Boris Entrup verrät euch seine Make-Up-Tricks
Brigitte Young Miss: Wenn du eine Frau zum ersten Mal siehst, begutachtest du dann automatisch ihr Make-Up?
Boris Entrup: Privat mache ich das nicht offensiv. Aber ich habe natürlich einen anderen Blick als andere Menschen. Die meisten Menschen nehmen Gesichter eher im Ganzen wahr. Klar schaue ich auf Details wie Wimpern und Rouge, ich kann das dann auch nicht abstellen, aber ich bewerte es nicht. Wenn ich aber berate oder schminke, ist das dann schon anders.
© P.O.
Brigitte Young Miss: Du bist Head of Make-Up bei der Berlin Fashion Week. Woher bekommst du deine Inspirationen für neue Looks?
Boris Entrup: Vor der Fashion Week treffe ich mich mit jedem einzelnen Designer. Zusammen mit ihnen kreiere ich dann die Looks für die Show. Meine Inspiration finde ich eigentlich überall. Es reicht manchmal schon, am Flughafen zu stehen und mir die vielen unterschiedlichen Menschen anzuschauen. Vor nicht langer Zeit war ich zum Beispiel fünf Tage lang auf Hawaii. Dort herrscht ein ganz anderer Look: viel farbenfroher und gleichzeitig viel natürlicher. Und nicht zu vergessen, ich arbeite im Fashionbereich, da kommen ständig neue Themen und Trends auf mich zu.
Brigitte Young Miss: Wie kamst du auf die Idee, ein zweites Buch zu schreiben?
Boris Entrup: Bei meinem ersten Buch ist der riva Verlag auf mich zugekommen und hat mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, ein Buch zu schreiben. Nachdem das erste Buch sehr erfolgreich war, bin ich auf den Verlag zugegangen. Obwohl ich niemals gedacht hätte, dass ich jemals ein Buch schreiben würde! Und zwei Bücher in zwei Jahren sind schon toll. Ich bin sehr stolz darauf.
Brigitte Young Miss: Wie lange hast du zum Schreiben gebraucht?
Boris Entrup: Oh, das war richtig heftig. Über ein halbes Jahr lang habe ich am zweiten Buch gearbeitet. Die Texte für die Looks zum Beispiel habe ich auf Band gesprochen. Dann kamen die Texte mit unzähligen Anmerkungen und Fragen aus dem Lektorat wieder zurück. "Wie funktioniert das denn? Muss das denn so sein, oder kann man das auch anders machen?" Das war wirklich harte Arbeit. Wir haben über einhundert Mädchen geshootet, um auch alle Gesichtsformen und Hauttypen dabei zu haben. Ich war unheimlich glücklich, als ich endlich das gebundene Exemplar in den Händen halten konnte. Ich war schon lange nicht mehr so aufgeregt und nervös.
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