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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Noten-Inflation"



Inaktiver User
27.02.2009, 20:38
Ich bin gerade an den Abschlussprüfungen. (Geschichte und Germanistik an einer schweizer Uni)

Meine Noten sind bisher sehr gut. Allerdings kann ich mich nicht so recht darüber freuen. Ich kenn sehr viele Leute, die auch so gute Noten hatte. Und irgendwie kennt jeder auch nur Leute, die Noten über 5 (6 ist die beste Note hier) haben.

Ich find das sehr komisch. Eine 6 bzw. 1 in D bedeutet doch "perfekt". Meine 6 war meines Erachtens keine 6. Vielleicht eine 5 oder 5,5, aber keine "perfekte" Leistung.

°Tab
27.02.2009, 21:17
naja das ist denk ich mal fächerspezifisch. ne freundin von mir macht psychologie und meinte, wer nen vordiplom von schlechter als 1,irgendwas hat, ist echt schlecht.
ich mach biobachelor, und wer am ende ne note von 2,0 hat, ist schon echt gut. irgendwas mit 1 zu haben, ist für "normal" intelligente menschen traumhaft.

Inaktiver User
27.02.2009, 21:19
Mein Freund hat auch schonmal gesagt, bei ihm an der Uni sei das in Physik so. 1,0 = sehr gut, 1,3 = gut, 1,7= befriedigend, 2 =ausreichend, 2,x = Was willst du überhaupt, verschwinde von der Uni.

Inaktiver User
27.02.2009, 21:22
Bei uns gibts nicht mal so Feinheiten, sondern nur ganze und halbe Noten.

Inaktiver User
27.02.2009, 21:23
naja das ist denk ich mal fächerspezifisch.


Das ist auf jeden Fall so. Aber wenn man so ein "Massen-Fach" wie ich studiert und dann hat noch jeder sehr gute Noten im Zeugnis, wie soll man sich die abgrenzen?

TheGirl
27.02.2009, 22:05
irgendwie hab ich das gefühl, wenn man das 1.jahr (also im Bachelor) überstanden hat, dann wird ganz klar viel lockerer benotet. freut mich natürlich einerseits, weil ich einen deutlich besseren notenschnitt habe als z.B. noch in der Schule. Anderseits macht man sich dann aber schon gedanken, wenn man halt hört, dass andere nochmals ein ganzes stück besser sind und alles 5,5 und 6er haben.
finds echt schwierig einzuschätzen, wie ernst man die noten schlussendlich nehmen kann...

Wolkenlos
27.02.2009, 22:11
Ist auch mein Eindruck.
Eine Freundin hat eine 2,0 in der Examensarbeit und ist darüber "enttäuscht", obwohl's ja eigetlich ne gute Note ist.

°Tab
27.02.2009, 23:02
mh..naja zumindest bei mir wurds nicht lockerer:/ ..
allerdings denk ich, dass man sich eben nicht durch noten, sondern durch andere dinge abgrenzen muss. Praktika z.b.

vielleicht gabs früher nicht so gute noten(WENN das so war), weil die informationsdichte nicht so gut war: sprich heute gibt es folien, haufenweise sekundärliteratur, wikipedia;D, altklausuren usw.

Asterisque
27.02.2009, 23:39
Ist wirklich sehr fächerabhängig. Eine Freundin von mir hat tagelang geheult, weil sie in einer Prüfung von Grundschulpäda nur eine 2 hatte. Ich hingegen würd echt 'ne Flasche Schampus aufmachen, wenn ich 7 von 18 theoretisch möglichen Punkten hätte. Bei uns in Jura gibt es zB nur rein theoretisch ein "sehr gut".

