. a. auch darauf, wie die eigene ausstrahlung ist. man spürt, wenn jemand selbstzweifel hat und mit sich selbst nicht im reinen ist.

  3. #3
    Stranger Avatar von Majamina
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    AW: Selbstbewusstes Auftreten; Anti-Piepsstimme

    Hey wero.
    Auch wenn es sich doof anhört aber ich glaube du musst dich einfach zusammenreißen und dich räuspern, wenn du sagst, dass nur das hilft.
    Im Job und in vielen Situationen haben es alle schwer und müssen sich anstrengen sich nicht gehen zu lassen. Vielleicht brauchst du eher eine extra Portion Kaffee oder Aufputschmittel, denn durch das Lesen deines Beitrages kommt es mir so vor, als läge dein Problem nicht an der Stimme, sondern deiner Motivation.
    Tut mir leid, wenn ich das falsch verstehe.

    Aber natürlich hast du recht - wenn jemand "herumfiept" und sich gehen lässt, wirkt das negativ. Wenn du aber vielleicht nur "einfach" so eine hohe Stimme hast... Who cares? Körpersprache sagt mehr als Worte über dich aus und wenn du dadurch zeigen kannst, dass du interessiert bist, ist deine Piepsstimme völlig okay. Würde ich zumindest so sehen :-3
    ** Doch wir werden an dieser Stelle **
    So nicht enden
    Wie ein fallender Stern
    Denn wer saufen kann kann auch ausschlafen
    Und den Tag in die Matratze drücken
    Bis ihm das Kissen an der Backe klebt

  4. #4
    Member Avatar von wero
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    AW: Selbstbewusstes Auftreten; Anti-Piepsstimme

    Also eine hohe Stimme habe ich nicht; nur oft keine "aktive" Sprache, die laut und deutlich ist, sondern manchmal einfach nuschelig, zu leise, unsicher, "gezogen".
    Es ist eher so, als schweige ich die ganze Zeit und finde dann nicht den richtigen Ton. Und oft klingt mein Ton träge und nicht überzeugend, sehr monoton.

    Ich brauche Selbstbewusstsein und Charisma, wenn ich nicht untergehen will. Mal sehen, es gibt auf amazon ein paar Bücher dazu...

    Vllt liegt´s auch daran, dass ich mit 25 immernoch Komplexe wegen meinem Akzent habe. Ich bin mit 4 nach D. gekommen, spreche fließend deutsch - aber mein "rollendes R" irritiert mich; ich weiß in Bayern wird das R manchmal auch gerollt, aber es ist ein polnisches R.
    Deswegen mag ich auch gar nicht telefonieren oder großartig reden, weil ich sonst denke: Urgh, der andere merkt gleich sicher, dass ich nicht "von hier" bin.... auch wenn ich seit über 20 Jahren deutsch bin...

    Meine AGs gaben mir immer die Stimme und vertrauten mir, aber ich nahm mir meine Stimme selber weg. Und irgendwann griff das halt das Selbstbewusstsein und das Auftreten an... Obwohl niemand ein Problem mit dem R hat....

    Und wenn ich dann arbeite und recherchiere, still und schweigend, in mich gekehrt, und dann meine AG mich was fragt und ich antworte ihr in einem "unsicheren" Ton, dann komme ich mir "primitiv" vor. Obwohl ich oft Recht und Ahnung habe. Sie betonte ja oft genug: Du kannst das und bist toll; aber das musst du jedem auch zeigen und dementsprechend auftreten!...Also so nach dem Motto: meine Leistung ist gut, aber ich kann mich nicht präsentieren.... Und die richtigen Jobs kommen ja noch nach dem Studium. In 1 Jahr...

    :-/ Wird das jetzt deutlicher?

