PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Abtreibung ist schlimmer als Vergewaltigung



heavenISboring
09.03.2009, 11:58
Ist zwar schon eine Weile her, aber was sagt ihr zu dem Fall des 9jährigen Mädchens, dass vergewaltigt wurde und dessen Ärzte aus gesundheitlichen Gründen abgetrieben haben?

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,611654,00.html

Angeblich soll der Priester gesagt haben (laut Spiegel hat er die Mutter des Mädchens exkommuniziert): "Eine Vergewaltigung ist weniger schlimm als eine Abtreibung." [heute in LE FIGARO]

Das ist jetzt zwar tatsächlich schon eine Weile Gesprächsthema in den Medien, aber mich regt das halt jedesmal so auf, wenn ich das lese. Schämt man sich da als Katholik nicht für seine Kirche? (Auch wenn ich nicht unterstellen möchte, dass jeder Katholik jedes Handeln seiner Kirche und deren Angehörigen für 100 Prozent gut befinden muss. Im Grunde ist diese zentralisierte Konfession aber darauf ausgelegt, oder nicht?)

Inaktiver User
09.03.2009, 12:12
meinst du das hier (http://www.bym.de/forum/showthread.html?t=352051)?

Lucaa
09.03.2009, 12:15
ich finde, es ist rückständiges, dummes geschwätz. aber ich schäme mich nicht wirklich, auch wenn ich katholik bin. ich muss mich nicht mit allem identifizieren, was die kirche sagt. sonst dürfte ich auch keinen sex vor der ehe haben und so.

heavenISboring
09.03.2009, 12:19
meinst du das hier (http://www.bym.de/forum/showthread.html?t=352051)?
Oh, das habe ich übersehen. Dann sorry fürs doppelt posten!

Aber die Lektüre der Diskussion hat mir sehr gut getan. Ich dachte schon, das Ganze sei hier kein Gesprächsthema ... Danke also!

Inaktiver User
09.03.2009, 23:49
ich bin weder katholisch noch überhaupt gläubiger christ und ich bin wenn dann abtreibungsbefürworter, falls man das überhaupt sein kann. aber wenn man das ganze sachlich betrachtet, dann handelt die katholische kirche ganz einfach nach ihrem standpunkt.

abtreibung ist nach katholischer sichtweise mord. und mord ist schlimmer als vergewaltigung.

der priester, der das gesagt hat, hat also ganz einfach nur den standpunkt seiner kirche vertreten. nur weil er an diese glaubt, ist er überhaupt priester. was ist also daran verwunderlich oder schockierend?

auri_aureola
10.03.2009, 03:23
ich finde, es ist rückständiges, dummes geschwätz. aber ich schäme mich nicht wirklich, auch wenn ich katholik bin. ich muss mich nicht mit allem identifizieren, was die kirche sagt. sonst dürfte ich auch keinen sex vor der ehe haben und so.


ach wie jetzt.
das finde ich gut.
sex vor der ehe aber katholik und man muss sich ja nicht usw...
wozu dann kirche? ...
das ist keine multiple-choice - frage - wo man ankreuzen kann.
das ist doch entweder oder?

Klara Fall
10.03.2009, 08:20
Ich kann diese Aussage der kath. Kirche nicht nachvollziehen. In so einem Fall wäre es angebracht gewesen, sich im Hintergrund zu halten.
Ist auch immer wieder toll, dass das von nem Mann kommen muss, der das Leiden so eines Mädchens nicht nachvollziehen kann.

konfusemuse
10.03.2009, 09:03
.

mickey
10.03.2009, 09:04
ach wie jetzt.
das finde ich gut.
sex vor der ehe aber katholik und man muss sich ja nicht usw...
wozu dann kirche? ...
das ist keine multiple-choice - frage - wo man ankreuzen kann.
das ist doch entweder oder?

seh ich eigentlich auch so...

dann müsste man eher sagen "ich bin christ" oder ähnliches wenn man gläubig ist. oder das katholik sein darauf reduzieren dass es so auf dem papier steht sonst nix.

fabian
10.03.2009, 09:14
ach wie jetzt.
das finde ich gut.
sex vor der ehe aber katholik und man muss sich ja nicht usw...
wozu dann kirche? ...
das ist keine multiple-choice - frage - wo man ankreuzen kann.
das ist doch entweder oder?


Ach du bist in deinem Leben konsequent, ziehst alles exakt so durch wie du mit dir im reinen bist und bist auch noch ein treuer Staatsbürger?
Respekt!
Dann bist du die erste die ich kenne die wirklich den ersten Stein schmeißen kann :D

Schon putzig das leute die nicht in der Kirche sind sich ernsthaft einbildien sie seien Mitgliedern der Kirche moralisch überlegen nur weil sie die paar Kröten an Steuern nicht mehr zahlen

mickey
10.03.2009, 09:43
hm... also ich frag mich aber manchmal wirklich warum man dann überhaupt sagt man ist katholik. und warum man dann nicht sagt, man ist einfach christ.
ich bin ja evangelisch. aber eigentlich nur, weil ich das wegen der arbeit muss. weiß net ob ich sonst in der kirche wär.. höchstens, weil ich die kirche als soziale einrichtung schätze und vielleicht noch weil ich sie erhaltenswert finde und deshalb quasi "spenden" würde.
aber ansonsten sag ich eigentlich lieber, dass ich christ bin, nicht dass ich evangelisch bin.

