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  1. #41
    Addict Avatar von SarahYasemin
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    AW: Trennung von der Familie

    Niemand wird dich hier angreifen.

    Ja, ich bin absolut überzeugt davon, dass eine Gesprächstherapie eine gute Sache wäre.

  2. #42
    Senior Member Avatar von Gelbes Auto
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    AW: Trennung von der Familie

    Liebe konfusemuse,

    ich finde nicht, dass in deinem letzten Post etwas Angreifbares steht.
    Ganz im Gegenteil, ich finde du hast das alles sehr gut beschrieben und ich wünsche dir alles Gute auf deinem Weg zum "wohltuenden" Verhältnis mit deinen Eltern!

  3. #43
    Addict Avatar von *lalune*
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    AW: Trennung von der Familie

    Ja, das finde ich auch. Du bist auf einem guten Weg, glaube ich!

  4. #44
    Addict Avatar von katjuscha
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    AW: Trennung von der Familie

    konfusemuse: ich kann deine gedanken und gefühle so gut verstehen.

    mir geht es momentan auch so, dass ich auf die therapie und ihre ergebnisse hoffe. ich weiß gerade nciht wie ich mit meinen eltern normal umgehen soll. wenn wir momentan telefonieren eskaliert es jedesmal. sie respekiteren meine entscheidung nciht. bezweifeln dass es mir gut geht. machen mir schuldvorwürfe....

  5. #45
    Member Avatar von konfusemuse
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    AW: Trennung von der Familie

    katjuscha, wie geht es Dir und Euch gerade? Lebt ihr immer noch alle unter einem Dach? Schuldvorwürfe bzw ein schlechtes Gewissen machen mir meine Eltern permanent. Sie haben mich schon immer verunsichert und ich habe nie wirklich gelernt über ihnen zu stehen bzw. zu meinen eigenen Entscheidungen ganz und gar zu stehen. Dabei haben sie es nie böse gemeint. Es ist wie ein Band aus der Kindheit, dass man durchschneiden muss: SO denken die Eltern, und SO denke ich. Schnipp und Schnapp, Band ist durchgeschnitten. Ich muss sie alleine lassen, wenn sie Angst/Befürchtungen haben, denn ich weiß: ich kann sie nicht überzeugen.

    Wir sind gerade seit knapp 1 Monat in der neuen Wohnung :1,5h Autofahrt von meinen Eltern weg. Erst dachte ich: der Abstand und die Zeit heilt die Wunden. Es tat so gut, die beiden nicht mehr sehen zu müssen. Jetzt hat der große Bub Schuleinführung. Mein Mann und ich dachten bei der Gelegenheit könnten wir die beiden zum Essen einladen. Den Tag gemeinsam feiern und gleichzeitig uns mehr oder weniger symbolisch nochmals bei einer ruhigen Zusammenkunft mittags bei meinen Eltern für die letzten Monate Hilfe bedanken. Ich habe meinen Eltern vorgeschlagen, dass sie gerne um 11 Uhr kommen können, so dass wir den Sohnemann gemeinsam von der Schule abholen können. Jetzt meinte meine Mutter, sie wolle doch gerne schon um 8 uhr bei uns sein und wenn ich sie nicht dabei haben wolle, dann bräuchte ich sie gar nicht erst einladen. :S Der Morgen wird wohl sehr hektisch werden und die Eltern/Großeltern werden die meiste Zeit vormittags NICHT in der Schule sein dürfen. Jetzt fühle ich mich tatsächlich schlecht und gleichzeitig frage ich mich: was will diese Frau von mir? Ich habe ihr erklärt, wie der Tag aussehen wird und dass es "schöner und ruhiger" wäre, wenn wir das Kind gemeinsam von der Schule abholen würden. Jetzt ist meine Mutter sauer und hält mich für eine Zicke. Bin ich wohl auch. Ja, ich bin eine Zicke. Sorry, aber mich macht das alles fix und fertig. Sie gibt sich immer so herzig, aber denkt im Grunde genommen oftmals schlecht über die Menschen. Z.B. über die "netten Nachbarn", mit denen sie immer so freundlich redet. Dann knallt sie die Tür zu und zieht übelst über die Dame her. Meist sind es Banalitäten oder Mutmaßungen von meiner Mutter. Ja, ich rede und denke auch schlecht über meine Mama. Das ist auch nicht schön. Ich hasse mich auch deswegen, aber ihr Verhalten hat mich selbst meine ganze Kindheit über irritiert. Ich will nie so werden. Ich will ehrlich zu den Menschen sein. Ich bin auch nicht lammfromm, aber ich hasse es, wenn Menschen schnell und oberflächlich Schlechtes über ihren Mitmenschen denken.
    Ich musste mir das jetzt mal von der Seele schreiben. Mir gehts gerade wieder schlecht und ich frage mich, warum ich das alles immer so pushe. Ich könnte doch einfach meine Mama denken lassen, was sie will. Es ist schließlich ihre Meinung und damit muss sie eben leben und nicht ich.

