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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : anglistik - soziologie - religionswissenschaften



coshima
05.02.2009, 18:46
studiert hier der ein oder andere was davon?

könnt ihr mir ein bisschen was drüber erzählen?
ich selbst studiere gerade im ersten semester anglistik und irgendwie bin ich unzufrieden (was aber auch an der stadt liegen könnte in der ich studiere). ich spiele mit dem gedanken das fach zu wechseln, bin aber momentan echt ein bisschen verwirrt und würde wirklich gern ein paar erfahrungsberichte hören... und wenn nicht zu den fächern, dann vielleicht zur allgemeinen verwirrtheit die gerade in mir herrscht, vielleicht hat wer ja schon ähnliche erlebnisse gemacht...

Inaktiver User
05.02.2009, 18:56
hallo :-)
ich studiere soziologie im HF, anglistik im NF, bin im 1.semester.
soziologie gefällt mir total gut, da gehe ich irgendwie richtig drin auf und denke privat viel drüber nach/lese/diskutiere/recherchiere. kann aber auch daran liegen, dass ich mir fürs erste semester ein wirklich interessantes modul rausgesucht habe- jugend-und bildungssoziologie.

anglistik ist ganz ok, besonders die linguistikkurse machen mir zu schaffen und ich habe nicht das gefühl, mein englisch irgendwie auch nur ansatzweise dadurch zu verbessern, dass ich tree diagrams zeichne oder morphs und allomorphs kenne... die literaturkurse und sprachpraktischen kurse sind zwar nett aber irgendwie was neues/wichtiges gibt es auch da nicht zu lernen.
ich mach aber anglistik auch nur, weil ich eben ein großes talent für die sprache und auch eine große liebe, ich war auch in england und will das einfach nicht verlernen.... und in den stellenanforderungen werde ja auch immer "sehr gute englischkenntnisse" erwartet...

ja das ist das, was mir dazu so einfälllt...
was ist denn genau dein problem, warum willst du wechseln?

coshima
05.02.2009, 19:25
also mir gehts mit anglistik genau so wie dir. linguistik ist gelinde gesagt zum kotzen, die literaturkurse sind zwar wirklich ganz nett, aber naja. wirklich was lernen tu ich dadurch nicht. das einzig wirklich interessante sind die länderstudien, aber ich wegen einer vl pro semester anglistik zu studieren... ich weiß ja nicht. zudem ist es eben NUR anglistik und nicht noch verbunden mit irgendwas anderem...

dazu kommt, dass ich seit kurzem einen freund habe, fernbeziehung, 400 km. es ist wirklich nicht so, dass mich jetzt wegen ihm mein studium ankotzt, es kommt dadurch nur viel mehr zur geltung hab ich so das gefühl.

ich weiß wirklich nicht, was ich tun soll... ich habn miserables abi und bin 'schon' 22. mir kommts so vor, als ob alle anderen mit 18, 19 anfangen zu studieren und mit 22 dann schon ihren abschluss in der tasche haben. anglistik war kein wunschstudium, ich hab es mir interessant vorgestellt und dann damit angefangen. irgendwie häng ich grad echt ein bisschen in der luft...

coshima
05.02.2009, 19:28
wo studierst du die kombi?

Inaktiver User
05.02.2009, 20:51
in potsdam.
und du machst nur anglistik?
also ehrlich gesagt, das würde mich auch nicht ausfüllen..., aus schon genannten und irgendwie auch offensichtlichen gründen. kannst du dir nicht noch was anderes dazu suchen und anglistik dann als zweitfach nehmen? machst du monobachelor oder wie? ich weiss nicht richtig, aber da kannst du bst kombibachelor mit NF anglistik machen und dir das von diesem semester anrechnen lassen?

coshima
05.02.2009, 21:40
ich werde wohl mal einen termin mit dem studienberater ausmachen... mal schauen, ob ich das woanders (an meiner uni interessiert mich sonst nichts... und wie gesagt, ich fühl mich hier in der stadt auch irgendwie absolut nicht wohl) mit nem zweitfach kombinieren kann und wie was angerechnet wird und so,...

dBambi
05.02.2009, 21:54
crazy-lady,
darf ich dich fragen, was du später mit dem Soziologiestudium beruflich machen möchtest? Weil mich würde der Studiengang vllt auch interessieren... ^^
Und was für'n Abi braucht man dafür so!?

