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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : habt ihr das gefühl, vom studium gut auf den job vorbereitet zu werden?



sparklehorse
15.03.2009, 19:56
ich nämlich nicht. :/

ich lerne unmengen an zeug, die ich garantiert nie anwenden werde. und das, was später wichtig wird, lerne ich überhaupt nicht. im prinzip bin ich drauf angewiesen, dass ich mir das alles selbst aneigne, wenn ich meinen job später gut machen will.
okay, wenn ich wissenschaftlich arbeiten will, dann bin ich gut vorbereitet. juhu. und das wird später nur ein bruchteil der leute machen, die mit mir studieren.

und das, obwohl ich eigentlich das gefühl habe, dass mein studium schon relativ praxisbezogen ist.

Blodeuwedd
15.03.2009, 20:04
Nein, absolut überhaupt nicht.

Mein Studium hat quasi gar nichts mit dem zu tun, was ich später arbeiten werde, was auch immer das sein mag.

Ich kann alles von Dir so unterschreiben, bis auf das mit dem praxisbezogen.

Eine sehr ernüchternde Erkenntnis ist das. :durchgeknallt:

lassie_singers
15.03.2009, 20:06
nö.
zumal ich keinen blassen schimmer hab, was ich später mal arbeiten werde.
aber ich fühle mich auf keine art von beruf gut oder auch nur in irgendeiner weise vorbereitet.

Lucaa
15.03.2009, 20:25
magister: nein
mba an der fh: ja. vielleicht aber auch deswegen, weil ich den direkten vergleich habe. ich weiß nicht, wie es mit nur fh ausgesehen hätte.

Fellfrosch
15.03.2009, 22:29
Ich dachte in den ersten paar Monaten man kann wirklich gar nix davon brauchen. Da gab es halt viel so sozialen Kram und relativ wenige technische Probleme. Jetzt bekomme ich aber eigene Projekte, muss mich in neue Themen selbst einarbeiten und da merkt man wie gut die Ausbildung an der Uni doch war und wieviel man sich davon merken konnte.

Inaktiver User
15.03.2009, 22:34
ja, sehr gut. (FH) So gut wie alles was wir machen ist praxisrelevant.
Frühe an der Uni hatte ich auch nicht das Gefühl, dass mir das was bringt.

sparklehorse
15.03.2009, 22:37
ja, sehr gut. (FH) So gut wie alles was wir machen ist praxisrelevant.
Frühe an der Uni hatte ich auch nicht das Gefühl, dass mir das was bringt.

was studierst du denn?

hmm. wir machen ja auch jede menge praxisrelevantes zeug. aber eben nicht für die praxis, die dann später 90% der absolventen brauchen. mit dem, was wir lernen, kann man wie gesagt super in die wissenschaft oder die industrie, aber der rest..naja.

Inaktiver User
15.03.2009, 23:06
Ich studier Technische Redaktion.

jewa
15.03.2009, 23:09
nö, gar nicht. aber das war mir, da magister-studium, schon vorher klar.

die ersten jahre hat mir das noch nichts ausgemacht, aber jetzt frag ich mich schon, wie ich die motivation für ein studium aufbringen soll, was mich in keinster weise auf irgendwas vorbereitet und auch fachlich keinen auf dem arbeitsmarkt interessiert.

tigress
15.03.2009, 23:09
nein, gar nicht.

SisterDew
15.03.2009, 23:10
Nein. Ich habe auch das Gefühl, dass man in den Bereichen, in die ich später gerne gehen würde, einfach irgendwen reinsetzen könnte (und das teilweise auch macht) und das auch nicht großartig auffällt.

Relativ viele Übungen müssen wir zwar machen, das bringt aber auch nur sehr wenig, weil man trotzdem nicht so viel Ahnung von der Praxis hat und es auch immer das gleiche ist. Außerdem geht es da meistens um Planung, was aber nur ein geringer Ausschnitt aus dem späteren Berufsfeld ist.
Naja, und nächstes Semester ist es beispielsweise so, dass eigentlich ein praxisbezogenes Seminar, was mal was bringen würde, angeboten werden sollte, das aber jetzt zugunsten eines viel theoretischeren Semminars ausfällt, super :/

Inaktiver User
16.03.2009, 02:43
es geht so.
aber wirklich gut vorbereitet ist was anderes.

sparklehorse
16.03.2009, 10:39
bei nem magisterstudium find ich das auch bisschen was anderes, da ist es ja vorher eigentlich schon klar, dass man viel, was man im studium macht, später nicht mehr brauchen kann..

das war auch einer meiner gründe, warum ich gewechselt hab. die motivation war nicht soo riesig, lauter unnützen kram zu lernen..

