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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Seid ihr politisch engagiert?



Latara7
13.04.2009, 14:12
Ich hab beim Durchsuchen kein (aktuelles) Tema dazu gefunden, deswegen wage ich mal die Frage in die Runde:
Wie der Titel schon sagt: Ist hier eigentlich jemand in einer Partei (muss ja nicht namentlich genannt werden, wer das nicht will...) oder einer ähnlichen Organisation?
Und ohne hier irgendwelche Propagandatexte zu schreiben(;)): Wenn ja, warum? Oder warum nicht?

Sophie-Marie
13.04.2009, 15:31
nein, weil es von der partei der ich beitreten würde keinen jugendverein in meiner stadt gibt.

Stillwater
13.04.2009, 17:37
Ich spiele momentan mit dem Gedanken einer Partei beizutreten. Einfach weil ich es für sinnvoll und wichtig halte sich zu engagieren und weil ich auch beruflich in dieser Richtung aktiv werden will (also nicht als Politiker sondern eher im Hintergrund).
Dazu kommt noch dass ich inzwischen endlich eine gewisse Vorliebe für eine bestimmte Partei entwickelt habe. (Was garnicht so leicht war, denn ich bin sehr entscheidungsunfreudig und erfahrungsgemäß eher personenorientiert. Aber jetzt glaube ich doch auch "inhaltich" die richtige gefunden zu haben.)

Allerdings werde ich in 2 Monaten umziehen, weswegen es vielleicht nicht sooo sinnvoll ist jetzt hier in der Ortsgruppe Fuß zu fassen. Also ja, Engagement ist immer sinnvoll, aber mir stehen noch einige Prüfungen bevor in nächster Zeit und da mangelts einfach an der Zeit.

Außerparteiliches Engagement finde ich mindestens genauso wichtig, in welchem Bereich auch immer. Ich bin in einer eher lockeren Verbindung, die immer mal etwas organisiert wenn irgendwelche Nazis einen Aufmarsch planen. Allerdings finde ich das zu wenig und denke da kann man mehr machen.

Latara7
13.04.2009, 20:22
Ich habe deshalb gefragt, weil ich letzte Woche einer Partei bzw. deren Jugendorganisation beigetreten bin und so ziemlich mein gesamtes Umfeld darüber schockiert ist :D
Meine beste Freundin meint, ich hätte meine Seele verkauft und meine Zukunft verbaut; meine Schwester hat entsetzt den Kopf über mich geschüttelt - ich kam mir vor wie eine Schwerverbrecherin...

Seltsam, seltsam... auch hier scheinen ja nicht allzu viele politisch engagierte zu sein...

Stillwater
13.04.2009, 20:44
@ Latara:
Ich hatte auch mit mehr Reaktionen auf deine Beitrag gerechnet.

Wieso meint denn deine Familie dass du dir deine Zukunft verbauen würdest?
Also ich möchte im Herbst Politikwissenschaft studieren und wenn ich nach Südbayern gehen sollte ist alles andere als eine CSU-Mitgliedschaft vielleicht schon hinderlich (vielleicht ist das auch nur ein Klichee), aber das hält mich nicht von einer Mitgliedschaft in einer anderen Partei ab. Grundsätzlich glaube ich nicht, dass eine Parteimitgliedschaft im Alltag hinderlich ist (sofern es nicht gerade die NPD ist... oder die Piratenpartei oder so ;) )

Auch ich hab mir überlegt wie wohl mein Umkreis auf den Parteibeitritt reagieren würden.
Ich denke meine Familie wäre vielleicht über die Entscheidung an sich überrascht, aber weniger über die Partei selbst.
Ansonsten hab ich viele Freunde bei der CSU/JU und die wären vielleicht schon schockiert. Deswegen hatte ich auch so lange Hemmungen zu einer Partei zu stehen und wahrscheinlich gibt das noch ordentlich Diskussionsstoff im Freundeskreis.

Sonst keiner in einer Partei?

nightscape
13.04.2009, 23:29
nein. aber ich hab heut mal überlegt wies wohl wär beim herrichten von kriegsgräbern zu helfen...

Stillwater
14.04.2009, 00:32
Hm also ich finde ja - ja und wahrscheinlich schlagt ihr mich jetzt alle - dass diese Kriegsgräbersache ziemlich überbewertet wird.
Also natürlich ist es wichtig das die Opfer nicht in Vergessenheit geraten und so ... aber ich hab noch nie verstanden warum ich früher in der Schule immer Geld für Blumen auf nem Grab sammeln sollte solange es auf der Welt Millionen Menschen gibt die verhungern...

Latara7
14.04.2009, 18:37
Wieso meint denn deine Familie dass du dir deine Zukunft verbauen würdest?



So ganz kann ich diese Reaktion auch nicht verstehen; auch deswegen habe ich diesen Thread aufgemacht ;)
Vielleicht liegt es daran, dass erstens sowohl meine Familie auch auch die Stadt hier eine extreme CDU-Hochburg ist (allein die Tatsache, dass es in einer durchaus größeren Stadt wie dieser nur den bereits im Amt befindlichen CDU-Kandidaten als Oberbürgermeisterkandiaten in einer Ja/Nein- Abstimmung gab, spricht ja wohl Bände). Vielleicht liegt es aber auch daran, dass mein Umfeld zwar wählen geht usw., ansonsten aber eher unpolitisch ist und ich in unserer Großfamilie die erste bin, die über haupt was Politisches macht. Bestimmt spielt da aber auch die Tatsache hinein, das Politik von ihnen als schmutziges und unehrliches Geschäft angesehen wird...

Aber wahrscheinlich ist es schon so, dass die Zugehörigkeit in einer Partei in unserer Generation generell etwas merkwürdig kommt und einen schlechten Beigeschmack hat - dabei ist das ja die Grundlage unseres demokratischen Staatssystems ...naja, ich will jetzt keine Grundsatzdiskussion anfangen :D

Chipsie
14.04.2009, 19:41
Ich bin auch in einer Jugendorganisation von ner Partei, dort aber seit 2 Jahren nichtmehr so aktiv. Naja, hab mich jetzt wieder ein ein Wahlkampfteam für die Europawahlen eingetragen, damit ich mal wieder bisschen was mitkriege :) Bei mir sind aber im Umfeld auch einige schockiert, obwohl es ne "normale" Partei ist.

nightscape
14.04.2009, 19:45
Hm also ich finde ja - ja und wahrscheinlich schlagt ihr mich jetzt alle - dass diese Kriegsgräbersache ziemlich überbewertet wird.
Also natürlich ist es wichtig das die Opfer nicht in Vergessenheit geraten und so ... aber ich hab noch nie verstanden warum ich früher in der Schule immer Geld für Blumen auf nem Grab sammeln sollte solange es auf der Welt Millionen Menschen gibt die verhungern...

ich mein jetzt nicht dieses geld sammeln sondern vor ort dann gräber richten etc... italien/frankreich oder so.

Fellfrosch
14.04.2009, 21:29
Ich durfte auch mal Geld für die Gräber sammeln. Von "Mami, hier ist ein Soldat ist jetzt Krieg?" über Hunde und Opas die von ihren Heldentaten erzählt haben war alles dabei. War also eigentlich eher lustig und ich hätte nicht gedacht das es so positiv aufgenommen wird.

lucka*
14.04.2009, 22:01
ja, ich bin politisch engagiert. aber nicht im parlamentarischen spektrum. schaut euch die zahlen junger organisierter politischer leute an und dann wundert euch nicht, dass sich hier keine melden.

hinderlich für irgendwas? kommt ganz auf spätere berufswünsche und die partei/organisation an.

Inaktiver User
15.04.2009, 10:07
Ich war fünf Jahre in der SPD.
Dann habe ich festgestellt, dass da vor allem "interne" Politik betrieben wird.
Wie kann ich wem in den Rücken fallen?

Ich bin ausgetreten. Aber ich bin noch politisch aktiv, ich gehe wählen :D aber was irgendwas Grünes, ÖDP oder so. :mrnerd:

Inaktiver User
15.04.2009, 13:41
ich bin politisch aktiv aber werde sicher niemals einer partei beitreten.

Inaktiver User
15.04.2009, 14:02
ich war mal - kurzfristig - politisch aktiv. habe dann aber aus zeitgründen damit aufgehört (war aber sowieso nur mehr ein "reinschnuppern")

who me?
15.04.2009, 15:18
ich bin mitglied in einer partei (kam hier auch schon zur sprache, fdp) und bei den julis. bei letzteren engagiere ich mich aber mehr, die alten sind mir zu verkrustet in ihren strukturen, denkweisen und auch programmatisch.
seit ich allerdings studiumsbedingt nur noch in den ferien zuhause bin, ist alles ein bsischen zurückgefahren.
warum? es macht spaß, man hat teilweise direkten einfluss auf die programmatik und ich hab viel gelernt darüber, wie politik eigentlich so funktioniert.

lucka*
15.04.2009, 21:07
ich bin mitglied in einer partei (kam hier auch schon zur sprache, fdp) und bei den julis. bei letzteren engagiere ich mich aber mehr, die alten sind mir zu verkrustet in ihren strukturen, denkweisen und auch programmatisch.
seit ich allerdings studiumsbedingt nur noch in den ferien zuhause bin, ist alles ein bsischen zurückgefahren.
warum? es macht spaß, man hat teilweise direkten einfluss auf die programmatik und ich hab viel gelernt darüber, wie politik eigentlich so funktioniert.

was bewegt einen menschen bei der fdp mitzumischeln?

who me?
15.04.2009, 21:51
was bewegt einen menschen bei der fdp mitzumischeln?
wo sollte man denn als mensch so deiner meinung nach "mitmischeln"?

um deine frage zu beantworten: große übereinstimmung mit grundgedanken und programm einfach. bzw. bezüglich programm: das, was mir nicht gefällt, kann ich durch mitmachen eher ändern als durch meckern vorm fernseher.

