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  1. #1
    Addict Avatar von dBambi
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    Daumen runter Was soll aus mir werden?

    Hallo zusammen,

    ich habe dieses Jahr mein Abi gemacht und wusste die ganze Zeit nicht, was ich danach machen sollte. Nach langem hin und her habe ich mich einfach mal zu einem BWL-Studium entschieden. Ich schiebe jetzt nicht die Verantwortung auf jemand anderes aber um es zu erklären: ich hatte viele Gespräche mit meinem Papa und er hat selber BWL studiert und sagte eben immer wieder, dass das so allgemein ist etc. Und weil ich ja keinen konkreten Wunsch hatte, war das einfach irgendwie das "unspezialisierteste", mit dem ich dann beruflich vllt die größten Chancen hätte.
    Jetzt bin ich allerdings total planlos. Ich weiß nur, Wirtschaft darf es nicht sein! Ich kann auchgar nich recht erklären, was so schlimm daran ist aber ich find es nur furchtbar, gehe mittlerweile fast zu keiner Vorlesung mehr, habe mich auch dazu entschlossen die Klausuren auf keinen Fall zu schreiben.
    Aber einer Alternative bin ich leider kein Stück näher!
    Ich weiß nicht was ich kann und ich weiß nich was ich will - ich habe so lange hin und her überlegt, dass mir alles und nichts möglich erscheint! Ich hab einfach keine Ahnung!
    Ich will einerseits nicht vereinsamen - also schon was mit Menschen zu tun haben. Andererseits bin ich im ersten Moment sehr schüchtern und brauche manchmal dringend meine Ruhe.
    Also weiß ich auch nicht: WO möchte ich mal arbeiten?! Das würde es ja schon wesentlich einschränken...
    Hobbies sind reiten, lesen, Filme schauen, gelegentlich selber etwas schreiben - aber auch was das angeht... ich WEIß einfach nicht was ich will!
    Ich weiß derzeit nicht mal wer ich bin!
    Dann könnte ich mir ja vorstellen, wo und wie ich arbeiten könnte... Aber ich kenne mich selber gar nicht. Kenne keine Stärken und Schwächen, keine Interessen etc. Ich fühl mich so leer und ich weiß auch nicht, was ich dagegen machen soll... ich hab das Gefühl, dass ich mich einfach unbewusst total von meiner Umwelt beeinflussen und "schreiben" lasse... also wie in einem Buch wird mein Wesen und mein Charakter gerade einfach von jemand anderem festgelegt - bzw von allem um mich herum. Es scheint mir, als hätte ich keine eigene Persönlichkeit!

    Also wie soll ich entscheiden, was aus mir werden soll, wenn ich nicht mal weiß, wer ich eigentlich bin!?
    Puh.... Ich weiß auch nicht, was ich mir von dem Beitrag hier erwarte... vllt geht es jemandem ähnlich?! Oder ihr habt Ratschläge für mich!?

    Ich bin grad echt am Ende! Hinzu kommt, dass mein Freund mich kaum noch ertragen kann, weil ich so gereizt bin, weil ich mir so viele Gedanken mache....

    Also... ich hoffe auf nette und hilfreiche Antworten!

    Liebe Grüße

  2. #2
    Senior Member Avatar von glamcity
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    AW: Was soll aus mir werden?

    hmmmmmmm ...

    klingt als seist du bewusst fremdbestimmt.
    dein vater hat bwl studiert, findet es gut, also studierst du es ... das an sich fand ich schon sehr fragwürdig, aber gut, es war für dich vielleicht dann am naheliegensten.

    wir können dir natürlich nicht sagen, was du studieren solltest, etc. dein problem liegt wohl aber woanders.
    was dir liegt ... vielleicht lässt du deine letzten jahre revue passieren und schreibst mal auf, was dich so alles interessiert. einen kleinen auszug hast du hier ja skizziert.
    scheint, dass du eher musisch veranlagt bist. schreiben ... und dann dein hobbys, die pferde ...
    eine freundin studiert pädagogik und will später in die therapie mit pferden gehen ... find ich auch eine sehr interessante sache.