Rumpelstiltskin
16.03.2009, 11:20
Ich hab auch nicht das Gefühl gut vorbereitet zu werden. Fachliche Grundlagen werden schon gelegt, aber durch Praktika lerne ich doch die wesentlichen Dinge.

Das ist aber in vielen Studiengängen so und ich habe von vielen gehört, dass sie im Job dann erstmal angelernt werden.

sparklehorse
16.03.2009, 11:26
ich weiß, dass ich im job nicht angelernt werde, wenn ich pech habe. viele leute in meinem beruf bilden sich nicht vernünftig weiter und ich baue da nicht drauf, dass mir da jemand irgendwas beibringt, was fachlicher natur ist..

rhabarber*
16.03.2009, 11:28
ja doch, ich würde schon sagen, dass ich mich recht gut vorbereitet fühle auf das, was mich nach dem studium erwartet (ob es aber wirklich so sein wird, kann ich jetzt natürlich auch nicht mit sicherheit behaupten ;)).

sparklehorse
16.03.2009, 11:30
was willst du denn nach dem studium machen? weiter wissenschaftlich arbeiten?

ich denk irgendwie auch immer, dass ich die ganzen techniken, die ich so lerne, überhaupt nicht brauche, weil das in den labors in firmen und so dann sowieso irgendwelche btas oder ctas machen..

rhabarber*
16.03.2009, 11:34
ja genau, am liebsten würde ich weiter wissenschaftlich arbeiten und dafür auch die "hungerlöhne" an den universitäten in kauf nehmen.

sparklehorse
16.03.2009, 11:35
ja naja okay, wie gesagt: darauf fühl ich mich auch gut vorbereitet. aber das kann ja nicht der einzige sinn eines studiums sein.

rhabarber*
16.03.2009, 11:37
ja naja okay, wie gesagt: darauf fühl ich mich auch gut vorbereitet. aber das kann ja nicht der einzige sinn eines studiums sein.
manchmal hab ich den eindruck, viele studiengänge bereiten in erster linie darauf vor, hinterher wissenschaftlich zu arbeiten...egal ob das nun eher wahrscheinlich ist, dass die absolventen das später auch tun werden (wie im life science bereich vielleicht) oder recht unwahrscheinlich (bei lehrämtern z.b.).

neonblond
16.03.2009, 11:39
ja schon, ich konnte schon erstaunlich viel von der uni auch im echten leben brauchen ;)
ansonsten halt die fähigkeit, sich schnell und selbstständig in neue, große themengebiete einzuarbeiten.

sparklehorse
16.03.2009, 11:54
manchmal hab ich den eindruck, viele studiengänge bereiten in erster linie darauf vor, hinterher wissenschaftlich zu arbeiten...egal ob das nun eher wahrscheinlich ist, dass die absolventen das später auch tun werden (wie im life science bereich vielleicht) oder recht unwahrscheinlich (bei lehrämtern z.b.).
ja, das ist ja auch so.
ist ja auch irgendwie logisch, wenn die lehrenden selbst wissenschaftlich arbeiten und oft keinen wirklichen einblick in das arbeitsleben außerhalb der uni haben bzw. hatten.

mich stört das irgendwie. das ist so dermaßen an der realität vorbei..

neonblond
16.03.2009, 13:22
na aber für richtige praxisstudiengänge gibt es FHs. bei mir an den unis hatte ich aber schon oft dozenten aus der praxis, besonders im hauptstudium.

Lucaa
16.03.2009, 13:26
schon. aber pharmazie und jura lassen sich da nur schlecht studieren.

