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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Betreuungsgeld



Joline
22.11.2009, 18:16
auf wen genau geht eigentlich dieser Irrsinn zurück und kann mir jemand mal die Vorteile schmackhaft machen?

S.Less
22.11.2009, 23:44
auf welche partei? cdu/csu halt, ich glaube ganz genau sogar von der csu.

und vorteile gibt es mit sicherheit keine, zumindest keine die man mit gesundem verstand nicht leicht widerlegen könnte.

geshem
22.11.2009, 23:50
der vorteil ist, dass frauen zu hause bleiben und sich ihren naturgegebenn aufgaben widmen, und dann gibt's weniger arbeitslose.

Joline
23.11.2009, 11:12
auf welche partei? cdu/csu halt, ich glaube ganz genau sogar von der csu.

und vorteile gibt es mit sicherheit keine, zumindest keine die man mit gesundem verstand nicht leicht widerlegen könnte.

auf welche Partei weiß ich, mich würde die Person interessieren

Inaktiver User
23.11.2009, 12:10
Ich könnte mir vortsellen, dass es in der tiefsten Provinz, wo es ohnehin keine Krippenplätze etc. gibt hilfreich sein könnte. Eine Freundin von mir muss immer Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um ihre beiden Jungs untergebracht zu bekommen und hat deshalb schon Angst um ihren Job bzw. überlegt zu kündigen.
Ist aber natürlich eher Symptombekämpfung. Sie wäre glücklicher, wenn das Geld in Betreuungsmöglichkeiten gesteckt würde.

Jemima
23.11.2009, 12:55
der vorteil ist, dass frauen zu hause bleiben und sich ihren naturgegebenn aufgaben widmen, und dann gibt's weniger arbeitslose.

:mrnerd:

Daher ja auch die Bezeichnung "Herdprämie". Die CSU mag halt an ihrem guten alten Weltbild festhalten.

sparklehorse
23.11.2009, 18:43
Ich könnte mir vortsellen, dass es in der tiefsten Provinz, wo es ohnehin keine Krippenplätze etc. gibt hilfreich sein könnte. Eine Freundin von mir muss immer Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um ihre beiden Jungs untergebracht zu bekommen und hat deshalb schon Angst um ihren Job bzw. überlegt zu kündigen.
Ist aber natürlich eher Symptombekämpfung. Sie wäre glücklicher, wenn das Geld in Betreuungsmöglichkeiten gesteckt würde.

naja, aber für 150 euro im monat zuhause bleiben? :/
das lohnt sich doch ohnehin nur, wenn man nicht soo viel verdient.

Inaktiver User
23.11.2009, 19:31
naja, aber für 150 euro im monat zuhause bleiben? :/
das lohnt sich doch ohnehin nur, wenn man nicht soo viel verdient.

Naja, sie arbeitet als Kassiererin. Aber klar, es ist nichts halbes und nichts ganzes mit dem Geld.

S.Less
24.11.2009, 08:58
bestimmt gibts die 150 pro kind, also braucht man schon so 5-8 kinder damit sich das lohnt und deutschland endlich wieder ein geburtenstarkes land wird auf dem weg in die genetische autarkie.

sparklehorse
24.11.2009, 11:17
bestimmt gibts die 150 pro kind, also braucht man schon so 5-8 kinder damit sich das lohnt und deutschland endlich wieder ein geburtenstarkes land wird auf dem weg in die genetische autarkie.

die frau will ich sehen, die 5-8 kinder unter 3 jahren hat. :]

Inaktiver User
24.11.2009, 18:12
die frau will ich sehen, die 5-8 kinder unter 3 jahren hat. :]

