Unsicherheit: Woher sie kommt und was dagegen hilft

Schweißnasse Hände, zitternde Knie, kurze Atmung - ob vor dem Referat, dem Vorstellungsgespräch oder der mündlichen Prüfung, Unsicherheit lähmt. Woher sie kommt und was ihr dagegen tun könnt, verraten wir euch hier

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Foto: Clipart

Unsicherheit übermannt uns meistens dann, wenn wir aus der Masse als Einzelner hervortreten. Dann fallen wir auf, werden als Einzelner bewertet. Sobald sich die Blicke auf uns richten, baut sich innerlich eine lähmende Spannung auf. Anlässe gibt es viele: das Referat, die mündliche Prüfung, das Vorstellungsgespräch oder das Meeting mit dem Chef.

Wie äußert sich Unsicherheit?

Unsicherheit äußert sich vor allem auch körperlich. Anzeichen sind zum Beispiel zitternde Knie, schweißnasse Hände, rote Flecken am Hals oder im Gesicht, ein Zittern in der Stimme. Wir fühlen uns wie gelähmt. Das schwächt nicht nur unser Leistungsvermögen, dauerhafter Stress schadet unserem Körper und unserer Gesundheit. Mögliche Auswirkungen von andauerndem Stress sind Herz- und Kreislaufstörungen, Belastung der Atemwege, Störungen im Magen-Darm-Bereich, Schlafstörungen, das Absinken des Selbstwertgefühls durch verminderte Leistungsfähigkeit, Angstzustände und depressive Verstimmungen. Dabei können sich seelische und körperliche Faktoren gegenseitig bedingen.

Diese körperlichen Anzeichen von Versagensangst sind für unsere Umwelt sichtbar, Unsicherheit wird also zu einem sehr offensichtlichen Problem. Dabei gilt meistens: wer selbstbewusst auftritt, kann von seiner Umgebung auch eine positiveres Feedback erwarten. Wer hingegen unsicher ist, suggeriert oftmals, er habe vielleicht einen Grund, unsicher zu sein. Obwohl Unsicherheit meist gar nicht gerechtfertigt ist. Dr. Elmar Basse, Psychologe und Psychotherapeut aus Hamburg, sieht das so: "Menschen, die unsicher sind, können nicht notwendigerweise weniger als Menschen, die nicht unsicher sind. Zunächst einmal hat Unsicherheit etwas damit zu tun, ob ich ein negatives Bild von mir selbst habe. Dieses kann entweder durch die Tatsachen gerechtfertigt werden oder ich kann es mir einbilden. Unsicherheit ist vor allem ein Stresszustand. Ich sehe eine Aufgabe vor mir und habe das subjektive Gefühl, dieser Aufgabe nicht gerecht werden zu können. Das richtet sich entweder nach meinen eigenen Ansprüchen oder nach denen anderer Menschen."

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