Delisha
16.03.2009, 13:28
Ich habe an einer FH studiert, also schon eher praxisbezogen, aber so wirklich an Wissen brauche ich im Job eigentlich gar nichts. Als ich angefangen habe im Job, hatte ich auch erst mal ein paar Monate Schulungen um alles Wissen zu bekommen, was ich noch brauchte und danach war ich auch nochmal mehrere Monate in einem Projekt, wo man mich quasi angelernt hat. Also rein vom Wissen her hätte ich das Studium wohl nicht gebraucht. Aber ich habe halt sehr gut gelernt wie ich mir Wissen aneigne und wie ich mit anderen zusammenarbeiten kann.

neonblond
16.03.2009, 13:34
schon. aber pharmazie und jura lassen sich da nur schlecht studieren.

ja und das finde ich auch gut so.

Kirschkern
16.03.2009, 13:48
ja und das finde ich auch gut so.

wieso?

denn grade wie sparkelhorse sagt [sie studiert pharmazie, ich auch] lernen wir im studium eigentlich _nichts_, was man später dann in der apotheke brauchen kann [und da geht eben nun mal der größte teil der leute hin]. geht man in die wissenschaftliche richtung schaut das schon wieder ganz anders aus, von der seite her macht man schon einiges. aber sicherlich auch da wird einem später viel von den btas/ctas abgenommen...

*rosalie*
16.03.2009, 13:49
:D also fachliches wissen das ich gebrauchen kann hab ich weder auf der fh noch im fernstudium gelernt...und ich arbeite schon seit 3 jahren (hätte also genug zeit gehabt mal irgendwas anzuwenden)

Inaktiver User
16.03.2009, 14:06
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sparklehorse
16.03.2009, 14:16
die uni ist ja auch nicht dazu da, konkret auf den beruf vorzubereiten. In den ganzen wissensintensiven Branchen ist das doch eh vollkommen nutzlos weil alles viel zu schnelllebig ist.

naja, bei meinem fach finde ich das aber schon, eigentlich.
bei medizinern wird das doch auch gemacht.

dass das bei leuten mit sehr vielfältigen möglichkeiten danach schwierig ist, ist ja klar.

Inaktiver User
16.03.2009, 14:20
Diese Nachricht wurde automatisch erstellt und ist ohne Unterschrift gueltig.

asterias
16.03.2009, 14:28
ja genau, am liebsten würde ich weiter wissenschaftlich arbeiten und dafür auch die "hungerlöhne" an den universitäten in kauf nehmen.

gibt es in schweden auch sowas wie den TvÖD? Und werden Wissenschaftler an Unis und Instituten auch in Schweden danach bezahlt? Hast du vielleicht einen link dazu griffbereit? Ich find bei google nichts (vielleicht liegts auch daran, dass ich auf englisch suche).

sparklehorse
16.03.2009, 14:52
bei deinem fach gibt es doch auch staendig neue sachen dachte ich?

ja klar gibts die, aber 90% des studiums ist alter kram. ich hab im grundstudium zum teil mit büchern gelernt, die aus den 70er jahren waren..

ob ich jetzt ne gehaltsbestimmung von einem stoff durchführe, der 2 jahre oder 20 jahre alt ist, ist eher egal. und das ist eben das meiste, was ich mache..laborarbeit. neue methoden lernen wir dabei kaum, weil die geräte einfach zu teuer sind. mal abgesehen davon, dass die sich dann auch eh kein apotheker leisten kann, das ist also auch eher für leute relevant, die forschen wollen.

die ganze aktuelle forschung wird im studium erst in den letzten 2-3 semestern mal angesprochen.

neonblond
16.03.2009, 15:27
wieso?

denn grade wie sparkelhorse sagt [sie studiert pharmazie, ich auch] lernen wir im studium eigentlich _nichts_, was man später dann in der apotheke brauchen kann [und da geht eben nun mal der größte teil der leute hin]. geht man in die wissenschaftliche richtung schaut das schon wieder ganz anders aus, von der seite her macht man schon einiges. aber sicherlich auch da wird einem später viel von den btas/ctas abgenommen...

ich finde nicht, daß sich akademische studien besonders eng am arbeitsmarkt und an der wirtschaftlichen verwertbarkeit orientieren sollten. klar, ein bißchen schon, aber nicht vorrangig. dafür sind ausbildungen, fhs & co. da meiner meinung nach.

und wenn man im job beginnt, muss man sowieso den großteil neu lernen, weil jedes unternehmen/institution was auch immer andere arbeitsabläufe und soziales gefüge hat.

