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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Studium - die lässigste Zeit meines Lebens!?



Inaktiver User
23.03.2009, 15:32
Nachdem ich grade wieder mal ein "Naja, wenn man studiert, hat man ja eh nicht viel zu tun" um die Ohren geschmettert gekriegt habe, würde es mich interessieren, wie es euch da so geht..

Habt ihr viel Freizeit? bzw. wieviel Freiteitaktivitäten gehen sich bei euch so aus in der Woche?
Findet ihr studieren stressig oder auch eher gemütlich und habt viel Zeit für anderes?

Vielleicht teile ich mir meine Zeit ja einfach nur extrem schlecht ein aber manchmal hab ich das Gefühl, ich bin die Einzige, die das gar nicht so stressfrei findet.
Bei mir ist quasi "nach der Prüfung vor der Prüfung", ein Prüfungstermin jagt den nächsten und Party machen ohne schlechtem Gewissen bzw. danach irgendwas studienrelevantes ausfallen lassen zu müssen kenne ich kaum noch. :durchgeknallt:

Lucaa
23.03.2009, 15:36
magister war im semester ein witz, dafür hatte ich nie ferien wegen der hausarbeiten. ich fands trotzdem blöd.

fh war strammer, fast immer den ganzen tag vorlesungen, viele präsentation vorzubereiten, hausaufgaben und 3 wochen voll mit prüfungen am ende.
aber irgendwie hat man sich immer was freischaufeln können. und auch wenn es sicher sehr, sehr stressige studiengänge gibt, bin ich auch der meinung, dass das immer lässiger ist als das arbeitsleben. weil man einfach den zwang und den druck von außen nicht hat.
das studium macht man für sich, die arbeit bewertet der chef bzw. die kunden. und zwar täglich. ich finde das wesentlich aufreibender. also der psychische stress ist viel immenser.

Inaktiver User
23.03.2009, 15:38
Anfangs des Studiums wars schon relativ locker, obwohl ich immer viel gearbeitet hab. (30-40%) Gegen Ende wars aber schon stressig, also in der Abschlussarbeitsphase und in der Prüfungsphase.

Das mit "Nach der Prüfung ist vor der Prüfung" stimmt schon. Andererseits sollte man sich immer überlegen, wie es anderen Menschen geht, die 100% arbeiten müssen. Ich find manche Studenten vergessen das oft. Ich habs schon genossen meine Zeit selber einteilen zu können.

Inaktiver User
23.03.2009, 15:39
Ich finde nicht, dass ich so besonders viel Freizeit habe.
Aber ich bin auch eher der Typ, der immer findet, noch ein wenig mehr tun zu können. Sprich: ich habe permanent ein schlechtes Gewissen, weil ich zu wenig tue.
Noch dazu habe ich im Hinterkopf, dass den geisteswissenschaftlichen Studien ein wenig der Ruf vorauseilt, besonders locker zu sein - das finde ich ganz und gar nicht. Sicher, einige Scheine sind leicht mit einer guten Note zu bestehen, dafür muss ich für die meisten Lehrveranstaltungen sehr viel Aufwand betreiben - in Form von mehreren Klausuren im Semester und zusätzlich noch Aufsätzen und Referaten (je Lehrveranstaltung mehrfach)
Und Bachelor sei Dank wird immer mehr in die sechs Semester gestopft. :durchgeknallt:
In Bezug auf Vollzeitarbeit: ich habe vorher gearbeitet und fand das schon irgendwie weniger stressig. Aber auch völlig anders. Da ist halt Feierabend Feierabend. Und nicht: ich komme abends heim und habe ein schlechtes Gewissen, weil ich noch zig Dinge lernen sollte.

Inaktiver User
23.03.2009, 15:40
"Naja, wenn man studiert, hat man ja eh nicht viel zu tun"

das ist ein dummes vorurteil, das sich hartnäckig hält, mit der realität aber in den meisten fällen nicht gerade viel gemein hat. gerade mit den neuen bachelor-/masterstudiengängen, die sehr eng gestrickt und sehr verschult geplant sind, hat der prüfungs- und zeitdruck eigentlich eher noch zugenommen.

wer früher auf magister studiert hat, konnte sich das pensum weitgehend selbst frei einteilen - und da gab es sicher auch den ein oder anderen bummelstudenten. aber die zeiten dürften größtenteils vorbei sein, und wer trotzdem entsprechende bemerkungen loslässt ("das gemüütliche studentenleben, immer nur party, party, party") ist in der regel vor allem eins: nicht wirklich informiert.

in meinem studium (diplom) hat es sich unterm strich die waage gehalten. es gab zeiten, die enorm stressig waren (klausurphasen etwa, oder die schlussphase), aber zwischendrin ging es immer wieder. und die entsprechende zeit für muße ist auch wichtig und muss auch sein, finde ich.

Inaktiver User
23.03.2009, 15:46
Andererseits sollte man sich immer überlegen, wie es anderen Menschen geht, die 100% arbeiten müssen. Ich find manche Studenten vergessen das oft. Ich habs schon genossen meine Zeit selber einteilen zu können.

da ist was wahres dran. soviel zeitsouveränität wie zu studienzeiten wird man sehr wahrscheinlich sein ganzes späteres leben über nicht mehr haben (obwohl das ja mit den neuen BA-/MA-studiengängen jetzt auch am schwinden ist). allerdings finde ich auch, das berufsleben ist auf andere weise hart. das studium kann das auch sein, auf seine weise. klausurphasen und auch abschlussprüfungen sind durchaus nicht so ganz ohne... wenn man mal bedenkt, wieviel sich dadurch unter umständen fürs ganze spätere leben entscheidet.

Lucaa
23.03.2009, 15:50
ich glaube, am "schlimmsten" finde ich, dass ich nicht mehr einfach sagen kann "ach, die vorlesung arbeite ich nach. ich bleib jetzt mal zuhause, mir ist nicht gut/ich hab keine lust/ich bin müde/ich geh lieber ins freibad/ich hab einen arzttermin". auch in prüfungszeiten konnte ich entscheiden, wann und wie lange und wieviel ich lerne. heute schreibt mir das mein arbeitgeber vor und der kunde. und wenn der will, dass ich abends bis 7 im büro sitze, dann ist das eben so.

allerdings hab ich auch gelernt, die wenige zeit, die mir bleibt, sinnvoll zu nutzen. während ich im studium gern mal gesagt hab "ach, schon 4, ich lern heute nix mehr, das lohnt ja nicht."

Inaktiver User
23.03.2009, 15:53
In Bezug auf Vollzeitarbeit: ich habe vorher gearbeitet und fand das schon irgendwie weniger stressig. Aber auch völlig anders. Da ist halt Feierabend Feierabend. Und nicht: ich komme abends heim und habe ein schlechtes Gewissen, weil ich noch zig Dinge lernen sollte.

ja, genau das meine ich.
(wobei es natürlich auch leute gibt, die den bürostress mit nach hause nehmen, so ist es nicht...)
aber ich verstehe, was du meinst.

SisterDew
23.03.2009, 15:59
Ich empfinde mein Studium auch als ziemlich locker, auch, weil ich mir einteilen kann, wann ich Scheine und Prüfungen mache. Außerdem muss ich nicht so viele Scheine machen (was sich übrigens bei uns beim Bachelor nicht großartig geändert hat, so, wie ich das mitbekomme).
Lästig finde ich nur die Pflichtpraktika, weil ich noch nebenbei arbeiten und Hausarbeiten schreiben muss, da weiß ich noch nicht genau, wie ich das machen soll.

fashion girl
23.03.2009, 15:59
fuer mich stimmt das definitiv nicht - bis heute (habe soeben meine letzte pruefung bestanden :D) war es bis auf die ersten paar semester echt stressig, ich hatte echt nur wenige wochen im jahr frei, wo ich nichts lernen musste, und wenn ich mir mal am sonntag freigenommen habe, habe ich oft ein schlechtes gewissen gehabt. ich freue mich auf jeden fall schon sehr auf die arbeit - eigenes geld und endlich nicht mehr staendig ueber den buechern sitzen. mir die zeit selber einteilen koennen, das stimmte bei meinem studium nciht, da ich nie so eine war, die zu jeder tages- und nachtzeit lernen konnte, und deshalb einen ziemlichen stramm eingeteilten tagesablauf hatte.

Inaktiver User
23.03.2009, 16:06
@waldhörnchen: Ja da hast Du recht. Ich kenn einfach ziemlich viele Studis, die wirklich an Realitätsverlust leiden. Ich hab während meiner letzten Phase jeden Tag ausser Sonntag dran, so 6 Stunden am Tag. Es war streng, aber es hätte schlimmer sein können. Und rundherum (in unserem Lernräumchen) Studies, die ständig weg waren (Ferien, Partys, usw.) und dann ein paar Stündchen pro Woche kamen und arbeiten. Dann erzählten, sie würden das nie schaffen, sie hätten so schon einen riesen Stress. Dabei sah man sie ständig am Kaffee trinken, usw. Das fand ich schon irgendwie nervig.

Und dann so Sprüche wie "Ich bewundere Dich, ich könnte nie jeden Tag so früh aufstehen und so lange lernen!" Wie wenn es mir Spass machen würde jeden Tag um halb 7 aufzustehen.

Am geilsten fand ichs dann, wenn die über die Putzfrauen herzogen, von wegen die hätten den ganzen Tag nichts zu tun. :durchgeknallt:

Lucaa
23.03.2009, 16:25
In Bezug auf Vollzeitarbeit: ich habe vorher gearbeitet und fand das schon irgendwie weniger stressig. Aber auch völlig anders. Da ist halt Feierabend Feierabend. Und nicht: ich komme abends heim und habe ein schlechtes Gewissen, weil ich noch zig Dinge lernen sollte.


jein. das kommt auf den job an. wenn du einen mit verantwortung hast (und so einen hat man in der regel nach dem studium), machst du selten die bürotür zu und das war's dann. ich kann die wochenenden gar nicht zählen, an denen ich nachts wachlag und gegrübelt hab, ob dieses und jenes projekt wohl gut gegangen ist.

man darf den psychischen druck nicht unterschätzen, der wie gesagt nicht von einem selbst kommt ("oh je, ich sollte noch lernen"), sondern davon abhängt, wie zufrieden andere leute mit einem sind.
ich hab das nie verstanden, wenn mein papa früher gesagt hat, wenn ich mal wieder gejammert hab, dass mein zeug ja benotet wird "ich muss jeden tag ne prüfung machen. bei meinen kunden nämlich." heute kann ich das eher nachvollziehen ;).
aber vielleicht geht auch jeder anders mit verschiedenen arten von stress um. ich hab nach den ersten semestern einfach aufgehört, mir selbst riesigen druck zu machen, weil ich gemerkt habe, dass ich gelassener genauso gut an ziels komme.

Lucaa
23.03.2009, 16:26
fuer mich stimmt das definitiv nicht - bis heute (habe soeben meine letzte pruefung bestanden :D) war es bis auf die ersten paar semester echt stressig, ich hatte echt nur wenige wochen im jahr frei, wo ich nichts lernen musste, und wenn ich mir mal am sonntag freigenommen habe, habe ich oft ein schlechtes gewissen gehabt. ich freue mich auf jeden fall schon sehr auf die arbeit - eigenes geld und endlich nicht mehr staendig ueber den buechern sitzen. mir die zeit selber einteilen koennen, das stimmte bei meinem studium nciht, da ich nie so eine war, die zu jeder tages- und nachtzeit lernen konnte, und deshalb einen ziemlichen stramm eingeteilten tagesablauf hatte.

ich will nicht altklug sein, aber ich denke, das kannst du besser beurteilen, wenn du arbeitest. einfach deswegen, weil du dann den direkten vergleich hast.
was nicht bedeutet, dass du nicht zum gleichen schluss kommen kannst selbstverständlich.

venea
23.03.2009, 16:44
was mir heute am meisten fehlt, war die möglichkeit meinen tagesablauf selbst zu bestimmen. nach dem 2. semester gab es bei mir keine festgelegten veranstaltungen mehr und ich hab selbst entschieden, wann ich in der uni bin und wann nicht. und von 5 monaten im jahr völlig freie zeiteinteilung (man hat ja selten die ganze zeit praktikum gemacht) kann man als arbeitender mensch nur träumen. den größten unterschied macht für mich aber aus, dass ich während des studiums nie auch nur annähernd so müde wurde wie durch die arbeit - selbst wenn ich es wollte wär ich an den wenigsten tagen abends um 10 noch in der lage wegzugehen, im studium hat mich das nie belastet.

