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freckled
08.02.2009, 19:04
also, ich hab bio studiert und im letzten oktober angefangen zu promovieren.
auf jeden fall ist die situation mittlerweile so, dass ich definitv weiss, dass ich in der arbeitsgruppe bei dem professor nicht bleiben will.
no way. der typ ist größenwahnsinnig, selbstverliebt und im keinsten sinne bereit, irgendwem von uns zu helfen. ausserdem..ach, ich mag mcih schon gar nicht mehr aufregen, es geht einfach gar nicht mehr.

es muss also ne neue stelle her. und ichbrauch mal nen paar tipps.

wie verkauf ich denn jetzt im lebenslauf, dass ich da nen halbes jahr gearbeitet hab ?
meint ihr, ich kann in der stadt bleiben, wo ich jetzt bin? oder lieber möglichst weit weg? hier gibt`s ne arbeitsgruppe die nen bißchen was ähnliches machen, ich müsste mich also nicht mehr so viel einlesen, da werd ich es auf jeden fall versuchen, auch wenn`s utopisch ist. nur wie kann ich rüberbringen, dass ich unzufrieden bin ohne faul/konfliktscheu was weiss ich zu wirken (mein prof jetzt will vll im sommer in ne andere stadt ins ausland, vll nehm ich das als aufhänger? oder soll ich es lieber gar nicht richtig begründen? aber irgendwas sagen muss ich ja, oder?).
ich hab nen bißchen angst, dass es so aussieht, als wenn ich immer einfach wegrennen würde (ich hab für die Diplomarbeit die uni gewechselt, dann nochmal für die dr-arbeit, da danna uch das themengebeit...). aber ich kann echt nicht bei dem bleiben, grad würd ich so ziemlich alles lieber machen als da zu arbeiten :(

ihr könnt auch einach irgendwas erzählen, wo cih vll drauf achten sollte oder was ich bedenken sollte oder so :rose2:

rhabarber*
08.02.2009, 20:54
vielleicht eine naive idee...aber musst du denn unbedingt angeben, dass du bereits eine phd-stelle hast/hattest? könntest du das nicht als praktikum, assistenzjob etc. verkaufen?

freckled
08.02.2009, 21:34
hm, stimmt .., wissenschenschaftliche mitarbeit oder so.danke :)

meint ihr, es ist ne ganz dumme idee, mich bei jemanden zu bewerben, der letztens als gast bei uns war? hinterher erzählt er es meinem chef..naja, obwohl, gehen werd ich eh, da ist das fast egal...

Tinelli
08.02.2009, 22:39
Ohweia.
Ich würde ehrlich sein, weil ich jetzt schon oft mitbekommen habe, dass da einfach mal kurz angerufen und nachgefragt wird und das geht dann definitiv nach hinten los, wenn rauskommt, dass du bereits angefangen hast zu promovieren. Nochdazu wirst du ja auch auf der Promotionsliste stehen, oder?

rhabarber*
08.02.2009, 22:54
Ohweia.
Ich würde ehrlich sein, weil ich jetzt schon oft mitbekommen habe, dass da einfach mal kurz angerufen und nachgefragt wird und das geht dann definitiv nach hinten los, wenn rauskommt, dass du bereits angefangen hast zu promovieren. Nochdazu wirst du ja auch auf der Promotionsliste stehen, oder?
stimmt auch, die wisschenschaftliche welt ist klein.

urban_solitude
08.02.2009, 23:16
willst du unbedingt dein thema weitermachen? sonst koenntest du ja sagen, dass dir die richtung/methode einer andern gruppe mehr zusagt..

freckled
08.02.2009, 23:19
willst du unbedingt dein thema weitermachen? sonst koenntest du ja sagen, dass dir die richtung/methode einer andern gruppe mehr zusagt..


hm, ich werd es jetzt erstmal einmal in die selbe richtung versuchen, aber dsa ist eh utopisch...
danach werd ich noch auf andere gebiete schauen, aber das wäre dann halt der 2 wechsel, weil ich meine diplomarbeit in was ganz anderem gemacht hab...aber wird auf jeden fall ne möglichkeit bleiben...