freefish
16.03.2009, 15:36
ich stimme neonblond voll zu

SweetKeira
16.03.2009, 16:37
Ich sag mal: geht so, ich hab auf Lehramt studiert. Also diese Hausarbeiten über das Schicksal des Gerbers in der frühen Neuzeit in Oberbayern konnt ich bis jetzt nicht verwursten im Unterricht:D ...

sparklehorse
16.03.2009, 18:08
ich finde nicht, daß sich akademische studien besonders eng am arbeitsmarkt und an der wirtschaftlichen verwertbarkeit orientieren sollten. klar, ein bißchen schon, aber nicht vorrangig. dafür sind ausbildungen, fhs & co. da meiner meinung nach.

und wenn man im job beginnt, muss man sowieso den großteil neu lernen, weil jedes unternehmen/institution was auch immer andere arbeitsabläufe und soziales gefüge hat.

aber grade bei meinem studium finde ich das eben quatsch. bei magistersachen stimme ich dir zu, auch meinetwegen bei anderen naturwissenschaften ist es ja so, dass man so viele möglichkeiten hat, dass es eh unmöglich ist, darauf vorzubereiten.

aber mein studium läuft eben zu ~90% auf denselben beruf in seehr ähnlich strukturierten geschäften hinaus, die arbeitsabläufe unterscheiden sich dort nicht groß.

ein arzt lernt, wie er diagnosen stellt, wie er patienten begegnet etc.
vergleichbare dinge lerne ich nicht.

butterfly lemon
16.03.2009, 18:41
Ich fühl mich nicht gut vorbereitet.

Mache grade Praktikum und musste dort zu meiner Schande gestehen, dass ich (6. Semester Naturwissenschaften) noch nie eine Agarplatte gegossen hab, etc.
Fanden dort alle sehr komisch, haben es mir aber sehr lieb gezeigt.
Genauso Mikrobiologie, wir haben (außer im heimischen Kühlschrank ;) ) noch nie live einen Schimmelpilz oder sowas gesehen.

Finde sowas schon heftig, weil grade das ist das, womit ich später mal arbeiten will, bzw sollte.

neonblond
16.03.2009, 18:42
du studierst pharmazie, oder? was sind denn da die typischen arbeitsabläufe und was lernst du auf der uni (nicht)?

Kirschkern
16.03.2009, 18:50
aber mein studium läuft eben zu ~90% auf denselben beruf in seehr ähnlich strukturierten geschäften hinaus, die arbeitsabläufe unterscheiden sich dort nicht groß.

das ist auch das, was ich noch sagen wollte. es ist im endeffekt egal ob ich in bremen oder in münchen in einer apotheke stehe.

sparklehorse
16.03.2009, 19:19
du studierst pharmazie, oder? was sind denn da die typischen arbeitsabläufe und was lernst du auf der uni (nicht)?

naja, leute beraten halt. das lernt man überhaupt nicht. man lernt die wirkstoffe und allen möglichen kram über deren chemie, aber das interessiert die patienten ja nicht. klar lernt man auch die nebenwirkungen etc., aber abgeprüft wird ja nicht: wie oft muss man das in welcher dosis einnehmen sondern: stellen sie die vitali-morin-reaktion für atropin auf.

die chemie braucht man für eine handvoll rezeptursubstanzen, die man prüfen muss. aber dafür gibts in jeder apotheke bücher, in denen man das nachschlagen kann.

kunden beraten nachschlagen geht bisschen schwer..

Wolkenlos
16.03.2009, 19:31
naja, leute beraten halt. das lernt man überhaupt nicht. man lernt die wirkstoffe und allen möglichen kram über deren chemie, aber das interessiert die patienten ja nicht. klar lernt man auch die nebenwirkungen etc., aber abgeprüft wird ja nicht: wie oft muss man das in welcher dosis einnehmen sondern: stellen sie die vitali-morin-reaktion für atropin auf.

die chemie braucht man für eine handvoll rezeptursubstanzen, die man prüfen muss. aber dafür gibts in jeder apotheke bücher, in denen man das nachschlagen kann.

kunden beraten nachschlagen geht bisschen schwer..