    vielleicht schreibst du mal auf, was du von deinem späteren beruf erwartest ... hohes einkommen??? anderen helfen, etwas soziales ??? unterrichten ...??? tiere verarzten??? allgemein medizin??? etc.
    und dann auch, was du selber mitbringst.

    eine grundtendenz hat JEDER. irgendwelche interessenkreise, die du für dich ausgemacht hast. vielleicht etwas mit literatur?

    oder du fragst deinen freund und vertraust dich ihm an. er kennt dich ja ... vielleicht könnt ihr gemeinsam etwas "finden", was auf dich wie zugeschnitten ist.

  3. #3
    Twinkie
    gelöscht

    AW: Was soll aus mir werden?

    Ach, ein bisschen kenn ich das, mit der Ausnahme, dass ich nun Jahre später immer noch nichts geworden bin, viele Probleme mit mir selbst und anderen. Wenigstens hast du noch Zeit, zur Erkenntnis zu kommen.

  4. #4
    Addict Avatar von dBambi
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    AW: Was soll aus mir werden?

    Ich habe nicht das Gefühl Zeit zu haben...

  5. #5
    Enthusiast Avatar von Quengelengel
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    AW: Was soll aus mir werden?

    Hm, ich will dich jetzt noch mal ganz genau fragen: Bist du sicher, dass es am Fach liegt?

    Ich habe einen Abbruch hinter mir und ich muss sagen, dass es im Nachhinnein nicht besser, oder schlechter als das Studium war, das ich jetzt mache. Aber damals ging es mir genauso, ich war ÜBERZEUGT, dass es nicht das Richtige sein kann - mittlerweile habe ich es relativisiert.

    Vielleicht ist es eher ein anderer Grundtenor -z.B. das du mit den Prüfungen z.B. nicht klar kommst, oder mit der Uni generell. Das war vermutlich bei mir das Problem.

    Ich war damals auch extrem fertig mit den Nerven, wusste GAR nicht, in welche Richtung ich sollte (also noch nicht mal Naturwissenschaft oder Geisteswisschenschaft) und hab damit auch meinen Freund sehr terrorisiert.

    Ich versteh dich so gut und kann dir aber nicht helfen. Ich bin damals von Studienberatung zu etc. gerannt und wusste nicht, wo ich hin soll.

  6. #6
    Addict Avatar von dBambi
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    AW: Was soll aus mir werden?

    Und wie geht es dir jetzt!?
    Zu was hast du dich jetzt entschieden? und wie?

  7. #7
    Urgestein Avatar von kami.
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    AW: Was soll aus mir werden?

    was ist denn, wenn du dir jetzt erstmal eine art "auszeit" nimmst.z.b. ins ausland gehst, dort evtl eine art freiwillige sozial jahr macht und dich von der genauen berufswahl erstmal ein bißchen freimachst und dich selbst findest...muss ja auch nicht soziales jahr sein, sonst aupair, animation, was auch immer.

    oder du sammelst verschiedene praktikumserfahrungen in ganz verschiedenen bereichen, um erstmal herauszufinden was du eigentlich gern magst. das ist keine verschwendete zeit, sondern einfach wichtig. verlorene zeit ist, wenn du jetzt weiter vor dich hinstudierst und das gar nicht willst
    ~Bücher sind Schokolade für die Seele~

  8. #8
    Mory
    gelöscht

    AW: Was soll aus mir werden?

    zusätzlich zu den vorschlägen von kami würde ich mich in vorlesungen von anderen fächern reinsetzen, die dich interessieren, solange du noch studierst. du kannst auch mit verschiedenen leuten über deren jobs sprechen.
    ausbildung kommt definitiv nicht in frage?

  9. #9
    Addict Avatar von dBambi
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    AW: Was soll aus mir werden?

