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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kernschmelze in Japan



Acrylium
12.03.2011, 13:13
Komisch. Da erzählt uns unsere Bundeskanzlerin dass ein GAU in einem Atomkraftwerk statistisch nur alle 50.000 Jahre einmal vorkommt. Und seit heute haben wir 2 in einem Viertel Jahrhundert. Und wenn sich die Botschaften aus Japan bestätigen, kommt in den nächsten Stunden noch ein dritter dazu.

Als nächstes wird uns dann erzählt, dass es hier bei uns in Deutschland keine Erdbeben gibt und daher hier alles sicher ist und man die Umstände ja nicht vergleichen kann. Erst sagt man das könnte ja nie passieren, und wenn es dann passiert, dann ist das ein Umstand der ja bei uns nie eintreten würde.

Die Merkel wird's freuen, da sie jetzt von der Atomlobby mehr Geld überwiesen bekommt wenn sie weiterhin für eine Verlängerung der AKW-Laufzeiten eintritt. Der Preis für AKW-Werbung ist vermutlich in den letzten Stunden enorm gestiegen. So macht die gute Frau Kasse. Respekt.

Inaktiver User
12.03.2011, 13:18
Es ist so traurig alles.

Gelbes Auto
12.03.2011, 13:30
Es ist echt nur noch traurig....

Fellfrosch
12.03.2011, 14:18
War offenbar (noch) eine Fehlinformation.

Aber über einen GAU eine 50.000 Jahre Aussage zu treffen ist irgendwie dämlich. Was ist denn dafür die Quelle?

Pepparmint
12.03.2011, 14:34
.

stachus
12.03.2011, 16:39
was ich einfach nicht versteh: wieso müssen die lieben japaner atomkraftwerke bauen? die wissen doch, dass ihre insel erdbebengefährdet ist. und angeblich sind sie dohc auch so fortschrittlich, wie wärs mit wellenenergie oder was auch immer?

Inaktiver User
12.03.2011, 17:53
Also jetzt ist wohl endgültig bestätigt, dass es eine Kernschmelze gab, man fängt jetzt aber an alles mit Meerwasser zu kühlen. Man kann nur hoffen, dass es funktioniert :/

Inaktiver User
12.03.2011, 17:55
Ach, es ist wirklich traurig. Und macht mir Angst.

kaffeetante
12.03.2011, 18:22
was ich einfach nicht versteh: wieso müssen die lieben japaner atomkraftwerke bauen? die wissen doch, dass ihre insel erdbebengefährdet ist. und angeblich sind sie dohc auch so fortschrittlich, wie wärs mit wellenenergie oder was auch immer?

Weil man mit "was auch immer" nicht diese Vielzahl an Bewohner mit Strom versorgen kann.

lacotillard
12.03.2011, 18:31
Man braucht ja nicht mal nur Erdbeben (und selbst die gab es hier in Deutschland neulich erst. Ja klar, nicht so schlimm.. Aber der Rheingraben existiert). Auch irgendein terroristischer Anschlag oder sonst irgendein Fehler könnte auch in Deutschland zu einer Kernschmelze führen.

Es ist einfach so schlimm. Mir fehlen schlicht und ergreifend die Worte.

BaDa
12.03.2011, 19:09
Besonders schlimm finde ich, das es AKW freie Länder gibt (so wie mein Heimatland), wenn aber ein AKW aus der nahen Umgebung in die Luft fliegt, dann sind wir genauso dran.

Mit den ganzen Energiesachen kenn ich mich nicht so aus, aber es gibt doch viele andere Möglichkeiten, den Stom zu beschaffen. Scheitert es am Willen, am Preis, know how???

alchimist
12.03.2011, 20:00
Mit den ganzen Energiesachen kenn ich mich nicht so aus, aber es gibt doch viele andere Möglichkeiten, den Stom zu beschaffen. Scheitert es am Willen, am Preis, know how???


Es scheitert daran, dass es nicht moeglich ist, genug alternativen Strom zu produzieren. NICHT MOEGLICH. ES GEHT EINFACH (NOCH) NICHT.

