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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Klausur schieben- wie steht ihr dazu?



spinatkuchen
14.01.2009, 20:33
Ich bin jetzt im 3. Semester (BWL, Bachelor) und in 4 Wochen stehen wieder Klausuren an. Eine hammerharte Phase, immer nur 2-3 Tage zwischen den Klausuren. In den ersten beiden Semestern habe ich immer alle (5-6) Klausuren "durchgezogen", auch bestanden (bei mehreren aufgrund der vielen Klausuren in der Zeit aber eher ziemlich schlecht als recht...). Danach war ich zwar auch erleichtert, dass jetzt alles rum ist, aber auf der anderen Seite habe ich mich geärgert, weil ich mit mehr Zeit -so wie alle die schieben- sicherlich eine bessere Note geschrieben hätte.

Und JETZT habe ich mir überlegt, es dieses Mal anders zu machen. kein 4-Wochen-Psychoterror mehr, keine Angst vor den Ergebnissen- ich will eine von 5 Klausuren (=2 Fächer) schieben. Allein der Gedanke daran, dass ich mich jetzt "nur" noch auf 4 Fächer vorbereiten muss, macht mich unglaublich entspannt und auch motiviert!

Wie findet ihr das, sich ein Attest zu holen und zu schieben? Ich bin eigentlich zu ehrlich dazu, glaube ich...


Und bitte schreibt jetzt nicht "ja dann hättest du früher anfangen müssen mit lernen" und so...ich habe das ganze Semester was getan.

cosita
14.01.2009, 20:57
ach, ich finde es ehrlich gesagt völlig legitim, sich in einer solchen situation ein attest zu besorgen. aber irgendwann musst du diese klausur ja schreiben, liegt die nachholmöglichkeit dann in der prüfungsphase des nächsten semesters?

spinatkuchen
14.01.2009, 21:18
Ne, das wäre in den ersten 4 Wochen des nächsten Semesters...da sind keine Prüfungen.

La Reina Roja
14.01.2009, 21:45
also ich versteh dich voll .. würd ich mir auch überlegen. aber wie du schon sagst, das dann auch durchzuziehen, ist halt noch mal was anderes - musst du dann quasi nem arzt "vorspielen" du wärst krank oder wie?

spinatkuchen
14.01.2009, 21:56
musst du dann quasi nem arzt "vorspielen" du wärst krank oder wie?

Ne, ich würde hier zu meinem Hausarzt gehen, ein sehr netter, und ihm ganz ehrlich sagen, worum es geht. Ich bin mir sehr sicher, dass er das relativ gelassen sehen wird und ich da keine Probleme haben werde. Es ist ja keine Arbeit zu der ich gehe, für die er mich krank schreibt, sondern eine Klausur.

Inaktiver User
14.01.2009, 22:46
Ich halte wenig davon. Ich weiss, dass das bei manchen Leuten durchaus üblich ist, aber trotzdem. Am besten find ich die, die sich nachträglich krankschreiben lassen.

Ausserdem ist man dann meist notentechnisch doch nicht besser.

Delisha
14.01.2009, 23:25
Ich hab das nie gemacht und irgendwie hat das den meisten anderen auch nicht viel gebracht. Die haben dann in der Zeit auch nicht wirklich gelernt, weil sie völlig fertig waren von den Prüfungen und nicht richtig Lust hatten.

Sophia °
14.01.2009, 23:44
.

Inaktiver User
15.01.2009, 09:28
In meinem ersten Studium haben das immer einige gemacht, dass sie entweder "aktiv" durchgefallen sind, also einfach nicht hin oder sich krankschreiben lassen haben. Ich habs zwar immer durchgezogen, aber nur, weil ich irgendwie so ein komisches Pflichtbewusstsein hatte. Da wäre die Nachklausur sicher oft besser gewesen für die Note, weil die immer am Ende der Semesterferien waren.

In meinem jetzigen Studium kann man sich ganz regulär wieder abmelden und ein Semester später schreiben. Musste ich letztes Jahr machen, weil ich eine Sehnenscheidenentzündung hatte. Dafür sind es jetzt halt im Praxissemester zwei Klausuren, wo sonst keine wären. Nicht so toll.

Aber wenn du dann viel zeit zum Lernen hast, wenn du eine schiebst, dann mach doch. Warum denn nicht. Attest brauchst du ja nicht unbedingt, einfach nicht hingehen oder leeres Blatt abgeben wär ja auch möglich, würde dann halt als Fehlversuch zählen (was an sich ja auch kein Drama ist). Nur Achtung: Manchmal muss man beim Haupttermin da gewesen sein, um die NAchklausur schreiben zu dürfen, es sei denn, man war krank.

