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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : ihr geisteswissenschaftler....



Inaktiver User
07.04.2009, 16:04
...bevorzugt die, die grad mit dem abschluss beschäftigt oder schon fertig sind.

welches berufsfeld habt ihr ins auge gefasst, wie darauf bereits vorbereitet (praktika, freie mitarbeit)?

die, die bereits fertig sind: wie war so eure erfahrung mit der jobsuche? hattet ihr bereits viel erfahrung durch praktika/freie mitarbeit gesammelt? war das von vorteil für den job bzw. meint ihr, dass ihr erst dadurch den job bekommen habt?

ich befürchte stark, dass mein profil zu wenig erfolgversprechend ist in hinsicht auf jobsuche. habe zwar praktika gemacht, die waren aber jeweils nicht so lange (maximal 8 wochen) und in den unterschiedlichsten bereichen...jetzt krieg ich natürlich panik, da ich mich in der abschlussphase befinde...

Lucaa
07.04.2009, 16:19
ist etwas am thema vorbei, aber genau das hat mich auch sehr beschäftigt, ab mitte des studiums ungefähr.

problem war anfangs: keine genaue vorstellung, was ich machen will (was mit medien :augenroll:), keine ahnung von studieninhalten.
das kam mit der zeit.
ich wusste irgendwann, dass ich im grunde in ne falsche richtung gegangen bin, hatte kaum praktika usw. abbrechen kam für mich nicht in frage. und grade wegen dieser unsicherheit, was jobfinden usw. angeht, war mir klar, dass ich noch was handfesteres draufsetzen muss. was ich getan hab mit einem mba.

es gibt aber natürlich nicht für alle berufswünsche den geradlinigen weg oder irgendwas, das die chancen verbessert.
ich denke, es hilft ganz gut, wenn man sieht, dass auch quereinsteiger erfolgreich sind bei der suche. ich kenne einen doktor der philosophie, der hat jetzt einen spitzenjob in der personalabteilung bei bosch. der hat nach einem semester den mba dafür abgebrochen, weil die ihn unbedingt wollten.
ich denke, dass es auch sehr stark drauf ankommt, wie man sich verkauft.
falls du noch zu unsicher bist, und es dir leisten kannst, mach doch einfach nochmal was nach dem abschluss in die richtung, die du dir vorstellen kannst.

ichs
07.04.2009, 16:31
.


die, die bereits fertig sind: wie war so eure erfahrung mit der jobsuche? hattet ihr bereits viel erfahrung durch praktika/freie mitarbeit gesammelt? war das von vorteil für den job bzw. meint ihr, dass ihr erst dadurch den job bekommen habt?


nach meinem ersten abschluss hab ich mich nur auf drei stellen beworben und das hat beides nicht geklappt (war auch nicht so super verwunderlich). hatte eh geplant noch ein aufbaustudium zu machen. als ich nach einem jahr damit fertig war, habe ich sofort zwei angebote gehabt(nach ca. einer woche bewerben) und hab das eine dann genommen.
erfahrung hatte ich sowohl durch 3 praktika und durch viel ehrenamt, sowie dann durch den sehr praxisorientierten aufbaustudiengang (wird in meiner branche äquivalent zu ein jahr berufserfahrung gewertet). ausschlaggebend für den job waren inhaltliche kenntnisse (schon mal nen praktikum vor ort gemacht, was zum thema studiert), kenntnisse des umfeldes (praktika bei zwei ähnlichen orgas), sprachkenntnisse, thema vertraut durch magisterarbeit udn ehrenamt und praktische erfahrung mit methoden im aufbaustudium. und natürlich viel glück.

Inaktiver User
08.04.2009, 12:04
lucaa und ichs, was für aufbaustudiengänge waren das jeweils? gab es da einen 'nc'/zulassungsbeschränkung? die beinhalteten dann wohl auch bwl, oder? ich fänd das ja schon wichtig, habe da keinerlei grundlagen...ich hätte auch lust, einen aufbaustudiengang zu machen, allerdings bin ich mir wegen finanzierung nicht sicher...

Shenny
08.04.2009, 12:57
aber wenn du doch gar nicht weißt was du genau willst bringt dir doch ein aufbaustudiengang auch nix?!

