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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : proteste in ö



lady milford
06.11.2009, 00:48
na, ihr österreicherinnen? seid ihr am protest beteiligt?

(kann es sein, dass es dazu immer noch keinen thread gibt!? :suspekt: )

Inaktiver User
06.11.2009, 01:18
müssen ja nich nur die österreicherinnen sein; münster heidelberg und postdam sind doch auch schon am bildungsstreiken.
Bewegungsmelder: Hallo Heidelberg, hier Wien - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - UniSPIEGEL (http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,659590,00.html)

die uni meiner nachbarstadt angeblich seit heute nacht auch. und unsere will sich ab nächster woche anschliessen. war heute gast bei einer stupa-sitzung; dort war thema, dass wien u.a. anstoß sein soll für eine fortsetzung des deutschen bildungsstreiks im sommer; sogenannter "heißer herbst" und ein vorleger für die "global action week".
Auftakt zum “heißen Herbst” Bundesweiter Bildungsstreik 2009 (http://www.bildungsstreik.net/auftakt-zum-heisen-herbst/)

Inaktiver User
06.11.2009, 04:20
na, ihr österreicherinnen? seid ihr am protest beteiligt?



Und warum sagst du nicht, um was für einen Protest es da geht?

Inaktiver User
06.11.2009, 13:33
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Inaktiver User
06.11.2009, 17:44
Gut gelöst ist das sicher nicht. Vor allem ist es nicht langfristig gelöst, sondern wird alle paar Jahre und wenn gaaar nichts mehr immer wieder mal geändert und herumgewurschtelt. Ich kann mich jedenfalls an Zeiten erinnern, wo mich Securities an der Uni vom Betreten von Hörsälen abgehalten haben und so weiter.

Und knallhart rausgeprüft wird nicht nur in der Eingangsphase. Und das einfach nicht fair. Wenn man z.B. Multiple-Choice-Tests so dumm macht, dann kann man über das Fach so viel wissen wie man will, das ist ein reines Glücksspiel und kein Wunder, dass dann 80-90% bei jeder Klausur durchfallen.

Ich bin weder ein grundsätzlicher Gegner von Studiengebühren noch von Beschränkungen, aber sowohl in Ö als auch in D sind die Systeme dämlich und kontraproduktiv.

Inaktiver User
06.11.2009, 17:48
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lassie_singers
06.11.2009, 19:36
grundsätzlich bin ich auch nicht gegen studiengebühren. aber in der form, in der es sie in österreich gab/gibt, waren/sind sie absolut schwachsinnig.
wenn, dann sollte man studiengebühren mit einem vernünftigen stipendiensystem kombinieren und vor allem: wenn ich schon zahlen muss, will ich auch was dafür geboten kriegen. die studiengebühren damals haben genau nichts an der lage der studenten verbessert - im gegenteil, es ist trotzdem immer schlimmer geworden, bis es nun mal eben wieder eskaliert ist.
ich zahle doch kein geld dafür, dass ich dann keine LVs belegen kann, weil leider kein platz ist :durchgeknallt:

in den fächern, in denen ich das beurteilen kann, sind die studieneingangsphasen einfach nur dämlich, absolute zeitverschwendung und überhaupt nicht zielführend.
außer der gedanke dahinter soll sein, dass der ein oder andere student genervt und aus purer verzweiflung das studium schmeisst - dafür sind sie dann doch geeignet.

dass die forderungen erstmal überzogen klingen, ist ja logo. ich geh ja auch nicht in ne gehaltsverhandlung und schlag gleichmal den minimalsten betrag vor, mit dem ich mich zufriedengeben würde..

Inaktiver User
06.11.2009, 20:16
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lassie_singers
06.11.2009, 20:31
kA, ich kann auch nur über die uni wien reden.
die anmeldesysteme unterscheiden sich von studienrichtung zu studienrichtung, aber dieses tolle first come - first serve prinzip hatten wir auch mal und ich finde es etwas :dum: jemanden der keinen seminarplatz kriegt als "selbst schuld" zu bezeichnen, wenn 200 studenten mit atomuhr vor dem computer sitzen und sich alle in der selben milisekunde für 25 seminarplätze anmelden :durchgeknallt:

warum man hier gegen studieneingangsphasen protestiert hab ich schon geschrieben: weil sie, zumindest auf jeden fall in der derzeitigen form, schwachsinnig sind.
entweder so wie von frogbabe beschrieben oder so deppensicher, dass man bei nichtbestehen sofort zwangsexmatrikuliert und einem selbst der hauptschulabschluss wieder aberkannt werden sollte.
im besten fall wird man auch noch sinnlos vom weiterstudieren abgehalten, weil man aufgrund von platzbeschränkungen leider leider nicht in eine der eingangsphasenLVs gekommen ist und man ohne abgeschlossene studieneingangsphase meistens nichts weiteres belegen kann.