fabian
10.03.2009, 09:54
Ich bin katholisch geboren und werde katholisch sterben das hat für mich was mit Tradition und Respekt gegenüber meinen Eltern und Großeltern zutun.
Wenn ich mich wirklich radikal an alles halten würde was die Kirche so vorgibt dann würde ich Pfarrer werden oder wäre der zweite Messias.
Das Ideal ist immer noch etwas anderes wie das was tatsächlich gelebt wird.
Immerhin ich stehe dazu und bin mir dessen bewusst, ich muss immer über die ganzen Kirchenbasher lachen wenn sie ne Woche vor Weihnachten los stürzen und Geschenke kaufen oder wenn sie auf eine sehr großkotzige Art ihre "moralische Überlegenheit" bei ejder Gelegenheit rausplärren nur weil sie beliebig und seelenlos sind.
Ich finde es wichtig das man an etwas glaubt denn wenn es keine Instanz über dem Menschen gibt muss sich der Mensch auch nicht rechtfertigen.

konfusemuse
10.03.2009, 09:57
.

konfusemuse
10.03.2009, 10:00
.

auri_aureola
10.03.2009, 10:46
Ich bin katholisch geboren und werde katholisch sterben das hat für mich was mit Tradition und Respekt gegenüber meinen Eltern und Großeltern zutun.
Wenn ich mich wirklich radikal an alles halten würde was die Kirche so vorgibt dann würde ich Pfarrer werden oder wäre der zweite Messias.
Das Ideal ist immer noch etwas anderes wie das was tatsächlich gelebt wird.
Immerhin ich stehe dazu und bin mir dessen bewusst, ich muss immer über die ganzen Kirchenbasher lachen wenn sie ne Woche vor Weihnachten los stürzen und Geschenke kaufen oder wenn sie auf eine sehr großkotzige Art ihre "moralische Überlegenheit" bei ejder Gelegenheit rausplärren nur weil sie beliebig und seelenlos sind.
Ich finde es wichtig das man an etwas glaubt denn wenn es keine Instanz über dem Menschen gibt muss sich der Mensch auch nicht rechtfertigen.



OHNE müsste er sich rechfertigen - und rate mal vor wem ....

auri_aureola
10.03.2009, 10:57
Ach du bist in deinem Leben konsequent, ziehst alles exakt so durch wie du mit dir im reinen bist und bist auch noch ein treuer Staatsbürger?
Respekt!
Dann bist du die erste die ich kenne die wirklich den ersten Stein schmeißen kann :D

Schon putzig das leute die nicht in der Kirche sind sich ernsthaft einbildien sie seien Mitgliedern der Kirche moralisch überlegen nur weil sie die paar Kröten an Steuern nicht mehr zahlen

:mrnerd:

(ich fühl mich nicht betroffen)

Langspielplatte
10.03.2009, 10:57
Ich finde es wichtig das man an etwas glaubt denn wenn es keine Instanz über dem Menschen gibt muss sich der Mensch auch nicht rechtfertigen.

Äh? Wie siehts aus mit Rechtfertigung vor sich selbst? Vor anderen Leuten? Vor Gerichten etc.? Hat man als ungläubiger Mensch automatisch kein Gewissen und keine Moral?

LaMara
10.03.2009, 10:59
Äh? Wie siehts aus mit Rechtfertigung vor sich selbst? Vor anderen Leuten? Vor Gerichten etc.? Hat man als ungläubiger Mensch automatisch kein Gewissen und keine Moral?

Genau das hab ich mir gerade auch überlegt.

Inaktiver User
10.03.2009, 11:04
OHNE müsste er sich rechfertigen - und rate mal vor wem ....

Ja, seh ich auch so !
OHNE höhere Instanz muss der Mensch plötzlich Verantwortung übernehmen. Es gäbe dann niemandem mehr, bei dem er in der Beichte seine Sünden abladen könnte.
Der Mensch muss - und sollte - sind in erster Linie vor sich selbst rechtfertigen. Werte wie Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft z.B. sind zwar u.A. Bestandteil der christlichen Lehre, aber genau so wichtig und angesehen in atheistischen und intellektuellen Kreisen. Moral heisst nicht zwangsläufig Kirche.
Ich bin froh, an nichts zu glauben - aber jeder wie er will. Soll doch jeder der Religion angehören, die er für "richtig" hält...mich nervt nur dieses "Ohne Religion fehlt dem Menschen etwas" gewaltig. Vielen fehlt eben nichts.
Ich bin auch katholisch getauft, aber bei der ersten Gelegenheit ausgetreten (und nicht, weil ich keine Kirchensteuer zahlen wollte) - einfach, weil ich mit Religion nichts anfangen kann.

Um aufs Thema zurückzukommen: ich geb MaryMary da absolut recht. Der Priester vertritt genau genommen den Standpunkt seiner Kirche. (Dass ich die ganze Sache entsetzlich und nicht nachvollziehbar finde, tut ja jetzt nichts zur Sache)

auri_aureola
10.03.2009, 11:11
das kann man so eigentlich unterschreiben!

