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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Freund & Bisexualität



Lathrada
27.06.2009, 14:56
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Lathrada
27.06.2009, 16:49
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stubentigerin
27.06.2009, 17:30
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kafkaesque
27.06.2009, 18:22
Im Prinzip sagst du es ja schon selber, denn Fremdgegen ist Fremdgehen, egal in welcher Kombination.

fremdgehen wäre es doch nur dann, wenn ihr freund nichts davon wüsste. er wüsste ja davon und ist einverstanden.


@lathadra:
kannst du versuchen auszuführen was genau es ist, dass es dir komisch vorkommen lässt, sex mit einer anderen person als deinem freund zu haben?

Lathrada
27.06.2009, 18:40
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Zoor
27.06.2009, 18:59
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kafkaesque
27.06.2009, 19:14
Ich hatte schon mal eine offene beziehung, und damals ging es schief, weil mein damaliger freund, sich von der anderen frau bedroht fühle.

das kann ich gut verstehen. du hattest aber sicher auch schon monogame beziehungen, die schiefgegangen sind und versuchst deshalb nicht keine monogamen beziehungen mehr.
ich hatte schon eine offene beziehung, die schiefgegangen ist, und habe jetzt eine, in der alle glücklich sind.


sagen wir so: mir ist es einfach nicht wert, dass ich in meiner beziehung probleme bekomme (eben das er dann doch nicht damit zu recht kommen könnte).
außerdem will ich auch nicht, dass er denkt, dass er mir nicht genug ist. was ja definitiv nicht stimmt, denn ich habe sehr gerne sex mit ihm, aber eben auch mit frauen.

naja, dann stimmt es eben doch und er reicht dir nicht (zur vollkommenen perfektion). das ist nicht seine schuld und überhaupt nicht weiter schlimm, nur eine dramatisch klingende formulierung dafür, dass es dir noch besser gehen könnte, wenn du ab und an mal sex mit anderen hättest.

Plankton
27.06.2009, 19:24
Ich verstehe auch nicht, warum Bisexualität oftmals so eine Sonderrolle bekommt. Es gibt doch so oft irgendwelche Grenzen. Dem einen fehlt es vielleicht ausgepeitscht zu werden, der nächste hatte vielleicht schon lange keinen Oralsex mehr. Aber so viel Toleranz zur offenen Beziehung kenne ich eigentlich nur von der Bisexualität.

Und wer wäre schon dazu bereit alles zu geben?

stubentigerin
27.06.2009, 19:40
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Lathrada
27.06.2009, 19:56
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Benny
27.06.2009, 23:25
ich habe mich auch schon von der märchenvorstellung gelöst, dass man alles von einem menschen bekommt.


Wenn Du deinen Partner auch noch davon überzeugen kannst, dann steht einer langen und glücklichen Beziehung doch eigentlich nichts mehr im Wege. :)
Das wertet IHN doch in keiner Weise ab. Wie Du sagst, die Erwartung, einer könne absolut alle Wünsche und Sehnsüchte, Interessen und Bedürfnisse befriedigen ist abwegig. Entweder man beschränkt sich, oder man sucht Wege mit dieser Erkenntnis zu leben.

Leisha
28.06.2009, 12:32
Also, es ist jetzt nicht ein Problem, dass meine Beziehung ins Wanken bringt, im Prinzip ist es gar kein Problem. Ich will im Prinzip wissen ob es noch jemanden so geht.

Ich bin bisexuell, hatte Beziehungen zu Frauen und Männer. Nun habe ich eine Beziehung zu einem Mann, wir wohnen zusammen, sind sehr glücklich (bis auf Kleinigkeiten, die es eh in jeder Beziehung gibt)

Er weiß auch, dass ich bisexuell bin und manchmal fehlt mir einfach der Sex mit einer Frau, obwohl wir wirklich tollen Sex haben. Manchmal fehlt es mir gar nicht, dann gibts wieder Zeiten, wo es mir doch ziemlich abgeht.

