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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : wie findet ihr diesen spruch?



Inaktiver User
09.03.2009, 21:53
.

Draggy
09.03.2009, 22:10
Find den Spruch doof. Wahr ist es sicher schon. Aber was hat man davon, sich selbst komplett aufzugeben?
Für mich ist das vergleichbar mit:
Wenn ich keine eigene Meinung hab, dann kann ich auch nicht in eine Konfliktsituation kommen.
oder
Wenn ich andere Leute für mich denken/entscheiden/handeln lasse, dann muss ich nicht mehr die Last der Entscheidung tragen.
Naja, sich selbst zu "unterwerfen" klingt für mich jedenfalls nach Selbstaufgabe. Kompromisse sind was anderes, aber das klingt für mich nicht danch, sondern wie gesagt mehr nach Aufgabe der eigenen Bedürfnisse.
Wie kommst du denn dadrauf? In welchen Zusammanhang hast du es gehört?
Klingt für mich ein bisschen wie irgendwas im Bereich SM?

Langspielplatte
09.03.2009, 22:23
Ich finde, wer selber wählen kann, sich jemandem zu unterwerfen oder sich eben nicht mehr zu unterwerfen (so verstehe ich "in selbst gewählter Weise"), hat sich nicht wirklich unterworfen.

Äh, ist das verständlich?

maude.
09.03.2009, 22:46
Ich finde, wer selber wählen kann, sich jemandem zu unterwerfen oder sich eben nicht mehr zu unterwerfen (so verstehe ich "in selbst gewählter Weise"), hat sich nicht wirklich unterworfen.

Äh, ist das verständlich?
Seh ich absolut genauso und ja, ich find es verständlich :-) Dieser Spruch geht eben von einer sehr positiven Besetzung des Begriffs Unterwerfung aus. Unterwerfung im sexuellen Sinn (ich denke, die ist gemeint) ist ja auch oft frei gewählt und für die Betroffene positiv konnotiert, weil es sie eben befriedigt. Aber auf Unterwerfung im Allgemeinen, die für mich persönlich etwas sehr Negatives ist, passt dieser Spruch auf keinen Fall.

maude.
09.03.2009, 22:48
Außerdem klingt dieser Spruch so..."gedemütigt und unterworfen wirst du als weibliches Wesen so oder so, also wähl doch einfach das kleinere Übel und lass es freiwillig geschehen." :/

kafkaesque
10.03.2009, 00:32
es gibt in der debatte um die frage, ob man pflichten gegen sich selbst hat, die beispiele happy housewife und slave. die sind beide sehr zufrieden und glücklich damit, völlig für ihren mann / master aufzugehen. vor diesen beispielen war ich völlig sicher, dass es keine pflichten gegen sich selbst geben kann, danach nicht mehr so sehr ;). (also, im text sind sie ordentlich ausformuliert)

der spruch geht halt davon aus, dass demütigung etwas ist, das nur gegen den eigenen willen geschehen kann, sonst handle es sich nicht um demütigung, sondern eben um unterwerfung. mal davon abgesehen, dass es vielen bdsm´lern ja sicher explizit um demütigung geht und unterwerfung ihnen gar nicht reicht, glaube ich nicht, dass das unser wortgebrauch ist. demütigung scheint komplexer und auch mit deiner zustimmung möglich.
zusätzlich profitiert der spruch davon, dass er von der zustimmung zu einem teilbereich, bzgl. dessen (wenn´s denn stimmte) die frau unverletzlich wäre, zu ihrer gänzlichen unverletzbarkeit verrutscht. (ich weiß aber auch gar nicht, wo er die unverletzlichkeit hernimmt. auch in einem solchen kontext kann der andere einen ja noch auf vielfältige weise verletzen, man kann ja auch als top versagen.)
ich fürchte, der satz sagt einfach "mit deiner aufrichtigen zustimmung zu x kann man x nicht gegen deinen willen machen" und ja, das ist analytisch wahr.

Malice
10.03.2009, 01:40
Ist das aus Secretary?

lady milford
10.03.2009, 02:16
ist das nicht auch das, was in einer beziehung passiert? sich jemandem hingeben, sich öffnen und sich damit durch ihn unendlich verletzbar machen?

Inaktiver User
10.03.2009, 10:56
se.

S.Less
10.03.2009, 13:29
hat viel von selbsteinrede / verharmlosung sich selbst gegenüber finde ich. kann aber allgemein unterwerfen etc mal gar nichts abgewinnen und mag sowas auch gar nicht verstehen wollen / müssen / können.

wieauchimmer
10.03.2009, 21:42
Klingt nach Selbstbetrug.

Inaktiver User
11.03.2009, 00:17
hingabe.