Inaktiver User
23.03.2009, 16:54
jein. das kommt auf den job an. wenn du einen mit verantwortung hast (und so einen hat man in der regel nach dem studium), machst du selten die bürotür zu und das war's dann. ich kann die wochenenden gar nicht zählen, an denen ich nachts wachlag und gegrübelt hab, ob dieses und jenes projekt wohl gut gegangen ist.

man darf den psychischen druck nicht unterschätzen, der wie gesagt nicht von einem selbst kommt ("oh je, ich sollte noch lernen"), sondern davon abhängt, wie zufrieden andere leute mit einem sind.
ich hab das nie verstanden, wenn mein papa früher gesagt hat, wenn ich mal wieder gejammert hab, dass mein zeug ja benotet wird "ich muss jeden tag ne prüfung machen. bei meinen kunden nämlich." heute kann ich das eher nachvollziehen ;).

nachvollziehen, ja. aber mit dem denken wird man doch auf dauer auch bekloppt, wenn man's extrem betreibt.

Inaktiver User
23.03.2009, 17:09
jein. das kommt auf den job an. wenn du einen mit verantwortung hast (und so einen hat man in der regel nach dem studium), machst du selten die bürotür zu und das war's dann. ich kann die wochenenden gar nicht zählen, an denen ich nachts wachlag und gegrübelt hab, ob dieses und jenes projekt wohl gut gegangen ist.

Das vergessen meines Erachtens viele.

Lucaa
23.03.2009, 17:10
nachvollziehen, ja. aber mit dem denken wird man doch auf dauer auch bekloppt, wenn man's extrem betreibt.

ja. natürlich. aber die gleichung arbeiten = feierabend = tolle, sorgenfreie freizeit geht einfach in den wenigsten fällen auf, weil wie gesagt der druck ein ganz anderer ist.


wenn ich im studium mist baue, ist es ganz allein mein ding.

Inaktiver User
23.03.2009, 17:36
Finds sehr interessant das Ganze zu lesen... v.a. das noch niemand eingebracht hat, dass es auf die Studienrichtung ankommt find ich gut...
Mhm, geht ihr/seid ihr nebenbei arbeiten (gegangen) ?


Manchmal denk ich mir nämlich schon auch, dass ich mehr Zeit hätte wenn ich nicht arbeiten gehen würde...also ich arbeite eben einerseits in ner Redaktion (nach Bedarf aber mindestens einmal in der Woche) und gehe noch Babysitten (das manchmal auch mehr als einmal in der Woche)
und so gesehen finde ichs dann immer unfair wenn mir jemand sagt ich hätte ja eh die tollste Zeit meines Lebens...
es kann gut sein und ist sicher auch so, dass es später im Berufsleben stressiger ist und allein das Mehr an Verantwortung macht mir jetzt schon Angst, nur es ist jetzt auch nicht grade so, dass ich vor Langeweile sterbe bzw keine Verantwortung für andere mit trage...

*Krümel
23.03.2009, 17:38
die gleichung arbeiten = feierabend = tolle, sorgenfreie freizeit

Das stimmt, aber als ich gearbeitet habe, hatte ich wenigstens freie Wochenende - unter der Woche war ich auch oft länger im Büro, weil ich keine Lust hatte am nächsten Tag vom Kunden den Ärger abzubekommen...
Nun habe ich in der FH Anwesenheitspflicht, am Freitag VL frei, da arbeite ich dann und am Wochenende habe ich Zeit für Präsentationen/Hausübungen und die Bachelorarbeit.... muss im 4. und im 5. eine anfertigen!

@ venea: das stimmt, nach dem Arbeiten bin ich auch oft müde und einfach fertig, aber da sient man ja direkt, was man geleistet hat - das ist ja auch ein schönes Gefühl :)

Inaktiver User
23.03.2009, 17:45
und so gesehen finde ichs dann immer unfair wenn mir jemand sagt ich hätte ja eh die tollste Zeit meines Lebens...

das studentenleben hat auch vorzüge (wie oben beschrieben, man kann im vergleich zum berufsleben schon noch relativ frei über die eigene zeit verfügen, auch, wenn man natürlich schon entsprechende verpflichtungen hat).
ich würd versuchen, mir entsprechende bemerkungen einfach nicht so sehr zu herzen zu nehmen. die betreffenden wissen es dann i.d.r. einfach nicht besser, oder können es nicht wirklich einschätzen.

magda
23.03.2009, 18:27
Irgendwie scheint ihr alle hier nicht bis (sehr) wenig arbeiten gehen zu müssen...


Ein reines Studentenleben stelle ich mir tatsächlich auch mehr oder weniger entspannt vor. (Wobei es dann auch tatsächlich auf das Studienfach & Co ankommt.)

Lucaa
23.03.2009, 18:49
Finds sehr interessant das Ganze zu lesen... v.a. das noch niemand eingebracht hat, dass es auf die Studienrichtung ankommt find ich gut...


doch. ich. gleich am anfang.

Lucaa
23.03.2009, 18:51
Nun habe ich in der FH Anwesenheitspflicht, am Freitag VL frei, da arbeite ich dann und am Wochenende habe ich Zeit für Präsentationen/Hausübungen und die Bachelorarbeit.... muss im 4. und im 5. eine anfertigen!



hm. musste ich alles auch machen. ich hab sogar während der masterarbeit vollzeit gearbeitet. und ich hab das selten mal so stressig empfunden wie mein arbeitsleben jetzt.
aber wie schon gesagt, vielleicht gehen menschen auch unterschiedlich mit verschiedenen arten von stress um. für mich ist die verantwortung der "schlimmste" stress.

Softball-girl
23.03.2009, 18:56
mein studium hat mich gar nicht gestresst. ich hab eh immer so viel arbeiten muessen (2-3 nebenjobs), dass es gar nicht mehr ging :D trotzdem hatte ich lange vor regelstudienzeit meine scheine zusammen- im gegensatz zu vielen meiner kommilitonen. mir fiel alles freudiger weise sehr zu. dies ist ein wichtiger faktor, der oft vergessen wird. genau wie in der schule geht es bei einige einfacher als bei anderen.
wenn ich aber die bachelors jetzt anschaue, dann tun sie mir wegen ihren wahnsinngen pensums leid. die sind von morgens bis abends zu..

*Krümel
23.03.2009, 19:00
Naja, momentan hab ich von 8-16h oder 17h Vorlesungen, da ist nichts mit freier Zeiteinteilung, es gibt einen fixen Stundenplan. Und in unserem Jahrgang bin ich eine der Ausnahmen, die alle Prüfungen zum ersten Haupttermin gemacht (und bestanden) hat... den anderen ist das alles zu "stressig".

Aber Lucaa, jeder Mensch geht mit Stress anders um... klar freu ich mich, das ich die Chance hab zu Studieren und lernen darf - aber dafür verzichte ich auch auf einige Dinge, die ich während meiner Arbeitszeit gewohnt war... ich freu mich jedenfalls wieder, richtig arbeiten zu können - dann hoffentlich bis spät. 1,5 Jahren :-)

*rosalie*
23.03.2009, 19:02
jein. das kommt auf den job an. wenn du einen mit verantwortung hast (und so einen hat man in der regel nach dem studium), machst du selten die bürotür zu und das war's dann. ich kann die wochenenden gar nicht zählen, an denen ich nachts wachlag und gegrübelt hab, ob dieses und jenes projekt wohl gut gegangen ist.

man darf den psychischen druck nicht unterschätzen, der wie gesagt nicht von einem selbst kommt ("oh je, ich sollte noch lernen"), sondern davon abhängt, wie zufrieden andere leute mit einem sind.
ich hab das nie verstanden, wenn mein papa früher gesagt hat, wenn ich mal wieder gejammert hab, dass mein zeug ja benotet wird "ich muss jeden tag ne prüfung machen. bei meinen kunden nämlich." heute kann ich das eher nachvollziehen ;).
aber vielleicht geht auch jeder anders mit verschiedenen arten von stress um. ich hab nach den ersten semestern einfach aufgehört, mir selbst riesigen druck zu machen, weil ich gemerkt habe, dass ich gelassener genauso gut an ziels komme.
das kommt nicht nur auf den job sondern vor allem auch auf die eigene persönlichkeit an...meine kollegin liegt nachts wach aufgrund des "angeblich" hohen psychischen drucks der auf ihr lastet ... ich lieg nachts sicher nie wegen meiner arbeit wach sondern höchstens weil mein nachbar wieder mal die musik zu laut aufdreht ;)..und wir machen den exakt gleichen job


zum thema selbst: ich fand mein vollzeit studium viel anstrengender als vollzeitjob + fernstudium einfach weil ich da nie abschalten konnte...mein 1. studium war hart getaktet wir waren jeden tag von 8 oder 9 uhr früh bis abends um 18/20 uhr in vorlesungen und dann durfte man nebenbei noch hausarbeiten schreiben/sprachübungen oder projektarbeit machen...dazu kamen auch die wochenendseminare...also für mich ist arbeiten der wesentlich lässiger teil meines lebens (natürlich auch gut so weil das macht man wohl länger als studieren :D)...da kann ich nämlich einfach rausgehn, mein handy abschalten und mein privatleben haben ohne gewissensbisse zu haben

Lucaa
23.03.2009, 19:09
das kommt nicht nur auf den job sondern vor allem auch auf die eigene persönlichkeit an...meine kollegin liegt nachts wach aufgrund des "angeblich" hohen psychischen drucks der auf ihr lastet ... ich lieg nachts sicher nie wegen meiner arbeit wach sondern höchstens weil mein nachbar wieder mal die musik zu laut aufdreht ;)..und wir machen den exakt gleichen job




naja, du sagst "angeblich". wenn sie es aber nunmal so empfindet? klar, manche lassen sich im job eher am arsch lecken als andere. ich kann das zum beispiel auch nicht gut.
was an meiner persönlichkeit liegt (das hab ich übrigens auch schon gesagt. also dass jeder anders mit stress umgeht), aber auch daran, dass meine chefs mich auch gerne mal nach feierabend anrufen. und letztens erst wieder ein lieferant. am freitag abend um halb sieben.

*rosalie*
23.03.2009, 19:12
naja, du sagst "angeblich". wenn sie es aber nunmal so empfindet? klar, manche lassen sich im job eher am arsch lecken als andere. ich kann das zum beispiel auch nicht gut.
was an meiner persönlichkeit liegt (das hab ich übrigens auch schon gesagt. also dass jeder anders mit stress umgeht), aber auch daran, dass meine chefs mich auch gerne mal nach feierabend anrufen. und letztens erst wieder ein lieferant. am freitag abend um halb sieben.

mich versuchen auch leute aus meinem berufsleben abends zu erreichen...woran sie nur mein abgeschaltetes handy hindert...meine kollegin geht immer ran ---> selbst schuld

und zu dem "angeblich" natürlich kann sie so empfinden...ich kanns nur nicht nachvollziehen

Lucaa
23.03.2009, 19:13
es ist aber leider mein privates handy. ich hab keins für die arbeit.

naja, manche leute können das nicht so einfach von sich schieben. kann ich auch nicht.

jewa
23.03.2009, 19:42
ich kenne auch beides und ich finde es lässt sich einfach schlicht nicht vergleichen. im studium hatte ich schon meist einen lockere zeit, aber dafür ist jetzt die endphase wirklich ätzend und nervenaufreibend.

dieses gefühl, dass man nie feierabend hat, kenne ich jetzt außer aus prüfungs- und magisterarbeitsphasen, ehrlich gesagt nicht. ich bin jeden tag in meine seminare gegangen (oder auch nicht:) ) und in den stunden dazwischen in die bib und ab sieben hatte ich einfach frei. ein schlechtes gefühl hatte ich deswegen eigentlich nie.

joa, und arbeit ist halt arbeit. was ich allerdings sehr positiv finde (was im studium eben fehlt), ist die tatsache, dass man dort eine ganz andere bestätigung bekommt und nicht die ganze zeit das gefühl hat, nur für den mülleimer zu arbeiten.

anet
23.03.2009, 20:41
hm, es kommt halt immer auch drauf an, wie ernst man sein studium nimmt. ich studiere auf lehramt und kann mir meine semester relativ frei einteilen. jetzt gehts auf die prüfungen zu und ich beiß mir ein bisschen in den a.., dass ich nicht noch mehr mitgenommen habe. faul war ich deswegen aber trotzdem nicht. arbeiten nebenher nimmt eben auch zeit ein und ein bisschen sozialleben muss ja auch sein.
es gibt aber sicherlich leute, die wirklich faul sind und nur das nötigste tun und damit auch irgendwie durchkommen.
aber heute beim ba kann man das wirklich nicht mehr sagen. ich arbeite in der studienberatung und habe sehr oft studis da, die mit dem vielen kram nicht fertig werden. rein zeitlich.

