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#22 (permalink) |
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Member
Registriert seit: 20.06.2005
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Also Deutsch, Englisch und Theologie sind ja wohl auch Geisteswissenschaften. Am meisten haben wohl die Sozialwissenschaften um ihren Stand an der Schule zu kämpfen. Die in Fächerverbünden zu unterrichten finde ich gar nicht mal schlecht, nur müssten dann halt den Fächerverbünden mehr Stunden zugestanden werden. Wir hatten in NRW am Gymnasium (97-2006) Politik als Schulfach in der 6. Klasse, in der 8. (da bin ich aber mir nicht mehr ganz sicher) und in der 10. In der Oberstufe musste man dann entweder Sozialwissenschaften oder Geschichte (3-stündig) machen, und das jeweils anderen Fach dann 1 Jahr als 2-stündigen Kurs belegen. Sozialwissenschaften war dann ne Mischung zwischen Politik und Wirtschaft, kam sehr auf den Lehrer an. Ach ja, und in der 9 konnte man Sozialwissenschaften als 3-stündiges Differenzierungsfach nehmen. Also ich finde, dass es in unserem Curriculum durchaus einiges an politischer Bildung gab, aber das kann heute natürlich auch ganz anders aussehen.
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Einsam bist du sehr alleine. Aus der Wanduhr tropft die Zeit. Stehst am Fenster. Starrst auf Steine. Träumst von Liebe. Glaubst an keine. Kennst das Leben. Weißt Bescheid. Einsam bist du sehr alleine - und am schlimmsten ist die Einsamkeit zu zweit.
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#24 (permalink) | |
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Member
Registriert seit: 08.07.2004
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Zitat:
Geschichte und Politik kann man schon gemeinsam unterrichten, es muss allerdings dann genügend Kontingenstunden für den Umfang von zwei Fächern geben. Es kann nicht sein, dass man den doppelten Stoffumfang in die Hälfte der veranschlagten Stunden packt. ICh stelle mir nur oft die Frage, warum einerseits über die Politikverdrossenheit der Menschen so geschimpft wird und warum dann eben nicht in politische Bildung investiert wird. |
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#25 (permalink) | |
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Fresher
Registriert seit: 23.01.2009
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Zitat:
Geht mir genauso! Ich hab immer ganz krass gefunden, dass man uns schülerinnen und schülern den vorwurf gemacht hatte (also die lehrer), dass wir keine zeitung lesen würden und uns nicht informierten..als ob politische bildung ein hobby sein sollte auf das wir selbst kommen müssten wenn wir gymnasiasten sind. |
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#26 (permalink) |
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Fresher
Registriert seit: 23.01.2009
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übrigens ich fänds cool wenn die eine oder andere etwas auf den blog posten könnte wies in DE läuft (ihr habt, wenn auch unterschiedlich) doch einen stärker institutionalisierten politische bildung-unterricht)
in der schweiz haben nämlich schon auch viele das gefühl das sei ok wenn politik nicht in der schule behandelt würde und können sich ztl glaub ich gar nicht vorstellen dass das anderswo völlig eingebunden und normal ist.. |
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#27 (permalink) | |
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Member
Registriert seit: 08.07.2004
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Zitat:
Da die sozialwissenschaftlichen Fächerverbünde in der Realschuleaus Geographie, Wirtschaftslehre und Gemeinschaftskunde bzw. in der Hauptschule aus Geschichte, Geo, Gemeinschaftskunde und Teilen der Wirtschaftslehre zusammengesetzt sind, müssen Teile fachfremd unterrichtet werden. Das hat zur Folge, dass oftmals sehr stark am Buch entlang gearbeitet wird, bzw. sich der Lehrer die Inhalte selbst angeeignet hat. Darunter leidet dann einfach der Unterricht. Außerdem sind die Kontingenstunden so schlecht aufgeteilt, dass wieder nur die Standartthemen in Rekordzeit durchgenudelt werden müssen. Fächerverbünde sind prinzipiell nicht schlecht, allerdings müssten sie anders organisiert werden, wie es im Moment ist. Das Problem ist hier die Passung zwischen Studienfach und Unterrichtsgegenstand, da die schulischen Inhalte zwar didaktisch reduziert werden, allerdings die Lehrer oftmals auch keine Ahnung von der Didaktik des Fachen haben, das sie mit unterrichten müssen. |
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#28 (permalink) |
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Newbie
Registriert seit: 25.11.2009
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Also meine persönliche Erfahrung: in der Schule ist absolut NICHTS hängen geblieben. Politik war für mich immer ein mega trockenes Fach, verstanden hab ich auch nichts..irgendwie war immer alles verwirrend und komisch und ich dachte, dass ich da eh nie durchsteige.