Inaktiver User
05.02.2009, 22:40
ja darfst du...
also ich hab ja gerade erst angefangen, ich hab die meisten teilgebiete also noch gar nicht kennengelernt, soziologie ist ja seeehr vielseitig :-)
aber im moment würde ich sehr gern im bereich der bildungs- oder kindheitsforschung arbeiten, bewerbe mich auch um ein praktikum im bildungsministerium.
dieses jugend&bildungsmodul hat mir eben sooo gut gefallen... aber wahrscheinlich steht man da sehr in konkurrenz zu erziehungswissenschaftlern, deshalb ist es schwierig.. ich glaub mit soziologie steht man sowieso immer in konkurrenz, weil man eben alles so ein bisschen anschneidet... psychologie,pädagogik, wirtschaft...

was würdest du gern machen und wo willst du studieren?

wero
05.02.2009, 22:55
naja, die erziehungswissenschaftler werden wohl weniger dein problem sein;)
ich studiere sozialwissenschaften an der ruhr-uni im dritten semester, und habe soziologie UND ökonomie UND politik UND sozialpsychologie UND sozialanthropologie und so weiter und so fort.
wir haben auch einige interessante seminare, sei es kriminologie, alltagsphänomene, demografie, familienforschung oder ähnliches - das sind jetzt beispiele von seminaren in soziologie.

es ist ein wirklich interessantes thema, jedoch ist es schwierig da einen job zu bekommen - es sei denn man macht praktika beim bildungsministerium wie crazy-lady. das finde ich schon respektabel ;)

dBambi
05.02.2009, 23:37
es ist ein wirklich interessantes thema, jedoch ist es schwierig da einen job zu bekommen

mh, eben das macht mir sorgen... ^^
bin da ein kleiner sicherheitsfanatiker -.-

Skippyli
06.02.2009, 10:50
bei uns an der uni gibts einen test im internet den man machen sollte,bevor man anfängt zu studieren, um zu schauen, ob es wirklich das ist, was man will!
vielleicht hättest du sowas auch mal machen sollen! ;)

man studiert ja anglistik grade weil man sich für literatur unteressiert oder eben für linguistik, nicht weil man die sprache erlernen will, das macht man ja eher nebenbei, durch auslandsaufenthalte und so...

allerdings muss ich sagen, im 1. Semester fand ich auch alles ziemlich scheiße!

Ich hab mit Ethnologie, Anglistik und Religionswissenschaften angefangen, wobei ich davon dann Religionswissenschaften wieder abgewählt habeim 2. und im Nachhinein bereue ich es ein bißchen!

Inaktiver User
06.02.2009, 11:31
man studiert ja anglistik grade weil man sich für literatur unteressiert oder eben für linguistik, nicht weil man die sprache erlernen will, das macht man ja eher nebenbei, durch auslandsaufenthalte und so...



word! :D

anglistik studiert man nicht um die sprache toll zu lernen, sondern um sich mit der sprache/ihrer entwicklung und je nach teilgebiet mit der entsprechenden literatur auseinander zu setzen.
das wird sich auch im laufe des studiums nicht ändern, sondern eher noch vertiefen. wenn dich das nicht wirklich erfüllt, dann würde ich sagen: wechseln!
durch den linguistik kram muss man allerdings am anfang einfach durch, wgal welche sprache man studiert.

coshima
06.02.2009, 14:51
naja ich weiß ja, dass es nicht die sprache selbst ist, die man studiert, sondern die literatur und all das. und das wollte ich zu anfang ja auch so, es war während der schulzeit schon das, womit ich am meisten anfangen konnte. aber irgendwie...
ich fange halt an zu zweifeln, ob es wirklich das ist, was ich später auch mal machen will. also, ausschließlich machen will. irgendwie hätte ich halt gern noch ein anderes 'standbein'.
versteht man was ich meine?

Inaktiver User
06.02.2009, 15:43
klar, kann ich nachvollziehen.

meine erfahrung nach 6 semestern anglistik und 2 weiteren geisteswissenschaften sagt mir auch, dass ich besser bwl oder vwl dazu genommen hätte.

