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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : doktoranden - bewerbungsfrage



Schnelmi
22.02.2009, 04:32
hier gibts doch bestimmt auch doktoranden, die sich extern auf doktorandenstellen beworben haben, oder? also nicht an ihrer heimatuni bzw. an dem institut promovieren, an dem sie diplomiert/ magistriert haben. habt ihr euch auf ausgeschriebene stellen beworben oder initiativ oder irgendwie anders über kontakte? wenn sich jemand initiativ beworben hat, warum? habt ihr auf anhieb euer wunschthema bekommen oder gibts hier auch doktoranden, die erstmal etwas gewartet haben, weil es gerade keine passenden themen gab? wie lange vor antritt der stelle habt ihr euch beworben? hattet ihr schon viele publikationen/ überhaupt publikationen vorzuweisen?

ich würd gern ab september/ oktober promovieren und zwar nicht an meinem heimatinstitut. ich hab schon ein paar institute im auge, die passen würden, aber zumindest gibt es bisher keine stellen, deren themen mir in irgendeiner weise zusagen. ich hab jetzt irgendwie angst, dass gar nix ausgeschrieben wird, was mir passt und dann müssen die ja vor allem auch noch mich mögen und aaahh, panik :wolke:

Citronella
22.02.2009, 11:37
in meinem fach gibt es eigentlich immer genuegend gelder fuer doktorandenstellen, aber die meisten werden gar nicht ausgeschrieben.

bei mir war es so, dass ich mir gedanken ueber themen, staedte und moegliche professoren gemacht habe, da blieben dann erstmal vier uebrig, wobei ich bei einem (dessen hauptthema gut zu meiner diplomarbeit passte) schon einige leute aus der gruppe kannte. der plan war eigentlich, initiativ diesen professoren mal informell eine mail zu schreiben und kurz zu schildern wer ich so bin, was ich so gemacht habe (keine publikationen, das ist in meinem fachgebiet in der DA/vorher nicht moeglich). normalerweise wird man dann mal fuer einen tag eingeladen, haelt einen vortrag und bekommt alles gezeigt. so ist das auch immer bei allen anderen, die gewechselt haben zum promovieren gelaufen, ich glaube, auf ausgeschriebene stellen direkt hat sich bei praktisch noch keiner beworben ;).

bevor ich das machen konnte ging es aber recht schnell, weil aus der einen gruppe einer der postdocs, den ich eben kannte, der aber vor allem mit einem kollegen von mir befreundet ist, mitbekommen hat, dass ich was suche und mich u.u. fuer deren gruppe interessieren wuerde. und dann hat der prof mich direkt angeschrieben und mich zu einem vortrag eingeladen - und das passte dann insgesamt so gut, dass ich schnell zugesagt habe.

fazit: frag einfach mal informell bei den professoren nach wie es mit stellen aussieht, manchmal haben die da ja auch thematisch mehr spielraum als in der aussschreibung steht.

Schnelmi
22.02.2009, 20:16
oh das klingt gut und beruhigen tuts mich auch etwas ;) veröffentlichungen waren bei mir bisher auch nicht möglich (wobei eine meiner praktikumsbetreuerinnen eigentlich meinte, sie würde meinen namen in ein paper reinschreiben, aber das hat sie mit sicherheit vergessen), eventuell wird ein teil meiner diplomarbeit veröffentlicht, je nachdem, obs gut wird.

wie lang vorher hast du dich denn ungefähr damit beschäftigt?

durga
23.02.2009, 12:00
Wenn der Prof, bei dem/an dessen Lehrstuhl Du Deine Diplomarbeit geschrieben hat, mit Dir zufrieden ist (und nicht tödlich beleidigt ist, dass Du nicht bei ihm promovieren willst, aber die meisten verstehen das ja, wenn man sich halt thematisch anders orientieren möchte), würd ich mal mit dem sprechen, die wissen ja gut bescheid, was wo läuft und öfters mal auch, wer ein guter Doktorvater ist und wer nicht...

