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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Anerkennung der Zeugen Jehovas...



Joline
12.05.2009, 22:45
...als Körperschaft des Öffentlichen Rechts...Was denkt ihr darüber?

Lupine
12.05.2009, 23:02
Wird Zeit.

Ich hab die Gesellschaft als Nicht-Zeugin kennengelernt und ich bin Nicht-Zeugin geblieben. Und das war OK.
Ich wurde akzeptiert, respektiert und in Ruhe gelassen.
Ich habe Kongresse mitbekommen, bei denen tausende Menschen friedlich zusammen waren.

Ja, es gibt eine Menge Dinge, mit denen ich nicht klar kommen würde. Deshalb bin ich kein Gemeindemitglied geworden.
Und das war meine freie Entscheidung.
Die respektiert wurde.

Keines der Mitglieder wird irgendwozu gezwungen. Es gibt keine finanziellen Pflichtabgaben. Und die oft beschriebene Isolation ist auch nicht zutreffend. Mit mir hatten sie Kontakt, obwohl ich nicht zu ihrer Wahrheit gehörte. Und ich war nicht die einzige.

Auch bei denen gibts Fanatisten, aber die gibts in jeder Religion.

Der Glaube an Sich ist friedlich und die Gemeinschaft absolut freiwillig. Warum sie derart verteufelt werden, kann ich nicht nachvollziehen.

Inaktiver User
17.05.2009, 11:30
Es ist grundsätzlich falsch und rückständig, dass Religionsgemeinschaften Körperschaften des öffentlichen Rechts sind. Also nein.

Inaktiver User
17.05.2009, 11:56
Also rein von dem, welche anderen Glaubensgemeinschaften auch Körperschaften des öffentlichen Rechts sind, fände ich es fair.
Andererseits finde ich es, wie Paal auch, eigentlich generell nicht in Ordnung, dass Glaubensgemeinschaften vom Staat ein so hoher Stellenwert eingeräumt wird.

auri_aureola
17.05.2009, 12:07
NEIN

zb. deswegen

Zeugen Jehovas lehnen Bluttransfusionen oder auch das Essen von Blut (beispielsweise Blutwurst) ab. Da die meisten Menschen meinen, dass Bluttransfusionen bei manchen Operationen von Vorteil oder sogar notwendig sind, könnte dies manche Leser überraschen. Auch deshalb, weil von Zeugen Jehovas bekannt ist, dass sie das Leben lieben und die bestmögliche ärztliche Behandlung für sich und Familienangehörige wünschen. Jehovas Zeugen bemühen sich aber nicht deshalb um eine ärztliche Behandlung ohne Bluttransfusion, weil Operationen oder sonstige ärztliche Behandlungen ohne Blut oftmals zu einer besseren ärztlichen Versorgung führen. Auch nicht aufgrund der positiven Ergebnisse bei Behandlungen ohne Bluttransfusionen (durch alternative Methoden in der blutlosen Chirurgie, durch die praktisch alle Operationen - auch am Herzen und Venen - ohne die Verwendung von Blut durchgeführt werden können). Medizinische Gründe sind für Jehovas Zeugen nicht der wesentliche Grund, auf eine Bluttransfusion zu verzichten. Zeugen Jehovas wählen die Behandlungsmethoden ohne Blut in erster Linie aufgrund dessen, weil Gott dies in der Bibel mehrfach als Gesetz aufschreiben ließ.

glamcity
19.05.2009, 11:06
wenn du schon schreibst, dass sie blut und transfusionen ablehnen dann auch mit dem ganzen hintergrund informationen posten, wieso sie kein blut nehmen. dazu gibt es in der bibel zig hinweise. damals durften die israeliten beispielsweise nichteinmal blut essen. es wurde ihnen strikt verboten, da blut als heilig galt. und es noch immer ist.
der schluss, wenn man nichteinmal blut essen darf, dann auch nicht fremdblut in die eigenen adern zu lassen, ist von deren warte aus ein logischer.
zudem haben zeugen jehovas mit tausenden von ärzten in kontakt, die technologien entwickelt haben um transfiusionen vermeidbar zu machen. es ist nicht so, dass die das aus jux und dollerei eingefüht haben, weil sie bock haben zu sterben. :durchgeknallt:

und ja, ich kenne die ZJ sehr gut, all ihre Lehren und praktiken und nein, sie sind keine freaks und gehirnwäschen manipulierte sektenmitglieder.