Käsestulle
10.03.2009, 11:22
Ja, seh ich auch so !
OHNE höhere Instanz muss der Mensch plötzlich Verantwortung übernehmen. Es gäbe dann niemandem mehr, bei dem er in der Beichte seine Sünden abladen könnte.
Der Mensch muss - und sollte - sind in erster Linie vor sich selbst rechtfertigen. Werte wie Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft z.B. sind zwar u.A. Bestandteil der christlichen Lehre, aber genau so wichtig und angesehen in atheistischen und intellektuellen Kreisen. Moral heisst nicht zwangsläufig Kirche.
Ich bin froh, an nichts zu glauben - aber jeder wie er will. Soll doch jeder der Religion angehören, die er für "richtig" hält...mich nervt nur dieses "Ohne Religion fehlt dem Menschen etwas" gewaltig. Vielen fehlt eben nichts.
Ich bin auch katholisch getauft, aber bei der ersten Gelegenheit ausgetreten (und nicht, weil ich keine Kirchensteuer zahlen wollte) - einfach, weil ich mit Religion nichts anfangen kann.

Um aufs Thema zurückzukommen: ich geb MaryMary da absolut recht. Der Priester vertritt genau genommen den Standpunkt seiner Kirche. (Dass ich die ganze Sache entsetzlich und nicht nachvollziehbar finde, tut ja jetzt nichts zur Sache)


:rose2:

fabian
10.03.2009, 11:34
Äh? Wie siehts aus mit Rechtfertigung vor sich selbst? Vor anderen Leuten? Vor Gerichten etc.?
Hat man als ungläubiger Mensch automatisch kein Gewissen und keine Moral?

Ja sehe ich so!
Schau dir einfach mal an was derzeit hier im Land passiert, die Manager haben das Wort Raffgier durch "Erfolg" ersetzt, denken ernsthaft die Welt dreht sich um sie und machen sich auch im Angesicht der totalen Versagens die Taschen voll und haben nichtmal ein schlechtes Gewissen dabei.
Ich hätte da skrupel weil ich an etwas höheres glaube.
Ich meine nicht(!) das jeder an Gott glauben soll sondern an etwas und wenn es Moralvorstellungen sind.
Ich weiß Moral wird heute immer mit Sex gleich gesetzt aber in der Bibel steht z.B. du sollst nicht nehmen Zins von deinem Bruder.....sollten sich die Banken mal Gedanken machen drüber, ach nein diese Gedanken sind ja Megaout denn Glaubensbrüder sind uncool und jeder ist sich selbst der nächste.
Wie schon gesagt, das die Welt heute so "menschlich" ist hat meiner bescheidenen Meinung nach großteils etwas damit zutun das es chick ist an nichts außer sich selbst zu glauben/denken und diejenigen die an was anderes glauben als rückständige Vollidioten hin zu stellen.
Was juckt es denn den Banker wenn er Familien die Existenz raubt? Er fühlt sich toll und erfolgreich weil er nen neuen Porsche fährt.....klasse!

Käsestulle
10.03.2009, 11:42
haha, entschuldigung, aber DAS finde ich jetzt arrogant und grosskotzig.

das was du da über raffgier schreibst, kannst du auch genauso gut auf die katholische kirche anwenden. was juckt es denn den papst, dass die leute in afrika aids haben. IHM geht es ja gut, nicht?

auri_aureola
10.03.2009, 11:44
haha, entschuldigung, aber DAS finde ich jetzt arrogant und grosskotzig.

das was du da über raffgier schreibst, kannst du auch genauso gut auf die katholische kirche anwenden. was juckt es denn den papst, dass die leute in afrika aids haben. IHM geht es ja gut, nicht?

der trägt ja auch prada oder ähnliches ...

omg FABIAN - du kannst das nicht ernst meinen?

mickey
10.03.2009, 11:46
Ich bin katholisch geboren und werde katholisch sterben das hat für mich was mit Tradition und Respekt gegenüber meinen Eltern und Großeltern zutun.
Wenn ich mich wirklich radikal an alles halten würde was die Kirche so vorgibt dann würde ich Pfarrer werden oder wäre der zweite Messias.
Das Ideal ist immer noch etwas anderes wie das was tatsächlich gelebt wird.
Immerhin ich stehe dazu und bin mir dessen bewusst, ich muss immer über die ganzen Kirchenbasher lachen wenn sie ne Woche vor Weihnachten los stürzen und Geschenke kaufen oder wenn sie auf eine sehr großkotzige Art ihre "moralische Überlegenheit" bei ejder Gelegenheit rausplärren nur weil sie beliebig und seelenlos sind.
Ich finde es wichtig das man an etwas glaubt denn wenn es keine Instanz über dem Menschen gibt muss sich der Mensch auch nicht rechtfertigen.

klar kann man der "anderen seite" auch inkonsequenz vorwerfen, weil sie osterhasen futtern und an weihnachten in die kirche laufen. das ist auch ne sache, die mich persönlich ankotzt. ich erlebs ja hautnah... wir sitzen jeden sonntag so ungefähr zu zehnt in der kirche.. und an weihnachten sitzen sie zusammen mit mir auf der orgelbank...