freckled
08.02.2009, 23:21
Ohweia.
Ich würde ehrlich sein, weil ich jetzt schon oft mitbekommen habe, dass da einfach mal kurz angerufen und nachgefragt wird und das geht dann definitiv nach hinten los, wenn rauskommt, dass du bereits angefangen hast zu promovieren. Nochdazu wirst du ja auch auf der Promotionsliste stehen, oder?


ich schreib dir nächste woche mal (bin umgezogen und hab wieder internet zu hause :))
hm, ich würd als referenzen erstmal wieder meine DA-leute angeben, den neuen chef nicht. oder meinst du, ich soll gleich morgen sagen, dass ich weg will? oh man... wäre halt schön blöd, wenn er es von dritten erfährt...

freckled
08.02.2009, 23:22
oh, man, das ganze macht mich echt fertig....ich fühl mich so versager-mässig :(

Tinelli
09.02.2009, 11:14
hm, ich werd es jetzt erstmal einmal in die selbe richtung versuchen, aber dsa ist eh utopisch...
danach werd ich noch auf andere gebiete schauen, aber das wäre dann halt der 2 wechsel, weil ich meine diplomarbeit in was ganz anderem gemacht hab...aber wird auf jeden fall ne möglichkeit bleiben...

Das ist doch völlig egal, was du in deiner Diplomarbeit gemacht hast? Und das du die gewechselt hattest, brauchst du ja niemandem auf die Nase binden.

Wie ist denn der Ruf von deinem Prof? Berühmt berüchtigt oder nach außen hin alles bestens?

SoLong
09.02.2009, 13:08
ich dachte auch immer, dass es nicht so ausschlagebend sein soll, was man in der DA gemacht hat?
Ich glaube ich würde an Deiner Stelle mit dem Prof reden. Also ihn darauf ansprechen, dass Du wechslen willst, und zwar bevor es alle anderen im Lab wissen. Dazu würde ich versuchen herbeigezogene allgemeinere Gründe als Wechselgrund vorzulegen (Kollegen zickig, Du wirst nicht damit klar kommen wenn er weg ist, bla bla). Auch könnte man vielleicht sagen, dass Du nicht glaubst seinen BESONDERS hohen Ansprüchen gerecht zu werden und eine andere Arbeitsgruppe besser für alle wäre. Auf diese Art verlierst Du vielleicht etwas Dein Gesicht, da ER ja das Problem ist, aber wie oben schon erwähnt, die Welt der Wissenschaft ist klein und er könnte Dir Steine in den Weg legen. Des Weiteren könntest Du somit dennoch versuchen, ihn als positive Referenz zu gewinnen.

Ich glaube ein zukünftiger Doktorvater wird wissen, dass es manchmal menschlich nicht klappt. Man wird Dich ja einladen um Dich etwas kennen zulernen.

Ich habe schon von anderen Fällen gehört, die in der Promotion gewechselt haben. Einer ist einfach verschwunden (?), ein anderer hat sich richtig mit dem Doktorvater gefetzt, inklusive anbrüllen... Von Letzterem weiß ich, dass er wieder eine neue 1A Promotionsstelle bekommen hat.

Citronella
09.02.2009, 13:20
oh nein, du arme :(

du solltest auf jeden fall als allererstes mit deinem jetzigen chef sprechen, bevor du dich woanders auch nur erkundigst. gerade wenn das halbwegs aehnliche fachgebiete sind, kennen sich die leute doch eh und fragen natuerlich auch schnell mal nach, ohne dass das boese hintergedanken haben muss.

ich wuerde dem jetzigen chef dabei allerdings nicht zu sehr in den arsch kriechen, sondern einfach, aber klar, sagen, dass du dich in der gruppe (und mit dem thema?) nicht wohl fuehlst und lieber jetzt wechseln moechtest, als nachher 3-4 jahre ungluecklich damit zu sein.