hmmm, aber schlussendlich war das auch nicht meins, da ich kein herdentier bin. und auch nicht so wirklich gläubig.

insofern ...

waren die eigentlich nicht schon immer körp. des öffentl. rechts?
hmmmmmm.

na, whatever

cybershadow
19.05.2009, 11:41
Ich sehe einen gewissen Widerspruch darin, dass die Zeugen den Staat als solchen als neben ihrer Glaubensgemeinschaft stehend dulden, sich aber in keiner Weise an demokratischen und gesellschaftlichen Prozessen und Institutionen beteiligen: Polititsche Betätigung jeglicher Art ist verboten, sogar die Teilnahme an Wahlen ist verboten, Ableistung von Wehrdienst ist verboten, etc. Gleichzeitig wollen sie aber von genau diesem Staat, als KdÖR anerkannt werden, also quasi ein Teil des Staates werden. Das passt nicht zusammen.

glamcity
19.05.2009, 11:54
Ich sehe einen gewissen Widerspruch darin, dass die Zeugen den Staat als solchen als neben ihrer Glaubensgemeinschaft stehend dulden, sich aber in keiner Weise an demokratischen und gesellschaftlichen Prozessen und Institutionen beteiligen: Polititsche Betätigung jeglicher Art ist verboten, sogar die Teilnahme an Wahlen ist verboten, Ableistung von Wehrdienst ist verboten, etc. Gleichzeitig wollen sie aber von genau diesem Staat, als KdÖR anerkannt werden, also quasi ein Teil des Staates werden. Das passt nicht zusammen.


eben nicht, dadurch wollen sie sich bewusst unabhängig als organisation darstellen.

"Körperschaften des öffentlichen Rechts finden einen Hauptanwendungsbereich in den sogenannten Selbstverwaltungsangelegenheiten, also in staatlichen Aufgaben, die von den Betroffenen eigenverantwortlich geregelt werden sollen, weshalb sie organisatorisch aus der staatlichen Verwaltungshierarchie ausgegliedert und rechtsfähigen Organisationen übertragen werden." wiki

sie wollen sich halt selber verwalten und sich nicht reinreden lassen.

auri_aureola
19.05.2009, 12:52
wenn du schon schreibst, dass sie blut und transfusionen ablehnen dann auch mit dem ganzen hintergrund informationen posten, wieso sie kein blut nehmen. dazu gibt es in der bibel zig hinweise. damals durften die israeliten beispielsweise nichteinmal blut essen. es wurde ihnen strikt verboten, da blut als heilig galt. und es noch immer ist.
der schluss, wenn man nichteinmal blut essen darf, dann auch nicht fremdblut in die eigenen adern zu lassen, ist von deren warte aus ein logischer.
zudem haben zeugen jehovas mit tausenden von ärzten in kontakt, die technologien entwickelt haben um transfiusionen vermeidbar zu machen. es ist nicht so, dass die das aus jux und dollerei eingefüht haben, weil sie bock haben zu sterben. :durchgeknallt:

und ja, ich kenne die ZJ sehr gut, all ihre Lehren und praktiken und nein, sie sind keine freaks und gehirnwäschen manipulierte sektenmitglieder.

hmmm, aber schlussendlich war das auch nicht meins, da ich kein herdentier bin. und auch nicht so wirklich gläubig.

insofern ...

waren die eigentlich nicht schon immer körp. des öffentl. rechts?
hmmmmmm.

na, whatever


wenn ein kind in meinen armen verreckt weil die eltern meinen: kein FREMDBLUT - dann finde ich das nicht mehr so logisch.


abgesehen davon habe ich ZB geschrieben.
zeugt mal wieder von inkompetenz *vorurteileausbau

auri_aureola
19.05.2009, 12:52
eben nicht, dadurch wollen sie sich bewusst unabhängig als organisation darstellen.