Lucaa
08.04.2009, 13:33
lucaa und ichs, was für aufbaustudiengänge waren das jeweils? gab es da einen 'nc'/zulassungsbeschränkung? die beinhalteten dann wohl auch bwl, oder? ich fänd das ja schon wichtig, habe da keinerlei grundlagen...ich hätte auch lust, einen aufbaustudiengang zu machen, allerdings bin ich mir wegen finanzierung nicht sicher...

mba internationales management. zu 40% auf englisch. zulassungsbeschränkung war die note aus dem erststudium (2,5), ein mathetest, ein psychologischer test und ein gespräch.

ichs
08.04.2009, 13:42
lucaa und ichs, was für aufbaustudiengänge waren das jeweils? gab es da einen 'nc'/zulassungsbeschränkung? die beinhalteten dann wohl auch bwl, oder? ich fänd das ja schon wichtig, habe da keinerlei grundlagen...ich hätte auch lust, einen aufbaustudiengang zu machen, allerdings bin ich mir wegen finanzierung nicht sicher...

naja der bringt dir nur was, wenn du wirklich in diese spezielle branche willst.
das war entwicklungspolitik/-zusammenarbeit. einen nc gibts nicht, aber ein mehrstufiges auswahlverfahren, da es jedes jahr nur 20 plätze gibt: www.berlinerseminar.de

Inaktiver User
08.04.2009, 13:46
shenny, ich interessiere mich generell für einen aufbaustudiengang und weiß schon in welche richtung ich will, schätze aber, dass mir dafür grundlegendes noch fehlt, doch.

Blodeuwedd
08.04.2009, 14:05
ich befürchte stark, dass mein profil zu wenig erfolgversprechend ist in hinsicht auf jobsuche. habe zwar praktika gemacht, die waren aber jeweils nicht so lange (maximal 8 wochen) und in den unterschiedlichsten bereichen...jetzt krieg ich natürlich panik, da ich mich in der abschlussphase befinde...
Mir geht´s genauso.
Ich versuche halt, im Rahmen der zeitlichen Möglichkeiten, das noch unterzubringen, was noch unterzubringen ist. Für Praktika habe ich jetzt keine Zeit mehr, aber ich bessere die Sprachen auf, versuche, noch ein bißchen Computerzeugs zu lernen und arbeite ehrenamtlich. Natülich bereitet mich das nicht auf einen Beruf vor, aber gerade bei Geisteswissenschaftlern sind die Anforderungen manchmal so speziell, daß man das sowieso nicht für viele Stellen erfüllen kann. Deswegen versuche ich, zumindest die allgemeinen Anforderungen, die quasi in jeder Ausschreibung drinstehen, so gut es geht "vorzubereiten".

Lucaa
08.04.2009, 14:12
shenny, ich interessiere mich generell für einen aufbaustudiengang und weiß schon in welche richtung ich will, schätze aber, dass mir dafür grundlegendes noch fehlt, doch.


genau so gings mir auch und mir hats wirklich sehr viel gebracht. ich finde, ich hab in den 1 1/2 jahren mehr anwendbares (also inhalte) gelernt als in meinen 5 jahren magisterstudium.

kafkaesque
08.04.2009, 21:12
prima thread, ich weiß auch gerade nicht so recht weiter...
mein philosophiestudium neigt sich dem ende zu (nächstes semester ist das neunte) und nach zehn oder elf semestern werde ich fertig sein.
ich bin eigentlich gut aufgestellt, ich schmeiße drei anspruchsvolle akademische nebenjobs, habe vier praktika gemacht, davon eines drei monate im ausland und eines mit anschließender freier mitarbeit, seit jahren ein ehrenamt, gute noten, coole kleinigkeiten wie stipendium und preise und sowas.
aber ich habe das gefühl,
a) viel zu breit und dafür flach aufgefächert zu sein - für alles, was mich interessiert, gibt es zehn andere, die das seit jahren superkonzentriert verfolgen und zwar nicht insgesamt mehr, doch mehr in diesem bereich gemacht haben.
b) selbst an kaum noch etwas interessiert zu sein. freie wirtschaft schließe ich aus, aus moralischen gründen. kulturbetrieb ist mir zu "harmlos hübsch". um an der uni zu bleiben, müsste ich entweder noch talentierter oder disziplinierter :durchgeknallt: sein. ich bin gerade bei einer großen NGO in der öffentlichkeitsarbeit im praktikum und dachte, das sei eine richtung für mich. jetzt merke ich, man entwickelt ein verhältnis der instrumentalität zu den menschen außerhalb in diesem job - so will ich nicht werden. und die loyalität liegt festgelegt beim arbeitgeber, ich bin aber von natur aus zweifelnd und muss mich jederzeit differenziert zu etwas verhalten können.


irgendwie ist das einzige, was mir wirklich zusagt und mir im praktikum und der freien mitarbeit spaß gemacht hat, journalismus.
aber ich trau mich das einfach nicht :(. der print ist im niedergang, die konkurrenz riesig und ich echt nicht sonderlich durchsetzungsfähig, außerdem vgl. a).