Inaktiver User
23.03.2009, 21:57
mich versuchen auch leute aus meinem berufsleben abends zu erreichen...woran sie nur mein abgeschaltetes handy hindert...meine kollegin geht immer ran ---> selbst schuld


Naja, es gibt schon auch Chefs die dann sagen "Selbst schuld wenn se nicht abhebt. Wir finden auch wen anderen."
Also nicht, dass ich so wichtig wäre in meinem Beruf, nur wenn ich nicht abhebe kriegt wer anderer den Job/den Auftrag und ich kann schauen wie ich zu meinem Geld komme...insofern ist es finde ich auch vom Nebenjob abhängig...
ich kann mir das teilweise nicht einteilen wann ich arbeite...quasi auf Abruf.

Und mir gehts eben dann auch oft so, dass ich auf dem Weg nach Hause noch nachdenke ob ich irgendwas vergessen habe, ob alles richtig war, ob ich morgen einen Termin machen muss oder so... also... vll bin ich selber schuld weil ich schwer abschalten kann und auch beim Babysitten zb. sehr kurzfristig zu sage und dann halt doch keinen freien Abend habe...

Aber "nur" studieren stelle ich mir auch lässig(er) vor..ist nur allein des Anspruchs der zukünftigen Arbeitgeber, dass man mit 24 schon mindestens 26 Jahre Berufserfahrung,(und natürlich auch 6 Sprachen sprechen soll und bei gleichzeitig einwandfreie Notendurchschnitt) eher nicht vorstellbar für mich. :durchgeknallt:

Carlotta die Fee
24.03.2009, 02:05
ich denke, jeder geht mit verschiedenen arten von druck anders um. für einige ist der druck an der uni schlimmer, für andere der im job. und dass es auch auf das jeweilige studium oder den jeweiligen job ankommt, wurde ja schon gesagt.

zum glück bin ich mit meinem studium meistens gut genug beschäftigt, dass ich keinen kontakt zu anderen menschen habe und mir deswegen solche kommentare auch nicht anhören muss. :-)

*rosalie*
24.03.2009, 06:47
Naja, es gibt schon auch Chefs die dann sagen "Selbst schuld wenn se nicht abhebt. Wir finden auch wen anderen."
Also nicht, dass ich so wichtig wäre in meinem Beruf, nur wenn ich nicht abhebe kriegt wer anderer den Job/den Auftrag und ich kann schauen wie ich zu meinem Geld komme...insofern ist es finde ich auch vom Nebenjob abhängig...
ich kann mir das teilweise nicht einteilen wann ich arbeite...quasi auf Abruf.


ich red von einem angestellten vollzeitjob...freelancer etc. ist doch was ganz anderers und genau das ständige auf abruf sein ist ein grund warum ich nicht selbständig sein wollen würde

yuna-lesca
24.03.2009, 10:16
Mein Studium ist kein bißchen lässig. Wir haben immer viele Prüfungen und HA usw. Ich hab mich nie gelangweilt bisher

fashion girl
24.03.2009, 12:04
ich will nicht altklug sein, aber ich denke, das kannst du besser beurteilen, wenn du arbeitest. einfach deswegen, weil du dann den direkten vergleich hast.
was nicht bedeutet, dass du nicht zum gleichen schluss kommen kannst selbstverständlich.

das sagen mir viele, allerdings kann man ja waehrend des studiums (zumindest waehrend meines studiums) nicht die arbeit machen, fuer die man studiert hat, deshalb haette ich den vergleich soundso nicht haben koennen.
ich muss aber dazu sagen, dass mir am studentenleben vieles nicht getaugt hat, nicht nur die lernerei.

Inaktiver User
24.03.2009, 12:27
Die lässigste Zeit meines Lebens war eindeutig die Schulzeit.
In der Zeit musste ich kaum was tun, hatte jeden Nachmittag fast komplett frei, Wochenende ebenso, und hab ein super Abi am Ende hingelegt.

Studium ist schon wesentlich arbeitsintensiver. Ich muss viel mehr lernen, viel mehr erledigen, habe viel Anwesenheitspflicht in meinem Studiengang. Teilweise ungünstige Unizeiten, so dass ich 4 Wochen lang schonmal komplett im Labor stehen muss. Danach Protokolle schreiben. Find erstmal nen Job, bei dem du 4 Wochen Auszeit nehmen kannst alle paar Monate. Freizeit ist - würde ich sagen - viel weniger vorhanden als früher. Hinzu kommen noch Dinge wie jobben, die Zeit wegnehmen, man führt jetzt nen eigenen Haushalt und schmeißt nicht mehr Mama die Dreckwäsche hin. Man muss selber schauen, dass man am Ende des Tages satt ist. ;)

Aber ich kann die Freizeit, die ich habe, wesentlich toller nutzen. Ich habe mehr Geld zur Verfügung als zu Schulzeiten und ich lebe in einer wesentlich tolleren Stadt mit Anbindungen auch zu anderen tollen Städten. Von daher gefällt mir das Leben so schon viel besser, hat mehr Lebensqualität. Ist auch sicher längst nocht nicht zu vergleichen mit der Zukunft und "richtig arbeiten" - aber ich krieg auch zuviel, wenn irgendwer der buckligen Verwandtschaft meint sagen zu müssen, ich hätt ja nix zu tun und könnt bis mittags schlafen, weil ich Student bin. Nur weil der das gehört hat oder so ... :durchgeknallt:

hellogoodbye
24.03.2009, 13:05
.

Anathema
24.03.2009, 19:19
mein Leben ist gar nicht stressig......studiere an ner Uni die sehr chaotisch ist (also man musst ständig irgendwohin rennen), ich studiere auf Bachelor und ich habe noch nebenbei 3 Nebenjobs um mich über Wasser zu halten

Inaktiver User
24.03.2009, 23:55
ich denke, jeder geht mit verschiedenen arten von druck anders um. für einige ist der druck an der uni schlimmer, für andere der im job.
Richtig. Mir graut's schon vorm Arbeiten später :durchgeknallt:

Lucaa
25.03.2009, 08:57
....studiere an ner Uni die sehr chaotisch ist (also man musst ständig irgendwohin rennen),

wobei ich das jetzt eher für typisch uni halte :D. das war bei mir auch so. geregelte abläufe gibts wohl nur an fhs.

La Reina Roja
25.03.2009, 15:19
also im empfinde mein studium (politikwissenschaft) als ziemlich lässig.
ich habe immer ca. 14-20sws und arbeite auch nebenher (momentan ca. 16h wöchentlich). dieses semester hab ich trotzdem noch freitag und samstag komplett arbeits- und vorlesungsfrei.
da muss ich dann natürlich viele texte lesen, für hausarbeiten brauch ich recht lang und die prüfungsphase ist natürlich stressig - aber ich hab gelernt mich viel mehr zu organisieren, konzentriert zu arbeiten und nicht mehr abendelang vor dem fernseher zu gammeln.

dadurch hab ich fast noch genauso viel freizeit wie während der schulzeit.
aber ist ist ganz sicher studiumsabhängig, weil meine kollegen, die jeden tag von 8-20uhr an der uni sind und dann noch übungsblätter machen müssen, haben es sicher nicht so lässig.

Delisha
25.03.2009, 15:43
Ich fand das Studium viel stressiger, weil ich da wirklich nie das Gefühl hatte wirklich Freizeit zu haben. Selbst am Wochenende war immer der Hintergedanken daran, was ich eigentlich noch alles machen müsste.
Jetzt im Job bin ich viel entspannter, obwohl ich auch nicht 100%ig zwischen privat und Job trenne und da öfter mal drüber nachdenke oder auch mal abends an Telefon gehe, wenn mein Chef anruft. Aber trotzdem weiß ich, dass ich das nicht müsste. Also ich kann mich entscheiden, ob ich mich damit gerade beschäftigen will oder nicht und ob ich gerade noch Lust habe ans Telefon zu gehen oder nicht.

erobique
25.03.2009, 15:44
Ich sehe das so wie Lucaa, empfinde das Studium wesentlich unstressiger als die Arbeitswelt.
Im Studium macht man sich jeden Stress wirklich nur selbst, oft kommt er dadurch, dass man sich seine Zeit nicht gut einteilen kann. Man trägt Verantwortung wirklich nur gegenüber sich selbst und seinen eigenen Leistungen.

Ich gehe in die FH und habe einen straffen Stundenplan, oft auch Anwesenheitspflicht oder zumindest verpasst man in einigen Fächern gleich ne Menge, wenn man mal nicht da ist.
Einen Tag in der Woche hab ich frei, an dem gehe ich arbeiten. Ich habe auch mal zwei Tage Nachmittage während des Semesters gearbeitet, das war mir aber defintiv zu stressig - ich hatte nicht mehr genügend Zeit zum Nach-/Vorbereiten der Vorlesungen und war ständig unruhig.
So hab ich oft nen freien Nachmittag und mach dann auch mal gar nichts. Zeit freischaufeln kann ich mir immer - dafür arbeite ich dann in der Zeit, wo ich was tue, besonders effizient und effektiv.
Wenn ich so mitbekomme, wie sich die Leute immer über den Stress in der Uni beklagen, kann ich meist nur lachen. Ich finde, es gibt einfach zu viele Menschen, die es nicht gelernt haben, Prioritäten zu setzen und effizient zu arbeiten. Oft sind es sogar die, die "zu viel" für die Uni machen und sich zu wenig frei nehmen. Die haben dann noch nicht eingesehen, dass man nur mit nem freien, entspannten Kopf wirklich lernen kann - und den kriegt man eben nur, indem man sich auch Freizeit nimmt.

Inaktiver User
25.03.2009, 16:48
Diese Nachricht wurde automatisch erstellt und ist ohne Unterschrift gueltig.

cyan
25.03.2009, 17:52
in meinem fall kann ich es nur schwer vergleichen, weil ich persönlich mich einfach so verändert habe.
ich habe zwei studien gemacht, das erste an der FH. dort wäre ich vor stress fast umgekommen. aber wenn ich dasselbe studium heute machen würde, würde das vielleicht anders ausschauen, weil ich mittlerweile viel strukturierter und organisierter bin.
das studium an der uni war großteils mit links zu schaffen. das einzig anstrengende war die arbeit nebenher. und die arbeit nebenher wäre wahrscheinlich ohne studium auch weniger mühsam gewesen. ;)

kurz und gut: keine ahnung. :D

Anathema
25.03.2009, 19:46
wobei ich das jetzt eher für typisch uni halte :D. das war bei mir auch so. geregelte abläufe gibts wohl nur an fhs.

jein...jede Uni ist wohl ein wenig chaotisch, aber unsere Uni hat nicht umsonsten bei den Studenten bei RAnkings den schlechtesten Ruf...