Inaktiver User
16.04.2009, 00:37
.

ladyinrosa
16.04.2009, 09:42
nö.

ichs
16.04.2009, 10:38
Ich hab beim Durchsuchen kein (aktuelles) Tema dazu gefunden, deswegen wage ich mal die Frage in die Runde:
Wie der Titel schon sagt: Ist hier eigentlich jemand in einer Partei (muss ja nicht namentlich genannt werden, wer das nicht will...) oder einer ähnlichen Organisation?
Und ohne hier irgendwelche Propagandatexte zu schreiben(;)): Wenn ja, warum? Oder warum nicht?

bei welcher partei bist du denn eingetreten, dass deine eltern es so schrecklich finden? npd?

Latara7
16.04.2009, 19:57
bei welcher partei bist du denn eingetreten, dass deine eltern es so schrecklich finden? npd?


Ganz genau...Weißt du, ich finde die Grundgedanken der NPD sehr human und aufgeklärt und zukunftsweisend und tolerant, da dachte ich mir: Komm, dann tritts du doch galtt mal ein und unterstützt die :suspekt:

Inaktiver User
16.04.2009, 20:55
nazi nazi!

ichs
17.04.2009, 08:35
Ganz genau...Weißt du, ich finde die Grundgedanken der NPD sehr human und aufgeklärt und zukunftsweisend und tolerant, da dachte ich mir: Komm, dann tritts du doch galtt mal ein und unterstützt die :suspekt:

na irgendwoher muss deren unterstützerpotential auch kommen :D

Latara7
17.04.2009, 10:20
na irgendwoher muss deren unterstützerpotential auch kommen :D

:D

Latara7
17.04.2009, 10:24
ich bin den julis beigetreten... vermutlich sehen meine eltern und freunde das wie lucka:


was bewegt einen menschen bei der fdp mitzumischeln?

mir hat jedenfalls deren programm - speziell das aus meinem bundesland - zugesagt; vor allem das, was hier in meiner heimatstadt bei den julis läuft, finde ich gut, da wurde von einigen wenigen doch eine menge erreicht... so viel also zu mir :-)

who me?
17.04.2009, 10:40
kannste ihnen sagen, dass du mit 35 eh da rausgeschmissen wirst und dir also zumindest das leben danach nicht mehr verbaust :)
sind doch "nur" die julis.

Latara7
17.04.2009, 10:55
kannste ihnen sagen, dass du mit 35 eh da rausgeschmissen wirst und dir also zumindest das leben danach nicht mehr verbaust :)
sind doch "nur" die julis.

Gutes Argument, das merk ich mir ;)

ichs
17.04.2009, 15:17
was bewegt einen, in einer zeit in der sich grade das leitmotiv des liberalismus -der freie, unregulierte markt- als völliger trugschluss erwiesen hat, einer solchen partei beizutreten?

méli-mélo
17.04.2009, 15:18
ich engagiere mich in einem sozialkulturellem club bei konzerten und gehe auf demos (gegen faschisten zum beispiel,aber friedlich und vom 'schwarzen block' distanziert).
bin am überlegen ob ich in naher zukunft noch bei greenpeace mal vorbeischaue. habe mich über einiges im internet informiert und fände es spannend bei einem treffen der lokalen gruppe dabei zu sein.
leider hat man immer so wenig zeit. manchmal denke ich, dass man noch mehr machen könnte.

Ryo77
17.04.2009, 16:06
Hallo, bin derzeit noch Mitglied in ner politischen JUgendorganisation. Mache das auch schon einige Jahre, aber bin zunehmend enttäuscht von der Parteiarbeit und werde wohl bald austreten. Mich stört vor allem, dass aufgrund der Hierarchie innerhalb der Parteien kaum die Möglichkeit besteht (basisdemokratisch) seine Ideen zu verwirklichen oder auch nur ernsthaft zur Diskussion zu stellen. Ebenfalls ist es nicht möglich Kritik zu üben, da dies ja dann die "Geschlossenheit" der Partei untergrabe. Auch sind leider sehr viele Opportunisten und Leute denen es nicht ums Gemeinwohl, sondern nur um ihren eigenen Vorteil (Beziehungen etc.) geht, dabei. Kann zwar nur für die Kommunalpolitik sprechen, aber ich glaube kaum, dass es weiter oben besser ist - Gegenteil.

Auch mit den politischen Positionen der Partei kann ich mich immer schwerer anfreunden. Der Hang der großen Parteien zu immer mehr Staat und Kontrolle sehe ich als große Gefahr an. Daher werde ich in nächster Zeit mein Engagement wohl nicht im politischen, sondern im gesellschaftlichen Bereich fortführen.

Stillwater
17.04.2009, 16:23
Daher werde ich in nächster Zeit mein Engagement wohl nicht im politischen, sondern im gesellschaftlichen Bereich fortführen.
Wie denn? Erzähl mal von deinen Plänen...

Latara7
17.04.2009, 16:36
was bewegt einen, in einer zeit in der sich grade das leitmotiv des liberalismus -der freie, unregulierte markt- als völliger trugschluss erwiesen hat, einer solchen partei beizutreten?

Du meinst die aktuelle Finanzkrise? Heir wird meiner Meinung nach Ursache und Wirkung verwechelst: Zur Kriese haben nämlich erst die staatlichen Eingriffe in den US-Immobilienmarkt geführt: Es war Ziel der Politik in den USA, auch normalerweise nicht kreditwürdigen Personen zu Wohneigentum zu bringen, die US-Notenbank gab niedrige bezinste Kredite heraus: Erst durch den Staat ist der Finanzkriese der Boden bereitet worden. Die Banker haben dann natürlich hier ihre Chance gewittert und so staatlich unterstützt faule Kredite herausgegeben.
Aber das nur am Rande - ausschlaggebend war für mich der andere Flügel des Liberalismus, der Bürgerrechtsliberalismus. Ich halte Freiheit für das wichtigste und höchste Gut - aber ich will jetzt keine pathetischen Reden schwingen, das gehört nämlich ganz sicher nicht in dieses Forum.
Jedem das seine, schließlich lebt Demokratie von konkurrierenden Meinungen :rose2:

Benny
17.04.2009, 22:55
Zur Kriese haben nämlich erst die staatlichen Eingriffe in den US-Immobilienmarkt geführt: Es war Ziel der Politik in den USA, auch normalerweise nicht kreditwürdigen Personen zu Wohneigentum zu bringen, die US-Notenbank gab niedrige bezinste Kredite heraus: Erst durch den Staat ist der Finanzkriese der Boden bereitet worden. Die Banker haben dann natürlich hier ihre Chance gewittert und so staatlich unterstützt faule Kredite herausgegeben.

Es ist ausgesprochen erfrischend und sehr erfreulich, dass sich diese Erkenntnis langsam aber sicher sogar bis ins Bym vorgearbeitet hat. Weiter so! :)

Stillwater
19.04.2009, 19:24
@ Latara und alle andere (ehemaligen) Parteimitglieder:

Wie geht ihr denn damit um wenn "eure" Partei z.B. auf Bundesebene Mist baut? Also sich zum Beispiel für ein Gesetz ausspricht, das ihr völlig daneben findet? Oder einen Kanzlerkandidat/Kandidat für die Bundespräsidentenwahl aufstellt, der euch garnicht "sympatisch" ist.

Ich fühl mich da immer ein wenig in die Ecke gedrängt, wenn ich darauf angesprochen werde wie man denn "SO eine Partei" unterstützen kann...
Aber es wird doch kaum jemanden geben der 100%ig hinter den Entscheidungen "seiner" Partei steht, oder?

who me?
19.04.2009, 21:47
eben, wir sind ja alle selbstständig denkende menschen. da kann man nicht 100% mit seiner partei konform laufen. wär auch ungesund.
wenn mir wer drauf anspricht, und ichs echt nicht unterstützen kann, sag ich das. ein gesetz oder eine person ändern ja nicht die grundeinstellung.
ich find westerwelle jetzt auch nicht den kracher.

Ryo77
19.04.2009, 22:44
Wie denn? Erzähl mal von deinen Plänen...

Naja, es läuft darauf hinaus, dass ich zwar genug von dem Parteigeplänkel habe, aber deswegen noch nicht das Feld räumen möchte... dafür sind die kommunalen Entscheidungen zu wichtig. Eine Möglichkeit wären freie Wählergruppen, die ideologisch unbelasteter sind und ohne strenge Einbindung in eine Parteihierarchie. Darüber hinaus wollte ich auch in ein oder zwei Vereinen eintreten. Der Einfluss von bestimmten Vereinen gerade in kleinen und mittleren Gemeinden ist teilweise erstaunlich groß, weil sie erheblich an der Meinungsbildung beteiligt sind. Und dann einfach mal schauen, welche Chancen sich nach dem Studium noch so ergeben.

Was die Übereinstimmung mit Entscheidungen der Bundesebene betrifft, kann man sicherlich nicht immer zufrieden sein. Häufig aber sind auch deren Entscheidungen bis zu einem gewissen Grad begründet und nicht, wie oft pauschal vorgeworfen wird vollkommen unsinnig. Von daher muss man sich eben abundzu hinstellen und sagen, dass man persönlich auch anders denkt, aber sich der Mehrheit trotzdem anschließt. Erst wenns um grundlegende Entscheidungen geht, es unerträglich wäre oder in der Masse (ich) nicht mehr stimmt, ist ein Austritt wohl angemessen.

ichs
20.04.2009, 13:21
Du meinst die aktuelle Finanzkrise? Heir wird meiner Meinung nach Ursache und Wirkung verwechelst: Zur Kriese haben nämlich erst die staatlichen Eingriffe in den US-Immobilienmarkt geführt: Es war Ziel der Politik in den USA, auch normalerweise nicht kreditwürdigen Personen zu Wohneigentum zu bringen, die US-Notenbank gab niedrige bezinste Kredite heraus: Erst durch den Staat ist der Finanzkriese der Boden bereitet worden. Die Banker haben dann natürlich hier ihre Chance gewittert und so staatlich unterstützt faule Kredite herausgegeben.
Aber das nur am Rande - ausschlaggebend war für mich der andere Flügel des Liberalismus, der Bürgerrechtsliberalismus. Ich halte Freiheit für das wichtigste und höchste Gut - aber ich will jetzt keine pathetischen Reden schwingen, das gehört nämlich ganz sicher nicht in dieses Forum.
Jedem das seine, schließlich lebt Demokratie von konkurrierenden Meinungen :rose2:

naja, das ist aber etwas kurz gedacht. nur das vorhandensein einer möglichkeit bedingt ja noch nicht seine nutzung. die senkung des leitzins allein hat ja nicht den zusammenbruch des sektors befördert, sondern die ungehinderte spekulation der banken mit kreditoptionen.

den bürgerrechtsflügel finde ich auch -das einzig- ansprechend(e) an der fdp, aber der is doch auch ziemlich halbtot inzwischen oder besteht da chance auf wiederbelebung?