erhalt von moral und tradition.. ja, das ist so ein punkt, warum ich denke, dass die kirche erhaltenswert ist. (hatte ich ja schon geschrieben).. ich persönlich brauche für meine moral zwar keine kirche, aber ich denke, es ist für die gesellschaft gar nicht mal so unwichtig.
rechtfertigung... ich bin da auch der meinung, dass man möglichst so leben sollte, dass man das mit sich selbst vereinbaren kann. da gibts natürlich ein problem. dafür muss man schon überhaupt mal moralische werte besitzen. die sollte man eigentlich von seinen eltern vermittelt bekommen haben... ob das so noch funktioniert bezweifel ich mal.
da seh ich eigentlich den größten wert von christentum (ich sag mal extra nicht kirche). so seh ich das eigentlich für mich. als ein anhaltspunkt wie man sein leben führen sollte und mit anderen umgehen sollte. dafür brauch ich aber keine kirche. ich hoff halt nur immer, dass die kirche da wenigstens ein bißchen die eltern ersetzen kann... reine illusion wahrscheinlich.

fabian
10.03.2009, 11:49
haha, entschuldigung, aber DAS finde ich jetzt arrogant und grosskotzig.
Du findest es also arrogant und großkotzig das ich es zum kotzen finde das immer mehr Menschen nurnoch an sich denken und es sie einen scheißdreck interessiert ob der Nachbar am verrecken ist....interessant.... (um es jetzt mal in wirklich klar verständlicher Weise aus zu drücken)



das was du da über raffgier schreibst, kannst du auch genauso gut auf die katholische kirche anwenden. was juckt es denn den papst, dass die leute in afrika aids haben. IHM geht es ja gut, nicht?
Wo schreib ich das die Kirche perfekt ist?

mickey
10.03.2009, 11:50
haha, entschuldigung, aber DAS finde ich jetzt arrogant und grosskotzig.

das was du da über raffgier schreibst, kannst du auch genauso gut auf die katholische kirche anwenden. was juckt es denn den papst, dass die leute in afrika aids haben. IHM geht es ja gut, nicht?

da seh ich auh den punkt..
meiner meinung nach hat die kirche selbst genug dreck am stecken um wirklich als "moralische instanz" zu gelten.

ich würde das gerne von der kirche lösen. ich halte christliche werte für sehr wichtig. und die kirche nur deshalb, weil ich sonst nicht sehe, wo diese werte noch an die nächste generation vermittelt werden.

fabian
10.03.2009, 11:51
rechtfertigung... ich bin da auch der meinung, dass man möglichst so leben sollte, dass man das mit sich selbst vereinbaren kann. da gibts natürlich ein problem. dafür muss man schon überhaupt mal moralische werte besitzen. die sollte man eigentlich von seinen eltern vermittelt bekommen haben... ob das so noch funktioniert bezweifel ich mal.
da seh ich eigentlich den größten wert von christentum (ich sag mal extra nicht kirche). so seh ich das eigentlich für mich. als ein anhaltspunkt wie man sein leben führen sollte und mit anderen umgehen sollte. dafür brauch ich aber keine kirche. ich hoff halt nur immer, dass die kirche da wenigstens ein bißchen die eltern ersetzen kann... reine illusion wahrscheinlich.

Das ist genau der Punkt, ich bin christlich erzogen und handel auch einigermaßen so, also Banker oder Versicherungsbetrüger würde ich nicht werden weil ich da einfach ein Wertesystem das so ein Handeln nicht zulässt.

auri_aureola
10.03.2009, 11:51
erhalt von moral und tradition.. ja, das ist so ein punkt, warum ich denke, dass die kirche erhaltenswert ist. (hatte ich ja schon geschrieben).. ich persönlich brauche für meine moral zwar keine kirche, aber ich denke, es ist für die gesellschaft gar nicht mal so unwichtig.

das finde ich aber schade
wäre doch gut das eine ohne das andere zu können

auri_aureola
10.03.2009, 11:52
Das ist genau der Punkt, ich bin christlich erzogen und handel auch einigermaßen so, also Banker oder Versicherungsbetrüger würde ich nicht werden weil ich da einfach ein Wertesystem das so ein Handeln nicht zulässt.

also kann ich mein kind als atheist nicht moralisch wertvoll erziehen?

fabian
10.03.2009, 11:55
also kann ich mein kind als atheist nicht moralisch wertvoll erziehen?

Dann erzeihst du es nach den Moralvorstellung die hier gelten und die sind eindeutig christlich geprägt......oder erzählst du deinem Sohn das er seine Frau ruhig mal richtig verdreschen kann wenn sie ihm nicht gefügig ist?
Das ist in vielen nicht Christlich geprägten Ländern moralisch einwandfrei.

mickey
10.03.2009, 11:55
das finde ich aber schade
wäre doch gut das eine ohne das andere zu können

klar wäre das toll! aber passiert das so?
ich glaub net... frage ist woran liegt das.. und wer könnte daran was ändern?

Langspielplatte
10.03.2009, 11:55
Ja sehe ich so!
Schau dir einfach mal an was derzeit hier im Land passiert, die Manager haben das Wort Raffgier durch "Erfolg" ersetzt, denken ernsthaft die Welt dreht sich um sie und machen sich auch im Angesicht der totalen Versagens die Taschen voll und haben nichtmal ein schlechtes Gewissen dabei.
Ich hätte da skrupel weil ich an etwas höheres glaube.