    Zitat Zitat von kami.
    was ist denn, wenn du dir jetzt erstmal eine art "auszeit" nimmst.z.b. ins ausland gehst, dort evtl eine art freiwillige sozial jahr macht und dich von der genauen berufswahl erstmal ein bißchen freimachst und dich selbst findest...muss ja auch nicht soziales jahr sein, sonst aupair, animation, was auch immer.

    oder du sammelst verschiedene praktikumserfahrungen in ganz verschiedenen bereichen, um erstmal herauszufinden was du eigentlich gern magst. das ist keine verschwendete zeit, sondern einfach wichtig. verlorene zeit ist, wenn du jetzt weiter vor dich hinstudierst und das gar nicht willst

    Ja, das ist im Moment mein Plan... aber ich hab auch nicht soooo die Ahnung, wonach ich da schauen soll...

  10. #10
    Addict Avatar von dBambi
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    AW: Was soll aus mir werden?

    Zitat Zitat von Mory
    zusätzlich zu den vorschlägen von kami würde ich mich in vorlesungen von anderen fächern reinsetzen, die dich interessieren, solange du noch studierst. du kannst auch mit verschiedenen leuten über deren jobs sprechen.
    ausbildung kommt definitiv nicht in frage?

    War schon in einer Bio- und einer Chemievorlesung...
    bin im moment an einer FH und war eben erstmal (positiv) beeindruckt von der Größe der Hörsäle und endlich mal richtiges "Uni-feeling" ^^

    eine ausbildung kommt schon irgendwie in frage... aber irgendwie auch nicht... hab irgendwie den anspruch an mich selbst, weiß auch nicht recht

  11. #11
    Junior Member Avatar von fanta°
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    AW: Was soll aus mir werden?

    Also ich hab erst mal ein Jahr Schule gemacht (Fremdsprachen) und dann ne Ausbildung. Und dann hab ich gemerkt, dass es das doch nicht war. Und dann studiert. Damit bin ich total glücklich jetzt. Auch wenn es etwas länger gedauert hat als bei anderen. Aber darauf kommt es nicht an. Du musst ja noch ewig arbeiten, dann soll es dir auch gefallen.
    Meiner Meinung nach ist es total okay, wenn man erst mal was ausprobiert.
    Wenn du schon an der Uni bist: guck dich doch mal um. SEtz dich in andere Seminare und guck, ob dir die Sachen gefallen. Bei uns ist das immer möglich.
    Und sprich mit anderen Leuten, hol dir Ideen und Anregungen. Das hilft bestimmt.

  12. #12
    Urgestein Avatar von kami.
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    AW: Was soll aus mir werden?

    naja, eine ausbildung kann man ja auch mit einem studium kombinieren.
    odere erst ausbildung, dann studium...es gibt doch sooooviele möglichkeiten. und ich würde nciht sagen, dass man wenn man "nur" eine ausbidlung macht und dann arbeitet einen geringen anspruch an sich selbst hat. ich habe eine ausbidlung, dann studiert und würde rückblickend mein studium nicht nochmal machen.

    würdest du denn ins ausland gehen wollen? dann überleg dir doch was dir da wichtig ist:
    welche sprachen kannst du schon, willst du neuerlernen? welche länder findest du spannend? magst du mit menschen arbeiten?
    ~Bücher sind Schokolade für die Seele~

  13. #13
    V.I.P. Avatar von ladyinrosa
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    AW: Was soll aus mir werden?

    Zitat Zitat von dBambi
    War schon in einer Bio- und einer Chemievorlesung...
    bin im moment an einer FH und war eben erstmal (positiv) beeindruckt von der Größe der Hörsäle und endlich mal richtiges "Uni-feeling" ^^

    eine ausbildung kommt schon irgendwie in frage... aber irgendwie auch nicht... hab irgendwie den anspruch an mich selbst, weiß auch nicht recht

    wenn du Bio und Chemie magst. Mach doch eine Ausbildung an der Blindow-Schule als Biologisch-technische-Assistentin. da du Abi hast dauert die nur 2 Jahre und dann kannste doch wieder studieren.
    Wer immer in den Himmel schaut,
    wird nie etwas auf der Erde entdecken.


