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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : meint ihr man muss für so fächer wie mathe/physik/ingenieursachen ...



air.sur.terre
28.02.2009, 00:41
"talentiert" sein, um im Studium richtig gut zu sein?
und mit "richtig gut sein" meine ich schon, zu den besten zu gehören.
meint ihr, es gibt einen unterschied zu fächern wie zb. medizin/jura(?), wo fast JEDER mit ganz ganz viel fleiß sehr gut sein kann?

Softball-girl
28.02.2009, 00:50
fuer logik muss man sicherlich talent haben. und dazu rechne ich mathe, jura und philo. bei jura lernen die meisten wahnsnnnig und bekommen trotzdem keine gute note, nur ganz ganz wenige schaffen dies. und die guten noten dort korrelieren mit guten noten im matheunterricht vorher.
ich glaube indes, dass bei ing nur ein teil talent wichtig ist, sondern vor allem auch fleiss und interesse. genauso in medizin.

Schnelmi
28.02.2009, 07:07
ich glaube, auch in den fächern kann man sehr viel mit viel arbeit gut machen (muss man eventuell auch). also klar, ein gewisses verständnis braucht man schon, aber man muss nicht den vollen durchblick haben. ich finde, da ist oft auch ein bisschen glück und gutes aussuchen dabei (sprich: teile, die ich weniger kann, möglichst schnell rausschmeißen aus dem stundenplan).

engl
28.02.2009, 11:27
also bei uns besteht leider ein relativ großer teil des studiums (wirtschaftsingenieurwesen mit schwerpunkt e-technik) aus auswendiglernen, also reine fleißarbeit. das sind aber eher die fächer aus dem wirtschaftsanteil.
die rein technischen fächer..ich glaube nicht, dass ich talent dazu habe. ich lerne und übe einfach sehr viel. aber ehrlich gesagt machen das alle, die ich näher kenne, so. also von denen ist keiner so "talentiert", dass er vor der klausur alles nur noch überfliegen müsste oder so.
es interessiert mich einfach sehr und deswegen ist es auch keine qual oder last, sich damit sehr viel zu beschäftigen.

ne freundin von mir ist zb relativ schlecht (schnitt etwa 3,5). aber ich denke, wenn sie mal viel mehr lernen würde, wäre sie deutlich besser.

nachtrag: ich schließe nicht grundsätzlich aus, dass man talent dafür braucht, ich sehe es nur bei mir zb nicht. ich weiss zb, dass es mir leicht fällt, sprachen zu lernen, ja. aber ein technisches/logisches talent würde ich mir nicht zuordnen.

Inaktiver User
28.02.2009, 11:35
ich bin der ansicht, dass der talentfaktor für den studienerfolg eine rolle spielt, ja. fleiß und ausdauer sind wichtig, zweifellos. aber so ganz ohne eine gewisse fachspezifische begabung oder auch intelligenz (wie auch immer man es nennen will) geht es m. e. in den seltensten fällen.
das entsprechende händchen für mathematik, das entsprechende technisch-räumliche vorstellungs- und auch abstraktionsvermögen hat nicht jeder... ich für mich z. b. hätte mir kein technisches oder mathematisches studium vorstellen können, da wäre ich sehr schnell an grenzen gestoßen.
aber dazu gibt's hier im forum unterschiedliche auffassungen (die frage kam ja schon öfters).

Jaleela
05.03.2009, 17:07
Ich würde sagen Interesse ist wichtig. Viel wichtiger als Talent. Und schlechte Schulmathenoten z.B. sagen nicht unbedingt was aus. Wenn aber jemand auch im Grundkurs niemals ein Integral lösen konnte dann wird er sicherlich kein großer Naturwissenschaftler - aber so jemand will das ja im Normalfall nicht ;).

Ich würds so sagen: Wenn die Motivation nicht nur die ist, dass man mit so nem Studiengang später gut verdienen kann sondern irgendwas konkretes, seis die Materie an sich oder irgendein idealistisches Ziel das man damit erreichen will, dann schafft man das auch.