Norea
12.03.2011, 20:31
Es scheitert daran, dass es nicht moeglich ist, genug alternativen Strom zu produzieren. NICHT MOEGLICH. ES GEHT EINFACH (NOCH) NICHT.

Ich tue mich sehr schwer, dieses scheinbare Totschlagargument zu akzeptieren. Solange Krankenhäuser und andere wichtige Orte mit ausreichend viel Strom versorgt sind, könnte ich als Verbraucher einige Entbehrungen in Kauf nehmen. Lieber würde ich auf Fernseher, Kühlschrank, Bankofen etc. verzichten und den dreifachen Strompreis bezahlen, wenn damit eine Versorgung durch ausschließlich erneuerbare Energien gewährleistet wäre, als mich täglich diesem hochriskanten, lebensbedrohlichen Irrsinn auszusetzen! Ich bin politisch nicht sehr engagiert, aber Atomkraft macht mir Angst und ich kann nicht akzeptieren, dass so lange abgewartet werden muss, bis der "Supergau" passiert. Tritt er ein, WIRD ABSOLUT NICHTS MEHR MÖGLICH SEIN, wohingegen mir jetzt zu viele Möglichkeiten noch ungenutzt bleiben.

BaDa
12.03.2011, 21:20
Irgendwie hab ich trotzdem das Gefühl, Japaner könnenen sicherere AKW's bauen als Ukrainer.

pfeilgiftfrosch
12.03.2011, 21:32
Irgendwie hab ich trotzdem das Gefühl, Japaner könnenen sicherere AKW's bauen als Ukrainer.

zumindest war das in Tschernobyl ein ganz anderer Reaktortyp bei dem Graphit und nicht Wasser als moderator diente. Großer Nachteil, da Graphit nunmal brennbar ist, Wasser nicht.

BaDa
12.03.2011, 21:33
Ihr kennt euch alle so gut mit diesen Sachen aus. Wußtet ihr das schon vorher??

cybershadow
12.03.2011, 22:12
Komisch. Da erzählt uns unsere Bundeskanzlerin dass ein GAU in einem Atomkraftwerk statistisch nur alle 50.000 Jahre einmal vorkommt. Und seit heute haben wir 2 in einem Viertel Jahrhundert. Und wenn sich die Botschaften aus Japan bestätigen, kommt in den nächsten Stunden noch ein dritter dazu.
Zwei in einem viertel, drei in einem halben Jahrhundert (Three Mile Island 1979). Aber so ist das mit der Statistik. Außerdem musst Du weltweit 436 aktive Kraftwerksblöcke dagegenrechnen, so dass es, wenn alle Kraftwerke deutsches Sicherheitsniveau hätten, statistisch etwa alle 115 Jahre zu einem GAU kommt. Drei Unfälle dieser Größenordnung innerhalb von 32 Jahren kann man durchaus noch als statistische Häufung betrachten.

Die Freisetzung einer radioaktiven Wolke von ähnlichem Außmaß wie in Tschenobyl ist aber auch bei einer Kernschmelze in einem wassermoderierten Reaktor wie Fukushima nicht möglich - siehe Three Mile Island.

Teufelchen
12.03.2011, 22:36
Es scheitert daran, dass es nicht moeglich ist, genug alternativen Strom zu produzieren. NICHT MOEGLICH. ES GEHT EINFACH (NOCH) NICHT.

das is doch überhaupt NICHT wahr. einfach NICHT wahr. boah ey :augenroll:

Inaktiver User
12.03.2011, 22:37
Ich tue mich sehr schwer, dieses scheinbare Totschlagargument zu akzeptieren. Solange Krankenhäuser und andere wichtige Orte mit ausreichend viel Strom versorgt sind, könnte ich als Verbraucher einige Entbehrungen in Kauf nehmen. Lieber würde ich auf Fernseher, Kühlschrank, Bankofen etc. verzichten und den dreifachen Strompreis bezahlen, wenn damit eine Versorgung durch ausschließlich erneuerbare Energien gewährleistet wäre, als mich täglich diesem hochriskanten, lebensbedrohlichen Irrsinn auszusetzen! Ich bin politisch nicht sehr engagiert, aber Atomkraft macht mir Angst und ich kann nicht akzeptieren, dass so lange abgewartet werden muss, bis der "Supergau" passiert. Tritt er ein, WIRD ABSOLUT NICHTS MEHR MÖGLICH SEIN, wohingegen mir jetzt zu viele Möglichkeiten noch ungenutzt bleiben.

ich stimme dir zu.

glamcity
12.03.2011, 22:49
ich will jetzt nicht die einfältige laien psychologie schwenken,aber ...
ich weiss genau, was ihr meint und alles.
aber ich glaube das ist einfach dieser irrsinn, dass man immer meint, es geht jahrelang gut und nie in erwägung zieht, dass es mal in einer katastrophe enden KANN.
denn im grunde genommen ist doch alleine schon die tatsache ein akw in einem erdbeben gebeutelten land, nah am meer (tsunami) zu bauen, irgendwo auf langer sicht wie, sich den tod ins eigene land zu holen. oder ? wenn man das mal wirklich nach dem jetzigen geschehen beurteilt. vorher dachte man aber ganz sicher, dass nie was passieren wird.

in tschernobyl ja, aber bei uns, in japan?


ach scheiße alles. und ich habe da eine tante, zu der ich kaum kontakt habe/pflege und mir gehts gerade richtig beschissen mit dem ganzen.


es macht mir angst. diese stupide annahme von uns allen, dass immer alles bestimmt weiter und weiter so gut geht.

joh
12.03.2011, 23:12
Die Freisetzung einer radioaktiven Wolke von ähnlichem Außmaß wie in Tschenobyl ist aber auch bei einer Kernschmelze in einem wassermoderierten Reaktor wie Fukushima nicht möglich - siehe Three Mile Island.

Was wurde denn nun mit Meerwasser geflutet? Der "zerstörte Reaktorraum" zwecks "externer" Kühlung des Sicherheitsbehälters oder Sicherheitsbehälter?

Was passiert, wenn der geschmolzene Kern den Sicherheitsbehälter zerstört und dann das Meerwasser plötzlich Konkakt zum heißen Kern bekommt? Dann würde ich (naiv) mit einer beeindruckend großen radioaktiv verseuchten Dampfwolke rechnen...

S.Less
13.03.2011, 00:33
wo kommt denn diese 50.000er zahl her? vor knapp 10 jahren hat ne studie im auftrag der cdu eine wahrscheinlichkeit irgendwo um ein prozent herum angegeben, dass in den nächsten jahrzehnten ein deutsches (!) akw einen gau hat. die gleichen akw stehen immer noch; ein prozent scheint nicht viel genug zu sein.

S.Less
13.03.2011, 00:37
hab mal nachgelesen, die studie ist älter, von 89, und gibt die wahrscheinlichkeit für einen super gau in deutschland bei 17 akw und 30 betriebsjahren mit 2 prozent an.

ichs
13.03.2011, 03:18
Es scheitert daran, dass es nicht moeglich ist, genug alternativen Strom zu produzieren. NICHT MOEGLICH. ES GEHT EINFACH (NOCH) NICHT.

solange man eine energiepolitik fährt, wie die bundesregierung es tut, wird es auch so bald nicht möglich werden. sowas hat ja auch immer sehr viel mit den pol zielvorgaben zu tun und den anreizen die man netzbetreibern und wissenschaft setzt. deutschland etwa produziert nur ca. 12% seines energiebedarfs über akw. die masse des in dland produzierten atomstroms wird exportiert.

Mohrrübe
13.03.2011, 07:26
Viel schlimmer ist es leider, dass diese ganze AKW-Geschichte keine Regionale ist. Selbst wenn Deutschland aus dem Atomprogramm aussteigt, was nützt das, wenn der Rest der Welt fleißig AKWs betreibt. Eigentlich müsste die ganze Welt darauf verzichten, was aber bei derartig energiehungrigen Ländern wie Japan (deren Kunden wir natürlich auch sind) fast unmöglich ist.

