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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hasst ihr den Konjunktiv auch so sehr?



Dido
24.02.2009, 16:12
Oder umgeht ihr den, indem ihr schreibt "Laut xy...", "xy zufolge..." usw.? Also ich meine jetzt wenn ihr Hausarbeiten o.ä. schreibt? Ich verzweifle gerade echt :durchgeknallt:

Anathema
24.02.2009, 16:56
ich musste letztens ne wissenschaftl. Arbeit für ein Seminar schreiben.....hab alle Regeln befolgt.....und am Ende musste ich mir anhören "ich konnte ihre eigene Meinung nicht rauslesen" (die in der Aufgabenstellung aber gar nicht gefragt war)........argh

Zoor
24.02.2009, 17:34
.

Inaktiver User
24.02.2009, 17:37
:lof: für englisch.

Inaktiver User
24.02.2009, 17:38
ich musste letztens ne wissenschaftl. Arbeit für ein Seminar schreiben.....hab alle Regeln befolgt.....und am Ende musste ich mir anhören "ich konnte ihre eigene Meinung nicht rauslesen" (die in der Aufgabenstellung aber gar nicht gefragt war)........argh
:suspekt:

Inaktiver User
24.02.2009, 17:41
nö, ich mag den. Aber ich bin auch durch jahrelangen Lateinunterricht abgehärtet. ;)

wolfgang
24.02.2009, 18:16
Oder umgeht ihr den, indem ihr schreibt "Laut xy...", "xy zufolge..." usw.? Also ich meine jetzt wenn ihr Hausarbeiten o.ä. schreibt? Ich verzweifle gerade echt :durchgeknallt:

Nee.

magda
24.02.2009, 21:50
Ich würde ihn hassen, sähe er nicht so klug aus.
:genau:

Inaktiver User
25.02.2009, 21:44
ich liebe den konjunktiv :lof:

dann hört sich das geschriebene immer so schlau an :D

Inaktiver User
25.02.2009, 21:53
Oder umgeht ihr den, indem ihr schreibt "Laut xy...", "xy zufolge..." usw.? Also ich meine jetzt wenn ihr Hausarbeiten o.ä. schreibt? Ich verzweifle gerade echt :durchgeknallt:

texte, die fast ausschließlich aus konjunktiv-konstruktionen bestehen, sind manchmal anstrengend zu lesen, ja.

aber wirklich furchtbar finde ich eigentlich nur texte, bei denen offenbar wird, dass der verfasser den konjunktiv nicht beherrscht. ^^

Inaktiver User
25.02.2009, 22:18
Ich versuche einfach möglichst unterschiedliche Formen zu verwenden. Solche, die Du erwähnt hast. "Nach XY...", "XY sagt/behauptet/meint...".

Noch mühsamer finde ich Passiv-Konstruktionen von Leuten, die krampfhaft versuchen "ich" zu vermeiden.

Inaktiver User
25.02.2009, 22:26
Noch mühsamer finde ich Passiv-Konstruktionen von Leuten, die krampfhaft versuchen "ich" zu vermeiden.

:D oh ja...

Inaktiver User
25.02.2009, 22:28
Ich hab letztens eine Abschlussarbeit einer Studienfreudin angeschaut, deren Professorin ICH strikt verbietet. Furchtbar.

Inaktiver User
25.02.2009, 22:39
Ich hab letztens eine Abschlussarbeit einer Studienfreudin angeschaut, deren Professorin ICH strikt verbietet. Furchtbar.

der tendenz nach ist es ja richtig, dass man möglichst sachlich und nicht zu stark emotional/persönlich geprägt schreiben sollte.
aber man kann's natürlich auch übertreiben, keine frage.

rhabarber*
25.02.2009, 22:42
Ich hab letztens eine Abschlussarbeit einer Studienfreudin angeschaut, deren Professorin ICH strikt verbietet. Furchtbar.
ein "ich" habe ich auch noch nie in einer hausarbeit oder einem artikel benutzt, fällt mir gerade auf.

wolfgang
25.02.2009, 22:45
Ich hab letztens eine Abschlussarbeit einer Studienfreudin angeschaut, deren Professorin ICH strikt verbietet. Furchtbar.
Das ist doch eher üblich.

