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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bundesweiter Bildungsstreik



Inaktiver User
14.06.2009, 04:58
Die ganze kommende Woche werden zehntausende Menschen bundesweit für bessere Bildung protestieren. Vor allem Schüler und Studierende wollen streiken, Schulen besetzen und zivilen Ungehorsam praktizieren, sagt Studierenden-Vertreter Bernd Stotz:

"Ein Vorschlag dazu ist die Aktion Banküberfall, bei der es in mehreren Städten in Deutschland zu symbolischen Blockaden der Banken kommen wird, die jetzt so profitiert haben von den Milliarden der Bundesregierung."



http://www.dradio.de/dlf/sendungen/campus/980543/

Bei solch einem symbolischen Banküberfall würde ich gerne mitmachen! :D

Fellfrosch
14.06.2009, 11:39
Ich frage mich an was die Lehrer den Streik erkennen sollen. Schüler und Studenten die nicht zur Schule kommen und sich ungehorsam verhalten sind doch die Regel. :suspekt:

Inaktiver User
14.06.2009, 12:49
Dann hoffen wir mal, dass die Bank-Überfälle richtig erkannt werden! :cool:

4eva
14.06.2009, 16:52
was für eine saudumme, linksalternative sch......

ana.
15.06.2009, 07:37
was für eine saudumme, linksalternative sch......

weil..?

die studenten beklagen sich zu recht.
und die schüler möglicherweise auch.

Inaktiver User
15.06.2009, 08:00
Die Idee mit den symbolischen Banküberfällen finde ich gut! :-)

Leisha
15.06.2009, 20:19
ich frag mich immer für wen sowas gemacht wird...
den meisten Studenten jedenfalls ist das alles doch total egal und es gehen wieder nur die auf die Straße, die in der Linkspartei sind oder eh immer Seminare schwänzen.

Ideen aus Beton
15.06.2009, 20:29
viel schlimmer finde ich es, dass die meisten, die sowas organisieren/sich beteiligen, der meinung sind, dass sie die faulen studenten vertreten, die nur den arsch nicht hochkriegen, um sich zu wehren. das hat mich bei den ganzen studiengebührenprotesten in freiburg immer gestört, diese wir-tuns-doch-für-euch-attitude.

Leisha
15.06.2009, 20:52
genau, das kommt mir auch bekannt vor...
dabei wollte doch die Mehrheit die Studiengebühren haben (jedenfalls die meisten, die ich kenne) und es finden doch eh alle die neuen Abschlüsse und die Verschulung der Uni viel besser und vorteilhafter...
und selbst wenn alle demonstrieren würden... dafür isses etwa 15 Jahre zu spät (oder wann wurde das alles nochmal in Bologna beschlossen?)

Ideen aus Beton
15.06.2009, 21:06
naja, ob das mit der mehrheit jetzt zutrifft, weiss ich nicht. aber mich stört es einfach, dass von seiten der organisatoren/asta immer so getan wird, als ob es nur von seiten des rcds kritische stimmen gibt, und jeder mit abweichender meinung immer dorthin gesteckt wird.

SisterDew
15.06.2009, 21:20
naja, ob das mit der mehrheit jetzt zutrifft, weiss ich nicht. aber mich stört es einfach, dass von seiten der organisatoren/asta immer so getan wird, als ob es nur von seiten des rcds kritische stimmen gibt, und jeder mit abweichender meinung immer dorthin gesteckt wird.

Ja.


(Wobei hier die Resonanz heute auch nicht wirklich groß war. Viele sind glaube ich einfach so zuhause geblieben und die 5 Leute am Infostand standen da ziemlich alleine rum. Naja.)

ana.
15.06.2009, 21:52
naja kommt halt auch drauf an...

ich bin prinzipiell auch für studiengebühren.

bei uns ist das ergebnis dass davon für seminarräume sitzsäcke gekauft werden und es im flur aber immer noch reinregnet und man in der vorlesung auf der treppe sitzen muss.

wobei ich auch nicht an diese art des protests glaube. die frage ist nur welche möglichkeiten man als student hat...

sunflower
15.06.2009, 21:58
Was mich das ganze auch etwas skeptisch macht, ist die nicht wirklich ohne Zwischenfälle verlaufene Schülerdemo im November, die ja als Ideengeber für diesen Bildungsstreik fungiert. Krawalle bei Schülerdemo: "Attentat auf unsere jüdischen Mitbürger" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,590491,00.html) Ich befürchte halt, dass auch diesmal die Demos nicht überall so friedlich enden werden.