Vielleicht hättest du da Skrupel, aber das ist ja keinesfalls bei allen Gläubigen so.

Guck mal ein bisschen aus Europa raus, dann wirst du feststellen, dass Glaube sich durchaus mit Korruption, Geldgier etc. vereinbaren lässt. In einigen Ländern Afrikas z.B. gibt es nicht wenige Pastoren, die zu den reichsten Männern des jeweiligen Landes gehören. Und reicht heißt in diesem Fall nicht, dass sie sich ein schönes Haus leisten können, sondern geht schon eher in Richtung Limousinen und Privatjets.
Die Leute glauben alle, aber in erster Linie glauben sie daran, dass Gott dafür sorgen wird, dass es ihnen gut geht. Denn auch christliche Werte und die Bibel sind durchaus unterschiedlich interpretierbar.

Es gibt also gar keinen Grund, den Glauben oder gläubige Menschen auf so ein hohes moralisches Podest zu stellen und ungläubige Leute dadurch abzuwerten. Das entspricht nämlich überhaupt nicht der Realität.

mickey
10.03.2009, 11:58
sind wir uns hier eigentlich einig, dass unsere wertvorstellungen schon eine christliche basis haben oder fängt die meinungsverschiedenheit da schon an?

auri_aureola
10.03.2009, 11:58
Dann erzeihst du es nach den Moralvorstellung die hier gelten und die sind eindeutig christlich geprägt......oder erzählst du deinem Sohn das er seine Frau ruhig mal richtig verdreschen kann wenn sie ihm nicht gefügig ist?
Das ist in vielen nicht Christlich geprägten Ländern moralisch einwandfrei.

du unterstellst mir moralvorstellungen - die ich nicht habe - das finde ich grad irgendwie lustig.

ich bin nicht HIER.
und ich erziehe mein kind wie es MIR gefällt.


und dein beispiel zwecks peitsche zieht war - aber irgendwie auch nicht so richtig.

auri_aureola
10.03.2009, 11:59
sind wir uns hier eigentlich einig, dass unsere wertvorstellungen schon eine christliche basis haben oder fängt die meinungsverschiedenheit da schon an?

da fängt sie an
da wird sie nämlich gefährlich

kilauea
10.03.2009, 12:00
da fängt sie an
da wird sie nämlich gefährlich
erklären, bitte.

auri_aureola
10.03.2009, 12:01
erklären, bitte.

lies dir alle postings von fabian in diesem thread durch
dann weißt du was ich meine

mickey
10.03.2009, 12:01
erklären, bitte.

dito

kilauea
10.03.2009, 12:04
lies dir alle postings von fabian in diesem thread durch
dann weißt du was ich meine
äh.
nein?

was sollte dran gefährlich sein, es gut zu finden, wenn moralvorstellungen auf christlichen werten beruhen? und ich wage auch zu behaupten, dass sie das im westlichen kulturkreis einfach tun.

auri_aureola
10.03.2009, 12:05
dito


ok

es nimmt einem schonmal einen SATZ an entscheidungen ab
weil man weiß ja was man tun muss - und beim kreuzgang immer schön beten ...

ist ein riesenunterschied ob man sein kind tauft oder nicht...
wie man es demnach erzieht ..
und ob man ihm verschiedenen religionen näherbringt .. mit verschiedenen "moralvorstellungen" und das kind für sich entscheiden lässt.

auri_aureola
10.03.2009, 12:07
äh.
nein?

was sollte dran gefährlich sein, es gut zu finden, wenn moralvorstellungen auf christlichen werten beruhen? und ich wage auch zu behaupten, dass sie das im westlichen kulturkreis einfach tun.

siehe mein post
moralvorstellungen kommen vorn irgendwoher

aber ich bin der meinung: tabula rasa

mickey
10.03.2009, 12:09
das eine schließt das andere doch net aus. aber ich seh das eigentlich wie kilauea, dass das in unserer kultur einfach nunmal so ist, dass der ursprung da schon liegt.

und hm... du hast schon recht.. es gibt leider sehr viel falsch verstandenes christentum. weder ist man gezwungen immer "nett" zu sein (ich sag das mal so platt) noch ist es so, dass man sich aufführen kann wie die axt im wald und sich danach die sünden vergeben lässt... (ganz vereinfacht ausgedrückt)

du müsstest glaub mal bei unserem pfarrer hier in die kriche gehen.. glaub, du fändest ihn gar net so schrecklich. gibt da durchaus lebensnahe menschen, die auch oft genug auf ihre bosse schimpfen ;)

auri_aureola
10.03.2009, 12:11
das eine schließt das andere doch net aus. aber ich seh das eigentlich wie kilauea, dass das in unserer kultur einfach nunmal so ist, dass der ursprung da schon liegt.

und hm... du hast schon recht.. es gibt leider sehr viel falsch verstandenes christentum. weder ist man gezwungen immer "nett" zu sein (ich sag das mal so platt) noch ist es so, dass man sich aufführen kann wie die axt im wald und sich danach die sünden vergeben lässt... (ganz vereinfacht ausgedrückt)

du müsstest glaub mal bei unserem pfarrer hier in die kriche gehen.. glaub, du fändest ihn gar net so schrecklich. gibt da durchaus lebensnahe menschen, die auch oft genug auf ihre bosse schimpfen ;)