Esmeralda83
25.02.2009, 22:56
:troesten: Kann deine Begeisterung für die deutsche Sprache gut nachvollziehen. Der Konjunktiv ist schon eine tolle Erfindung. ;)

wolfgang
26.02.2009, 08:11
:troesten: Kann deine Begeisterung für die deutsche Sprache gut nachvollziehen. Der Konjunktiv ist schon eine tolle Erfindung. ;)
Gelle, Indikativ ist geil. Klingt viel positiver. Da verfliegen dann auch alle Zweifel.

augenweide
26.02.2009, 10:58
also ich schreibe auch nie "ich" in arbeiten, das geht ja mal gar nicht :durchgeknallt: viel zu unwissenschaftlich, es geht dabei ja nicht um meine eigene meinung. passivkonstruktionen braucht man nicht, um "ich" zu vermeiden.

Inaktiver User
26.02.2009, 12:35
da stimme ich augenweide zu. ein "ich" gibts bei mir nur in praktikumsberichten. mein lieblingsprof sagt dazu immer: "ich weiß ja schon, dass alles, was sie schreiben, ihre argumentation ist, da brauchen sie nicht ständig sagen, dass SIE das so sehen" :D .

den konjunktiv verwende ich auch nicht oft. entweder ich schreibe ne aussage und setze ein vgl. oder ich sage z.b. "xy ist soundso, wie peter müller zusammenfasst" blabla. da gibts doch tausend varianten, mit denen man das vermeiden kann. ich kann einfach lange passagen in konjunktiven nicht leiden, weil es sich so statisch liest.

Inaktiver User
26.02.2009, 12:45
also ich schreibe auch nie "ich" in arbeiten, das geht ja mal gar nicht :durchgeknallt: viel zu unwissenschaftlich, es geht dabei ja nicht um meine eigene meinung. passivkonstruktionen braucht man nicht, um "ich" zu vermeiden.
kann man keine eigene wissenschaftliche meinung haben? :suspekt:

ich verwende die 1. person immer da, wo es nötig wird um klar zu machen, dass das jetzt auf meinem eigenen mist gewachsen ist. und weiß auch gar nicht, was das problem daran sein soll?!

Inaktiver User
26.02.2009, 13:51
kann man keine eigene wissenschaftliche meinung haben? :suspekt:

ich verwende die 1. person immer da, wo es nötig wird um klar zu machen, dass das jetzt auf meinem eigenen mist gewachsen ist. und weiß auch gar nicht, was das problem daran sein soll?!

uns wurde im studium (literaturwiss.) immer gesagt, dass man "ich" vermeiden solle, dass es aber dort erlaubt sei, wo es ganz eindeutig um die schilderung der eigenen meinung gehe und darum, sich von anderen standpunkten abzugrenzen. habe das auch immer so gehandhabt, hatte nie ein prof was dran auszusetzen.

augenweide
26.02.2009, 15:27
kann man keine eigene wissenschaftliche meinung haben? :suspekt:
ich verwende die 1. person immer da, wo es nötig wird um klar zu machen, dass das jetzt auf meinem eigenen mist gewachsen ist. und weiß auch gar nicht, was das problem daran sein soll?!
kommt drauf an, wie man das sieht, aber die meinung an sich ist hier doch nicht wissenschaftlich. man hat eine meinung ÜBER etwas wissenschaftliches. und die hat man aufgrund von quellen/literatur (in naturwissenschaften von über versuche, beobachtungen usw.) gebildet, und das ist an der stelle viel fundierter und vor allem informativer und entscheidender als die formulierung "ich...". das problem ist, dass das immer irgendwie etwas naiv wirkt, finde ich.
auch wenn man schreibt "ich möchte zeigen, beweisen, erläutern"...kann man auch schreiben, dass dies die arbeit, das nächste kapitel oder der verfasser, auf den man sich bezieht, tun.
und wenn man in einer arbeit ein fazit zieht oder etwas zusammenfasst, dann kann man alleine am aufbau und am schreibstil erkennen, dass es sich hierbei um eine eigene erkenntnis handelt, da braucht man immer noch kein "ich"...und auch keine passivkonstruktionen.

augenweide
26.02.2009, 15:27
konjunktive gebrauche ich im übrigen gerne bei zusammenfassungen von primärquellen. das passt dann auch gut zum altertümlichen stil. aber das würde ich dann auch nicht seitenlang durchziehen.