Aber ansonsten glaube ich auch nicht, dass die ganze Aktion irgendeinen bildungspolitischen Erfolg haben wird, aber mal abwarten, was diese Woche passiert.

chiasmaa
15.06.2009, 23:32
heute fand eine versammlung statt. die resonanz war dort auch nicht sonderlich hoch. ich bin mal gespannt, ob denn mittwoch zu den demonstrationen mehr los ist.

ein wenig schade fände ich es schon, wenn das ganze ganz unbeachtet über die bühne geht, weil keiner teilnimmt. ich finde schon einige dinge gut, die eingefordert werden.

Anathema
16.06.2009, 00:14
naja kommt halt auch drauf an...

ich bin prinzipiell auch für studiengebühren.

bei uns ist das ergebnis dass davon für seminarräume sitzsäcke gekauft werden und es im flur aber immer noch reinregnet und man in der vorlesung auf der treppe sitzen muss.

wobei ich auch nicht an diese art des protests glaube. die frage ist nur welche möglichkeiten man als student hat...

soweit ich weiß dürfen Studiengebühren nicht für die Gebäude genutzt werden.....
Wir haben ein ähnliches Problem. Uns fehlen viele Hörsäle, aber die können damit halt nicht gebaut werden

Anathema
16.06.2009, 00:16
ich bin heute auch nicht zur Uni gefahren... mich hat es total gestört dass vorab keine Informationen bekannt gegeben worden sind "Kommt erstmal her und dann sehen wir weiter"......dafür fahre ich nicht 1 1/4 Std. zur Uni. Desweitern sind gerade an der Uni Examensprüfungen und teilweise wurden die Leute da nicht durchgelassen...

ana.
16.06.2009, 09:32
soweit ich weiß dürfen Studiengebühren nicht für die Gebäude genutzt werden.....
Wir haben ein ähnliches Problem. Uns fehlen viele Hörsäle, aber die können damit halt nicht gebaut werden

achso aber sitzsäcke die 180€ das stück kosten dürfen sie kaufen?

ich weiss was sie offiziell nicht dürfen. es kommt mir nur so vor als würd gemacht was den verantwortlichen gerade gefällt.

Inaktiver User
16.06.2009, 15:25
bei den wirtschaftsspakos bekommt man fast gar nichts mit von dem bildungsstreik...

Anathema
16.06.2009, 15:36
achso aber sitzsäcke die 180€ das stück kosten dürfen sie kaufen?

ich weiss was sie offiziell nicht dürfen. es kommt mir nur so vor als würd gemacht was den verantwortlichen gerade gefällt.

ja...finde da vieles auch sehr zweifelhaft....ich hab auch teilweise das Gefühl dass das Geld regelrecht für irgendwas verschleudert wird. Wir haben sehr sehr viele PC-Arbeitsplätze bekommen. Das ist ansich nicht schlecht. Nur sind es so viele dass 3/4 davon meistens unbenutzt sind...

Übrigens danke für die Punkte....sind heute angekommen. Werde dann nacher gleich Pfannen kaufen gehen :)

Schoschi
16.06.2009, 18:41
genau, das kommt mir auch bekannt vor...
dabei wollte doch die Mehrheit die Studiengebühren haben (jedenfalls die meisten, die ich kenne) und es finden doch eh alle die neuen Abschlüsse und die Verschulung der Uni viel besser und vorteilhafter...
und selbst wenn alle demonstrieren würden... dafür isses etwa 15 Jahre zu spät (oder wann wurde das alles nochmal in Bologna beschlossen?)

:eek: meinst du das ernst? die leute, die du kennst, sind für studiengebühren und die neuen systeme? dann kenn ich wohl komplett andere leute, in meinem bekanntenkreis sind die meisten eindeutig gegen studiengebühren. nicht unbedingt gegen bachelor und master an sich, aber gegen diese durchorganisierung und straffung des stundenplans etc.

UND: ich finde, um was zu bewegen ist auch eine etwas radikalere ausdrucksform wie ein streik mal ok. klar, nicht ewig lange und nicht ständig, aber das ganze soll ja auch nur ein paar tage gehen. es soll einfach ein zeichen sein, dass die studenten und schüler sich um das kümmern, was sie ja auch betrifft.

aber gut, wenn du wirklich recht hast, und die mehrheit der studenten die aktuelle bildungspolitik gut findet, wäre ein komplettstreik natürlich quatsch.

beim letzten großen streik 2003 war es leider so, dass diejenigen, die gegen die aktionen waren, gar nicht zu den vollversammlungen gekommen sind. und so auch keine möglichkeit hatten, gegen den streik zu stimmen. meiner meinung nach war es also legitim, den streik durchzuziehen, denn jeder hatte ja stimmrecht bei den entscheidungen und hätte was sagen können.