in den lebenslauf wuerde ich spaeter dann allerdings sowas wie "okt. 08 - feb. 09 wissenschaftliche mitarbeiterin am xy institut ..." schreiben, ich kenn z.b. auch einige leute, die wirklich nach der DA erstmal ein paar monate als WiMi irgendwo gearbeitet haben und sich dann eine stelle gesucht haben. auf nachfrage kannst du das dann ja konkretisieren.

freckled
09.02.2009, 18:46
Das ist doch völlig egal, was du in deiner Diplomarbeit gemacht hast?
hm, ja, ich mein halt nur, dass ich angst hab, dass dann alle denken, das sich immer weglaufe und nirgendswo lange bleiben kann und so... ich weiss, ich denke wieder viel zu viel...




Wie ist denn der Ruf von deinem Prof? Berühmt berüchtigt oder nach außen hin alles bestens?
mir wurde ja gleich von jemanden an meiner alten uni gesagt (da hat mein chef auch studiert :D), dass er "schwer im umgang ist". ich denk schon, dass das nach aussen bekannt ist (bin aber nicht sicher, ich bin ja neu hier). auf jeden fall wäre ich in den letzten jahren nicht die erste, die abbricht und die wenigsten diplomanten sind für die dr-arbeit geblieben, wie ich jetzt erfahren hab....

freckled
09.02.2009, 18:52
ich dachte auch immer, dass es nicht so ausschlagebend sein soll, was man in der DA gemacht hat?
schon :) aber ich mach mir halt immer zu viele gedanken über sowas...


Ich glaube ich würde an Deiner Stelle mit dem Prof reden. Also ihn darauf ansprechen, dass Du wechslen willst, und zwar bevor es alle anderen im Lab wissen. Dazu würde ich versuchen herbeigezogene allgemeinere Gründe als Wechselgrund vorzulegen (Kollegen zickig, Du wirst nicht damit klar kommen wenn er weg ist, bla bla). Auch könnte man vielleicht sagen, dass Du nicht glaubst seinen BESONDERS hohen Ansprüchen gerecht zu werden und eine andere Arbeitsgruppe besser für alle wäre. Auf diese Art verlierst Du vielleicht etwas Dein Gesicht, da ER ja das Problem ist, aber wie oben schon erwähnt, die Welt der Wissenschaft ist klein und er könnte Dir Steine in den Weg legen. Des Weiteren könntest Du somit dennoch versuchen, ihn als positive Referenz zu gewinnen.
meine kollegen kann ich nicht vorschieben, dazu sind alle viel zu nett und ich versteh mich zu gut mit allen :( dann weiss ich schon,w er von denen hinterher den stress abbekommt und das kann ich der auf keinen fall antun...
mir graust es eh vor dem gespräch, weil ich weiss, dass ich diplomatisch sein muss. vll sollte ich doch ganz das thema wechseln, damit ich den herrn einfach nie wieder sehe...
ich mus smir da echt gut überlegen, was ich sage, aber da nerv ich euch dann noch :D



Ich glaube ein zukünftiger Doktorvater wird wissen, dass es manchmal menschlich nicht klappt. Man wird Dich ja einladen um Dich etwas kennen zulernen.
mein angst ist grad, dass ich überhaupt nicht eingeladen werde :(




Ich habe schon von anderen Fällen gehört, die in der Promotion gewechselt haben. Einer ist einfach verschwunden (?), ein anderer hat sich richtig mit dem Doktorvater gefetzt, inklusive anbrüllen... Von Letzterem weiß ich, dass er wieder eine neue 1A Promotionsstelle bekommen hat.
gut, das beruhigt mich jetzt ... ist der dann an der selben uni geblieben ? oder im selben fachbereich?