naja sowas würde ja grob unter "social skills" fallen. sowas lernt man (obwohl mittlerweile ja schon teilweise) ja eh nicht an der uni ;-)

Kirschkern
16.03.2009, 19:41
naja sowas würde ja grob unter "social skills" fallen. sowas lernt man (obwohl mittlerweile ja schon teilweise) ja eh nicht an der uni ;-)

naja, klar, das beraten, also das "wie geh ich mit dem kunden um"
aber eben nicht "oh, herr x bekommt medikament xy, jetzt will er auch noch wissen, wie es dosiert wird"
das weißt du nach dem studium eben nicht. und man kann ja shclecht sagen "ach gott, lesen sie es doch selbst nach"

@sparkle- ich find, man sollt aber überhaupt mal lernen, wie man was im euab/etc findet ;) [vielleicht stell ich mich aber auch nur dumm an]

Wolkenlos
16.03.2009, 19:48
aber es ist doch normal, dass man sich solche dinge alle selbst anlesen muss bzw. sie mit der zeit kommen... denkst du ein arzt weiß nach dem studium alles? :) sicherlich nicht!

sparklehorse
16.03.2009, 20:13
kirschkern, das lernt man. also zumindest wir haben das gelernt. aber wirklich notwendig find ich das eh nicht. es ist doch alphabetisch geordnet, das ist doch nicht schwierig?


wolkenlos: mir gehts nicht um den umgang mit menschen sondern darum, was man ihnen sagen muss.
und ich kann mich da nicht darauf verlassen, dass mir das irgendwer an meiner zukünftigen arbeitsstelle beibringt. weil die meisten apotheker sich selbst nur drauf verlassen, was ihr kassenprogramm ihnen an infos über das medikament gibt.

Wolkenlos
16.03.2009, 20:41
lernt man das denn nicht ein wenig während seiner praktika?

Kirschkern
16.03.2009, 20:46
lernt man das denn nicht ein wenig während seiner praktika?

welche praktika meinst du denn jetzt?

Kirschkern
16.03.2009, 20:47
kirschkern, das lernt man. also zumindest wir haben das gelernt. aber wirklich notwendig find ich das eh nicht. es ist doch alphabetisch geordnet, das ist doch nicht schwierig?


ok, ich hab afl-praktikum erst jetzt im 4., da wird das dann ja kommen. also ich in der thorax mal was gesucht habe, hab ich's verzweifelt gesucht und der l. meinte dann auch, er würd da nie was finden ;)
[bist du eigentlich demnächst mal hier?]

Wolkenlos
16.03.2009, 20:57
welche praktika meinst du denn jetzt?

ne freundin von mir hat pharmazie studiert und hat während des studiums immer sehr viel in der apo gearbeitet, aber auch mal ein längeres praktikum dort gemacht.

Kirschkern
16.03.2009, 21:05
ne freundin von mir hat pharmazie studiert und hat während des studiums immer sehr viel in der apo gearbeitet, aber auch mal ein längeres praktikum dort gemacht.
ja, aber sie sparkle doch schrieb verlassen sich da die meisten wieder nur auf's kassenprogramm.

ich weiß nicht, was deine freundin während des semester gemacht hat. man arbeitet ja vor'm dritten staatsexamen ein jahr lang. aber das ist für mich dann auch im sinne von "nach dem studium".

und sonst macht man eben 8 wochen praktikum innerhalb der ersten vier semester. aber da weiß man ja noch gar nix und gelernt hab ich da mh, naja, nicht viel. man erhält nen einblick und kann dann sagen "ja, das will ich später mal machen/nicht machen" aber mehr nicht, meiner meinung nach.

hmmh

ansonsten dürfte ich jetzt, wenn ich in der apo arbeite, eben medikamente nach hause liefern. aber mehr ja nicht. weiß nicht, was deine freundin da so gemacht hat .)

vanilla87
16.03.2009, 22:05
Ich fühl mich nicht gut vorbereitet.

Mache grade Praktikum und musste dort zu meiner Schande gestehen, dass ich (6. Semester Naturwissenschaften) noch nie eine Agarplatte gegossen hab, etc.
Fanden dort alle sehr komisch, haben es mir aber sehr lieb gezeigt.
Genauso Mikrobiologie, wir haben (außer im heimischen Kühlschrank ;) ) noch nie live einen Schimmelpilz oder sowas gesehen.

