PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kindergeld direkt an Studenten auszahlen



jewa
30.12.2009, 11:20
ich bin zwar sonst kein fan von pinkwart, aber das ist mal echt eine gute idee. noch konsequenter fände ich die steuerfreibeträge ebenfalls mit auszuzahlen, aber das wäre schon mal ein anfang.

NRW-Minister Pinkwart: Kindergeld soll direkt an Studenten gehen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - UniSPIEGEL (http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,669413,00.html)

Inaktiver User
30.12.2009, 13:20
Hört sich gut an, aber Pinkwart labert viel, wenn der Tag lang ist.
Damals bei der Einführung der Studiengebühren hieß es von Seiten Pinkwarts auch, dass Studenten ermöglicht werden solle, für die Gebühren eine Gegenleistung von Seiten der Universität einfordern zu können bzw. ihre Studiengebühren zurückfordern zu können. Was ist draus geworden? Ein mehr oder weniger nutzloser bzw. "zahnloser" Abschnitt im Hochschulgesetz NRW, welcher besagt, dass bei Problemen eine Kommission die Vorwürfe der Studenten prüfen solle und der Unileitung dann Vorschläge machen könne. Natürlich muss die sich aber nicht an die Vorschläge halten, das ganze Verfahren dauert ewig und der juristische Weg ist für Studenten eh versperrt. Weil Studiengebühren als Beiträge deklariert wurden. Die Studenten sind also auch in NRW die Deppen der Nation.

Wahrscheinlich will sich hier nur mal wieder jemand beliebt machen. Leeres Politikergeschwätz eben. Und Pinkwart präsentiert sich ja besonders gern als vermeintlicher Studentenversteher.

Lupine
30.12.2009, 16:11
Pinky wedelt mit ein paar Zuckerstückchen rum, damit die Studenten nicht ständig so einen Ärger machen.

Wenn man sich seine bisherigen geistigen Ergüsse anschaut, wird einem schnell klar, dass es eher Salzstangen sind. Und die werden sehr schnell quer im Hals sitzen, wenn die Studenten nicht aufpassen.

Blodeuwedd
30.12.2009, 20:15
Ist das nicht jetzt schon so, daß man das beantragen kann (also daß man das Geld selber ausgezahlt bekommt)? Ich dachte.

Langspielplatte
30.12.2009, 21:25
Ist das nicht jetzt schon so, daß man das beantragen kann (also daß man das Geld selber ausgezahlt bekommt)? Ich dachte.

Ja, ich bekomme das Kindergeld schon seit einigen Jahren direkt an mich überwiesen. Für den Antrag brauchte ich allerdings eine Einverständniserklärung meiner Mutter, weil sie ja offiziell immer noch die Empfängerin ist.

Inaktiver User
30.12.2009, 22:21
Ich fänd das ehrlich gesagt nur in Ausnahmefällen gut.
Also z.B. bei Leuten, denen die Eltern gar kein Geld fürs Studium geben wollen, die aber nicht bei den Eltern wohnen.
Dass dann halt das Kindergeld quasi abgeführt werden "muss".

Inaktiver User
30.12.2009, 23:22
Ich fänd das ehrlich gesagt nur in Ausnahmefällen gut.
Also z.B. bei Leuten, denen die Eltern gar kein Geld fürs Studium geben wollen, die aber nicht bei den Eltern wohnen.
Dass dann halt das Kindergeld quasi abgeführt werden "muss".
warum?

Inaktiver User
31.12.2009, 02:22
warum?
Ich kanns nicht recht erklären, aber naja, z.B. bei Leuten, die noch zu Hause wohnen, fände ich das einfach unfair. Den Eltern gegenüber, die das Kind ja "aushalten" müssen dann.
Und ich fühle mich schon besser mit dem Gedanken, dass meine Eltern mir das, was sie mir geben, freiwillig geben.