Majbritt
23.02.2009, 14:51
Du studierst was Naturwissenschaftliches, oder?

Mein Freund ist zunächst über Kontakte an zwei infrage kommende Institute rangekommen, das eine kam dann nicht in Frage, weil er mit der Arbeitsgruppe und der "Einrichtung" an dem einen Institut nicht zufrieden war (hatte sich das angeschaut und auch einen Vortrag dort gehalten), zudem gabs zwar einen Arbeitsplatz,Thema und Betreuer, aber kein Geld...:durchgeknallt:
Das andere war auch keine ausgeschriebene Stelle, so dass er ein Stipendium gebraucht hätte, was er für diese Stelle nicht bekam. In einer anderen Arbeitsgruppe gabs dann aber eine ausgeschriebene phd-Stelle und sein Prof, bei dem er erst hätte schreiben wollen, hat ihn dort vorgeschlagen - dann setzten sich die beiden Arbeitsgruppenleiter für ihn ein und mit viel Glück bekam er neben der Stelle auch ein Stipendium, um die Studiengebühren abzudecken.
Referenzen waren ein Schreiben seines Diplomarbeitsbetreuers, der international einen Namen hat und seiner ausländ. Professorin ausm Erasmusjahr - dadurch wurde er eigentlich erst eingeladen, sich die zuerst angedachte Arbeitsgruppe mal anzuschauen.Veröffentlichungen brauchte er nicht, aber sicher kam ihm auch zugute dass er sein Diplom mit Auszeichnung bestanden hat.

Inaktiver User
23.02.2009, 15:37
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Schnelmi
23.02.2009, 20:00
Hab mich auf ne ausgeschriebene Stelle beworben, hatte 7 Publikationen bis dahin.
Es gibt doch genug Stellen, bei denen man sich sein Thema selbst ausdenken muss.

an den instituten, an denen ich gerade schaue, werden die meistens gleich mit ziemlich eingegrenztem thema ausgeschrieben - und die passen halt meistens nicht so gut zu dem, was ich kann und machen will. oder es sind halt gar keine stellen ausgeschrieben. ich würde schon gerne auch was neues lernen, aber ein bisschen was aus meinem diplom/ studium würde ich schon gern anwenden wollen.

freckled
23.02.2009, 20:26
ich hab mich einfach so dort beworben, wo ich die themen der AG interesant fand.
in bio ist es oft so, dass stellen erst ausgeschrieben werden, wenn sich wirklich gar niemand findet. manchmal müssen die stellen auch ausgeschrieben werden, damit es die gelder gibt, aber eigentlich gibt es schon leute dafür. ausserdem hab ich ein halbes jahr im vorraus gesucht (war noch im ausland), da gab es eh noch keine ausschreibungen (andersherum wussten die meisten, bei denen ich mich beworben hatte aber auch noch nicht, ob sie dann geld haben...)

asterias
23.02.2009, 23:18
manchmal müssen die stellen auch ausgeschrieben werden, damit es die gelder gibt, aber eigentlich gibt es schon leute dafür.

ja, so kenn ich das auch von unserem lehrstuhl. wer die stellen bekommt, ist schon länger klar, aber damit es dann geld von der fakultät gibt, müssen die stellen noch öffentlich ausgeschrieben werden. und wenn sich dann jemand "externes" tatsächlich darauf bewirbt, wird der halt abgelehnt. deshalb würd ich auch sagen, initiativ bewerben bringt da mehr. die leute, die ich kenne, die den lehrstuhl/die uni/das institut nach ihrer abschlussarbeit gewechselt haben, haben's auch so gemacht. email geschrieben, zum gespräch/vortrag halten hingefahren, zusage bekommen.