freckled
09.02.2009, 18:59
oh nein, du arme :(

du solltest auf jeden fall als allererstes mit deinem jetzigen chef sprechen, bevor du dich woanders auch nur erkundigst. gerade wenn das halbwegs aehnliche fachgebiete sind, kennen sich die leute doch eh und fragen natuerlich auch schnell mal nach, ohne dass das boese hintergedanken haben muss.
ich weiss nicht, dann kann ich ja auch gleich gehen...
mit ihm reden mag ich noch nicht, obwohl es wahrscheinlich besser wäre... unsere andere doktorantin will sich auch was neues bewerben und eigentlich wollten wir dem chef das noch nicht so auf die nase binden. aber problem ist das sicherlich...kann ich nicht in die bewerbung schreiben, dass sie ihn haltnicht anrufen sollen :D



ich wuerde dem jetzigen chef dabei allerdings nicht zu sehr in den arsch kriechen, sondern einfach, aber klar, sagen, dass du dich in der gruppe (und mit dem thema?) nicht wohl fuehlst und lieber jetzt wechseln moechtest, als nachher 3-4 jahre ungluecklich damit zu sein.
ja, auf so was wird es wohl herauslaufen. ein hauptproblem ist, dass er ne riege von einzelkämpfern haben will, die alles, aber auch alles alleine machen und jeder nen riesenbrocken arbeit hat, der nix mit dem rest zu tun hat. und ich bin da eher der kommunikative typ und mag mich über meine arbeit mit dem anderen austauschen, das geth bei uns fast nicht...kann ich das sagen (also, anders formuliert)?

freckled
09.02.2009, 19:06
haha, am liebsten würd ich ihm sagen,

- dass er sich null um uns kümmert
- ums labor auch nicht
- dass er teils ein kindisches verhalten hab
- dass ich seine art "alle haben keine ahnung, wie toll ich bin, und deshalb bin ich zu bemitleiden" nicht ab kann
- dass ich es auf keinen fall länger bei ihm aushalte


aber das geht wahrscheinlichnicht, oder ? :(

Tinelli
09.02.2009, 20:46
hm, ja, ich mein halt nur, dass ich angst hab, dass dann alle denken, das sich immer weglaufe und nirgendswo lange bleiben kann und so... ich weiss, ich denke wieder viel zu viel...
Weil du in der Diplomarbeit was anderes gemacht hat?
Hihi :D
Da hätte ich mich mit meiner Masterarbeit ja einbuddeln können. Keine Angst, das Thema deiner Diplomarbeit interessiert niemanden (ich hoffe, ich zerstöre jetzt keine Illusionen ;)), das einzige was zählt, sind die Methoden, die du dabei gelernt hast. Und selbst mit der Argumentation hätte mich niemand einladen dürfen :D Aber ich kann solche Dinge gut verkaufen :rotwein:


mir wurde ja gleich von jemanden an meiner alten uni gesagt (da hat mein chef auch studiert :D), dass er "schwer im umgang ist". ich denk schon, dass das nach aussen bekannt ist (bin aber nicht sicher, ich bin ja neu hier). auf jeden fall wäre ich in den letzten jahren nicht die erste, die abbricht und die wenigsten diplomanten sind für die dr-arbeit geblieben, wie ich jetzt erfahren hab....
Oh, bei solchen Kommentaren sollte man rennen.
In dem Fall würde ich aber im Bewerbungsgespräch wirklich sagen, dass es Differenzen am alten Institut gab, die du nicht weiter ausführen willst und wenn er so bekannt ist, wird man sich alles weitere denken können.

Tinelli
09.02.2009, 20:47
Und meine Doktorarbeit ist heute übrigens wieder auf den Stand von April 2008 zurückgefallen. Super-GAU mit Todesfall (bzw. eigentlich ist alles noch viel schlimmer).