Inaktiver User
06.11.2009, 20:37
1. Gehts darum, dass das gesamte Bildungsthema endlich mal richtig aufs Tapet kommt, weil man sich - in Ö wie in D - seit Jahren vor Reformen drückt. Tut man das noch einige Jahre, wird man hinsichtlich Bildung, Fachkräfte usw. extrem abfallen. Was man ja bereits zur Genüge ist.

2. Ich hab an der Wirtschaftsuni in Wien studiert und die ist im Vergleich zur Hauptuni in der Tat gut organisiert. Trotzdem: Bei den Online-Anmeldungen galt das First come-first serve-Prinzip, was bedeutete, dass man ab 14:00 geschätzte 30 Sekunden für die Anmeldung hatte. Dann waren die Seminare voll. Oft waren extrem viele Anmeldungen am gleichen Tag, was 1. bedeutete, dass man bei seiner 2. Anmeldung um 14:01 schon wenig Chancen und bei der 3. Um 14:02 eigentlich keine mehr hatte. Serverüberlastungen, dass teilweise stundenlang nichts ging und man wie ein Idiot vor dem Rechner saß und ständig "Aktualisieren" drückte, kamen noch dazu.

Was man jetzt anbieten, sind "Schienenanmeldungen". Ein kompletter, durchgeplanter Stundenplan für die ersten Semester. Die haben dann gleich mal nach 2 Monaten (Halbsemester) die ersten 3 oder 4 Klausuren und dann Ende des Semesters die nächsten 4. Was hat das bitte mit einem Studium zu tun? Nichts. Das dient nur dazu, dass möglichst viele sofort wieder hinschmeissen, weil sie sich noch nicht mal richtig aufs Studieren eingestellt haben, bevor schon die ersten großen Klausuren kommen.

Man kann das den Unis hinsichtlich der momentanen Mitteln nicht mal verdenken, weil die absolut keine Kapazitäten haben für die Massen, die sich da einschreiben. Sehr viele Österreicher gehen nach Wien, als einzig wirkliche Großstadt, Wien liegt nah an Bratislava - da kann man pendeln - und dann noch der Ansturm der Deutschen.

Für mich war es jedenfalls eine wirklich unglaubliche Erfahrung, als mir an einer deutschen Uni plötzlich wirklich geholfen wurde. Die wollten mir helfen - nicht mich loswerden und mir möglichst viele Steine in den Weg legen. Unfassbar, ich war sprachlos... ;) Das ist defintiv ein Vorteil eines NC-Systems. Aber die Grundlagen stimmen meines Erachtens nicht.

Inaktiver User
06.11.2009, 20:42
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Inaktiver User
06.11.2009, 20:43
Es ist aber auch einfach nicht mehr haltbar, dass ganz Europa sich einfach in Ö einschreiben kann, ich umgekehrt aber fast keine Chancen habe, in D oder sonst wo zu studieren. Und das nicht nur wegen des NCs. Ö wird dann gerügt, wenn sie, z.B. wie beim Medizinstudium, eine absolut nachvollziehbare Inländerquote bei Studienanfängern haben wollen, wohingegen man in vielen Auswahlverfahren als Ausländer in Deutschland dann drankommt, wenn die Deutschen versorgt sind.

lassie_singers
06.11.2009, 20:48
Es ist aber auch einfach nicht mehr haltbar, dass ganz Europa sich einfach in Ö einschreiben kann, ich umgekehrt aber fast keine Chancen habe, in D oder sonst wo zu studieren. Und das nicht nur wegen des NCs. Ö wird dann gerügt, wenn sie, z.B. wie beim Medizinstudium, eine absolut nachvollziehbare Inländerquote bei Studienanfängern haben wollen, wohingegen man in vielen Auswahlverfahren als Ausländer in Deutschland dann drankommt, wenn die Deutschen versorgt sind.

das ist nämlich diskriminierung :mrnerd: :argl:

Inaktiver User
06.11.2009, 21:19
im besten fall wird man auch noch sinnlos vom weiterstudieren abgehalten, weil man aufgrund von platzbeschränkungen leider leider nicht in eine der eingangsphasenLVs gekommen ist und man ohne abgeschlossene studieneingangsphase meistens nichts weiteres belegen kann.
ja, das ist mir direkt schon passiert. dann habe ich ein semester lang nur eine oder zwei lehrveranstaltungen oder wie?

stimme den meisten forderungen zu .. und dem, was lassie und frogbabe hier gesagt haben.

zu den zusatzbeschränkungen kann ich als typischer nc-flüchtling nur sagen, dass ich dankbar bin, es aber trotzdem ebenfalls besser finden würde, wenn man das system in deutschland abschaffen würde. oder nur noch für die zvs-fächer, mit etwas mehr toleranz .. wobei nein, das wäre doppelmoral. aufnahmetests würde ich auch angebracht finden. ich meine, ich kann meinen geisteswissenschaftenkram nicht * studieren, weil ich schlecht in bio und nicht sehr sportbegeistert war .. das erscheint mir nur bedingt sinnvoll.

* in dtl ohne wartesemester

ja.

lassie_singers
06.11.2009, 22:09
kommt drauf an. bei manchen studienrichtungen stressen sie zwar herum, aber kontrolliert wird es letztendlich eh nicht - bei anderen wiederum weiß das anmeldesystem, ob du die studieneingangsphase abgeschlossen hast und lässt dich für keine weitere seminare anmelden, wenn dem nicht so ist... allerdings gilt das nur für seminare, vorlesungen kann man im normalfall machen wie man lustig ist.

wo und was studierst du denn, wenn dus sagen magst?

Inaktiver User
06.11.2009, 22:31
ja, um seminare gehts.

p und l (letzteres tausche ich evtl noch gegen g, aber wahrscheinlich nicht, weil schon zu viel verpasst, oder erst zum nächsten semester) an der hauptuni.

(bitte nicht zitieren)

und du? : )

lassie_singers
06.11.2009, 22:54
ich studier geschichte und powi an der allseits beliebten hauptuni ;) ersteres zum glück noch auf diplom und es ist sogar relativ erträglich von den studienbedingungen her.
powi bin ich bachelor-zwangsumsteiger und ich hab in meinem leben noch nichts unorganisierteres gesehen :uebel: ich bin wirklich am überlegen, ob ich es überhaupt fertigstudiere, weil es einfach nur mühsam ist, obwohl mich das studium an sich echt interessiert :/

ist dein 2. fach generell scheisse oder warum magst du tauschen?

Inaktiver User
06.11.2009, 23:12
im wievielten semester bist du?
und würdest du p (vorraussichtlich) in der angepeilten zeit schaffen?

und ja, unorganisiert ist es .. und das sage ich als jemand, der noch nicht mal das alte system kennt (bzw drin war) :') das mit den ects-punkten finde ich eigentlich sinnvoll vom konzept her, aber die umstellung ist eben sehr holprig.

es ist nicht scheiße, aber ich weiß nicht, ob es vom gegenstand her das ist, was ich wollte.

cafédelmar
12.11.2009, 13:12
na, ihr österreicherinnen? seid ihr am protest beteiligt?

(kann es sein, dass es dazu immer noch keinen thread gibt!? :suspekt: )

NEIN

Inaktiver User
13.11.2009, 01:24
ich versuche, mich zu informieren und kriege über bekannte viel mit. tatsächlich beteiligt war ich nur am ersten tag und nur an meiner uni, als alles anfing. also...nicht an der hauptuni.
aber ich habe auch eine zeitlang unter katastrophalen bedingungen an der hauptuni studiert und empfinde es nach meinem studienwechsel jeden tag wieder aufs neue luxuriös und erstaunlich, dass man auch einfach studieren kann, dass dozenten einen tatsächlich beim namen kennen und dass einem wirklich weitergeholfen werden kann. und dass man nicht zu 80st in einem seminar sitzt.
und das sollte nicht so sein.
ich steh da schon sehr hinter der forderung, dass ein allgemeines umdenken stattfinden muss, damit eine gute, gewachsene bildung die nicht nur durch ein standardisiertes, wirtschaftsgerichtetes system gebastelt wird viel hörere priorität erlangt.

Inaktiver User
15.11.2009, 18:05
na, ihr österreicherinnen? seid ihr am protest beteiligt?