Mathe ist vielleicht nochmal was anderes als Physik (ich bin Physikerin), da muss man wirklich abstrakt denken können glaub ich, bei den Physikern muss mans nur verstehen und dafür muss man mutig genug sein andere zu fragen. In letzter Instanz lässt sich das allermeiste (gut, Quantenmechanik jetzt nicht, aber naja, das hab ich auch nie verstanden :D) wirklich auf Comics und vergleiche mit Alltagsphänomen runterbrechen. Man muss halt bereit sein das wach und ernsthaft verstehen zu WOLLEN.

Inaktiver User
05.03.2009, 17:53
Diese Nachricht wurde automatisch erstellt und ist ohne Unterschrift gueltig.

air.sur.terre
05.03.2009, 19:00
ich studier halt was in informatik-richtung ohne mich vorher groß dafür interessiert zu haben bzw. schon viel erfahrung im programmierbereich zb. zu haben. da unterscheide ich mich schon teilweise sehr von meinen kommilitonen.
interessant find ich die sachen, die wir machen schon. ich bin nur einfach sehr schlecht und wär beinahe in der klausur durchgefallen. das einzige was mich beruhigt, ist die tatsache, dass ich auch wirklich kaum gelernt habe (es liegt also eher an meiner faulheit als an meiner blödheit). ich frage mich nur, ob ich in meinem fach jemals richig gut sein kann.

Jaleela
05.03.2009, 19:16
ich studier halt was in informatik-richtung ohne mich vorher groß dafür interessiert zu haben bzw. schon viel erfahrung im programmierbereich zb. zu haben. da unterscheide ich mich schon teilweise sehr von meinen kommilitonen.
interessant find ich die sachen, die wir machen schon. ich bin nur einfach sehr schlecht und wär beinahe in der klausur durchgefallen. das einzige was mich beruhigt, ist die tatsache, dass ich auch wirklich kaum gelernt habe (es liegt also eher an meiner faulheit als an meiner blödheit). ich frage mich nur, ob ich in meinem fach jemals richig gut sein kann.

Das ist dann aber doch eindeutig mangelnde Motivation, oder? Und nicht mangelndes Talent. Dass so Programmierfreaks das tausend mal besser können weil sie seit Jahren Tag und Nacht nichts anderes machen ist ja irgendwie kein Wunder ;). Aber die sind ja deshalb nicht talentierter, die interessiert es eben mehr.

Wenn man mehr gelernt hätte wär immer mehr drin. Aber warum tut mans nicht? Und will man das denn tun, ist es das denn wert? Klar kannst Du gut werden, besser als ohne lernen mit Sicherheit, gell. Nur wofür, weil Du den Beruf erlernen willst...? Oder...?

Ich bin selbst so jemand: Wenn ich ganz ehrlich bin interessiert mich die ganze Physikscheiße null. Was ich mag und mich immer motiviert hat ist irgendwie die Community, das Leben dass ich jetzt davon habe, dieses Forschergefühl einfach. Total albern, aber das hat mich da durchgezogen und tuts jetzt noch. Ging also auch. Nur wenn einen garnichts motiviert dann heisst das nicht, dass man kein Talent hat, aber wenigstens, dass es vielleicht nicht das richtige Fach ist? Warum wolltest Du das was Du jetzt studierst denn mal studieren? Und würdest Du Dich vom jetzigen Standpunkt wieder dafür entscheiden?