Latara7
20.04.2009, 14:25
eben, wir sind ja alle selbstständig denkende menschen. da kann man nicht 100% mit seiner partei konform laufen. wär auch ungesund.
wenn mir wer drauf anspricht, und ichs echt nicht unterstützen kann, sag ich das. ein gesetz oder eine person ändern ja nicht die grundeinstellung.
ich find westerwelle jetzt auch nicht den kracher.




Was die Übereinstimmung mit Entscheidungen der Bundesebene betrifft, kann man sicherlich nicht immer zufrieden sein. Häufig aber sind auch deren Entscheidungen bis zu einem gewissen Grad begründet und nicht, wie oft pauschal vorgeworfen wird vollkommen unsinnig. Von daher muss man sich eben abundzu hinstellen und sagen, dass man persönlich auch anders denkt, aber sich der Mehrheit trotzdem anschließt. Erst wenns um grundlegende Entscheidungen geht, es unerträglich wäre oder in der Masse (ich) nicht mehr stimmt, ist ein Austritt wohl angemessen.

Seh ich auch etwa so.

Latara7
20.04.2009, 14:38
naja, das ist aber etwas kurz gedacht. nur das vorhandensein einer möglichkeit bedingt ja noch nicht seine nutzung. die senkung des leitzins allein hat ja nicht den zusammenbruch des sektors befördert, sondern die ungehinderte spekulation der banken mit kreditoptionen.

Trotzdem waren die staatlichen Anreize ausschlaggebend. Ohne diese hätten "freie" Banken niemals den Handel mit den gefährlichen Krediten angefangen, weil ohne staatliche Absicherung das Spekulationsrisiko viel zu groß gewesen wäre. Wo sonst, als an den Wurzeln, hätte diese Krise verhindert werden können? Die Möglichkeit dafür hätte durch den Staat nie geschaffen werden dürfen.



den bürgerrechtsflügel finde ich auch -das einzig- ansprechend(e) an der fdp, aber der is doch auch ziemlich halbtot inzwischen oder besteht da chance auf wiederbelebung?

Steht im Deutschlandprogramm für 2009 als ein Hauptpunkt neben Bildung und Europapolitik; ich möchte den Link aber nicht posten, um nicht hier Werbung zu machen. ;)

ichs
20.04.2009, 15:19
Trotzdem waren die staatlichen Anreize ausschlaggebend. Ohne diese hätten "freie" Banken niemals den Handel mit den gefährlichen Krediten angefangen, weil ohne staatliche Absicherung das Spekulationsrisiko viel zu groß gewesen wäre. Wo sonst, als an den Wurzeln, hätte diese Krise verhindert werden können? Die Möglichkeit dafür hätte durch den Staat nie geschaffen werden dürfen.




Steht im Deutschlandprogramm für 2009 als ein Hauptpunkt neben Bildung und Europapolitik; ich möchte den Link aber nicht posten, um nicht hier Werbung zu machen. ;)


verhindert werden hätte die krise wenn es eine stärkere finanzaufsicht gegeben hätte, die den handel mit kreditgarantien unterbunden oder zumindest reguliert hätte.
die idee dass man überhaupt mit garantien auf kredite handeln kann ist me schon grundfalsch.

soweit ich weiß ist überdies die idee der eigenverantwortung grundbestandteil des liberalen weltbildes: es ist also etwas leicht, erst den rückzug des staates zu fordern und dann wenn sich die situation bietet, dieses auszunutzen und wenn was schief geht dann zu behaupten, man habe ja nur die gelegenheit ergriffen.

das etwas im parteiprogramm steht ist ja noch nicht alles, die frage wäre doch, wer vertritt in der fdp diese position prominent? niemand würde ich denken.

Latara7
20.04.2009, 15:29
die idee dass man überhaupt mit garantien auf kredite handeln kann ist me schon grundfalsch.

Da stimme ich dir übrigens voll und ganz zu.


das etwas im parteiprogramm steht ist ja noch nicht alles, die frage wäre doch, wer vertritt in der fdp diese position prominent? niemand würde ich denken.

Ja, die Sache mit den Prominenten in der FDP ist so eine Sache, momentan sieht es da ja an der Spitze eher dünn aus -abgesehen vom Oberchef, und der ist ja eher wirtschaftsliberal angehaucht. Halbwegs Prominent im Bürgerrechtsflügel ist ja Sabine Leutheusser-Schnarrenberger durch die erfolgreiche Verfassungsbeschwerde gegen den Großen Lauschangriff geworden - aber ansonsten hast du Recht, da müsste es dringend mal wieder jemand neuen Wind reinbringen.

Inaktiver User
21.04.2009, 12:56
Politisches Engagement muss nicht zwangsläufig bedeuten, in einer Partei oder in einer Organisation zu sein. Vielleicht schließt sich ja sogar beides aus ;)

geheimnisvoll
24.04.2009, 17:06
Trotzdem waren die staatlichen Anreize ausschlaggebend. Ohne diese hätten "freie" Banken niemals den Handel mit den gefährlichen Krediten angefangen, weil ohne staatliche Absicherung das Spekulationsrisiko viel zu groß gewesen wäre. Wo sonst, als an den Wurzeln, hätte diese Krise verhindert werden können? Die Möglichkeit dafür hätte durch den Staat nie geschaffen werden dürfen.

naja, nur weil ich plötzlich geld habe, leihe ich trotzdem keins dem arbeitslosen um die ecke, damit er sich ein haus baut. das die leitzinsen wieder steigen, wusste jeder. und dass dann auch etliche die kredite nicht mehr bedienen können ebenso. da haben banken nicht langfristig gedacht.
denn nur weil der staat gelegenheiten schafft, heißt das nicht, das man sie auch wahrnehmen muss.

Autognom
24.04.2009, 17:15
ich bin im vorstand eines politischen jugendverbandes :D

Autognom
24.04.2009, 17:16
Politisches Engagement muss nicht zwangsläufig bedeuten, in einer Partei oder in einer Organisation zu sein. Vielleicht schließt sich ja sogar beides aus ;)
teilweise denke ich das auch so :rose2:

Inaktiver User
24.04.2009, 17:21
Politisches Engagement muss nicht zwangsläufig bedeuten, in einer Partei oder in einer Organisation zu sein. Vielleicht schließt sich ja sogar beides aus ;)

naja in irgendeiner form wird man sich schon organisieren müssen um effektiv etwas umsetzen zu können...
aber die idee in eine partei einzutreten um was verändern zu wollen ist schon fast niedlich.

Autognom
24.04.2009, 17:25
Wo sonst, als an den Wurzeln, hätte diese Krise verhindert werden können?




sorry aber wenn du hier von wurzeln sprichst dann solltest du dich villt ein wenig mit ökonomischer theorie bzw der kritik daran auseinandersetzen!
angefangen logischerweise bei marx aber auch z.b. die koflikte die es zwischen laisseez-faire und ordoliberalen gab. (adam smith, hayek etc)

gerade vertreter_innen des neoliberalismus sind der meinung das kapitalismus ohne staat nicht geht!

Latara7
25.04.2009, 10:36
sorry aber wenn du hier von wurzeln sprichst dann solltest du dich villt ein wenig mit ökonomischer theorie bzw der kritik daran auseinandersetzen!
angefangen logischerweise bei marx aber auch z.b. die koflikte die es zwischen laisseez-faire und ordoliberalen gab. (adam smith, hayek etc)

gerade vertreter_innen des neoliberalismus sind der meinung das kapitalismus ohne staat nicht geht!


Du machst mir also den Vorwurf, ich würde hier über Themen diskutieren, die ich nicht verstanden habe? :augenroll:
Jetzt, bezogen auf die aktuelle Finanzkrise bezogen, zurück zu Marx zu gehen, finde ich als Argument ähnlich überzeugend wie zu sagen, dass man Atheist ist, weil die Kirche Kreuzzüge und Hexenverbrennungen veranstaltet hat. Als ich hier von Wurzeln sprach, meinte ich bestimmt nicht die geschichtlichen, sondern die (mehr oder weniger) aktuellen politischen Wurzeln.
Dass Kapitalismus nicht ganz ohne Staat geht, ist klar (Stichwort: Humanistischer Liberalismus), er darf aber eben gerade nicht falsche, gefährliche Anreize schaffen (wie es in den USA passiert ist), sondern muss einen sicheren Rahmen um die Wirtschaft schließen. Der Staat ist ja gerade dazu da, dass ein geordenetes System entstehen kann, in denen Bürger frei leben können, ohne Angst haben zu müssen, dass z.B. ihre Spareinlagen plötzlich über Nacht verschwunden sind.

Ich stimme also im Grunde voll und ganz zu, dass Kapitalismus ohne Staat nicht geht.

Autognom
25.04.2009, 14:36
der kapitalismus und damit verbunden die modelle marktwirtschaft sind keine systeme ohne fehler. fehler die systemimanent sind. d.h. kritik die nicht das ganz system kapitalismus kritsiert, so wie marx es getan hat, stellen lediglich eine symptombekämpfung dar.
das sich diese krise ereignet hat hat ncihts damit zu tun das fehler im system gemacht wurden, sondern weil das system ausgelegt ist so zu funktionieren.

und selbstverständlich kann fundierte kritik nur mit auseinanderezung mit der vergangenheit/geschichte funktionieren, das gilt für religion, politik etc.

Latara7
25.04.2009, 16:26
der kapitalismus und damit verbunden die modelle marktwirtschaft sind keine systeme ohne fehler. fehler die systemimanent sind. d.h. kritik die nicht das ganz system kapitalismus kritsiert, so wie marx es getan hat, stellen lediglich eine symptombekämpfung dar.
das sich diese krise ereignet hat hat ncihts damit zu tun das fehler im system gemacht wurden, sondern weil das system ausgelegt ist so zu funktionieren.