"Körperschaften des öffentlichen Rechts finden einen Hauptanwendungsbereich in den sogenannten Selbstverwaltungsangelegenheiten, also in staatlichen Aufgaben, die von den Betroffenen eigenverantwortlich geregelt werden sollen, weshalb sie organisatorisch aus der staatlichen Verwaltungshierarchie ausgegliedert und rechtsfähigen Organisationen übertragen werden." wiki

sie wollen sich halt selber verwalten und sich nicht reinreden lassen.

vielleicht eine eigene partei gründen?

glamcity
19.05.2009, 13:06
wenn ein kind in meinen armen verreckt weil die eltern meinen: kein FREMDBLUT - dann finde ich das nicht mehr so logisch.


abgesehen davon habe ich ZB geschrieben.
zeugt mal wieder von inkompetenz *vorurteileausbau

bluttransfusionen werden immer gemacht, weil es so am leichtesten ist. es gibt auch zig wege, die eine bluttransfusion ersteinmal verhindern können. okay?
für ärzte ist so eine bluttransfusion natürlich immer der leichteste weg. es gibt aber auch möglichkeiten diese zu umgehen.
ist halt nur etwas aufwendiger.

sag mir nicht, dass bluttransfusionen nur der einzige weg ist, um nicht draufzugehen. :durchgeknallt:

aber nein, wenn es nicht anders geht, würde ich meinem kind auch eine transfusion geben. aber schon ungern.
ich bin für eigenblutentnahme und lagerung.

und ich finds gut, dass man den ZJ in letzter instanz die erziehungsberechtigung wegnimmt, wenn das kind am verbluten ist und nur durch transfusion gerettet werden kann.

glamcity
19.05.2009, 13:12
vielleicht eine eigene partei gründen?

sie wollen sich weltpolitisch ganz raushalten, also was sollen sie dann eine partei gründen?

auri_aureola
19.05.2009, 13:13
bluttransfusionen werden immer gemacht, weil es so am leichtesten ist. es gibt auch zig wege, die eine bluttransfusion ersteinmal verhindern können. okay?
für ärzte ist so eine bluttransfusion natürlich immer der leichteste weg. es gibt aber auch möglichkeiten diese zu umgehen.
ist halt nur etwas aufwendiger.

sag mir nicht, dass bluttransfusionen nur der einzige weg ist, um nicht draufzugehen. :durchgeknallt:

aber nein, wenn es nicht anders geht, würde ich meinem kind auch eine transfusion geben. aber schon ungern.
ich bin für eigenblutentnahme und lagerung.

und ich finds gut, dass man den ZJ in letzter instanz die erziehungsberechtigung wegnimmt, wenn das kind am verbluten ist und nur durch transfusion gerettet werden kann.



nicht der einzige - aber der schnellste.
und manchmal geht es um minuten.

glamcity
19.05.2009, 13:14
wenn ein kind in meinen armen verreckt weil die eltern meinen: kein FREMDBLUT - dann finde ich das nicht mehr so logisch.


im übrigen ist es auch hier so, dass man schlussendlich SELBER für sich entscheiden muss. wenn die eltern schlussendlich sagen, das kind soll blut kriegen. dann ist das so und da sagt kein ZJ was gegen. es ist die eigene entscheidung.

und wie gesagt, ich finds gut, wenn die politik eingreift, wenn ein kind da umkommen würde.

auri_aureola
19.05.2009, 13:16
da gibt es dann wohl auch unterschiede...
ich kenne andere beispiele.

bist du gläubig (er zeuge jehovas) ?

glamcity
19.05.2009, 13:19
ich bin nicht gläubig, dass habe ich oben bereits geschrieben.
glaube nicht an gott, etc.

eine verwandte ist aber eine und die hat mir auch mal alles erklärt.
klang zumindest nicht scientology mäßig krankhaft oder dergleichen.
udn ich war öfter mal bei einem der großen kongresse.

auri_aureola
19.05.2009, 13:22
naja - darf ich sagen: so fängt es an.

