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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rezension als Hausarbeit



~snow06~
14.02.2009, 22:19
Eine Hausarbeit, die gerade bei mir ansteht, soll eine Rezension zu einem Buch sein, sogar nur zu einem Teil des Buches (sind trotzdem über 100 Seiten und es ist ein wissenschaftliches Buch und kein Roman).
Die Professorin meinte, ich solle mit so "äußeren" Daten anfangen, also auch, wie viele Seiten das Buch hat (was mich irgendwie an Aufgabenstellungen in der Grundschule erinnert) und wann es erschienen ist.
Wie würdet ihr das angehen? Ich stelle es mir ehrlich gesagt etwas schwierig vor, 15 Seiten mit einer Rezension zu füllen...

feem
15.02.2009, 10:33
Wie würdet ihr das angehen? Ich stelle es mir ehrlich gesagt etwas schwierig vor, 15 Seiten mit einer Rezension zu füllen...

schau dir einfach mal rezensionen aus deinem fachbereich an. das weißt du, wie du vorgehen könntest.

15 seiten finde ich gar nicht so viel. du sollst ja schließlich wissenschaftlich arbeiten, d.h. die thesen auf argumentation und stimmigkeit hin untersuchen, dann die gewichtung der einzelnen punkte und die gesetzten schwerpunkte bewerten, genau so wie die verwendete literatur, die grundlegenden quellen oder statistiken usw. usf.

~snow06~
16.02.2009, 21:36
schau dir einfach mal rezensionen aus deinem fachbereich an. das weißt du, wie du vorgehen könntest.

15 seiten finde ich gar nicht so viel. du sollst ja schließlich wissenschaftlich arbeiten, d.h. die thesen auf argumentation und stimmigkeit hin untersuchen, dann die gewichtung der einzelnen punkte und die gesetzten schwerpunkte bewerten, genau so wie die verwendete literatur, die grundlegenden quellen oder statistiken usw. usf.
Hm, ja, stimmt, wenn man es so betrachtet, sind 15 Seiten sogar eher wenig.

Aber ehrlich gesagt... die einzigen Rezensionen, die ich bisher aus meinem Fachbereich gelesen habe, sind welche aus Fachzeitschriften und da nimmt eine Rezension eigentlich nie mehr als eine Seite ein.

feem
16.02.2009, 21:52
Hm, ja, stimmt, wenn man es so betrachtet, sind 15 Seiten sogar eher wenig.

Aber ehrlich gesagt... die einzigen Rezensionen, die ich bisher aus meinem Fachbereich gelesen habe, sind welche aus Fachzeitschriften und da nimmt eine Rezension eigentlich nie mehr als eine Seite ein.

dann schau doch einfach mal nach eine datenbank deines fachgebietes.

z.b. in die ibr (internationale bibliographie der geistes- und sozialwissenschaftlichen rezensionen). über deine unibib müsstest du eigentlich auch einen zugang bekommen.

was ist denn dein fachbereich? je nach dem könnte ich dir nämlich ein paar beispiele zeigen.

~snow06~
17.02.2009, 22:09
Ich hab jetzt ziemlich gute Literatur gefunden, vielen Dank für deinen hilfreichen Tipp!:danke2:

Inaktiver User
18.02.2009, 01:33
die "äußeren" daten gehören auf jeden fall dazu, werden aber nur stichpunktartig am anfang aufgelistet. danach einleitung, aufbau, kommentar. aber da wirst du wohl schon ausführlicheres gefunden haben.

ansonsten hilft einfach das lesen von rezensionen, um ein gefühl dafür zu bekommen.

~snow06~
19.02.2009, 09:46
die "äußeren" daten gehören auf jeden fall dazu, werden aber nur stichpunktartig am anfang aufgelistet. danach einleitung, aufbau, kommentar. aber da wirst du wohl schon ausführlicheres gefunden haben.

ansonsten hilft einfach das lesen von rezensionen, um ein gefühl dafür zu bekommen.
Wow, ich bin echt überrascht, wie gut ihr euch auskennt.
Das Vergeben einer Rezension als Hausarbeit scheint viel häufiger vorzukommen, als ich gedacht habe.