Ich auch nicht.
Meine Studienbedingungen sind ganz ok, und das Ganze ohne dass ich Studiengebühren zahle. Das einzige, was mich stört, ist, dass sie jetzt anfangen, rauszuprüfen. Das wäre sinnvoller am Anfang des Studiums und nicht im 3. Semester, das bei sechs Semestern Studiendauer ca. der Hälfte des Studiums entspricht. :suspekt:

Inaktiver User
15.11.2009, 21:21
deshalb find ich, dass man das lieber in der EU klären sollte um vielleicht in jedem EU land die selben studienbedingungen zu schaffen...dann bleibt auch jeder in seinem land.:durchgeknallt:
oh mann...

Inaktiver User
15.11.2009, 21:59
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Inaktiver User
16.11.2009, 02:26
ganz abgesehen davon, dass durch aufnahmeprüfung bzw. studieneingangsphase ohnehin nur die besten den platz bekommen - und wenn die deutschen besser sind als die österreicher, haben sie den platz einfach mehr verdient, wenn nicht, bekommen sie ihn nicht (und mir ist es ein rätsel, wie man dann sauer sein kann auf den bösen ausländer, der den studienplatz bekommen hat nur weil er viel besser war als man selbst. gemeinheit!), verstehe ich beim besten willen nicht, wie man das ziel haben kann, dass jeder mensch am besten in dem land bleibt, aus dem er kommt - so ne art internationale ausgangssperre.
wie passt das bitte mit der eu zusammen?

aber keine sorge, meiner erfahrung nach werden deutsche studenten von ihren österreichischen kommilitonen so erfolgreich gemobbt, dass viele das land ohnehin relativ schnell wieder verlassen.

Inaktiver User
16.11.2009, 08:24
kA, ich kann auch nur über die uni wien reden.
die anmeldesysteme unterscheiden sich von studienrichtung zu studienrichtung, aber dieses tolle first come - first serve prinzip hatten wir auch mal und ich finde es etwas :dum: jemanden der keinen seminarplatz kriegt als "selbst schuld" zu bezeichnen, wenn 200 studenten mit atomuhr vor dem computer sitzen und sich alle in der selben milisekunde für 25 seminarplätze anmelden :durchgeknallt:

Ich bin soooo froh, dass das bei uns nicht so ist, ich hatte Angst und Panik davor, dass ich mich eventuell nicht schnell genug für Seminare anmelde.
Aber Gott sei Dank haben wir so ein "intelligentes" System, das abgleicht, wer die Veranstaltung braucht und wer nicht und wenn es zu viele sind, erstmal jeden rausschmeißt, für den das nicht Teil das Studiengangs ist.


Es ist aber auch einfach nicht mehr haltbar, dass ganz Europa sich einfach in Ö einschreiben kann, ich umgekehrt aber fast keine Chancen habe, in D oder sonst wo zu studieren. Und das nicht nur wegen des NCs. Ö wird dann gerügt, wenn sie, z.B. wie beim Medizinstudium, eine absolut nachvollziehbare Inländerquote bei Studienanfängern haben wollen, wohingegen man in vielen Auswahlverfahren als Ausländer in Deutschland dann drankommt, wenn die Deutschen versorgt sind.
Dumme Frage, aber ich dachte immer, in Deutschland werden EU-Bewerber so behandelt wie die deutschen Bewerber und die nicht-EU-Bewerber kommen erst dran, wenn die anderen Plätze haben?!

Bei uns ist heute studiengangsintern eine Diskussion in der Garderobe vom Audimax, da werd ich auch hingehen - weil es eben studiengangsintern ist und wir natürlich sehr viel direktere und präzisere Forderungen stellen können als nur "Master für alle", "keine Studiengebühren" und "keine Zulassungsbeschränkungen."

Zulassungsbeschränkungen find ich im Übrigen gut, die müssten aber anders durchgesetzt werden und so, dass die Unis wirklich nur so viele Leute zulassen wie sie Plätze anbieten können und diese Leute dann tatsächlich in einem halbwegs angenehmen Umfeld studieren und in ihre Veranstaltungen reinkommen.
Solche Auswahl über die Abi-Note zu treffen, find ich aber Schwachsinn, weil die Bundesland- und Schulabhängig ist. Ich fänd ja sowas wie den SAT gut oder so, wie das in Japan geregelt ist, wo jede Uni ihren eigenen Aufnahmetest hat. Der sollte dann imho auch fächerabhängig sein (wer nur eine Sprache studiert, braucht keine Chemiekenntnisse, wer Bio studiert, muss nicht musikalisch bewandert sein etc.)
Aber wenn man alles einfach zulassungsfrei halten würde, würden sich 90% der deutschen Studenten auf die 10 beliebtesten Unis und FHs verteilen.