KJHammer
23.02.2009, 23:28
Ich hab mich bei auf Science Jobs (
http://listserv.uni-heidelberg.de/science-jobs-de/)
ausgeschriebene Stellen beworben. Und die zweite Bewerbung wurde es dann auch. Die bei der 1. Stelle wollten lieber nen Biologen. :D

Schnelmi
24.02.2009, 03:28
habt ihr dann gleich eure unterlagen (also ich hab 2 arbeitszeugnisse, vordiplomszeugnis, abizeugnis, lebenslauf, alles eingescannt zum glück) mitgeschickt bei euren ersten mails? oder erstmal nur so angefragt? das ist bestimmt eine doofe frage, aber ich hab echt respekt vor den ganzen bewerbungsgeschichten :o

hm ich bin auch gerade im ausland und bleibe hier auch bis ende juni (zwecks diplomarbeit). ich hab irgendwie nur ein ziemlich altes foto auf meinem lebenslauf, ich hab ganz vergessen, neue bewerbungsfotos vor meiner abreise zu machen :wolke: hier könnte ich vermutlich auch, aber ich bin im englischsprachigen ausland und da gibts ja keine bewerbungsfotos mehr. hmm.

rhabarber*
24.02.2009, 13:59
aber du kannst doch trotzdem auch im ausland zum fotografen gehen.

Schnelmi
24.02.2009, 19:29
ja klar, das würd ich dann ja auch machen. ich bin nur bei allem skeptisch, wo man sich möglichst genau äußern muss, wie friseur und so :D

vielleicht fang ich dann mal genauer an, mir arbeitsgruppen rauszusuchen und schreib die dann gleich mit unterlagen an.

freckled
24.02.2009, 21:04
ich hab lebenslauf, arbeitszeugnisse, referenzen und methodenkenntnisse mitgeschickt und geschrieben, dass ich weiteres (abizeugnis, vordiplom, bestätigungen) gern auf nachfrage schicke (das steht ja alles im lebenslauf...). diplomzeugis hatte ich noch nicht, da hab ich dann die prüfungsnoten in den lebenslauf reingeschrieben, die note von der DA hatte ich noch nicht...

rhabarber*
24.02.2009, 21:05
ich hab lebenslauf, arbeitszeugnisse, referenzen und methodenkenntnisse mitgeschickt und geschrieben, dass ich weiteres (abizeugnis, vordiplom, bestätigungen) gern auf nachfrage schicke (das steht ja alles im lebenslauf...). diplomzeugis hatte ich noch nicht, da hab ich dann die prüfungsnoten in den lebenslauf reingeschrieben, die note von der DA hatte ich noch nicht...
das hast du direkt bei initiativen anfragen an AGs, deren themen du interessant fandes, mitgeschickt?

freckled
24.02.2009, 21:08
das hast du direkt bei initiativen anfragen an AGs, deren themen du interessant fandes, mitgeschickt?

ja.

rhabarber*
24.02.2009, 21:09
ja.
ok, ich frag nur, weil diese bewerbungsfragen bald auf auf mich zukommen werden und ich noch wenig ahnung habe, wie man das am besten anstellt.
hast du viele bewerbungen geschrieben?

freckled
24.02.2009, 21:17
ok, ich frag nur, weil diese bewerbungsfragen bald auf auf mich zukommen werden und ich noch wenig ahnung habe, wie man das am besten anstellt.
hast du viele bewerbungen geschrieben?

hm, also lebenslauf würd ich immer mitschicken, damit derjenige dann mal kurz reinschauen kann.
bei den referenzen wurde auf jeden fall angerufen, war also auch nicht ganz falsch ;)
arbeitszeugnis (war nur eins fällt mir grad ein) hab ich praktisch als drtte referenz dabei gelegt, weil ich nicht wusste, wo der typ jetzt arbeitet, also keine aktuelle adresse angeben konnte.
auf methodenkenntnisse kann man vll verzichten und das dann auf nachfrage schicken, aber das ist ja fast so was wie nen "lebenslauf" und für die meisten interessanter als noten oder so, also würd ich`s wieder dazu tun.

geschrieben hab ich schon ne menge, 15 oder so. problem war, dass ich im mai gesucht hab und im oktober anfangen wollte, da wusste die meisten nicht, ob sie dann geldern haben werde und meinten, ich solle mich dochmal im sommer melden....