rhabarber*
09.02.2009, 20:58
Weil du in der Diplomarbeit was anderes gemacht hat?
Hihi :D
Da hätte ich mich mit meiner Masterarbeit ja einbuddeln können. Keine Angst, das Thema deiner Diplomarbeit interessiert niemanden (ich hoffe, ich zerstöre jetzt keine Illusionen ;)), das einzige was zählt, sind die Methoden, die du dabei gelernt hast. Und selbst mit der Argumentation hätte mich niemand einladen dürfen :D Aber ich kann solche Dinge gut verkaufen :rotwein:


du zerstörst keine illusionen ;). aber ist man mit den methoden, die man während der diplomarbeitsphase anwendet, nicht ohnehin (meistens) schon sehr vertraut?

freckled
09.02.2009, 21:17
Weil du in der Diplomarbeit was anderes gemacht hat?
Hihi :D
Da hätte ich mich mit meiner Masterarbeit ja einbuddeln können. Keine Angst, das Thema deiner Diplomarbeit interessiert niemanden (ich hoffe, ich zerstöre jetzt keine Illusionen ;)), das einzige was zählt, sind die Methoden, die du dabei gelernt hast. Und selbst mit der Argumentation hätte mich niemand einladen dürfen :D Aber ich kann solche Dinge gut verkaufen :rotwein:
nene, illusionen hatte ich da keine. ..ich hab nur immer das gefühl, dass soo viele in ihrer gruppe bleiben...und gelernt hab ich bei der Diplomarbeit ja ne menge...



Oh, bei solchen Kommentaren sollte man rennen.

:D ich mein ja immer, alles besser zu wissen. der informant hat aber auch gesagt, dass ich da viel lerne und der chef gute forschung macht und das stimmt mal beides eher nicht...dazu ne schlechte ausrüstung ...

Tinelli
09.02.2009, 21:27
du zerstörst keine illusionen ;). aber ist man mit den methoden, die man während der diplomarbeitsphase anwendet, nicht ohnehin (meistens) schon sehr vertraut?

Nicht zwingend. Das was ich in meiner Masterarbeit gemacht habe, habe ich vorher nie irgendwo gehört. Und danach auch nie wieder irgendwo gebraucht :D
Ich hab mich während dem Studium sehr erfolgreich ums Klonieren gedrückt (sobald es über Grundpraktika hinausging) und dafür viel Proteinkram und Physiologie gemacht. Dafür hab ich die ersten 1.5 Jahre meiner Doktorarbeit nix anderes als Klonieren und Zellkultur (das ich auch nur VOR dem Studium in einem kleinen Praktikum hatte) gemacht.
Solang man nicht zu blöd ist, sich in neue Methoden einzuarbeiten, braucht man von der Diplomarbeit nur den Rechercheteil :D

Jaleela
10.02.2009, 16:06
haha, am liebsten würd ich ihm sagen,

- dass er sich null um uns kümmert
- ums labor auch nicht
- dass er teils ein kindisches verhalten hab
- dass ich seine art "alle haben keine ahnung, wie toll ich bin, und deshalb bin ich zu bemitleiden" nicht ab kann
- dass ich es auf keinen fall länger bei ihm aushalte


aber das geht wahrscheinlichnicht, oder ? :(

Du wirst nur die ersten beiden Punkte anbringen können wohl. Die aber sehr wohl. Und ich finde auch, dass man, wenn auch etwas diplomatischer formuliert, sagen kann, dass man sich nicht optimal betreut fühlt. Auch wenn er das wohl von sich weisen wird dann...

Und ich fürchte, nach allem was ich so kenne... Also ich stells mir schwer bis unmöglich vor am gleichen Institut zu bleiben wohl :/.

Inaktiver User
10.02.2009, 16:15
Und meine Doktorarbeit ist heute übrigens wieder auf den Stand von April 2008 zurückgefallen. Super-GAU mit Todesfall (bzw. eigentlich ist alles noch viel schlimmer).

wieso, was war denn los? *vorsichtig frag

freckled, deine situation klingt ja wirklich schwierig... weia. :rose: würde da wohl auch nicht tauschen wollen...
könntest du dir vorstellen, dich in einen anderen fachlichen schwerpunkt einzuarbeiten und einen eventuellen promotionsstellenwechsel mit dem wunsch nach fachlicher umorientierung zu begründen (sowohl dem jetzigen, als auch dem neuen chef gegenüber)? oder möchtest du lieber in deinem jetzigen schwerpunktgebiet bleiben?

