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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : abschlussarbeit - tägliches pensum?



mau
09.01.2009, 17:53
ich hab ein paar fragen an diejenigen, die schon schon einen studienabschluss haben oder grad ihre abschlussarbeit schreiben.

wieviele stunden habt ihr pro tag an euren abschlussarbeiten gesessen?
und wart ihr dann durchweg konzentriert und effektiv, oder gabs auch inkonsequente phasen mit zwischenzeitiger ablenkung usw.?
habt ihr von montag bis sonntag drangesessen oder euch auch jede woche freie tage genommen?

Inaktiver User
09.01.2009, 20:48
ich hab um die drei monate an meiner abschlussarbeit geschrieben (reine schreibzeit, mit themenfindung und recherche hat die ganze sache noch etwas länger gedauert). es gab tage, an denen ich sehr produktiv war, aber auch andere, an denen es weniger gut oder auchmal gar nicht lief (zwischen "nur einen einzigen satz zu papier gebracht" und "8 stunden am stück gearbeitet und sehr produktiv gewesen" war da alles dabei). ich denke, diese kleinen auszeiten zwischendrin braucht man auch... solange man im großen und ganzen im zeitplan bleibt, sollte das kein ding sein.
feste freie tage hatte ich nicht.

wichtig finde ich allerdings, dass man so etwas wie einen zumindest groben zeitfahrplan hat, bis wann etwa man was geschafft haben will. sonst läuft man unter umständen schon gefahr, sich zu verzetteln.

cerise
09.01.2009, 20:48
Ich hab mir einen strikten Plan gemacht, an den ich mich ohne Probleme halten konnte, was bei mir schon wirklich viel heißt ;)
Also ich hab den Plan für die reine Schreibzeit aufgestellt, d.h. Literaturrecherche usw. waren schon abgeschlossen.
Ich bin also jeden morgen in die Bib, hab eine Stunde Mittagspause gemacht und mit Schließung der Bib (war in den Semesterferien) wieder nach Hause gegangen. D.h. ich hab dann effektiv 6 Stunden geschrieben. Zusätzlich hatte ich mir noch ausgerechnet, wieviel Seiten ich pro Tag schaffen muss, d.h. wenn ich an einem Tag mehr geschafft hatte, hab ich an einem anderen Tag, wenn's nicht so gut lief, auch mal früher Schluss gemacht.
Nach diesen "festen" Bib. bzw. Schreibzeiten, habe ich dann nichts mehr für die Arbeit gemacht :D

Inaktiver User
09.01.2009, 23:21
Ich hab auch so 6 Stunden am Tag an der Arbeit gesessen, also reine Arbeitszeit, Pausen weggezählt.
Wenn ich mal überhaupt nicht fit war, dann ging ich früher nach Hause, klar. Aber meist hab ich mich an diesen "Arbeitstag" gehalten. Das Wochenende war meist frei, nur samstags hab ich manchmal, aber selten, was dafür gemacht.

sunflower_25
10.01.2009, 18:33
Bei mir wae es total unregelmäßig. Es gab Wochen, da hab ich regelmäßig in der Bib gesessen und so 6 Stunden effektiv was gemacht, dann hab ich auch Wochen mal gar nichts gemacht, dann wieder mehr. Am Ende wurds dann natürlich etwas stressig, aber selbst da hab ich effektiv nie länger als 8 Stunden was gemacht.

Aber mir hat auch ein grober Zeitplan geholfen, also das ich immer wusste, bis wann ich mit gewissen Kapiteln/Sachen fertig sein sollte.

Mira00
14.01.2009, 20:12
Also ich hab eigentlich den ganzen Tag über dran gesessen. Klar bin ich auch mal ausgegangen und dann war es kürzer, aber an sich würde ich schon sagen, dass ich so 10-12 Stunden am Tag damit beschäftigt war. Und das auch sieben Tage die Woche. An der Konzentration hat es bei mir aber (wie immer) gehapert, insbesondere als ich geschrieben (und nicht gelesen) habe, habe ich schätzungsweise nur die Hälfte der Zeit wirklich effektiv gearbeitet, sonst habe ich mich oft im Internet abgelenkt.
Ich habe meine ganze Arbeit aber zeitlich auch sehr knapp kalkuliert gehabt, deshalb war ich relativ unter Zeitdruck (hat aber alles geklappt).