Inaktiver User
25.03.2009, 20:23
ich find das studium recht unstressig...den stundenplan mach ich selber, hab z. b. im ws viel gemacht, dafür jetzt im ss weniger (absichtlich, weil im sommer geht man doch lieber raus als in die uni;)). arbeiten tu ich auch an 2-3 tagen/woche.
ich maaag studieren

Inaktiver User
25.03.2009, 20:27
ich find das studium recht unstressig...den stundenplan mach ich selber, hab z. b. im ws viel gemacht, dafür jetzt im ss weniger (absichtlich, weil im sommer geht man doch lieber raus als in die uni;)). arbeiten tu ich auch an 2-3 tagen/woche.
ich maaag studieren

Ooooh Mann ich beneide echt manchmal die Leute, die sich ihre Stundenpläne wirklich selber machen können. :rose2:

Ich muss mir was Sport, Sprachkurse und alles andere angeht Mo, Di, Do, Fr im Semester freihalten von 10 bis 17 Uhr - denn das sind Praktikumszeiten. Praktikum hab ich im Semester je 2x 4 Wochen in der Regel. Dann noch eins in der vorlesungsfreien Zeit, die gehen i.d.R. 3 Wochen mit 5 Tagen von 9 bis 17 Uhr.

Veranstaltungen von meinem Studiengang (Seminare, Vorlesungen) liegen zwar außerhalb der Praktikumszeiten. Aber dann noch den Sportkurs der Wahl zu machen oder an einem Sprachkurs teilnehmn zu können, fällt extrem schwer. :(

Orangina
25.03.2009, 22:27
Wenn ich so mitbekomme, wie sich die Leute immer über den Stress in der Uni beklagen, kann ich meist nur lachen.


@erobique

sorry aber wenn ich deine aussage lese, werde ich sauer.
ich finde du kannst nicht beurteilen was ein straffer stundenplan ist wenn du sogar einen tag die woche frei hast. es gibt studiengänge mit 40h/Woche, ohne das Nacharbeiten zu hause. Da hilft einem Zeitmanagement auch nicht mehr viel, wenn einfach wenig Zeit zur Vor-und Nachbereitung da ist. Bei mir z.b. ist das so. Wenn ich mal nen nachmittag frei hätte, wär mein Kopf vielleicht auch klarer, aber das ist nicht der Fall. Semesterferien hatte ich letzten Sommer quasi eine Woche, der rest waren Laborpraktika. am wochenende geh ich arbeiten, man muss ja von irgendwas leben.

Inaktiver User
25.03.2009, 23:59
Ich sehe das so wie Lucaa, empfinde das Studium wesentlich unstressiger als die Arbeitswelt.
Im Studium macht man sich jeden Stress wirklich nur selbst, oft kommt er dadurch, dass man sich seine Zeit nicht gut einteilen kann. Man trägt Verantwortung wirklich nur gegenüber sich selbst und seinen eigenen Leistungen.

Ich gehe in die FH und habe einen straffen Stundenplan, oft auch Anwesenheitspflicht oder zumindest verpasst man in einigen Fächern gleich ne Menge, wenn man mal nicht da ist.
Einen Tag in der Woche hab ich frei, an dem gehe ich arbeiten. Ich habe auch mal zwei Tage Nachmittage während des Semesters gearbeitet, das war mir aber defintiv zu stressig - ich hatte nicht mehr genügend Zeit zum Nach-/Vorbereiten der Vorlesungen und war ständig unruhig.
So hab ich oft nen freien Nachmittag und mach dann auch mal gar nichts. Zeit freischaufeln kann ich mir immer - dafür arbeite ich dann in der Zeit, wo ich was tue, besonders effizient und effektiv.
Wenn ich so mitbekomme, wie sich die Leute immer über den Stress in der Uni beklagen, kann ich meist nur lachen. Ich finde, es gibt einfach zu viele Menschen, die es nicht gelernt haben, Prioritäten zu setzen und effizient zu arbeiten. Oft sind es sogar die, die "zu viel" für die Uni machen und sich zu wenig frei nehmen. Die haben dann noch nicht eingesehen, dass man nur mit nem freien, entspannten Kopf wirklich lernen kann - und den kriegt man eben nur, indem man sich auch Freizeit nimmt.

jeder, der die uni als stressig empfindet, hat also lediglich nicht gelernt, wie man seine zeit richtig plant und einteilt... interessante einstellung. (lol...)

prioritäten setzen ist wichtig, keine frage. strukturiertes lernen und arbeiten auch. pausen auch. trotzdem gibt es stress, gegen den man kaum ankommt (viele klausuren nacheinander oder hohes lernpensum geballt, das sich nicht mehr weiter entzerren lässt; druck, wenn von einzelnen prüfungen sehr viel abhängt; organisatorisches unbill, mit dem man irgendwie umgehen muss, für das man aber selbst nichts kann, wie von lucaa weiter oben angesprochen). "wer das als stressig empfindet, hat nur nie gelernt, seine zeit richtig zu planen" finde ich da schon sehr überheblich.

chiasmaa
26.03.2009, 01:55
Die haben dann noch nicht eingesehen, dass man nur mit nem freien, entspannten Kopf wirklich lernen kann - und den kriegt man eben nur, indem man sich auch Freizeit nimmt.ja, das denke ich mir auch. ständig unter strom endet bei mir nur schlecht gelaunt und unproduktiv.

ich hab allerdings auch nur 3 feste termine, den rest kann ich relativ flexibel einteilen. manche kurse kann ich auch semesterweise aufschieben wie ich will.. dass es da in manchen studiengängen viel strenger abläuft und viel mehr vorgegeben wird, habe ich mitgekriegt. daher kann ich mir schon denken, dass mancherorts stress schwerer vermeidbar ist.

ich hab auch erst das 1. semester hinter mir, das ich ziemlich locker fand. das 2. wird um einiges voller, ich hoffe aber trotzdem, dass das relativ stressfrei zu überstehen ist mit der richtigen planung.

allein, wenn ich an die langen semesterferien denke, kann ich mir nicht vorstellen, dass mir irgendeine arbeit jemals so viel freiraum gewähren kann.. ich würde am liebsten gar nicht mehr aufhören zu studieren.

Inaktiver User
26.03.2009, 08:45
allein, [/FONT]wenn ich an die langen semesterferien denke, kann ich mir nicht vorstellen, dass mir irgendeine arbeit jemals so viel freiraum gewähren kann.. ich würde am liebsten gar nicht mehr aufhören zu studieren.


Ich kenne z.B. auch nur die vorlesungsfreie Zeit und keine Ferien. ;)

rhabarber*
26.03.2009, 09:23
ach, so generell kann ich darauf gar nicht antworten.
einerseits erlebe ich die studienzeit trotz anwesengeitspflicht bei so gut wie allen veranstaltungen, studienbegleitenden prüfungen in jeder veranstaltung und jedem semester und kind/familie nicht als besonders stressig und überfordernd. ich habe mich sicher nie überarbeitet...aber es gibt eben einen ständigen leistungsdruck, der nie aufhört und einen schon unter eine art dauerdruck setzten kann. jeden monat schreibe ich z.b. eine große und wichtige klausur, das heißt es gibt nie wirklich mal entspannte phasen. dann kommen ständige ausführliche laborprotokolle, präsentationen von projekten, seminare, referate usw. dazu, so dass man nicht behaupten kann, dass das ganze all zu lässig ist.

die schulzeit fand ich allerdings, zumindest rückblickend, wesentlich anstrengender.

fashion girl
26.03.2009, 09:59
Ich sehe das so wie Lucaa, empfinde das Studium wesentlich unstressiger als die Arbeitswelt.
Im Studium macht man sich jeden Stress wirklich nur selbst, oft kommt er dadurch, dass man sich seine Zeit nicht gut einteilen kann. Man trägt Verantwortung wirklich nur gegenüber sich selbst und seinen eigenen Leistungen.

Ich gehe in die FH und habe einen straffen Stundenplan, oft auch Anwesenheitspflicht oder zumindest verpasst man in einigen Fächern gleich ne Menge, wenn man mal nicht da ist.
Einen Tag in der Woche hab ich frei, an dem gehe ich arbeiten. Ich habe auch mal zwei Tage Nachmittage während des Semesters gearbeitet, das war mir aber defintiv zu stressig - ich hatte nicht mehr genügend Zeit zum Nach-/Vorbereiten der Vorlesungen und war ständig unruhig.
So hab ich oft nen freien Nachmittag und mach dann auch mal gar nichts. Zeit freischaufeln kann ich mir immer - dafür arbeite ich dann in der Zeit, wo ich was tue, besonders effizient und effektiv.
Wenn ich so mitbekomme, wie sich die Leute immer über den Stress in der Uni beklagen, kann ich meist nur lachen. Ich finde, es gibt einfach zu viele Menschen, die es nicht gelernt haben, Prioritäten zu setzen und effizient zu arbeiten. Oft sind es sogar die, die "zu viel" für die Uni machen und sich zu wenig frei nehmen. Die haben dann noch nicht eingesehen, dass man nur mit nem freien, entspannten Kopf wirklich lernen kann - und den kriegt man eben nur, indem man sich auch Freizeit nimmt.

wenn ich das richtig verstehe, hast du aber nie auf eine uni studiert, sondern immer nur in einer fh? dann fehlt dir aber der vergleich, und du kannst nciht wissen, wies auf einer uni zugeht.
dass man sich freizeit nehmen muss, damit hast du vollkommen recht - man kann nicht gut lernen, wenn man die ganze zeit nur lernt. und oft ist der stress, den viele studenten haben, auch hausgemacht. allerdings ist "prioritaeten setzen" nicht so kinderleicht, wie du das darstellst - weil auf vielen unis entweder viele praktika zu absolvieren sind und/oder das lernpensum riesig ist.
du kannst das wirklich nicht beurteilen, wenn du nicht an einer uni studiert hast.

Inaktiver User
26.03.2009, 10:12
du kannst das wirklich nicht beurteilen, wenn du nicht an einer uni studiert hast.

Ich denke je nach Studiengang ist es an FHs auch nicht anders. Studiert man ein Fach, das Laborpraktika erfordert, die zwangsläufig auch mal in die "Ferien" fallen, oder studiert man "rein theoretische" Fächer. Wie z.B. BWL, da schreibt man zu Beginn der vorlesungsfreien Zeit Klausuren und gut ist.

White Lilly
26.03.2009, 11:12
Mein Bachelorstudium (Geowissenschaften) fand ich so gar nicht lässig. Wir hatten in den ersten beiden Semestern von 8 bis 20 Uhr Uni (Gott sei Dank mit Mittagspause), die Semesterferien waren mit Uni-Praktika, Exkursionen, Protokolle, Hausarbeiten und Klausuren ausgefüllt. Gegen Ende des Studium, also 5tes/6tes Semester ging es dagegen. Das meiste war geschafft, für die vergleichsweise wenigen Klausuren konnte man wenigstens gut (!) lernen und auch die Bachelorarbeit war kein Problem.

Der Master (auch Geowissenschaften) war insgesamt lässiger. 2 Semester normal Uni, 2 Semester Masterarbeit. Besonders die Zeit der Abschlussarbeit war prima ... man konnte sich alles einteilen und hatte auch mal sowas wie Freizeit.