    "Wenn du dich auf die Waage stellst kommt eine Handynummer heraus!"

  14. #14
    Alter Hase Avatar von Mohrrübe
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    AW: Was soll aus mir werden?

    Hey... du klingst wie ich damals ;-)

    Mir gings nach dem Abi genauso. Mit 18 hatte ich noch NULL Plan über mich selbst, hab angefangen Wirtschaftsingenieurwesen zu studieren, weil mich irgendwie wirtschaftliche und technische Dinge gleichermaßen interessierten und ich aber NULL Ahnung hatte was mal aus mir werden soll.

    Ich habs genau EINE Woche an der FH ausgehalten ;-)

    Dann bin ich heulend zu meiner Mama gerannt und hab gesagt "ich geh da nicht mehr hin" ;-). Mir war das alles viel zu theoretisch und kam mir total schwachsinnig vor. Ich wollte wissen wie das alles wirklich funktioniert!!! Nicht nur theoretisch.

    Ich hab als Kind und als Jugendliche immer eigentlich nur ein Interesse gehabt: Computer

    Ich hab dann ein Praktikum in einer Softwarebude gemacht. Hab mich wohl nicht dumm angestellt, sie haben mich gefragt ob ich ein BA-Studium machen will. Also ein duales Studium mit Praxisphasen, mir erschien das sehr viel sinnvoller als meine Zeit mit für mich ungreifbaren, theroetischen Dingen an der FH zu vergeuden und nach dem studium das erste mal wirklich praktisch zu arbeiten.

    Sie da: dies lag mir, habs in 3 Jahren durchgezogen, hatte das "vergeudete Jahr" durch die verkürzte Studienzeit wieder rein und mit 22 Jahren ein Studium mit Praxiserfahrung in der Tasche und seitdem lief alles wie am Schnürchen.

    Im Nachhinein war dies für mich eine sehr sehr wichtige Zeit. Die anderen die diese anfängliche "sinnlose" Studienzeit nutzen um Party zu machen, machen bis heute Party, leben von den Eltern und wissen nicht was mal aus ihnen wird.

    Mir gehts gut, war nie arbeitslos, bin beruflich sehr glücklich. Wenn ich das Studium was ich NICHT wollte nciht begonnen hätte, würde ich bis heute nicht wissen, was ich NICHT will. Das ist wichtig für die Selbstfindung, glaub mir!!!

    Setz dich jetzt nicht unter Druck und finde raus in welche Richtung du gehen willst und sammle Praxiserfahrugn. Nur dort findest du raus obs was wäre oder nicht. Ich würde jedem erstmal Praktika empfehlen, weil man nur dort die "Wahrheit" über Berufe rausfinden kann.

    Wenn dich Bio und Chemie interessieren, geh doch in irgendwelche Pharmaunternehmen, oder Chemiehersteller und probiere dich mal aus. Mehr als rausfinden was du NICHT willst, kannst du ja nicht. Arbeiten tust du auch noch lange genug. Heute gibts auch so Programme wo du das finanziert kriegst: Praktisches Jahr im Unternehmen z.B., wie ein soziales Jahr, nur eben im Unternehmen...