Wir haben darüber auch schon ein paar Mal gesprochen, er meint er versteht das, denn immerhin ist das etwas, das er mir nicht geben kann und dass es mir schwer fällt, dass aufzugeben. Er meinte auch, gleichgeschlechtlicher Sex wäre auch in Ordnung, solange er das wüsste.

Aber im Prinzip ist es nicht so, dass ich jetzt beim Ausgehen eine Frau aufreissen will, das käme mir etwas komisch vor, eben weil ich doch in einer festen Beziehung und auch glücklich bin.

Gehts da irgendjemanden ähnlich? Bzw wenn ihr einer Bezeiehung seid, wie macht ihr das? Genügt euch, das was ihr habt?

Danke schon mal für eure Antworten

also ich kenne das auch, nur umgekehrt. Habe eine Beziehung mit einer Frau und sehne mich ab und zu nach Sex mit Männern. Hab das Thema auch mal angesprochen und für meine Freundin wär das nix, also so offene Beziehung und ich hab dann was mit nem Typen.
und für mich wäre offene Beziehung glaub ich auch nix, glaub das macht dann alles kaputt.
und nur für Sex das ganze aufgeben will ich nicht... denn unser Sex is eig toll, ich träum nur oft von Sex mit Männern (eig reicht das ja und vermutlich ist das in meiner Vorstellung eh viel toller, als es in Wirklichkeit wäre) und ich glaub, Sex mit jemandem, für den ich nix empfinde, sondern wos nur darum gehn würde, würd mir eh nix bringen...

Inaktiver User
29.06.2009, 13:06
.on

sagichnich
29.06.2009, 15:34
Mir geht's ganz genauso.

Ich liebe meinen Freund über alles und der Sex mit ihm macht auch wirklich Spaß und alles läuft prima. Wir sind schon seit mehr als 5 Jahren ein Paar und ich will ich auch, dass das so bleibt.

Trotzdem denke ich sehr häufig an Frauen, mal mehr, mal weniger. Manchmal hab ich Phasen, wo ich die ganze Zeit nur daran denken kann, und plötzlich erwische ich mich dabei, wie ich andere Frauen "auschecke", und mir fallen plötzlich die ganzen schönen Mädchen auf, und ihre süßen Hintern und ihre schlanken Hälse und ihre ... usw... Und dann geht's wieder eine Weile. Und dann kommt wieder so eine Phase...

Dabei hatte ich noch nie richtig Sex mit einer Frau. Einige Male rumgeknutscht, ein bisschen gefummelt, einmal war es ziemlich kurz davor (sie hatte aber ihre Tage, deshalb blieben die Unterhöschen an)... Vielleicht ist auch genau das der Grund, warum ich oft so ruhelos bin.

Mein Freund weiß, dass es mir so geht (okay, ich gebe zu, er kennt die Ausmaße nicht...), und wir haben schon ein paar mal im Scherz darüber gesprochen, dass er ja sowieso nicht mitmachen dürfte, wenn wir einen Dreier hätten... Weil ich viel zu eifersüchtig wäre, könnte ich das nicht ertragen, wenn er eine andere Frau liebkost usw.... Er hingegen sagt, der Gedanke, mich mit einer anderen Frau zu sehen, macht ihn gleichzeitig rasend eifersüchtig und ziemlich scharf ;)

Ich weiß nicht genau, wie ich damit umgehen soll. Ich habe ehrlich gesagt schon ziemlich große Angst, dass das eines Tages zum Problem werden könnte....

(ach so, ich bin natürlich ein Zweitnick, nur zur Info.)