Inaktiver User
09.04.2009, 13:44
a) viel zu breit und dafür flach aufgefächert zu sein - für alles, was mich interessiert, gibt es zehn andere, die das seit jahren superkonzentriert verfolgen und zwar nicht insgesamt mehr, doch mehr in diesem bereich gemacht haben.
b) selbst an kaum noch etwas interessiert zu sein. freie wirtschaft schließe ich aus, aus moralischen gründen. kulturbetrieb ist mir zu "harmlos hübsch". um an der uni zu bleiben, müsste ich entweder noch talentierter oder disziplinierter :durchgeknallt: sein. ich bin gerade bei einer großen NGO in der öffentlichkeitsarbeit im praktikum und dachte, das sei eine richtung für mich. jetzt merke ich, man entwickelt ein verhältnis der instrumentalität zu den menschen außerhalb in diesem job - so will ich nicht werden. und die loyalität liegt festgelegt beim arbeitgeber, ich bin aber von natur aus zweifelnd und muss mich jederzeit differenziert zu etwas verhalten können.
irgendwie ist das einzige, was mir wirklich zusagt und mir im praktikum und der freien mitarbeit spaß gemacht hat, journalismus.
aber ich trau mich das einfach nicht :(. der print ist im niedergang, die konkurrenz riesig und ich echt nicht sonderlich durchsetzungsfähig, außerdem vgl. a).

haargenauso geht es mir auch, und zwar in allen angesprochenen punkten. ich weiß, dass ich selbst meine anforderungen nicht zu hoch schrauben sollte/dürfte, denn den idealen job gibt es nicht. durch praktika im journalistischen bereich (sowohl print- als auch tv) habe ich z.B. gemerkt, dass mir gerade die durchsetzungsfähigkeit fehlt und ich bin mir nicht sicher, ob ich das wirklich mit der zeit erlernen kann, oder ob es mir grundlegend für diese berufssparte daran mangelt. auch hat mich eben gerade im bereich journalismus unsichere lage sehr abgeschreckt, einfach durch das, was ich von freien mitarbeitern mitbekommen habe. natürlich weiß ich aber auch, dass das derzeit in vielen branchen sehr schwierig ist und ich darf da auch nicht naiv sein und auf das ultimative hoffen. überhaupt denke ich halt, dass man von vorneherein darauf eingestellt sein muss, die berufssparten evtl. auch mal zu wechseln.

Inaktiver User
10.04.2009, 11:49
irgendwie ist das einzige, was mir wirklich zusagt und mir im praktikum und der freien mitarbeit spaß gemacht hat, journalismus.
aber ich trau mich das einfach nicht :(. der print ist im niedergang, die konkurrenz riesig und ich echt nicht sonderlich durchsetzungsfähig, außerdem vgl. a).

ich weiß nicht, ob du mit deinen hohen moralischen ansprüchen im journalismus unbedingt glücklich wirst... soll jetzt gar keine branchenschelte sein. aber wenn du probleme mit der freien wirtschaft an sich hast - verlage und sender sind ja i.d.r. auch wirtschaftsunternehmen, und geht dort auch immer mehr so zu.

kafkaesque
10.04.2009, 14:48
ich weiß nicht, ob du mit deinen hohen moralischen ansprüchen im journalismus unbedingt glücklich wirst... soll jetzt gar keine branchenschelte sein. aber wenn du probleme mit der freien wirtschaft an sich hast - verlage und sender sind ja i.d.r. auch wirtschaftsunternehmen, und geht dort auch immer mehr so zu.

hm, ja :(. ich war kürzlich kaffeetrinken mit einem seniorstudenten meines profs, der lange auslandkorrespondent für die nzz war. er sagte, in einem großen agenturbüro in delhi habe ein plakat gehangen, "don‘t get it right, get it written". das sei repräsentativ. ich solle deshalb bloß nicht in den journalismus.