    Aber wichtig ist nur eines: das du glücklich damit wirst und wirtschaft scheint dich ja wirklich nicht zu begeistern (mich hats auch nie interessiert ;-) )
    Geändert von Mohrrübe (25.12.2008 um 16:55 Uhr)

  15. #15
    Regular Client Avatar von basserin
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    AW: Was soll aus mir werden?

    wie gruselig, mir geht es schon sehr lange genauso wie dir. ich hatte nach dem abi auch erstmal keine ahnung und mir auch keine wirkli chen gedanken gemacht, ich wußte nur immer, ich will etwas machen, bei demman nicht von morgens bis abends am scheibtisch sitzt.
    ich habe es dann ein paar wochen an einer grafikschule versucht,daran jedoch recht schnell die lust verloren. im nachhinein bereue ich es irgendwie, weil ich glaube ich nur aufgehört habe, weil ich mir mein hobby nicht versauen lassen wollte, stattdessen mache ich jetzt weniger als vorher. ich studiere jetzt geschichte und anglisitk, weil das "die beiden anderen sachen sind, die ich noch ganz gut kann".
    doch gerade in der weihnaxchtszeit, wenn man mit der familie zusammensitzt, fällt mir immer mehr auf, daß alle anderen so ihren plan haben und jeder sein ding findet, was ihm spaß macht, ich dagegen erstmal irgendwas mache, um beschäftigt zu sein. jedenfalls bin ich im sommer mit dem bachelor ertig und habe keine wirklihe ahnung, was wie uns wo danach kommen soll. am liebsten würde ich erstmal ein jahr im ausland etwas ganz anderes machen, um in ruhe etwas zu finden, aber weil der ruf des ba anscheinend immer noch nicht besser geworden ist seit ich angefangen habe, habe ch etwas angst davor, zuviel zeit zu verschwenden und überlegge, ob ichg nicht lieber gleich den master dranhänge.. wobei das letztendlich auch nur ein aufschieben wäre..
    ich habe permanent das gefühl, ich hätte mich in der vergangenhet falsch entschieden und meine möglichkeien engen sich immer weiter ein.. oft genug, wenn ich anderen bei ihren zukunftsplänen zuhöre, sitze ich daneben und denke immer das selbe "hätte ich damals doch nur...". das nervt und macht nicht gerade glücklich.

    hat jemand hilfe, tips, ratschläge? p.s.: die beratung an unserer uni ist mehr als mies und bei dem psychologen muß man monatelang warten.. sonst wäre ich da längst hingegangen, aber ich schleppe das eigentlich schon jahrelang mit mir herum.
    will dir jemand an den kragen mußt du nur dick perry fragen.

  16. #16
    Foreninventar Avatar von freefish
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    AW: Was soll aus mir werden?

    Ich wußte auch immer nicht so recht, was ich besonders gut kann und was ich besonders will. Zwei Dinge haben mich in beidem eigentlich am meisten weitergebracht:

    1) Ich bin ins Ausland, habe mir so ein Work & Travel-Visum für Australien besorgt, bin da ein halbes Jahr von Hostel zu Hostel rumgereist und habe zeitweise in verschiedenen Kleinjobs gearbeitet. Eine Weile habe ich in einer 12er-WG-in Sydney gewohnt, das war wohl meine prägendste Zeit davon. Zwischendurch bin ich aufs Land, habe da gezeltet und als Erntehelfer gearbeitet. Ich habe in der Zeit eine Menge Leute (Australier und Ausländer) getroffen, die ganz verschiedene Lebenshintergründe hatten, unterschiedlichen Alters waren, und ihre unterschiedlichen Erfahrungen gemacht haben. Da kam heraus, welche Prioritäten sie bei ihrer Berufswahl setzen / gesetzt haben, und ich habe Dinge gehört, über die ich mir diesbezüglich vorher keine Gedanken gemacht habe. Nach einem halben Jahr bin ich zurück nach Deutschland, weil ich auch das Gefühl hatte, daß ich nicht mehr Zeit erübrigen kann, aber im Nachhinein würde ich sagen, daß ich ruhig noch ein halbes Jahr hätte bleiben sollen. Es war übrigens nicht so, daß ich danach plötzlich wußte, was ich machen will, aber ich traute mir danach eher zu, meinen Weg zu finden. Und ich hatte auch viel mehr Lust, etwas an meinem Weg zu formen.