Zoor
29.06.2009, 15:56
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sagichnich
29.06.2009, 18:08
Huch! :o

+night+nurse+
29.06.2009, 19:58
das wollte ich auch vorschlagen

und wie wär es mit einem dreier?
dann habt ihr beide was davon

kafkaesque
30.06.2009, 02:32
wie läuft eure offene beziehung jetzt? nehmt ihr davon beide gebrauch oder nur einer?

ziemlich ausgezeichnet.
wir sind ja nicht beide, sondern drei - also ich bezeichne das als offene beziehung zu zwei männern, dem einen seit zwei jahren (und auch seitdem offen), dem anderen seit einigen monaten. die beiden männer haben je miteinander nichts (ich fänd das mal ganz nett, aber sie sind dazu nicht zu bekommen, da sie eben männer nicht attraktiv finden.). der eine schläft kontingenterweise nur mit mir, der andere hatte zwei andere zwischendurch, aber je nur eine nacht.
eifersüchtig bin immer nur ich blöde kuh :augenroll: aber selten und das ist nur ein gefühl und ich lasse es nicht handlungswirksam werden. und sonst fühlt sich nichts anders an als in meinen monogamen beziehungen. insbesondere sind meine gefühle nicht schwächer, im gegenteil.

Zoor
30.06.2009, 14:28
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kafkaesque
30.06.2009, 15:33
Ist sowas denn familienkompatibel, d.h. zukunftsträchtig? Mich würde echt mal interessieren, wie du die Zukunft siehst, weil für mich ist die ganze Angelegenheit so fremd, dass ich mir das gar nicht vorstellen kann.

lathrada, bitte beschweren wenn dieser missbrauch deines threads nicht okay ist. :rose2:

ja, berechtigte frage. fällt mir schwer zu beantworten, weil mir wiederum das leben mit familie gerade so fremd ist, dass ich es mir nicht vorstellen kann. nicht, weil ich keine kinder wollte, die will ich (die beiden auch) aber ich bin eben anfang zwanzig und es wäre etwas ganz anderes als das studentenleben, das ich führe. wobei - dass ich ihn anschaue und denke "ich will ein kind von dir", diese momente gibt es (bei einem).

ich kann das also nur auf theoretischer ebene beantworten. da halte ich es für definitiv familienkompatibel.
erstmal muss man nicht mit beiden zusammenwohnen. zu dem einen hab ich eh eine fb berlin/hamburg.
sollte sich das so entwickeln, dass man zu dritt zusammenbleibt, dann denke ich, dass kinder von zusätzlichen bezugspersonen profitieren (eine oma, tante etc. mehr im haushalt ist ja auch super, mein kindermädchen über 12 jahre hinweg war für mich wie eine 2. mama). diese vater-mutter-2-kinder familie im reihenhaus ist eh eine erfindung der moderne, früher waren haushalte sehr viel größer. es könnte komische blicke der nachbarn geben, die den kindern unangenehm sind. das würde mich schon berühren. allerdings gibt es die auch noch, wenn der papa schwarz ist oder die eltern homosexuell und auf dem krassen dorf auch, wenn sie nicht verheiratet sind. da sollte man sich gut überlegen, ob man sich dem unterwerfen will.

Lathrada
30.06.2009, 15:48
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S.Less
30.06.2009, 16:49
ich versteh den unterschied auch nicht so recht; also weil es das andere geschlecht ist würdest du quasi "fremdgehen" wollen bzw dich über eine partnerschaftliche dreier-lösung eventuell freuen, aber ginge es um 2 männer dann nicht?

mir fällt aber auf, dass du hier zwar nach erfahrungen und rat fragst, deine meinung aber ziemlich gefestigt zu sein scheint.

