Hallo ihr lieben
Mir ist kein besserer Titel eingefallen.
Kurz oder auch etwas länger zur momentanen Situation: Ich bin 24 Jahre alt und studiere. Ich hab schon lange, lange mit psychischen Problemen zu tun. Meine Therapeutin spricht von Bindungstrauma in der Kindheit, darauf folgten Depression, Panikattacken, Panikstörung, Magersucht etc. Alles irgendwann stabil durch ambulante Therapie und stationäre Aufenthalte vor 3-4 Jahren. Studium okay, Freundschaften gut, Partnerschaften immer schwierig, grenzüberschreitend und nicht gut.
Dann kam es zu einem schweren Vertrauensbruch. Sexueller Übergriff durch einen Freund und auch Freund der Familie. Vertrauter meines Vaters.
Hab davon ja auch schon berichtet. Danach schwere Zeit, Chaos, die Frage ob Anzeige oder nicht und eine stationäre Therapie eigentlich fürs Trauma.
Allerdings konnte nur an der Oberfläche gekratzt werden und ich war nicht auf einer Traumastation. Da kann und soll ich nun wieder hin. Allerdings nur wenn ich die KK und den Chefarzt überzeugen kann.
Meine Therapeutin meint, dass das so der Knotenpunkt wäre und die Diagnose lautet wohl Komplexe PTBS.
Ich hab meine Anmeldung an die Klinik geschickt und warte auf Antwort. Das kann jedoch dauern und ich stehe nun da und weiß nicht was ich tun soll.
Ich tu mich schwer Menschen zu vertrauen und leben seit ich denken kann mit der Idee, dass ich schuld bin an allem. Das soll sich endlich ändern. Hab in der Klinik eine Therapeutin gefunden, die auf Trauma spezialisiert ist und endlich mal zu mir durchgedrungen ist. Sie wirkt stark, strneg aber auch wahnsinnig emphatisch und intuitiv. Es passt halt einfach. Manchmal hat man Glück und ich hab erstmals das Gefühl,dass ich Hilfe annehmen möchte und es wirklich einen gewaltigen Schritt voran gehen kann.
Jetzt sitze ich aber hier und möchte gerne nur weglaufen. Vor mir, den wiedergefundenen Gefühlen, den Triggern, den Baustellen. Weiß nicht ob ich weiter studieren mag oder was anderes. Weiß nicht, ob und was ich mir zutraue und ich will aus meiner Wohnung. Kann nicht gut alleine sein und hab viel negatives in meiner Wohnung erlebt.
Das Ziel, bald nochmal verstärkt stationär, geschützt Therapie machen zu können gibt mir grad die Kraft durchzuhalten. Mehr aber eben nicht und ich frage mich grade, wie gehe ich es an.
Job? Studium? Wohnungssuche? Unternehmung mit Freunden. Vieles ist mir viel zu anstrengend und überfordert mich. Bin sehr stimmungslabil und sehr sensibel.
Außerdem darf ich nichts zu anstrengendes tun, da ich kein Untergewicht haben darf für die Traumastation und muss somit ganz diszipliniert essen und mich nicht zu viel sportlich betätigen.
Ich bin was die Essstörung angeht echt stabil aber es macht mich wahnsinnig, dass ich gefühlt nur rumsitze.
Ich suche eine Wohnung, ja. Ich schreibe eine Hausarbeit, ja. Aber irgendwie... ich weiß auch nicht. Ich hab halt Angst, dass es mit der Therapie nix wird, die Kasse nein sagt und ich dann total verzweifelt bleibe. Ich bin an einem wichtigen Wendepunkt und ich muss durchhalten.
Ich weiß auch gar nicht was ich von euch hören möchte. Ich glaub ich mag es alles nur mal loswerden.
Diese scheiß Ungewissheit, Depression, Angst und die Hoffnungslosigkeit. Was wenn es nie besser wird. Was wenn ich nie mehr eine Beziehung führen kann, niemanden an mich heranlasse. Was wenn ich mir und anderen nie trauen werde? Was wenn ich mein Studium nicht schaffe und was wenn ich alleine sein muss?
Was wenn ich es nicht schaffe Anzeige zu erstatten? Was wenn ich IHM begegne oder wenn ich ihn anzeige und es wird keine Anklage erhoben?
Aaaaaaaaaaah![]()









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