    2) Das andere, was mich weitergebracht hat, war Praxiserfahrung. Ehrlich gesagt weiß man nicht, was einen interessiert und was man kann, bevor man es gemacht hat. So Sachen wie "in der Schule war ich immer gut in Mathe" können zwar durchaus ein Hinweis sein, aber sie taugen nicht wirklich als ernsthafte Entscheidungskriterien. Erst, während man etwas macht, stellt man fest, ob man es kann, ob man dabei weiterkommt und ob man sich damit wohlfühlt - und kommt auch auf Ideen, mit was man sich evtl. wohler fühlen könnte. Arbeiten ist gut für einen, bzw. es war zumindest gut für mich. Am besten waren die Sachen, wo ich mit verschiedenen Leuten (mit anderem Erfahrungshorizont) eng zusammengearbeitet habe, aber auch Arbeiten generell ist einfach nicht schlecht aus meiner Sicht.

    Davon, sich in fachfremde Vorlesungen zu setzen, halte ich übrigens nicht viel. Das ist so eine akademische Herangehensweise, wo man denkt, durch theoretisches Herangehen die Praxis herausfinden zu können. Eine oder auch zwei oder sogar zehn Vorlesungen in Anatomie zu hören sagt einem aber wirklich nichts darüber aus, wie das Medizinstudium ist (nur mal so als Beispiel). Es gibt Leute, die auf die Weise zu "ihrem" Fach gekommen sind, aber ich halte es für eine eher schlechte Methode.

    Ansonsten kann ich nur dazu raten, die Leute zu erkennen und festzuhalten, die älter sind als man selbst, mit denen man sich versteht, die möglicherweise sogar an einen glauben, und von deren Sichtweise man in jedem Fall zu profitieren glaubt.

  17. #17
    Addict Avatar von dBambi
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    AW: Was soll aus mir werden?

    Hey

    also danke erstmal für die vielen Antworten, die noch dazu bekommen sind.
    Im moment ist mein Plan, mich um Prakika zu kümmern. Darauf freu ich mich auch schon ^^
    Zum nächsten WS möchte ich dann aber doch einen Plan haben, wie es weiter gehen soll, denn viel länger will ich nicht mehr "rumhängen".
    Die meiste Zeit bin ich mit der Entscheidung ganz glücklich und nur hin und wieder überkommt mich so eine kleine Weller der Panik... da seh ich dann wieder gar keinen Ausweg und kein Ziel am Horizont!

    Dazu kommt, dass mein Vater eben irgendwie recht starken Druck ausübt. Ich hab große Angst, ihn zu enttäuschen. Einerseits sagt er mir natürlich, dass er mit dem glücklich ist, das auch mich glücklich macht aber andererseits... bisher habe ich mich noch nicht getraut, ihm zu erzählen, wie ich mir das kommende Jahr vorstelle (er wohnt zum Glück nicht bei uns)... als ich angedeutet hatte, dass ich wohl zum SS noch nichts neues haben würde, hat er mich schon angefahren und eben gefragt, ob ich denn dann noch ein Jahr nur faulenzen wolle etc.... Und sowieso meint er, dass ich doch so schnell wie möglich mit etwas anfangen solle, weil je älter ich nach der Ausbildung bin, desto weniger Chancen hätte ich... Das hat mich dann auch so dazu getrieben, mich ganz schnell für dieses doofe BWL studium zu entscheiden...
    Ich weiß, er meint es nur gut und trotzdem hab ich Angst vor seiner Reaktion...

    Naja... jedenfalls möchte ich mir jetzt auf jeden Fall ein Praktikum in einem Hotel suchen und noch eines in irgendeinem Labor. Dann hab ich nochmal in ganz unterschiedliche Arbeitsumfelder geschaut und vllt finde ich dabei noch etwas, was mir wirklich Spaß macht.

