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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Soll die Bundesflagge in deutschen Schulen aufgehängt werden?



engel...
10.03.2009, 15:05
Wie fändet ihr das? Seid ihr eher dafür oder dagegen und warum?

rhabarber*
10.03.2009, 15:08
was sollte das für einen zweck erfüllen? :suspekt:

engel...
10.03.2009, 15:14
zum beispiel den nationalstolz fördern oder auch die zusammengehörigkeit stärken.
außerdem würde sich die flagge viel eher einprägen, da man sie oft sehen würde. und laut studie wirken auch die symbole etc, die man oft sieht, sympathischer als symbole, die man selten sieht.

wir müssen bald in der schule darüber debattieren und ich suche noch nach guten argumenten (pro und contra). ;)

Langspielplatte
10.03.2009, 15:19
zum beispiel den nationalstolz fördern oder auch die zusammengehörigkeit stärken.
außerdem würde sich die flagge viel eher einprägen, da man sie oft sehen würde. und laut studie wirken auch die symbole etc, die man oft sieht, sympathischer als symbole, die man selten sieht.

wir müssen bald in der schule darüber debattieren und ich suche noch nach guten argumenten (pro und contra). ;)

Contra: Das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken kann so ein Symbol wohl nur bei denen, die sich damit identifizieren. Bei allen anderen besteht die Gefahr, dass sie sich dadurch (noch) ausgeschlossen(er) fühlen.

engel...
10.03.2009, 15:21
Contra: Das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken kann so ein Symbol wohl nur bei denen, die sich damit identifizieren. Bei allen anderen besteht die Gefahr, dass sie sich dadurch (noch) ausgeschlossen(er) fühlen.

wen genau meinst du mit allen anderen? ausländer/ menschen mit migrationshintergrund?

Langspielplatte
10.03.2009, 15:24
wen genau meinst du mit allen anderen? ausländer/ menschen mit migrationshintergrund?

Zum Beispiel, ja. An vielen Schulen ist der Ausländeranteil ja sehr hoch.

Aber es gibt ja sicherlich auch viele Deutsche, die sich nicht unbedingt mit der Flagge identifizieren, einfach weil sie mit Nationalstolz/-gefühl etc. nicht viel anfangen können.

engel...
10.03.2009, 15:37
Zum Beispiel, ja. An vielen Schulen ist der Ausländeranteil ja sehr hoch.

Aber siehst du Ausländer nicht als Teil unserer Gesellschaft an? Sie leben ja in Deutschland und zu Deutschland zählt schließlich auch die Deutschlandflagge.




Aber es gibt ja sicherlich auch viele Deutsche, die sich nicht unbedingt mit der Flagge identifizieren, einfach weil sie mit Nationalstolz/-gefühl etc. nicht viel anfangen können.

Klar gibt es immer Menschen, die sich nicht mit Deutschland identifizieren können. Aber sollte nur wegen diesen Ausnahmen auf Flaggen verzichtet werden? Während der WM oder EM hat man ja gesehen, wie viele Deutsche hinter Deutschland stehen und stolz auf ihr Land sind.
Außerdem gab es immer wieder unterschiedliche Flaggen, je nach Staatsform. Als Deutschland noch eine Monarchie war, sah die Flagge anders aus als jetzt. Und mit der heutigen Bundesflagge würde die Schule zeigen, dass auch sie die Demokratie unterstützt.

kilauea
10.03.2009, 15:51
Mmm... ich glaube, das ist eines der Dinge, die mir völlig egal sind. ;)

fabian
10.03.2009, 15:53
Mmm... ich glaube, das ist eines der Dinge, die mir völlig egal sind. ;)
:lof:

Langspielplatte
10.03.2009, 16:02
Aber siehst du Ausländer nicht als Teil unserer Gesellschaft an? Sie leben ja in Deutschland und zu Deutschland zählt schließlich auch die Deutschlandflagge.

Ja, aber heißt das, dass sich jeder Ausländer mit der deutschen Flagge identifizieren können muss bzw. dass die Flagge in ihnen ein Gefühl der Zusammengehörigkeit wecken muss? Dass Deutschland ein Integrationsproblem hat, ist ja nicht neu. Ob man das gut findet oder nicht - ich bin mir ziemlich sicher, dass es in deutschen Schulen viele Kinder/Jugendliche gibt, die sich mit der deutschen Flagge nicht identifizieren. Und nicht nur "Ausländer". Und eben in solchen Fällen kann die Idee mit dem Zusammengehörigkeitsfühl eben auch sehr nach hinten losgehen.


Klar gibt es immer Menschen, die sich nicht mit Deutschland identifizieren können. Aber sollte nur wegen diesen Ausnahmen auf Flaggen verzichtet werden? Während der WM oder EM hat man ja gesehen, wie viele Deutsche hinter Deutschland stehen und stolz auf ihr Land sind.
Außerdem gab es immer wieder unterschiedliche Flaggen, je nach Staatsform. Als Deutschland noch eine Monarchie war, sah die Flagge anders aus als jetzt. Und mit der heutigen Bundesflagge würde die Schule zeigen, dass auch sie die Demokratie unterstützt.

Ich würde WM/EM/Sportveranstaltungen allgemein jetzt mal nicht mit normalem Alltag gleichsetzen. Oder siehst du noch viele Leute mit Deutschlandflagge am Auto rumfahren?

Ich bin mir auch nicht so sicher, ob man die Menschen, die sich mit der deutschen Flagge nicht identifizieren können/wollen, wirklich als Ausnahmen sehen sollte. Erst recht nicht, wenn ein Zusammengehörigkeitsgefühl geschaffen werden soll. Das kann doch gar nicht funktionieren, wenn da eine Gruppe schon eh gleich außen vor bleibt. (Ob so ein Nationalstolzzusammengehörigkeitsgefühl erstrebenswert ist oder nicht, ist natürlich noch mal eine ganz andere Frage.)

Ich finde auch nicht, dass eine staatliche Schule in Deutschland es nötig hat, durch eine Flagge zu zeigen, dass sie die Demokratie unterstützt. Schließlich ist das Schulsystem ein Teil des Staates.

engel...
10.03.2009, 16:15
Ja, aber heißt das, dass sich jeder Ausländer mit der deutschen Flagge identifizieren können muss bzw. dass die Flagge in ihnen ein Gefühl der Zusammengehörigkeit wecken muss? Dass Deutschland ein Integrationsproblem hat, ist ja nicht neu. Ob man das gut findet oder nicht - ich bin mir ziemlich sicher, dass es in deutschen Schulen viele Kinder/Jugendliche gibt, die sich mit der deutschen Flagge nicht identifizieren. Und nicht nur "Ausländer". Und eben in solchen Fällen kann die Idee mit dem Zusammengehörigkeitsfühl eben auch sehr nach hinten losgehen.

Ich denke, dass die Flagge sehr wohl ein Zusammengehörigkeitsgefühl wecken würde. Wir alle leben in Deutschland und besuchen deutsche Schulen, die vom deutschen Staat gefördert werden. Somit haben alle Schüler schon eine Gemeinsamkeit. Vielleicht wird die Flagge auch viele Schüler zum Nachdenken anregen, was sie gut und was sie schlecht an Deutschland finden. Und auch dies wäre doch für die politische Bildung aller Schüler sehr gut.



Ich würde WM/EM/Sportveranstaltungen allgemein jetzt mal nicht mit normalem Alltag gleichsetzen. Oder siehst du noch viele Leute mit Deutschlandflagge am Auto rumfahren?

Es stimmt, dass man im Moment nicht viele Menschen mit Fahnen am Auto sieht. Aber ich glaube, das liegt daran, dass sich viele Menschen schämen, wenn sie ihren Nationalstolz zeigen. Denn oft heißt es sofort, diese Menschen wären dann "Nazis".



Ich bin mir auch nicht so sicher, ob man die Menschen, die sich mit der deutschen Flagge nicht identifizieren können/wollen, wirklich als Ausnahmen sehen sollte. Erst recht nicht, wenn ein Zusammengehörigkeitsgefühl geschaffen werden soll. Das kann doch gar nicht funktionieren, wenn da eine Gruppe schon eh gleich außen vor bleibt. (Ob so ein Nationalstolzzusammengehörigkeitsgefühl erstrebenswert ist oder nicht, ist natürlich noch mal eine ganz andere Frage.)

Warum fändest du denn Nationalstolz nicht erstrebenswert? Wegen dem Nationalsozialismus vor 70 Jahren? Ich bin der Meinung, dass man dennoch stolz auf Deutschland sein kann, denn in jedem Land gibt es dunkle Kapitel in der Geschichte. In den USA zum Beispiel gab es auch Sklaverei, Rassismus oder die Auslöschung vieler Indianerstämme. In Deutschland dagegen wird die Geschichte aufgearbeitet wie in fast keinem anderen Land.




Ich finde auch nicht, dass eine staatliche Schule in Deutschland es nötig hat, durch eine Flagge zu zeigen, dass sie die Demokratie unterstützt. Schließlich ist das Schulsystem ein Teil des Staates.