dein jetziger chef klingt ja eher nicht so, als ob er für kritik offen wäre... und den wechsel zu einer neuen stelle dort dann mit "zwischenmenschlichen differenzen" zu begründen kann funktionieren, aber eben wohl auch nach hinten losgehen. die fachwelt ist eben wirklich sehr klein.

freckled
10.02.2009, 22:20
Du wirst nur die ersten beiden Punkte anbringen können wohl. Die aber sehr wohl. Und ich finde auch, dass man, wenn auch etwas diplomatischer formuliert, sagen kann, dass man sich nicht optimal betreut fühlt. Auch wenn er das wohl von sich weisen wird dann...

ich weiss schon, dann wird er sagen, "dass seine tür ja immer offen für uns steht".



Und ich fürchte, nach allem was ich so kenne... Also ich stells mir schwer bis unmöglich vor am gleichen Institut zu bleiben wohl :/.
ah, um gottes willen, im institu bleiben will ich nicht. das wäre richitg böse und die ausstattung wäre immer noch nicht besser.
das verwandte thema wäre sogar nen andere fakultät.
problem ist halt, dass wir gerade mit dem kooperieren, da kann ich mir net vorstellen, dass der meinen chef nen doktoranten wegnehmen wird...


naja, ich hatte heut nen ziemlich langes gespräch mit chef und konnte schon mal nen paar sachen ansprechen, die mir nciht passen, so dass er nicht völlig überrascht sein wird. er war auch ziemlich offen, was ich wirklich gut fand (manchmal kann er so nett sein :augenroll: ). und anscheinend ist er sich nen paar der probleme durch aus bewusst (ob es das besser macht oder nur noch schlimmer, weis ich nicht... ).

freckled
10.02.2009, 22:25
freckled, deine situation klingt ja wirklich schwierig... weia. :rose: würde da wohl auch nicht tauschen wollen...
könntest du dir vorstellen, dich in einen anderen fachlichen schwerpunkt einzuarbeiten und einen eventuellen promotionsstellenwechsel mit dem wunsch nach fachlicher umorientierung zu begründen (sowohl dem jetzigen, als auch dem neuen chef gegenüber)? oder möchtest du lieber in deinem jetzigen schwerpunktgebiet bleiben?

ich denke zumidnest drüber nach, weil ich wirklich gern in meiner jetztigen stadt bleiben würde (ich muss mal sesshaft werden, das heir ist stadt nummer 5 in den letzten 7 jahren...).




dein jetziger chef klingt ja eher nicht so, als ob er für kritik offen wäre... und den wechsel zu einer neuen stelle dort dann mit "zwischenmenschlichen differenzen" zu begründen kann funktionieren, aber eben wohl auch nach hinten losgehen. die fachwelt ist eben wirklich sehr klein.

aber ich könnte das einfach so stehen lassen und die frage offen lassen, ob ich damit den chef oder die mitarbeiter meine.

ich werd wohl in den mittelpunkt stellen, dass mir die sahcen mit dem vielleicht-wechsel nach england oder vll nicht zu viel geworden ist ...

wolfgang
13.02.2009, 15:55
also, ich hab bio studiert und im letzten oktober angefangen zu promovieren.
auf jeden fall ist die situation mittlerweile so, dass ich definitv weiss, dass ich in der arbeitsgruppe bei dem professor nicht bleiben will.
no way. der typ ist größenwahnsinnig, selbstverliebt und im keinsten sinne bereit, irgendwem von uns zu helfen. ausserdem..ach, ich mag mcih schon gar nicht mehr aufregen, es geht einfach gar nicht mehr.

es muss also ne neue stelle her. und ichbrauch mal nen paar tipps.