Mein Studentenleben bestand also hauptsächlich aus Lernen, am Wochenende bin ich Kellnern gegangen, meine Freunde (+ damaligen Freund) habe ich auch irgendwie unter den Hut bekommen ... also: Es ging, aber ein Lotterleben wars wahrlich nicht.

cyan
26.03.2009, 12:26
du kannst das wirklich nicht beurteilen, wenn du nicht an einer uni studiert hast.

wie gesagt, habe ich beides hinter mir und würde sagen, dass man an der uni (trotz bakk-studiengangs wie in meinem fall) meistens (!) immer noch mehr selbst einteilen und mehr auf eigene prioritäten achten kann als an der FH.

rhabarber*
26.03.2009, 12:28
wie gesagt, habe ich beides hinter mir und würde sagen, dass man an der uni (trotz bakk-studiengangs wie in meinem fall) meistens (!) immer noch mehr selbst einteilen und mehr auf eigene prioritäten achten kann als an der FH.
das mag sein.
ich konnte mir an der uni kaum selbst veranstaltungen aussuchen und meistens auch nicht die reihenfolge, in der ich sie belegt habe.

sparklehorse
26.03.2009, 12:29
magisterstudium fand ich ziemlich locker, muss ich sagen.

aber jetzt hab ich so im schnitt 45 sws und im semester oft prüfungen, auf die ich lernen muss, da ist also nicht so viel mit party nebenher, vor allem nicht, wenn man praktisch immer ab 8 uhr vorlesungen hat..

und ich bin sehr froh, dass fast alle meine freunde was ähnlich stressiges studieren und ich mir nicht dauernd anhören muss, ein studium wär ja ein spaziergang. :]

achso, ich kann mir absolut nichts selbst einteilen und hab auch keinerlei möglichkeiten selbst schwerpunkte zu legen. trotz unistudium.
beim freund ist dank bachelor auch alles ziemlich stark in den wahlmöglichkeiten eingeschränkt.

cyan
26.03.2009, 12:32
das mag sein.
ich konnte mir an der uni kaum selbst veranstaltungen aussuchen und meistens auch nicht die reihenfolge, in der ich sie belegt habe.

ja, du hast recht. bei naturwissenschaftlichen fächern ist das wahrscheinlich anders.
ich nehm's wieder zurück. :-)

Inaktiver User
26.03.2009, 12:37
wie gesagt, habe ich beides hinter mir und würde sagen, dass man an der uni (trotz bakk-studiengangs wie in meinem fall) meistens (!) immer noch mehr selbst einteilen und mehr auf eigene prioritäten achten kann als an der FH.
Auch nicht immer. In meinem Uni-Studium ist alles (!) vorgegeben, wir haben durch die Woche keinen Tag frei, jeden Tag ziemlich voll, müssen ständig Hausarbeiten, Übungen etc machen (als Prüfungszulassung) und relativ viele Klausuren (zwischen 8 und 12) pro Semester schreiben und die "Semesterferien" sind komplett voll mit Praktika und Hauptübungen. Insgesamt hatte ich nur einmal 3 Wochen frei, in denen ich dann auch nichts gemacht habe (Freunde besucht, Verwandte besucht und eine Woche weggefahren).
Achja, ich studier auf Diplom - und bevor hier wieder einer ankommt, dass das im Bachelor/Master ja anders ist, bei meiner Freundin die im Bachelor/Master ein Jahr unter mir im gleichen Studiengang ist, sieht es GENAUSO aus.

cyan
26.03.2009, 12:41
Auch nicht immer. In meinem Uni-Studium ist alles (!) vorgegeben
-->

ich nehm's wieder zurück.

Inaktiver User
26.03.2009, 12:58
Ja, ich war zu langsam beim Tippen. :rose2:

Beta
28.03.2009, 13:52
Also lässig ist es bei mir schon mal gar nicht.
Gerade habe ich theoretisch um die 12 Wochen Semsterferien. Davon gerade mal 2 Wochen RICHTIG frei, sprich tun und lassen was ich will. Die restliche Zeit ist Prüfungszeit (über die komplette vorlesungsfreie Zeit verteilt), Praktika etc.

Catra
28.03.2009, 17:02
Ich habe Medizin studiert, also ein gemeinhin eher als stressig geltendes Fach, muss aber auf jeden Fall zugeben, dass diese sechs Jahre sicherlich mit Abstand die entspannteste Zeit meines Lebens waren und sicherlich bis zur Rente auch bleiben. Klar gibt es stressige Zeiten, aber der große Unterschied in meinen Augen ist, dass z.B. Praktika etc. zeitlich relativ kurz begrenzt sind. Sprich man hat eben 4 Wochen Voll-Zeit-Stress, aber man weiss immer, dann ist es auch wieder erstmal vorbei und geht nicht die nächsten 40 Jahre genauso weiter. Und ganz ehrlich, ich hab auch bei mir viele Studenten erlebt, die immer maßlos gestresst waren und überhaupt. Allerdings muss ich dazu sagen, dass diejenigen wirklich zum Großteil einfach nicht im Stande waren sich Ihre Zeit einzuteilen bzw. keine Prioritäten setzen konnten und sich dann einfach komplett in den Details des Stoffes verloren haben. Also auch wenn jetzt ich jetzt bestimmt auch als überheblich abgestempelt werde: ich bin der Überzeugung, wer sein Studium (als Ganzes betrachtet) als übermäßig stressig empfindet, sollte eher mal schauen ob das Problem nicht vielleicht doch in einem selber zu finden ist.

Catra
28.03.2009, 17:07
Also lässig ist es bei mir schon mal gar nicht.
Gerade habe ich theoretisch um die 12 Wochen Semsterferien. Davon gerade mal 2 Wochen RICHTIG frei, sprich tun und lassen was ich will. Die restliche Zeit ist Prüfungszeit (über die komplette vorlesungsfreie Zeit verteilt), Praktika etc.

Nun ja und dass nun mal nicht alle Studenten 25 Wochen im Jahr komplett frei haben, find ich jetzt auch nicht so das "Studenten haben solchen Stress"-Argument

Lucaa
28.03.2009, 18:10
Klar gibt es stressige Zeiten, aber der große Unterschied in meinen Augen ist, dass z.B. Praktika etc. zeitlich relativ kurz begrenzt sind. Sprich man hat eben 4 Wochen Voll-Zeit-Stress, aber man weiss immer, dann ist es auch wieder erstmal vorbei und geht nicht die nächsten 40 Jahre genauso weiter.

ich glaube, das ist ein ganz wichtiger punkt. vermutlich ist es einfach auch die erwartungshaltung, dass man als student viel frei hat.
wobei ich - nochmal - nicht sagen will, dass es nicht auch wirklich wirklich zeitaufwendige studiengänge gibt.

bei mir war das alles - wie du sagst - auch immer zeitlich begrenzt. 3 wochen lang 11 klausuren, dafür den rest des jahres locker (trotz vollem studenlpan, vielen präsentationen usw.) bzw. keine ferien wegen x hausarbeiten, dafür halt nur 14 sws. und die möglichkeit, auch mal was ausfallen zu lassen, wenn man keinen bock hat.

ich hab z.b. mindestens 4 tage im monat kopfschmerzen. sehr starke. an der uni bin ich halt mal zuhause geblieben, wenns nicht ging. heute hock ich trotzdem 9 stunden an meinem rechner im büro. das war für mich schon ein luxus dann, den ich jetzt nicht mehr habe.

*Eve*
28.03.2009, 18:51
Ich empfinde die Studienzeit gerade als stressigste Zeit meines Lebens.

Inaktiver User
28.03.2009, 22:33
ich würde furchtbar gern wieder studieren. (und ich hab sehr sehr viel nebenher gearbeitet)

es war einfach eine schöne zeit, man hatte den luxus, im grunde nur für sich selbst zu arbeiten. und die freie zeiteinteilung ist einfach toll.

erobique
29.03.2009, 14:38
Also auch wenn jetzt ich jetzt bestimmt auch als überheblich abgestempelt werde: ich bin der Überzeugung, wer sein Studium (als Ganzes betrachtet) als übermäßig stressig empfindet, sollte eher mal schauen ob das Problem nicht vielleicht doch in einem selber zu finden ist.

Danke :rose2:
Ich stempel dich sicher nicht als überheblich ab, ich teile deine Meinung nämlich.

Inaktiver User
29.03.2009, 14:43
Und ganz ehrlich, ich hab auch bei mir viele Studenten erlebt, die immer maßlos gestresst waren und überhaupt. Allerdings muss ich dazu sagen, dass diejenigen wirklich zum Großteil einfach nicht im Stande waren sich Ihre Zeit einzuteilen bzw. keine Prioritäten setzen konnten und sich dann einfach komplett in den Details des Stoffes verloren haben. Also auch wenn jetzt ich jetzt bestimmt auch als überheblich abgestempelt werde: ich bin der Überzeugung, wer sein Studium (als Ganzes betrachtet) als übermäßig stressig empfindet, sollte eher mal schauen ob das Problem nicht vielleicht doch in einem selber zu finden ist.

ach, die studenten, die sich ihre zeit nicht einteilen und keine prioritäten setzen können, die gibt es, zweifellos. allerdings ist mir deine sichtweise trotzdem zu pauschal.

sparklehorse
29.03.2009, 14:44
Danke :rose2:
Ich stempel dich sicher nicht als überheblich ab, ich teile deine Meinung nämlich.

ich nicht.

ich komm auch mit den anforderungen meines studiums gut klar, aber ich kenn eben auch leute, die nicht so gut mit dem druck leben können, ständig analysen gut bearbeiten zu müssen, dauernd auf irgendwelche klausuren/antestate/was auch immer lernen zu müssen, bla.

und ich würde nicht behaupten, dass die irgendwie für das studium ungeeignet sind. das ist halt eine typfrage, meine güte..

als im 2. semester ein kommilitone zu mir sagte, dass er burn-out hätte, fand ich das aber auch ein bisschen albern, zugegeben. :P

Seerose
29.03.2009, 14:49
als im 2. semester ein kommilitone zu mir sagte, dass er burn-out hätte, fand ich das aber auch ein bisschen albern, zugegeben. :P


warum? weißt du denn weswegen er das hatte?

sparklehorse
29.03.2009, 14:53
warum? weißt du denn weswegen er das hatte?

er hatte das nicht, er wollte nur rumjammern. :augenroll:
naja, das studium ist halt schon stressig, vor allem im grundstudium. und er war sehr jung, als er mit dem studium begonnen hat, ich kann mir schon vorstellen, dass es für ihn anfangs nicht einfach war. aber die aussage fand ich schon ziemlich :suspekt:

Catra
29.03.2009, 15:47
ich komm auch mit den anforderungen meines studiums gut klar, aber ich kenn eben auch leute, die nicht so gut mit dem druck leben können, ständig analysen gut bearbeiten zu müssen, dauernd auf irgendwelche klausuren/antestate/was auch immer lernen zu müssen, bla.
und ich würde nicht behaupten, dass die irgendwie für das studium ungeeignet sind. das ist halt eine typfrage, meine güte..
:P

Ich hab ja im Endeffekt gar nichts anderes behauptet. Ich unterstelle diesen Studenten ja nicht, dass sie lügen, wenn sie sagen sie sind gestresst. Selbstverständlich empfindet jeder Stress anders und mancher ist schon gestresst wenn er eine Klausur im Semester zu bewältigen hat während ein anderer mit 40 SWS, 10 Klausuren, Referaten und Hausarbeiten + Nebenjob innerlich ne ruhige Kugel schiebt. Aber wenn jemand mit dem Druck für Klausuren etc. zu lernen nicht umgehen kann, dann sollte dieser jemand eher versuchen für sich Strategien zu entwickeln dies zu lernen, als einfach zu sagen "Mein Studium ist eben das stressigste überhaupt"

sparklehorse
29.03.2009, 16:33
naja, manchen leuten hilft es sicher auch einfach, ein bisschen über den stress zu jammern. wenn ich nen langen unitag hatte, muss ich mich da auch manchmal drüber auslassen. das ist doch auch ne art, damit umzugehen.

und wie gesagt: wenn man permanent lernen muss, druck hat, sachen fertigzubekommen/richtig zu machen/was auch immer, dann ist es fast unmöglich, da nie gestresst zu sein..

Catra
29.03.2009, 17:34
naja, manchen leuten hilft es sicher auch einfach, ein bisschen über den stress zu jammern. wenn ich nen langen unitag hatte, muss ich mich da auch manchmal drüber auslassen. das ist doch auch ne art, damit umzugehen.

und wie gesagt: wenn man permanent lernen muss, druck hat, sachen fertigzubekommen/richtig zu machen/was auch immer, dann ist es fast unmöglich, da nie gestresst zu sein..

irgendwie scheintst du mich nicht zu verstehen. klar ist man mal gestresst, klar jammert man gern mal rum und alles. Es ging mir aber um die grundsätzliche bzw. rückblickende Beurteilung der Studienzeit.

sparklehorse
29.03.2009, 17:36
irgendwie scheintst du mich nicht zu verstehen. klar ist man mal gestresst, klar jammert man gern mal rum und alles. Es ging mir aber um die grundsätzliche bzw. rückblickende Beurteilung der Studienzeit.

doch, ich versteh dich schon. dir ging es um "übermäßig gestresst sein". und ich wette, dass einige meiner kommilitonen rückblickend den job und die schule weniger stressig finden werden als die uni.

im job hat man eben im normalfall nicht die situation, ständig klausuren bestehen zu müssen. da ist es doch normal, dass der druck recht hoch ist? naja.