Inaktiver User
30.06.2009, 16:57
lathrada, bitte beschweren wenn dieser missbrauch deines threads nicht okay ist. :rose2:

ja, berechtigte frage. fällt mir schwer zu beantworten, weil mir wiederum das leben mit familie gerade so fremd ist, dass ich es mir nicht vorstellen kann. nicht, weil ich keine kinder wollte, die will ich (die beiden auch) aber ich bin eben anfang zwanzig und es wäre etwas ganz anderes als das studentenleben, das ich führe. wobei - dass ich ihn anschaue und denke "ich will ein kind von dir", diese momente gibt es (bei einem).

ich kann das also nur auf theoretischer ebene beantworten. da halte ich es für definitiv familienkompatibel.
erstmal muss man nicht mit beiden zusammenwohnen. zu dem einen hab ich eh eine fb berlin/hamburg.
sollte sich das so entwickeln, dass man zu dritt zusammenbleibt, dann denke ich, dass kinder von zusätzlichen bezugspersonen profitieren (eine oma, tante etc. mehr im haushalt ist ja auch super, mein kindermädchen über 12 jahre hinweg war für mich wie eine 2. mama). diese vater-mutter-2-kinder familie im reihenhaus ist eh eine erfindung der moderne, früher waren haushalte sehr viel größer. es könnte komische blicke der nachbarn geben, die den kindern unangenehm sind. das würde mich schon berühren. allerdings gibt es die auch noch, wenn der papa schwarz ist oder die eltern homosexuell und auf dem krassen dorf auch, wenn sie nicht verheiratet sind. da sollte man sich gut überlegen, ob man sich dem unterwerfen will.

aber was, wenn beide kerle sich reproduzieren möchten? darf dann jeder ein kind machen?

und würdest du sagen, dass die längere beziehung sowas wie die äh ankerbeziehung oder irgendwie "wichtiger" ist oder ist das vollkommen gleichgestellt?

Lathrada
30.06.2009, 17:04
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kafkaesque
30.06.2009, 17:14
aber was, wenn beide kerle sich reproduzieren möchten? darf dann jeder ein kind machen?

ich kann das nicht beantworten, das szenario ist zu kontrafaktisch, da funktionieren meine intuitionen nicht. kinder in unserer jetzigen lebenssituation wären total absurd.
wenn es irgendwann lebensabschnittsmäßig passt und ich auch einen akuten kinderwunsch habe, bin ich zuversichtlich, dass sich das gefühlsmäßig zeigt, falls es dann nicht eh gerade nur einen mann gibt. es ist ja nicht so, dass man sich "reproduzieren" möchte quasi als selbstzweck, es ist so, dass man ein kind mit jemandem möchte. und dann entscheidet sich das nicht von monogamen beziehungen: entweder man will ein kind mit jemandem, oder eben nicht. und natürlich "darf" insofern der, mit dem ich will und der mit mir will. man hat ja keine ansprüche auf reproduzieren dürfen, sobald man in einer beziehung steckt.


und würdest du sagen, dass die längere beziehung sowas wie die äh ankerbeziehung oder irgendwie "wichtiger" ist oder ist das vollkommen gleichgestellt?

hm, so eine frage setzt voraus, dass es vergleichbare einheiten gäbe, bzgl. derer eine beziehung mehr sein könnte als die anderen. die qualität ist aber bereits eine andere, daher lässt sich schwer ein quantitätsvergleich machen.
aber ja, die eine ist tiefer. aber sie besteht eben auch schon länger und in derselben stadt und fühlt sich sehr bedeutsam an.

Autognom
06.07.2009, 21:06
Wenn Du deinen Partner auch noch davon überzeugen kannst, dann steht einer langen und glücklichen Beziehung doch eigentlich nichts mehr im Wege. :)
Das wertet IHN doch in keiner Weise ab. Wie Du sagst, die Erwartung, einer könne absolut alle Wünsche und Sehnsüchte, Interessen und Bedürfnisse befriedigen ist abwegig. Entweder man beschränkt sich, oder man sucht Wege mit dieser Erkenntnis zu leben.