Softball-girl
28.02.2009, 00:22
"Studie des Wissenschaftsrates

Für seine Studie verglich der Wissenschaftsrat nun schon zum zweiten Mal die Noten von 200.000 Prüfungen: Die besten Abschlüsse erhielten Biochemiker mit einem Durchschnittswert von 1,51. Fast 60 Prozent bekamen ein "Sehr gut", ein Drittel die Note "Zwei". Nur drei Prozent wurden mit Befriedigend bewertet, eine Vier erhielt überhaupt keiner. In der Rangliste der Fächer mit den besten Noten folgen mit Biologie und Physik (je 1,54), Mathematik (1,58), Psychologie (1,59), Biotechnologie und Chemie (je 1,66) weitere Naturwissenschaften. Insgesamt schließen in diesem Bereich 87 Prozent mit einem "Sehr gut" oder "Gut" ab. [..]
Die Durchschnittsnoten der Geistes- und Sprachwissenschaftler liegen im Spitzenbereich: Ganz vorne steht die Philosophie (1,67), gefolgt von Kunstgeschichte und Geschichte (beides 1,74). Der Notendurchschnitt bei Germanisten beträgt 1,81, Anglisten kommen auf 1,87. In den Ingenieurwissenschaften erhalten 82 Prozent der Absolventen ein "Sehr gut" oder ein "Gut". In den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften tendieren die Professoren zu etwas schwächeren Noten, sie vergeben an 90 Prozent der Absolventen ein "Gut" oder "Befriedigend". Vorne liegen hier Politologen (1,82) und Soziologen (1,87), es folgen Volkswirtschaftslehre (2,13) und Betriebswirtschaftslehre (2,15).

Strengere Noten verteilen die Prüfer hingegen in den Staatsexamensstudiengängen, möglicherweise allein schon deshalb, weil sich hier Prüfer und Prüflinge weniger kennen. Beträgt der Schnitt bei Lehramts-Staatsexamen 2,6, so liegt er in Medizin bei 2,19. Nur jeder sechste Absolvent erhält dort ein "Sehr gut", jeder zweite "Gut", einer von drei Studenten muss sogar mit dem Prädikat "Befriedigend" vorlieb nehmen." - http://berufsstart.monster.de/16385_de-DE_p1.asp

hier alles : http://www.wissenschaftsrat.de/texte/7769-07.pdf

augenweide
28.02.2009, 00:46
das ist bei meinem freund in seinem naturwissenschaftlichem fach ähnlich. er hatte in allen seinen diplomprüfungen eine 1.0. das ist schon nochmal deutlich besser als der durchschnitt, aber es haben öfter mal leute eine 1.0 (in meinem fach eher selten) und er kennt mindestens drei leute aus seinem jahrgang (25 leute), die auch einen abschluss mit 1.0 machen/machen werden. ich find die notengebung da auch ein bisschen sinnlos, naja.

was will man machen...freu dich, dass du dem "klassenziel gerecht wirst" oder so ähnlich ;) :rose2:

TheGirl
28.02.2009, 09:45
@briseis: an welcher uni bist du denn?

Inaktiver User
28.02.2009, 10:57
ich kann dich schon verstehen, briseis... hatte den gedanken während meiner DA-phase und auch am ende auch öfters.
aber andererseits, wie hier schon geschrieben wurde: man muss, denke ich, wirklich differenzieren nach fachbereichen... (eine gute 3 ist für einen juristen was anderes als für einen germanisten, als ganz plattes beispiel).

und teilweise ist die notengebung ja sogar von uni zu uni, von fachgebiet zu fachgebiet und v. a. auch evtl. sogar nochmal von prof zu prof (!) verschieden. auch bei uns gibt es profs, bei denen bekannt ist, dass eine 1 relativ leicht zu haben ist, und andere, bei denen klar ist, das sind relativ harte prüferknochen (... und eine 1 da eher die ausnahme als die regel).

was mich während der abschlussphase z. t. sehr ernüchtert hat, war die erkenntnis, dass bei fast allen noten (v. a. in mündlichen prüfungen - zumindest hier bei uns in den geisteswissenschaftl. fächern) immer auch ein element von willkür mitschwingt - das wohlwollen bzw. eine grundsätzlich gutmeinende haltung gegenüber dem prüfling machen viel aus.

und was deinen fall angeht, nochmal ganz konkret:
gute kontakte sind für eine wiss. karriere m. e. fast noch wichtiger als ein guter bzw. sehr guter abschluss. ohne die läuft eigentlich wenig bis gar nichts. und da scheinst du ja einen prof/betreuer zu haben, der sich sehr kümmert. das ist doch wiederum eigentlich ein großes plus (... denn das hat sicher auch nicht jeder).