kafkaesque
10.04.2009, 14:58
(...) habe ich z.B. gemerkt, dass mir gerade die durchsetzungsfähigkeit fehlt und ich bin mir nicht sicher, ob ich das wirklich mit der zeit erlernen kann, oder ob es mir grundlegend für diese berufssparte daran mangelt.

ja, genau. ich befinde mich auch sehr ungern in konkurrenzsituation zu anderen, deren ansprüche ja meist auch gerechtfertigt sind. und ich biete mich äußerst ungern an. alle meine jobs z.b. habe ich immer angboten bekommen, ich hätte mich von selbst nicht beworben, weil ich angst vor ablehnung habe. :durchgeknallt:


auch hat mich eben gerade im bereich journalismus unsichere lage sehr abgeschreckt, einfach durch das, was ich von freien mitarbeitern mitbekommen habe. natürlich weiß ich aber auch, dass das derzeit in vielen branchen sehr schwierig ist und ich darf da auch nicht naiv sein und auf das ultimative hoffen. überhaupt denke ich halt, dass man von vorneherein darauf eingestellt sein muss, die berufssparten evtl. auch mal zu wechseln.

ich finde es sogar attraktiv, nicht mein leben lang das gleiche zu machen. (auch das spricht für journalismus: thematische abwechslung) nicht attraktiv finde ich hingegen eben, in einer permanenten bewerbungssituation zu stecken.

Inaktiver User
10.04.2009, 18:37
das stimmt, ich kann mir ebenso gut vorstellen, zu wechseln, denke auch, dass die erfahrungen in den einzelnen sparten sich dann ziemlich gut ergänzen. ich meinte auch letzteres von dir angesprochenes, also die permanente bewerbungssituation. bzw. die situation, die ich von freien mitarbeitern im tv-sektor mitbekommen habe: seit 7 jahren über jeweils dreimonats-verträge angestellt, die immer wieder neu ausgehandelt werden. da ist mir schon mulmig geworden. ich will ja nicht blauäugig wirken, wie gesagt, im medienbereich ist die situation eben nicht unbedingt rosig, aber etwas mehr sicherheit würde ich mir schon wünschen. vielleicht denke ich da eben gerade auch zu idealistisch.

Blodeuwedd
11.04.2009, 01:14
also die permanente bewerbungssituation. bzw. die situation, die ich von freien mitarbeitern im tv-sektor mitbekommen habe: seit 7 jahren über jeweils dreimonats-verträge angestellt, die immer wieder neu ausgehandelt werden. da ist mir schon mulmig geworden.

Genau sowas hatte ein Bekannter von mir auch, aber in einem ganz anderen Bereich. Und dann ist ein Wunder passiert und er wurde fest angestellt. Also richtig fest, mit guten Gehalt nach Tarif und allem.

Und wie gesagt: Man muß ja nicht für immer in so einem prekären Bereich bleiben.

Shenny
11.04.2009, 10:01
ha, wenns hier primär um den journalismus geht könnt ich mich dazu gesellen...in den Punkten gehts mir ähnlich wie euch!

Inaktiver User
13.04.2009, 23:33
vielleicht kennt ihr die seite schon, aber hier (http://bak-information.ub.tu-berlin.de/index.php?id=1605) sind einige aufbaustudiengänge im medienbereich aufgelistet. einiges ist wahrscheinlich utopisch, aber nur so zur orientierung.

kennt jemand von euch noch seiten, die über aufbaustudiengänge/weiterbildungsmöglichkeiten im bereich presse-/öffentlichkeitsarbeit informieren?

kafkaesque
14.04.2009, 20:14
nein, kenne ich leider nicht. aber hast du mal ein praktikum in der richtung gemacht? ich merke gerade wirklich, dass ich den journalistischen anteil über- und den organisatorischen unterschätzt hatte. ich streiche pr gerade von meiner liste. :( unterfordert mich intellektuell.

ich war über´s osterwochenende in meiner studienstadt und habe meinem kerl mein leid geklagt und er sagt: "es gibt keine liga, in die man nicht reinkommt". ich solle mir ein halbes jahr frei nehmen nach dem abschluss, den ganzen tag zeitung lesen und fernseh schauen und dann an eine gute journalistenschule.
der ist immer so furchtbar optimistisch und willensstark. :durchgeknallt:
es gilt aber tatsächlich: sollte ich in den journalismus gehen, dann wohl nur mit etwas in der hinterhand, was mir sicherheit verleiht. und ein ivy league abschluss von henri nannen & co. wäre ein deluxesicherheitsgurt. ach je.