Finde sowas schon heftig, weil grade das ist das, womit ich später mal arbeiten will, bzw sollte.

Hm, aber das sind doch auch wirklich Basics oder? Habt ihr gar keine Praktika? Die ersten Agarplatten haben wir glaube ich im 2. Semester gegossen. Und Pilze etc. haben wir auch schon oft genug unterm Mikroskop gesehen.

Anathema
16.03.2009, 22:54
nein....bei uns an der Uni läuft aber auch so vieles falsch. Ich studiere eigentlich Pädagogik, 3/4 von dem was ich mache ist aber eigentlich für Lehrer gedacht

sparklehorse
17.03.2009, 10:57
ne freundin von mir hat pharmazie studiert und hat während des studiums immer sehr viel in der apo gearbeitet, aber auch mal ein längeres praktikum dort gemacht.

das während des studiums war ein nebenjob, denke ich mal..
man hat im studium 8 wochen praktikum, davon müssen 4 wochen in der apotheke sein. aber da darf man nicht bedienen etc, kann also nur schubladen einräumen, im labor arbeiten, rezepturen machen.

und danach muss man eben ein jahr pj machen, aber in der zeit wird man dann quasi ins kalte wasser geworfen. das dient eigentlich dazu, dass man die rechtlichen grundlagen etc. noch lernt (da gibts dann auch nochmal seminare), aber das fachliche wissen sollte man ja vorher schon haben.
und natürlich lernen wir sehr sehr viel über arzneistoffe, aber mir fehlt eben so ein bisschen das, was dann auch in der beratung wichtig ist. bis jetzt musste ich immer, wenn mich ein bekannter/freund nach irgendwas gefragt hat, nachschlagen. und oft kann ich mir natürlich schon denken, wie das jetzt so ist, aber ich _weiß_ es eben nicht. und jemanden nur auf grund dessen, was einem der gesunde menschenverstand sagt, zu beraten, find ich keine besonders gute grundlage.

kirschkern: im hauptstudium wirst du dauernd damit arbeiten, zumindest bei uns ist das so, letztes semester waren eigentlich nur prüfungen nach euab. wie im 1./2. semester, ganz toll. :/

ich bin im april wieder da, denk ich. vorher hab ich noch ne klausur..

Tigerente99
17.03.2009, 22:07
Ja, auf jeden Fall. Dafür ging der wissenschaftliche Anspruch aber auch eher gegen 0.

Inaktiver User
17.03.2009, 23:03
Ja, auf jeden Fall. Dafür ging der wissenschaftliche Anspruch aber auch eher gegen 0.

hm, dass das übersetzerstudium viel nützliches für die spätere berufliche realität liefert, kann ich mir aber gut vorstellen. gut, du hast dann später ja sehr wahrscheinlich nochmal dein ganz persönliches fachgebiet, in dem du vorrangig übersetzt, und musst dich dementsprechend evtl. nochmal in entsprechend neues fachvokabular einarbeiten, aber so ganz grundsätzlich...
ich denke, was man sich da auch erarbeitet, sind grundlegende übersetzungstechniken, und auch das eigene sprachgefühl wird ja wahrscheinlich sehr trainiert, in diesen jahren.

zur verwertbarkeit wissenschaftlicher studieninhalte:
ich wollte am anfang des studiums (diplomstudiengang, der aber in teilen durchaus ähnlichkeit mit magister hatte) eigentlich nur so schnell wie möglich fertigwerden und verdienen. inzwischen läuft das studium für mich in großen teilen auch unter dem aspekt "persönlichkeitsbildung", und da war es sicher ein zugewinn.

crazy mary
18.03.2009, 00:12
Zum einen kann ich da mit Bestimmtheit ein "Nein" entgegnen. Aber das kann ich meinem Studienfach auch nicht wirklich vorwerfen, da ich mit Philosophie ja etwas studiere, das nicht unbedingt viel Praxisbezogenheit hat. Es sei denn, man will später eine philosophische Praxis eröffnen oder in einer Firma für die dortige Beratung sorgen. Ist aber nicht wirklich mein Ding.
Auf der anderen Seite hab ich aber durch meine Hiwi- und Tutorenjobs einen großen Einblick hinter die Kulissen des Unilebens gewonnen. Und da ich am liebsten in der Uni bleiben möchte, bin ich da auch wirklich gut vorbereitet, was die späteren Tätigkeiten angeht.

freckled
18.03.2009, 09:00
auf das, was ich jetzt mach, schon ;)
also, ja, meine diplomarbeit hat mich schon auf meine dokotrarbeit vorbereitet...
aber wer weiss, was danach kommt und was ich dann denke.