BomChickaWahWah
28.02.2009, 11:08
Das ist auf jeden Fall so. Aber wenn man so ein "Massen-Fach" wie ich studiert und dann hat noch jeder sehr gute Noten im Zeugnis, wie soll man sich die abgrenzen?

Durch die eigene Persönlichkeit/das Auftreten, durch Nebenjobs, Praktika, andere Fertig- und Fähigkeiten, soft skills.

augenweide
28.02.2009, 11:18
*zustimm*
noten sind wirklich nicht alles bei bewerbungen.

Inaktiver User
28.02.2009, 11:24
*zustimm*
noten sind wirklich nicht alles bei bewerbungen.

nein, aber für eine akademische karriere z. b. unter umständen schon sehr wichtig. und dass es einen blöden nachgeschmack hat, wenn man sieht, dass man trotz sehr viel anstrengung mit dem eigenen "sehr gut" "nur im durchschnitt des eigenen fachs" liegt, kann man auch irgendwo verstehen.
trotzdem hilft es natürlich nix, sich dadrauf zu versteifen.

Zoor
28.02.2009, 12:14
.

The Big Blue
28.02.2009, 14:11
2,15 als Durchschnittsnote in BWL? Hmm, bei uns lag die Bachelordurchschnittsnote letztes Jahr bei 2,7 oder so, wenn ich mich gerade schwer täusche.

Die UDE steht ja nicht für den bundesdeutschen Durchschnitt ;)

venea
28.02.2009, 14:31
Strengere Noten verteilen die Prüfer hingegen in den Staatsexamensstudiengängen, möglicherweise allein schon deshalb, weil sich hier Prüfer und Prüflinge weniger kennen.

das kann ich zumindest für meine uni bestätigen. im staatsexamen wurden die noten von externen gemacht, die man nie zuvor gesehen hatte und der schnitt war in der anglistik mit 3,5 alles andere als berauschend in meinem durchgang (nicht dass die jahre davor besser gewesen wären...)

Inaktiver User
28.02.2009, 14:36
das kann ich zumindest für meine uni bestätigen. im staatsexamen wurden die noten von externen gemacht, die man nie zuvor gesehen hatte und der schnitt war in der anglistik mit 3,5 alles andere als berauschend in meinem durchgang (nicht dass die jahre davor besser gewesen wären...)

hm. bei uns haben die lehramtsleute im examen eher einen vorteil, zumal dann, wenn sie schwerpunkt didaktik wählen (im schriftlichen, d. h. bei der abschlussarbeit): die didaktiker vor ort sind für sehr großzügige wertung bekannt.
das ist wohl aber tatsächlich verschieden.

La Reina Roja
28.02.2009, 16:30
das mit den Noten find ich an der Uni auch sehr seltsam..
im ersten Jahr muss man bei uns alle Prüfungen bestehen, damit man weiter studieren kann. Bestehen tut man erst ab 4.0, die beste Note 6.0 wird eigentlich nie vergeben (auf dem notenspiegel meist 1 oder 2 von 250), 5.5 auch kaum, damit haben doch dann am Ende alle 4, 4.5 oder ne 5 und das kann doch die Leistungen nicht angemessen wiederspiegeln, wenn alle so dicht zusammen sind..