:D :rose2:

kilauea
10.03.2009, 12:11
ok, auch wenn das jetzt gar nichts mehr mit dem thema zu tun hat. es spricht doch nichts dagegen, ein kind mit irgendeinem glauben großzuziehen!? sobald man das im allgemeinen satt hat kann man eh selber entscheiden, welcher religion man anghören möchte. und über andere religionen kann man auch einem getauften kind erzählen.

auri_aureola
10.03.2009, 12:13
ok, auch wenn das jetzt gar nichts mehr mit dem thema zu tun hat. es spricht doch nichts dagegen, ein kind mit irgendeinem glauben großzuziehen!? sobald man das im allgemeinen satt hat kann man eh selber entscheiden, welcher religion man anghören möchte. und über andere religionen kann man auch einem getauften kind erzählen.

mit irgendeinem ja.
aber muss doch nix mit glauben zu tun haben?

kilauea
10.03.2009, 12:14
äääh - wie?
tut mir leid, ich kapier's schon wieder nicht.

vielleicht sollte ich erst mal in ruhe essen und ne tasse kaffee trinken. :durchgeknallt:

mickey
10.03.2009, 12:15
mit irgendeinem ja.
aber muss doch nix mit glauben zu tun haben?

da muss ich dir jetzt mal zustimmen... ;D

übrigens haben wir immerhin den ursprung unserer diskussion hier gefunden... womit die anfängliche diskussion auch nicht lohnt weiter fortgeführt zu werden... von wegen vom thema weg.. :D

mickey
10.03.2009, 12:16
haha... übrigens auri.. weißt du jetzt vielleicht was ich gestern abend gemeint hab von wegen "reden und energie"... ich kann da nämlich sehr schlimm sein, wenn ich mal dabei bin :D

auri_aureola
10.03.2009, 12:19
haha... übrigens auri.. weißt du jetzt vielleicht was ich gestern abend gemeint hab von wegen "reden und energie"... ich kann da nämlich sehr schlimm sein, wenn ich mal dabei bin :D

ja .)

(zu allem)

*inertia*
10.03.2009, 17:39
Dann erzeihst du es nach den Moralvorstellung die hier gelten und die sind eindeutig christlich geprägt......oder erzählst du deinem Sohn das er seine Frau ruhig mal richtig verdreschen kann wenn sie ihm nicht gefügig ist?
Das ist in vielen nicht Christlich geprägten Ländern moralisch einwandfrei.

was hat das denn bitte mit christen zu tun? das war den guten christen im mittelalter und bis in die 50er hinein doch auch scheissegal? das ist wohl eher eine frage von feministischer emanzipationsbewegung!

Klara Fall
10.03.2009, 17:43
Aber Moralvorstellungen haben doch nicht unbedingt nur was mit dem Glauben zu tun, sondern weil man ein selbstständig denkender Mensch ist, der differenzieren kann.

kilauea
10.03.2009, 18:15
Aber Moralvorstellungen haben doch nicht unbedingt nur was mit dem Glauben zu tun, sondern weil man ein selbstständig denkender Mensch ist, der differenzieren kann.
Nein. Nicht nur. Aber als Grundlage durchaus.

Inaktiver User
11.03.2009, 19:40
äh.
nein?

was sollte dran gefährlich sein, es gut zu finden, wenn moralvorstellungen auf christlichen werten beruhen? und ich wage auch zu behaupten, dass sie das im westlichen kulturkreis einfach tun.

Gefährlich ist es, weil Christen oder auch Anhänger anderer Religionen, gerne blind Moralvorstellungen übernehmen. Dafür dann aber umgekehrt die Verantwortung für ihr Tun und Handeln abgeben. "Steht ja in der Bibel/im Koran..." Für mich einer der Punkte, weswegen ich ein Problem mit religösen Menschen habe.

lady milford
11.03.2009, 19:54
der mensch mit dem reifsten und aufrichtigsten glauben und den bewundernswertesten, reifsten und durchdachten vorstellungen von der kirche, der mir bis jetzt begegnet ist - der wird priester. und hat sex vor der ehe.

jewa
11.03.2009, 21:11
Nein. Nicht nur. Aber als Grundlage durchaus.


als grundlage unseres wertesystems würde ich eher den humanismus nennen.

auri_aureola
11.03.2009, 21:14
als grundlage unseres wertesystems würde ich eher den humanismus nennen.


mindestens - ja ...

jewa
11.03.2009, 21:20
ach so und zum thema:

ich halte es nicht für konsequent, wie jemand schon mal geschrieben hat, da eine exkommunikation einen wissentlich begangene Straftat voraussetzt. und davon ist bei einem neunjährigen kind nicht auszugehen. und ob sie nun vergewaltigt wurde oder nicht, spielt ja leider keine rolle.

jewa
11.03.2009, 21:23
und da die exkommunikation in anderen ländern auch so nicht praktiziert wird, halte ich das ganze einfach nur für ein possenspiel von ein paar fundis der katholischen kirche, die sich noch nichtmal an ihre eigenen seltsamen regeln halten können.