Inaktiver User
16.06.2009, 18:53
Da ist was dran:


Sie sagen uns: Geld haben wir kaum für die Bildung übrig. Und freie Bildung ist Utopie. Frei, das darf nur der Markt sein. Und Geld, das gibt's nur für die Banken.


Bildungsstreik 2009 - Berlin (http://www.bildungsstreik-berlin.de/page/)

SisterDew
16.06.2009, 21:22
bei den wirtschaftsspakos bekommt man fast gar nichts mit von dem bildungsstreik...

Hier auch immernoch nicht.
Traurig ist allerdings auch, dass noch nicht mal die 20 Streik-Leute, die man so sieht, so wirken, als würden sie das alles wirklich ernst meinen.

Vans
16.06.2009, 22:25
Ich geh auch morgen zu einer Aktion. Bin mal gespannt wie das wird und wieviele kommen. Habe hier im Vorfeld auch nur wenig von mitbekommen. Heute haben sogar in der Innenstadt kleine 5-Klässler Flyer gegen das Abi nach 12 Jahren verteilt, da kann wohl auch ein bisschen Engagement von den Studierenden erwarten!

Leisha
16.06.2009, 23:38
:eek: meinst du das ernst? die leute, die du kennst, sind für studiengebühren und die neuen systeme? dann kenn ich wohl komplett andere leute, in meinem bekanntenkreis sind die meisten eindeutig gegen studiengebühren. nicht unbedingt gegen bachelor und master an sich, aber gegen diese durchorganisierung und straffung des stundenplans etc.


naja die meisten Studenten hier studieren BWL oder Jura, und die gehn eh net auf die Straße und die Lehrämter würden gern, aber trauen sich net und der Rest sind die übriggebliebenen Geisteswissenschaftler von denen die meisten auch net hingehn, weil sie bis 2010 fertig werden müssen und jede freie Minute zum Hausarbeiten schreiben nutzen da sie sonst bachelorisiert werden-
so is die Situation bei uns jedenfalls grade^^
und ich glaube nicht, dass Bachelor ohne dieses durchorganisierte verschulte System funktionieren würde, da ja jeder bis zu einem bestimmten Semester auf einem gewissen Level sein muss- sonst wird man automatisch exmatrikuliert
Da gibts halt keine Langzeitstudenten mehr, gerade das will man ja verhindern und anscheinend klappt das nur mit dieser Art, weil ja daduch die Leute schon nach dem ersten Semester merken sollen ob Studium was für sie is und net erst nach dem 10. Jedenfalls stelle ich mir so eine Argumentation vor...

*inertia*
17.06.2009, 00:15
also bei uns sind eigentlich alle unzufrieden und mein institut streikt glaub ich fast komplett. nur der asta findet den streik doof, die spacken!
ich bin echt gespannt morgen auf die demo.

Inaktiver User
17.06.2009, 08:38
der asta hält sich be iuns auch raus

Topolina
17.06.2009, 10:51
Also bei mir sind alle zufrieden :) Ich find meine FH toll.

Inaktiver User
17.06.2009, 11:29
.

Fellfrosch
17.06.2009, 12:50
Erstaunlich wie wenig Rückhalt die Streikenden doch haben. Wenn man Spiegel.de liest solltet ihr doch alle heulen und üben wie man als Krisenkind die Schuld auf andere schieben kann. Ist aber offenbar mal wieder nur heiße Luft in den Medien. :D

venea
17.06.2009, 16:47
bei solchen meldungen fehlt mir jedes verständnis (quelle: swr) und ich frag mich, dient der streik nur dazu ein paar tage nichts lernen zu müssen sondern lieber chaos zu verbreiten?

Bei den Protesten gegen Missstände an Schulen und Hochschulen sind in Mainz Dutzende Demonstranten auch in das Abgeordnetenhaus des rheinland-pfälzischen Landtags eingedrungen. Die Polizei sprach von etwa 70 Personen.