Da. ;) (http://www.google.de/search?hl=de&safe=off&client=firefox-a&rls=org.mozilla:de:official&um=1&q=achtlinge&ie=UTF-8&sa=N&tab=iw&start=0)

sparklehorse
24.11.2009, 22:58
Da. ;) (http://www.google.de/search?hl=de&safe=off&client=firefox-a&rls=org.mozilla:de:official&um=1&q=achtlinge&ie=UTF-8&sa=N&tab=iw&start=0)

ja ok, war ja klar dass jetzt wieder sowas kommt :augenroll: :P

einmal drillinge und einmal zwillinge reicht ja auch schon :]

rhabarber*
24.11.2009, 23:33
naja, aber für 150 euro im monat zuhause bleiben? :/
das lohnt sich doch ohnehin nur, wenn man nicht soo viel verdient.
oder eben ein zusätzliches geschenkt für leute, die eh nicht auf ein doppeltes einkommen angwiesen sind.
typisch cdu/csu.

Inaktiver User
25.11.2009, 01:03
ja ok, war ja klar dass jetzt wieder sowas kommt :augenroll: :P

einmal drillinge und einmal zwillinge reicht ja auch schon :]

Du musst zugeben, dass der Achtlingsbauch beindruckend ist. :P

kilauea
25.11.2009, 19:51
nix für ungut, aber ich find das nicht so blöd. es soll auch heutzutage noch leute geben, die ihr kind gern selber erziehen, begleiten, wie auch immer und ich fänd's unfair, wenn zwar krippenplätze bezahlt würden, aber leute, die gern selber bei den kindern sind, das nachsehen hätten.

augenweide
25.11.2009, 22:13
wieso haben die das nachsehen? bislang haben andere familien das ja auch nicht bar ausgezahlt bekommen, die haben nur staatliche angebote wahr genommen. wenn man die nicht nutzt, ist das eine eigene entscheidung, kann das aber nicht gegenseitig aufrechnen.
klar ist das doof, wenn man arbeiten gehen MUSS, aber wie gesagt ersetzt das betreuungsgeld ja finanziell auch keinen job.

ich möchte dann bitte auch demnächst eine prämie bekommen, weil die städte und kommunen alle öffentlichen bäder und sporteinrichtungen bezuschussen, die ich aber nicht nutze :magie:

Inaktiver User
25.11.2009, 23:15
Das Problem liegt ja auch mit darin, dass man u. U. die Angebote gar nicht nutzen kann, weil es keine in der näheren Umgebung gibt oder alle voll sind.

S.Less
25.11.2009, 23:35
nix für ungut, aber ich find das nicht so blöd. es soll auch heutzutage noch leute geben, die ihr kind gern selber erziehen, begleiten, wie auch immer und ich fänd's unfair, wenn zwar krippenplätze bezahlt würden, aber leute, die gern selber bei den kindern sind, das nachsehen hätten.

also ich finds schon ne ordentliche finanzielle entlastung für nicht wenige wenn kinder nicht zum kindergarten gehen; ist ja nicht gerade billig. (ok ist lokal extrem verschieden)

und die h4 empfänger/aufstocker bekommen eh geld für die kinder, allerdings zugegeben sehr wenig, um die 60 euro. das hat aber nichts mit dem betreuungsgeld zu tun sondern mit fehlern im h4.

augenweide
25.11.2009, 23:38
Das Problem liegt ja auch mit darin, dass man u. U. die Angebote gar nicht nutzen kann, weil es keine in der näheren Umgebung gibt oder alle voll sind.

es nützt dann aber halt nullkommanix, wenn man den eltern 150 euro gibt. dann soll man lieber in mehr plätze/einrichtungen investieren.

sparklehorse
26.11.2009, 08:19
es nützt dann aber halt nullkommanix, wenn man den eltern 150 euro gibt. dann soll man lieber in mehr plätze/einrichtungen investieren.

ich glaube auch nicht, dass sie das als pro-argument für das betreuungsgeld meinte.

augenweide
26.11.2009, 10:01
für was denn dann?

Inaktiver User
26.11.2009, 16:45
für was denn dann?

Ich meinte damit, dass man manchmal leider (noch) nicht die Wahl hat, die Einrichtungen zu nutzen oder nicht, wie du mit den Sportvereinen. ;) Dass das Geld besser in die Krippenplätze investiert wäre, seh ich genauso und hab ich ja oben schon geschrieben.