Natürlich ist das Schulsystem Teil des Staates. Aber warum soll man es dann nicht durch eine Bundesflagge zeigen?

auri_aureola
10.03.2009, 16:27
ich finde es allgemein scheiße und pädagogisch nicht wertvoll - weil:
es für kinder wichtig ist ihre vorbilder und sich selbst zu finden - jemanden vorgesetzt bekommen - sehr toll. und dann viell noch später wirklich frei wählen gehen HAHA

Langspielplatte
10.03.2009, 16:27
Äh, willst du nun Argumente sammeln oder meine persönliche Meinung hören?

Ich halte nichts davon, Flaggen in Schulen aufzuhängen. Ich halte auch nichts davon, ein Zusammengehörigkeitsgefühl aufzubauen, das auf Nationalstolz basiert. Ich empfinde keinen Nationalstolz und ich will die deutsche Flagge nicht permanent vor Augen haben. Und das hat mit den USA, Sklaverei oder Indianer"stämmen" mal absolut gar nichts zu tun.

auri_aureola
10.03.2009, 16:36
Ich denke, dass die Flagge sehr wohl ein Zusammengehörigkeitsgefühl wecken würde. Wir alle leben in Deutschland und besuchen deutsche Schulen, die vom deutschen Staat gefördert werden. Somit haben alle Schüler schon eine Gemeinsamkeit. Vielleicht wird die Flagge auch viele Schüler zum Nachdenken anregen, was sie gut und was sie schlecht an Deutschland finden. Und auch dies wäre doch für die politische Bildung aller Schüler sehr gut.




haha

engel...
10.03.2009, 16:46
Äh, willst du nun Argumente sammeln oder meine persönliche Meinung hören?



Beides. Ich will andere Argumente hören, aber auch versuchen, sie zu entkräften.

Benny
10.03.2009, 16:48
haha

UND WIE !!! :D

Welcher Schwachmaten Lehrer denkt sich bitte solche abartigen Diskussionsthemen aus ? Erst Autoverbot jetzt Flaggenzwang - was kommt als nächstes? Denkverbote für Blonde? Rechtsfahrgebot für Grashüpfer?

Benny
10.03.2009, 16:50
Und näher am Thema: WO bitte soll sie den aufgehängt werden? Jede Schule hat ohnehin Flaggenmaste für die Beflaggung an Feiertagen. Soll sie da jeden Tag hängen? Oder im Lehrerzimmer? Oder in jedem Klassenzimmer? Vor der Tafel? Als Handtuch am Waschbecken? Oder über der Türe?

engel...
10.03.2009, 16:50
UND WIE !!! :D

Welcher Schwachmaten Lehrer denkt sich bitte solche abartigen Diskussionsthemen aus ? Erst Autoverbot jetzt Flaggenzwang - was kommt als nächstes? Denkverbote für Blonde? Rechtsfahrgebot für Grashüpfer?

Ist kein Schwachmaten Lehrer, sondern es geht um Jugend debattiert. Naja, ich finde aber auch, dass es bessere Themen gibt.

engel...
10.03.2009, 16:51
Und näher am Thema: WO bitte soll sie den aufgehängt werden? Jede Schule hat ohnehin Flaggenmaste für die Beflaggung an Feiertagen. Soll sie da jeden Tag hängen? Oder im Lehrerzimmer? Oder in jedem Klassenzimmer? Vor der Tafel? Als Handtuch am Waschbecken? Oder über der Türe?

Das muss der erste Redner klären und der kanns klären, wie er will.Alle anderen müssen sich dann anpassen.

Langspielplatte
10.03.2009, 16:59
Beides. Ich will andere Argumente hören, aber auch versuchen, sie zu entkräften.

Und entkräften heißt für dich "Ich denke nicht, dass das mit dem Zusammengehörigkeitsgefühl klappen würde, weil sich nicht jeder mit der deutschen Flagge identifiziert." - "Ich denke, dass die Flagge sehr wohl ein Zusammengehörigkeitsgefühl wecken würde."?

Wenn sich jemand in Deutschland nicht mit dem deutschen Staat identifiziert, dann ändert daran doch auch eine Flagge nichts - selbst wenn er auf eine vom deutschen Staat finanzierte Schule geht.

Oder das immer wieder gebrachte, dadurch aber nicht besser werdende "Argument", dass man ruhig stolz auf Deutschland sein könnte, schließlich hätten andere Länder auch eine schlimme Geschichte?

Egal, ich mache jetzt Feierabend. :huhu:

venea
10.03.2009, 17:01
wenn es dazu dienen soll schimmelflecken und löcher im putz zu kaschieren und sonst nicht anderes da ist, gerne. ansonsten seh ich dafür keinen bedarf.

engel...
10.03.2009, 17:02
Und entkräften heißt für dich "Ich denke nicht, dass das mit dem Zusammengehörigkeitsgefühl klappen würde, weil sich nicht jeder mit der deutschen Flagge identifiziert." - "Ich denke, dass die Flagge sehr wohl ein Zusammengehörigkeitsgefühl wecken würde."?

Wenn sich jemand in Deutschland nicht mit dem deutschen Staat identifiziert, dann ändert daran doch auch eine Flagge nichts - selbst wenn er auf eine vom deutschen Staat finanzierte Schule geht.

Oder das immer wieder gebrachte, dadurch aber nicht besser werdende "Argument", dass man ruhig stolz auf Deutschland sein könnte, schließlich hätten andere Länder auch eine schlimme Geschichte?

Egal, ich mache jetzt Feierabend. :huhu:

Ich geb zu, die Argumente sind nicht so gut. ;) Für das Thema fallen mir nicht so gute Argumente für die Pro-Seite ein. Mir ist klar, dass du dagegen bist, aber hast du auch Argumente dafür?

auri_aureola
10.03.2009, 17:16
Ich geb zu, die Argumente sind nicht so gut. ;) Für das Thema fallen mir nicht so gute Argumente für die Pro-Seite ein. Mir ist klar, dass du dagegen bist, aber hast du auch Argumente dafür?


"the scream I heard last"

warum muss man PRO finden wenn du nicht mal kontra findest?

engel...
10.03.2009, 17:19
"the scream I heard last"

warum muss man PRO finden wenn du nicht mal kontra findest?

Kontra ist zum Beispiel auch, dass man das Geld für Flaggen besser in eine moderne Ausstattung für Schulen verwendet (zB für Bücher in der Schulbibliothek).

Und wieso bist du in dem Thread, wenn du mich eh nur dumm anmachen willst und nichts beiträgst?

auri_aureola
10.03.2009, 17:24
fühlst du dich angemacht?
sorry - das war nicht meine absicht.

engel...
10.03.2009, 17:26
Es klang bei dir so. "HAHA" "Warum muss man pro finden, wenn du nicht mal kontra findest."
Naja, schon ok, wenns nicht deine Absicht war. ;)

auri_aureola
10.03.2009, 17:28
Es klang bei dir so. "HAHA" "Warum muss man pro finden, wenn du nicht mal kontra findest."
Naja, schon ok, wenns nicht deine Absicht war. ;)

na es war nur so - he schau mal - die denken so bla bla - und ich finde deine aussage komisch .. bla bla

anmachen wäre anders .D

engel...
10.03.2009, 17:33
ja ok. :D
aber das blöde ist, zu dem thema fallen mir echt keine richtig guten argumente ein, mir selbst ist es eben auch total egal. ich brauche aber für beide seiten gute argumente.
und gut finde ich bisher nur zu sagen, dass die deutsche flagge gar nicht als nationalflagge verwendet wurde, als hitler and er macht war. dies kannich nur als gegenargument sagen,wenn jmd meint, dass diese flaggen dann an den nationalsozialismus erinnern.
und was kann man dagegen sagen, wenn manche sagen, dass sie keinen nationalstolz brauchen? :durchgeknallt:

Inaktiver User
10.03.2009, 17:35
Ich finde Nationalstolz immer ein wenig seltsam, warum soll man stolz auf etwas sein, für das man nichts kann. Nationalfreude ;) oder sowas fände ich passender, so nach dem Motto: "Ich freue mich, dass ich das Glück habe, in Deutschland zu leben." Oder eben nicht. Je nachdem.

Zum Thema Flagge: Ich wohne gegenüber der Uni, da wird an Feiertagen die deutsche Flagge rausgehängt und ggf. auf Halbmast gesetzt, wenn es einen Anlass dafür gibt.