:rose2: du bist echt toll *malsagenmuss

Autognom
06.07.2009, 21:10
Ich verstehe auch nicht, warum Bisexualität oftmals so eine Sonderrolle bekommt. Es gibt doch so oft irgendwelche Grenzen. Dem einen fehlt es vielleicht ausgepeitscht zu werden, der nächste hatte vielleicht schon lange keinen Oralsex mehr. Aber so viel Toleranz zur offenen Beziehung kenne ich eigentlich nur von der Bisexualität.

Und wer wäre schon dazu bereit alles zu geben?

meine these dazu sit, das menschen die sich als bisexuell definieren häufiger erfahrungen machen (müssen) mit beziehungen die eben nicht die hetero/monogame/zweierbeziehungen sind, sondern eben "anders" und da neben "normale hetero RZB" kaum begriffe existieren wird oft alles unter offene beziehung gepackt

Benny
06.07.2009, 23:46
:rose2: du bist echt toll *malsagenmuss

DANKE!
Wie habe ich mir dieses Kompliment verdient? Natürlich freue ich mich :rose2: - aber was habe ich denn außer einer baren Selbstverständlichkeit in diesem Thread hier schon groß gesagt? :)

Autognom
06.07.2009, 23:54
:bier: naja nich nur hier auch sonst finde ich deine komentare/ansichten zum thema beziehung und dies ganze zeugs bisher sehr ansprechend und mit den meinen kompatibel :D

Inaktiver User
07.07.2009, 14:35
meine these dazu sit, das menschen die sich als bisexuell definieren häufiger erfahrungen machen (müssen) mit beziehungen die eben nicht die hetero/monogame/zweierbeziehungen sind, sondern eben "anders" und da neben "normale hetero RZB" kaum begriffe existieren wird oft alles unter offene beziehung gepackt

Für viele ist Bisexualität auch nur ein Vorwand, bis sie sich eingestehen können Lesbisch oder Schwul zu sein.

Autognom
07.07.2009, 14:56
Für viele ist Bisexualität auch nur ein Vorwand, bis sie sich eingestehen können Lesbisch oder Schwul zu sein.

hm mag sein was ich aber auch niemadem vorwerfen würde da homosexualität / bisexualität ja immer noch "unnormal" is... aber villt wollen sich leute auch nich in eine kategorie pressen lassen, weil kategorisieung immer auch ausschluss bedeutet.

edit: ich versteh auch eigentlich ncih warum man sich da anscheint festlegen muss...

Benny
07.07.2009, 16:26
Für viele ist Bisexualität auch nur ein Vorwand, bis sie sich eingestehen können Lesbisch oder Schwul zu sein.

DAS halte ich - mit Verlaub - für Unfug. Viel wahrscheinicher scheint mir, dass die weit überragende Mehrheit der Menschen von ihren rein biologischen Anlagen her bisexuell ist, und sich - aus im weiteren Sinne kulturellen Gründen - für eine der beiden "Richtungen" entscheidet. Ich kann mir jedenfalls anders nicht erklären, warum in manchen Kulturen ein sehr, sehr hoher Prozentsatz der Menschen bisexuell gelebt hat (z.B. antikes Griechenland), wenn das nicht irgendwie in uns allen drin steckt. Mal mehr, mal weniger stark - mal mehr, mal weniger eingestanden. Ich meine sogar mich zu erinnern, vor einigen Monaten über die gleichlautende These einiger Biologen und Anthropologen gelesen zu haben. Tenor: Eigentlich "normal" ist weder streng hetero- noch streng homo-, sondern mehr oder weniger bisexuell.
Ich glaube nicht, dass wir in rund 2000 Jahren biologisch betrachtet eine völlig neue "Art" Mensch geworden sind. Also könnte man das wahrscheinlich auch wieder "wecken" wenn es kulturell gewollt wäre.