Tinelli
26.11.2009, 17:32
nix für ungut, aber ich find das nicht so blöd. es soll auch heutzutage noch leute geben, die ihr kind gern selber erziehen, begleiten, wie auch immer und ich fänd's unfair, wenn zwar krippenplätze bezahlt würden, aber leute, die gern selber bei den kindern sind, das nachsehen hätten.

Wenn das so Leute sind, wie meine Cousinen, fände ich es nicht schlecht, wenn sie eher gezwungen werden, ihre Kinder in Betreuungseinrichtungen zu stecken.
Eins von den Kindern ist jetzt in der 2. (!) Klasse durchgefallen. Der Rest ist kleiner, da wirds aber wohl ähnlich laufen.

Eine meiner Cousinen plant ja, mit dem Kindergeld ein Haus zu bauen. Sowas wie Betreuungsgeld kommt ihr dann grad recht.

sparklehorse
26.11.2009, 20:27
Wenn das so Leute sind, wie meine Cousinen, fände ich es nicht schlecht, wenn sie eher gezwungen werden, ihre Kinder in Betreuungseinrichtungen zu stecken.


hmja. ich hatte auch ne freundin, die nie im kindergarten war. und ich find, dass man das schon merkt..einzelkind dann noch dazu natürlich.

aber du meinst wahrscheinlich nochmal bisschen was anderes als ich. naja. trotzdem. kindergartenpflicht fänd ich auf jeden fall nicht verkehrt.

rhabarber*
26.11.2009, 22:23
nix für ungut, aber ich find das nicht so blöd. es soll auch heutzutage noch leute geben, die ihr kind gern selber erziehen, begleiten, wie auch immer und ich fänd's unfair, wenn zwar krippenplätze bezahlt würden, aber leute, die gern selber bei den kindern sind, das nachsehen hätten.
aber 150€?
ich finde, dass ist eine reine frechheit und keine wahlfreiheit.

im übrigen wird doch so ohnehin nur versucht, sich vor der aufgabe zu drücken, mehr betreuungsmöglichkeiten zu schaffen...ein kindergartenplatz kostet halt pro kind auch wesentlich mehr als diese lächerlichen 150€.

augenweide
26.11.2009, 22:30
Ich meinte damit, dass man manchmal leider (noch) nicht die Wahl hat, die Einrichtungen zu nutzen oder nicht, wie du mit den Sportvereinen. ;) Dass das Geld besser in die Krippenplätze investiert wäre, seh ich genauso und hab ich ja oben schon geschrieben.

achso, ja, hab wahrscheinlich nicht genau genug gelesen.
aber man kann meiner meinung nach dafür halt kein geld "verlangen".

kilauea
26.11.2009, 22:34
Wenn das so Leute sind, wie meine Cousinen, fände ich es nicht schlecht, wenn sie eher gezwungen werden, ihre Kinder in Betreuungseinrichtungen zu stecken.
Klar, dass es da solche und solche gibt. Aber wenn ne "normale" und nette Familie sich entscheidet, ihr Kind daheim zu behalten, finde ich das unterstützenswert.

kilauea
26.11.2009, 22:52
Edit: Nein, ich weiß auch nicht, wie man das objektiv entscheiden soll.

augenweide
27.11.2009, 00:42
die gefahr, dass sozial schwache familien ihre kinder zuhause behalten, um das geld einzukassieren, wurde hier ja schon ansatzweise diskutiert. in thüringen, wo es so eine "herdprämie" bereits gibt, sind schon genau solche negativen tendenzen erkennbar.

ich finde halt einfach nicht, dass selbst "normale" und pädagogisch "wertvolle" familien für betreuung ihrer kinder bekommen sollten. sowas kann man eben einfach auch nicht mit geld aufwiegen, das enge familiäre umfeld und familiäre betreuung und ihre werte sind im wahrsten sinne des wortes unbezahlbar meiner meinung nach.
wenn man sich dafür entscheidet, sein kind nur zu hause zu betreuen, dann ist das eine entscheidung unabhängig von geld, und dann soll man es einfach tun. punkt.

sparklehorse
27.11.2009, 09:01
Klar, dass es da solche und solche gibt. Aber wenn ne "normale" und nette Familie sich entscheidet, ihr Kind daheim zu behalten, finde ich das unterstützenswert.

warum?

ich fände es viel eher wünschenswert, wenn man stärker die vereinbarkeit von familie + berufsleben fördert. ich glaube, das ist eh das größere problem..