Das finde ich eigentlich ganz gut, weil ich so schon mehrmals nachgeschaut habe, warum die Flagge jetzt da hängt bzw. warum sie auf Halbmast ist. So mancher Feiertag wäre sonst einfach an mir vorbeigegangen. Das wäre ein Effekt, der verlorengeht, wenn die Flagge immer da hängen würde. Aber so zu speziellen Anlässen finde ich es gut.

auri_aureola
10.03.2009, 17:43
ja ok. :D
aber das blöde ist, zu dem thema fallen mir echt keine richtig guten argumente ein, mir selbst ist es eben auch total egal. ich brauche aber für beide seiten gute argumente.
und gut finde ich bisher nur zu sagen, dass die deutsche flagge gar nicht als nationalflagge verwendet wurde, als hitler and er macht war. dies kannich nur als gegenargument sagen,wenn jmd meint, dass diese flaggen dann an den nationalsozialismus erinnern.
und was kann man dagegen sagen, wenn manche sagen, dass sie keinen nationalstolz brauchen? :durchgeknallt:


die dt. flagge steht eigtl für das genaue gegenteil von nationalsozialismus.
rührt ja aus der zeit der napoleonischen befreiungskriege.

engel...
10.03.2009, 17:44
die dt. flagge steht eigtl für das genaue gegenteil von nationalsozialismus.
rührt ja aus der zeit der napoleonischen befreiungskriegen.

oh, ich hab mich da net verständlich ausgedrückt. ;) ich mein natürlich, dass es die nicht gab. die nationalflagge damals war nämlich schwarz-weiß-rot und die andere war eben die mit hakenkreuz.

sparklehorse
10.03.2009, 18:24
ich bin dafür, wenn sie die farben ändern und wir ne hübsche flagge bekommen. sonst nicht.

Lourdes
10.03.2009, 18:54
ich bin dafür, wenn sie die farben ändern und wir ne hübsche flagge bekommen. sonst nicht.

Oh ja, die Falgge ist echt nicht schön.

Zum eigentlichen Thema: Ich finde es unnötig, die deutsche Flagge in Schulen aufzuhängen. Ich glaube auch nicht, dass dadurch das Zusammengehörigkeitsgefühl gestärt oder sonst irgendetwas positives bewirkt würde.

schattengewächs.
10.03.2009, 19:06
haha "jugend debattiert",oder?

S.Less
10.03.2009, 20:14
wenn man wirklich kinder damit erreichen / beeinflussen will sollte man lieber übers schuelervz ein deutschlandbanner kleben, auf jedes handycover ne flagge und für die ganz kleinen natürlich ein schwarzrotgüldener spongebob.

gerade schule hat doch eh kaum noch vorbildfunktion, wieso sollte das dann gerade bei ner flagge anders sein?

pro argument: man könnte dann schülern als thema für ne pro/kontro diskussion geben: "sollten wir die flagge abhängen?"

Fellfrosch
10.03.2009, 20:52
ich bin dafür, wenn sie die farben ändern und wir ne hübsche flagge bekommen. sonst nicht.

Schwarz Rosa Gold? (http://www.youtube.com/watch?v=-U-JPhGmyes&feature=related)

Fratzi
10.03.2009, 22:05
Warum denn nur in der Schule? Im Kindergarten, beim Finanzamt, Rathaus oder Arbeitsamt würden sich ein paar Flaggen sicher auch gut machen. Man könnte zusammen mit der europäischen und der des jeweiligen Bundesland damit gut einige Einganghallen dekorieren.

Und wer mag, darf morgens auch Fahnenapell machen.

auri_aureola
10.03.2009, 23:32
oh, ich hab mich da net verständlich ausgedrückt. ;) ich mein natürlich, dass es die nicht gab. die nationalflagge damals war nämlich schwarz-rot-weiß und die andere war eben die mit hakenkreuz.


GOTT bist du witzig ....

engel...
10.03.2009, 23:33
GOTT bist du witzig ....

Was soll denn jetzt schon wieder sein? :suspekt:

auri_aureola
10.03.2009, 23:35
Was soll denn jetzt schon wieder sein? :suspekt:

frage ich mich auch.

engel...
10.03.2009, 23:37
ja warum soll meine aussage witzig gemeint sein?

auri_aureola
10.03.2009, 23:42
ja warum soll meine aussage witzig gemeint sein?

naja - ich frage mich: was hat das eine mit dem anderem zu tun?

Inaktiver User
11.03.2009, 00:14
Jede Schule hat ohnehin Flaggenmaste für die Beflaggung an Feiertagen.

Ich finde, das reicht auch eigentlich vollkommen.
Vor Rathäusern findet man ja auch öfters noch Flaggen und manche Leute haben sie bei Sportereignissen aus dem Fenster hängen - das genügt doch.

Allerdings bin ich jetzt generell nicht so der Fahnenfan und halte halt einfach nix davon, sich damit zuzukleistern.

fredericus
11.03.2009, 18:16
Die üblichen "oh mein Gott bloß keinen Nationalstolz fördern"-Reflexe waren ja vorauszusehen...

aber mal Butter bei die Fische:
Was ist an unserer Flagge hässlich und was wäre denn schöner?

sparklehorse
11.03.2009, 19:46
die farbkombination? die drei streifen? ungefähr alles halt?

im haus der geschichte ist eine vitrine mit total vielen vorschlägen, die damals zur nationalflagge gemacht wurden. und da sind ungefähr alle schöner..

Inaktiver User
12.03.2009, 08:35
im haus der geschichte ist eine vitrine mit total vielen vorschlägen, die damals zur nationalflagge gemacht wurden. und da sind ungefähr alle schöner..

die wann gemacht wurden? also die vorschläge...?
ich mein, die schwarz-rot-goldene flagge hat halt schon tradition seit 1848, die ist ja nicht grundlos nationalflagge.

fredericus: für mich hat das nix mit nationalstolz zu tun, wenn an jeder ecke eine flagge gehisst ist, ich find das halt einfach nur doof, wenn ständig irgendwelche fahnen irgendwo rumwehen.
ich find das auch doof, wenns fahnen von fußballvereinen sind oder so. :suspekt:

Tinelli
12.03.2009, 12:05
Lieber die Deutschlandflagge statt den Kreuzen *find

fredericus
12.03.2009, 15:52
die farbkombination? die drei streifen? ungefähr alles halt?

im haus der geschichte ist eine vitrine mit total vielen vorschlägen, die damals zur nationalflagge gemacht wurden. und da sind ungefähr alle schöner..
das bringt mich jetzt nicht wirklich weiter. was ist an der farbkombination schlecht, warum sind die drei streifen schlecht?
und wie sehen die alternativvorschläge überhaupt aus?


fredericus: für mich hat das nix mit nationalstolz zu tun, wenn an jeder ecke eine flagge gehisst ist,
hab ich ja auch nix von gesagt, ich hab ja das thema nationalstolz nicht aufgebracht.


ich find das halt einfach nur doof, wenn ständig irgendwelche fahnen irgendwo rumwehen.
warum?

fredericus
12.03.2009, 15:52
Lieber die Deutschlandflagge statt den Kreuzen *find

ganz meine meinung!

sparklehorse
12.03.2009, 16:12
naja, die vorschläge wurden logischerweise dann gemacht, als über die flagge entschieden wurde..

fredericus: es ist einfach nicht schön. soll ich das jetzt noch begründen? ich mag die farbkombination halt nicht. und die aufteilung. ich find die belgische flagge besser zum beispiel, naja. :D

in dem artikel (http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Flagge)sind zwei der vorschläge abgebildet.

Inaktiver User
12.03.2009, 16:16
warum?

Ich mag das einfach optisch nicht.
Egal, wo.
Ich find wie gesagt auch so Fußballflaggen nicht schön.
Es gefällt mir einfach nicht, ich verbuch das mal unter Geschmackssache.

Inaktiver User
14.03.2009, 17:48
da habt ihr eure fahnen schon :)
http://www.welt.de/multimedia/archive/00771/winnenden_trauer_ha_771029g.jpg

kilauea
14.03.2009, 18:23
da habt ihr eure fahnen schon :)
http://www.welt.de/multimedia/archive/00771/winnenden_trauer_ha_771029g.jpg
also sorry, aber das war jetzt geschmacklos. :suspekt:

Lucaa
15.03.2009, 01:07
ich glaub auch nicht, dass es irgendwas bringen würde oder so. daher kann man's auch gleich lassen.

aber dass sich leute mit migrationshintergrund davon irgendwie beeinflusst fühlen können, ist doch unsinn.
oder fühlt ihr euch angepisst, wenn ihr in nem anderen land seid/lebt und die landesflagge irgendwo seht?
ich glaube, es ist irgendwie ein denkfehler (und mal wieder ein typisch deutscher), dass jemand mit migrationshintergrund 24 stunden am tag denkt "ohgottohgottohgott, ich gehör hier ja gar nicht hin."

Langspielplatte
15.03.2009, 19:12
aber dass sich leute mit migrationshintergrund davon irgendwie beeinflusst fühlen können, ist doch unsinn.
oder fühlt ihr euch angepisst, wenn ihr in nem anderen land seid/lebt und die landesflagge irgendwo seht?
ich glaube, es ist irgendwie ein denkfehler (und mal wieder ein typisch deutscher), dass jemand mit migrationshintergrund 24 stunden am tag denkt "ohgottohgottohgott, ich gehör hier ja gar nicht hin."

Also mal davon abgesehen, dass ich ihr eigentlich nur dabei helfen wollte, Argumente für beide Seiten zu finden und deswegen auf diese Zusammengehörigkeitsgefühlsache eingegangen bin...