Inaktiver User
07.07.2009, 16:33
Zum eigentlichen Thema. Angenommen ich wäre mit einer Bi-Frau zusammen und sie sagt mir, sie wolle jetzt mal wieder einen Mann, dann würde ich damit nicht umgehen können oder wollen. Ich weiß ich könnte ihr "das" nicht geben, was sie braucht, aber umgekehrt müsste ich mich auch fragen, warum ich ihr nicht genüge.




hm mag sein was ich aber auch niemadem vorwerfen würde da homosexualität / bisexualität ja immer noch "unnormal" is... aber villt wollen sich leute auch nich in eine kategorie pressen lassen, weil kategorisieung immer auch ausschluss bedeutet.

edit: ich versteh auch eigentlich ncih warum man sich da anscheint festlegen muss...

Dann bin ich also "nicht normal"... ? Ich denke aber du hast schon Recht. Die einen sagen z.B. lieber "ich liebe Frauen" statt "ich bin lesbisch", weil für sie das diskriminierend klingt ala "ich gehöre nicht in eine Gruppe".


DAS halte ich - mit Verlaub - für Unfug. Viel wahrscheinicher scheint mir, dass die weit überragende Mehrheit der Menschen von ihren rein biologischen Anlagen her bisexuell ist, und sich - aus im weiteren Sinne kulturellen Gründen - für eine der beiden "Richtungen" entscheidet. Ich kann mir jedenfalls anders nicht erklären, warum in manchen Kulturen ein sehr, sehr hoher Prozentsatz der Menschen bisexuell gelebt hat (z.B. antikes Griechenland), wenn das nicht irgendwie in uns allen drin steckt. Mal mehr, mal weniger stark - mal mehr, mal weniger eingestanden. Ich meine sogar mich zu erinnern, vor einigen Monaten über die gleichlautende These einiger Biologen und Anthropologen gelesen zu haben. Tenor: Eigentlich "normal" ist weder streng hetero- noch streng homo-, sondern mehr oder weniger bisexuell.
Ich glaube nicht, dass wir in rund 2000 Jahren biologisch betrachtet eine völlig neue "Art" Mensch geworden sind. Also könnte man das wahrscheinlich auch wieder "wecken" wenn es kulturell gewollt wäre.

Ich halte es nicht für Unfug, weil ich selbst lesbisch bin. Und als ich das festgestellt hab, habe ich mich auch erstmal ne Weile (weil ich "normal" sein wollte) als Bisexuell tituliert.
Aber ich bin eigentlich eh gegen Schubladen und finde deine These "Wir sind alle ein bisschen bi" nicht ganz verkehrt.

Autognom
07.07.2009, 16:57
Dann bin ich also "nicht normal"... ? Ich denke aber du hast schon Recht. Die einen sagen z.B. lieber "ich liebe Frauen" statt "ich bin lesbisch", weil für sie das diskriminierend klingt ala "ich gehöre nicht in eine Gruppe".



:rose2:
also versteh mich ncih falsch ich wollte dich damit nich angreifen sondern damit sagen das es eine gesellschaftliche norm gibt und die is hetersexuell. alle "anderen" passen nich rein

Inaktiver User
07.07.2009, 18:02
:rose2:
also versteh mich ncih falsch ich wollte dich damit nich angreifen sondern damit sagen das es eine gesellschaftliche norm gibt und die is hetersexuell. alle "anderen" passen nich rein

Keine Sorge, ich bins gewohnt und nehms nicht persönlich ;) Ich weiß wie die Gesellschaft uns sieht :durchgeknallt:

Benny
07.07.2009, 22:40
Aber ich bin eigentlich eh gegen Schubladen und finde deine These "Wir sind alle ein bisschen bi" nicht ganz verkehrt.


Dann sind wir wohl letztlich einer Meinung - vielleicht mit unterschiedlicher Nuancierung. :rose2:

Auch ich halte nicht viel von Schubladen, vor allem weil die übergroße Mehrheit der Menschen nicht über mehr als drei, vier Schubladen verfügt, in die sie dann alle 7 Mrd. Menschen einsortieren wollen. Das ist wohl nicht wirklich hilfreich.