air.sur.terre
05.03.2009, 19:23
Ich bin selbst so jemand: Wenn ich ganz ehrlich bin interessiert mich die ganze Physikscheiße null. Was ich mag und mich immer motiviert hat ist irgendwie die Community, das Leben dass ich jetzt davon habe, dieses Forschergefühl einfach. Total albern, aber das hat mich da durchgezogen und tuts jetzt noch. Ging also auch. Nur wenn einen garnichts motiviert dann heisst das nicht, dass man kein Talent hat, aber wenigstens, dass es vielleicht nicht das richtige Fach ist? Warum wolltest Du das was Du jetzt studierst denn mal studieren? Und würdest Du Dich vom jetzigen Standpunkt wieder dafür entscheiden?
:D

bei mir ist das alles was komplizierter. ich wusste nach dem abi gar nicht was ich will und hab mich dann einfach mal für mein fach jetzt entschieden. es war schon echt witzig, weil keiner gedacht hätte, dass ich so ein fach studieren würde. aber mir gefällt info eigentlich echt gut. also wenn ich was verstanden habe, dann machts ja echt spaß. ich mag, dass es so logisch ist. es ist nur einfach echt viel stoff und den kurz vor der klausur reinzukloppen ging einfach nicht;)
ich werds noch ein semester durchziehen (und mir mal richtig mühe zu geben) und dann aber wechseln. nur wenn ich schon zum sose wechseln würde, wäre halt das semester total verschwendet, während ich jetzt versuche, so viel wie möglich davon mitzunehmen ...

Inaktiver User
06.03.2009, 10:12
ich werds noch ein semester durchziehen (und mir mal richtig mühe zu geben) und dann aber wechseln. nur wenn ich schon zum sose wechseln würde, wäre halt das semester total verschwendet, während ich jetzt versuche, so viel wie möglich davon mitzunehmen ...

darf man fragen, was du stattdessen machen wirst?

Ich glaube, es gibt viele Fächer, die man nur studieren sollte, wenn man sich richtig dafür begeistern kann.

Ich studier ja auch was, was mir eigentlich nicht so wirklich Spaß macht und wo mich 2, 3 Vorlesungen von 10 wirklich interessieren, aber ich werde das wahrscheinlich nicht abbrechen - wegen den Leuten, die dran hängen. Und wegen zwei Professoren, von denen ich unbedingt noch mehr Vorlesungen hören will.

Aber bei einem Fach wie Mathe oder Physik würde mir das glaube ich nicht reichen, um das zu Ende bringen zu können.
Ein Freund von mir will nach dem Abi Physik studieren, aber der will auch seit Jahren schon nichts anderes machen; sobald man ihn darauf anspricht, erlebt man wirklich die pure Begeisterung und dann ist klar, dass das einfach das absolut Richtige ist für den und ich denke irgendwie, mit weniger Begeisterung sollte man da eher nicht dran gehn.

Ich kenn auch einen, der studiert Chemie. Der lernt jetzt seit Wochen die Nächte durch. Dazu findet man doch gar keine Kraft, wenn man nicht wirklich ein sehr großes Interesse an dem Fach hat.

air.sur.terre
06.03.2009, 16:58
wozu ich wechseln will weiß ich noch nicht genau:D
vll behalt ich ja sogar info und mach nur ein anderes nebenfach.
nur bwl ist echt sooo öde:mrnerd:

Laxe
06.03.2009, 17:06
Ich studiere was, das als Diplom noch Ingenieur war. Die Palette reicht von VWL über Physik, Biochemie zu Biologie. Später kommen noch andere Sachen wie bWL und Mathe dazu. Da lernt man eben für jedes Fach sämtliche Grundlagen. Ich bin in Naturwissenschaften, abgesehen von Bio, nicht gut, habe das Studium auch nur wegen der Biologie begonnen, weil das das ist, was ich später definitiv machen will. Bei momentan den meisten Klausuren/Modulen bin ich nicht gut, bei vielen froh, wenn ich bestehe. Meine Hoffnung auf einen guten Schnitt liegt bei den Wahlmodulen.
Die, die in Naturwissenschaften gut sind, haben dann natürlich auch die besseren Noten, weil es ja "nur" Grundlagen sind, und die eben zeimlich weit reichen in den verschiedenen Fächern.