Wenn ich an meine Schulzeit denke, war z.B. in meiner Klasse der Unterschied Deutsche/Nicht-Deutsche immer sehr präsent und wurde stark betont. Nicht von allen, aber eben schon auffällig. Ich glaube kaum, dass eine deutsche Flagge da ein größeres Zusammengehörigkeitsgefühl geschaffen hätte - eher im Gegenteil. Schon alleine die Debatte darum hätte für ordentlich Ärger gesorgt. Und das obwohl die "Ausländer" in den meisten Fällen Kindern von Einwanderern waren, die selber schon seit ihrer Kindheit in Deutschland gelebt haben.
Dass diese Situation nicht mit Studenten Mitte 20, die ein Auslandssemester in Spanien machen und dabei ab und zu die spanische Flagge zu Gesicht bekommen, zu vergleichen ist, sollte ja eigentlich jedem klar sein.

Lucaa
15.03.2009, 19:18
hm. die erfahrung kann ich eigentlich nicht teilen. ich war auf einer katholischen grundschule und daher immer von kindern mit eltern unterschiedlichster nationalitäten umgeben. und ich hab nie drüber nachgedacht, weil es einfach unwichtig war.

dass es immer irgendjemanden geben wird, den das stört, ist ja logisch.
aber ich finde, man denkt hierzulande teilweise wirklich total verkehrt, wenn man glaubt, die menschen um uns herum, die vielleicht sogar hier geboren wurden, denken bei jeder kleinigkeit oder sogar den ganzen tag daran, dass sie ursprünglich aus einem anderen land kommen.

Langspielplatte
15.03.2009, 19:22
dass es immer irgendjemanden geben wird, den das stört, ist ja logisch.
aber ich finde, man denkt hierzulande teilweise wirklich total verkehrt, wenn man glaubt, die menschen um uns herum, die vielleicht sogar hier geboren wurden, denken bei jeder kleinigkeit oder sogar den ganzen tag daran, dass sie ursprünglich aus einem anderen land kommen.

Das habe ich ja auch nie behauptet. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die sich hier heimisch fühlen - warum sollten sie auch nicht? Aber dass so eine deutsche Flagge als Symbol verstanden wird, mit dem man sich identifizieren können soll/muss und dass uns alle vereint, glaube ich einfach nicht. Nicht nur bei "Ausländern" sondern auch bei vielen Deutschen.

In meinem Fall war das übrigens die 11./12./13. Klasse, das ist wahrscheinlich auch nicht wirklich mit der Grundschule zu vergleichen.

Lucaa
15.03.2009, 22:03
ach, ich glaub trotzdem, dass das überbewertet ist. nirgends macht man sich über solche dinge so viele gedanken wie bei uns. und ich finde, grade dadurch, dass um alles so ein eiertanz gemacht wird, entsteht erst dieses wir vs. leute mit migrationshintergrund.

Langspielplatte
15.03.2009, 22:17
ach, ich glaub trotzdem, dass das überbewertet ist. nirgends macht man sich über solche dinge so viele gedanken wie bei uns. und ich finde, grade dadurch, dass um alles so ein eiertanz gemacht wird, entsteht erst dieses wir vs. leute mit migrationshintergrund.

Ich sehe es gerade andersrum: Dadurch, dass Deutschland jahrzehntelang ignoriert hat, dass es ein Einwanderungsland ist, ist dieser Eiertanz gerade erst nötig geworden. Man hat jahrzehntelang so wenig getan, dass das Integrationsproblem mittlerweile so groß ist, dass man es nicht mehr ignorieren kann.

Lucaa
15.03.2009, 22:18
was hat man denn in anderen ländern dafür getan, was man hier versäumt hat?

Langspielplatte
15.03.2009, 22:34
Willst du das jetzt ernsthaft aufgezählt bekommen?

In vielen Ländern, England z.B., ist es wesentlich einfacher, ausländische Abschlusszeugnisse anerkennen zu lassen. Dadurch stehen Immigranten beruflich besser da, müssen nicht (trotz möglicherweise abgeschlossenem Studium) Hilfsarbeiter- oder Zeitarbeitsjobs machen und integrieren sich dadurch viel leichter.
Dann wurde die Pflicht, Landessprachkurse zu besuchen, in anderen Ländern schon wesentlich früher eingeführt. Welchen enormen Integrationsvorteil das bietet dürfte klar sein.
Dann gibt es in vielen Ländern muttersprachlichen Unterricht für Kinder, was das Erlernen von Zweit- und Drittsprachen (inkl. der Landessprache) erheblich erleichtert und man nicht so schnell in die blöde Situation kommt, dass viele Kinder weder die Mutter- noch die Landessprache richtig können.
Und letztendlich auch das gesellschaftliche Selbstverständnis als Einwanderungsgesellschaft, das natürlich nicht von einem Tag auf den anderen da ist, aber dessen Entstehung von Seite der Regierung gefördert werden kann. In Deutschland z.B. gibt es ja überhaupt erst seit 2004 ein Zuwanderungsgesetz mit diesem Namen. Das hat schon einen erheblichen Einfluss darauf, wie innerhalb der Gesellschaft mit "Ausländern" umgegangen wird.

Lucaa
15.03.2009, 22:37
ja, will ich. danke.

ich frage mich nur, ob gerade hier solche angebote auch positiv aufgenommen werden würden, wenn ein "zwang" dahinter steht. ich denke, wir tun uns mit solchen dingen extrem schwer, weil wir angst davor haben, dass es uns in ein schlechtes licht rücken könnte.

Langspielplatte
15.03.2009, 22:41
Naja, zwei (oder drei - je nachdem wie man das mit dem Sprachunterricht regeln will) von den vier Dingen haben ja nun mit Zwang nicht viel zu tun.

Und die Sprachkurspflicht gibt es ja nun in Deutschland mittlerweile auch, ohne dass es ein großes Thema gewesen wäre.

Lucaa
15.03.2009, 22:46
du sprachst von der pflicht eines sprachkurses, darauf hatte ich mich bezogen.
aber generell stimme ich dir da schon zu. sowas ist wichtig. mich nervt einfach nur, dass deutschland da in jeder hinsicht - wie auch immer man es betrachtet - immer eine sonderrolle hat.

Inaktiver User
15.03.2009, 23:50
dagegen. außerdem sind wir leider schon vorbelastet....geschichtlich.

ich finde es teils auch übertrieben. in den USA z.b haben sie ihre flagge fast an jeder haustür hängen.

Lucaa
16.03.2009, 07:31
dagegen. außerdem sind wir leider schon vorbelastet....geschichtlich.

.

und genau gegen dieses denken sollte man was tun. dass wir wegen unserer geschichte bestimmte dinge nicht "dürfen".
was jetzt nicht speziell was mit der flagge zu tun hat, darin sehe ich auch wenig sinn.

Langspielplatte
16.03.2009, 09:20
[QUOTE=Lucaa]und genau gegen dieses denken sollte man was tun. dass wir wegen unserer geschichte bestimmte dinge nicht "dürfen".
was jetzt nicht speziell was mit der flagge zu tun hat, darin sehe ich auch wenig sinn.

Sehe ich auch wieder anders. Ich finde es gut, dass man in Deutschland mit bestimmten Themen sensibler umgeht. Davon könnten sich einige Länder eine Scheibe abschneiden.

Und dieses "Das ist jetzt schließlich schon 60 Jahre her, irgendwann muss man auch mal drüber weg kommen"-Denken ist einfach so wäh. :uebel:

LaMara
16.03.2009, 09:23
Und dieses "Das ist jetzt schließlich schon 60 Jahre her, irgendwann muss man auch mal drüber weg kommen"-Denken ist einfach so wäh. :uebel:

Find ich auch. Nicht nur in Deutschland übrigens.

Lucaa
16.03.2009, 09:46
aber ewig in seinen komplexen zu verharren, kann doch auch nicht die lösung sein. vor allem, wenn wir uns selbst einreden, dass andere länder die und die vorurteile gegenüber deutschen haben, die maximal noch in nicht gebildeten schichten existieren.
es soll einfach vernünftig damit umgegangen werden.

ich finde es immer ganz interessant, wenn die österreicher hier als außenstehende erzählen, wie sie die deutschen sehen. nämlich als verkrampftes, komplexbeladenes volk. und ich seh das auch so.

fredericus
16.03.2009, 12:07
dagegen. außerdem sind wir leider schon vorbelastet....geschichtlich.

und was genau soll das mit der bundesdeutschen flagge zu tun haben?

LaMara
16.03.2009, 13:46
aber ewig in seinen komplexen zu verharren, kann doch auch nicht die lösung sein.

Aber es gibt doch auch einen vernüftigeren Mittelweg zwischen "ewig in seinen komplexen zu verharren" und dem "Das ist jetzt schließlich schon 60 Jahre her, irgendwann muss man auch mal drüber weg kommen"-Denken.

Eben so ein Mittelweg ist das Entwickeln eines historischen Bewusstseins, und ich finde, gerade die Flaggendiskussion könnte man damit begründen. Das ist m.E. weder falsch noch übertrieben.