Inaktiver User
26.02.2009, 16:30
kommt drauf an, wie man das sieht, aber die meinung an sich ist hier doch nicht wissenschaftlich. man hat eine meinung ÜBER etwas wissenschaftliches. und die hat man aufgrund von quellen/literatur (in naturwissenschaften von über versuche, beobachtungen usw.) gebildet, und das ist an der stelle viel fundierter und vor allem informativer und entscheidender als die formulierung "ich...". das problem ist, dass das immer irgendwie etwas naiv wirkt, finde ich.
auch wenn man schreibt "ich möchte zeigen, beweisen, erläutern"...kann man auch schreiben, dass dies die arbeit, das nächste kapitel oder der verfasser, auf den man sich bezieht, tun.
und wenn man in einer arbeit ein fazit zieht oder etwas zusammenfasst, dann kann man alleine am aufbau und am schreibstil erkennen, dass es sich hierbei um eine eigene erkenntnis handelt, da braucht man immer noch kein "ich"...und auch keine passivkonstruktionen.
vielleicht kommt es hier jetzt auch mal wieder auf den fachbereich an, aber wenn ich nur meinungen über wissenschaftliches haben kann, nicht aber wissenschaftliche meinungen, ... hieße das, dass ich mir nie eine eigene "wissenschaftliche meinung" bilden kann. z.b.: 3 wissenschaftler klassifizieren ein bestimmtes phänomen auf 3 unterschiedliche weisen. ich gucke mir das an - und komme zu dem schluss, dass eine 4. option, meine eigener vorschlag einer klassifizierung noch besser wäre.
das ist dann nicht mehr als eine fundierte meinung über ein wissenschaftliches phänomen, oder?

für mich ist meinung viel mehr als nur ein werturteil, sondern sollte immer entsprechend begründet werden. also z.b. bei dem beispiel der klassifizierung - wenn ich meine eigene version dem gegenüber stellen möchte - wie mache ich das, ohne die 1. person UND passivkonstruktion?

außerdem kommt es mir gelegentlich sehr wohl drauf an klar zu machen, dass etwas meine eigene sichtweise ist. ich sehe nicht, warum ich in diesen fällen auf die 1. person verzichten sollte. das gilt z.b. gerade für konferenzpaper.

Inaktiver User
26.02.2009, 16:31
kommt drauf an, wie man das sieht, aber die meinung an sich ist hier doch nicht wissenschaftlich. man hat eine meinung ÜBER etwas wissenschaftliches. und die hat man aufgrund von quellen/literatur (in naturwissenschaften von über versuche, beobachtungen usw.) gebildet, und das ist an der stelle viel fundierter und vor allem informativer und entscheidender als die formulierung "ich...". das problem ist, dass das immer irgendwie etwas naiv wirkt, finde ich.
auch wenn man schreibt "ich möchte zeigen, beweisen, erläutern"...kann man auch schreiben, dass dies die arbeit, das nächste kapitel oder der verfasser, auf den man sich bezieht, tun.
und wenn man in einer arbeit ein fazit zieht oder etwas zusammenfasst, dann kann man alleine am aufbau und am schreibstil erkennen, dass es sich hierbei um eine eigene erkenntnis handelt, da braucht man immer noch kein "ich"...und auch keine passivkonstruktionen.

ich finde, man kann es übertreiben mit der "ich"-schelte. 10x würde ich in einer literaturwiss. abhandlung auch nicht "ich" schreiben, aber 1x vielleicht. je nachdem. in meiner DA kam das auch an 2-3 stellen vor (auf über 100 seiten). hat niemanden gestört, im gegenteil.