Hättest du denn ein besseres System, das du der Welt anbieten könntest?

lucka*
25.04.2009, 16:45
Du machst mir also den Vorwurf, ich würde hier über Themen diskutieren, die ich nicht verstanden habe? :augenroll:
Jetzt, bezogen auf die aktuelle Finanzkrise bezogen, zurück zu Marx zu gehen, finde ich als Argument ähnlich überzeugend wie zu sagen, dass man Atheist ist, weil die Kirche Kreuzzüge und Hexenverbrennungen veranstaltet hat. Als ich hier von Wurzeln sprach, meinte ich bestimmt nicht die geschichtlichen, sondern die (mehr oder weniger) aktuellen politischen Wurzeln.
Dass Kapitalismus nicht ganz ohne Staat geht, ist klar (Stichwort: Humanistischer Liberalismus), er darf aber eben gerade nicht falsche, gefährliche Anreize schaffen (wie es in den USA passiert ist), sondern muss einen sicheren Rahmen um die Wirtschaft schließen. Der Staat ist ja gerade dazu da, dass ein geordenetes System entstehen kann, in denen Bürger frei leben können, ohne Angst haben zu müssen, dass z.B. ihre Spareinlagen plötzlich über Nacht verschwunden sind.

Ich stimme also im Grunde voll und ganz zu, dass Kapitalismus ohne Staat nicht geht.

zuerst eine ahnung haben, bevor man sich hier so auslässt. marx hat nichts anderes gemacht als den kapitalismus zu analyisieren (kann man in kapital band I - III übrigens sehr gerne nachlesen) und da wir hier über kapitalismus sprechen (welche ausprägung/ausformung er denn genau habe spielt keine rolle, da die grundprinzipien der kapitalisitschen produktion dem prinzip nach immer gleich sind), ist es völlig opportun (die nicht widerlege analyse) zur erklärung der jetztigen krise hinzuziehen.
bloss weil die erkenntnis von galilei, dass die erde nicht der mittelpunkt des universums ist, nicht von gestern stammt, ist sie deswegen noch nicht falsch, oder?

bei der jetztigen krise handelt sich um eine "völlig normale" überproduktionskrise, die zyklisch immer wieder auftritt (liegt im wesen des systems).

lucka*
25.04.2009, 16:47
Hättest du denn ein besseres System, das du der Welt anbieten könntest?

klar ein system, in dem nach den bedürfnissen der menschen produziert wird und nicht nach den bedürfnissen des kapitals.
wie gesagt, nur weil eine idee nicht zwei minuten alt ist, ist sie deswegen nicht schlecht.

lucka*
25.04.2009, 16:53
über die funktion des staates solltest du auch nochmal in ruhe nachdenken. in erster linie ist es ein instrument der herrschenden und dient nicht den interessen der ganzen bevölkerung. zeigt sich auch ganz klar, bei den "lösungsansätzen" der krise... der staat ist nicht eine unabhängige instanz.
komischerweise (ich werde historisch argumentieren, weil man daraus einfach gewisse dinge schliessen kann) hat bislang keine ausprägung des kapitalismus zu keiner krise geführt, egal wie staatlich gelenkt bzw. neoliberal. und dies nicht, weil gewisse leute im system versagt hätten, sondern IM GEGENTEIL, weil das system funktioniert. übrigens empfehle ich da die ersten seiten des kapitals, wo marx ganz klar festhält, dass es ihm nicht darum geht irgenwelche kapitalisten anzugreifen, sondern dise nur in ihrer funktion analysiert werden.

lucka*
25.04.2009, 16:54
übrigens das ist für dich sicher interessant: vhttp://www.proletarische-briefe.de/?p=222#more-222

Fellfrosch
25.04.2009, 16:55
Hättest du denn ein besseres System, das du der Welt anbieten könntest?

Ich finde das aktuelle System eigentlich ziemlich gut. Jedenfalls geht es den Menschen die nach einer der möglichen Alternative leben deutlich schlechter als mir.

lucka*
25.04.2009, 16:55
@autognom: die einstellung, dass man politisch engagiert sein kann ohne organisiert zu sein, teile ich nicht. ich würde dabei eine irgendwie geartete organisierung voraussetzen (und das ich hier sicher nicht von der mitgliedschaft in einer parlamentarischen partei meine, ist hoffentlich klar).

Latara7
25.04.2009, 18:56
@ lucka & autognom

Mir hat es gerade in den Fingern gejuckt, seitenweise mich hier auszulassen, aber ich fürchte, das bringt uns auch nicht weiter :rose2: Ich denke, wir haben ziemlich verschiedene Vorstellungen von Politik. So soll es ja auch sein, sonst wäre es mit unserer Demokratie nicht weit her.

lucka*
25.04.2009, 20:59
Ich finde das aktuelle System eigentlich ziemlich gut. Jedenfalls geht es den Menschen die nach einer der möglichen Alternative leben deutlich schlechter als mir.

welche menschen leben denn bitte nach einem alternativ-system? hä? hab ich da irgendwas verpasst?

ich find es sehr schön, dass du das aktuelle system gut findest - du lebst nämlich auch auf der sonnenseite des systems. nur leider ist das system auf der ganzen welt gleich und dass der kapitalismus es nicht annäherungsweise schafft wohlstand und ein würdiges leben für alle zu schaffen. dass es dir in d gut geht, hängt auch von der armut anderer länder ab... (man vergleiche mit der aktuellen zahl, das rund 1 milliarde der menschen in armut leben.)

lucka*
25.04.2009, 21:04
@ lucka & autognom

Mir hat es gerade in den Fingern gejuckt, seitenweise mich hier auszulassen, aber ich fürchte, das bringt uns auch nicht weiter :rose2: Ich denke, wir haben ziemlich verschiedene Vorstellungen von Politik. So soll es ja auch sein, sonst wäre es mit unserer Demokratie nicht weit her.

da wäre ich ja sehr gespannt. wenn einem die argumente ausgehen, verweist man auf "verschiedene vorstellungen von politik". spielt halt eine rolle, ob du auf der oberfläche (politische ausprägungen) argumentierst oder zu den wurzeln des problem vordringst. befass dich mal anständig damit und dann kommt mit wirklichen argumenten!

Benny
26.04.2009, 00:37
bei der jetztigen krise handelt sich um eine "völlig normale" überproduktionskrise, die zyklisch immer wieder auftritt (liegt im wesen des systems).

DAS ist - für eine Marxistin ehrlich überraschend! - sogar völlig richtig.
Nur: Immerhin schafft es der Kapitalismus regelmäßig eine gewisse Überproduktion zu erzeugen, während im realexistierenden Kommunismus Millionen verreckt sind, weitere Millionen verhungert, und auch noch ein paar Millionen ermordert wurden. Der überlebende Rest stand ständig vor leeren Regalen und musste sich mit Produkten mindester Qualität zufrieden geben, war nicht frei sein Religion auszuüben und seine Meinung zu sagen bzw. sich dahin zu begeben wohin er wollte. Und gearbeitet wurde für ein kleine, korrupte mörderische Clique der Staats- und Parteiführung.

Und DAS soll jetzt die Lösung der Überproduktionskrise sein? Wer hat dich denn manipuliert? Oder bist Du so dämlich auf die Welt gekommen? Ich würde zuerst mal selber nachdenken, bevor Du auf die ewigen Rattenfänger am kommunistischen Rand der Gesellschaft reinfällst. Wenn eine Sache rund 80 mal weltweit probiert wurde und NIE funktioniert hat, dann dürfte es an der Sache selbst gelegen haben und wohl nicht nur an der "schlechten" Durchführung!
Nur im Kapitalismus wird für die Bedürfnisse der Menschen produziert - im Kommunismus dagegen wird für Krieg, Massenmord und Repression produziert!

lucka*
26.04.2009, 10:21
DAS ist - für eine Marxistin ehrlich überraschend! - sogar völlig richtig.
Nur: Immerhin schafft es der Kapitalismus regelmäßig eine gewisse Überproduktion zu erzeugen, während im realexistierenden Kommunismus Millionen verreckt sind, weitere Millionen verhungert, und auch noch ein paar Millionen ermordert wurden. Der überlebende Rest stand ständig vor leeren Regalen und musste sich mit Produkten mindester Qualität zufrieden geben, war nicht frei sein Religion auszuüben und seine Meinung zu sagen bzw. sich dahin zu begeben wohin er wollte. Und gearbeitet wurde für ein kleine, korrupte mörderische Clique der Staats- und Parteiführung.

Und DAS soll jetzt die Lösung der Überproduktionskrise sein? Wer hat dich denn manipuliert? Oder bist Du so dämlich auf die Welt gekommen? Ich würde zuerst mal selber nachdenken, bevor Du auf die ewigen Rattenfänger am kommunistischen Rand der Gesellschaft reinfällst. Wenn eine Sache rund 80 mal weltweit probiert wurde und NIE funktioniert hat, dann dürfte es an der Sache selbst gelegen haben und wohl nicht nur an der "schlechten" Durchführung!
Nur im Kapitalismus wird für die Bedürfnisse der Menschen produziert - im Kommunismus dagegen wird für Krieg, Massenmord und Repression produziert!