Lucaa
16.03.2009, 14:21
ja sicher. ein mittelweg. das meine ich ja. und auch, wenn es harsch ausgedrückt ist, aber ich finde, der ansatz ist schon der, dass man nach 60 jahren vielleicht endlich mal aus der paralysiertheit erwachen und nicht immer noch reumütig auf dem boden rumkriechen sollte, um bloß nirgends anzuecken mit seinen entscheidungen.
und dazu muss man laut sagen, dass das alles ein teil der geschichte ist, aber wirklich 60 jahre her, dass das keiner vergessen darf, aber dass das leben weitergeht und man GRADE aus der geschichte lernen kann, wie man's eben nicht macht. und dann aber auch mal selbstbewusst eine ordentliche einwandererpolitik durchsetzt wie in anderen ländern auch. ohne immer einen sonderstatus haben zu müssen, "weil wir ja durch die geschichte sowieso nie so sein werden wie andere länder."

Inaktiver User
16.03.2009, 14:46
Diese Nachricht wurde automatisch erstellt und ist ohne Unterschrift gueltig.

Inaktiver User
16.03.2009, 15:14
Österreicher sind xenophobe Provinzler, die sich von SA-Mitgliedern regieren lassen. Wirklich komplett irrelevant.

word!

Langspielplatte
16.03.2009, 16:34
ja sicher. ein mittelweg. das meine ich ja. und auch, wenn es harsch ausgedrückt ist, aber ich finde, der ansatz ist schon der, dass man nach 60 jahren vielleicht endlich mal aus der paralysiertheit erwachen und nicht immer noch reumütig auf dem boden rumkriechen sollte, um bloß nirgends anzuecken mit seinen entscheidungen.

Das tut Deutschland - auch im Einwanderungsbereich - ja auch definitiv nicht. Da muss man sich nur mal den Bereich Asyl angucken, nur zählen die Leute hier ja nicht viel.

*inertia*
17.03.2009, 10:03
ich finde, der ansatz ist schon der, dass man nach 60 jahren vielleicht endlich mal aus der paralysiertheit erwachen und nicht immer noch reumütig auf dem boden rumkriechen sollte, um bloß nirgends anzuecken mit seinen entscheidungen.
."

also für 60 jahre paralysiertheit gabs hier aber ganz schön viel wirtschaftswunder.
die verbrechen wurden eben über lange zeit NICHT bearbeitet, sondern verdrängt und verharmlost. "wir haben ja nix gewusst." als willi brandt in den 70ern die ostverträge auf den weg gebracht hat gabs riesenprotest weil man ja damit die deutschen ostgebiete aufgegeben hat.
dieses "wir sind seit 60 jahren ein volk reuiger sünder und jetzt muss doch auch mal schluss sein" ist echt so zum kotzen :uebel:

Lucaa
17.03.2009, 10:12
dann schlag doch mal was besseres vor. 60 jahre zurückgehen? es muss doch einen weg geben, mit der geschichte so umgehen zu können, dass man trotzdem nicht hinter anderen ländern zurückbleibt.


mich stört nur, dass viele hier den eindruck erwecken, dass es ihnen peinlich ist, im ausland zuzugeben, dass sie deutsche sind. dass wir selbst rückständiger in unserem denken sind als der rest der welt.
das hat überhaupt nichts mit verdrängen/vergessen oder sonstwas zu tun, sondern mit dem image, das wir uns einbilden zu haben.

*inertia*
17.03.2009, 10:46
dann schlag doch mal was besseres vor. 60 jahre zurückgehen? es muss doch einen weg geben, mit der geschichte so umgehen zu können, dass man trotzdem nicht hinter anderen ländern zurückbleibt.


mich stört nur, dass viele hier den eindruck erwecken, dass es ihnen peinlich ist, im ausland zuzugeben, dass sie deutsche sind. dass wir selbst rückständiger in unserem denken sind als der rest der welt.
das hat überhaupt nichts mit verdrängen/vergessen oder sonstwas zu tun, sondern mit dem image, das wir uns einbilden zu haben.

ich wollte erstmal lediglich deine vorannahme kritisieren, bei den deutschen handele es sich seit 60 jahren um ein komplexbeladenes volk, dass reuig auf dem boden kriecht. das halte ich für ganz großen quatsch.

zumal die komplexe wohl schon vorher da waren, man schaue sich mal kaiser wilhelm an oder lese "der untertan".

ich will weder stolz sein auf deutschland noch dieses land voranbringen. schon gar nicht in konkurrenz zu anderen ländern. ich finde nationalismus scheiße und staatsflaggen sowieso (und zwar nicht nur in d). warum sollte ich da jetzt verbessrungsvorschläge machen?

Lucaa
17.03.2009, 10:53
ich will weder stolz sein auf deutschland noch dieses land voranbringen. schon gar nicht in konkurrenz zu anderen ländern. ich finde nationalismus scheiße und staatsflaggen sowieso (und zwar nicht nur in d). warum sollte ich da jetzt verbessrungsvorschläge machen?

das hast du vorher nicht erwähnt.
und wenn du das allgemein scheiße findest, ist ja die diskussionsgrundlage eine völlig andere. mir ging es darum, das in anderen ländern ok zu finden, in d aber nicht, aufgrund der geschichte.
und dass man nicht dran interessiert ist, dass das eigene land aus seinen fehlern lernt und durch gute politische konzepte vielleicht sogar zu einer vorbildfunktion werden kann - sprich "vorangebracht" wird -, indem es an sich arbeitet, finde ich ehrlich gesagt eine reichlich komische einstellung. aber ok. jeder wie er will.

*inertia*
17.03.2009, 11:12
erstmal glaube ich, dass kaum jemand nationalismus in anderen ländern ok findet, nut in deutschland nicht, wo liest du das denn raus?

ich möchte natürlich schon, dass es den menschen gut geht. also, dass ausländer nicht diskriminiert, sondern integriert werden, dass alle genug zu essen haben und gute bildung usw.
ich wünsche mir das aber auch für andere länder, nicht nur für "mein eigenes".
ich verstehe bloss nicht, was das mit nationaler identität zu tun haben soll. braucht man nationalismus, um gute politik zu machen? und muss man da einen schlussstrich ziehen? was für sinnvolle politische entscheidungen wurden denn deiner meinung nach in den letzten jahren nicht durchgesetzt wegen übertriebener komplexe aufgrund der geschichte?
zumal der ns ja ohnehin längst zur konstruktion nationaler identität genutzt wird (kosovo-krieg nicht trotz, sondern wegen auschwitz und das ständige moralische herumreiten darauf, wie toll man sich ja mit der vergangenheit auseinandergesetzt habe :uebel:)

auri_aureola
17.03.2009, 11:30
und dass man nicht dran interessiert ist, dass das eigene land aus seinen fehlern lernt und durch gute politische konzepte vielleicht sogar zu einer vorbildfunktion werden kann - sprich "vorangebracht" wird -, indem es an sich arbeitet, finde ich ehrlich gesagt eine reichlich komische einstellung.



oh oh oh ....

ich sag nix - ich schreibe nur: die welle ...

Lucaa
17.03.2009, 11:35
erstmal glaube ich, dass kaum jemand nationalismus in anderen ländern ok findet, nut in deutschland nicht, wo liest du das denn raus?


allein die diskussion, ob es ok ist, eine flagge in d in schulen zu hängen und wer sich da alles angepisst fühlen könnte, während z.b. in den usa und italien einfach überall flaggen zu sehen sind, sagt das doch aus, finde ich.

Lucaa
17.03.2009, 11:38
oh oh oh ....

ich sag nix - ich schreibe nur: die welle ...

?
was ist daran falsch, gute, demokratische politik zu machen und damit vielleicht (!) sogar auszusagen: "die ns zeit war scheiße, das haben wir erkannt. jetzt ist es unser anliegen, das alles besser zu machen und konzepte zu entwerfen, die auch andere länder gut finden und evtl. (ähnlich) übernehmen können."

Langspielplatte
17.03.2009, 11:39
allein die diskussion, ob es ok ist, eine flagge in d in schulen zu hängen und wer sich da alles angepisst fühlen könnte, während z.b. in den usa und italien einfach überall flaggen zu sehen sind, sagt das doch aus, finde ich.

Ich kann ja nur von mir ausgehen, aber ich finde Flaggen in anderen Ländern auch nicht toller als in Deutschland.

*inertia*
17.03.2009, 11:45
allein die diskussion, ob es ok ist, eine flagge in d in schulen zu hängen und wer sich da alles angepisst fühlen könnte, während z.b. in den usa und italien einfach überall flaggen zu sehen sind, sagt das doch aus, finde ich.

naja, das heißt ja nicht, dass man es in den usa oder italien toll findet.

ich finde die frage, welche tollen entscheidungen verhindert wurden aus rücksicht wegen der geschichte, aber viel interessanter.

auri_aureola
17.03.2009, 11:46
?
was ist daran falsch, gute, demokratische politik zu machen und damit vielleicht (!) sogar auszusagen: "die ns zeit war scheiße, das haben wir erkannt. jetzt ist es unser anliegen, das alles besser zu machen und konzepte zu entwerfen, die auch andere länder gut finden und evtl. (ähnlich) übernehmen können."


es ist nicht so schlimm und anders aber doch gleich
der euphorismus macht es aus

geht ganz schnell - und alles ist wieder gleich

Lucaa
17.03.2009, 12:35
ich finde die frage, welche tollen entscheidungen verhindert wurden aus rücksicht wegen der geschichte, aber viel interessanter.

das hab ich überhaupt nicht gesagt. ich finde nur, dass es schon immer einen eiertanz gibt, wenn es z.b. um einwandererpolitik geht.