Und ich finde es ist alles so traurig. Es ist wirklich so, dass die Menschheit sich selbst zugrunde richtet.

Mohrrübe
13.03.2011, 07:26
.doppelt

anouk22
13.03.2011, 07:50
Die Japaner importieren sowieso schon 80% ihres Stroms und da sie wenigstens minimal über eine eigene Stromversorgung verfügen wollten, setzten sie auf das (vorerst) billigste. Alternative Energiequellen wären durchaus möglich gewesen, wurden aber aus finanziellen Gründen wieder fallengelassen (das hätte erstmal mehr gekostet, Atomkraftwerke werden erst teuer wenn sie Probleme machen)- das sieht in vielen anderen Ländern genau gleich aus, auch bei uns ist zum Beispiel das AKW Biblis nicht gegen Erdbeben in der Größenordnung geschützt, die da schon vorgekommen sind.

S.Less
13.03.2011, 08:40
japan erzeugt bereits 10 prozent seines stroms aus regenerativen quellen und "nur" 30 prozent aus atomstrom. es ist also nicht so, dass die irgendwie nur atomstrom haben oder so.

Nacktmuller
13.03.2011, 09:09
Es stehen ja auch Kohlekraftwerke in bewohnten Gebieten und alle blasen auch privat lustig krebserregende Stoffe in die Luft. Man kann die Opfer nur schlechter zählen. Warum baut man AKWs in Erdbebengebiete? Ja warum leben da überhaupt Menschen? Unerhört. Die sind ja wohl alle selber schuld, oder? Desweiteren schädigen alle das Klima mit unbekannten Auswirkungen. jährlich sterben 8000 Menschen auf Deutschlands Straßen. Wieviele Geschädigte durch diese Störfälle kann man sich erlauben, ohne dass wir auf unsere bequeme Stromerzeugung verzichten wollen? Es ist eben nicht alles so schön einfach.....

S.Less
13.03.2011, 09:14
es sind auch viele menschen im dritten reich gestorben! echt ey, wer opferzahlen zweier schlimmer dinge vergleicht um eines davon zu relativieren ist doch an dämlichkeit nicht mehr zu überbieten.

Nacktmuller
13.03.2011, 09:19
Das weißt du doch nicht.

Gelbes Auto
13.03.2011, 14:12
wer opferzahlen zweier schlimmer dinge vergleicht um eines davon zu relativieren ist doch an dämlichkeit nicht mehr zu überbieten.

*zustimm

Gelbes Auto
13.03.2011, 14:12
auch bei uns ist zum Beispiel das AKW Biblis nicht gegen Erdbeben in der Größenordnung geschützt, die da schon vorgekommen sind.


Hast du ne Quelle hierfür?

Gelbes Auto
13.03.2011, 14:13
deutschland etwa produziert nur ca. 12% seines energiebedarfs über akw. die masse des in dland produzierten atomstroms wird exportiert.

Hast du ne vertrauenswürdige Quelle dafür??

ichs
13.03.2011, 14:52
Viel schlimmer ist es leider, dass diese ganze AKW-Geschichte keine Regionale ist. Selbst wenn Deutschland aus dem Atomprogramm aussteigt, was nützt das, wenn der Rest der Welt fleißig AKWs betreibt. Eigentlich müsste die ganze Welt darauf verzichten, was aber bei derartig energiehungrigen Ländern wie Japan (deren Kunden wir natürlich auch sind) fast unmöglich ist.