*förby*
14.01.2009, 20:29
ich bin auch am diplomarbeit schreiben und ich hab ein problem: nämlich, dass ich komplett im institut schreiben muss. mein notebook hier daheim ist zu alterschwach für die ganzen bilder usw und wenn ich schon schreibe (mit latex), dann seh ich auch gerne direkt in schöner formatierung, was ich geschafft hab. habe angst, dass ich dann aber dauernd gestört werde. wir sitzen zu dritt im büro (ok, das geht. meine mitimbürositzer sind angenehm und werden mich glaub auch nicht ablenken), aber mein betreuer und so....ach...
andererseits geh ich halt auch gern wo anders hin zum schreiben. bin schon zum lernen IMMER in die bib gegangen und hab da den tag verbracht. daheim lenkt mich einfach zuviel ab und ich trenne gerne arbeit und daheim/privat.
aber momentan seh ich irgendwie schwarz für das "im institut schreiben" (außerdem bin ich auch noch immer ewig unterwegs dahin)....am liebsten würd ich in der bib schreiben...geht aber eben net.
ach...baut mich auf!!!!!!!!
***

Inaktiver User
14.01.2009, 22:35
Also ich hab eigentlich den ganzen Tag über dran gesessen. Klar bin ich auch mal ausgegangen und dann war es kürzer, aber an sich würde ich schon sagen, dass ich so 10-12 Stunden am Tag damit beschäftigt war. Und das auch sieben Tage die Woche. An der Konzentration hat es bei mir aber (wie immer) gehapert, insbesondere als ich geschrieben (und nicht gelesen) habe, habe ich schätzungsweise nur die Hälfte der Zeit wirklich effektiv gearbeitet, sonst habe ich mich oft im Internet abgelenkt.
Ich habe meine ganze Arbeit aber zeitlich auch sehr knapp kalkuliert gehabt, deshalb war ich relativ unter Zeitdruck (hat aber alles geklappt).

Da hätte ich mich auch nicht konzentrieren können.

Inaktiver User
14.01.2009, 22:38
@förby:
Du könntest auch erste Rohfassungen von Hand schreiben. Das hab ich teilweise gemacht. Der Tipp stammt aus diesem Buch (http://www.amazon.de/Frei-geschrieben-Judith-Wolfsberger/dp/3205776283/ref=sr_1_9?ie=UTF8&s=books&qid=1231969043&sr=1-9). Ich empfehle es jedem Abschlussarbeitsschreiber, es hat mir sehr geholfen.

Katzi
14.01.2009, 22:42
Ich bin noch nicht soo weit.
Im Moment schreibe (und lese) ich an zwei Tagen in der Woche ca. 4-5 stunden und an einem Tag bis zu 8 stunden. Dabei kann ich mich meistens auch gut konzentrieren und schaffe einiges.
An den anderen beiden Tagen in der Woche muss ich arbeiten, und an zwei Tagen auch halbtags. Am Wochenende schreibe ich bisher nicht, das muss ich aber wohl bald ändern.

Inaktiver User
15.01.2009, 11:20
ich mach an 3 Tagen die Woche so durchschnittlich 5 Stunden was. Zwei Tage die Woche muss ich arbeiten, Samstags ist bei mir Haushaltstag und Sonntags mach ich nur im Notfall was für die Uni... Im Moment bin ich aber auch noch in der Phase des Literaturanhäufens, sichtens und kopierens. Wenn ich schreibe (hab auch schon eine B.A.-Arbeit geschrieben), versuche ich an den genannten 3 Tagen jeweils 6 Seiten zu schreiben und das dauert dann solange wie es dauert.

Inaktiver User
15.01.2009, 12:10
ich hab immer den ganzen tag rumgegammelt und dann abends doch noch ein bisschen geschrieben, damit ich nicht vor schlechtem gewissen nicht schlafen konnte :wirr:

*förby*
15.01.2009, 18:51
@förby:
Du könntest auch erste Rohfassungen von Hand schreiben. Das hab ich teilweise gemacht. Der Tipp stammt aus diesem Buch (http://www.amazon.de/Frei-geschrieben-Judith-Wolfsberger/dp/3205776283/ref=sr_1_9?ie=UTF8&s=books&qid=1231969043&sr=1-9). Ich empfehle es jedem Abschlussarbeitsschreiber, es hat mir sehr geholfen.
ja, das habe ich letztes WE auch so gemacht. also mich einen tag in die bib gesetzt und sachen rausgeschrieben. am sonntag dann ins institut und es in den PC gehackt (hat trotzdem ewig gedauert).
problem ist nur, dass ich viele dinge, die ich brauche (plots, auswertungen, andere abschlussarbeiten usw) nur im institut auf dem rechner habe oder dass halt enorm viel infomaterial dort auf dem server liegt.... da komm ich von hier eh net ran. ach....doof. mir graut....
*

Mira00
23.01.2009, 22:54
Da hätte ich mich auch nicht konzentrieren können.

Das lag aber wirklich nicht daran. Bei mir ist das leider praktisch immer so, dass ich nur die Hälfte der Zeit aktiv arbeite (ok, manchmal schaffe ich auch wirklich 8 oder 10 Stunden, aber normalerweise bietet das Internet zu viel Ablenkung). Auch wenn ich mir vornehme nur was zu machen was man auch in 4 Stunden oder so schaffen kann und danach dann frei hätte, brauche ich 6,8 Stunden für :durchgeknallt: .

rhabarber*
23.01.2009, 23:09
normalerweise würde ich sehr davon abraten, rohfassungen per hand zu schreiben. das macht doch dann wirlich doppelte und dreifache arbeit. bei einem kurzen aufsatz kann ich mir ja vorstellen, dass das evtl. hilfreich sein kann, aber doch nicht bei einer längeren arbeit.

ich hab bei meiner abschlussarbeit ganz unterschiedlich viel geschrieben. habe den ersten teil der arbeit relativ schnell geschrieben innerhalb von ein paar wochen, dann lange gar nichts mehr geschrieben (zwei monatelang) und dann den zweiten (kürzeren) teil und die überarbeitung, korrektur gemacht.
einen festen zeitplan hatte ich nicht.