Inaktiver User
26.02.2009, 16:32
uns wurde im studium (literaturwiss.) immer gesagt, dass man "ich" vermeiden solle, dass es aber dort erlaubt sei, wo es ganz eindeutig um die schilderung der eigenen meinung gehe und darum, sich von anderen standpunkten abzugrenzen. habe das auch immer so gehandhabt, hatte nie ein prof was dran auszusetzen.
genau an solchen stellen möchte ich die 1. person nicht missen.

Inaktiver User
26.02.2009, 17:52
kann man keine eigene wissenschaftliche meinung haben? :suspekt:

ich verwende die 1. person immer da, wo es nötig wird um klar zu machen, dass das jetzt auf meinem eigenen mist gewachsen ist. und weiß auch gar nicht, was das problem daran sein soll?!

Das find ich eben auch. Und mein Prof sieht das glücklicherweise auch so.

Ansonsten hab ich einfach immer nachgefragt, ob mans beim entsprechenden Prof darf oder nicht. Insgesamt ist es aber schon so, dass dieses wissenschaftliche Dogma nicht mehr immer und überall gilt.

Ich brauche "ich" zumeist in Einleitung und Schluss und bei Überleitungen von Kapiteln und Unterkapiteln.

Inaktiver User
26.02.2009, 17:59
kommt drauf an, wie man das sieht, aber die meinung an sich ist hier doch nicht wissenschaftlich. man hat eine meinung ÜBER etwas wissenschaftliches. und die hat man aufgrund von quellen/literatur (in naturwissenschaften von über versuche, beobachtungen usw.) gebildet, und das ist an der stelle viel fundierter und vor allem informativer und entscheidender als die formulierung "ich...". das problem ist, dass das immer irgendwie etwas naiv wirkt, finde ich.
auch wenn man schreibt "ich möchte zeigen, beweisen, erläutern"...kann man auch schreiben, dass dies die arbeit, das nächste kapitel oder der verfasser, auf den man sich bezieht, tun.
und wenn man in einer arbeit ein fazit zieht oder etwas zusammenfasst, dann kann man alleine am aufbau und am schreibstil erkennen, dass es sich hierbei um eine eigene erkenntnis handelt, da braucht man immer noch kein "ich"...und auch keine passivkonstruktionen.

Ich glaube, es ist allen klar, wie man das "ich" umgeht, die Frage ist doch warum man es tun soll.

augenweide
26.02.2009, 18:41
ich habe das ausgeführt, weil irgendjemand (du?) meinte, dass die passivkonstruktionen schrecklich seien, die das umgehen. das klang so, als gebe es nur die wahl "erste person" oder "gestelzte passivkonstruktionen". und dann schien mir hier die meinung vertreten, dass die erste person bei "wissenschaftlichen meinungen" unerlässlich wäre.

Inaktiver User
26.02.2009, 18:43
ich bin jetzt total verwirrt.
:rose2:

Inaktiver User
26.02.2009, 18:47
und dann schien mir hier die meinung vertreten, dass die erste person bei "wissenschaftlichen meinungen" unerlässlich wäre.

Ich persönlich finde, dass das so ist. Man soll "ich" (Meines Erachtens, meiner Meinung nach,...) schreiben. Aber eben, an dieser Frage scheiden sich die Geister. ;)

jewa
26.02.2009, 18:47
also konjunktiv benutze ich nicht, sondern ich schreib immer "nach ansicht von....", xy vertritt die these..." usw.

und ob man "ich"/"der verfasser dieser arbeit" oder nur "die arbeit" schreibt, ist mMn rein geschmäcklerisch und hat nichts mit der (Un)-Wissenschaftlichkeit einer Arbeit zu tun.

augenweide
26.02.2009, 18:48
ich bin jetzt total verwirrt.
:rose2:

hm, egal, ich hab kopfweh ;) :rotwein:

Inaktiver User
26.02.2009, 18:54
und ob man "ich"/"der verfasser dieser arbeit" oder nur "die arbeit" schreibt, ist mMn rein geschmäcklerisch und hat nichts mit der (Un)-Wissenschaftlichkeit einer Arbeit zu tun.
oh, ich benutze z.b. auch die alternativen nicht und dennoch bin ich der meinung, dass ich durchaus einige thesen bilde ;). aber ein ich fände ich dann noch schöner als "der verfasser dieser arbeit", das klingt schon recht gestelzt.

jewa
26.02.2009, 19:01
oh, ich benutze z.b. auch die alternativen nicht und dennoch bin ich der meinung, dass ich durchaus einige thesen bilde ;). aber ein ich fände ich dann noch schöner als "der verfasser dieser arbeit", das klingt schon recht gestelzt.

ja, der "verfasser dieser arbeit" klingt fürchterlich, mag ich auch nicht. aber ich habs schon paar mal gelesen.

und wenn du es ohne die von mir genannten umschreibungen hinkriegst, deine thesen von der literatur abzugrenzen, umso besser.

Inaktiver User
26.02.2009, 23:29
und dann schien mir hier die meinung vertreten, dass die erste person bei "wissenschaftlichen meinungen" unerlässlich wäre.

nein, das sehe ich nicht so (ich zumindest habe das nicht gemeint).
ich hab lediglich gesagt, dass ich das totale "ich"-verbot (wie das jetzt klingt ;)) für unsinnig halte.

Dido
01.03.2009, 17:03
den konjunktiv verwende ich auch nicht oft. entweder ich schreibe ne aussage und setze ein vgl. oder ich sage z.b. "xy ist soundso, wie peter müller zusammenfasst" blabla. da gibts doch tausend varianten, mit denen man das vermeiden kann. ich kann einfach lange passagen in konjunktiven nicht leiden, weil es sich so statisch liest.
Also das ich eine Quellenangabe hinter entsprechende Textpassagen setze ist ja selbstverständlich. Aber das alleine ist doch nicht ausreichend, oder? Ich hab es jedenfalls so gelernt, dass man klar deutlich machen muss, dass es sich nicht um die eigene Meinung handelt und das geht eben nur mit Konjunktiv oder indem man schreibt "xy vertritt die Ansicht..." o.ä.!?

Inaktiver User
01.03.2009, 17:42
Also das ich eine Quellenangabe hinter entsprechende Textpassagen setze ist ja selbstverständlich. Aber das alleine ist doch nicht ausreichend, oder? Ich hab es jedenfalls so gelernt, dass man klar deutlich machen muss, dass es sich nicht um die eigene Meinung handelt und das geht eben nur mit Konjunktiv oder indem man schreibt "xy vertritt die Ansicht..." o.ä.!?
es kann sich aber ja auch die eigene meinung handeln, für den fall habe ich das jetzt genommen. wenn ich nicht seiner meinung bin schreibe ich dann meist nicht, dass jemand die ansicht vertritt, sondern "entgegen xy" oder "aufgrund blabla kann xys einordnung des werks in den symbolismus oder so nicht bestätigt werden". sowas halt.

Dido
02.03.2009, 10:37
es kann sich aber ja auch die eigene meinung handeln, für den fall habe ich das jetzt genommen. wenn ich nicht seiner meinung bin schreibe ich dann meist nicht, dass jemand die ansicht vertritt, sondern "entgegen xy" oder "aufgrund blabla kann xys einordnung des werks in den symbolismus oder so nicht bestätigt werden". sowas halt.
Ja aber das ist dann ja wieder die Frage, ob die eigene Meinung überhaupt erwünscht ist. Verstehst du was ich meine?

Inaktiver User
02.03.2009, 13:52
aber ein ich fände ich dann noch schöner als "der verfasser dieser arbeit", das klingt schon recht gestelzt.

vor allem ist es inhaltlich ja exakt das gleiche. nur blöder und komplizierter formuliert.

Inaktiver User
02.03.2009, 14:26
Ja aber das ist dann ja wieder die Frage, ob die eigene Meinung überhaupt erwünscht ist. Verstehst du was ich meine?
nee :D . ich find es voll schwer, darüber zu schreiben, nicht zu reden.