wie verkauf ich denn jetzt im lebenslauf, dass ich da nen halbes jahr gearbeitet hab ?
meint ihr, ich kann in der stadt bleiben, wo ich jetzt bin? oder lieber möglichst weit weg? hier gibt`s ne arbeitsgruppe die nen bißchen was ähnliches machen, ich müsste mich also nicht mehr so viel einlesen, da werd ich es auf jeden fall versuchen, auch wenn`s utopisch ist. nur wie kann ich rüberbringen, dass ich unzufrieden bin ohne faul/konfliktscheu was weiss ich zu wirken (mein prof jetzt will vll im sommer in ne andere stadt ins ausland, vll nehm ich das als aufhänger? oder soll ich es lieber gar nicht richtig begründen? aber irgendwas sagen muss ich ja, oder?).
ich hab nen bißchen angst, dass es so aussieht, als wenn ich immer einfach wegrennen würde (ich hab für die Diplomarbeit die uni gewechselt, dann nochmal für die dr-arbeit, da danna uch das themengebeit...). aber ich kann echt nicht bei dem bleiben, grad würd ich so ziemlich alles lieber machen als da zu arbeiten :(

ihr könnt auch einach irgendwas erzählen, wo cih vll drauf achten sollte oder was ich bedenken sollte oder so :rose2:

Ich denke, ich würde offen mit dem Anderen reden. Da kommt es dann drauf an, ob der Andere gerne Krach mit einem in seiner Fakultät riskieren möchte. Aber ansonsten haben Kollegen häufig einen klaren Blick auf die Chef-Eigenschaften der Anderen. Da fährst Du dann höchstwahrscheinlich besser bei einem, der Deinen Ex-Chef kennt, als bei einem, der ihn nicht kennt :D.

Egal bei welcher Bewerbung würde ich da sehr offen sein. Eventuell kannst Du ja anbieten, die erste Tranche auf ein Jahr zu befristen, das ist realistischer als 6 Monate Probezeit.

freckled
26.02.2009, 19:44
ich hab`s geschafft :)
jetzt kann ich mir was neues suchen...

Jaleela
26.02.2009, 19:48
Und wie war das Gespräch? Was hast Du denn als Deine Gründe angegeben?

freckled
26.02.2009, 19:56
das gespräch war ganz gut.
ich hab allerdings nicht gesagt, dass ich mit seiner betreuung nicht zu frieden bin.
ich hab in den vordergrund gestellt, dass er ja ins ausland geht (ist mittlerweile sehr, sehr wahrscheinlich). dass ich ihm das zwar wirklich wünsche, weil die bedingungen hier ja wirklich richitg mies sind, aber ich in Deutschland beiben möchte.
und dann hab ich noch gesagt, dass ich bei ihm ja eh das projekt gewechselt hätte und dann macht es ja nicht, ob ich mir gleich was ganz neues suche (also neu anfangen hätt ich eh gemusst).

ich hab also nicht gesagt, dass ich mich schlecht von ihm betreut gefühlt hab, aber ich wollte ihn halt nicht ganz verstimmen :( ausserdem hab ich gestern noch mit 2n gesprochen, die länger da sind, und die meinten, dass es früher nicht ganz so schlimm war.

naja, aber so komm ich gut raus und er hasst mich nicht ;)

Jaleela
26.02.2009, 19:57
Okay, ich glaub das war die richtige Entscheidung dann so. Also nicht alles ruaskotzen. Wie lange hast Du das jetzt gemacht bisher? Und bist Du per sofort raus?

freckled
26.02.2009, 20:20
ich hab letztes jahr im oktober angefangen, also nen halbes jahr etwa. bis mitte dezember fand ich es super, danach fing es dann irgendwie an.

ich bleib och bis anfang oder mitte april, dann hab ich etwas zeit, was neues zu suchen udn bekomm noch das geld.
aber ich muss noch der skretärin von unserer graduate school schreiben...

freckled
10.03.2009, 20:12
ich hab vielleicht was neues, aber erst ab sommer ...mal schauen, freitag geh ich hin und guck mir`s mal an...