Aurora
12.03.2009, 08:34
und mir ist nicht bekannt, dass alle mörder exkommuniziert würden. auch nicht alle, die kaltblütig, geplant und aus reiner habgier heraus gehandelt hätten.
angeblich sei gott ja für alle da. und angeblich solle man ja nicht richten.

dass das christentum der ursprung unserer werte sei, finde ich auch fragwürdig.
meines wissens nach ist dass man seine frauen nicht schlägt keine errungenschaft des christentums, dass man seine kinder nicht mehr schlagen darf, erst recht nicht. genug christen rechtfertigen eben das mit der bibel. dass man religionsfreiheit hat und religion und staat getrennt sind, ist auch kein werk des christentums. schulbildung für alle vor der reformation gar nicht und auch danach nur schleppend, und auch nicht das recht von frauen, arbeiten zu können, der gedanke an umweltschutz und an die kommenden genereationen kam auch nicht vom christentum, die freiheit der forschung auch nicht, einige meinen sogar, das krankenversicherung gegen gottes ordnung sei und soziale grundsicherung auch. (die sind hier zwar nicht in der mehrheit, aber auch nur, weil wir werte haben, die nicht mit der bibel gerechtfertigt werden müssen)
christliche moral hat auch kinderarbeit nicht verhindert. und was ist mit menschenrechten? dafür hat es ja fast 2000 jahre gebraucht, das hat das christentum nicht abkürzen können.
sicher findet die kirche all diese sachen heute gut. aber mehr noch tritt sie hervor, um dinge beim alten zu lassen.

welche werte sind denn nun also genau christlichen ursprungs? und welche sind "nur" werte, die in gruppen entstehen, weil sie zum erhalt und zum frieden in der gruppe beitragen und keiner höheren instanz bedürfen. und welche heute nicht mehr oder weniger gültig seien?

und wenn immer wieder gesagt wird, dass es eben auch gute atheisten gibt und neben guten auch "schlechte/inkonsequente.... christen" gäbe aber eigentlich der christliche glaube so gut und moralisch notwendig sei, dann heißt das eigentlich nichts anderes, als dass er es eben nicht ist. sondern, dass es auch unter christen, genauso wie bei allen anderen menschen, auf die person selbst ankommt.
und was die höhere instanz angeht, vor der man sich zu rechtfertigen habe: diese orientierung auf das jenseits ist v.a. eine ablenkung von diesseits und eine vertröstung für die, die es hier und jetzt schwer haben.

*inertia*
12.03.2009, 10:10
und mir ist nicht bekannt, dass alle mörder exkommuniziert würden. auch nicht alle, die kaltblütig, geplant und aus reiner habgier heraus gehandelt hätten.
angeblich sei gott ja für alle da. und angeblich solle man ja nicht richten.

dass das christentum der ursprung unserer werte sei, finde ich auch fragwürdig.
meines wissens nach ist dass man seine frauen nicht schlägt keine errungenschaft des christentums, dass man seine kinder nicht mehr schlagen darf, erst recht nicht. genug christen rechtfertigen eben das mit der bibel. dass man religionsfreiheit hat und religion und staat getrennt sind, ist auch kein werk des christentums. schulbildung für alle vor der reformation gar nicht und auch danach nur schleppend, und auch nicht das recht von frauen, arbeiten zu können, der gedanke an umweltschutz und an die kommenden genereationen kam auch nicht vom christentum, die freiheit der forschung auch nicht, einige meinen sogar, das krankenversicherung gegen gottes ordnung sei und soziale grundsicherung auch. (die sind hier zwar nicht in der mehrheit, aber auch nur, weil wir werte haben, die nicht mit der bibel gerechtfertigt werden müssen)
christliche moral hat auch kinderarbeit nicht verhindert. und was ist mit menschenrechten? dafür hat es ja fast 2000 jahre gebraucht, das hat das christentum nicht abkürzen können.
sicher findet die kirche all diese sachen heute gut. aber mehr noch tritt sie hervor, um dinge beim alten zu lassen.

welche werte sind denn nun also genau christlichen ursprungs? und welche sind "nur" werte, die in gruppen entstehen, weil sie zum erhalt und zum frieden in der gruppe beitragen und keiner höheren instanz bedürfen. und welche heute nicht mehr oder weniger gültig seien?

und wenn immer wieder gesagt wird, dass es eben auch gute atheisten gibt und neben guten auch "schlechte/inkonsequente.... christen" gäbe aber eigentlich der christliche glaube so gut und moralisch notwendig sei, dann heißt das eigentlich nichts anderes, als dass er es eben nicht ist. sondern, dass es auch unter christen, genauso wie bei allen anderen menschen, auf die person selbst ankommt.
und was die höhere instanz angeht, vor der man sich zu rechtfertigen habe: diese orientierung auf das jenseits ist v.a. eine ablenkung von diesseits und eine vertröstung für die, die es hier und jetzt schwer haben.

ich danke dir für diesen beitrag :rose2:

„Das religiöse Elend ist in einem der Ausdruck des wirklichen Elendes und in einem die Protestation gegen das wirkliche Elend. Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt der herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes.“

kilauea
12.03.2009, 11:52
Naja, man muss meiner Ansicht nach Glauben und Kirche differenzieren. Der christliche Glaube als solcher basiert auf Gottes- und Nächstenliebe und das ist nun mal einfach etwas Gutes.
Was die Kirche draus macht steht wieder auf einem anderen Blatt und ich behaupte sicher nicht, dass alles, was da gelaufen ist, toll ist.