@auri:
hm, seh ich nicht so. bei uns gibt es doch z.b. auch ansätze, schulsysteme aus anderen ländern zu übernehmen. wo darin jetzt die gefahr liegt, weiß ich nicht. und im gleichen zuge in anderen bereichen gute konzepte zu haben, die von anderen übernommen werden, ist doch etwas positives. es ist ja kein zwang da.

auri_aureola
17.03.2009, 12:46
@auri:
hm, seh ich nicht so. bei uns gibt es doch z.b. auch ansätze, schulsysteme aus anderen ländern zu übernehmen. wo darin jetzt die gefahr liegt, weiß ich nicht. und im gleichen zuge in anderen bereichen gute konzepte zu haben, die von anderen übernommen werden, ist doch etwas positives. es ist ja kein zwang da.

so wie du es jetzt beschreibst - ja.
vorhin klang es aber anders ...

Langspielplatte
17.03.2009, 13:06
das hab ich überhaupt nicht gesagt. ich finde nur, dass es schon immer einen eiertanz gibt, wenn es z.b. um einwandererpolitik geht.

Sehe ich nicht so. 2004, als das Zuwanderungsgesetz in Kraft getreten ist, habe ich jedenfalls nicht viel Eiertanz erlebt. Natürlich gab es Diskussionen, aber das ist bei so einem wichtigen Gesetz doch völlig normal.
Und in den 90ern, als das Asylrecht so krass verschärft wurde, dass sich die Neubewerberzahlen innerhalb weniger Jahre auf ein Zehntel reduziert haben, wurde das ja auch durchgesetzt. Das klingt für mich nicht nach reumütiger Paralysiertheit.

Es ist ja nun wirklich nicht so, dass Deutschland besonders lasche Einwanderungsgesetze hätte.

Lucaa
17.03.2009, 14:04
so wie du es jetzt beschreibst - ja.
vorhin klang es aber anders ...


dann hab ich mich falsch ausgedrückt, sorry. so war#s gemeint.

*inertia*
17.03.2009, 14:46
das hab ich überhaupt nicht gesagt. ich finde nur, dass es schon immer einen eiertanz gibt, wenn es z.b. um einwandererpolitik geht.
.

ach so. na dann. dann braucht man wohl keinen nationalismus, um vernünftige politik zu machen, wozu dann also das gejammer, wie unentspannt alles wäre.
nationalismus also nur zum selbstzweck, damit man sich endlich auch mal wieder toll und stark fühlen darf als nation? "wir sind wieder wer"?

zumal, wie LP ja schon gesagt hat, deutschland ziemlich strenge einwanderungsgesetze hat.

kilauea
17.03.2009, 16:46
... muss man sich eigentlich zwangsläufig schlecht fühlen?

Langspielplatte
17.03.2009, 18:35
... muss man sich eigentlich zwangsläufig schlecht fühlen?

Was genau meinst du denn damit?

kilauea
17.03.2009, 18:43
Damit meine ich, dass es hier oft so rüberkommt, als ob man sich nicht für sein Land freuen dürfte oder froh sein, wenn es ihm gut geht.


ich will weder stolz sein auf deutschland noch dieses land voranbringen

Hier zum Beispiel.

Ich meine, wir können alle nichts dafür, als Deutsche geboren zu sein. Deswegen ist das nichts, worauf man stolz sein müsste, aber imho auch nichts, was man bedauern müsste. Und deswegen freu ich mich, wenn es "meinem" Land gut geht, genauso wie ich mich auch für jedes andere Land freue/-n würde oder es schlimm finden, wenn's nicht gut läuft. Und ich mag auch Sachen, die gut laufen, gut finden dürfen, und solche, die ich schlecht finde, kritisieren.

Langspielplatte
17.03.2009, 18:47
Ich sehe nicht, dass *inertia* irgendwas darüber geschrieben hätte, wie "man" sich zu fühlen hat.

Davon abgesehen sind "nicht stolz sein" und "sich schlecht fühlen" ja nun auch zwei ziemlich unterschiedliche Dinge.

LaMara
17.03.2009, 18:50
Davon abgesehen sind "nicht stolz sein" und "sich schlecht fühlen" ja nun auch zwei ziemlich unterschiedliche Dinge.

Sehe ich auch so. Wenn man nicht stolz darauf ist, heisst das ja nicht, dass man sich deswegen schlecht fühlt, da gibt's ja auch noch irgendwelche Abstufungen dazwischen.

Stolz bin ich auf etwas, das ich erreicht habe. Die Nationalität, naja, die hab ich halt einfach, dazu hab ich weder ein besonders positives noch ein besonders negatives Verhältnis. Ich persönlich fände es seltsam, darauf stolz zu sein.

kilauea
17.03.2009, 18:54
Ich finde, dass so eine Gefühlsebene schon in vielen Beiträgen mitschwingt.

Aber letztlich isses ja wurscht.

Stelle fest, dass ich mit vielen Aussagen hier nichts anfangen kann, ob die Fahne nun hängt oder nicht ist mir immer noch egal und ich muss mich jetzt erstmal auf andere Sachen konzentrieren. =/

Langspielplatte
17.03.2009, 19:01
Stelle fest, dass ich mit vielen Aussagen hier nichts anfangen kann, ob die Fahne nun hängt oder nicht ist mir immer noch egal und ich muss mich jetzt erstmal auf andere Sachen konzentrieren. =/

Das geht wohl mehreren Leuten so. ;)

Ich finde z.B. nicht, dass man Postings, die eher auf der Gefühlsebene argumentieren, automatisch als Aufforderung verstehen muss.

Wannabebaby
17.03.2009, 20:38
typisch deutsch. HILFE eine deutschlandflagge. andere länder würden sich über eine solche diskussion doch totlachen. was soll denn daran schlimm sein? auch wenn es vielleicht keinen suuupertollen zweck erfüllt, kann es für manche doch zum denken anregen. was heisst deutschland? wie sind deutsche? man muss ja nicht immer gleich alles nationale schlechtreden. ich bin dafür, dass wir uns mal mehr mit unserer identität ausseinandersetzen. und dazu gehören halt auch symbole.

Aurora
18.03.2009, 08:48
Stelle fest, dass ich mit vielen Aussagen hier nichts anfangen kann, ob die Fahne nun hängt oder nicht ist mir immer noch egal.geht mir genauso.

zur fahne. tja, wie gesagt, eher egal. aber solang es keine guten argumente dagegen gibt, kann sie doch ruhig hängen?

und ich finde schon, dass man auf sein land stolz sein darf. natürlich ist es glücklicher zufall hier geboren worden zu sein. trotzdem darf man stolz darauf sein, dass die generation vor uns viel geschafft und dass sich in den letzten 60 jahren ja nun zum glück viel geändert hat. ich finde es schade, dass eben das vielen scheinbar so egal ist und sie die dinge so hinnehmen wie sie eben sind.
das heißt ja nicht, dass man andere länder doof findet, sich als was besseres fände und anderen schlechtes wünschen würde. und auch nicht, dass man sich nicht mit der vergangenheit auseinander setzt/setzen bräuchte. im gegenteil.

Langspielplatte
18.03.2009, 09:08
und ich finde schon, dass man auf sein land stolz sein darf. natürlich ist es glücklicher zufall hier geboren worden zu sein. trotzdem darf man stolz darauf sein, dass die generation vor uns viel geschafft und dass sich in den letzten 60 jahren ja nun zum glück viel geändert hat. ich finde es schade, dass eben das vielen scheinbar so egal ist und sie die dinge so hinnehmen wie sie eben sind.

Nur weil man keinen Nationalstolz empfindet, heißt das doch noch längst nicht, dass einem alle Entwicklungen der Nachkriegszeit egal sind. Also ehrlich. :augenroll:

Aurora
18.03.2009, 11:25
scheinbar!

wenn es dir nicht egal ist, wieviel trennt dich dann noch vom "stolz sein"?

vielleicht verstehen wir auch einfach beide was anderes unter "nationalstolz".

Langspielplatte
18.03.2009, 12:01
wenn es dir nicht egal ist, wieviel trennt dich dann noch vom "stolz sein"?

Dazwischen liegen ja nun noch so einige Schritte.

Mir ist es auch nicht egal, dass Südafrika die Apartheid abgeschafft hat z.B., aber stolz bin ich darauf nicht. Sollte irgendwann mal eine Lösung für den Nahostkonflikt gefunden und auch durchgesetzt werden, wäre mir das sicherlich nicht egal und ich würde mich freuen, aber stolz wäre ich auch darauf nicht.