Und ich finde es ist alles so traurig. Es ist wirklich so, dass die Menschheit sich selbst zugrunde richtet.

jein. wenn dland aussteigt, ist das nur ein erster schritt und löst das problem noch nicht, das stimmt. wichtig wird ja gerade die europäischen netze besser zu verknüpfen, denn es gibt ja energieüberschüsse bisher, man muss sie nur mal grenzübergreifend besser nutzen. aber natürlich ist ein deutscher ausstieg ein wichtiges pol signal, dem wenn es funktioniert weitere länder folgen werden.

ichs
13.03.2011, 14:53
Die Japaner importieren sowieso schon 80% ihres Stroms und da sie wenigstens minimal über eine eigene Stromversorgung verfügen wollten, setzten sie auf das (vorerst) billigste. Alternative Energiequellen wären durchaus möglich gewesen, wurden aber aus finanziellen Gründen wieder fallengelassen (das hätte erstmal mehr gekostet, Atomkraftwerke werden erst teuer wenn sie Probleme machen)- das sieht in vielen anderen Ländern genau gleich aus, auch bei uns ist zum Beispiel das AKW Biblis nicht gegen Erdbeben in der Größenordnung geschützt, die da schon vorgekommen sind.

also zumindest was deutsche akws angeht, die sind alle andere als billig. deutsche akws sind nur "so billig" weil sie jahzehntelang von steuermilliarden finanziert wurden. mit diesen geldern machen die energiekonzerne heute noch milliarden.

ichs
13.03.2011, 15:00
Hast du ne vertrauenswürdige Quelle dafür??

tschuldigung muss mich korrigieren, das war der weltweite anteil. in dland sinds 10% mehr d.h. ca. 22%.
Datei:Strommix-D-2009.png ? Wikipedia (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Strommix-D-2009.png&filetimestamp=20100110130235)

Pepparmint
13.03.2011, 15:24
.

panarea
13.03.2011, 15:53
Ich finde es auch einfach nur schrecklich - wer kann ernsthaft noch so eine gefährliche Technologie vertreten? :durchgeknallt:

Ich lebe an der Grenze zu Frankreich, dort gibt es AKWs, die keine 30 km von mir entfernt sind, sowas macht mir Angst. Ich finde, wenn wenigstens ein Land, z.B. Deutschland anfangen würde, den Atomausstieg tatsächlich durchzuziehen, dann wäre es doch ein Beispiel für andere Länder, dass es auch ohne geht.
.Und es gibt ja durchaus AKW-freie Länder (z.B. Österreich und momentan noch Italien, wobei die ja wieder welche planen.. :( )
, es geht also durchaus.. klar, irgendwie ist es eine Zwickmühle, wenn man andererseits die Klimaerwärmung betrachtet, aber wenn was im AKW passiert und es zum GAU kommt, dann ist doch echt alles hin und ganze Gegenden für Jahrzehnte unbewohnbar. Ganz zu schweigen vom Atom-Müll - gut, dass niemand weiß, wohin damit, aber erstmal kann man ja weiter neue AKWs bauen und die Bestehenden schön weiter betreiben :wirr:

Und wenn ich dann sehe, wie unsere tolle Kanzlerin scheinheilig erzählt, dass die deutschen AKWs nochmal auf ihre Sicherheit überprüft werden, krieg ich echt das Kotzen - ohne die Geschehnisse in Japan hätte sie darüber doch jetzt kein Wort mehr verloren, sondern wäre nur froh gewesen, dass sie ihr Atomprogramm durchgeboxt hat, egal in welchem Zustand unsere Anlagen sind :wirr:

Gelbes Auto
13.03.2011, 15:57
Weiß jemand, wie z.B. Österreich das so mit dem Strom handhabt? Was wird wie selbst produziert, wie viel von was und wo wird importiert etc.?

panarea
13.03.2011, 16:10
lDas habe ich vorhin für einen schnellen Überblick auf folgender Seite gefunden:

Europa auf einen Blick - Italien - Energie, Erdöl, Erdgas, Strom, Wirtschaft, Tourismus, Hotels (http://www.europa-auf-einen-blick.de/italien/energie.php)
Keine Gewähr für die Seriösität der Seite, aber ich schätze, es wird schon ungefähr stimmen, hier am Beispiel Italien:

fossile Brennstoffe (Erdöl, Steinkohle u.a.): 78,6%
Wasserkraft: 18,4%
Kernkraft: 0%
andere (Windkraft, Solarenergie u.a.): 3%