Inaktiver User
15.04.2009, 11:06
was meinst du genau mit dem organisatorischen teil, kafkaesque?

ja ein halbes jahr frei nehmen. haha. oder halbes jahr unbezahltes praktikum nach dem abschluss, um erstmal die mindestanforderungen an den job erfüllen zu können;).

erdbärin
03.02.2010, 21:13
indie und kafkaesque, ich habe den thread gerade rausgekramt und mich gerade in den a) und b) punkten von kafkaesque wiedergefunden. die Beiträge sind ja fast ein jahr alt, was macht ihr jetzt? seit ihr fertig, was seit ihr bisher "geworden"?

erdbärin
03.02.2010, 21:14
doppelt

Inaktiver User
03.02.2010, 22:03
Wenn dieser Thread schon hochgepusht wurde...
Ich bin ja erst am Anfang meines Studiums, aber trotzdem möcht ich mal wissen, ob jemand hier Erfahrung hat, wie bestimmte Sachen "bewertet" werden.

Also Praktika sind schon ziemlich unabdingbar, das ist klar.
Aber wie stark wird eigentlich auf so Sachen wie die Nebenjobs während des Studiums oder generelles Engagement geschaut? Und darauf, was man in den Praktika alles gemacht hat?
Ich bin ab nächstem Semester in der Fachschaft und klar, mir macht das Spaß, sonst würd ich das nicht machen, aber ich frag mich trotzdem, ob sowas eigentlich auch sonst irgendwas "bringt". Für später. Vielleicht auch den Zugang zu Praktika oder HiWi-Stellen erleichtert. Irgendwie "Eindruck" macht.

Und in welchen Branchen kommt man als Geisteswissenschaftler überhaupt noch so richtig an Praktika?
Mich würden eigentlich vor allem Verlags- und Bibliothekswesen interessieren, aber alle Verlage, bei denen ich bis jetzt angefragt habe, haben nix frei und die Bibliotheken hier in der Gegend bieten Praktika nur für Leute an, die auch Bibliothekswesen studieren...

ichs
04.02.2010, 10:35
wie wichtig ehrenamt und nebenjob sind. hängt halt auch wieder viel von der branche ab und was genau job und ehrenamt sind. wer journalist werden will, sollte auf jeden fall schon während der studienzeit freiberuflich als solcher gearbeitet haben.
bei mir in der branche kommt ehrenamt im gleichen bereich immer sehr gut an.

catherine197
04.02.2010, 10:45
wie wichtig ehrenamt und nebenjob sind. hängt halt auch wieder viel von der branche ab und was genau job und ehrenamt sind. wer journalist werden will, sollte auf jeden fall schon während der studienzeit freiberuflich als solcher gearbeitet haben.
bei mir in der branche kommt ehrenamt im gleichen bereich immer sehr gut an.

dem kann ich mich anschließen.
ich arbeite in der medienbranche und nebenjobs/ehrenamt/engagement in diesem bereich, in der fachschaft, am lehrstuhl etc. kommen da bei einer bewerbung gut an -nebenjobs wie inventuraushilfe, kassiererin o.ä. werden eher nicht beachtet, das ist meinem arbeitgeber eher egal und wird unter dem aspekt "brötchen verdienen" und nicht "qualifikation" abgehakt.
es kommt total auf die branche bzw. die art des engagements/nebenjobs an und überwiegend auch darauf, wie der bewerber sich damit verkauft.

kasu,
ich würde das allgemein nicht (nur) unter dem aspekt sehen, dass es evtl. mal "eindruck" macht, nicht zu unterschätzen ist auch das netzwerk, das man sich durch solche tätigkeiten schaffen kann -das kann evtl. der entscheidende faktor bei der jobsuche sein.