Tinelli
15.01.2009, 10:29
Ich hab das einmal gemacht, weil an einem Tag zwei Prüfungen waren und vor einer von den beiden hatte ich riesige Angst. Ich wusste, dass ich die zweite einfach nach 2 Wochen nachschreiben kann, also bin ich nicht hingegangen. Bei der Panik-Klausur hatte ich dann eine 1,0 - das hat sich also gelohnt ;)
Ansonsten hat mich mein Pflichtbewusstsein immer zu den Prüfungen getrieben :D

Inaktiver User
15.01.2009, 11:04
Ich seh da kein Problem drin. Hab ich in meinem Bachelorstudium öfter so gemacht, weil mir 5 oder 6 Klausuren in zwei Wochen einfach zu viel waren. In den ersten zwei Semestern konnte man es sich sowieso aussuchen, ob man vor oder nach den Ferien schreiben wollte, und danach hab ich mich dann beim ersten Versuch einfach durchfallen lassen und nach den Semesterferien mitgeschrieben. Hatte dann meist 3 oder 4 Klausuren vor und 1 oder 2 nach den Ferien.

freefish
15.01.2009, 11:10
Ich finde das in Ordnung, wenn es Dir besser dabei geht.

spinatkuchen
15.01.2009, 11:10
Danke für eure ganzen Antworten! :)

*Krümel
15.01.2009, 11:16
Ansonsten hat mich mein Pflichtbewusstsein immer zu den Prüfungen getrieben :D

Kenn ich (leider) nur zu gut, hab mir dieses Semester auch in den Kopf gesetzt, alle Prüfungen (insgesamt 13 über 6,5Wochen) zu schreiben.... naja, bis jetzt hab ich alle geschafft, allerdings ist meine Motivation am Schwinden!

Generell find ich es nicht schlimm, eine Klausur zu schieben, wir müssen uns hier nicht mal dafür an/abmelden, einfach nicht kommen zum Hauptantritt reicht aus ;)

Tinelli
15.01.2009, 19:45
Naja, bei uns gabs keine offiziellen Nachholtermine - nur bei der einen Prüfung, die ich geschoben hab. Sonst lief das immer auf eine mündliche Prüfung raus, weil wir die Termine vorher alle mit den Profs abgesprochen haben (zumindest im Bachelor).

La Reina Roja
16.01.2009, 23:04
@wistersno lol durch deinen beitrag bin ich jetzt grad erst drauf gekommen, dass das beim bachelor studium auch gehen könnte ..

eigentlich wirklich ne gute strategie, mir waren 4 prüfungen pro woche schon zu viel eigentlich .. aber würds wohl trotzdem nicht machen, dann wären ja alle fertig mit prüfungen und ich muss noch mal ran :/

naja aber wie macht ihr das denn alle? ich hab keinen hausarzt in der studienstadt, der daheim ist 5h entfernt und kein plan, würd mich dann glaub nicht trauen ins unispital zu gehen und von furchtbaren kopfschmerzen zu erzählen :/

Inaktiver User
16.01.2009, 23:20
Bin ich eigentlich die Einzige, die sowas daneben findet?

hellogoodbye
16.01.2009, 23:58
.

*Krümel
17.01.2009, 12:01
naja, kommt ja auch immer auf die Umstände drauf an!
Wenn man mal EINE Klausur verschiebt ist des okay- aber einfach zu sagen, "och nö ich mach mir nicht den Stress, mach halt nur die Hälfe"... das find ich dann schon etwas daneben!

spinatkuchen
17.01.2009, 12:34
Hm, hier hat sich ja noch richtig was getan :)

Also es ist bei mir nicht so, dass ich denke (wie jemand oben geschrieben hat) "Alles mal ganz locker, auf Stress kein´ Bock...". Zu TUN werde ich trotzdem unglaublich viel haben! Es ist halt nur so, dass die eine Klausur aus zwei (vollkommen unterschiedlichen) Fächern besteht, und ich das einfach nicht mehr schaffe.
Ich kenne nur eine Kommillitonin, die alle Klausuren mitschreibt, alle andern schieben auch je eine.

Inaktiver User
17.01.2009, 16:14
naja aber wie macht ihr das denn alle? ich hab keinen hausarzt in der studienstadt, der daheim ist 5h entfernt und kein plan, würd mich dann glaub nicht trauen ins unispital zu gehen und von furchtbaren kopfschmerzen zu erzählen :/
Ahja. Wenn, dann hab ich mich auch durchfallen lassen. Also nie krankschreiben, obwohl ich gesund war.

Inaktiver User
17.01.2009, 16:16
Bin ich eigentlich die Einzige, die sowas daneben findet?
Ich finde das eigentlich gar nicht so verkehrt. Vielleicht fällt dann den Verantwortlichen irgendwann mal auf, dass es möglicherweise sinnvoller wäre, zwei Prüfungstermine anzubieten. Wie gesagt, bei mir war das in den ersten beiden Semestern so, mittlerweile ist der gesamte Bachelorstudiengang hier auf dieses System umgestellt, sodass man ohne Gewissenskonflikt wählen kann.

freefish
17.01.2009, 17:00
Das ist beim Allgemeinmediziner absolut üblich, daß Leute da hinkommen, weil sie für irgendwas eine Krankschreibung wollen. Studenten, die sich für eine Klausur krankschreiben lassen wollen, sind genauso üblich. Bei uns im Semester gabs sogar Tipps, welche Ärzte das besonders locker machen und nicht mal eine Bemerkung wie "beim nächsten Mal aber früher anfangen zu lernen!" drücken. Und die meisten, von denen ich gehört habe, haben nicht rumgelogen, sondern dem Doc die Wahrheit gesagt.