    Und trotzdem... hinter all diesen Problemen bezüglich meiner Zukunft habe ich immer noch das Gefühl, dass ich mich einfach selber nicht kenne. Oder eigentlich noch schlimmer: dass ich gar keine Persönlichkeit habe, keine Interessen, keine Stärken oder Schwächen. Wie sollte ich da also irgendein passendes Berufsbild o.ä. finden!?
    Das ist denkeich das grundlegende Problem... Aber genau von diesem Problem, weiß ichnicht, wie ich es lösen soll!

    Oh man........
    Naja... jetzt hab ich wieder weit ausgeholt... aber ich wäre so froh, wenn man mir gerade bezüglich dieses letzten Punktes ein paar Ratschläge geben könnte!

    Ich sollte noch dazu sagen, dass ich auf keinen Fall ins Ausland möchte..... vermutlich wäre so etwas genau das richtige aber ich hab hier meinen Freund und ich kann nicht ohne ihn... ^^ auch wenn das ganz armeslig klingt aber ich halte es kaum zwei Wochen ohne ihn aus....

  18. #18
    Alter Hase Avatar von Mohrrübe
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    AW: Was soll aus mir werden?

    Hey... mich haben auch keine 10 Pferde irgendwo anders hin gekriegt, wollte auch immer bei meiner Familie und beim Freund sein, das ist durchaus normal und nicht jeder erfüllt die "ich war ein Jahr im Ausland" -"Pflicht".

    Am Ende willst du ja sicher HIER arbeiten, da nützt dir das Ausland auch nicht so sonderlich viel, außer dass du dich mit dir selbst auseinandersetzt.

    Natürlich hast du irgendwelche Interessen, Neigungen. Selbst wenn du keine tollen Hobbies hast, hast du doch eine Persönlichkeit die dich zu dem macht was du bist. Frag doch mal deinen Freund was er an dir mag, vielleicht bist du einfach so eine "nette", dadurch vielleicht zu Arbeiten mit Menschen geeignet, oder eher der "logische" Typ (der war immer irgendwie ich, und ich wusste nie wozu man sowas brauchen soltle) der im Labor glücklich wird...

    Gönn dir ein Jahr in der Praxis, oder ein halbes..., dein Vater wird das verstehen..., argumentiere doch einfach ordentlich.

    Ich hatte es damals leichter. Meine Mutter hat genau 2!!! Wochen studiert an einer FH und danach genau wie ich reagiert ;-), sie hat gesagt "ich hätts dir ja gleich sagen können, wir sind dafür nicht geeignet" ;-)

    Sie wollte mich aber meine eigenen Erfahrungen machen lassen, ich danke ihr heute dafür sehr...

    Du findest deinen Weg, immerhin bist du auf der Suche, was viele gar nicht erst machen...

  19. #19
    Member Avatar von karara
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    AW: Was soll aus mir werden?

    Ich würde dir trotzdem raten ins Ausland zu gehen! Und wenn du nur 2 Monate allein rumreist! Wenn es eine ernst zu nehmende Beziehung ist, hält die das sowieso aus!! Man lernt unglaublich viel über sich selbst und wird viel selbtsbewusster und gelassener!

  20. #20
    Addict Avatar von Nilleby
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    AW: Was soll aus mir werden?

    hey ich versteh dich sehr gut.
    bei mir wars so dass ich nach dem abi voll den plan hatte, ne ausbildung angefangen hab (kaufmännnisch+sprachen).damit werd ich jetzt im juli fertig.
    allerdings hab ich keinen plan was ich dann machen soll. könnte wohl weiter arbeiten, aber das ist langweilig und macht mir keinen rechten spaß. BWL will ich nicht. Lehramt hatte ich mir überlegt oder weiter arbeiten + studium wirtschaftspsychologie (fernstudium). aber ich kann mich einfach nicht entscheiden. seit wochen schon kann ich nicht mehr schlafen und bin nur noch gereizt weil mir da so sehr im magen liegt alles.
    und eine lösung fällt mir auch nicht ein =/
    *möp möp* bitte knutschen

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