aha, wie dämlich kann man sein auf die neoliberalen ideologieproduzenten reinzufallen? einen kommunismus, der den namen verdient, gab es nicht (weder in der sowjetunion, noch in china, noch in kuba). das waren keine kommunistischen staaten, sondern degenerierte arbeiterstaaten, deren prozess hin zu einem kommunistischen respektive sozialistischen schon früh abgebrochen wurde. wir sprechen hier von diktaturen einer partei, was mit kommunismus garantiert nichts zu tun hat. dämlich ist wohl nur, wer immer noch glaubt, dass stalinismus bzw. maoismus irgendwas mit kommunismus zu tun haben!
warum hat es denn bitteschön nie funktioniert zu einem echt kommunistischen/sozialistischen staat überzugehen? vielleicht weil die kapitalistischen regierungen rund herum das tunlichst zu verhindern suchten? (ich erinnere an 21 fremde armeen im land nach der oktoberrevolution bspw.) weil russland sowieso nicht genug entwickelte produktivkräfte hatte um einen solchen prozess durchzuziehen? weil eine solche entwicklung international sein muss? es hat nicht funktioniert, weil zum einen die bedingungen nicht gegeben waren und zum anderen die kapitalistischen ländern immer ein wörtchen mitzusprechen hatten. deshalb ist aber nicht die idee schlecht, nein.
glücklicherweise haben es die liberalen ideologieproduzenten unterdessen geschafft jedem blödmann einzureden, dass der kapitalismus nur deshalb das beste system sei, weil es keine alternativen gibt. zeichnet das wirklich einen gute idee aus? ein solch gute idee, die dazu führt, dass der grösste teil der welt in armut und elend lebt, in dem 3% der bevölkerung 97% des reichtums besitzen. in dem es uns in den westlichen staaten ja so gut geht (mit einer prävalenz von psychischen krankheiten, die bei 50% liegt). in dem die umwelt ausgebeutet und zerstört wird. in dem es völlig normal ist, dass es menschen erster klasse (weiss, im westen geboren) und menschen zweiter klasse (nicht-westlich, nicht ganz so weiss...) gibt.

wie weit ist es mit der freien meinungsäusserung in deutschland? dürfen kommunistische ideen frei geäussert werden ohne jegwede konsequenzen? haha, du bringst mich zum lachen...

im kapitalismus werden bedürfnisse produziert (durch werbung etc.), aber es wird garantiert nicht für die bedürfnisse der menschen produziert; sondern schlicht für die bedürfnisse des kapitals (leider deckt sich das nicht so ganz).

was ist deine lösung für die überproduktion? ein paar staatliche interventiönchen, die nach und nach wieder abgeschafft werden (erste entwicklungen siehst du schon in den usa, wo sie die ersten banken von der staatlichen überwachung wieder freikaufen)? eine ethische erziehung der banker? hahaha...

ich freue mich schon auf die nächste krise.

Latara7
26.04.2009, 10:24
da wäre ich ja sehr gespannt. wenn einem die argumente ausgehen, verweist man auf "verschiedene vorstellungen von politik". spielt halt eine rolle, ob du auf der oberfläche (politische ausprägungen) argumentierst oder zu den wurzeln des problem vordringst. befass dich mal anständig damit und dann kommt mit wirklichen argumenten!

Och... Wir haben allein schon unterschiedliche Vorstellungen, was die Wurzeln des Problems sind. Das du mir Unwissenheit vorwirfst, finde ich ziemlich heftig.

Ich sehe einfach keinen Sinn mehr in dieser Diskussion, einfach deswegen, weil du ziemlich polemisch argumentierst und offensichtlich meinst, die einzige Wahrheit zu kennen. Ich weiß, dass meine Meinung bestimmt nicht die absolute Wahrheit ist, aber auch, dass gerade diese Meinungen, die für sich nicht die Ganzheit erfassen können, zusammen genommen über Kompromisse das für die Gesamtheit Beste ergeben. Eine einzige Meinung, wie du das in meinen Augen zu glauben scheinst, kann nie für alle gut sein, sondern nur für eine bestimmte Gruppe.

Deswegen habe ich einfach keine Lust mehr zu diskutieren. Wenn du meinst, dass es daran leigt, dass mir die Argumente ausgehen, meinetwegen, glaube es. Aber du kritisierst ja nur, sagst, dass unser System schlecht und böse und was weiß ich alles ist, schimpfst auf den bösen Kapitalismus, träumst von einer tollen, wunderschönen Welt, in der alle das Gleiche haben und friedlich miteinander leben. So schön ich diesen Traum auch finde, wie Benny das auch schon gesagt hat, ist er nicht umzusetzen. Wir müssen nun mal mit unserem problematischen, unvollkommenen Kapitalimus leben, einfach deswegen, weil es keine realistischen Alternativen gibt.
Du machst es dir zu leicht, zu sagen, dass das System (die Wurzeln) schlecht sind und dich deswegen außer auf einer zynisch-hetzenden Weise nicht weiter damit zu befassen. Wir müssen nun mal- auch wenn du das oberflächlich finden magst - das Bestehende versuchen in unseren bescheidenen Bahnen zu verbessern. Und das geht leider, so naiv das klingen mag, über Politik. Du scheinst ja, sorry, wenn ich dir Unrecht tue, das eher am extrem linken Rand zu versuchen. Aber mit bloßer Kritik am Bestehenden und Träumen von einer modernen, alles verändernden Weltrevolution lässt sich leider nichts verändern.

Wenn du nicht versuchst, unsere Argumente nachzuvollziehen, sehe ich nicht mehr ein, warum wir das noch tun sollten. Und auf dieser Ebene funktioniert wohl keine Diskussion.

lucka*
26.04.2009, 10:29
DAS ist - für eine Marxistin ehrlich überraschend! - sogar völlig richtig.
Nur: Immerhin schafft es der Kapitalismus regelmäßig eine gewisse Überproduktion zu erzeugen, während im realexistierenden Kommunismus Millionen verreckt sind, weitere Millionen verhungert, und auch noch ein paar Millionen ermordert wurden. Der überlebende Rest stand ständig vor leeren Regalen und musste sich mit Produkten mindester Qualität zufrieden geben, war nicht frei sein Religion auszuüben und seine Meinung zu sagen bzw. sich dahin zu begeben wohin er wollte. Und gearbeitet wurde für ein kleine, korrupte mörderische Clique der Staats- und Parteiführung.

Und DAS soll jetzt die Lösung der Überproduktionskrise sein? Wer hat dich denn manipuliert? Oder bist Du so dämlich auf die Welt gekommen? Ich würde zuerst mal selber nachdenken, bevor Du auf die ewigen Rattenfänger am kommunistischen Rand der Gesellschaft reinfällst. Wenn eine Sache rund 80 mal weltweit probiert wurde und NIE funktioniert hat, dann dürfte es an der Sache selbst gelegen haben und wohl nicht nur an der "schlechten" Durchführung!
Nur im Kapitalismus wird für die Bedürfnisse der Menschen produziert - im Kommunismus dagegen wird für Krieg, Massenmord und Repression produziert!

du gehörst ja zu den leuten, die kapitulieren; gell?

Inaktiver User
26.04.2009, 11:06
einen kommunismus, der den namen verdient, gab es nicht (weder in der sowjetunion, noch in china, noch in kuba). das waren keine kommunistischen staaten, sondern degenerierte arbeiterstaaten, deren prozess hin zu einem kommunistischen respektive sozialistischen schon früh abgebrochen wurde. wir sprechen hier von diktaturen einer partei, was mit kommunismus garantiert nichts zu tun hat. dämlich ist wohl nur, wer immer noch glaubt, dass stalinismus bzw. maoismus irgendwas mit kommunismus zu tun haben!

Richtig, die Frage ist nur, warum das so ist.


warum hat es denn bitteschön nie funktioniert zu einem echt kommunistischen/sozialistischen staat überzugehen? vielleicht weil die kapitalistischen regierungen rund herum das tunlichst zu verhindern suchten? (ich erinnere an 21 fremde armeen im land nach der oktoberrevolution bspw.) weil russland sowieso nicht genug entwickelte produktivkräfte hatte um einen solchen prozess durchzuziehen? weil eine solche entwicklung international sein muss? es hat nicht funktioniert, weil zum einen die bedingungen nicht gegeben waren und zum anderen die kapitalistischen ländern immer ein wörtchen mitzusprechen hatten.

Ich sehe das Problem (aber das ist ja auch nur meine Meinung) jetzt nicht so unbedingt bei den kapitalistischen Ländern.
Das spielt mit Sicherheit auch eine Rolle, aber imho nicht die Rolle, die du ihm gibst.
Meiner Meinung nach liegt das Problem im und am Menschen an sich begründet. So blöd das auch ist, der Mensch ist in seiner Natur, in seinem Denken und Handeln schlicht und einfach nicht "gut genug" (bewusst in Anführungszeichen) um Kommunismus zu verwirklichen.
Die Idee des Kommunismus ist wirklich gut und sie ist auch schön und es wäre wirklich toll, wenn man so leben könnte, wenn alle Welt das könnte. Aber es würde nie funktionieren.
Denn irgendeine Gruppe von Menschen gäbe es dann immer, die sich als überragend und besser fühlen würde und sie würden immer wieder versuchen, die anderen zu beherrschen.
Und viele Leute lassen sich auch gerne beherrschen. Die sind gerne unmündig. Die möchten nichts zu sagen haben und sie wären überfordert, wenn das plötzlich nicht so wäre.
Bis es wirklich zu einer kommunistischen Gesellschaft kommen könnte, würden tausende von Jahren vergehen, in denen der ganze Prozess in irgendeiner Form gelenkt werden müsste und in dieser Zeit würden sämtliche Leute nur noch jammern.
Glaubst du nicht, dass es einem hohen Wirtschaftsfuzzi sehr sehr sauer aufstöße, wenn er "auf einmal" "nur noch" genau so viel wert wäre wie sein Arbeiter?
Kurz gesagt: Die Idee ist meiner Meinung nach schön und gut. Aber du wirst vermutlich nirgendwo auf der Welt Bedingungen vorfinden, unter denen das umsetzbar ist, ohne dass es nach kurzer Zeit von irgendjemandem zerstört wird.


wie weit ist es mit der freien meinungsäusserung in deutschland? dürfen kommunistische ideen frei geäussert werden ohne jegwede konsequenzen? haha, du bringst mich zum lachen...

Wie weit ist es denn mit der freien Meinungsäußerung, was nationalsozialistische Ideen angeht?
Und ja, natürlich ist das anderes Gedankengut. Aber der Staat schränkt die freie Meinungsäußerung solcher Ideen aus geschichtlichen Gründen ein (was nicht heißt, dass ich das gut fände!).

Ich kenne übrigens eine Stadt, in der die DKP im Stadtrat sitzt.
Aber die wird wahrscheinlich deinem kommunistischen Bild nicht entsprechen.

Ich finde es im Übrigen sehr beeindruckend, wie du hier immer vom Kapitalismus schreibst, wo es doch nirgendwo auf der Welt wirklich ideologiekonformen Kapitalismus gibt.