In dem Abgeordnetenhaus haben die Parlamentarier und ihre Fraktionen Büros und Sitzungsräume. Mitarbeiter der Landtagsfraktionen berichteten, die Demonstranten hätten unter anderem auf den Fluren Parolen gerufen und seien dann wieder abgezogen. Die Landtagsverwaltung spricht von erheblichen Sachbeschädigungen innerhalb des Hauses. Die Schäden würden geprüft und aufgenommen. Laut eines Sprechers wird auf jeden Fall Anzeige wegen Hausfriedensbruch gestellt.

frolleinwunder
17.06.2009, 17:56
nach dem heutigen tag kann ich nur sagen, die meisten demonstranten sind einfach zu dumm und wären lieber zu hause geblieben. es wurden mal wieder alle klischees bedient: neben hunderten schülern (da war das engagement zumindest da) natürlich mal wieder nur die klischee-links-studenten, von juristen, bwler und medizinern zu gut wie keine spur. es wurde mit silvesterknallern in der menge rumgeworfen und irgendwas von "bullenschweinen" herumgebrüllt. die demonstration war unglaublich schlecht organisiert, nur die hälfte der demonstranten erreichte am ende das ziel vor der uni (wo der rest blieb - keine ahnung). da war dann eine bühne aufgebaut, als das mikro anging, dachte ich, jetzt kommt vielleicht mal was mit inhalt. aber nein:
1. sprecher: "geil dass ihr alle hier seid, hier wird heute nochmal richtig party gemaaaacht" (da hab ich mich schon mal zum gehen bereit gemacht)
2. sprecher: "ich möchte nochmal darauf hinweisen, dass die polizei hier gegen die absprachen handelt und uns nicht in das gebäude lässt..." (laute buh-rufe folgten)
3. sprecher "bitte bleibt hier, gleich spielt noch die band xy"
danach hielt noch eine schülerin eine kurze rede - unter berücksichtigung ihres alters der einzig vernünftige beitrag.

ich fand es peinlich. ich habe mich geschämt, dort mitzulaufen. die leute dürfen sich nicht wundern, wenn man sie nicht ernst nimmt.

Mueckenstich*
17.06.2009, 18:24
hier wars ähnlich.

ein lärmender mob ist durch die straße gezogen- überall wurde bier gesoffen und die flaschen wurden einfach liegengelassen, das ganze war wie ne party. vorne zwei rumkreischende, die per megaphon die parolen vorgegeben haben, eindeutig als linke zu erkennen. ansonsten... tja, "normale" studenten waren da wenig, eher die "wir sind links, haben eklige rastas und machen hier einfach mal einen drauf"-mentalität. dann kams noch zu zwei sitzblockaden von hauptverkehrsstraßen, totales chaos überall. ich hoffe, dass die polizei da auch ein paar anzeigen wird.

Topolina
17.06.2009, 19:02
ich fand es peinlich. ich habe mich geschämt, dort mitzulaufen. die leute dürfen sich nicht wundern, wenn man sie nicht ernst nimmt.

Ja. Nur werfen genau diese Leute ein sauschlechtes Licht auf alle Studenten und schaden damit mehr, als sie irgendwem helfen. Einfach nur peinlich. Ich hab da auch immer den Eindruck, die Leute wollen gerne 68er spielen, so wie früher Oma und Opa :augenroll:

Ideen aus Beton
17.06.2009, 19:15
hier wars ähnlich.

ein lärmender mob ist durch die straße gezogen- überall wurde bier gesoffen und die flaschen wurden einfach liegengelassen, das ganze war wie ne party. vorne zwei rumkreischende, die per megaphon die parolen vorgegeben haben, eindeutig als linke zu erkennen. ansonsten... tja, "normale" studenten waren da wenig, eher die "wir sind links, haben eklige rastas und machen hier einfach mal einen drauf"-mentalität. dann kams noch zu zwei sitzblockaden von hauptverkehrsstraßen, totales chaos überall. ich hoffe, dass die polizei da auch ein paar anzeigen wird.
mainz?