  6. #46
    Addict Avatar von SarahYasemin
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    AW: Trennung von der Familie

    Hast du dir nach Hilfe geschaut?

    Das ist schrecklich ungesund was deine Mutter da macht und du bist sehr in der Rechtfertigungsschiene.

    Niemand muss sich von seiner Mutter beleidigen lassen. Du bist keine Zicke.

    Sie sind die Gäste und du der Gastgeber, das heißt du gibst die Bedingungen vor. Wenn DU sagst, sie können um 11 kommen, dann können sie um 11 kommen. Du musst dich deswegen nicht schlecht fühlen.

  7. #47
    Senior Member Avatar von p. langstrumpf
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    AW: Trennung von der Familie

    konfusemuse, ich habe gerade den ganzen Thread gelesen und erkenne mich in dem, was du schreibst, wieder. Auch meine Eltern bzw. unser Verhältnis zueinander sind wohl ähnlich (gewesen) wie deine. Vielleicht hilft es dir, wenn ich etwas dazu schreibe.

    Vorweg: Ich finde, dass alles, worüber du dich ärgerst und du dir hier Gedanken gemacht hast, sehr verständlich ist. Und ich finde wie alle anderen hier, dass du mit deiner Verletztheit recht hast und sie dir niemand absprechen darf.

    Ich bin mit einem (größeren) behinderten Geschwisterkind aufgewachsen. Meine Mutter ist eine bipolare Persönlichkeit gewesen, mein Vater sehr passiv und uns gegenüber immer auf Seiten meiner Mutter gestanden. (Sie hat uns systematisch emotional missbraucht; für ihre Gefühle verantwortlich gemacht, gedemütigt, beschimpft etc. und nein, es war natürlich nicht immer so und nicht alles schlecht, sonst wäre es ja auch einfach zu erkennen gewesen )
    Ich kenne deine Schuldgefühle und auch die Gründe, aus denen man tausendundein Mal Rücksicht nimmt, verzeiht, rechtfertigt, sich aufopfert. Und das alles ist absolut nachvollziehbar.
    Bei mir gab es nach meinem Auszug mit 19 einen psychischen Tiefpunkt, an dem ich mir zum Glück Hilfe geholt habe. Insgesamt habe ich fünf Jahre Gesprächstherapie gemacht und dadurch einiges an Mustern erkannt und auch durchbrechen können (zumindest im Verhältnis zu meiner Familie).
    Da ich nie den Eindruck hatte, dass eine direkte Konfronation etwas bringt (und ich auch Angst davor hatte), habe ich meinen Eltern jeweils einen Brief geschrieben. Das hat Erstaunliches ausgelöst: Meine Mutter hat sehr einfühlsam geantwortet. Es war, als wäre ihr ein Stein vom Herzen gefallen, dass sie all das, was sie getan hatte und zwischen uns stand, endlich aussprechen und sich entschuldigen 'durfte'. Wir hatten danach ein sehr viel besseres Verhältnis und es kamen auch einige Dinge hoch, die sie als Kind erlebt hatte etc. Bei meinem Vater hat es sehr viel länger gedauert, bis er aus seiner Schutzhaltung rauskam. Aber seitdem ist unser Verhältnis auch sehr viel geklärter (ich glaube, der Tod meiner Mutter hat ihn da auch in Gewisser Weise entspannt/ ihm die Chance gegeben, sich frei zu äußern).

    Was ich sagen will: Durch meine Therapie ist mir bewusst geworden, dass eine Familie immer eine Art System ist. Wenn einer sich unkonform verhält (Kontakt abbricht, Briefe schreibt etc.), dann macht das etwas mit den anderen. Vielleicht nicht sofort, aber es kommt etwas in Bewegung.
    Zusätzlich hast du in einer Therapie die Chance, ganz viel über dich selbst zu lernen - auch zu lernen zu akzeptieren, was deine Kindheit/ deine Eltern mit und aus dir gemacht haben. Die guten Dinge, aber eben auch die schlechten. Für mich war es unglaublich befreiend, zu verstehen, dass ich nicht Schuld bin, dass ich mich nicht aufopfern muss für andere, dass es nicht meine Verantwortung ist und war etc. Das klingt banal, aber ich musste das erstmal lernen.

    Mein Kind wacht gerade auf, daher kurz zum Schluss: Versuche an dich zu denken. Du bist die wichtige Person in deinem Leben (und dann dein Mann und deine Kinder). Das heißt nicht, dass die anderen egal sind. Aber es heißt, dass man mMn klare Linien ziehen sollte. In deinem Beispiel: Wenn sie nicht um 11 Uhr kommen wollen, dann kommen sie eben gar nicht. Das wäre zwar schade, aber dann nicht zu ändern.

    Ich drücke dir die Daumen, dass du deinen Weg findest! Es ist nicht so einfach, aber machbar und du schaffst das ganz bestimmt

    P.S: Bitte nicht zitieren, danke
    Geändert von p. langstrumpf (08.09.2017 um 16:16 Uhr)

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