Fellfrosch
26.04.2009, 16:02
Warum rufen eigentlich immer die Lowperformer nach einer Änderung im System? Das sind doch gerade die Leute wegen denen ein anders System nicht funktionieren würde. Oder glaubt ihr jemand der sich Heute nicht mal motivieren kann für seine eigene Lebensqualität fleißig zu arbeiten würde für das Gemeinwohl einen Handschlag mehr tun? Tut mir leid, aber ich kann das einfach nicht ernst nehmen.

freefish
26.04.2009, 21:24
Warum rufen eigentlich immer die Lowperformer nach einer Änderung im System? Hm warum wohl. :engel:

Wenn ich arbeitslos wär und keine Aussicht oder keinen Willen hätte, das zu ändern, würde ich wahrscheinlich auch Lafontaine wählen und fürs bedingungslose Grundeinkommen kämpfen. :D

Benny
26.04.2009, 22:42
aha, wie dämlich kann man sein auf die neoliberalen ideologieproduzenten reinzufallen?

WER hier auf irgendwelche Ideologieproduzenten reingefallen ist, wäre noch zu klären. :D


dämlich ist wohl nur, wer immer noch glaubt, dass stalinismus bzw. maoismus irgendwas mit kommunismus zu tun haben!

Ah ha. Dann kenne ich wohl nur dämliche Leute. Gut, dass es Dich noch gibt, sonst hätte ich ewig in der Ahnungslosigkeit dahindämmern müssen.


weil russland sowieso nicht genug entwickelte produktivkräfte hatte um einen solchen prozess durchzuziehen?

Ach was. Da haben wir es doch schon! Im Kommunismus sind niemals Produktivkräfte entwickelt worden - was denklogisch auch gar nicht sein kann. Im Kommunismus wird nur verbraucht was in den Jahrzehnten und Jahrhunderten zuvor angesammelt wurde. Dann kommt der Bankrott. Ende der Geschichte. Überraschend ist allerdings, dass gerade DU die Unfähigkeit des Kommunismus derart offen eingestehst - mit einer so leicht zu schlagenden Gegnerin hatte ich nicht gerechnet.


weil eine solche entwicklung international sein muss?

Wirklich? Jede Religion hat vor das Paradies ein "aber" gesetzt, um den Verwirklichungsdruck zu vermindern. Bei den Christen steht vor dem Paradies und dem ewigen Leben der Tod - bei den Kommunisten die Weltherrschaft. Das ist niedlich.

es hat nicht funktioniert, weil zum einen die bedingungen nicht gegeben waren und zum anderen die kapitalistischen ländern immer ein wörtchen mitzusprechen hatten.

Wie reden denn in NOrdkorea die "kapitalistischen Länder" mit? oder in China? oder damals in der UdSSR? Das ist doch Phrasendrescherei.


wie weit ist es mit der freien meinungsäusserung in deutschland? dürfen kommunistische ideen frei geäussert werden ohne jegwede konsequenzen?

Mir wäre nicht bekannt, dass Lafontaine im Gefaängnis sitzt, oder im Irrenhaus, oder im Gulag. Oder Gysi. Oder die alten Stasi-Schergen.

im kapitalismus werden bedürfnisse produziert (durch werbung etc.), aber es wird garantiert nicht für die bedürfnisse der menschen produziert; sondern schlicht für die bedürfnisse des kapitals (leider deckt sich das nicht so ganz).

DAS verstehe ich jetzt nun überhaupt nicht mehr. Für wen werden denn alle Produkte produziert? Ja wohl für die Menschen. Und ich stelle fest, dass viele von Ihnen durchaus gerne mal einen Fernseher kaufen, schicke Möbel oder neue Kleider. Ich wüsste nicht was das Kapital mit neuen Hosen anfangen sollte.


was ist deine lösung für die überproduktion?

Ich bin nicht Mr.Allwissend. Allerdings behaupte ich auch nicht, es zu sein. Das unterscheidet uns.


ich freue mich schon auf die nächste krise.

Schön für Dich. Die kommt sowieso. Die Geschichte der Menschheit ist eine einzige Aneinanderreihung von Krisen, Sorgen und Problemen. Man kann versuchen damit zu leben, oder alles noch schlimmer zu machen. Aber ein seliges Paradies auf Erden wird es nie geben. Dafür ist der Mensch nun mal nicht gemacht.

Benny
26.04.2009, 22:46
du gehörst ja zu den leuten, die kapitulieren; gell?

Was soll das denn nun schon wieder heißen? Hälst Du Dich für SO furchteinflößend? Dumm gelaufen! Deine "Argumentation" verdient diesen Namen zwar kaum, aber zu einer saftigen Beleidigung scheint es dann doch noch zu reichen!

Benny
26.04.2009, 22:48
Oder glaubt ihr, jemand der sich Heute nicht mal motivieren kann für seine eigene Lebensqualität fleißig zu arbeiten würde für das Gemeinwohl einen Handschlag mehr tun?

Brilliante Analyse, treffende Formulierung, bitte mehr davon! :)

Autognom
27.04.2009, 11:48
Hättest du denn ein besseres System, das du der Welt anbieten könntest?

weil ich den kapitalismus kritisiere heißt das noch lange nciht, das ich ihn jetz abschaffen will. nur weil ich keinen perfekten gegenvorschlag zum aktuellen system habe, delegitimiert sich aber nicht meine kritik am jetzigen system!

ausserdem würde fellfrosch in gewisser weise zustimmen, das hier in DL für mich ganz persönlich der kapitalismus vorteile bietet.

Autognom
27.04.2009, 11:57
eine bittö. :kuss2:
1. weil jemand mit marx argumentiert heisst das nciht das er/sie marxist_in ist, und auch hier gibt es ja diverse stömungen (werkrtik und postoperaismus etc.)
2. kapitalismuskritik heisst nciht gleichzeitig kommunismus=geil

Autognom
27.04.2009, 11:59
Warum rufen eigentlich immer die Lowperformer nach einer Änderung im System? Das sind doch gerade die Leute wegen denen ein anders System nicht funktionieren würde. Oder glaubt ihr jemand der sich Heute nicht mal motivieren kann für seine eigene Lebensqualität fleißig zu arbeiten würde für das Gemeinwohl einen Handschlag mehr tun? Tut mir leid, aber ich kann das einfach nicht ernst nehmen.

tun sich doch gar nciht...eigentlich rufen die linken gerade alle nach dem staat damit der die bösen kapitalisten bestraft :mrnerd:
die übrigens alle männlich sind :lof:

Latara7
27.04.2009, 13:35
weil ich den kapitalismus kritisiere heißt das noch lange nciht, das ich ihn jetz abschaffen will. nur weil ich keinen perfekten gegenvorschlag zum aktuellen system habe, delegitimiert sich aber nicht meine kritik am jetzigen system!





kapitalismuskritik heisst nciht gleichzeitig kommunismus=geil

Hast ja recht. Kritik ist immer wichtig und gut. Ich wollte nur sagen, dass Kritik immer auch irgendwie produktiv sein sollte, also nicht auf Meckern und Träumen, sondern auf Handeln und Verändern und Verbessern ausgerichtet sein sollte. Aber da scheinen wir ja einer Meinung zu sein. Sorry, wenn ich etwas provozierend war :rose2:

lucka*
29.04.2009, 14:28
Hm warum wohl. :engel:

Wenn ich arbeitslos wär und keine Aussicht oder keinen Willen hätte, das zu ändern, würde ich wahrscheinlich auch Lafontaine wählen und fürs bedingungslose Grundeinkommen kämpfen. :D

blöderweise sind das aber die leute, die npd wählen und nicht die linke (für die hier natürlich keine latte vom zaun brechen möchte). arbeitslose und leute ganz am rand sind nicht die leute, die sich für solche ideen stark machen. schon in der geschichte waren das entweder arbeiterinnnen und "intellektuelle". das sind keine leute, die beim jetzigen system nicht bedingungslos kapitulieren, weil sei "faul" wären. das wäre nämlich einfacher als zu sagen, was nicht passt und das zu ändern versuchen.

lucka*
29.04.2009, 14:42
aha, wie dämlich kann man sein auf die neoliberalen ideologieproduzenten reinzufallen?

WER hier auf irgendwelche Ideologieproduzenten reingefallen ist, wäre noch zu klären. :D

naja, du merkst es ja schon immer...

dämlich ist wohl nur, wer immer noch glaubt, dass stalinismus bzw. maoismus irgendwas mit kommunismus zu tun haben!

Ah ha. Dann kenne ich wohl nur dämliche Leute. Gut, dass es Dich noch gibt, sonst hätte ich ewig in der Ahnungslosigkeit dahindämmern müssen.

anscheinend schon. oder erklär mir mal das "kommunistische" wesen des stalinismus bzw. maoismus? dabei sprechen wir von der usprünglich gedachten idee... (nachzulesen bei marx, engels und vielen andern)


weil russland sowieso nicht genug entwickelte produktivkräfte hatte um einen solchen prozess durchzuziehen?

Ach was. Da haben wir es doch schon! Im Kommunismus sind niemals Produktivkräfte entwickelt worden - was denklogisch auch gar nicht sein kann. Im Kommunismus wird nur verbraucht was in den Jahrzehnten und Jahrhunderten zuvor angesammelt wurde. Dann kommt der Bankrott. Ende der Geschichte. Überraschend ist allerdings, dass gerade DU die Unfähigkeit des Kommunismus derart offen eingestehst - mit einer so leicht zu schlagenden Gegnerin hatte ich nicht gerechnet.

genau SO funktioniert kommunismus, logisch. weils ihn ja auch schon gegeben hat. vielleicht solltest du dich wirklich mal bilden (ich empfehle wiederum marx), dort steht, dass der kommunismus erst dann verwirklicht werden kann, wenn die produktivkräfte genügend entwickelt sind. dabei ist für marx der kapitalismus die notwendige vorstufe zum kommunismus. das problem sieht er erst, wenn die produktivkräfte entwickelt sind und das system dann bleibt, weil dies zu den kapitalismus-immanenten problemen führt. wieso sollte im kommunismus dann alles zusammen brechen? gibt dafür irgendeine vernünftige erklärung?

weil eine solche entwicklung international sein muss?