Texasgurl
29.11.2009, 16:30
nix für ungut, aber ich find das nicht so blöd. es soll auch heutzutage noch leute geben, die ihr kind gern selber erziehen, begleiten, wie auch immer und ich fänd's unfair, wenn zwar krippenplätze bezahlt würden, aber leute, die gern selber bei den kindern sind, das nachsehen hätten.

Es hat doch aber keiner das Nachsehen? Warum sollte die Selbstverständlichkeit, dass ich mein Kind zu Hause erziehe und versorge bezahlt werden?
Nicht falsch verstehen, ich halte es für gut und richtig wenn Kinder in den Kindergarten gehen. Wenn eine Familie sich aber aus welchem Grund auch immer dafür entscheidet keinen Kindergartenplatz in Anspruch zu nehmen, warum sollten sie dafür Geld bekommen.

Ich vermute stark, das kein einziges "vernünftiges" Elternpaar sich wegen 150 Euro anders entscheidet als es ohne das Betreuungsgeld gewesen wäre. Die Gefahr, dass aber gerade die Kinder, denen es gut täte in den Kindergarten zu gehen, dann zu Hause "betreut" werden, sehe ich ganz stark.
Wie wichtig gerade die Investition in frühkindliche Bildung ist sollte mittlerweile doch auch in Berlin angekommen sein, da kann ich nicht verstehen, wie man dann auf die Idee eines Betreuungsgeldes kommen kann.

Ich könnte bei diesem Thema einfach nur mit dem Kopf vor die Wand schlagen.
Warum werden in der deutschen Bildungspolititk immer und immer wieder sämtliche Studien ud Erfahrungswerte aus anderen Ländern ignoriert und statt dessen völlig veraltete, "das haben wir schon immer so gemacht" oder wirklichkeitsfremde Wunschvorstellungen mancher Politiker aufgenommen.

Inaktiver User
29.11.2009, 18:49
Früher musste man Ordnungsgeld zahlen, wenn man nicht dafür gesorgt hat, dass seine Kinder an der Ausbildung in öffentlichen Einrichtungen teilnehmen. Jetzt bekommt man sogar Geld dafür. Dann muss der Hochadel wenigstens seinen Nachwuchs nicht zum Pöbel in den Kindergarten stecken :D

Inaktiver User
29.11.2009, 20:22
Warum sollte die Selbstverständlichkeit, dass ich mein Kind zu Hause erziehe und versorge bezahlt werden?
Na ja, die letzten tiefgreifenden Entscheidungen wie Elterngeld und Ausbau der Krippenplätze dienen in erster Linie Doppelverdienerfamilien. Natürlich ist es wichtig, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch in Deutschland erleichtert wird. Trotzdem gibt es auch hier viele Familien, die anders leben - auch anders leben WOLLEN. Das Betreuungsgeld möchte an der Stelle Gerechtigkeit schaffen. Ob das allerdings der richtige Weg ist, das sei mal dahingestellt.


Nicht falsch verstehen, ich halte es für gut und richtig wenn Kinder in den Kindergarten gehen. Wenn eine Familie sich aber aus welchem Grund auch immer dafür entscheidet keinen Kindergartenplatz in Anspruch zu nehmen, warum sollten sie dafür Geld bekommen.
Es geht überhaupt nicht im Kinder, die in den Kindergarten gehen, sondern um Kinder unter drei Jahren. Das klassische Kindergartenalter dagegen beginnt frühestens mit 2 1/2, in der Regel sogar erst eben mit 3 Jahren. Ab dem Alter fiele das Betreuungsgeld dann eh weg.