Das spricht zwar auch nicht gerade für den Klimaschutz und die fossilen Brennstoffe sind natürlich auch nix für die Ewigkeit.. aber wenn man das Geld, was man sonst in AKWs steckt, für die Forschung über neue Energieformen nutzen würde, bin ich eigentlich fast sicher, dass man neue Möglichkeiten entdecken kann.. eine so gefährliche Technologie wie AKWs können doch einfach keine dauerhafte Alternative sein :durchgeknallt:

ichs
13.03.2011, 16:26
angesichts der zahlen ist es doch sogar eher die technisch entscheidendere frage wie man ne alternative zu kohle und öl/gas findet.

Pepparmint
13.03.2011, 16:33
Hier (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Aufgliederung_der_%C3%B6ster reichischen_Stromerzeugung.png&filetimestamp=20101003162734) kannst du dir die Österreichische Stromerzeugung ansehen, und generell weiß Wikipedia relativ viel zum Import/Export was Österreich betrifft. Anscheinend liegt der Anteil von Atomstrom wohl bei ca. 20%.

Gelbes Auto
13.03.2011, 16:45
Hier (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Aufgliederung_der_%C3%B6ster reichischen_Stromerzeugung.png&filetimestamp=20101003162734) kannst du dir die Österreichische Stromerzeugung ansehen, und generell weiß Wikipedia relativ viel zum Import/Export was Österreich betrifft. Anscheinend liegt der Anteil von Atomstrom wohl bei ca. 20%.

Wow, die sind ja bei Wasserkraft (und auch Wärmetechnik) gut dabei. Wassertechnisch wird da das meiste über Stauseen laufen, oder??

Butterflyy
13.03.2011, 16:58
ich bin nur noch wütend auf unsere kanzlerin und die regierung!

ich lebe ca. 20 km entfernt von einem akw (krümmel), dass in den letzten jahren mehrere störfälle hatte, die zum teil von dem betreiber nicht ordnungsgemäß gemeldet wurden. wenn dort jetzt mal wirklich etwas passiert und dazu braucht man kein erdbeben oder tsunami, einfacher stromausfall reicht da auch, dann bin ich mir ziemlich sicher, dass die behörden und die regierung nicht wüssten, wie man reagieren sollte. ich kann mir nicht vorstellen, dass z.b. für uns alle jodtabletten bereit stehen oder das rechtzeitig alarm ausgelöst wird, der alle bewohner erreicht...

es gibt immer wieder untersuchungen, die aussagen, dass im umkreis von krümmel viel mehr kinder an krebs erkranken als anderswo. das wird zwar angeblich immer wieder wiederlegt, aber da kann ich mir auch vorstellen, dass die atomlobby dort mitmischt.


ausserdem greift meiner meinung nach das erdbeben-argument der regierung nicht. soweit ich die lage in japan verstanden habe, ist bei dem akw dort das problem, dass sie kein strom zur kühlung hatten und haben. das erdbeben und den tsunami hat das akw ja standgehalten, nur die stromversorgung ist das problem und das taucht nicht nur auf, wenn ein erdbeben oder ein tsunami hereinbricht.

Telekommanderin
13.03.2011, 17:11
boah, ich bin so wütend! die FDP sagt, die opposition solle das thema kernkraft nicht für den wahlkampf instrumentalisieren, denn das sei pietätlos den opfern in japan gegenüber.
PIETÄTLOS den OPFERN gegenüber!!! das gibt's doch nicht! wer hat diesen atomlobby-futzis eigentlich ins hirn geschissen?

aline
13.03.2011, 17:20
ja ehrlich... wenn ein thema gerade aktuell ist, dann ist es natürlich den opfern gegenüber äußerst unverschämt, wenn andere länder ihre politik danach ausrichten, solche katastrophen in zukunft zu verhindern... :mrnerd::uebel:

so eine argumentation ist echt mehr als arm :wirr:

Hippiekind
13.03.2011, 17:24
Was mich heute auch erschrocken hat, ist, dass die Kanzlerin JETZT, nach dem Vorfall in Japan, meinte, ach, wir sollten doch auch mal wieder unsere AKWs überprüfen. Ähem, ich dachte, das wird regelmäßig gemacht, vorallem DANN, wenn man die Laufzeiten verlängert?! Aber nee, da muss erst irgendwo anders was passieren, damit sowas mal regelmäßig geschieht. Was soll denn das? Das ist GROB FAHRLÄSSIG! Ein GAU in Deutschland beträfe nicht nur 82 Mio. Deutsche, sondern ganz Europa! Das ist sowas von verantwortungslos.

Allerdings würde es nichts bringen, alle AKWs SOFORT vom Netz zu nehmen, sondern nach und nach; so wie es heuer sogar die Roth (!!!!) meinte. Die regenerative Energiegewinnung ist in D noch nicht so fortgeschritten, dass wir alle Haushalte + Unternehmen + solche neueren Sachen wie Elektroautos komplett damit versorgen können. Ich würde es mir wünschen, dass es sobald wie möglich geschieht.
Immerhin meinte Röttgen doch, dass Atomenergiegewinnung ein "Auslaufmodell" sei.

Pepparmint
13.03.2011, 17:54
.

S.Less
13.03.2011, 21:10
das kein starkes erdbeben-argument in deutschland ist einerseits natürlich im vergleich zu einem gebiet wie japan richtig, allerdings sagen die politiker die das raushauen bewußt etwas nicht das sie wissen, die deutschen wähler die ihre dummdreisten sprüche hören sollen allerdings nicht:

in deutschland ist erdbebensicherheit für ein akw so definiert, dass das akw alle erdbeben aushalten können muß, die es in einem umkreis von 200 km schonmal gegeben hat. hat!

sprich weil wir halt grad "zufällog" im 20. jahrhundert mit den akw angefangen haben und beispielsweise bisher maximal - keine ahnung - die stärke 5 gemessen wurde, bauen wir unsere akw so, dass sie beben der stärke 5 aushalten. argument: wurde ja nie was stärkeres gemessen. wenn man aber bedenkt, dass manche bebenstärken nur alle paar hundert/tausend jahre auftreten können und zudem, dass ja auch anderswo schon beben auftraten in gebieten wo früher keine registriert wurden, kann man nur das fazit ziehen, dass unsere sicherheitsstandards rückwärts- anstatt vorwärtsgerichtet sind. und das bei so einem wichtigen thema.

davon abgesehen gibt es eben immer den faktor mensch, wie er eben jetzt in japan für nen gau gesorgt hat indem zwar die drei lkw mit den fahrbaren ersatzgeneratoren herangeschafft wurden, aber irgendjemand das dicke kabel vergessen hat zum anschließen ans kraftwerk. und als es dann da war nen halben tag später war es zu spät.

ach und zum thema kohle hier im thread: es ist ja mittlerweile durchaus möglich, co2 emissionsfreie kohlekraftwerke zu bauen, das ist sogar schon eine ganze weile möglich und es ist auch mitnichten so, dass man mit dem co2 dann nichts anfangen kann; ist ja ein nicht unwichtiger industriegrundstoff und man müsste eben im gegensatz die co2 produktion anderweitig stoppen um dem blödsinnigen argument "wir brauchen nicht mehr co2" zu begegnen. zudem haben wir in deutschland kohlevorräte für mehr als 200 jahre; so lange reicht sowieso nichtmal ansatzweise das uran das man halbwegs kostengünstig abbauen kann.