- und jetzt hab ich einen sehr coolen Dozenten in Politik - und so langsam dämmerts mir ![]() Find generell, dass politische Bildung schon sehr wichtig ist...aber das interessant rüberzubringen ist einfach schwierig. Und wenn man sich dann noch so Live-Übertragungen aus dem Bundestag anguckt: Tja, da fällt einem dann auch nichts mehr ein. Die Leute da drin gucken mindestens genauso gelangweilt wie eine Schulklasse; das Einzige, was fehlt sind Papierflieger und Zettelchen-schreiben ![]() Und dabei gäb es eigentlich viel Potential was draus zu machen...wenn da mal wenigstens ordentlich diskutiert werden würde. |
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#29 (permalink) |
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Junior Member
Registriert seit: 04.06.2004
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Wir hatten ab der 11. in der Woche zwei Stunden Wirtschaft-Politik, so richtig lehrreich war der Unterricht nicht:
Ein halbes Jahr Wirtschaft mit sämtlichen Unternehmensformen, wo wir gelernt haben, welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen, damit man beispielsweise eine GmbH gründen kann, dann ein halbes Jahr Randgruppen der Gesellschaft (es ging um Homosexuelle, glaube ich), ein halbes Jahr Medien und Medienrecht und so weiter. Eigentlich waren das total spannende Themen, aber ich war beispielsweise nie ein Zeitungsleser, weil mir für einige Sachen einfach die Grundlagen fehlten, um sie zu verstehen. Das hätte die Schule mal anbieten sollen und zwar in der Unterstufe und nicht im 11. Jahrgang plötzlich erwarten, dass man das alles schon weiß. Mein politisches Interesse ist nachher dadurch entstanden, dass ich mich für einen politischen Bereich interessiert habe und in diesem als studentische Hilfskraft im öffentlichen Dienst tätig war. Der ganze Theori-Krams aus dem Unterricht war dann plötzlich praktisch und ich habe es verstanden und fand es interessant. |
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#30 (permalink) |
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V.I.P.
Registriert seit: 03.02.2008
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Hm, also Wirtschaft oder Recht hatten wir als eigenständige Fächer NIE.
Ich erinnere mich aber an sehr guten und lebensnahen Unterricht in Sozialkunde in der Unterstufe (7 oder 8). Da haben wir uns mit dem Taschengeldparagraphen auseinandergesetzt oder in einer Gruppenarbeit zu Schülerrechten recherchiert und sie zusammengefasst (wie viele Arbeiten sind erlaubt, wie oft, wieviel Ankündigung muss sein, wie ist das mit dem Nachsitzen...). Andere haben sich z. B. mit Berufsbildungsberatung für junge Menschen in unserer Stadt auseinandergesetzt. In der 9/10 hatten wir Politikunterricht, aber der war, wenn ich mich recht erinnere, zu punktuell, statt Grundlagen zu erarbeiten. Da kamen eher wahllos erscheinende Themenblöcke, Aussagen zur Politik etc., die man bewerten sollte, ohne eine Ahnung vom Ablauf im System zu haben. In der 11 und der Oberstufe gab es dann erneut Politik, diesmal mit stärkerem internationalen Bezug. Leider erinnere ich mich an gar nichts mehr außer das Auswerten lustiger Diagramme. War aber auch kein guter Lehrer. |
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"Kann er sich kein T-Shirt leisten?"
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