Schoschi
18.06.2009, 19:28
und ich glaube nicht, dass Bachelor ohne dieses durchorganisierte verschulte System funktionieren würde, da ja jeder bis zu einem bestimmten Semester auf einem gewissen Level sein muss- sonst wird man automatisch exmatrikuliert
Da gibts halt keine Langzeitstudenten mehr, gerade das will man ja verhindern und anscheinend klappt das nur mit dieser Art, weil ja daduch die Leute schon nach dem ersten Semester merken sollen ob Studium was für sie is und net erst nach dem 10. Jedenfalls stelle ich mir so eine Argumentation vor...

mh, ich finde, jeder sollte sein studium ein stück weit auch selbst organisieren können. wenn ich z.b. mein studium selbst finanzieren muss oder will, dafür nur halb so viele scheine mache, brauche ich eben länger. wer hat denn einen schaden davon? ich besuche ja auch weniger lehrveranstaltungen, nutze die bücher weniger etc.

ich finde, das sollte möglich sein. genauso wie sich breit zu bilden, auch mal seminare aus anderen fachbereichen besuchen, sich ehrenamtlich oder politisch zu engagieren etc. sowas gehört für mich zu einer umfassenden bildung auch dazu.

(ich bin seit einiger zeit fertig, aber ich habe die freiheiten im studium genossen. ohne diesen raum, mich zu entwickeln und verschiedene sachen auszuprobieren, wäre ich nicht an dem punkt, wo ich heute bin.)

vanilla87
18.06.2009, 22:41
mh, ich finde, jeder sollte sein studium ein stück weit auch selbst organisieren können. wenn ich z.b. mein studium selbst finanzieren muss oder will, dafür nur halb so viele scheine mache, brauche ich eben länger. wer hat denn einen schaden davon? ich besuche ja auch weniger lehrveranstaltungen, nutze die bücher weniger etc.

ich finde, das sollte möglich sein. genauso wie sich breit zu bilden, auch mal seminare aus anderen fachbereichen besuchen, sich ehrenamtlich oder politisch zu engagieren etc. sowas gehört für mich zu einer umfassenden bildung auch dazu.


Aber das ist doch auch möglich? Es wird doch keiner dazu gezwungen den Bachelor in 6 Semestern durchzuziehen :rose2:

Inaktiver User
19.06.2009, 00:30
Meine Meinung als Mainzerin dazu (copy & paste;-)):

Streiken statt Uni

19.02 Uhr. Die Dozentin beschließt die Seminarsitzung und lässt die fünf anwesenden Seminarteilnehmer (von eigentlich dreißig) heute eine Stunde früher als sonst nach Hause. Personenzentrierte Gesprächsführung stand auf dem Plan.

Auf der Wiese vor dem Institut für Sozialwissenschaften aufgespannte Zelte, fröhliches Grillen, Federballspielen, Bier und laute Musik. Und jede Menge sonnengelbe T-Shirts mit dem Slogan: "Bundesweiter Bildungsstreik 2009". Der Streik für Bildung nimmt für mich immer mehr groteske Züge an. Im Streik für die Bildung wird auf Bildung verzichtet. Ein paar Gesichter erkenne ich wieder und weiß: es sind die, die furchtbar entsetzt darüber sein werden, wenn sie erfahren, dass man nicht gestreikt hat. Die sich für Demokratie an den Hochschulen einsetzen, Engagement erzwingen wollen und keine andere Meinungen über ihre Forderungen zulassen. Ich plädiere dafür, dass mit dem Geld für ihre Streik-T-Shirts, Flyer, Würstchen und Bier, ein paar neue Bücher in der Zentralbibliothek angeschafft werden.

Inaktiver User
19.06.2009, 05:46
Diese Art Bank-Überfälle finde ich gut!


Drinnen in der Filiale geht ein Konfettiregen nieder, laute Rufe hallen durchs Foyer. Immer wieder: "Geld für Bildung statt für Banken." Manche Demonstranten tragen schwarze Kapuzenpullover und Sonnenbrillen, die meisten sind alltäglich gekleidet. Die Anzugträger an den Schaltern schauen entgeistert. "Angst macht mir das nicht", sagt eine Bankangestellte. "Aber es ist ziemlich laut."

"Löst eure Schecks ein!"

Die jungen Leute stürmen in die erste Etage, suchen den Filialleiter. Der soll den übergroßen Papp-Scheck unterschreiben, den sie mitgebracht haben. Eingetragene Summe, die sich die Studenten und Schüler für die Bildung wünschen: 33 Milliarden Euro.