°Tab
28.02.2009, 17:20
ich kann das mit den guten noten in den naturwissenschaften fast gar nicht glauben. aber das sind sicher diplomnoten.die sind tendentiell besser. bachelor ist glaub ich schon durch das grundstudium, das zu 1/3 in die endnote eingeht schlechter. (zumindest schreiben die unis als zulassungsvorraussetzung zum master oft "above average <2,4")

Softball-girl
28.02.2009, 19:17
2,15 als Durchschnittsnote in BWL? Hmm, bei uns lag die Bachelordurchschnittsnote letztes Jahr bei 2,7 oder so, wenn ich mich gerade schwer täusche.

das ist der BUNDESdurchschnitt, ich kenne deine uni leider nicht.
aber in dem verlinkten dokument kannst du die noten fuer jeden einzelne uni abrufen! musst es nur durchsuchen. :)

Anathema
01.03.2009, 11:19
ich studiere Wiwi und bei uns ist es irgendwie nicht mehr das Ziel ne "gute Note" zu schreiben sondern einfach nur zu bestehen....es werden auch kaum Noten besser als 3,0 vergeben...

TheGirl
01.03.2009, 11:26
ein wenig off-topic: weiss jemand, wie schweizer noten auf deutsche umgerechnet werden?

Zoor
01.03.2009, 13:16
.

Zoor
01.03.2009, 13:23
.

Inaktiver User
01.03.2009, 13:53
und dass es einen blöden nachgeschmack hat, wenn man sieht, dass man trotz sehr viel anstrengung mit dem eigenen "sehr gut" "nur im durchschnitt des eigenen fachs" liegt, kann man auch irgendwo verstehen.
Das ist mein Problem auch gerade. Es wird bei uns so dermaßen gut benotet, dass ich keine Ahnung hab, ob meine Noten jetzt durch meine Leistung oder durch die Art der Notengebung zustande gekommen sind. Was natürlich heißt, dass ich mich über die Noten auch nicht wirklich freue, sondern eher ein schlechtes Gewissen habe, die Noten so nachgeworfen zu kriegen.

°Tab
01.03.2009, 14:26
naja aber nen potentiellen arbeitgeber kannste damit trotzdem beeindrucken. zwar wissen die welche uni gut und welche schlecht ist oder so..aber ich glaub die wenigsten interessieren sich für die notengebung.

Inaktiver User
01.03.2009, 14:48
naja aber nen potentiellen arbeitgeber kannste damit trotzdem beeindrucken. zwar wissen die welche uni gut und welche schlecht ist oder so..aber ich glaub die wenigsten interessieren sich für die notengebung.
Keine Ahnung. Darum geht's mir eigentlich gerade auch weniger, ich bin einfach frustriert ;)

°Tab
01.03.2009, 15:16
schon klar, nur man soll ja nicht immer nur das negative sehen;)...

Inaktiver User
01.03.2009, 15:33
Das ist mein Problem auch gerade. Es wird bei uns so dermaßen gut benotet, dass ich keine Ahnung hab, ob meine Noten jetzt durch meine Leistung oder durch die Art der Notengebung zustande gekommen sind. Was natürlich heißt, dass ich mich über die Noten auch nicht wirklich freue, sondern eher ein schlechtes Gewissen habe, die Noten so nachgeworfen zu kriegen.

in dem artikel, den softball-girl (war sie das? hab's grad vergessen) weiter oben verlinkt hatte, stand u. a., dass sehr gute abschlüsse durch die häufigkeit, mit der sie vergeben werden, eigentlich entwertet werden, weil so die wirklich sehr guten und die eigentlich nur durchschnittlichen absolventen zumindest auf der notenebene kaum noch voneinander unterschieden werden können.
finde das sehr nachvollziehbar.
trotzdem kann man es als einzelner ja kaum ändern. bei uns gibt es auch teilweise profs, die wirklich sehr hart werten, und denen irgendwelche bundes-durchschnittswerte egal sind. bei denen zählt dann nur die eigene messlatte, zählen nur die eigenen harten qualitätskriterien, unabhängig von dem, was sonst an maßstab eigentlich so üblich ist. nobel, aber natürlich blöde für den, der sich dann am ende mit der breiten (besser bewerteten) masse des fachs messen muss, obwohl er eigentlich nicht schlechter ist.