Inaktiver User
16.11.2009, 09:00
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Inaktiver User
16.11.2009, 09:29
ganz abgesehen davon, dass durch aufnahmeprüfung bzw. studieneingangsphase ohnehin nur die besten den platz bekommen - und wenn die deutschen besser sind als die österreicher, haben sie den platz einfach mehr verdient, wenn nicht, bekommen sie ihn nicht (und mir ist es ein rätsel, wie man dann sauer sein kann auf den bösen ausländer, der den studienplatz bekommen hat nur weil er viel besser war als man selbst. gemeinheit!), verstehe ich beim besten willen nicht, wie man das ziel haben kann, dass jeder mensch am besten in dem land bleibt, aus dem er kommt - so ne art internationale ausgangssperre.
wie passt das bitte mit der eu zusammen?

aber keine sorge, meiner erfahrung nach werden deutsche studenten von ihren österreichischen kommilitonen so erfolgreich gemobbt, dass viele das land ohnehin relativ schnell wieder verlassen.

Viel polemischer Unsinn, was du schreibst.
Ich weiß nicht, was daran so schwer zu verstehen ist, dass es ein Problem wird, wenn aufgrund des nicht-vorhandenen NCs und keiner Studiengebühren so viele Ausländer kommen, dass die Inländer im eigenen Land nicht mehr studieren können. Ö ist ein kleines Land, sehr viele gehen einzig und allein nach Wien und da sind die Zahlen einfach nicht mehr zu handhaben.

Ein Grund, warum es überhaupt diese "Studieneingangsphasen" - also das Rausprüfen am Anfang gibt - ist der Ansturm der Deutschen, nachdem die Regelung gekippt ist.
Kein Mensch hat hier was gegen Deutsche - hier gehts einzig und allein darum, dass man eben nicht will, dass es unnötige Beschränkungen oder Rausprüfen gibt. Wenn aber in Zukunft die Regelungen in D immer schärfer und in Ö immer mehr gelockert werden und somit nochmal 20 000 Deutsche mehr kommen, ist das nicht zu bewerkstelligen.

Also spar dir doch bitte deinen polemischen Mist und denk mal nach.

Inaktiver User
16.11.2009, 09:34
Dumme Frage, aber ich dachte immer, in Deutschland werden EU-Bewerber so behandelt wie die deutschen Bewerber und die nicht-EU-Bewerber kommen erst dran, wenn die anderen Plätze haben?!



Nein, vor allem wenn du in einem höheren Semester wechseln willst, kommen erst die Deutschen dran und dann alle, die von deutschen Unis kommen... und dann der Rest... ;)

Ich find das jetzt gar nicht so schlimm ehrlich gesagt - ein Land investiert ja nicht in die Bildung, dass sie möglichst allen anderen, aber nur nicht mehr den eigenen zu Teil wird. Bildung ist ja nach wie vor keine EU-Sache, somit werde ich quasi jetzt von Deutschland "subventioniert" (trotz Studiengebühren) und der Deutsche Student in Wien noch mehr von Österreich. Wenn sich das halbwegs die Waage hält, ist das ja gut so. Aber das tut es halt dann nicht, wenn ein Land NC und Gebühren hat und ein anderes nicht.
Und wenn sich das massiv verstärkt, dann trägt quasi ein Land die Bildung für ein anderes mit und das geht halt nicht so einfach.

Solche Kommentare wie von raganörk oben sind dann einfach absolut lächerlich...

Ich würd doch auch als Deutscher, wenn ich hier nicht das studieren kann, was ich will, woanders hingehen. Das werfe ich doch keinem vor. Ich leb als Ösi in D, also wie viel kann ich gegen euch denn haben... ;) Da gehts halt um die generellen, unabgestimmten Regelungen...

Inaktiver User
16.11.2009, 10:12
Ich würd doch auch als Deutscher, wenn ich hier nicht das studieren kann, was ich will, woanders hingehen. Das werfe ich doch keinem vor.
Ist ja auch klar. Machen ja auch einige.
Aus meinem Abijahrgang studieren mehrere in Großbritannien, weil sie da halt auch keinen bestimmten Schnitt brauchen, um z.B. Journalismus zu studieren, wo du hier natürlich kaum reinkommst.
Ich wär auch dafür, dass man das irgendwie einigermaßen "einheitlich" regeln könnte.