(unter umständen)

glamcity
19.05.2009, 13:33
naja - darf ich sagen: so fängt es an.

(unter umständen)

:augenroll: sind nicht alle so manipulativ wie du ;)

also auch wenn ich da zu den dingern hingehe, mein hirn
gebe ich sicher nicht bei der garderobe ab.

auri_aureola
19.05.2009, 13:52
ist ja schon ein anfang ,) *rose

Lupine
19.05.2009, 18:52
Um diese ganze Blutgeschichte mal kurz abzurunden:

Wenn es um Minuten geht, WISSEN Ärzte, dass sie Kindern und minderjährigen Jugendlichen Blut geben dürfen und müssen. Auch gegen den Willen der Eltern. Der Entzug der Elterlichen Sorgewird dann rückwirkend gemacht, das Jugendamt bekommt vorläufig die Vormundschaft und willigt rückwirkend ein.
Dass Eltern die Elterliche Sorge im Bereich der Gesundheitsfürsorge weggenommen wird, wenn dann mehr Zeit ist (Leukämie beispielsweise) ist ebenfalls logisch und erachte ich als gut.

Dass Personen über 18, die selbst entscheiden können, ob sie in den Puff gehen, wählen oder ein Haus kaufen, sich frei entscheiden können, ob sie Blut nehmen oder nicht, dafür bin ich ehrlich gesagt dankbar.
Denn das heißt auch, dass ich persönlich als nicht-Zeugin mich entscheiden darf, ob ich eine ärztliche Behandlung annehme, oder eben nicht. Es ist meine persönliche Entscheidung, ob ich beispielsweise eine Chemotherapie zulasse oder nicht. Wenn ich das nicht will, sterbe ich eben. Das ist meine Wahl. Und die will ich weiterhin haben.
Und ich billige sie anderen Leuten auch zu.

Und wie du selbst sagst, es gibt Möglichkeiten der Blutlosen OP. Ich habe selbst erlebt, wie ein Mann einen dreifachen Bypass ohne Fremdblut überlebt hat. Aus welche Gründen die Zeugen nun die Forschung auf diesem Gebiet unterstützen oder diese Art der Behandlung wählen ist unerheblich, solange sie es tun.


Übrigens, auch ich habe die Versammlungen besucht und auch einige Kongresse. Aus persönlichen Gründen habe ich keinen Kontakt mehr zu meiner ehemals besten Freundin, die Zeugin ist. Aber zu keinem Zeitpunkt (und es sind immerhin 10 Jahre, die ich die Versammlung nun kenne und ab und zu begleite bei ihren Festen) habe ich es ernsthaft ins Auge gefasst, mit ihnen die Bibel zu studieren oder mich gar taufen zu lassen. Ich habe drüber nachgedacht und mich dann wohlüberlegt dagegen entschieden, weil es einfach nicht meine Überzeugung ist, so zu leben. Und es war OK für alle.

Sie werden gerne als Rattenfänger beschrieben, aber das sind sie nicht. Sie machen Angebote, die man annehmen kann, oder eben nicht.
Und ich würde mir wünschen, dass man sie ebenso respektieren würde, wie sie mich respektiert haben.

Lupine
19.05.2009, 18:56
Und ich weiß übrigens auch, wie es oft anfängt. Nämlich keinesfalls schleichend, wie du vermutest, sondern sehr oft sehr plötzlich.
Besonders Menschen, die nach einem Strohhalm suchen, die sich auf jede mögliche Lösung stürzen, die ihnen geboten wird, finden sich in dieser Gemeinschaft wieder. Dort erfahren sie Unterstützung und Verständnis. Und die stürzen sich meist sehr schnell in alles rein.
Bibelstudium, Versammlungen, Missionsdienst, Taufe. Das geht oft sogar den Zeugen selbst zu schnell ;)
Hab ich auch schon erlebt, dass jemandem gesagt wurde, sie soll es ruhig angehen lassen. Erstmal die "Erkenntnis der Wahrheit" in sich wirken lassen, wirklich sicher sein.

Schleichend ist eher selten, aus meiner Erfahrung.