  5. #5
    V.I.P. Avatar von ~waldhörnchen~
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    AW: Selbstbewusstes Auftreten; Anti-Piepsstimme

    Zitat Zitat von wero Beitrag anzeigen
    Sie betonte ja oft genug: Du kannst das und bist toll; aber das musst du jedem auch zeigen und dementsprechend auftreten!...Also so nach dem Motto: meine Leistung ist gut, aber ich kann mich nicht präsentieren.... Und die richtigen Jobs kommen ja noch nach dem Studium. In 1 Jahr...
    ich habe auch in infolge meiner eigenen erfahrungen immer mehr den eindruck, dass es im berufsleben oft gar nicht so sehr auf den inhalt, sondern vielmehr (auch) auf die verpackung ankommt und darauf, wie selbstbewusst man dinge rüberbringt bzw. standpunkte vertritt.
    insbesondere von manch männlichem kollegen könnte man sich da durchaus eine scheibe abschneiden. frauen sind da oft viel zu bescheiden und stecken viel zu sehr zurück, wenn es z. b. darum geht, eigene arbeitsergebnisse angemessen stolz/positiv zu präsentieren. das trifft natürlich nicht auf alle zu, aber doch auf etliche.

    ich weiß nicht, ob es was bringt, ein buch zum thema "selbstbewusstsein" zu lesen. wichtiger ist vielleicht noch, das entsprechende verhalten immer wieder zu trainieren.
    aus einem sehr leisen menschen wird (temperamentsbedingt?) wahrscheinlich nie einer, der sich überall und immer mit pauken und trompeten durchsetzt - aber verbesserungspotenzial gibt's auch da durchaus. vielleicht fängst du mit kleineren schritten an?

  6. #6
    Urgestein Avatar von granny
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    AW: Selbstbewusstes Auftreten; Anti-Piepsstimme

    In welchem Bereich möchtest du denn die professionelle Stimme haben? Eigentlich brauchst du sie doch nur im Job oder?
    Ich glaub es macht wenig Sinn im Privaten deine natürliche Tonlage ändern zu wollen.
    Ich würde da eher an der Artikulation und Betonung arbeiten, das macht ja auch schon einiges aus.
    So ein Stimmtraining kann ne tolle Sache sein. Ich hab beispielsweise gelernt, dass die Stimme an schonender Lautstärke gewinnt, wenn man mit aufrechtem Kopf/Hals und Blick "in Richtung Boden" spricht.
    "Wenn ich nicht hier bin, bin ich aufm Sonnendeck."


    "Wer in einem gewissen Alter nicht merkt, dass er hauptsächlich von Idioten umgeben ist, merkt es aus einem gewissen Grund nicht."

  7. #7
    Fresher Avatar von shell
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    AW: Selbstbewusstes Auftreten; Anti-Piepsstimme

    Ich kann nachvollziehen, was du meinst, wero. Ich bin auch manchmal so in Gedanken/Arbeit vertieft und wenn dann jemand bei der Arbeit etwas fragt, brauch ich einen Moment, bis ich "da" bin". Ich finde es hilft ein bisschen, wenn man eine aufrechte Haltung einnimmt (gerade hinsetzen, nicht so über den Computer gebeugt oder so) und den anderen auch anschaut, wenn man antwortet. Vielleicht hilft dir das ja auch ein bisschen, so vermittelt man trotz leiser/piepsiger Stimme "ich bin da".

    Zu dem rollenden R (was ich übrigens richtig toll finden, wenn das jemand benutzt ): Ich selbst lisple ein ganz kleines bisschen, das stört mich selbst extrem und wenn ich daran denke während des Sprechens, dann hab ich das Gefühl, dass es noch schlimmer wird. Bei einem Jobtraining hat mir mal jemand gesagt, dass mich dieses Lispeln symphatisch mach/mir was "Eigenes" gibt. Das versuche ich immer in Hinterkopf zu behalten. So kannst du dein rollendes R vielleicht ein bisschen als dein Markenzeichen ansehen. Schließlich kann das auch nicht jeder!

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