Inaktiver User
01.03.2009, 15:42
naja aber nen potentiellen arbeitgeber kannste damit trotzdem beeindrucken. zwar wissen die welche uni gut und welche schlecht ist oder so..aber ich glaub die wenigsten interessieren sich für die notengebung.

wissen sie das? wieviel sagen rankings wirklich über das anspruchsniveau und auch die qualität der lehre an einer uni aus? nähren sich positiv-legenden nicht auch immer selbst?
dazu gab's hier doch schon so viele debatten.

die EBS z. b. hat top-bewertungen... und ich kenne einen prof von dort, der es dort nur kurze zeit ausgehalten hat, weil ihm die art und weise, wie dort "geld", "einflussnahme der eltern" und "vergabe von noten" verknüpft waren, sehr aufgestoßen ist. inzwischen hat er die uni gewechselt.
möchte nichts pauschalisieren, aber das von ihm so zu hören war schon... naja. man denkt sich dann so seinen teil.

Inaktiver User
01.03.2009, 15:48
Je länger ich mir diese Statistik anschaue, um so mehr ärgern mich Privatunis wie Witten-Herdecke.
WiWi-Diplom-Durchschnitt dort bei 1,25, nächste Uni bei 1,89 und Gesamtdurchschnitt bei 2,19. Absolut lächerlich, wie dort die Noten verschenkt werden. Aber wenn man 23.200 € für 6 Semester nimmt, muss man schließlich auch irgendwas bieten. Allein an der "tollen Lehre" kann solch ein frappierender Unterschied nicht liegen.

man könnte natürlich auch argumentieren, dass eine solche privatuni nur die besten, klügsten und strebsamsten durch ihre tore lässt ;D (... vorsicht, ironie).

Zoor
01.03.2009, 16:09
.

Inaktiver User
01.03.2009, 16:33
in dem artikel, den softball-girl (war sie das? hab's grad vergessen) weiter oben verlinkt hatte, stand u. a., dass sehr gute abschlüsse durch die häufigkeit, mit der sie vergeben werden, eigentlich entwertet werden, weil so die wirklich sehr guten und die eigentlich nur durchschnittlichen absolventen zumindest auf der notenebene kaum noch voneinander unterschieden werden können.
finde das sehr nachvollziehbar.
trotzdem kann man es als einzelner ja kaum ändern. bei uns gibt es auch teilweise profs, die wirklich sehr hart werten, und denen irgendwelche bundes-durchschnittswerte egal sind. bei denen zählt dann nur die eigene messlatte, zählen nur die eigenen harten qualitätskriterien, unabhängig von dem, was sonst an maßstab eigentlich so üblich ist. nobel, aber natürlich blöde für den, der sich dann am ende mit der breiten (besser bewerteten) masse des fachs messen muss, obwohl er eigentlich nicht schlechter ist.
Genau das ist eben das Problem. Ich hätte notenmäßig keine Chance, mich abzusetzen, wenn ich besser wäre (ich weiß nicht, ob ich es bin).
Und wenn ich mir Profs aussuche, bei denen ich das rausfinden könnte, dabei aber das Risiko eingehe, bestenfalls ne 2,0 zu kriegen statt relativ sicher ne 1,3 oder 1,0, dann überlege ich mir das schon.

Zur Sache habe ich sonst nichts beizutragen - aber ich finde es beruhigend, dass es hier Leute gibt, die das genauso sehen. Von meinen Kommilitoninnen höre ich meistens nur: "Freu dich doch einfach!" :durchgeknallt:

°Tab
01.03.2009, 16:41
@waldhörnchen:
nö, aber so oberflächlich weiß man ja schon welche uni nen guten ruf hat und welche nicht (schließlich sind das auch studierte leute). aaaaaaaaber so detailliert wissen die sicher nicht bescheid. das denk ich auch. also das meinte ich damit, dass sie sich nicht für die notengebung interessieren.