Also ehrlich, das müsste doch wohl jedem klar sein, dass "nicht stolz" nicht gleichzusetzen ist mit "ist mir alles wurscht". Von daher weiß ich überhaupt nicht, wie du zu der Annahme kommst.

Lucaa
18.03.2009, 13:34
ich glaube auch, dass ihr irgendwie eine viel zu enge definition von "nationalstolz" voraussetzt. das heißt doch nicht 1:1, dass man "stolz" ist, sondern einfach, dass man sich zu seinem land bekennt. wie auch immer das aussieht.
aber hier hat man immer den eindruck, als deutscher müsse man sich fast schämen für das, was man ist. es muss doch möglich sein zu sagen, dass man deutschland mag, gern hier lebt und es für ein tolles land hält. aber selbst das ist ja manchen schon zu viel.

Langspielplatte
18.03.2009, 13:39
Es ist ja schon ein bisschen witzig, dass man hier nicht "Ich empfinde keinen Nationalstolz." schreiben kann, ohne dass einem mehrfach vorgeworfen wird, man würde das von allen fordern. :augenroll:

Ich lebe auch gerne in Deutschland, aber warum man das nun Nationalstolz nennen sollte, wenn man kein Gefühl des Stolzes empfindet, ist mir nicht ganz klar.

Lucaa
18.03.2009, 13:43
das war weder auf dich persönlich, noch auf diesen thread bezogen. das fällt mir immer wieder hier auf, wenn es zu solchen diskussionen kommt.

Aurora
18.03.2009, 17:33
Dazwischen liegen ja nun noch so einige Schritte.

Mir ist es auch nicht egal, dass Südafrika die Apartheid abgeschafft hat z.B., aber stolz bin ich darauf nicht. Sollte irgendwann mal eine Lösung für den Nahostkonflikt gefunden und auch durchgesetzt werden, wäre mir das sicherlich nicht egal und ich würde mich freuen, aber stolz wäre ich auch darauf nicht.

Also ehrlich, das müsste doch wohl jedem klar sein, dass "nicht stolz" nicht gleichzusetzen ist mit "ist mir alles wurscht". Von daher weiß ich überhaupt nicht, wie du zu der Annahme kommst.
welche schritte denn? was meinst du, legen leute, die stolz sind an den tag, was du nicht tust/willst?

naja, all die beispiele haben aber nichts mit dir zu tun oder mit etwas, was zu dir gehört. wie etwa die ein oder zwei generationen vor dir, welche dir den boden bereitet haben und von denen du beeinflusst wurdest und sodass du nun selbst die gesellschaft mitgestaltest.

wenn man wirklich nur auf dinge stolz sein könnte, die man ganz allein erreicht, dürfte das gefühl ein sehr seltenes sein, denn es gibt nicht viele dinge, die man wirklich allein erreicht.

aber den schuh einer wenig rühmlichen vergangenheit darf man sich natürlich immer gern anziehen, auch wenn weder man selbst, noch die generation vor einem da was mit zu tun hatten. das ist unlogisch.

es klingt nur für mich so, als nimmst du (u.a., es ging mir nicht um dich konkret, übrigens) es halt als gegeben hin. als eine nette sache, von der wir alle profitieren, die aber sonst nicht weiter viel bedeutet.
und ich verstehe auch nicht, warum dich das jetzt so auffregt?
ich meine, wenn dem nicht so ist, ists doch gut.


und ich finde, wenn immer wieder gesagt wird, wie unlogisch es wäre, dass man es ja gar nicht verstehen könne, wie jemand stolz auf sein land sein kann und man das ja eh auch gar nicht wollte... naja, das wirkt schon ein bisschen so, als wären alle, die sagen, sie seien stolz irgendwie seltsam sein.
(anmerkung an LP: das wort "wirkt" gibt einen persönlichen eindruck wieder und soll keine objektive einschätzung eines zustands oder einer intention sein)


ich finde wirklich nicht, dass "stolz auf sein land sein" etwas mit nationalismus zu tun hat. und auch nichts mit einwanderungsgesetzen. :suspekt:
und auch nichts mit dem gedanken, das hier ja alles so geil wär und das beste überhaupt.

vielleicht sollte ich lieber das wort positives nationalgefühl verwenden.

Janina_
18.03.2009, 18:29
dagegen

Langspielplatte
19.03.2009, 10:44
welche schritte denn? was meinst du, legen leute, die stolz sind an den tag, was du nicht tust/willst?

Entweder verstehe ich dich hier falsch oder du hast mich falsch verstanden. Ich meinte, dass es bei mir gefühlsmäßig noch sehr viele Abstufungen gibt zwischen "mir ist etwas nicht egal" und "ich bin stolz auf etwas". Wie das bei anderen Leuten aussieht, weiß ich nicht, aber ich vermute, dass es ähnlich ist.



naja, all die beispiele haben aber nichts mit dir zu tun oder mit etwas, was zu dir gehört. wie etwa die ein oder zwei generationen vor dir, welche dir den boden bereitet haben und von denen du beeinflusst wurdest und sodass du nun selbst die gesellschaft mitgestaltest.

Deswegen habe ich die Beispiele ja auch gebracht. Ich empfinde nämlich im deutschen Kontext - abgesehen davon, dass ich hier eher direkt von Erfolgen profitiere - ganz ähnlich.

Ich sehe es übrigens auch nicht so, dass man nur auf Dinge, die man selber geschafft hat, stolz sein kann. Stolz bin ich auch auf Dinge, die meine Mutter geschafft hat oder sicherlich auch meine Kinder irgendwann mal. Ich bin aber nicht stolz auf Leistungen von Menschen, mit denen mich, abgesehen von der Nationalität, nichts verbindet. Und erst recht bin ich nicht stolz auf die Leistung eines Landes, Deutschland leistet doch nichts. Wenn schon sind es deutsche Menschen, die etwas leisten. Darüber kann ich mich freuen, ja, aber stolz bin ich darauf nicht.

Und ja, ich finde es wichtig, dass man sich den Schuh einer wenig rühmlichen Vergangenheit anzieht. Nicht in dem Sinne, dass man ewig in der Vergangenheit lebt und nicht von der Stelle kommt, sondern dass man einfach ein historisches Bewusstsein entwickelt und mit Blick auf die Zukunft aus der Vergangenheit lernen kann. Und das nicht nur als Deutsche/r sondern einfach als Mensch.

(Im Übrigen regt mich hier gar nichts auf, aber ich finde es doch ziemlich nervig, ernsthaft darüber diskutieren zu müssen, dass man aus "ich bin nicht stolz" nicht zwangsläufig eine Scheißegal-Haltung ablesen kann. Ich sehe nämlich nicht, dass ich oder sonst irgendjemand in diesem Thread etwas in der Richtung angedeutet oder geschrieben hätte.)



und ich finde, wenn immer wieder gesagt wird, wie unlogisch es wäre, dass man es ja gar nicht verstehen könne, wie jemand stolz auf sein land sein kann und man das ja eh auch gar nicht wollte... naja, das wirkt schon ein bisschen so, als wären alle, die sagen, sie seien stolz irgendwie seltsam sein.

Aber wenn man es nun mal nicht verstehen kann? Ich kann ganz gut damit leben, dass es Leute gibt, die einige meiner Ansichten nicht nachvollziehbar oder seltsam finden.

Lucaa
19.03.2009, 10:53
dann sind wir ja im grunde einer meinung.

was ich aber nicht verstehe (und ich glaube, das hab ich diesem zusammenhang schonmal im forum gelesen und nicht verstanden):



Deutschland leistet doch nichts. Wenn schon sind es deutsche Menschen, die etwas leisten.

aber was ist denn deutschland deiner meinung nach? die menschen, die dort leben doch. oder was sonst? eine unsichtbare institution? die politik? die ja letzendlich indirekt auch wieder vom volk gemacht wird. das beinhaltet schließlich eine demokratie.
ich verstehe die unterscheidung nur nicht.

Aurora
19.03.2009, 11:06
Entweder verstehe ich dich hier falsch oder du hast mich falsch verstanden. Ich meinte, dass es bei mir gefühlsmäßig noch sehr viele Abstufungen gibt zwischen "mir ist etwas nicht egal" und "ich bin stolz auf etwas". Wie das bei anderen Leuten aussieht, weiß ich nicht, aber ich vermute, dass es ähnlich ist. hast du.
es ging doch nie darum, dass es zwangsläufig so ist, sondern darum, dass es so rüberkam. himmel.
und mich würde interessieren, was du meinst, was "die stolzen" von dir gefühlsmäßig so unterscheidet. = was du unter stolz sein verstehst. aber egal.





Deswegen habe ich die Beispiele ja auch gebracht. Ich empfinde nämlich im deutschen Kontext - abgesehen davon, dass ich hier eher direkt von Erfolgen profitiere - ganz ähnlich.finde ich nicht.