Aurora
12.03.2009, 13:08
ich sag ja nicht, dass das schlecht ist. aber nächstenliebe ist keine sache, auf die das christentum ein patent hat.

und es ging grad gar nicht um fehler, die die kirche oder das christentum (welches aber zugegebenermaßen mehrheitleich durch die kirchen geprägt ist) gemacht haben, sondern um gutes und schätzbares, welches sie nicht getan hat, das aber für uns heute selbstverständlich scheint und als gut und wertvoll erachtet wird. das kann man nämlich nicht als "christlichen wert" bezeichnen, nur weil viele christen das heute auch gut finden. auch nicht, wenn die menschen, die es erreicht (zufällig) auch christen waren.

kilauea
12.03.2009, 16:01
ich sag ja nicht, dass das schlecht ist. aber nächstenliebe ist keine sache, auf die das christentum ein patent hat.

nee, das will ich damit auch gar nicht gesagt haben.

ich weiß auch nicht, worauf ich raus will. ;)

aber ich find's doof, dass es in vielen beiträgen hier so rüberkommt, als wäre der glaube etwas, wofür man sich rechtfertigen muss.

Aurora
12.03.2009, 17:20
nö, das persönliche glaubensgefühl ja sowieso nicht. ;)

aber we behauptungen aufstellt, muss sie rechtfertigen können.

kilauea
12.03.2009, 17:40
Hmmmhmhm.
Mag sein, dass viele der Gedanken älter sind als das Christentum. Vielleicht wurden sie dadurch hier aber verbreitet?
Und grundsätzlich ist unsere Gesellschaft doch christlich geprägt!? Genauso wie die Arabische muslimisch geprägt ist etc. ... Einfach weil ein Großteil der Leute der jeweiligen Religion angehört und viele Traditionen/Glaubensfest damit verbunden sind...

Aurora
13.03.2009, 09:05
eher jünger.
und wie soll diese verbreitung durch das christentum ausgesehen haben? was weist darauf hin, dass da ein spezifischer nennenswerter christlicher anteil ist?
wie es aussieht, muss dann aber ziemlich wenig darüber dokumentiert sein.

genau das meine ich: was genau ist es denn, das in unserer gesellschaft so christlich geprägt ist? abgesehen von ein paar festen, die wahrscheinlich schon vor dem christentum gefeiert wurden und deren christlicher hintergrund sehr vielen leuten ohnehin abgeht? sofern sie ihn überhaupt kennen. und die meisten sind doch eh nur auf dem papier christen.
außerdem hat sich ja in der gesellschaft und in den werten allein in den letzten 100 jahren massiv viel verändert. ist unsere gesellschaft also mehr oder weniger christlich geprägt als damals? oder ändert sich die "christliche prägung" in die richtung, in die die gesellschaft sich verändert?

auri_aureola
16.03.2009, 02:11
Hmmmhmhm.
Mag sein, dass viele der Gedanken älter sind als das Christentum. Vielleicht wurden sie dadurch hier aber verbreitet?
Und grundsätzlich ist unsere Gesellschaft doch christlich geprägt!? Genauso wie die Arabische muslimisch geprägt ist etc. ... Einfach weil ein Großteil der Leute der jeweiligen Religion angehört und viele Traditionen/Glaubensfest damit verbunden sind...



aber ich find's doof, dass es in vielen beiträgen hier so rüberkommt, als wäre der glaube etwas, wofür man sich rechtfertigen muss.

kommt das so rüber?
ich denke eig ... dass atheisten leuten mit religionshintergrund offner sind als umgekehrt.

kilauea
16.03.2009, 07:08
kommt das so rüber?
ich denke eig ... dass atheisten leuten mit religionshintergrund offner sind als umgekehrt.
ich hab's bei einigen beiträgen so empfunden, ja.

auri_aureola
16.03.2009, 10:24
ich hab's bei einigen beiträgen so empfunden, ja.


kannst du die vielleicht zitieren und deine meinung dazu auch noch beschreiben oder sagen?

kilauea
16.03.2009, 13:37
kannst du die vielleicht zitieren und deine meinung dazu auch noch beschreiben oder sagen?
Primär war's auf das Marx-Zitat oben bezogen. Weil es den Glaubenden als irgendwie leicht dümmlich darstellt. Und es soll jetzt ja auch keine Glaube-Religion-ja-nein-Diskussion sein.

Aurora
16.03.2009, 13:57
das zitat stellt imo mehr die instrumentalisierung des glaubens durch die herrschenden (aber unter mithilfe der beherrschten) heraus. und die not, der nicht-herrschenden, für die der glaube der strohhalm ist, an dem sie sich festhalten können während sie das (falsche) system ruhig weiter am laufenden halten, immer mit der hoffnung, dass es ja nach dem tod alles toll wird. damit gibt er die verantwortung ab für das jetzt und für sein leben im jetzt. weil er meint, nichts verändern zu können, auch nicht am eigenen elend. also ist ihr einziger ausweg die religion und die frömmigkeit mit der sie sich ein besseres leben im jenseits verdienen können. und mit der sie sich zumindest moralisch schon im jetzt besser fühlen können und das ohne fürchten zu müssen, dass dies einem weggenommen wird.
das halte ich für durchaus wahr, hat aber nix mit dummheit zu tun.