Schnelmi
24.02.2009, 21:37
hm hast du bei den referenzen vorher nachgefragt, ob du die angeben darfst?

ich hätte halt einfach alles in ein pdf gepackt und es mitgeschickt. so hab ich das bei meinem letzten praktikum irgendwann auch gemacht, weil nie was klappte und als ich das gemacht hab, wurde ich plötzlich sofort genommen.

freckled
24.02.2009, 21:41
hm hast du bei den referenzen vorher nachgefragt, ob du die angeben darfst?

ich hätte halt einfach alles in ein pdf gepackt und es mitgeschickt. so hab ich das bei meinem letzten praktikum irgendwann auch gemacht, weil nie was klappte und als ich das gemacht hab, wurde ich plötzlich sofort genommen.

ja, ich hatte nachgefragt. eine referenz war mein diplom-chef, der andere mein zweit-gutachter (wo ich aber auch mal als tutor gearbeitet hatte). der dritte, wo ich nur das arbeitszeugnis hatte, war mein betreuer aus nem praktikum. da wusste ich aber, dass er kurz danach den job gewechselt hatte, aber halt nicht wohin, deshalb nur das zeugnis (ich hätte auch im institut nachfragen können, aber das war mir irgendwie zu blöd, weil ich die leute da auch nicht so mochte).
ich hab alles als eigene pdf geschickt, find ich übersichtlicher...

Schnelmi
24.02.2009, 21:45
hm, ich würde spontan wohl meine hiwi-chefin als referenz angeben (bei der weiß ich auch, dass sie es okay fände) und vielleicht meine praktikumsbetreuerin (die arbeitet auch an einem passenden institut). die hat auch schon gesagt, dass ich sie gern als referenz angeben darf, wenn ich das mal brauche. mein diplomgutachter kennt mich leider gar nicht so richtig :D aber da ich ihn schon mal als referenz nehmen durfte, wär er vermutlich auch einverstanden damit. an sowas wie referenzen hätt ich jetzt zb. wieder nicht gedacht. also gut, dass es den thread hier gibt ;)

Citronella
24.02.2009, 21:53
ich hatte in der ersten mail an meinen jetzigen prof gar nix drin, allerdings wusste der auch in etwa was ich mache und wen er fragen koennte ueber mich (hat er auch getan, das weiss ich ;)).

ich glaube auch bei den anderen haette ich kurz geschildert wo ich studiert habe und dann eben vor allem, was ich in der DA gemacht habe, aber nicht meine ganzen unterlagen angehaengt.

Schnelmi
24.02.2009, 21:59
hm, aber lebenslauf wär vielleicht trotzdem nicht schlecht *denk*. ich hab doch einiges passendes nebenbei gemacht, was sonst aber nix mit meiner uni zu tun hat (ich war hiwi an einem anderen institut in einer anderen stadt und dann mein praktikum, auch an einem anderen institut in einer anderen stadt. das sind zwar 2 unterschiedliche sachen, in denen ich wohl eher nicht arbeiten würde, aber das überthema passt und es sind 2 sehr gute institute).

Schnelmi
24.02.2009, 22:08
also. ich glaub, ich mach es mal so und frage mal meine wunschreferenzen, ob sie sich zur verfügung stellen würden. und dann schreib ich die arbeitsgruppen an, die ich interessant finde und schicke meinen lebenslauf mit und den rest, falls sie es wünschen. und das mach ich dann bald *denk*.

freckled
24.02.2009, 22:12
klingt doch gut ;)
lebenslauf würd ich auf jeden fall mitschicken.
du kannst die refernzen ja auch einfach unter den lebenslauf schreiben, falls dir das sonst zu viel ist...