Texasgurl
30.11.2009, 14:33
Trotzdem gibt es auch hier viele Familien, die anders leben - auch anders leben WOLLEN. Das Betreuungsgeld möchte an der Stelle Gerechtigkeit schaffen.

Das ist mir bewusst, ich frage mich nur warum man da mit irgendwelchen Geldleistungen "Gerechtigkeit" (mal abgesehen davon wie da 150 Euro gerecht sein sollen um den Verdienst eines Elternteils aufzuwiegen) schaffen muss. Ich bin der Meinung, dass beides möglich sein sollte. Beruf und Kind, oder aber auch wegen des Kindes zu Hause bleiben. Das Problem momentan liegt ja aber darin, dass es eher schwer ist Beruf und Kind zu vereinbaren. Und da frage ich mich, warum man den "Zuhausebleibern" Geld geben möchte, was an der anderen Stelle wesentlich nötiger wäre.

Mal ganz davon abgesehen, dass ich es nach wie vor merkwürdig finde, Eltern zu "bezahlen", damit sie ihre Kinder betreuen, verpflegen und erziehen.



Es geht überhaupt nicht im Kinder, die in den Kindergarten gehen, sondern um Kinder unter drei Jahren. Das klassische Kindergartenalter dagegen beginnt frühestens mit 2 1/2, in der Regel sogar erst eben mit 3 Jahren. Ab dem Alter fiele das Betreuungsgeld dann eh weg.

Das ist mir bewusst.

Inaktiver User
30.11.2009, 17:51
Das ist mir bewusst.
Warum sprichst Du dann von Kindergartenplätzen?


Das Problem momentan liegt ja aber darin, dass es eher schwer ist Beruf und Kind zu vereinbaren. Und da frage ich mich, warum man den "Zuhausebleibern" Geld geben möchte, was an der anderen Stelle wesentlich nötiger wäre.
Das ist so eine Sache mit der Vereinbarkeit von Kind und Beruf. Klar, es gibt sehr viele Familien, in denen einfach beide Partner arbeiten wollen. Es gibt aber auch viele Familien, in denen beide Partner arbeiten müssen, weil das Geld sonst einfach nicht reicht. Schade, dass die Frage nach eigenen Kindern und die Frage nach der Betreuung so zur Luxusentscheidung wird.
Der Staat hat es sich auf die Fahne geschrieben, Familien zu unterstützen. Der Staat will und braucht es auch, dass mehr Kinder geboren werden. Und hierzu sollen halt die Voraussetzungen geschaffen werden. Das bedeutet, dass nicht nur solche Familien unterstützt werden (sollten), die Betreuungsangebote in Anspruch nehmen, sondern auch solche, die es - aus welchen Gründen auch immer - nicht tun.
Aber wie gesagt, ob das Betreuungsgeld gerade in der Höhe da der richtige Weg ist, das sei mal dahingestellt.

sparklehorse
30.11.2009, 17:58
Es gibt aber auch viele Familien, in denen beide Partner arbeiten müssen, weil das Geld sonst einfach nicht reicht.

aber da reichen doch 150 euro mehr oder weniger auch nicht? naja.

Inaktiver User
30.11.2009, 18:33
Ich weiß, ich wiederhole mich, aber...

Aber wie gesagt, ob das Betreuungsgeld gerade in der Höhe da der richtige Weg ist, das sei mal dahingestellt.
Halte ich jetzt auch nicht für den richtigen Weg. Aber den Grundgedanken find ich halt nicht verkehrt.

Blodeuwedd
01.12.2009, 14:20
Wie wichtig gerade die Investition in frühkindliche Bildung ist sollte mittlerweile doch auch in Berlin angekommen sein, da kann ich nicht verstehen, wie man dann auf die Idee eines Betreuungsgeldes kommen kann.