°Tab
01.03.2009, 16:46
Und das ist nicht mal unbedingt nur von Uni zu Uni verschieden, sondern auch von Schwerpunkt zu Schwerpunkt. Bei uns kann man Schwerpunktkombinationen wählen, mit denen man mit einer 2,0 im Durchschnitt wirklich sehr gut ist. Bei anderen Kombinationen ist man mit so einer Note eher im Mittelfeld.

--> jap das ist schon ziemlich scheiße. is bei uns auch so. da gibts module, bei denen die leute reihenweise 1er kriegen und dann gibts welche, bei denen es nur 2-3 gibt.
bei unserem bachelor gibts son ranking, da wird man mit seiner leistung in die leistung von 3 jahrgängen eingestuft, aber trotzdem ..

air.sur.terre
01.03.2009, 17:04
man könnte natürlich auch argumentieren, dass eine solche privatuni nur die besten, klügsten und strebsamsten durch ihre tore lässt ;D (... vorsicht, ironie).

haha. ja! wenn ich sehe, was für vollidioten aus meiner stufe/schule auf der ebs sind, dann denk ich da echt nur meinen teil zu:D :D

Inaktiver User
01.03.2009, 17:19
@waldhörnchen:
nö, aber so oberflächlich weiß man ja schon welche uni nen guten ruf hat und welche nicht (schließlich sind das auch studierte leute).

genau das denke ich eben nicht, das ist mir zu pauschal.
ich erinnere mich an das posting einer mainzer studentin hier im forum, die schrieb, an ihrer uni seien die klausuren doppelt und dreifach hart und das niveau eher recht hoch, weil die profs sich darüber geärgert hätten, dass die betreffende hochschule im betreffenden fach im offiziellen ranking so schlecht abgeschnitten hätte. das gibt's auch.
und dann ist eben die frage, wie aussagekräftig diese rankings letztlich wirklich sind. letztlich neigt ein einmal erworbener sehr guter (oder auch eher schlechter) ruf auch sehr dazu, sich selbst zu nähren.

°Tab
01.03.2009, 17:22
ok,das versteh ich natürlich. das problem ist existent aber letztendlich sind das faktoren, die man nicht einschätzen kann und natürlich sind rankings oft nur nen durchschnitt bzw. eine momentaufnahme.
ich mein noten ansich sind ja schon fürn arsch, wenn man so will. ein freund von mir ist echt clever, hat aber immer nur mittelmäßige noten. da könnte man auch fragen: wo ist die gerechtigkeit?

Zoor
01.03.2009, 18:23
.

°Tab
01.03.2009, 18:56
hahaha ja sie haben recht;D..auch wenn sich die uni echt mühe gibt.

Inaktiver User
01.03.2009, 19:23
Genau das ist eben das Problem. Ich hätte notenmäßig keine Chance, mich abzusetzen, wenn ich besser wäre (ich weiß nicht, ob ich es bin).
Und wenn ich mir Profs aussuche, bei denen ich das rausfinden könnte, dabei aber das Risiko eingehe, bestenfalls ne 2,0 zu kriegen statt relativ sicher ne 1,3 oder 1,0, dann überlege ich mir das schon.

Zur Sache habe ich sonst nichts beizutragen - aber ich finde es beruhigend, dass es hier Leute gibt, die das genauso sehen. Von meinen Kommilitoninnen höre ich meistens nur: "Freu dich doch einfach!" :durchgeknallt:

"freu dich doch" in dem kontext ist gut gemeint, aber in gewisser hinsicht kurz gedacht. böse wird es nämlich dann, wenn man sich mit dem (z. b...) 2er-abschluss dann auf stellen bewirbt, für die ganz offiziell ein 1er-abschluss erforderlich ist (im öfftl. dienst auf der gehobenen schiene findet man das desöfteren). bei lektüre des zeugnisses interessiert es den betreffenden personaler dann nicht, wie streng oder nicht-streng der eigene prof gewertet hat (bzw. woher soll er's auch wissen).
bei den LA-leuten ist der druck auf gute noten ja z. t. auch enorm, weil davon (abgesehen noch von anderen faktoren, wie etwa der fächerkombi oder der anvisierten schulstufe) natürlich auch die chancen auf einen refplatz und auf spätere übernahme abhängen.