-menikmati-
31.03.2009, 10:38
"Nach den Pruefungen ist vor den Pruefungen"... kommt mir bekannt vor. Andererseits ist hier ein Semester nur 10Wochen lang, da wird dann alles "reingestopft", Essays, Presentationen,etc. plus Pruefungen und danach habe ich 6Monate frei.
Ich habe also immer in halbes Jahr lang komplett genug, Stress,etc. und dann auf einmal so viel frei, dass ich danach kaum mehr weiss was ich eigentlich studiere ;)

Leider wird im naechsten Jahr (3.Jahr BA) meine Pruefungen und der Baechelor-Arbeit Abgabetermin zur gleichen Zeit sein.... Ja da freue ich mich echt schon drauf ;(

Generell geniesse ich aber, mir meine Zeit selbst einteilen zu koennen und vor allem nicht immer schon morgens und vor allem JEDEN morgen bei der Arbeit sein zu muessen.

Lucaa
31.03.2009, 10:52
im job hat man eben im normalfall nicht die situation, ständig klausuren bestehen zu müssen. da ist es doch normal, dass der druck recht hoch ist? naja.

kommt drauf an, wie man's sieht. ich finds schlimmer, wenn der kunde anruft, weil ein projekt scheiße gelaufen ist, was der chef erfährt und was im schlimmsten fall zum verlust des kunden führen kann. wenn man weiter denkt, zum verlust des jobs. mal überspitzt gesprochen.
ich finde das wesentlich schlimmer (und die gefahr ist immer gegeben), als ein paar klausuren zu schreiben.

sparklehorse
31.03.2009, 18:13
kommt drauf an, wie man's sieht. ich finds schlimmer, wenn der kunde anruft, weil ein projekt scheiße gelaufen ist, was der chef erfährt und was im schlimmsten fall zum verlust des kunden führen kann. wenn man weiter denkt, zum verlust des jobs. mal überspitzt gesprochen.
ich finde das wesentlich schlimmer (und die gefahr ist immer gegeben), als ein paar klausuren zu schreiben.

ach naja, klar ist es auch schlimmer, wenn dir ein patient wegstirbt als mediziner..
dass es auch berufe gibt, in denen das anders ist, ist klar..

aber mein späterer job wird höchstwahrscheinlich nicht wirklich viele solcher situationen beinhalten..

mal abgesehen davon, dass ich vor manchen klausuren schon tage vorher panik habe und eh ständig ein schlechtes gewissen habe, weil ich zuwenig lerne und blaah. wenn das alles wegfällt, bin ich auf jeden fall sehr viel erleichterter. ich merk das auch immer in den semesterferien, wenn alle klausuren vom semester erledigt sind. das ganze semester steh ich eigentlich unter druck, wenn ich dann mal nicht lernen muss, ist das komplett weg. und das heißt ja nicht, dass ich dann nichts mache. naja.

sweet-janey
31.03.2009, 19:12
das studium an sich war tatsächlich lässig und sehr sehr entspannt und lustig... vermisse diese zeit! aber das examen war dann der knaller, habe mich 1 jahr aufs ex vorbereitet und das fast jeden tag von 9 bis 21 uhr. aber so ist (war) das bei jura...

sweet-janey
31.03.2009, 19:37
aber mein späterer job wird höchstwahrscheinlich nicht wirklich viele solcher situationen beinhalten..



jeder job hält solche situationen bereit, reale situationen, die dann viel schlimmer sind als klausurenstress. ich hab das auch früher geglaubt, dass diese klausurenphase das schlimmste ist und ich bin auch sooo froh, dass das ein ende hat, aber auch im beruf kommen immer und immer wieder "prüfungssituationen" und fälle, in denen du fehler machst und dafür grade stehen musst usw.

Inaktiver User
31.03.2009, 19:39
jeder job hält solche situationen bereit, reale situationen, die dann viel schlimmer sind als klausurenstress. ich hab das auch früher geglaubt, dass diese klausurenphase das schlimmste ist und ich bin auch sooo froh, dass das ein ende hat, aber auch im beruf kommen immer und immer wieder "prüfungssituationen" und fälle, in denen du fehler machst und dafür grade stehen musst usw.

ja, und vor allem ziehen fehler dann viel stärker auch andere leute (kollegen, kunden) in mitleidenschaft als im studium. vor allem deshalb finde ich es viel belastender.

sweet-janey
31.03.2009, 19:41
ja, ist es auch. man vermasselt eben nicht nur sein studium, meistens gehts ja eh nur um eine klausur, die man dann nachschreiben kann, sondern ein wichtiges projekt oder schlimmstenfalls seinen job.

sparklehorse
31.03.2009, 19:48
fälle, in denen du fehler machst und dafür grade stehen musst usw.

naja, sowas hatte ich ja auch schon. und das ist für einen moment definitiv unangenehmer als die panik vor der klausur. aber es geht eben schneller wieder weg..

naja. aber vielleicht kann man das echt nicht einschätzen, wenn man noch nicht wirklich arbeitet und es bei solchen fehlern dann nicht darum ging, nen job zu verlieren, sondern eher ein praktikum oder so.

Inaktiver User
31.03.2009, 19:54
jeder job hält solche situationen bereit, reale situationen, die dann viel schlimmer sind als klausurenstress. ich hab das auch früher geglaubt, dass diese klausurenphase das schlimmste ist und ich bin auch sooo froh, dass das ein ende hat, aber auch im beruf kommen immer und immer wieder "prüfungssituationen" und fälle, in denen du fehler machst und dafür grade stehen musst usw.

Im schlimmsten Fall verliert man seinen Job. Und selbst das wird im Moment wohl kaum bei euch der Fall sein, da ich nicht annehme, dass ich auf höchster Ebene tätig seid. Ärzte seid ihr doch auch alle nicht. Von daher sollte man auch mal die Kirche im Dorf lassen und sich bewusst werden, um was es da geht.

Edit: Alsos nicht dass ich es nicht nachvollziehen könnte, was die Berufstätigen hier schreiben. Sehr gut sogar. Aber ich hab mich dann irgendwann mal bei diversen Aufgaben mit ziemlicher Verantwortung vor Augen gehalten, um was es geht. Und das sollte man wohl. "Dann verliert die Firma den Kunden." Ja, dann verliert sie den halt. Ich werde mit 80 nicht auf mein Leben zurückblicken und das bereuen... ;)

Katalin
31.03.2009, 19:55
Also vom Lern- und Vorbereitungsaufwand wars wirklich "nach der Prüfung ist vor der Prüfung", aber ich hatte auch sooo viele Parties, tolle Bekanntschaften und einfach eine ganz besondere Zeit, dass ich schon beipflichtend sagen würde "one of the best times in my life".

ps: studiumende ist bei mir jetzt 6 Jahre her.

Inaktiver User
31.03.2009, 23:38
Bei mir ist das Studium ziemlich stressig und es gibt keine wirklichen Semesterferien, da alles vollgestopft ist mit Praktika/Übungen. Ich fand die Praktika allesamt wesentlich entspannter als die Uni.
Sicherlich kann man ein Praktikum an sich nicht mit einem Vollzeitjob vergleichen, aber ich denke schon, dass ich einen gewissen Einblick in das Berufsleben bekommen habe (man unterhält sich ja schließlich mit den anderen Leuten). Zudem war ich immer in Projekte eingebunden, die kurz vor dem Release standen - also durchaus Projekte mit Priorität und Überstunden - auch seitens der Praktikanten. Dennoch fand ich dieses wesentlich angenehmer als die Uni, da man dann nach dem Arbeiten auch wirklich abschalten konnte und nicht noch lernen musste.
So groß der Stress und die Verantwortung auch sein mag - im Studium trägt man - zumindest für sich selbst - auch Verantwortung und diese würde ich nicht unterschätzen!
Freizeit gibt es bei uns gelinde gesagt sehr wenig - das letzte Wochenende, an dem ich nichts für die Uni gemacht habe, war Weihnachten.
Ein weiterer Punkt ist meines Erachtens Krankschreibung. In der Uni interessiert es keine Sau, ob man krank ist oder nicht. Entweder man liefert die Sachen pünktlich ab oder man ist nicht zur Prüfung zugelassen. Oder man ist bei der Prüfung krank, dann kann man es ein Jahr später wiederholen. Ist man für die ganze Serie (9-12 Prüfungen) krank, kann man ein Jahr komplett aussetzen, weil man nicht genügend ECTS-Punkte hat, um für die Prüfungen des folgenden Semesters zugelassen zu werden.
Im Job kann man sich krankschreiben lassen und im schlimmsten Fall noch per Mail mit den Leuten kommunizieren, so dass das Projekt nicht komplett den Bach runtergeht.

Im Übrigen denke ich schon, dass es stark auf den Studiengang ankommt. Im Erststudium (habe nach dem 2. Semester sowohl Studiengang als auch Uni gewechselt) hatte ich jede Menge Zeit, Parties ohne Ende und Spaß, im jetzigen Studium eben nichts von dem.

Lucaa
01.04.2009, 10:41
naja, sowas hatte ich ja auch schon. und das ist für einen moment definitiv unangenehmer als die panik vor der klausur. aber es geht eben schneller wieder weg..




da kommts drauf an, wie sehr man das an sich ranlässt. nach meinem letzten negativen gespräch mit der chefin habe ich mich wochenlang sehr, sehr unwohl gefühlt, weil jeder meine schritte genau beobachtet, telefonate belauscht wurden usw.
und das schlimmste war, dass ich überhaupt nicht feststellen konnte, irgendwas anders oder gar schlechter gemacht zu haben als sonst.

Inaktiver User
01.04.2009, 10:46
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Amylen
01.04.2009, 13:43
*Claire zustimm*

Ein Studium nicht zu schaffen, bedroht die Existenz doch allemal mehr als einen Job zu verlieren und genau davon geht doch der höhere Stressfaktor aus. Zugegeben, die meisten Tage im Studium sind lässiger als die meisten Tage im Job, aber der hintergründige Psychostress ist doch um einiges höher, wage ich zu behaupten. Und wenn er SO dermaßen hoch ist im Job, dann nur weil es der falsche Job ist, die falschen Leute, die falschen Aufgabengebiete und dann wäre es dringendst angeraten, sich eine neue Stelle zu suchen. Zumindest kann man das ja, wenn man im Job ist und man kann hoffen, dass es einem dann besser geht. Durchs Studium muss man einfach durch!

Also ich würde mal behaupten: Der Alltag als Student ist lässiger, der anhaltende psychische Stress höher!

Inaktiver User
02.04.2009, 12:40
ich denke schon, dass ich nie wieder so viel freie zeit und v.a. freie zeiteinteilung haben werde wie im studium. ich gehöre zu denen, die sich ihren studium nach dem grundstudium sehr frei zusammensetzen konnten und habe einfach viel positives dadurch gewonnen: die zeit, die ich an der uni verbracht habe, in interessante seminare investiert und dadurch ein positives gefühl gegenüber meiner "arbeit" gehabt und zuhause dann zwar schon viel gelesen, aber mich nicht gestresst gefühlt.
lässig war bei mir auch jetzt die phase der abschlussarbeit und ich glaube, dass war die allertollste zeit überhaupt.
das, was belastend ist, sind für mich die pflichtprüfungen, einerseits die am anfang des studiums, z.b. der druck vor dem graecum etc., und vor den abschlussprüfungen, weil man eben weiß, dass man sich damit die ganze zukunft verbauen kann. dazu noch das organisatorische: die angst, dort etwas falsch zu machen und das gerenne (gerade als lehrämtler, wenn man oft zeitgleich in 4 fachbereichen beteiligt ist) fand ich zeitraubend und sehr anstrengend.

aber insgesamt überwog für mich da positive in bezug auf zeit, ob man das jetzt lässig nennen mag oder nicht... vielleicht ist es auch eine typsache - bei mir ließ sich dafür studium und privat nie gut trennen, weil man bücher in beiden bereichen liest und dann sehr häufig auch sonntags etc. im prinzip "für das studium" liest, aber auch sein vergnügen daran hat.

sweet-janey
02.04.2009, 19:47
Im schlimmsten Fall verliert man seinen Job. Und selbst das wird im Moment wohl kaum bei euch der Fall sein, da ich nicht annehme, dass ich auf höchster Ebene tätig seid. Ärzte seid ihr doch auch alle nicht. Von daher sollte man auch mal die Kirche im Dorf lassen und sich bewusst werden, um was es da geht.