Wirklich? Jede Religion hat vor das Paradies ein "aber" gesetzt, um den Verwirklichungsdruck zu vermindern. Bei den Christen steht vor dem Paradies und dem ewigen Leben der Tod - bei den Kommunisten die Weltherrschaft. Das ist niedlich.

liegt in der natur der sache, dass es so sein muss. weil es sonst ein beständig ein kampf zwischen den system gibt. das wird nicht von heute auf morgen passieren. aber es muss, wenn es funktionieren soll.

es hat nicht funktioniert, weil zum einen die bedingungen nicht gegeben waren und zum anderen die kapitalistischen ländern immer ein wörtchen mitzusprechen hatten.

Wie reden denn in NOrdkorea die "kapitalistischen Länder" mit? oder in China? oder damals in der UdSSR? Das ist doch Phrasendrescherei.

wirtschaftsembargen bspw.? kalter krieg? bist du wirklich so blöde, wie es aus diesen fragen heraus kommt oder tust du nur so?

wie weit ist es mit der freien meinungsäusserung in deutschland? dürfen kommunistische ideen frei geäussert werden ohne jegwede konsequenzen?

Mir wäre nicht bekannt, dass Lafontaine im Gefaängnis sitzt, oder im Irrenhaus, oder im Gulag. Oder Gysi. Oder die alten Stasi-Schergen.

dann behaupte doch gleich noch, dass lafontaine ein kommunist sei. haha. schon alleine die ganzen polizeiaktionen rund um heiligendamm etc..

im kapitalismus werden bedürfnisse produziert (durch werbung etc.), aber es wird garantiert nicht für die bedürfnisse der menschen produziert; sondern schlicht für die bedürfnisse des kapitals (leider deckt sich das nicht so ganz).

DAS verstehe ich jetzt nun überhaupt nicht mehr. Für wen werden denn alle Produkte produziert? Ja wohl für die Menschen. Und ich stelle fest, dass viele von Ihnen durchaus gerne mal einen Fernseher kaufen, schicke Möbel oder neue Kleider. Ich wüsste nicht was das Kapital mit neuen Hosen anfangen sollte.

und sind die menschen glücklich mit ihrem neuen fernseher und ihren neuen hosen? wollen sie die, weil sie wollen oder ihnen durch werbung/gesellschaft suggeriert wird, dass sie sie wollen? die produkte werden natürlich in erster linie für die verwertung des kapitals produziert. glaubst du die lieben herren aus der wirtschaft produzieren weiter, wenn sie keinen profit davon tragen. einfach so aus nächstenliebe?
aber ist ja alles kein problem: kinder in drittweltländern stellen kleider her, die leute in der westlichen welt kaufen und im besten fall dann gar nie tragen... die umwelt wird dabei belastet etc...

was ist deine lösung für die überproduktion?

Ich bin nicht Mr.Allwissend. Allerdings behaupte ich auch nicht, es zu sein. Das unterscheidet uns.

tja, im gegensatz zu dir hab ich mir halt nicht von den ideologieproduzenten einreden lassen, dass es eh keine alternative gibt.

ich freue mich schon auf die nächste krise.

Schön für Dich. Die kommt sowieso. Die Geschichte der Menschheit ist eine einzige Aneinanderreihung von Krisen, Sorgen und Problemen. Man kann versuchen damit zu leben, oder alles noch schlimmer zu machen. Aber ein seliges Paradies auf Erden wird es nie geben. Dafür ist der Mensch nun mal nicht gemacht.

wir sprechen auch nicht vom seligen paradies. aber von einer welt, in der wohlstand und ein menschenwürdiges leben gerechter verteilt sind als jetzt.

lucka*
29.04.2009, 14:52
Richtig, die Frage ist nur, warum das so ist.



Ich sehe das Problem (aber das ist ja auch nur meine Meinung) jetzt nicht so unbedingt bei den kapitalistischen Ländern.
Das spielt mit Sicherheit auch eine Rolle, aber imho nicht die Rolle, die du ihm gibst.
Meiner Meinung nach liegt das Problem im und am Menschen an sich begründet. So blöd das auch ist, der Mensch ist in seiner Natur, in seinem Denken und Handeln schlicht und einfach nicht "gut genug" (bewusst in Anführungszeichen) um Kommunismus zu verwirklichen.
Die Idee des Kommunismus ist wirklich gut und sie ist auch schön und es wäre wirklich toll, wenn man so leben könnte, wenn alle Welt das könnte. Aber es würde nie funktionieren.
Denn irgendeine Gruppe von Menschen gäbe es dann immer, die sich als überragend und besser fühlen würde und sie würden immer wieder versuchen, die anderen zu beherrschen.
Und viele Leute lassen sich auch gerne beherrschen. Die sind gerne unmündig. Die möchten nichts zu sagen haben und sie wären überfordert, wenn das plötzlich nicht so wäre.
Bis es wirklich zu einer kommunistischen Gesellschaft kommen könnte, würden tausende von Jahren vergehen, in denen der ganze Prozess in irgendeiner Form gelenkt werden müsste und in dieser Zeit würden sämtliche Leute nur noch jammern.
Glaubst du nicht, dass es einem hohen Wirtschaftsfuzzi sehr sehr sauer aufstöße, wenn er "auf einmal" "nur noch" genau so viel wert wäre wie sein Arbeiter?
Kurz gesagt: Die Idee ist meiner Meinung nach schön und gut. Aber du wirst vermutlich nirgendwo auf der Welt Bedingungen vorfinden, unter denen das umsetzbar ist, ohne dass es nach kurzer Zeit von irgendjemandem zerstört wird.



Wie weit ist es denn mit der freien Meinungsäußerung, was nationalsozialistische Ideen angeht?
Und ja, natürlich ist das anderes Gedankengut. Aber der Staat schränkt die freie Meinungsäußerung solcher Ideen aus geschichtlichen Gründen ein (was nicht heißt, dass ich das gut fände!).

Ich kenne übrigens eine Stadt, in der die DKP im Stadtrat sitzt.
Aber die wird wahrscheinlich deinem kommunistischen Bild nicht entsprechen.

Ich finde es im Übrigen sehr beeindruckend, wie du hier immer vom Kapitalismus schreibst, wo es doch nirgendwo auf der Welt wirklich ideologiekonformen Kapitalismus gibt.

ich geh jetzt nicht auf jeden einzelnen punkt ein. aber zusammenfassend finde ich 1. sehr bedenklich von einer generellen verfasstheit des menschen zu sprechen "der mensch ist so...", "der Mensch ist so...". der mensch ist immer auch produkt seiner umwelt (sprich sozialisation). ein mensch, der in der konkurrenzlogik des kapitals erzogen wird, nimmt das von klein auf auf. wahrscheinlich werden wir nie mit sicherheit sagen können, wieviel angeboren, wieviel erworben ist. problematisch ist nur mit den leuten, die von einem system geprägt sind, ein anderes system aufziehen zu müssen. aber schlussendlich wollen die leute den kommunismus nicht, weil sie gutmenschen sind, sondern weil er ihnen etwas bringt (unsere heutige arbeitswelt ist nicht gerade gesundheitsfördernd...). 2. schreibe ich von kapitalismus (was übrigens ein wirtschaftliches system ist und nicht eine ideologie), weil ich damit die art und weise seines funktionierens meine (im idealtypischen durchnitt). egal welche spielform des kapitalismus irgendwo gespielt wird, die prinzipien/regeln des spiels sind immer die gleichen. 3. schränkt der staat solche äusserungen aus angst ein seine macht zu verlieren. das zeigt das aggressive vorgehen gegenüber kommunisten in der vergangenheit immer & überall. 4. hat für mich die kpd wirklich nicht viel mit kommunismus zu tun. 5. ist es mir doch egal, was einem wirtschaftsfuzzi sauer aufstösst. der hat nicht mehr recht auf ein anständiges leben als sein arbeiter auch. ich habe aber nix gesagt, dass alle gleich viel verdienen müssen/würden. aber sicherlich das nicht der chef 10000 mal soviel hat wie der arbeiter. denn ohne den arbeiter würde der chef gar nix verdienen.

lucka*
29.04.2009, 14:54
weil ich den kapitalismus kritisiere heißt das noch lange nciht, das ich ihn jetz abschaffen will.

aha, was möchtest du denn? ihn reformieren?

ichs
29.04.2009, 14:59
naja sicher ist der fehler in gewisserweise dem kapitalistischen system immanent. das begründet sicher den wunsch nach einem alternativen system. das dieses aber der kommunismus sein sollte, würde ich aber bezweifeln. man kann sicher argumentieren, dass es bisher keinen wirklichen kommunistischen staat gegeben hätte. die frage wäre ja eher, wieso ist die kommunistische utopie jedesmal gescheitert?
die von dir aufgezählten externen gründe sind sicherlich zu beachten, aber bestimmt nicht die einzigen ausschlaggebenden faktoren. ich würde sagen, ein wichtiger punkt ist, dass z.b. der idee einer allg. räteregierung die vorstellung vorrausgeht, dass alle menschen prinzipiell am gemeinwohl interessiert seien. das würde ich ganz stark bestreiten. und das liegt sicher nicht nur an mangelnder bildung und schwierigen sozialen bedingungen.
die externen bedingungen wird man darüber hinaus nie ausschalten können, denn eine weltweite revolution ist nun mal ziemlich unwahrscheinlich. zur durchsetzung des systems bliebe also nur gewalt (revolution des proletariats). das finde ich abzulehnen.

die linke als kommunistische partei zu bezeichnen zeugt nicht von besonders viel sachkenntniss. trotzdem ist es natürlich richtig, dass in deutschland heutzutage auch kommunistische gruppen wie die dkp o.ä. relativ frei agieren können. das einzige wo man massive probleme bekommt ist, wenn man den systemumsturz mit gewalt herbeiführen möchte. wenn du dich auf die straße stellst un flugblätter zur friedlichen arbeiterrevolution verteilst, stehste vielleicht im vs-bericht, aber das wars dann auch schon.

ichs
29.04.2009, 15:03
Hast ja recht. Kritik ist immer wichtig und gut. Ich wollte nur sagen, dass Kritik immer auch irgendwie produktiv sein sollte, also nicht auf Meckern und Träumen, sondern auf Handeln und Verändern und Verbessern ausgerichtet sein sollte. Aber da scheinen wir ja einer Meinung zu sein. Sorry, wenn ich etwas provozierend war :rose2:


irgendwie finde ich, mit den pol meinungen die du bisher so gezeigt hier hast (mit ausnahme vielleicht mit der erklärung der wirtschaftskrise) passt du nicht wirklich zur fdp. gibts einen grund, warum du dich nicht eher für die grünen entschieden hast?