S.Less
11.03.2009, 10:11
Hingabe ist etwas edles, Demut ebenfalls.

gedemütigt und unterworfen zu werden, auch wenn freiwillig, hat aber nichts edles mehr an sich.

edel kommt nämlich von so sollte jeder handeln weil es so sehr gut ist, in dem fall auch der partner. wenn aber beide sich hingeben und demütig sind, ist keiner mehr da der unterwirft und demütigt.

sprich, das ideal ist gegenseitige und nicht einseitige hingabe auf gleicher ebene. für mich und ich denke auch für die meisten anderen hier.

Inaktiver User
11.03.2009, 11:48
u.

Inaktiver User
11.03.2009, 11:49
i.

Inaktiver User
11.03.2009, 11:54
[quo.rst.

S.Less
11.03.2009, 12:32
ich empfinde den spruch nach wie vor als selbstbetrug weil die zuneigung die du oder zu wem immer der spruch paßt nur durch diese unterwerfung möglich ist.

aber wie gesagt, ich kann gefühlsmäßig sowieso mit sowas nichts anfangen, ich bin überzeugt würde der andere, dem sich unterworfen wird, zuneigung auch ohne dieses extreme ungleichgewicht an geben und nehmen austeilen so würde sich die frage nach unterwerfung und demütigung und ob ganz freiwillig oder doch nicht gar nicht stellen.

ich denke hingabe ist unbedingt notwendig, aber eben gegenseitig. es wäre natürlich lebensfremd zu verlangen das beide immer gleich stark bzw gleich schwach sind in einer beziehung, aber sich unterwerfen um etwas zu bekommen fände ich für mich genauso schräg wie der unterwerfende zu sein, und sei es weil sich mir freiwillig unterworfen wird. im letzteren fall würde ich diese person sowieso nie wirklich hoch schätzen können weil diese selbstaufgabe von ihr sie auch gleichzeitig zu einem objekt degradiert.

Inaktiver User
11.03.2009, 21:43
hm..s

Dawnclaude
12.03.2009, 05:23
naja es ist halt auch die Frage wie stark sich das im Leben auswirkt. Wennich devote Phantasien habe,die ich ausleben will, und dann versuche Menschen zu manipulieren, die mir diese Phantasien wieder erfüllen, bin letztendlich ich der Lenker, obwohl es nicht direkt danach aussieht. :)
So würde ich die Sätze vielleicht auch interpretieren. Wenn ich mich voll hingebe, such ich mir ja dennoch Mensch / Form etc. selbst aus.

Inaktiver User
12.03.2009, 19:10
in der bdsm-szene ist das noch ne ewige debatte. zu einem konsens kommt man nie, weil es so unterschiedliche weisen gibt, bdsm auszuleben. wie weit darf der sub grenzen bestimmen? darf er den top "manipulieren", sich ihm widersetzen? gibts safewords oder nicht, wann ist es schon topping from the bottom blablubb...

Inaktiver User
14.03.2009, 23:25
.hm.

Inaktiver User
14.03.2009, 23:27
[q.

Hamacho
16.05.2009, 16:25
Eine Person die sich selbst unterwirft,
kann nicht mehr gedemütigt werden.
Sie hat den absoluten Vorteil,
sich in einer selbst gewählten Weise
einem selbst erwählten Menschen
unterworfen zu haben und wird
dadurch gleichsam unverletzlich.


ziemlich dämlich, weil man nur eine entwicklung vorwegnimmt. das ist defätismus in reinform und keine wirkliche entscheidungsfreiheit.

Hamacho
16.05.2009, 16:26
ja so in etwa mein ich das auch.
das man als "unterworfener" sozusagen doch den ton angibt.

was ist denn dann noch unterwerfung?
das ist kein geheimtrick, sondern einfach wortklauberei, denn das merkmal von unterwürfigkeit ist keinen ton anzugeben.

Lathrada
17.05.2009, 10:39
.

chandos
17.05.2009, 12:27
was ist denn dann noch unterwerfung?
das ist kein geheimtrick, sondern einfach wortklauberei, denn das merkmal von unterwürfigkeit ist keinen ton anzugeben.

vom logischen standpunkt her hast du wohl absolut recht. ich vermute nur mal, dass es genau diese wortklauberei ist, die das spiel in gange hält. wenn ein für alle mal klar wäre: der eine ist der unterwerfer, der andere der unterworfene, dann wäre das spiel aus. das spiel als ständig wiederholte unterwerfung kann nur fortgesetzt werden, wenn der unterworfene sich irgendwann wieder als unterwerfer darstellt. in dem moment kann er dann wieder unterworfen werden.

Inaktiver User
18.05.2009, 17:17
[qu..lle