Edit: Alsos nicht dass ich es nicht nachvollziehen könnte, was die Berufstätigen hier schreiben. Sehr gut sogar. Aber ich hab mich dann irgendwann mal bei diversen Aufgaben mit ziemlicher Verantwortung vor Augen gehalten, um was es geht. Und das sollte man wohl. "Dann verliert die Firma den Kunden." Ja, dann verliert sie den halt. Ich werde mit 80 nicht auf mein Leben zurückblicken und das bereuen... ;)
naja, wenn ich meinen job verlieren würde, wäre das schon sehr schlimm... und naja, es könnte durchaus schlimmere konsequenzen haben. denn ich bin richterin...von daher wäre es nur ein problem von vielen, wenn ich meinen job verlieren würde (was durchaus geht, denn ich bin auf probe, 3 jahre lang...). für mich wäre das sehr, sehr schlimm und allein diese vorwürfe, die ich mir machen würde. aber schwierige situationen können in jedem beruf auftreten. und auch wenn eine firma einen kunden verliert, wäre das sicher für so manche firma ein grund, die verantwortliche person rauszuschmeißen, gerade in der heutigen zeit. und warum sollten hier keine ärzte sein? mal davon abgesehen, wäre es auch fatal, wenn eine krankenschwester, ein polizist oder wer weiß was, schwerwiegendere fehler machen würde.
ich war jedenfalls noch nie so unter druck wie jetzt im beruf.

sweet-janey
02.04.2009, 19:50
Ich werde mit 80 nicht auf mein Leben zurückblicken und das bereuen... ;)
das kannst du bezogen auf ein paar vermasselte klausuren aber doch noch viel eher sagen. ich bin in meinem leben so oft durch irgendwas durchgefallen, in der schule oder im studium. das war für den moment schlimm, spielt aber doch für mein jetziges leben keine rolle mehr. da hätte ich mal mehr gelassenheit walten lassen sollen...:D

Feli Filu
02.04.2009, 20:21
Ich hab ja beides schon erlebt: arbeiten und Studium.
Wenn man mich jetzt fragt, was stressiger ist, dann definitv das Studium.
Aber: ich bin da auch kein guter Vergleich, da mein Studium ne extreme Herausforderung ist und mir vor Studienantritt bewusst war, dass es nicht einfach wird und stressiger als ein Full-Time-Job.
Zumal meine Studiendauer nur 5 Jahre beträgt und nicht 6 wie üblich bei Medizin.

Mein Studienalltag sieht so aus, dass ich grundsätzlich von 8.00 - 17.00 Uhr Vorlesung habe, mit genereller Anwesenheitspflicht. Je nach Vorlesung und Klinikpraktikum zwischen 70 und 100%.
Wenn ich abends heimkomme, muss ich mich hinsetzen und den Stoff vom Tag nachlernen, anders kommt man auf lange Sicht sonst nicht mit. Der größte Unterschied sind bei uns jedoch die Prüfungen, die nicht am Ende des Jahres (wir haben keine Semester, sondern Studienjahre), sondern verteilt über's ganze Jahr stattfinden.
Heißt für mich konkret im dritten Studienjahr jetzt: seit August 2008 bis Anfang Juli 2009 habe ich insgesamt 38 Prüfungen. Jede davon ist bestehensrelevant und fließt in meine Endnote mit ein.

Sollte ich eine Prüfung nicht bestehen, habe ich max. 2 Nachprüfungen, dann noch eine kommissionelle Prüfung und dann ist Schluß mit dem Studium. Ein Fach in ein anderes Studienjahr schieben geht nicht. Entweder ich schaffe alles im vorgegebenen Curriculum oder ich flieg komplett raus.
Das ist ne extreme Belastung, hinzukommt dass ich so gut wie keine Ferien habe. Mal 2 Wochen an Weihnachten oder Ostern frei, im Sommer max. 4-5 Wochen...

Als ich noch gearbeitet habe, hatte ich zwar immer ne 60-80 Stunden Woche (war teilweise viel im Ausland), aber ich konnte wenigstens abends nach Hause kommen und einfach gar nichts tun.
Das kann ich mir jetzt nicht erlauben, da ich dann meinen ganzen Abschluß aufs Spiel setzen würde. In der Arbeit damals hätten Fehler/Nichtstun halt nen finanziellen Schaden für meinen Chef bedeutet. Bei weitem eine geringere Verantwortung und Belastung als das Studium jetzt!

sparklehorse
02.04.2009, 21:43
das kannst du bezogen auf ein paar vermasselte klausuren aber doch noch viel eher sagen. ich bin in meinem leben so oft durch irgendwas durchgefallen, in der schule oder im studium. das war für den moment schlimm, spielt aber doch für mein jetziges leben keine rolle mehr. da hätte ich mal mehr gelassenheit walten lassen sollen...:D

naja, aber wen du das examen verhauen hättest, wärst du jetzt vielleicht nicht da, wo du bist..
ich weiß nicht wie das in anderen studiengängen so ist, aber eine verkorkste benotete klausur kann ich nicht mehr wiederholen..

sweet-janey
02.04.2009, 21:44
ich kenne 2, die das examen verhauen haben und die sind jetzt vielleicht beruflich glücklciher als ich... :)

Delisha
03.04.2009, 10:01
Man kann sowas ja auch echt immer schwer vergleichen.
Ich fühl mich in meinem Job halt nicht soo gestresst. Also es gibt immer mal Phasen, wo ich wirklich am Ende mit den Nerven bin, aber das hört dann wieder auf und ich weiß, dass eigentlich nichts Schlimmes passieren kann.
Mein Chef kümmert sich da aber auch extrem um mich. Ich hatte in meinem Leben noch nie so extrem das Gefühl, dass jemand darauf achtet, ob ich über- oder unterfordert bin und ob alles klappt. Das ist wahrscheinlich noch ein großer Punkt, der den Stress wegnimmt.
Und klar kann mal was schiefgehen, aber man ist ja normalerweise nicht alleine verantwortlich für ein Projekt. Also selbst wenn man Projektleiter ist, gibt es noch genug andere Menschen, die man um Hilfe bitten kann. Außerdem ist Leistung wirklich oft nicht so gut messbar. In Klausuren bekam man Noten und jetzt ist die Leistungsbeurteilung eher schwammig.

Inaktiver User
03.04.2009, 12:47
Außerdem ist Leistung wirklich oft nicht so gut messbar. In Klausuren bekam man Noten und jetzt ist die Leistungsbeurteilung eher schwammig.

Das stimmt.
Da ist der Chef gut gelaunt und deine Arbeit ist super. Ein anderes Mal ist er schlecht drauf, und alles, was du machst, ist sch***, du zeigst nicht genug Einsatz,...
Möglicherweise hatte ich auch ein extra launisches Exemplar.

Und in Bezug auf verhaute Klausuren auf der Uni: im Extremfall studiere ich zwei Semester länger. :durchgeknallt:

Kirschkern
03.04.2009, 15:26
Das stimmt.
Da ist der Chef gut gelaunt und deine Arbeit ist super. Ein anderes Mal ist er schlecht drauf, und alles, was du machst, ist sch***, du zeigst nicht genug Einsatz,...
Möglicherweise hatte ich auch ein extra launisches Exemplar.

Und in Bezug auf verhaute Klausuren auf der Uni: im Extremfall studiere ich zwei Semester länger. :durchgeknallt:

im extremfall studier ich einfach gar nicht mehr, weil ich nicht mehr darf.

sweet-janey
03.04.2009, 18:01
das schöne an klausurenphasen im studium ist ja, dass sie auch irgendwann vorbei gehen, aber die vorstellung, dass ich jetzt über 30 jahre diesen einen job ausüben soll, macht mir manchmal angst... :)

Lucaa
04.04.2009, 08:36
Und wenn er SO dermaßen hoch ist im Job, dann nur weil es der falsche Job ist, die falschen Leute, die falschen Aufgabengebiete und dann wäre es dringendst angeraten, sich eine neue Stelle zu suchen. Zumindest kann man das ja, wenn man im Job ist und man kann hoffen, dass es einem dann besser geht. Durchs Studium muss man einfach durch!



ich finde, das ist viel zu einfach gedacht.
du wirst heute nicht mehr allzu viele jobs finden, in denen du lässig vor dich hinarbeiten kannst und wenn es nicht so ist, ist es der falsche job. mitnichten.
ich wage zu behaupten, dass ich einen sehr sehr angenehmen arbeitsplatz habe, was das umfeld betrifft. der job macht spaß, aber das bedeutet nicht, dass ich nicht immer auch angespannt bin. im job wirst du immer gefordert und wenn man es ein paar tage schleifen lässt, merkt das der chef sofort.
du bist unter beobachtung, immer. grade in zeiten wie jetzt und vor allem in großen unternehmen.

die frage ist, wie man damit umgeht. und ich kenne nicht sehr viele leute, die abends die bürotür zumachen und einfach alles vergessen, was am tag so los war.

und durchs studium muss man auch nicht "durch", wenn man merkt, dass es einem nicht liegt.

Amylen
04.04.2009, 11:03
Hmm, ja vielleicht hast du recht! Ich denke nur irgendwie so oft, wenn ich Leute in meinem Umfeld sehe, dass denen ihr Job gar nicht so viel ausmacht. Ich bin ja auch der Typ, der alles mit nach Hause nimmt und tagelang drüber nachgrübelt, aber vielen anderen scheint es da nicht so zu gehen. Vielleicht eben eher ne Typfrage als eine Frage des Jobs! Ich havb ja auch noch nie einen so verantwortungsvollen Job gehabt, aber beobachtet kam ich mir auch auch schon vor als ich Assistentin in der Personalabteilung war. Da hab ich bei jedem Kaffee gedacht: Ist das zu viel jetzt, wenn ich mir wieder einen hole...?!

Aber was das Studium angeht: Es kann ja sein, dass man es sehr gerne macht, aber trotzdem Angst hat, durchzufallen. Eigentlich gerade, weil man es sehr gerne macht. Und ich finde einfach, dass das die Existenz viel ernsthafter bedroht als einen Job zu verlieren. Denn zumindest hat man dann die Ausbildung noch mit der man sich weiter bewerben kann!

Aber vielleicht ist auch das ein Trugschluss, weil man sich irgendwann so viel aufgebaut hat, dass ein Jobverlust wirklich existenziell werden kann. Wenn man ein Haus abbezahlt, Kinder hat etc.. Ich denk da noch mal drüber nach, glaub ich...

Inaktiver User
04.04.2009, 11:10
ich finde das diskutieren um "was ist härter" (job oder studium) irgendwie langsam müßig... es hat beides so seine belastungen (und auch vorzüge), das eine wie das andere.
kommentare an studierende, wonach sie es ja so leicht hätten, finde ich einfach daneben und unangebracht. die meisten arbeiten fürs studium durchaus auch hart (so sie es ernst nehmen).

Inaktiver User
04.04.2009, 15:51
Hmm, ja vielleicht hast du recht! Ich denke nur irgendwie so oft, wenn ich Leute in meinem Umfeld sehe, dass denen ihr Job gar nicht so viel ausmacht. Ich bin ja auch der Typ, der alles mit nach Hause nimmt und tagelang drüber nachgrübelt, aber vielen anderen scheint es da nicht so zu gehen. Vielleicht eben eher ne Typfrage als eine Frage des Jobs!