5% mehr
25.01.2009, 01:46
Für meine erste Abschlussarbeit habe ich täglich sechs oder sieben Stunden gearbeitet, allerdings musste ich nebenher noch Vorlesungen hören und habe viel gejobbt. Am Wochenende war ich meistens von neun bis spät im Labor. Aufgeschrieben habe ich mehr oder weniger nebenbei. 60 Stunden waren das sicher in der Woche.

Im Moment sitze ich an meiner zweiten, bin aber noch in der Laborphase, gerade funktioniert es alles nicht so, wie ich das gerne möchte, deswegen bin ich von halb neun bis elf im Labor, an den Wochenenden mache ich meistens nichts für die Uni. Wenn es wieder läuft, reduziere ich wieder auf neun bis wenn ich keine Lust mehr habe.

Lucaa
26.01.2009, 13:26
da ich mich schlecht motivieren kann, mache ich es so:

_grobaufstellung des inhalts, wird dann nach und nach verfeinert.

_da ich weiß, wie viele seiten es ca. werden sollen, rechne ich ganz banal: so viel zeit hab ich, so viele seiten muss ich am tag schreiben. dabei rechne ich großzügig, weil es ja auch mal blockaden gibt, man krank sein kann oder sonstwas.

_länger als 2-3 stunden kann ich am stück nicht konzentriert arbeiten. das rechne ich mit ein.

_bei meiner ersten arbeit war ich den ganzen tag zuhause und hab dann viel morgens und draußen geschrieben. literaturrecherche war weitestgehend abgehakt, sodass ich in den 6 monaten viel zeit hatte und sogar 2 monate zwischendurch gar nichts gemacht habe, aus persönlichen gründen.

_bei der zweiten hab ich ganztags gearbeitet und dann eben abends geschrieben, so 2 stunden meistens. manchmal auch nichts.

gereicht hat's bisher immer, allerdings geht es bei mir wirklich nur mit einem strikten plan, bis wann was gemacht werden muss. setze ich aus, muss ich es eben wieder reinholen.
wichtig ist auch immer ein puffer am ende. zum korrekturlesen sowieso, bei mir hat die auswertung der fragebögen sehr lang gedauert.

am ende gabs immer nachtschichten, weil ich dann doch ab und zu getrödelt oder abläufe unterschätzt habe. gereicht hats aber beide male.

freie tage hab ich nach persönlichem empfinden eingelegt, wenn der tag scheiße war, hab ich eben nix gemacht. dafür aber ohne feste freie tage wie sonntag oder so.

christabelle
28.01.2009, 19:42
Ich hab insgesamt 5 Monate dran gesessen. 2 Monate eher locker und 3 Monate internsiv. Ich würde sagen täglich ca 3-4 Stunden. Auch mal 8Std, aber auch mal einen Tag nur 2Std, zwischendurch bin ich auch noch 3 Tage weggefahren. Ab und zu brauchte ich einfach auch mal Ablenkung.

Inaktiver User
31.01.2009, 09:40
Das lag aber wirklich nicht daran. Bei mir ist das leider praktisch immer so, dass ich nur die Hälfte der Zeit aktiv arbeite (ok, manchmal schaffe ich auch wirklich 8 oder 10 Stunden, aber normalerweise bietet das Internet zu viel Ablenkung). Auch wenn ich mir vornehme nur was zu machen was man auch in 4 Stunden oder so schaffen kann und danach dann frei hätte, brauche ich 6,8 Stunden für :durchgeknallt: .

Das wollte ich ja sagen. Lieber 4 h konzentriert arbeiten und sich dann Freizeit gönnen, anstatt 8 h unkonzentriert rumlümmeln und dann ein schlechtes Gewissen haben. ;)

Mira00
31.01.2009, 16:49
Ja klar will ich das lieber, aber irgendwie schaffe ich das nie, selbst wenn ich es mir vornehme. Das wollte ich damit sagen.

Eliza Day
04.02.2009, 01:13
Meine Tage sahen ungefähr so wie bei Mira ;)
Bin morgens als erstes an den Schreibtisch und wenn mir abends der Rücken weh tat, bin ich in's Bett.

Meine Bachelorarbeit war ausgelegt für 8 Wochen und "so richtig" hab ich circa einen Monat was gemacht, also Daten ausgewertet und geschrieben.

Davor hab ich über mehrere Monate verteilt nen Fragebogen erstellt, online implementiert und beworben und ein bisschen gelesen, die hauptliteratur hab ich aber neben dem Schreiben gelesen, ich hatte zum Schluss so 126 Tabs auf...


Wenn ich 4 Stunden konzentriert arbeiten und danach freimachen könnte, würde ich das natürlich lieber tun.