Im Land Berlin ist es angekommen ;), hier kritisieren Politiker aller Parteien das Betreuungsgeld!

Ich finde es auch schwachsinnig und sozial höchst bedenklich. V.a. auch die Überlegung, das Geld sozial schwachen Familien als Gutscheine für Sachleistungen zukommen zu lassen. (Wer entscheidet darüber? Aufgrund welcher Kriterien? Außerdem werden dadurch vermutlich wieder Harzt4-Empfänger "benachteiligt", die eh schon zu wenig Geld für die Kinder bekommen etc.)
Ich finde auch, das Geld wäre wesentlich besser in ordentliche Betreuungseinrichtungen mit genügend gut ausgebildetem Personal investiert. Zumal es wenige Leute geben dürfte, die die Entscheidung, ob sie ihr Kind zuhause betreuen oder nicht, von 150€ abhängig machen.

Texasgurl
01.12.2009, 16:44
Warum sprichst Du dann von Kindergartenplätzen?

Da habe ich den falschen Begriff gewählt, du hast recht.
Für mich umfasst der Begriff Kindergarten mittlerweile eben auch die Betreuung von unter 3-jährigen, richtiger wäre aber wahrscheinlich Kita gewesen.


Der Staat hat es sich auf die Fahne geschrieben, Familien zu unterstützen. Der Staat will und braucht es auch, dass mehr Kinder geboren werden. Und hierzu sollen halt die Voraussetzungen geschaffen werden. Das bedeutet, dass nicht nur solche Familien unterstützt werden (sollten), die Betreuungsangebote in Anspruch nehmen, sondern auch solche, die es - aus welchen Gründen auch immer - nicht tun.

Da stimme ich dir voll zu.
Ich denke nur, dass das Betreuungsgeld da der falsche Weg und vor allem das falsche Signal ist. Es sollten die unterstützt werden, die es nötig haben. Seien es berufstätige, die in Form von Betreuungsplätzen unterstützt werden, oder einkommensschwächere Familien, die unabhängig von einem Betreuungsplatz, unterstützt werden.

Generell finde ich es fürchterlich in Zeiten, wo das Geld knapp ist und es vor allem in Betreuungseinrichtungen, Kitas und Schulen an allem mangelt, Geld so unüberlegt "unters Volk zu werfen".
Wie schon gesagt hielte ich es für wesentlich sinnvoller das Geld in frühkindliche Bildungsangebote zu investieren, von denen ja schließlich auch alle Kinder bzw. Familien profitieren würden.

Jemima
01.12.2009, 16:51
Der Punkt ist ja vor allem, dass der einzelnen Familie die 150 Euro kaum nützen, die Ausgaben für den Staat insgesamt aber sehr hoch sein werden. Völliger Unsinn.

noir
02.12.2009, 00:36
Der Punkt ist ja vor allem, dass der einzelnen Familie die 150 Euro kaum nützen, die Ausgaben für den Staat insgesamt aber sehr hoch sein werden. Völliger Unsinn.

ja, aber der staat spart doch dabei. ein krippenplatz würde ihn pro kind 500-1000 euro im monat kosten, nehmen die eltern aber das betreuungsgeld und somit nicht den krippenplatz in anspruch, wird ordentlich gespart. natürlich am falschen ende.

ich finde, das betreuungsgeld schlimm. wer profitiert davon? entweder die eltern, die eh genug geld haben und es sich leisten können, dass einer zuhause bleiben. oder diejenigen, die sowieso nicht arbeiten gehen. und es ist leider ein fakt, dass vor allem zu der letzteren gruppierung viele leute gehören, deren kinder am besten in eine kita kommen sollten, um dort gefördert zu werden (ich bin auch für eine kiga-pflicht). mal abgesehen davon, denke ich nicht, dass für diese beide gruppen das kinderkriegen vom betreuungsgeld abhängig ist.
familien, in denen beide elternteile arbeiten gehen oder frauen, die sich zwischen karriere und kind entscheiden müssen, ist mit dieser maßnahme wenig geholfen.