Tigerente99
18.03.2009, 09:17
hm, dass das übersetzerstudium viel nützliches für die spätere berufliche realität liefert, kann ich mir aber gut vorstellen. gut, du hast dann später ja sehr wahrscheinlich nochmal dein ganz persönliches fachgebiet, in dem du vorrangig übersetzt, und musst dich dementsprechend evtl. nochmal in entsprechend neues fachvokabular einarbeiten, aber so ganz grundsätzlich...
ich denke, was man sich da auch erarbeitet, sind grundlegende übersetzungstechniken, und auch das eigene sprachgefühl wird ja wahrscheinlich sehr trainiert, in diesen jahren.
Ich hab ja Dolmetschen gemacht und da spezialisieren sich die meisten auch im Beruf weniger. Ich hingegen hab ja jetzt eine feste Stelle, das heißt immer denselben Auftraggeber mit einem recht spezifischen Arbeitsgebiet. Klar musste ich mich da am Anfang in die Terminologie und die Inhalte einarbeiten, aber ich hab halt gelernt, zu dolmetschen, das ist ja quasi eine handwerkliche Fähigkeit und eben, mich in verschiedene Themengebiete einzuarbeiten. Und auch die, die sich gleich nach dem Studium selbstständig gemacht haben, können sofort Aufträge annehmen und arbeiten. Die haben ja auch niemanden, der sie noch einarbeiten würde. Im Studium macht man ja auch hauptsächlich das - in der Kabine sitzen und dolmetschen. Ich finde ja auch, das Studium wäre an der FH besser aufgehoben, aber das ist ein anderes Thema. :D
Was macht eigentlich deine Jobsuche?

Delisha
18.03.2009, 11:07
inzwischen läuft das studium für mich in großen teilen auch unter dem aspekt "persönlichkeitsbildung", und da war es sicher ein zugewinn.
Ich glaube das war bei mir auch der allerwichtigste Punkt. Ich habe gelernt wie ich mit den fachlichen Themen umgehe, wie ich mir etwas erarbeiten kann und wie ich mit anderen Menschen dabei umgehe. Also sinnlos war das Studium als Vorbereitung für den Beruf nicht, aber viel Faktenwissen war jetzt nicht wirklich wiederverwendbar.

butterfly lemon
19.03.2009, 18:34
Hm, aber das sind doch auch wirklich Basics oder? Habt ihr gar keine Praktika? Die ersten Agarplatten haben wir glaube ich im 2. Semester gegossen. Und Pilze etc. haben wir auch schon oft genug unterm Mikroskop gesehen.

Wir hatten im 1. Semester ein Chemiepraktikum (wirklich von Null an nochmal aufgearbeitet, aberviel mehr als pH Bestimmung und Titration wars dann am Ende nicht ;) ). Seither nichts mehr.

Ich finde ja auch, dass sowas zu den Basics gehört. Bzw gehören sollte.
Weiß auch nicht, was ein Arbeitgeber später mal sagt, wenn man ihn fragt, wie man ne Platte gießt.

Wie gesagt, ich hätte es gerne mal gelernt, aber die Uni sieht das wohl anders. (Dafür gieß ich im Moment im Praktikum (Betrieb) so viele Platten, dass ichs am Ende 100% kann ;) )

sparklehorse
19.03.2009, 20:34
naja, also agarplatten gießen ist ja nicht so wirklich kompliziert, sowas kann man ja auch irgendwann anders noch lernen..

oder zuhause üben mit tortenguss ;)

butterfly lemon
19.03.2009, 21:54
naja, also agarplatten gießen ist ja nicht so wirklich kompliziert, sowas kann man ja auch irgendwann anders noch lernen..

oder zuhause üben mit tortenguss ;)

nee, so schwer ists net :D aber auch nicht so ausgefallen, dass es unnötig wär *find*

sparklehorse
19.03.2009, 22:35
nee, so schwer ists net :D aber auch nicht so ausgefallen, dass es unnötig wär *find*

hmnee, ich bin auch ganz froh, dass wir das mal gemacht haben. aber allzuoft muss es dann doch nicht sein..der geruch :uebel:

vanilla87
20.03.2009, 11:22
Wir hatten im 1. Semester ein Chemiepraktikum (wirklich von Null an nochmal aufgearbeitet, aberviel mehr als pH Bestimmung und Titration wars dann am Ende nicht ;) ). Seither nichts mehr.