Inaktiver User
31.12.2009, 15:50
aber wenn sich jemand so gut mit den eltern versteht, dass er als erwachsener noch bei ihnen wohnen will, kann er ihnen das geld ja geben, um was zur haushaltskasse beizusteuern. dein argument kann man ja auch umdrehen: als elternteil fühlt man sich bestimmt besser, wenn die kinder einem das kindergeld freiwillig abgeben.

chaos.
01.01.2010, 13:33
Den Eltern gegenüber, die das Kind ja "aushalten" müssen dann.


:suspekt:

Lupine
02.01.2010, 00:13
Das mit dem "unfair den Eltern gegenüber" kann so aber eigentlich nicht gelten. Unterhalt muss ja eigentlich nach Gesetz ab 18 auch direkt an das Kind gezahlt werden, wenn die Eltern getrennt sind. Und der Elternteil, bei dem das Kind lebt muss dann eben mit dem Kind ausmachen, wie viel es davon abgibt. Ebenso wäre es auch beim Kindergeld.

Die Idee, das Kindergeld ab 18 an die Kinder selbst auszuzahlen, finde ich nicht schlecht. Die Person, die dies plant halte ich nur für nicht vertrauenswürdig und nicht glaubwürdig. Ich halte diese Person für jemanden, der jedem Menschen hinterrücks ein Bein stellen würd, wenn es ihm einen Vorteil bringen würd.

Inaktiver User
03.01.2010, 18:08
ich glaube nicht, dass viele davon einen vorteil haben.
ich gehe einfach davon aus, dass die eltern den kindern sowieso mindestens den betrag des kindergeldes beisteuern.

madamemonnier
03.01.2010, 19:53
ich glaube nicht, dass viele davon einen vorteil haben.
ich gehe einfach davon aus, dass die eltern den kindern sowieso mindestens den betrag des kindergeldes beisteuern.

Viele Eltern zahlen gar nicht und die Kinder wollen es selten einklagen.
Ich kenn schon Leute, die eben nicht den vollen BAFöG-Satz bekommen, sondern 300€ oder so. Und das sind auch dann genau die Eltern, bei denen das Geld nicht so locker sitzt und bei denen die Kinder Hemmungen haben das restliche Geld zu verlangen. Da wär das schon hilfreich.

Inaktiver User
03.01.2010, 22:32
Viele Eltern zahlen gar nicht und die Kinder wollen es selten einklagen.
Ich kenn schon Leute, die eben nicht den vollen BAFöG-Satz bekommen, sondern 300€ oder so. Und das sind auch dann genau die Eltern, bei denen das Geld nicht so locker sitzt und bei denen die Kinder Hemmungen haben das restliche Geld zu verlangen. Da wär das schon hilfreich.
genau. ich kenne auch einige leute (mich eingeschlossen), deren eltern ihnen absolut gar nichts geben, also weder das kindergeld noch unterhalt. und wenn die eltern zuviel verdienen als dass man anspruch auf bafög hätte, sitzt man als student da ohne einen einzigen cent und muss halt neben dem studium richtig viel arbeiten, um irgendwie über die runden zu kommen.
andersrum kann ich mir das kaum vorstellen, denn wenn ich mich so schlecht mit meinem kind verstehe, dass es mir das kindergeld nicht (in teilen) abgibt, wenn ich es dringend für essen, miete etc. brauche, dann wohnt es ja wohl kaum bei mir und dann wiederum steht ihm das kindergeld ohnehin selbst zu.

Inaktiver User
03.01.2010, 22:41
also verdienen deine eltern sozusagen an dir?

Inaktiver User
04.01.2010, 18:09
so gesehen, ja.

Lupine
04.01.2010, 19:29
Ich bin mit 19 ausgezogen und war bis 25 permanent Kindergeldberechtigt. Ich habe keinen Cent davon gesehen, weil meine Mutter das Geld für Benzin brauchte, da sie einen recht weiten Weg zur Arbeit hatte. Sie hatte nichtmal die Ausrede, ich könnt ja auch zu Hause wohnen, denn sie ist weggezogen. Es ist einfach so, dass manche Eltern genau so gestrikt sind. Als sie nicht einmal mehr den Unterhalt, den mein Vater noch an sie selbst zahlte, voll überwiesen hat, hab ich meinen Vater gebeten, den dann an mich zu überweisen. Das hat dann wenigstens geklappt. War aber auch nicht das, was er eigentlich hätte zahlen müssen.