in anderen fällen ist es möglicherweise weniger entscheidend, ob nun 1 oder 2 im zeugnis, da geben dann praktika und zusätzliche referenzen den ausschlag (z. b. für jobs in der freien wirtschaft). aber eben nicht unbedingt überall. für einige stellen (wie oben beschrieben etwa) ist die 1.x im zeugnis einfach voraussetzung, um nicht durch die vorauswahl zu fallen.

Inaktiver User
01.03.2009, 19:58
*zustimm*
noten sind wirklich nicht alles bei bewerbungen.

Das ist mir schon klar. Darum gehts auch gar nicht unbedingt. Sondern darum, dass es nicht sein kann, dass alle Studenten "gleich" gut sind. Gerade in solchen Massenfächern möchte man gerne wissen, wo man steht. Nicht nur in Bezug auf Bewerbungen, sondern auch für mich persönlich.

The Big Blue
01.03.2009, 22:22
Ich bin erschrocken, da ich mich nicht mal erinner, es irgendwo erwähnt zu haben. :D

:cool:

Salina
01.03.2009, 23:37
.

nightscape
16.03.2010, 00:02
bei uns sagt man, wer nen abschluss mit 2, macht ist echt top! 1, ist eigentlich eher nicht möglich...

tigress
16.03.2010, 23:01
Das Prinzip des Durchschnitts ist mir durchaus bekannt ;), allerdings bin ich doch sehr verwundert, dass man anscheinend anderswo die Noten teils hinterher geworfen bekommt. Ganz so dumm sind meine Kommilitonen dann doch nicht (zumindest die, die letzten Endes einen Abschluss machen), dass ich mir solche Unterschiede einfach durch andere Universitätsklientel erklären kann.



Ich bin erschrocken, da ich mich nicht mal erinner, es irgendwo erwähnt zu haben. :D


woah ne, du studierst nicht tatsächlich dort bwl ;-p

smily
20.03.2010, 13:40
An unserer Uni ist es leider zumindest im Grundstudium/Anfang Bachelor andersrum: die meisten fliegen durch, die bessere Hält kriegt 4,0 (schlechteste noch bestandene Note), vereinzelt kommt es schonmal zu 2en oder 3en, die beste Note 1,0 kommt in einigen Klausuren gar nicht vor...wers nicht glaubt... (http://www.iem.rwth-aachen.de/uploads/1661/notenstatistik.pdf)
Später wird es besser: Notenspektrum von 1,0 bis 4,0...aber 1,0. Allerdings ist es auch da eher gedrittelt/geviertelt. Ein drittel hat eine 1,0 oder 1,3 , ein drittel 1,7 bis 2,3. Der Rest 2,7 oder schlechter...
Entsprechend niedrieger sind dann auch die entsprechenden Bachelor Noten angesiedelt...

Inaktiver User
20.03.2010, 16:52
An unserer Uni ist es leider zumindest im Grundstudium/Anfang Bachelor andersrum: die meisten fliegen durch, die bessere Hält kriegt 4,0 (schlechteste noch bestandene Note), vereinzelt kommt es schonmal zu 2en oder 3en, die beste Note 1,0 kommt in einigen Klausuren gar nicht vor...wers nicht glaubt... (http://www.iem.rwth-aachen.de/uploads/1661/notenstatistik.pdf)
Später wird es besser: Notenspektrum von 1,0 bis 4,0...aber 1,0. Allerdings ist es auch da eher gedrittelt/geviertelt. Ein drittel hat eine 1,0 oder 1,3 , ein drittel 1,7 bis 2,3. Der Rest 2,7 oder schlechter...
Entsprechend niedrieger sind dann auch die entsprechenden Bachelor Noten angesiedelt...