Ich finde ja auch, dass sowas zu den Basics gehört. Bzw gehören sollte.
Weiß auch nicht, was ein Arbeitgeber später mal sagt, wenn man ihn fragt, wie man ne Platte gießt.

Wie gesagt, ich hätte es gerne mal gelernt, aber die Uni sieht das wohl anders. (Dafür gieß ich im Moment im Praktikum (Betrieb) so viele Platten, dass ichs am Ende 100% kann ;) )

Hm, wenn ich das so höre, scheinen wir doch recht gut vorbereitet zu werden, obwohl ich bisher nicht das Gefühl hatte :D
Auf jeden Fall gab es zu jeder noch so unwichtigen Vorlesung ein Praktikum, sodass man die besprochenen Techniken auch mal gesehen hat. Im ersten Semester hat man da halt eher den CTA's und BTA's zugeschaut, ab dem zweiten wurde dann das meiste selbst gemacht und jetzt im sechsten sind unsere Praktika komplett unbetreut.

Tinelli
21.03.2009, 12:36
nee, so schwer ists net :D aber auch nicht so ausgefallen, dass es unnötig wär *find*

Ich find schon, dass es unnötig ist. Wir haben das zu Studienzeiten auch nie gelernt und erst jetzt bei der Doktorarbeit habe ich ein paar Mal selber welche gemacht, wobei das eigentlich unsere TAs machen.
Da gibt es weit wichtigere Dinge, die man den Studenten lieber beibringt :P

Inaktiver User
21.03.2009, 17:42
Ich find schon, dass es unnötig ist. Wir haben das zu Studienzeiten auch nie gelernt und erst jetzt bei der Doktorarbeit habe ich ein paar Mal selber welche gemacht, wobei das eigentlich unsere TAs machen.
Da gibt es weit wichtigere Dinge, die man den Studenten lieber beibringt :P
Wie unterschiedlich das an den verschiedenen Unis ist. *wunder* Ich hab gefühlte Millionen gegossen. ;) Nicht, dass ichs jetzt noch brauchen würde. ;)

Inaktiver User
21.03.2009, 18:57
ich nämlich nicht. :/

ich lerne unmengen an zeug, die ich garantiert nie anwenden werde. und das, was später wichtig wird, lerne ich überhaupt nicht. im prinzip bin ich drauf angewiesen, dass ich mir das alles selbst aneigne, wenn ich meinen job später gut machen will.


kann ich so unterschreiben.

magda
24.03.2009, 10:40
Hallo!

Also in meinem Fach (Pädagogik) geht es sowieso mehr um die Persönlichkeitsbildung und Erarbeitung der eigenen päd. Grundeinstellung, sowie die Herausbildung zur systematischen, fundierten Einschätzung diverser, neuer Konzepte, Ansätze und Richtungen. Wer das mal begriffen hat, kommt auch gut durch Statistik, Geschichte der Pädagogik, wissenschaftliches Arbeiten, Themen rein auf der theoretischen Ebene (was bei uns an der Uni sowieso 90% der Veranstaltungen ausmacht), etc.


Ich finde der Herr Vogel beschreibt das eigentlich ganz gut.
Nachzulesen in: Berufseinstieg und Berufsverbleib (…) von Inka Wischmeier (Seite 132 – 134) (http://books.google.de/books?id=P5tN6E5LyUAC&pg=PA132&lpg=PA132&dq=professionswissen+p%C3%A4dagogisches+alltagswis sen+wissenschaftlich&source=bl&ots=YYu913Hmlw&sig=rk9YSZywSfUolwniv3MGobbLyEY&hl=de&sa=X&oi=book_result&resnum=9&ct=result#PPA132,M1)