Ohne Zulassungsbeschränkung seh ich generell auch das Problem einfach, dass sich bestimmte Unis dann vor Studenten kaum retten können und an anderen kein Arsch mehr studiert.
Und es ist ja sicher auch nicht nur in Deutschland so, dass bestimmte Unis beliebter sind als andere. Wenn man aber dafür sorgt, dass an die superbeliebten Unis nicht jeder kann, sorgt man ja gleichzeitig auch dafür, dass die anderen auch Studenten abkriegen und sich mal einen Ruf erarbeiten können.

volley4life
16.11.2009, 11:28
ich kann jetzt nicht für die verhältnisse an der wiener uni sprechen, da ich ja in innsbruck studiere, also in einer relativ kleinen unistadt. mich persönlich betrifft die ganze problematik nicht, da ich an einem sehr kleinen institut studiere und bei un sfür alle genug raum und personal da ist. aber in den beliebteren studiengängen ist auch bei uns jeder raum bis zum letzten treppen- und stehplatz überfüllt, bzw. kommen manche gar nicht mehr in die räume rein, bekommen keine plätze für die seminare usw. die mediziner stellen sich teilweise um 6 in der früh vor dem hörsaal an damit sie um 9 noch einen sitzplatz bekommen. also in solchen fällen finde ich den protest schon verständlich. allerdings glaube ich nicht dass besetzungen und total unrealistische forderung der weg zum ziel sind. die besten bedingungen und dann auch noch alles gratis wollen wird halt nicht funktionieren. früher wurden unsere unis einfach viel mehr vom staat finanziert, was heute einfach nicht mehr möglich ist. außerdem finde ich unser stipendiensystem auch nicht so schlecht wie immer alle tun. ich kenne niemanden, der die studiengebühren zahlen musste wenn er nicht dazu in der lage war.

aber es ist nunmal so, dass in diesen bestimmten betroffenen studiengängen (medizin, bwl, ...) ein großteil der studierenden ausländer sind. ich sag jetzt absichtlich nicht deutsche, da in innsbruck auch sehr viele südtiroler studieren. ich verstehe auch, dass man sich als österreicher benachteiligt fühlt, wenn man im eigenen land nicht studieren kann, weil ein zuviele ausländische studenten hier sind. ich will nicht sagen, dass man nicht im ausland studieren können soll, aber ich kann nachvollziehen dass es die betroffenen ärgert. aber solange nicht ein einheitliches eu-weites system geschaffen wird, kann sich dieses problem eigentlich nur verschlimmern, fürschte ich.

Inaktiver User
16.11.2009, 18:32
Ich weiß nicht, was daran so schwer zu verstehen ist, dass es ein Problem wird, wenn aufgrund des nicht-vorhandenen NCs und keiner Studiengebühren so viele Ausländer kommen, dass die Inländer im eigenen Land nicht mehr studieren können.
das ist ja nicht wahr, dass inländer nicht studieren können. inländer können nur nicht studieren, wenn sie zu schlecht sind, um sich zu qualifizieren. und das problem daran sehe ich wirklich nicht. niemand hindert die österreicher doch daran, sich mühe zu geben und gut abzuschneiden.
natürlich wäre es sinnvoll, dass jedes eu-land einen viel offeneren zugang zu studienplätzen hätte. aber ich fände das sinnvoll, damit jeder dort studieren kann, wo er möchte und nicht - wie llovizna - damit jeder auch ja im eigenen land bleibt.



Kein Mensch hat hier was gegen Deutschedas ist aber einfach schwachsinn.

Inaktiver User
16.11.2009, 18:38
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Inaktiver User
16.11.2009, 19:10
studieneingansphasen und / oder vergleichbares gibt es doch fast an jeder uni in den fächern, die beliebt sind. das first-come-first-serve-prinzip ist idiotisch, klar, aber das ist es auch ohne ausländer (ebenso wie bei anmeldungen zu seminaren, das wurde ja schon diskutiert). 2 freundinnen von mir haben noch vor der zeit der nc-flüchtlinge in wien studiert und ich habe mir sagen lassen, dass man an der hauptuni damals schon vor dem hörsaal in fünfter reihe stand und versucht hat, bei geöffneter tür doch noch irgendwas mitzubekommen, weil die veranstaltungen alle so überfüllt waren. und dafür bzw. dagegen muss sich die uni einfach was überlegen.