Ba-ba-Banküberfall: Ein Scheck über 33 Milliarden Euro - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - UniSPIEGEL (http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,631292,00.html)

venea
19.06.2009, 06:52
die mainzer portest-studenten tun aber auch alles, dass man sie für absolute hohlblöcke hält (klar, das sind immer einzelaktionen, aber es fällt auf alle zurück):

Erst der Sturm auf das Abgeordnetenhaus, und jetzt das: Erneut ist es während der Bildungs-Demonstrationen in Mainz zum Eklat gekommen - und zwar wegen einer Aktion am Donnerstag, als Unbekannte am Landtag ein anonymes Flugblatt austeilten. Dort ist eine Schreibmaschine zusammen mit dem RAF-Stern, Symbol der terroristischen Rote Armee Fraktion, abgebildet. Dazu der Text: “Seit 31 Tagen Gefangener" wobei die “3" weggestrichen ist. Und weiter: “Zur Freigabe dieser wertvollen DDR-Schreibmaschine fordern wir alles. Und zwar sofort!" Ansonsten könne man “nicht länger für das Wohlergehen ihrer Schreibmaschine garantieren."

ScarletStarlet
19.06.2009, 08:33
Hier wird irgendwie nicht verstanden, dass die Studenten unserer Fakultät gerade deren Forderungen unterstützen, wenn sie in den VEranstaltungen sitzen.

Denn auf den Flugblättern steht oben, dass sie gegen die Anwesenheitspflicht sind, denn alles Studenten sind erwachsen und können selbst entscheiden, wann eine VEranstaltung für sie Sinn macht, blaaa.

Jedenfalls ist unser Fach eines der wenigen, in denen überhaupt keine Anwesenheitspflicht besteht, trotzdem sind in vielen Vorlesungen die Säle voll, weil es einige Dinge gibt, die man nicht nachlesen kann und die für die nahenden Klausuren einfach wichtig sind. Und die Protestierenden kommen IMMER rein und pöbeln rum, was wir uns denn denken würden, ohne Anwesenheitspflicht noch da rumzusitzen.

Ich hab nix gegen den STreik und den Protest, nur will ich nicht zum Mitmachen gezwungen werden, und auch nicht von irgendwelchen Leuten auf dem Weg zur Uni festgehalten werden.

Fettnäpfchen
19.06.2009, 11:36
Bei uns sind vor allem die Forderungen sehr undifferenziert. Die sind gegen Abi in zwölf Jahren und gegen den Bachelor und Master-Kram.

Aber statt einfach mal "Dagegen" zu brüllen hätte man wohl mehr erreicht, wenn man ein bißchen sachlicher argumentieren würde. Die Leute bei uns an den Infoständen sind ziemlich schnell eingeknickt, wenn man auf ihre Platitüden mit genaueren Fragen reagiert hat.
Das ist ziemlich schade, denn wenn man sich schon die Mühe macht, so eine bundesweite Aktion zu organsieren, könnte man ja die Aufmerksamkeit nutzen, auf wirkliche Missstände aufmerksam zu machen und über Alternativen zu diskutieren.

Schoschi
19.06.2009, 16:55
Aber das ist doch auch möglich? Es wird doch keiner dazu gezwungen den Bachelor in 6 Semestern durchzuziehen :rose2:

ach so, ok. ich hatte das in dem posting weiter oben so verstanden, dass man immer auf dem richtigen stand quasi sein muss, weil man sonst exmatrikuliert wird oder so. wie gesagt, bin selbst ja nicht so in dem thema drin...

ScarletStarlet
19.06.2009, 18:39
Bei uns sind vor allem die Forderungen sehr undifferenziert. Die sind gegen Abi in zwölf Jahren und gegen den Bachelor und Master-Kram.

Aber statt einfach mal "Dagegen" zu brüllen hätte man wohl mehr erreicht, wenn man ein bißchen sachlicher argumentieren würde. Die Leute bei uns an den Infoständen sind ziemlich schnell eingeknickt, wenn man auf ihre Platitüden mit genaueren Fragen reagiert hat.
Das ist ziemlich schade, denn wenn man sich schon die Mühe macht, so eine bundesweite Aktion zu organsieren, könnte man ja die Aufmerksamkeit nutzen, auf wirkliche Missstände aufmerksam zu machen und über Alternativen zu diskutieren.

Das dachte ich mir auch, als ich die Forderung nach einer HOCHSEILBAHNVERBINDUNG zwischen den Unis Bochum, Dortmund, Essen und Duisburg vernahm. :suspekt:

Anathema
19.06.2009, 20:08
Das dachte ich mir auch, als ich die Forderung nach einer HOCHSEILBAHNVERBINDUNG zwischen den Unis Bochum, Dortmund, Essen und Duisburg vernahm. :suspekt:

:D