Inaktiver User
04.02.2010, 10:51
kasu,
ich würde das allgemein nicht (nur) unter dem aspekt sehen, dass es evtl. mal "eindruck" macht, nicht zu unterschätzen ist auch das netzwerk, das man sich durch solche tätigkeiten schaffen kann -das kann evtl. der entscheidende faktor bei der jobsuche sein.
An das Netzwerk dachte ich auch bereits ;)

Andererseits weiß ich auch nicht, wo so ein Netzwerk schon anfangen kann.

catherine197
04.02.2010, 11:00
ganz simples bsp.: jemand, den du durch deine tätigkeit in der fachschaft kennst, arbeitet später (oder jetzt als praktikum/nebenjob) in einem unternehmen, das dich interessiert. durch ihn kannst du vielleicht deine bewerbung abgeben bzw. erfährst vielleicht, dass das unternehmen praktikanten/stud. hilfskräfte/arbeitnehmer sucht.

ich kenne einige im freundeskreis, die an ihre stelle gekommen sind, weil sie direkt oder indirekt jemanden im unternehmen kannten, der weitergegeben hat, dass das unternehmen jemanden sucht, aber z.b. nur intern ausgeschrieben hat oder sich die ausschreibung ganz spart.

kontakte halte ich für äußerst wichtig, und wenn es z.b. "nur" um insiderinfos geht, wie z.b. nimmt das unternehmen praktikanten oder kann ich mir die bewerbung besser sparen.

Inaktiver User
04.02.2010, 11:08
Ich hab im Herbst meinen Abschluss gemacht und mache jetzt erstmal ein Praktikum. Ich wollte auf gar keinen Fall arbeitslos rumsitzen und dachte mir, Praktikum ist besser als nichts. Die meisten meiner Freunde machen es so. Nebenbei bewerbe ich mich allerdings weiter in verschiedenen Branchen.
Was den Lebenslauf angeht: Praktika, Auslandsaufenthalt, mehrere Sprachen, guter Nebenhjob... Mir wurde immer gesagt, dass vor allem Sprachkenntnisse wichtig sind. Wofür genau ist mir bisher aber noch nicht klar geworden. Ich hab meinen Nebenjob an der Uni bekommen, weil ich ich Schwedisch spreche und es nicht ein mal gebraucht :durchgeknallt:

Ich seh immer wieder Stellenangebote an der Uni im Organisatiosbereich, die ich ganz cool finde. Allerdings frag ich mich dann: Okay, das geht dann zwei Jahre und was machst du dann danach? Was macht man denn als wissenschaftlicher Mitarbeiter ohne Promotion?

kafkaesque
07.02.2010, 20:11
öh, im grunde sieht es immer noch so aus wie letztes jahr. :o wobei ich meinem lebenslauf noch ein bisschen qualifikationszeug hinzugefügt hat, ich bin seit einem 3/4 jahre pressesprecherin einer partei und hab u.a. für deren bundestagswahlkampf die presse- und öffentlichkeitsarbeit auf landesverbandsebene von null aus dem boden gestampft. und ich leite gerade eine sammelbandherausgabe.
dafür vernachlässige ich aber auch mein studium und gebe mit ende dieses monats einen meiner nebenjobs (personalbereich uni) ab, da ich keine zeit mehr habe, ständig bei anderer leute bewerbungsgesprächen rumzusitzen. der studienabschluss hat sich gegenüber meiner planung also nach hinten verschoben und wird jetzt vermutlich im 12. semester liegen, dann bin ich 25 jahre alt. für philosophen ist das aber noch sehr okay.

mein freundeskreis beginnt gerade nahezu ausnahmslos mit promotionen (die sind alle etwas älter als ich) und ich fühle mich unter druck gesetzt, gleichzuziehen. hab aber eigentlich gar keine lust dazu. allerdings würde es das problem, was ich stattdessen machen soll, lösen. :mrnerd: :durchgeknallt:

sprachkenntnisse hab ich übrigens keine, außer englisch natürlich, und hoffe, dass das nicht wirklich relevant ist, weil mittlerweile fast jeder englisch spricht.

also, im westen nichts neues.

kafkaesque
07.02.2010, 20:15
Ich seh immer wieder Stellenangebote an der Uni im Organisatiosbereich, die ich ganz cool finde. Allerdings frag ich mich dann: Okay, das geht dann zwei Jahre und was machst du dann danach? Was macht man denn als wissenschaftlicher Mitarbeiter ohne Promotion?

also wissenschaftsmanagement wird immer mehr gebraucht und an der uni gerne auch als promotionsstelle angeboten.