Inaktiver User
16.11.2009, 19:21
das ist ja nicht wahr, dass inländer nicht studieren können. inländer können nur nicht studieren, wenn sie zu schlecht sind, um sich zu qualifizieren. und das problem daran sehe ich wirklich nicht. niemand hindert die österreicher doch daran, sich mühe zu geben und gut abzuschneiden.
natürlich wäre es sinnvoll, dass jedes eu-land einen viel offeneren zugang zu studienplätzen hätte. aber ich fände das sinnvoll, damit jeder dort studieren kann, wo er möchte und nicht - wie llovizna - damit jeder auch ja im eigenen land bleibt.

Wovon redest du? Ö hat keinen NC. Studieren kann erstmal jeder. Nur dann halt im Kino, ohne einem Platz in den Seminaren usw. Egal, ob man sich "Mühe gibt" oder nicht...
Also von wegen "nur die dummen Inländer können nicht studieren"...

Und wenn du so argumentierst, kann ich auch sagen: Wenn die Deutschen zu dumm sind, im Heimatland einen NC-Platz zu kriegen, müssen sie sich halt "mehr Mühe geben"... ^^

Ich hingegen hätte mir "Mühe geben" können, wie ich will: Meine Leistungen haben nichts damit zu tun, ob ich in D einen Studienplatz kriege oder nicht - die Chancen sind minimal.

Inaktiver User
16.11.2009, 19:26
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Inaktiver User
16.11.2009, 19:32
Und wenn du so argumentierst, kann ich auch sagen: Wenn die Deutschen zu dumm sind, im Heimatland einen NC-Platz zu kriegen, müssen sie sich halt "mehr Mühe geben"... ^^
das sehe ich prinzipiell auch so. wenn ich mich bei der zvs bewerbe mit nem schnitt von 1,9 und ein türke bewirbt sich dort mit nem schnitt von 1,0 und er bekommt den platz, käme ich nie auf die idee, auf den bösen ausländer wütend zu sein, der mir meinen studienplatz weggenommen hat. hat er nämlich nicht.

ich weiß, dass es in ö keinen nc gibt. ich bezog mich auf studieneingansphasen, da wird ja auch nach note gereiht. und bei den auswahlverfahren, die vorher stattfinden (gibts ja zum teil auch), gehts auch um noten bzw. sonstige nachweise.

dass das system in d idiotisch ist, sage ich ja. nur verstehe ich nicht, wie das ziel sein kann, dass jeder in seinem land bleibt statt dass jeder dahin geht, wo es ihm gefällt. das ist alles.
plus: ich verstehe nicht, warum man wütend auf die ausländer ist (die können ja auch nichts für das system) und sie zum teil einfach total beschissen behandelt, aber das ist ein ganz anderes thema.

Inaktiver User
16.11.2009, 19:33
ragnarök, nur so aus interesse, kommst du eigentlich aus deutschland oder aus österreich?
warum fragst du bzw. was macht das für einen unterschied?

Inaktiver User
16.11.2009, 19:35
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Inaktiver User
16.11.2009, 19:40
:D
ich bin deutsche, habe in österreich studiert (und das prinzipiell sehr gerne) und wurde immer wieder mit einer wirklich haarsträubenden ausländer- bzw. deutschenfeindlichkeit konfrontiert. (und den deutschen, die ich dort kennengelernt habe, ging es genauso wie mir)

Inaktiver User
16.11.2009, 19:41
das sehe ich prinzipiell auch so. wenn ich mich bei der zvs bewerbe mit nem schnitt von 1,9 und ein türke bewirbt sich dort mit nem schnitt von 1,0 und er bekommt den platz, käme ich nie auf die idee, auf den bösen ausländer wütend zu sein, der mir meinen studienplatz weggenommen hat. hat er nämlich nicht.

ich weiß, dass es in ö keinen nc gibt. ich bezog mich auf studieneingansphasen, da wird ja auch nach note gereiht. und bei den auswahlverfahren, die vorher stattfinden (gibts ja zum teil auch), gehts auch um noten bzw. sonstige nachweise.