eine durchfallquote von fast 75 prozent? :suspekt: alle achtung...
gab es bei uns (wiwi) in einigen fachgebieten/bei bestimmten professoren/dozenten und bestimmten kursen aber auch. und im grundstudium wird bekanntermaßen gerne gesiebt, gerade auch in den technischen fächern.

uupsi
21.03.2010, 13:21
also, bei uns hab ich auch das gefühl, dass uns gute noten so ziemlich nachgeschmissen werden... irgendwie kann man sich da über die noten gar nicht mehr SO sehr freuen :ups1:

uns wurde auch ganz am anfang mehrfach erzählt, dass es an der uni viel einfacher sei, gute noten zu haben als in der schule :suspekt: ich versteh zwar nicht wie so, aber scheint zu stimmen ;)

wie das teilweise läuft, ist mir aber echt schleierhaft. wenn ich z. b. ein klausur in französischer grammatik schreib: fehler ist doch fehler, da ist nichts großartig subjektiv, aber irgendwie scheint das teilweise schön gerechnet zu werden?

naaaaaja. aber im endeffekt soll's mir recht sein... ;)

BomChickaWahWah
21.03.2010, 13:53
An unserer Uni ist es leider zumindest im Grundstudium/Anfang Bachelor andersrum: die meisten fliegen durch, die bessere Hält kriegt 4,0 (schlechteste noch bestandene Note), vereinzelt kommt es schonmal zu 2en oder 3en, die beste Note 1,0 kommt in einigen Klausuren gar nicht vor...wers nicht glaubt... (http://www.iem.rwth-aachen.de/uploads/1661/notenstatistik.pdf)
Später wird es besser: Notenspektrum von 1,0 bis 4,0...aber 1,0. Allerdings ist es auch da eher gedrittelt/geviertelt. Ein drittel hat eine 1,0 oder 1,3 , ein drittel 1,7 bis 2,3. Der Rest 2,7 oder schlechter...
Entsprechend niedrieger sind dann auch die entsprechenden Bachelor Noten angesiedelt...

ingenieurwissenschaften an der rwth genießen einen sehr guten ruf (auch über deutschlands grenzen hinaus... aber das weißt du ja sicher selbst), von daher sind bei euch die anforderungen entsprechend gesteckt. und selbst 3,x-noten sind da noch gut. von daher lohnt sich das durchhalten.
dass der übergang zum master dadurch erschwert wird, ist eine andere sache.

wieauchimmer
21.03.2010, 14:39
ich studiere Wiwi und bei uns ist es irgendwie nicht mehr das Ziel ne "gute Note" zu schreiben sondern einfach nur zu bestehen....es werden auch kaum Noten besser als 3,0 vergeben...

Bei uns ist auch ein schlechter 2,x Durchschnitt normal. Mit 1,6 oder so gehört man schon zu den Überfliegern (5&#37; Beste oder sowas).

Und es wird schlimmer. In den ersten Semestern hatte ich noch einen 1,x-Durchschnitt. Dass ich das (jetzt wo es zählt) halten kann bezweifle ich gerade sehr.

smily
21.03.2010, 18:40
ingenieurwissenschaften an der rwth genießen einen sehr guten ruf (auch über deutschlands grenzen hinaus... aber das weißt du ja sicher selbst), von daher sind bei euch die anforderungen entsprechend gesteckt. und selbst 3,x-noten sind da noch gut. von daher lohnt sich das durchhalten.
dass der übergang zum master dadurch erschwert wird, ist eine andere sache.

Der übergang zum Master wird in vielen Fächern solange man in dem Laden bleiben möchte (zum Glück) nicht wirklich erschwert. ;)

Offiziell: "Jeder der 3,0 oder besser hat kriegt einen Platz garantiert. Alle anderen müssen sich bewerben!"

Inoffiziell: "Sind sie sicher dass sie hier bleiben wollen?" - "Ja" -"Ok. Angenommen."

Zoor
22.03.2010, 21:11
woah ne, du studierst nicht tatsächlich dort bwl ;-p
Leider doch. :D