Inaktiver User
18.01.2009, 00:34
Also gell verschieben oder abmelden find ich völlig ok, wenn man das kann. Aber krankschreiben lassen.

ultimatepink
18.01.2009, 14:10
Also gell verschieben oder abmelden find ich völlig ok, wenn man das kann. Aber krankschreiben lassen.
Wieso, wo ist denn da der Unterschied, abgesehn von den 10 Euro, die der Arzt noch kriegt?In meiner Ausbildung konnte ich z.B nur mit Attest nachschreiben. Hab ich einmal gemacht, als es mir wirklich schlecht ging und einmal, als ich eine bessere Mathe-Note wollte. Find ich schon legitim.

Inaktiver User
18.01.2009, 14:27
Wenn die Uni diese Möglichkeit einräumt, kann mans von mir aus so machen. Bei uns gibts das nicht. Angemeldet ist angemeldet und zurücktreten kann man nur im Krankheitsfall.

Krank vorspielen find ich einfach schlichtweg daneben. Und Ärzte, die da mitmachen auch.

Ich find einfach die Einstellung: "Wenn ichs nicht schaff alles zu Lernen, dann hol ich mir einfach ein Attest" scheisse.

narzisse
18.01.2009, 23:56
Wenn die Uni diese Möglichkeit einräumt, kann mans von mir aus so machen.

Krank vorspielen find ich einfach schlichtweg daneben. Und Ärzte, die da mitmachen auch.


seh ich ähnlich - ist halt betrug. dementsprechend würd ich es nicht machen. und ist natürlich dementsprechend auch nicht wirklich fair gegenüber den anderen studenten, die ja auch nicht mehr zeit zum lernen haben - leistung ist nun mal arbeit/zeit, dass man in mehr zeit bessere ergebnisse liefert, ist also schon eine ungerechtfertigte bevorzugung (die man, wäre man tatsächlich krank, ja so nicht hätte, weil man dann ja im bett läge und nicht am schreibtisch säße).

und die uni merkt SO gar nicht, dass das daneben ist. wenn man das den verantwortlichen klar machen will, muss man mit ihnen reden (und gegebenenfalls mit hilfe der fachschaft/fakultätsrat etc. lässt sich da schon manchmal was erreichen). über die krankschreib-tour werden faktisch nur diejenigen benachteiligt, die keine lust auf bescheißen haben, und das kann ja mal nicht der richtige weg sein.

narzisse
19.01.2009, 00:00
Wieso, wo ist denn da der Unterschied, abgesehn von den 10 Euro, die der Arzt noch kriegt?In meiner Ausbildung konnte ich z.B nur mit Attest nachschreiben. Hab ich einmal gemacht, als es mir wirklich schlecht ging und einmal, als ich eine bessere Mathe-Note wollte. Find ich schon legitim.

der unterschied ist erstens, dass da ja gerade ein arzt eingeschaltet wird, der bezeugen soll, dass du nicht bescheißt (sonst könntest du dich ja genauso gut selbst krankmelden, aber ganz offensichtlich reicht ihnen das ja nicht aus). wenn es einem wirklich schlecht geht, ist es ja völlig ok, sich ein attest zu holen - genau dafür gibts die regelung schließlich. aber in allen anderen fällen ist das ganze halt betrug, und damit nicht ok. dass es angenehm und praktisch ist, ist schon klar, aber im sinne der chancengleichheit ist es halt nicht fair, wenn einer mehr zeit zum lernen hat, nur weil er dreister im bescheißen ist.

°sandra
19.01.2009, 15:56
Ich hab einmal eine Klausur geschoben, die ist jedoch ganz schön in die Hose gegangen, weil sie viel viel schwerer war als die normale Klausur. Das lag aber wahrscheinlich auch da dran, dass mehr als die Hälfte des Jahrgangs die Klausur geschoben hat und der Prof dann wohl nicht mehr so gut auf uns zu sprechen war :D Naja, jedenfalls hab ich danach wieder alle Klausuren normal mitgeschrieben und mich mit dem Lernen halt zusammen gerissen. Ich war dann auch immer froh alles hinter mir zu haben, und nicht nochmal in den Ferien oder so an die Uni zu kommen.
Und hier in Schweden ist es jetzt durchaus üblich die Klausuren an Nachschreibeterminen wahrzunehmen, da man die Klausuren eh so oft wiederholen kann wie man will.