Das ist etwas, was man lernen kann und meines Erachtens auch muss. Sowohl im Job als auch im Studium.

Ich hab einen Nebenjob, bei dem ich mit kranken Menschen gearbeitet hab. Hätte ich das immer mit nach Hause genommen, wär ich wohl durchgedreht. Und damit umzugehen hat mir auch im Studium geholfen. Ich hab gelernt zu sagen "Ich lern jetzt 6h, dann geh ich nach Hause und geniesse den Feierabend."

Orangina
05.04.2009, 19:51
...von wegen,"wenns mir während des Studiums nicht gut geht dann bleib ich halt zuhause", bei uns herrscht Anwesenheitspflicht in allen Veranstaltungen. Wer mehr als zweimal fehlt, darf die Veranstaltung komplett wiederholen und verliert so ein halbes Jahr.

sparklehorse
05.04.2009, 20:00
...von wegen,"wenns mir während des Studiums nicht gut geht dann bleib ich halt zuhause", bei uns herrscht Anwesenheitspflicht in allen Veranstaltungen. Wer mehr als zweimal fehlt, darf die Veranstaltung komplett wiederholen und verliert so ein halbes Jahr.

das ist bei uns auch so, ja.

und wir haben täglich praktikum, also ist quasi drei aufeinanderfolgende tage fehlen schon nicht drin. wobei manche leute dann eben fehlen, ohne es zu sagen und hoffen, dass es nicht auffällt. super ist das aber auch nicht..
eine bekannte von mir hat wegen irgendeiner längeren erkrankung (2-3 wochen war sie krank) das komplette semester wiederholen müssen.

Inaktiver User
05.04.2009, 22:26
...von wegen,"wenns mir während des Studiums nicht gut geht dann bleib ich halt zuhause", bei uns herrscht Anwesenheitspflicht in allen Veranstaltungen. Wer mehr als zweimal fehlt, darf die Veranstaltung komplett wiederholen und verliert so ein halbes Jahr.

naja, aber körperlich anwesend sein reicht ja dann im studium meist. im job eher nicht.

sparklehorse
05.04.2009, 23:40
naja, aber körperlich anwesend sein reicht ja dann im studium meist. im job eher nicht.

nicht, wenn man laborpraktika hat und da mit toxischen/cancerogenen/ätzenden substanzen arbeitet..

Kirschkern
06.04.2009, 17:57
nicht, wenn man laborpraktika hat und da mit toxischen/cancerogenen/ätzenden substanzen arbeitet..

achsooo, jetzt weiß ich, wieso mir schon 3 finger fehlen :mrnerd:

,)

Inaktiver User
06.04.2009, 18:24
nicht, wenn man laborpraktika hat und da mit toxischen/cancerogenen/ätzenden substanzen arbeitet..

deshalb schrieb ich "meist".

Inaktiver User
06.04.2009, 18:36
deshalb schrieb ich "meist".

Meist. Hm. Also so wenige Studiengänge, bei denen Anwesenheitspflicht herrscht und man Aufmerksam sein muss, gibt es wohl auch nicht. Da könnte man genau so sagen "Ja sicher gibt es aber auch Jobs, in denen es der Cheffe nicht merkt, wenn man mal einen Tag im Monat nicht so produktiv ist." ;)

Lucaa
06.04.2009, 18:38
...von wegen,"wenns mir während des Studiums nicht gut geht dann bleib ich halt zuhause", bei uns herrscht Anwesenheitspflicht in allen Veranstaltungen. Wer mehr als zweimal fehlt, darf die Veranstaltung komplett wiederholen und verliert so ein halbes Jahr.

es bringt jetzt herzlich wenig, da einzelfälle zu diskutieren.
im übrigen war das bei mir an der uni in den seminaren auch nicht anders. und bis man mehr als zwei mal genau am gleichen wochentag innerhalb weniger monate fehlt, bedarf es schon einiger zufälle.
trotzdem wage ich heute maximal mit fieber von der arbeit fern zu bleiben und muss mir zusätzlich noch das missmutige brummen meiner chefs anhören, während ich im studium halt einfach nicht erschienen bin.

Inaktiver User
06.04.2009, 18:42
Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass es sich um Einzelfälle handelt und es gibt genug Studiengänge, bei denen 2 Tage hintereinander schon nicht gehen und eine Veranstaltung für die Katz ist. Da braucht man nicht auf den gleichen Wochentag spekulieren.

sparklehorse
06.04.2009, 18:49
es bringt jetzt herzlich wenig, da einzelfälle zu diskutieren.

im bachelor ist an sehr vielen unis überall pauschal anwesenheitspflicht, auch in vorlesungen. das sind also eher keine einzelfälle..

Inaktiver User
06.04.2009, 18:52
also ich versteh ja das laborbeispiel.

aber ansonsten ging es doch gerade darum, dass reine körperliche anwesenheit schon ein bisschen weniger anstrengend ist als arbeit, wenn man krank ist.

Inaktiver User
06.04.2009, 18:53
Weiteres Beispiel: Seminare mit Vorbereitung. Wer unvorbereitet ist aber drankommt und nix weiß fliegt auch.

sparklehorse
06.04.2009, 18:57
also ich versteh ja das laborbeispiel.

aber ansonsten ging es doch gerade darum, dass reine körperliche anwesenheit schon ein bisschen weniger anstrengend ist als arbeit, wenn man krank ist.

naja, aber sich mit fieber oder sonstwie in die uni zu schleppen ist auch nicht wirklich prickelnd, zumal man dann auch riskiert, andere leute anzustecken.

aber naja egal, zumindest ich war im studium noch nie so krank, dass es ein problem gewesen wäre. dann nutzt man halt das wochenende zum auskurieren, wenns nicht anders geht.

Lucaa
06.04.2009, 19:28
im bachelor ist an sehr vielen unis überall pauschal anwesenheitspflicht, auch in vorlesungen. das sind also eher keine einzelfälle..

hm. ok. dann war es das zu meiner zeit halt noch.

aber: das mit dem 2 mal in einer vorlesung fehlen gabs auch bei mir schon. und das war nicht wirklich ein großes problem. das haben die meisten sogar einkalkuliert, wenn sie im sommer lieber ins freibad gegangen sind.
und wenn die veranstaltung nur 1 mal pro woche stattfindet, ist das wirklich kein großes ding.

wenn man nicht an zwei aufeinanderfolgenden tagen fehlen darf (was ich mir aber schwer vorstellen kann. also rein vorschriftsmäßig), ist das natürlich was anderes.

Kirschkern
06.04.2009, 21:18
wenn man nicht an zwei aufeinanderfolgenden tagen fehlen darf (was ich mir aber schwer vorstellen kann. also rein vorschriftsmäßig), ist das natürlich was anderes.

mh, wieso? ich mein, bei praktika haben wir (meist) 2 ausweichtermine. wenn ich also krank werde, kann ich nur 2 tage ausgleichen. flieg ich dann einmal wegen zu schlechter vorbereitung raus, darf ich das ganze ein jahr später wiederholen. das würde bei mir gleich ein verlust von 2 semestern bedeuten.
[den ich mir finanziell _gar nicht_ leisten darf]

sparklehorse
06.04.2009, 21:29
wenn man nicht an zwei aufeinanderfolgenden tagen fehlen darf (was ich mir aber schwer vorstellen kann. also rein vorschriftsmäßig), ist das natürlich was anderes.

da hat ja kirschkern schon was dazu gesagt.

selbst wenn die regelung anders wäre, der zeitplan in den praktika ist oft so gestrafft (jeden tag neue versuche), dass man die aufgaben einfach gar nicht schafft, wenn man länger als 2 tage fehlt, weils in den allermeisten fällen nicht mehr nachholtage gibt.

und zu den vorlesungen: zumindest bei mir ist es oft so, dass ich 3-4 sws eine vorlesung hab, die sich dann über die woche verteilen. manche sachen auch an drei aufeinanderfolgenden tagen..
wir haben zwar keine anwesenheitspflichtigen vorlesungen, aber so ist das garantiert auch in anderen studiengängen.

Lucaa
06.04.2009, 21:36
mh, wieso? ich mein, bei praktika haben wir (meist) 2 ausweichtermine. wenn ich also krank werde, kann ich nur 2 tage ausgleichen. flieg ich dann einmal wegen zu schlechter vorbereitung raus, darf ich das ganze ein jahr später wiederholen. das würde bei mir gleich ein verlust von 2 semestern bedeuten.
[den ich mir finanziell _gar nicht_ leisten darf]

ich bin von normalen vorlesungen ausgegangen. nicht von praktika.

Inaktiver User
06.04.2009, 22:15
ich bin von normalen vorlesungen ausgegangen. nicht von praktika.
aber das gehört in vielen naturwissenschaften ja zusammen. bei meinem mann wars so, dass man vormittags eine vl hatte, zu der dann an jedem tag nachmittags das praktikum stattgefunden hat.

sparklehorse
06.04.2009, 22:32
ich bin von normalen vorlesungen ausgegangen. nicht von praktika.

naja, aber wie viele studiengänge mit praktika gibt es? nicht nur drei stück..

Lucaa
07.04.2009, 08:20
ok ok, ich geb ja auf :)

nucleus
09.04.2009, 04:10
:-)

Inaktiver User
09.04.2009, 13:43
Weiteres Beispiel: Seminare mit Vorbereitung. Wer unvorbereitet ist aber drankommt und nix weiß fliegt auch.

Das habe ich noch nie gehört. Was bedeutet Vorbereitung, werdet ihr dann abgefragt und wer nichts weiß, muss gehen?!

Inaktiver User
09.04.2009, 13:47
Das habe ich noch nie gehört. Was bedeutet Vorbereitung, werdet ihr dann abgefragt und wer nichts weiß, muss gehen?!

Es gibt feste Literatur, die gelesen werden muss. Pro Seminartermin muss einer das zu lesende Paper zusammenfassen und erläutern. Fragen über sich ergehen lassen. Danach wird mit allen diskutiert.

Man kann nicht davon ausgehen, dass wenn man dran war, die nächsten Male nichtmehr dranzukommen, da es mehr Termine als Teilnehmer gibt. Wer nicht vorbereitet ist bekommt keinen Leistungsnachweis. Dafür gibt es in der Seminarform keine Vorträge oder Hausarbeiten (Hausarbeiten gibt es in meinem Studiengang eh nicht).

sparklehorse
09.04.2009, 16:57
Das habe ich noch nie gehört. Was bedeutet Vorbereitung, werdet ihr dann abgefragt und wer nichts weiß, muss gehen?!

bei uns gibts das im praktikum jeden tag im normalfall. oder vor jedem versuch. quasi ne mündliche prüfung, die man machen muss, bevor man den versuch machen darf. und wenn man da nicht vorbereitet ist, fliegt man erstmal raus und darf nacharbeiten..

seminare haben wir aber kaum und da gehts meistens so wie in geisteswissenschaften zu, also referate werden vorbereitet oder es wird eben über ein thema gesprochen, aber wenn man mal nix weiß, ist das nicht so schlimm.
oh, aber wir hatten auch einmal ein seminar, in dem es keine anwesenheitsliste gab und der dozent stattdessen die leute so aufgerufen hat, wie es ihm passte. :/ und wenn man da nix wusste, hat er einem einen blöden spruch reingedrückt, das war auch extrem unangenehm.

Sethos
10.04.2009, 00:02
Der Master wäre so (ohne Nebenjob) recht angenehm gewesen. Wobei, ich kenne mich: Ich hätte an eben mehr für das Studium gemacht, so dass ich auch auf diese Weise meine Woche mehr als gefüllt hätte.

Da ich aber nebenbei arbeite (und bei dieser Arbeit mein eigenes Gebiet habe), empfinde ich meine Studienzeit nicht so "lässig" bezeichnen. Allerdings bin ich nicht der Typ, der sich noch stundenlang im Bett herumwälzt und Probleme innerlich diskutiert. Jetzt wird wahrscheinlich kommen: "Jaaaahaaaaaa, warte mal bis du richtig arbeitest." Ich arbeite richtig, habe Zeitlimits und Zielvereinbarungen und weiß daher, was Stress ist ;)