Einklagen würd ich es dennoch nicht. Dafür bin ich einfach zu stolz gewesen (heut würd ich es vielleicht anders machen). Ich war stolz drauf, mich zumindest zur Hälfte selbst zu finanzieren.

eatmyshorts
04.01.2010, 19:44
also generell hab ich nichts dagegen, was ich aber ein bisschen dämlich finde, ist, das ganze dann mit der aussage zu verknüpfen, studenten hätten so mehr geld. ich denke nämlich schon, dass die meisten während ihres studiums entsprechend von ihren eltern unterstützt werden und die haben dadurch ja nicht plötzlich mehr, es wird nur anders gebucht.

freibetrag bei bafög sollte erhöht werden! damit mehr leute bafög erhalten!! und nicht dieser witz von 1040 euro

Inaktiver User
04.01.2010, 23:15
also verdienen deine eltern sozusagen an dir?


so gesehen, ja.

Blödsinn. Selbst wenn Du gleich nach der Schule ausgezogen bist und seitdem keinen Cent von Deinen Eltern bekommst, haben Deine Eltern in all den Jahren davor sicher etwas mehr Geld für Dich ausgeben müssen als das, was an Kindergeld "reinkommt".

rhabarber*
04.01.2010, 23:25
Blödsinn. Selbst wenn Du gleich nach der Schule ausgezogen bist und seitdem keinen Cent von Deinen Eltern bekommst, haben Deine Eltern in all den Jahren davor sicher etwas mehr Geld für Dich ausgeben müssen als das, was an Kindergeld "reinkommt".
sie zahlen ja aber mit kind normalerweise auch weniger steuern durch höhere freibeträge, bekommen einen höheren ortszuschlag als beamte z.b. usw.

meine mutter macht mir z.b. gerne vorhaltungen darüber, wieviel geld ihr entgangen ist durch meine heirat :/

Inaktiver User
05.01.2010, 01:22
Blödsinn. Selbst wenn Du gleich nach der Schule ausgezogen bist und seitdem keinen Cent von Deinen Eltern bekommst, haben Deine Eltern in all den Jahren davor sicher etwas mehr Geld für Dich ausgeben müssen als das, was an Kindergeld "reinkommt".
die frage war "verdienen deine eltern an dir?" und nicht "haben sie an dir verdient?". und sie tun es ja aktuell.
als ich klein war, hat meine mutter unterhalt von meinem vater bekommen und als ich älter war, habe ich alles selbst gezahlt. ich wäre mir also nicht mal sicher, dass sie mehr für mich ausgegeben hat als sie bekommen hat.

Kiya
05.01.2010, 09:39
bei mir kann ich defintiv auch sagen, dass meine Mutter an mir verdient hat bis ich 18 wurde. Sie hat jeden Monat mehr als 500 Euro Unterhalt bekommen und für uns quasi gar nichts ausgegeben ausser essen...wir haben auch kein Taschengeld bekommen oder sachen.

eatmyshorts
05.01.2010, 10:42
bei mir kann ich defintiv auch sagen, dass meine Mutter an mir verdient hat bis ich 18 wurde. Sie hat jeden Monat mehr als 500 Euro Unterhalt bekommen und für uns quasi gar nichts ausgegeben ausser essen...wir haben auch kein Taschengeld bekommen oder sachen.

naja meine mutter rechnet pro person mit ca 300 im monat für nahrung, putzmittel, hygieneartikel etc.
wenn dann noch mitte dazu kommt, dann verdient sie nicht wirklich an dir.
trotzdem frag ich mich bei sowas manchmal schon, wieso man kinder bekommt, wenn man nicht für sie aufkommen will. also auch so kindergeld-streitereien. wieso sollten eltern das kindergeld erhalten, wenn sie defakto keine kosten mehr haben, weil das kind ausgezogen ist?