Latara7
29.04.2009, 15:51
irgendwie finde ich, mit den pol meinungen die du bisher so gezeigt hier hast (mit ausnahme vielleicht mit der erklärung der wirtschaftskrise) passt du nicht wirklich zur fdp. gibts einen grund, warum du dich nicht eher für die grünen entschieden hast?

:D Liegt wahrscheinlich daran, dass ich hier nicht meine gesamten konkreten politischen Überzeugungen ablade, weil ich finde, dass das nicht in dieses Forum gehört. Schon gar nicht in diesem "Superwahljahr" (btw: das wäre für mich ein Kandidat für das Unwort des Jahres), wo ich mich (und dann auch zu Recht) dem Vorwurf aussetzen lassen müsste, bym als Wahlkampfbasis zu missbrauchen.

In Bezug auf das, wo du mich gerade zitiert hast, geht es ja nicht primär um etwas Politisches, sondern allgemein um Demokratie - und Diskussionsgrundsätze und die sind ja nicht auf eine spezielle Partei bezogen o.ä. bezogen. Wie gesagt, ich glaube, dass politische Meinungen (zum Beispiel meine :-) ) nie richtig oder falsch sein können, sondern dass sich aus der Konkurrenz und dem Konsens der Meinungen sich das halbwegs "Richtige" heruaskristallisiert. Deswegen finde ich viele (auch für die Liberalen eigentlich zu "linke" Meinungen) nicht per se schlecht, sondern wichtig, weil sie als Gegengewicht zu meiner eigenen stehen und neue Denkansätze geben können.
Deswegen finde ich es auch gut, dass im Bundes- wie in den Länderparlamenten ein ziemlich weites Interessenspektrum von Linkspartei bis hin zu CDU vorhanden ist - auch wenn ich es ein bisschen naiv gedacht ja besser finden sollte, wenn nur meine eigene Partei in Deutschland das Sagen hätte. Aber wohin das führt, haben wir hier in Deutschland ja schon zweimal gesehen.

jacksgirl
29.04.2009, 17:53
So ganz kann ich diese Reaktion auch nicht verstehen; auch deswegen habe ich diesen Thread aufgemacht ;)

also, da ich tatsächlich hauptamtlich in der politik beschäftigt bin (mitarbeiterin einer bundestagsabgeordneten) kann ich sagen: ja, unter umständen kann man sich damit die zukunft verbauen (nämlich, wenn man wie ich, offenbar in der "falschen" partei mitglied ist bzw. bei der "falschen" abgeordneten arbeitet).

aber, um dem gleich zuvorzukommen: das ist für mich kein grund, auszutreten. trotz aller schwierigkeiten, die ich auch in meiner eigenen partei öfter mal habe, fühle ich mich immer noch politisch hier zu hause und würde weder was anderes wählen wollen noch woanders mitglied sein wollen. nur woanders arbeiten wäre mal schön...

Autognom
30.04.2009, 09:10
aha, was möchtest du denn? ihn reformieren?

nein, ich denke nciht das das funktioniert. ich meinte damit vor allem, dass man meiner meinung nach nicht ausserhalb des systems leben kann. damit will ich nichts schönreden oder kapitulieren sondern
eine komplexe analyse gerade bei kapitalismuskritik ist wichtig und notwendig da sonst, wie auch von vielen "linke" verkürzte kapitalismuskritik geübt wird und die ganz schnell antisemitische wird.

ich habe versucht klarzustellen, das nur weil man an etwas kritik übt das nicht automatisch heißt, das man es sofort abschaffen will. oder DIE lösung hat!

auri_aureola
30.04.2009, 09:38
nein, ich denke nciht das das funktioniert. ich meinte damit vor allem, dass man meiner meinung nach nicht ausserhalb des systems leben kann. damit will ich nichts schönreden oder kapitulieren sondern
eine komplexe analyse gerade bei kapitalismuskritik ist wichtig und notwendig da sonst, wie auch von vielen "linke" verkürzte kapitalismuskritik geübt wird und die ganz schnell antisemitische wird.

ich habe versucht klarzustellen, das nur weil man an etwas kritik übt das nicht automatisch heißt, das man es sofort abschaffen will. oder DIE lösung hat!

du wiederholst dich und sie verstehen es noch immer nicht *rose

Autognom
30.04.2009, 13:09
:wolke:

ichs
30.04.2009, 14:19
Wie gesagt, ich glaube, dass politische Meinungen (zum Beispiel meine :-) ) nie richtig oder falsch sein können, sondern dass sich aus der Konkurrenz und dem Konsens der Meinungen sich das halbwegs "Richtige" heruaskristallisiert. Deswegen finde ich viele (auch für die Liberalen eigentlich zu "linke" Meinungen) nicht per se schlecht, sondern wichtig, weil sie als Gegengewicht zu meiner eigenen stehen und neue Denkansätze geben können.



ich würde sagen, das allein ist schon ne einstellung zur demokratie mit der du bei den grünen besser aufgehoben wärest.

ichs
30.04.2009, 14:20
also, da ich tatsächlich hauptamtlich in der politik beschäftigt bin (mitarbeiterin einer bundestagsabgeordneten) kann ich sagen: ja, unter umständen kann man sich damit die zukunft verbauen (nämlich, wenn man wie ich, offenbar in der "falschen" partei mitglied ist bzw. bei der "falschen" abgeordneten arbeitet).

aber, um dem gleich zuvorzukommen: das ist für mich kein grund, auszutreten. trotz aller schwierigkeiten, die ich auch in meiner eigenen partei öfter mal habe, fühle ich mich immer noch politisch hier zu hause und würde weder was anderes wählen wollen noch woanders mitglied sein wollen. nur woanders arbeiten wäre mal schön...

wer benachteiligt dich denn? und was ist eigentlich aus deiner aa- gd bewerbung geworden?

jacksgirl
30.04.2009, 14:40
wer benachteiligt dich denn? und was ist eigentlich aus deiner aa- gd bewerbung geworden?

na ja, ein grund für bewerbungsablehnungen könnte durchaus sein, dass meine abgeordnete (und ich damit auch) das falsche label haben... klar, dass nicht alle bewerbungen deswegen abgelehnt wurden, aber ich könnte mir schon vorstellen, dass das bei einigen auch mitreingespielt hat (grad die, die an irgendwelche behörden oder ministerien oder so gingen).

beim AA bin ich nach der schriftlichen runde rausgeflogen, aber ich glaub, ich werds dieses jahr noch mal versuchen. den ganzen kram hab ich ja schon zusammen und angeblich finden die das gar nich so schlecht, wenn man es noch mal versucht.

Latara7
30.04.2009, 14:55
ich würde sagen, das allein ist schon ne einstellung zur demokratie mit der du bei den grünen besser aufgehoben wärest.

Interessant, aber für mich ist das eher eine ganz grundsätzliche Sache, die nix mit Parteien zu tun hat. So denken eigentlich alle bei uns bei den Julis...

ichs
30.04.2009, 19:18
na ja, ein grund für bewerbungsablehnungen könnte durchaus sein, dass meine abgeordnete (und ich damit auch) das falsche label haben... klar, dass nicht alle bewerbungen deswegen abgelehnt wurden, aber ich könnte mir schon vorstellen, dass das bei einigen auch mitreingespielt hat (grad die, die an irgendwelche behörden oder ministerien oder so gingen).

beim AA bin ich nach der schriftlichen runde rausgeflogen, aber ich glaub, ich werds dieses jahr noch mal versuchen. den ganzen kram hab ich ja schon zusammen und angeblich finden die das gar nich so schlecht, wenn man es noch mal versucht.

mhh also ganz ausschließen kann man es sicher nie. aber ich bin ziemlich sicher das zumindest das bei uns (aa) überhaupt keine rolle spielt.

ichs
30.04.2009, 19:19
Interessant, aber für mich ist das eher eine ganz grundsätzliche Sache, die nix mit Parteien zu tun hat. So denken eigentlich alle bei uns bei den Julis...

na da hast du wohl glück mit deinem ortsverband. die julis die ich so kenne, sind da wesentlich anders drauf.

Inaktiver User
09.12.2009, 20:00
Wie der Titel schon sagt: Ist hier eigentlich jemand in einer Partei

Ja! :-)

kafkaesque
14.12.2009, 01:53
welche, concord?

Spicy McHaggis
14.12.2009, 06:16
oh, vielleicht biste ja n Partei"genosse" von mir

ellewoods
23.12.2009, 21:26
oh, vielleicht biste ja n Partei"genosse" von mir

Ich glaube ich bin ein Partei"genosse" von dir ;)

Spicy McHaggis
23.12.2009, 22:08
ach?

ellewoods
23.12.2009, 22:12
Ich glaube schon.

Spicy McHaggis
23.12.2009, 22:18
du bist die Liebe, ich bin die Hoffnung

funkysun
24.12.2009, 13:05
Ich glaube ich bin ein Partei"genosse" von dir ;)

Dito. ;)

ellewoods
24.12.2009, 20:31
Seid ihr denn aktiv, bzw. habt ihr ambitionen?
Oder eher nur auf dem Papier Mitglied? ;)

funkysun
25.12.2009, 10:14
Seid ihr denn aktiv, bzw. habt ihr ambitionen?
Oder eher nur auf dem Papier Mitglied? ;)

Grade bin ich eher passiv, allerdings hochschupolitisch etwas unterwegs.

Spicy McHaggis
25.12.2009, 10:19
Nur auf dem Papier. Bin schon mit Uni, Nebenjob, Sport und Freunden überfordert. Wenn nich grad Ferien sind

S.Less
26.12.2009, 12:59
"sport" :D

Inaktiver User
26.12.2009, 13:47
Ich helf ab und zu mit, die Schulhof-CD zu verteilen :D