Nein. Die meisten "Studieneingangsphasen" reihen nicht nach Noten. Sie haben lediglich zum Ziel, durch möglichst dumme Regelungen ("Wenn man Klausur B nicht besteht, muss man A auch wiederholen, obwohl die nicht zusammenhängen") und möglichst unrealisitsche Zeitpläne in Kombination mit fehlenden Plätzen möglichst viele dazu zu bringen, das Handtuch zu werden.



dass das system in d idiotisch ist, sage ich ja. nur verstehe ich nicht, wie das ziel sein kann, dass jeder in seinem land bleibt statt dass jeder dahin geht, wo es ihm gefällt. das ist alles.
plus: ich verstehe nicht, warum man wütend auf die ausländer ist (die können ja auch nichts für das system) und sie zum teil einfach total beschissen behandelt, aber das ist ein ganz anderes thema.

Zum 3. Mal: Es geht darum, dass es im Moment kein "es geht jeder dahin, wo es ihm gefällt" gibt, sondern "alle kommen nach Ö weil da gibts weder NC noch Gebühren". Und das ist ungefähr so, als wäre
in einem Bundesland der Arzt gratis und in den anderen würde alles ein Vermögen kosten. Das geht nicht. Dass Deutschland diese Beschränkungen hat, kann nicht zu Lasten von Ländern gehen, die sie nicht haben und das nicht tragen können.

Und - auch wenn ich dachte, einmal reichts, muss ich mich wiederholen: Kein Mensch wirft das irgendeinem deutschen Studenten persönlich vor. Und die Deutschen werden sich in Ö genauso dumme Sprüche anhören müssen, wie ich es hier muss. Mein Gott, wer das nicht als die altbekannten Sticheleien sehen kann, der tut mir in der Tat leid.

Inaktiver User
16.11.2009, 19:46
Zum 3. Mal: Es geht darum, dass es im Moment kein "es geht jeder dahin, wo es ihm gefällt" gibt, sondern "alle kommen nach Ö weil da gibts weder NC noch Gebühren". Und das ist ungefähr so, als wäre
in einem Bundesland der Arzt gratis und in den anderen würde alles ein Vermögen kosten. Das geht nicht. Dass Deutschland diese Beschränkungen hat, kann nicht zu Lasten von Ländern gehen, die sie nicht haben und das nicht tragen können.
ebenfalls zum 3. mal: das sehe ich ganz genauso. DAS EINZIGE, was ich gesagt habe, ist, dass ich nicht verstehen kann, warum hier jemand schreibt, es wäre besser, wenn alle länder die bedingungen hätten, die ö hat, DAMIT jeder da bleibt, wo er herkommt. ich sehe nicht, wie letzteres ein erstrebenswertes ziel sein kann.


Und die Deutschen werden sich in Ö genauso dumme Sprüche anhören müssen, wie ich es hier muss. Mein Gott, wer das nicht als die altbekannten Sticheleien sehen kann, der tut mir in der Tat leid.
da ich nicht weiß, was du dir anhören musst, kann ich das nicht beurteilen. ich weiß nur, dass ich dir nicht wünsche, dass es dasselbe ist, was ich mir anhören musste.

Inaktiver User
16.11.2009, 19:52
da ich nicht weiß, was du dir anhören musst, kann ich das nicht beurteilen. ich weiß nur, dass ich dir nicht wünsche, dass es dasselbe ist, was ich mir anhören musste.

Du, ich bin ja freiwillig hier. Wenns so unerträglich wäre, dann wäre ich das nicht mehr... :)

Inaktiver User
16.11.2009, 19:54
.

Inaktiver User
16.11.2009, 19:59
internationalität ist ja schön und gut und dagegen sag ich ja auch nix. aber es geht nicht um "ich gehe nach dem abi nach ö, weil das land mich so interessiert" o.ä., das machen die wenigsten. es geht eher darum dass leute, die gerne in ihrem land studieren würden, das nicht können weil sie keinen platz bekommen. die ncs in deutschland werden ja immer höher...1,8 is meiner meinung nach z.b. kein schlechter abischnitt. wenn man dann aber trotzdem keinen platz an einer deutschen uni bekommt, dann find ich dass da irgendwas schief läuft.
sag ich ja!

Inaktiver User
16.11.2009, 20:00
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Inaktiver User
16.11.2009, 20:02
Du, ich bin ja freiwillig hier. Wenns so unerträglich wäre, dann wäre ich das nicht mehr... :)
das würde ich eigentlich auch annehmen, aber du sagtest ja, du müsstest dir wahrscheinlich dasselbe anhören wie deutsche in ö. und wenn das der fall ist und du es dennoch nicht unerträglich findest, bewundere ich dich für dein dickes fell.