~snow06~
19.02.2009, 21:07
Jetzt habe ich aber doch noch mal eine Frage: Also so eine Rezension besteht ja (grob gesagt) aus zwei Teilen, Beschreibung und Bewertung.
Das Buch, das ich rezensiere, wurde halt von verschiedenen Professoren geschrieben, also jeder hat einen oder mehrere Aufsätze zu bestimmten Themen verfasst.
Ich bin ja noch im B.A. Studium und komme mir komisch vor, Leute, die einen so hohen akademischen Grad haben, zu kritisieren... ging euch das auch so?

feem
19.02.2009, 22:04
Jetzt habe ich aber doch noch mal eine Frage: Also so eine Rezension besteht ja (grob gesagt) aus zwei Teilen, Beschreibung und Bewertung.
Das Buch, das ich rezensiere, wurde halt von verschiedenen Professoren geschrieben, also jeder hat einen oder mehrere Aufsätze zu bestimmten Themen verfasst.
Ich bin ja noch im B.A. Studium und komme mir komisch vor, Leute, die einen so hohen akademischen Grad haben, zu kritisieren... ging euch das auch so?

nö ;)

ich habe schon oft in hausarbeiten forschungskontroversen skizziert und dann eben auch darauf hingewiesen, wenn ich die argumentation einseitig fand oder mit die thesen nicht gut genug begründet erschienen.

ich schätze, dass dein dozent dir einen band gegeben hat, in dem ziemlich polarisiert wird.. kann das sein?

Inaktiver User
19.02.2009, 23:40
Jetzt habe ich aber doch noch mal eine Frage: Also so eine Rezension besteht ja (grob gesagt) aus zwei Teilen, Beschreibung und Bewertung.
Das Buch, das ich rezensiere, wurde halt von verschiedenen Professoren geschrieben, also jeder hat einen oder mehrere Aufsätze zu bestimmten Themen verfasst.
Ich bin ja noch im B.A. Studium und komme mir komisch vor, Leute, die einen so hohen akademischen Grad haben, zu kritisieren... ging euch das auch so?
nein.
meine ba-arbeit bestand zu einem ganz gewaltigen teil daraus.
wär ja noch schöner, wenn man da ein blatt vor den mund nehmen müsste, wenn man die besseren argumente hat.

~snow06~
20.02.2009, 11:37
ich schätze, dass dein dozent dir einen band gegeben hat, in dem ziemlich polarisiert wird.. kann das sein?
Nein, eigentlich nicht.

Und noch eine Frage: Habt ihr für eure Rezensionen Sekundärquellen benutzt? Es würde sich ja z. B. anbieten, darzustellen, wie das Buch allgemein von der Presse aufgenommen wurde.

Ich habe meine Professorin, als sie mir die HA gegeben hat, gefragt, ob ich überhaupt Sekundärquellen benutzen soll (aber nicht, weil ich so faul war, dass ich nicht vorhatte, nach Sekundärquellen zu suchen sondern weil ich es zu dem Zeitpunkt noch nie gesehen hatte, dass Sekundärquellen in Rezensionen vorkommen). Sie meinte, das brauche ich nicht... hm, zweideutige Antwort, das kann ja sowohl bedeuten, dass man im Allgemeinen einfach keine Sekundärquellen in Rezensionen verwendet als auch, dass ich keine Sekundärquellen benutzen muss, um die HA zu bestehen, es aber besser wäre, wenn welche drin vorkommen.

Also kurz gefragt: Wie ist es denn nun üblich, dass man Sekundärquellen in einer Rezension verarbeitet oder dass man das nicht tut?

Inaktiver User
20.02.2009, 12:26
ich kenne es nicht so, dass sekundärliteratur in form von zeitungsartikel oder so benutzt wird. allerdings hab ich auch noch keine 15-seiten-rezension geschrieben...

vielleicht hilft dir der link. ich fand ihn allgemein ganz hilfreich http://www.sehepunkte.de/

~snow06~
20.02.2009, 13:15
ich kenne es nicht so, dass sekundärliteratur in form von zeitungsartikel oder so benutzt wird. allerdings hab ich auch noch keine 15-seiten-rezension geschrieben...

vielleicht hilft dir der link. ich fand ihn allgemein ganz hilfreich http://www.sehepunkte.de/
Vielen Dank, du hast mir echt super weitergeholfen.:danke2:

Vermutlich ist es am sinnvollsten, wenn ich einfach drauflos schreibe und der Professorin das dann zeige und frage, was sie davon hält.