Ich sehe es übrigens auch nicht so, dass man nur auf Dinge, die man selber geschafft hat, stolz sein kann. Stolz bin ich auch auf Dinge, die meine Mutter geschafft hat oder sicherlich auch meine Kinder irgendwann mal. Ich bin aber nicht stolz auf Leistungen von Menschen, mit denen mich, abgesehen von der Nationalität, nichts verbindet. Und erst recht bin ich nicht stolz auf die Leistung eines Landes, Deutschland leistet doch nichts. Wenn schon sind es deutsche Menschen, die etwas leisten. Darüber kann ich mich freuen, ja, aber stolz bin ich darauf nicht.


Und ja, ich finde es wichtig, dass man sich den Schuh einer wenig rühmlichen Vergangenheit anzieht. Nicht in dem Sinne, dass man ewig in der Vergangenheit lebt und nicht von der Stelle kommt, sondern dass man einfach ein historisches Bewusstsein entwickelt und mit Blick auf die Zukunft aus der Vergangenheit lernen kann. Und das nicht nur als Deutsche/r sondern einfach als Mensch.hat ja auch keiner widersprochen. aber wenn das gut und richtig ist, ist es genauso gut und richtig auf das heute, hier und jetzt "stolz" zu sein und sich nicht von einer vergangenheit einschüchtern zu lassen.


(Im Übrigen regt mich hier gar nichts auf, aber ich finde es doch ziemlich nervig, ernsthaft darüber diskutieren zu müssen, dass man aus "ich bin nicht stolz" nicht zwangsläufig eine Scheißegal-Haltung ablesen kann. Ich sehe nämlich nicht, dass ich oder sonst irgendjemand in diesem Thread etwas in der Richtung angedeutet oder geschrieben hätte.) äh ja. siehe oeben.




Aber wenn man es nun mal nicht verstehen kann? Ich kann ganz gut damit leben, dass es Leute gibt, die einige meiner Ansichten nicht nachvollziehbar oder seltsam finden.man kann es aber trotzdem versuchen, nachzuvollziehen.

im übrigen hat lucaa grad geschrieben, was ich auch schreiben wollte.
und ich würde gern fragen, wann ein staat denn "etwas geleistet" hat? (also kein zeitliches wann, sondern die frage nach den "erfolgskriterien")

Langspielplatte
19.03.2009, 11:09
aber was ist denn deutschland deiner meinung nach? die menschen, die dort leben doch. oder was sonst? eine unsichtbare institution? die politik? die ja letzendlich indirekt auch wieder vom volk gemacht wird. das beinhaltet schließlich eine demokratie.
ich verstehe die unterscheidung nur nicht.

Das ist schwer zu erklären, weil es auch eher eine Gefühlssache ist.

Natürlich ist Deutschland in erster Linie die deutschen Menschen. Aber die Leistung vieler einzelner Menschen sehe ich eben eher als individuelle Leistung, nicht als Leistung Deutschlands. Mir fehlt da einfach das verbindende Element um das als Gemeinschaftsleistung zu sehen.

Langspielplatte
19.03.2009, 11:24
hast du.
es ging doch nie darum, dass es zwangsläufig so ist, sondern darum, dass es so rüberkam. himmel.
und mich würde interessieren, was du meinst, was "die stolzen" von dir gefühlsmäßig so unterscheidet. = was du unter stolz sein verstehst. aber egal.

Wie soll ich denn das Empfinden anderer Leute erklären? Das müsste ja, wenn schon, jemand machen, der Stolz empfindet und evtl. erklären kann, weshalb das so ist. Warum ich keinen Stolz empfinde, habe ich ja eben schon erklärt.




Deswegen habe ich die Beispiele ja auch gebracht. Ich empfinde nämlich im deutschen Kontext - abgesehen davon, dass ich hier eher direkt von Erfolgen profitiere - ganz ähnlich. finde ich nicht.

Du findest nicht, dass ich so empfinde? Äh ja, alles klar... :durchgeknallt:



hat ja auch keiner widersprochen. aber wenn das gut und richtig ist, ist es genauso gut und richtig auf das heute, hier und jetzt "stolz" zu sein und sich nicht von einer vergangenheit einschüchtern zu lassen.

Äh... und? Dem habe ich doch nie widersprochen. Ich empfinde nur nicht so.



und ich würde gern fragen, wann ein staat denn "etwas geleistet" hat? (also kein zeitliches wann, sondern die frage nach den "erfolgskriterien")

Habe ich ja eben schon erklärt. Ein Staat leistet für mich nie etwas. Wenn schon leisten die Bewohner des Staates oder auch die Politiker/Vertreter eine Volkes etwas. Das kann der Bauer im Dorf sein oder auch der Präsident. Aber eben nicht der Staat an sich.

Aurora
19.03.2009, 17:42
haha, omg, du bist lustig!


Wie soll ich denn das Empfinden anderer Leute erklären? Das müsste ja, wenn schon, jemand machen, der Stolz empfindet und evtl. erklären kann, weshalb das so ist. Warum ich keinen Stolz empfinde, habe ich ja eben schon erklärt.naja, ich dachte halt, dass du eine idee hast, was du unter stolz verstehst. weil, wenn wir über was völlig verschiedenes reden ist es ja eh sinnlos.



Du findest nicht, dass ich so empfinde? Äh ja, alles klar... :durchgeknallt: lol. eigentlich sollte es sich von selbst erklären, dass ich nicht zustimme. aber common sense ist hier ja zu viel erwartet.




Äh... und? Dem habe ich doch nie widersprochen. Ich empfinde nur nicht so.:augenroll:
hab ich ja auch nie behauptet. nicht ausführung hat 100% mit dir zu tun und damit, dass du etwas angeblich behauptet oder dem widersprochen hättest.



Habe ich ja eben schon erklärt. Ein Staat leistet für mich nie etwas. Wenn schon leisten die Bewohner des Staates oder auch die Politiker/Vertreter eine Volkes etwas. Das kann der Bauer im Dorf sein oder auch der Präsident. Aber eben nicht der Staat an sich.äh... naja. auch ne meinung. :durchgeknallt:

Langspielplatte
19.03.2009, 17:53
lol. eigentlich sollte es sich von selbst erklären, dass ich nicht zustimme. aber common sense ist hier ja zu viel erwartet.

Du stimmt nicht zu, dass ich Entwicklungen in anderen Ländern gegenüber ähnlich empfinde wie Entwicklungen in Deutschland? Ah, so macht es Sinn...

Du schreibst so einen Scheiß, nur um noch irgendwie widersprechen zu können... unglaublich... Wozu versuche ich überhaupt, meinen Standpunkt zu erklären!?

Inaktiver User
19.03.2009, 17:58
Wie fändet ihr das? Seid ihr eher dafür oder dagegen und warum?

Das finde ich eine gute Idee! Und zwar kombiniert mit einer Regional-Flagge! :rose2:

Wie in der Schweiz etwa. :rose2:

Inaktiver User
19.03.2009, 19:05
a) "in" Schulen: nein.
b) "vor" Schulen: zu besonderen Anlässen, wie bisher auch.

Aurora
19.03.2009, 19:11
Du stimmt nicht zu, dass ich Entwicklungen in anderen Ländern gegenüber ähnlich empfinde wie Entwicklungen in Deutschland? Ah, so macht es Sinn...

Du schreibst so einen Scheiß, nur um noch irgendwie widersprechen zu können... unglaublich... Wozu versuche ich überhaupt, meinen Standpunkt zu erklären!?
wie gut, dass ich vor diesem posting beschlossen hatte, dass das hier lächerlich ist, weil du meiner ansicht nach entweder nicht in der lage bist mich zu verstehen oder es absichtlich missverstehst.
kannst du dir aussuchen.

Inaktiver User
19.03.2009, 20:00
@Langspielplatte:

Wenn es kein "Wir"-Gefühl gigt, worauf soll dann gemeinsame Verantwortung begründet werden?

Langspielplatte
19.03.2009, 20:16
@Langspielplatte:

Wenn es kein "Wir"-Gefühl gigt, worauf soll dann gemeinsame Verantwortung begründet werden?

Auf Menschlichkeit, humanitären Grundsätzen. Oder findest du, dass nur Deutsche die Verantwortung dafür tragen, dass sich die Geschichte nicht wiederholt?

Inaktiver User
12.09.2009, 15:46
Wie fändet ihr das? Seid ihr eher dafür oder dagegen und warum?

Von mir aus könnte man die Farben schwarz-rot-gold ruhig mehr zeigen.

Und nicht nur an Schulen.

pantoffelheldin
13.09.2009, 05:36
Ich habe jetzt nicht alles gelesen, aber es koennte einen Beitrag dazu leisten, ein gesundes Nationalgefuehl zu entwickeln. Man muss ja fast schon, um nicht als NPD-Anhaenger zu gelten, sagen "Oh je, Deutschland ist so schlecht und ich will mich nicht damit identifizieren" - das finde ich ziemlich laecherlich. In sehr vielen Staaten ist das vollkommen ueblich, und ich sehe nichts schlechtes darin.

Inaktiver User
14.09.2009, 10:51
Im UK hat niemand was gegen den Union Jack! :rose2:

Und in Schottland hat erst recht niemand was gegen das blau-weiße Andreaskreuz! :rose2: