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Weltreise-Talk

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In diesem Artikel:

Fragen 8-10

Ylvita: Wie oft hattest du Kontakt mit Freunden und Familie zuhause? Gab es immer Internet-Verbindungen, und wenn nicht, an welche Adresse konnten Freunde denn schreiben?

Mieke: Die Kontakte liefen über E-Mail, ab und zu per Telefon. Ich hatte ja keine feste Postadresse, und war nie lang genug an einem Ort, um mir etwas schicken zu lassen. Fast jeden Tag habe ich mir mit meinem Freund geschrieben, ansonsten war der Kontakt eher sporadisch, mal mehr, mal weniger.
Natürlich merkt man auch, wie der Kontakt zu Freunden nach Monaten immer mehr abflacht. Aber das ist auch okay, ab und zu ein Telefonat, um News und Wichtiges auszutauschen, die Stimme von geliebten Menschen zu hören und sich ein klein wenig zuhause zu fühlen - das ist schon das wichtigste. Das allerwichtigste ist eigentlich, dass man weiß, wie wichtig zuhause ist ,und was man da hat, dass Leute an einen denken und sich darauf freuen, dass man wiederkommt. So ein warmes Gefühl im Bauch zählt oft mehr als der tägliche Kontakt. Manchmal hatte ich auch über längere Zeit keine Möglichkeit zu mailen oder anzurufen (Fiji, Namibia), das war nicht leicht und dafür am Ende doppelt so schön.

Monty: Hat deine Liebesbeziehung unter der Weltreise gelitten, oder hat diese Weltreise euch BEIDE stärker gemacht? Warum seid ihr nicht zu zweit gefahren?

Mieke: Ich habe meinen Freund erst fünf Wochen vor Abflug kennen gelernt, da war alles schon gebucht und stand fest. Es war mir trotzdem sehr wichtig, diesen Trip alleine, ganz egoistisch, und nur für mich zu machen. Den Kopf freizubekommen, alles hinter mir zu lassen und durchzuatmen. Sehr gesund ist das!
Durch das viele Schreiben lernt man sich auf ganz anderer Ebene noch mal kennen, und das ständige sich Vermissen macht einem bewusst, wie sehr man den Anderen liebt.

Snegla: Was hast du gelernt, und was nimmst du mit in deinem Herzen?

Mieke: So viele Bilder und Farben, Gerüche, Situationen, Menschen und Geschichten. Die sind ein unendlicher Schatz, der immer in meinem Herzen bleibt. So eine Reise bereichert einen auf verschiedene Weise, man gewinnt an Selbstbewusstsein, der Blick wird offener für die Lebensweisen anderer Menschen, man lacht viel und fühlt mehr, als man denkt. Eine gute Erfahrung, unbedingt weiterzuempfehlen.

BRIGITTE
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