Dido
02.03.2009, 16:25
nee :D . ich find es voll schwer, darüber zu schreiben, nicht zu reden.
Ok...also du sagst, wenn du die Meinung des Autors teilst, dann schreibst du nicht im Konjunktiv, sondern setzt lediglich hinter den Satz ein "vgl. xy" in Klammerin, richtig?
Aber ich frage mich halt ob die eigene Meinung beim wissenschaftlichen Schreiben überhaupt von Interesse ist. Also ob es nicht egal ist wessen Meinung ich teile oder nicht teile. Und ob ich nicht deshalb grundsätzlich im Konjunktiv schreiben muss...

Inaktiver User
02.03.2009, 18:20
Ok...also du sagst, wenn du die Meinung des Autors teilst, dann schreibst du nicht im Konjunktiv, sondern setzt lediglich hinter den Satz ein "vgl. xy" in Klammerin, richtig?
Aber ich frage mich halt ob die eigene Meinung beim wissenschaftlichen Schreiben überhaupt von Interesse ist. Also ob es nicht egal ist wessen Meinung ich teile oder nicht teile. Und ob ich nicht deshalb grundsätzlich im Konjunktiv schreiben muss...
das sehe ich nicht so.
ich komme aufgrund wissenschaftlicher methoden zu einer meinung. das ist aber keine unreflektierte "ich denk mal"-meinung, sondern bildet als these das ergebnis meiner arbeit. zu dieser arbeit gehört der umgang mit sek.literatur. wenn ich nun einem anderen autor zustimme und seine these /aussage auch anbringen möchte schreibe ich entweder vgl. oder übernehme mal eine aussage im konjunktiv. das kann man variieren, macht aber keinen krassen unterschied.

Inaktiver User
02.03.2009, 20:54
Ok...also du sagst, wenn du die Meinung des Autors teilst, dann schreibst du nicht im Konjunktiv, sondern setzt lediglich hinter den Satz ein "vgl. xy" in Klammerin, richtig?
Aber ich frage mich halt ob die eigene Meinung beim wissenschaftlichen Schreiben überhaupt von Interesse ist. Also ob es nicht egal ist wessen Meinung ich teile oder nicht teile. Und ob ich nicht deshalb grundsätzlich im Konjunktiv schreiben muss...

Wenn man wirklich einmal ein selbstständig forschender Wissenschaftler werden will, dann ist die Herausbildung einer eigenen Meinung sehr relevant. Sonst ist meines Erachtens der Sinn des Studiums verfehlt.

Dido
03.03.2009, 00:17
Wenn man wirklich einmal ein selbstständig forschender Wissenschaftler werden will, dann ist die Herausbildung einer eigenen Meinung sehr relevant. Sonst ist meines Erachtens der Sinn des Studiums verfehlt.
Vielleicht reden wir auch über verschiedene Dinge. Also das man in einer Diplomarbeit z.B. eigene Schlüsse ziehen muss ist klar. Aber wenn ich in einer Hausarbeit ein bestimmtes Thema bearbeite geht es doch eigentlich vorangig darum zusammen zu tragen was verschiedene Autoren dazu herausgefunden haben. Und auch die sagen ja eigentlich nicht ihre Meinung sondern stellen ihre Forschungsergebnisse dar.
Und klar zieht man am Ende dann bestimmte Schlüsse oder Folgerungen aber zunächst muss man doch eine Basis dafür schaffen.
Ach ich glaub das ist jetzt alles sehr wirr :durchgeknallt:

Inaktiver User
03.03.2009, 07:50
Vielleicht reden wir auch über verschiedene Dinge. Also das man in einer Diplomarbeit z.B. eigene Schlüsse ziehen muss ist klar. Aber wenn ich in einer Hausarbeit ein bestimmtes Thema bearbeite geht es doch eigentlich vorangig darum zusammen zu tragen was verschiedene Autoren dazu herausgefunden haben. Und auch die sagen ja eigentlich nicht ihre Meinung sondern stellen ihre Forschungsergebnisse dar.
Und klar zieht man am Ende dann bestimmte Schlüsse oder Folgerungen aber zunächst muss man doch eine Basis dafür schaffen.
Ach ich glaub das ist jetzt alles sehr wirr :durchgeknallt:
vielleicht kommmt es auch daher, dass wir in unterschiedlichen bereichen studieren? ich studiere literaturwissenschaften und meine haupterkenntnisquelle sind die texte selbst, die sekundärliteratur kann auch immer nur auf sie aufbauen. und als guter student sollte ich eben relativ gut auch eigene schlüsse ziehen und auch in einer hausarbeit nicht nur zusammentragen, sondern eigene thesen bilden.

Dido
03.03.2009, 09:58
vielleicht kommmt es auch daher, dass wir in unterschiedlichen bereichen studieren? ich studiere literaturwissenschaften und meine haupterkenntnisquelle sind die texte selbst, die sekundärliteratur kann auch immer nur auf sie aufbauen. und als guter student sollte ich eben relativ gut auch eigene schlüsse ziehen und auch in einer hausarbeit nicht nur zusammentragen, sondern eigene thesen bilden.
Ja aber ich muss ja auch erstmal eine Basis dafür schaffen hinterher eigene Schlüsse ziehen zu können. Naja egal, das führt jetzt alles schon am Thema vorbei.

Inaktiver User
03.03.2009, 10:23
Vielleicht reden wir auch über verschiedene Dinge. Also das man in einer Diplomarbeit z.B. eigene Schlüsse ziehen muss ist klar. Aber wenn ich in einer Hausarbeit ein bestimmtes Thema bearbeite geht es doch eigentlich vorangig darum zusammen zu tragen was verschiedene Autoren dazu herausgefunden haben. Und auch die sagen ja eigentlich nicht ihre Meinung sondern stellen ihre Forschungsergebnisse dar.
Und klar zieht man am Ende dann bestimmte Schlüsse oder Folgerungen aber zunächst muss man doch eine Basis dafür schaffen.
Ach ich glaub das ist jetzt alles sehr wirr :durchgeknallt:
das kommt wohl aufs thema an? :durchgeknallt:

es könnte ja auch vorkommen, dass du in einer hausarbeit eine eigene these vertrittst in abgrenzung zu anderen autoren.

Inaktiver User
03.03.2009, 11:21
Ja aber ich muss ja auch erstmal eine Basis dafür schaffen hinterher eigene Schlüsse ziehen zu können. Naja egal, das führt jetzt alles schon am Thema vorbei.
naja, ich hol mir die basis eben lieber aus dem primärtext und setze mich danach erst zweitrangig mit der forschung auseinander. bei uns gibts sogar profs, die empfehlen, zunächst eine hausarbeit ohne seklit zu schreiben und erst hinterher zur affirmation etc. die seklit einzuarbeiten. aber du hast recht, geht wohl am konjunktiv schon sehr vorbei ;).

Dido
03.03.2009, 11:59
weg

Amylen
03.03.2009, 12:14
Wie war das noch? These, Antithese - Synthese. Nach diesem Prinzip funktioniert doch jede wissenschaftliche Arbeit eigentlich. Man führt verschiedene Ansichten zu einem Thema auf, vergleicht, analysiert, führt am Ende das Wesentliche zusammen (voilà, die neue "eigene" Meinung, von der man aber ja niemals schreiben darf, dass es die eigene Meinung ist, sondern einfach nur die sachliche Schlussfolgerung aus den zuvor genannten Argumenten). So hab ich das jedenfalls nach 16 Hochschulsemestern verstanden. Mit Literaturarbeiten kenne ich mich allerdings nicht aus... Und meine eigene Meinung/Stellungnahme habe ich in den ersten beiden Semestern mal zum Ausdruck gebracht, recht schnell aber gemerkt, dass die unwichtig, weil unwissenschaftlich/nicht fundiert oder durch wissenschaftliche Erkenntnisse gesichert ist. Also hab ichs von da an gelassen. Vielleicht ist auch das in anderen Fächern wieder anders..