Inaktiver User
06.02.2009, 21:58
naja, die erziehungswissenschaftler werden wohl weniger dein problem sein;)


darf ich fragen wie du das meinst? vor wem dann?
ach mit dem bildungsministerium, mein gott, ich hoffe, dass das überhaupt klappt... ich schreib in den semesterferien wohl die bewerbung und dann... hach. muss man da eigentlich so richtige bewerbungsfotos machen für?

Lucaa
07.02.2009, 11:29
naja ich weiß ja, dass es nicht die sprache selbst ist, die man studiert, sondern die literatur und all das. und das wollte ich zu anfang ja auch so, es war während der schulzeit schon das, womit ich am meisten anfangen konnte. aber irgendwie...
ich fange halt an zu zweifeln, ob es wirklich das ist, was ich später auch mal machen will. also, ausschließlich machen will. irgendwie hätte ich halt gern noch ein anderes 'standbein'.
versteht man was ich meine?

ja. das problem ist, dass man oft aus planlosigkeit das studiert, was einem in der schule lag. ohne zu wissen, was die inhalte sind und ob man sie später brauchen kann.
manchen macht das nichts, weil sie ander uni bleiben wollen. ich hatte auch immer das gefühl, dass mir an der uni der bezug zur realität und dem berufsleben völlig fehlt.
hab trotzdem zuende studiert, bin danach an eine fh und hab festgestellt, dass das von anfang an viel eher meine welt gewesen wäre. die leute, der praxisbezug usw.

wero
07.02.2009, 13:53
darf ich fragen wie du das meinst? vor wem dann?
ach mit dem bildungsministerium, mein gott, ich hoffe, dass das überhaupt klappt... ich schreib in den semesterferien wohl die bewerbung und dann... hach. muss man da eigentlich so richtige bewerbungsfotos machen für?
naja. erziehungswissenschaften haben nicht so von _allem_ ne ahnung. also ich finde die sowis und all die anderen soziologen könnten eher die konkurrenz werdne. es gibt unzählig Sowis zB an meiner uni! das ist der wahnsinn. und vielen sowis nützt es zB dass sie ökonomie hatten. Basismodule wären sowas wie wirtschafts-und sozialpolitik, einführung in die VWL, aufbaumodule sind wirtschaftspolitik und sozialpolitik nochmal getrennt voneinander, und unter den auszusuchenden wahlpflichtmodulen haben wir sowas wie Internationale Beziehungen/Internationale Politische Ökonomie (hab ich zB dieses semester gemacht, wahnsinnig spannend), dann gibts noch sowas wie finanzwissenschaften, generell seminare zur aktuelle wirtschafts- und finanzkrise, usw usw

und der ökonomie-teil bringt die meisten dann eher weiter, als wenn sie sich zB komplett auf Ethnologie/Sozialanthropologie fixieren, weil es keine festen Jobs dazu gibt, es sei denn man opfert Freizeit und Familie, sucht sich ein Spezialgebiet auf der Welt und untersucht diese und jene Kultur bis ins Detail und mit viel Herzblut.

Das meine ich. Erziehungsiwssenschaftler können dir eine KOnkurrenz sein . ... ja in Sachen Bildungswesen halt. Möchte damit niemanden angreifen, und auch nicht voreilige SChlüsse ziehen, weil ich es nicht studiere, aber da liest du pro Semester wohl keine zig Bücher, plus gedruckte 1500 Seiten (habe die nicht gezählt, aber ich habe zu Beginn des Semesters 3 Pakete Kopierpapier mit je 500 Blättern gekauft, und inzwischen ist die 3te Packung fast leer)

Es sei denn du willst unbedingt an die "Spitze" und Annette Schavan oder Frau von der Leyen Konkurrenz machen. Dann ginge das mit Erziehungswissenschaften wohl auch, wenn du da extrem gut bist :D

@ Sprachen: Ich habe letztes Semester Spanisch, und das kommende semester nehme ich wahrscheinlich Spanisch, und dann entweder polnisch oder englisch... Ich finde, wenn man das "neben" dem Studium macht, dieses "kostenlose" Angebot wahrnimmt, solange man noch Student ist, und wenn man danach trotzdem seine TOEFL oder UniCert oder sowas bekommt, dann finde ich das ausreichend.