(aktuell ist es sogar so, dass bei den schätzungen wie lange uran noch reicht einkalkuiert wird wieviel atombomben jedes jahr verschrottet werden weil daraus ja auch uran gewonnen wird und man kommt dennoch nicht auf eine dreistellige jahreszahl. aber hauptsache noch mehr geld in die akw-forschung und in neue akw stecken, und das bei laufzeiten die über 60 jahren liegen sollen und das ohne berücksichtigung wieviele akw china bauen will (wollte) und auch mal wieder zeiten kommen können, wo die atommächte anfangen neue bomben zu bauen bzw den abbau stoppen, russland und china sind ja beispielsweise nicht gerade länder die auf understatement stehen)

Gelbes Auto
13.03.2011, 21:53
in deutschland ist erdbebensicherheit für ein akw so definiert, dass das akw alle erdbeben aushalten können muß, die es in einem umkreis von 200 km schonmal gegeben hat. hat!

sprich weil wir halt grad "zufällog" im 20. jahrhundert mit den akw angefangen haben und beispielsweise bisher maximal - keine ahnung - die stärke 5 gemessen wurde, bauen wir unsere akw so, dass sie beben der stärke 5 aushalten. argument: wurde ja nie was stärkeres gemessen. wenn man aber bedenkt, dass manche bebenstärken nur alle paar hundert/tausend jahre auftreten können und zudem, dass ja auch anderswo schon beben auftraten in gebieten wo früher keine registriert wurden, kann man nur das fazit ziehen, dass unsere sicherheitsstandards rückwärts- anstatt vorwärtsgerichtet sind. und das bei so einem wichtigen thema.

Das habe ich auch gedacht!!


ach und zum thema kohle hier im thread: es ist ja mittlerweile durchaus möglich, co2 emissionsfreie kohlekraftwerke zu bauen, das ist sogar schon eine ganze weile möglich und es ist auch mitnichten so, dass man mit dem co2 dann nichts anfangen kann; ist ja ein nicht unwichtiger industriegrundstoff und man müsste eben im gegensatz die co2 produktion anderweitig stoppen um dem blödsinnigen argument "wir brauchen nicht mehr co2" zu begegnen. zudem haben wir in deutschland kohlevorräte für mehr als 200 jahre; so lange reicht sowieso nichtmal ansatzweise das uran das man halbwegs kostengünstig abbauen kann.

1. Inwiefern ist das möglich? Erklär mal die Technik bitte...
2. Hast du ne Quelle für das letzte??

(aktuell ist es sogar so, dass bei den schätzungen wie lange uran noch reicht einkalkuiert wird wieviel atombomben jedes jahr verschrottet werden weil daraus ja auch uran gewonnen wird und man kommt dennoch nicht auf eine dreistellige jahreszahl. aber hauptsache noch mehr geld in die akw-forschung und in neue akw stecken, und das bei laufzeiten die über 60 jahren liegen sollen und das ohne berücksichtigung wieviele akw china bauen will (wollte) und auch mal wieder zeiten kommen können, wo die atommächte anfangen neue bomben zu bauen bzw den abbau stoppen, russland und china sind ja beispielsweise nicht gerade länder die auf understatement stehen)

.

S.Less
13.03.2011, 23:12
hier die vor- und nachteile davon:
Wirkungsgrad nicht sehr hoch - CCS-Technologie - FOCUS Online (http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/klima/tid-21367/ccs-technologie-wirkungsgrad-nicht-sehr-hoch_aid_600498.html)

Umweltschutz - 408 mögliche CO2-Lager in Deutschland (http://wissen.dradio.de/umweltschutz-408-moegliche-co2-lager-in-deutschland.33.de.html?dram:article_id=8465&sid=&random=aa0de4)

steckt noch sehr in den kinderschuhe, aber bis zu einer zeit wo alles regenerativ ist wäre es mir lieber man pumpt irgendwo unters meer co2 anstatt weiter auf akw zu setzen. zumal techniken die co2 "bezwingen" ja auch abseit von kohlekraftwerken wohl eher nicht unwichtig sein werden zukünftig; forschung in dieser richtung also nicht so sehr daneben ist wie weiter akws zu tunen.

ich lese allerdings grad, dass vor 2 bzw 3 jahren die schätzungen der kohlevorräte _drastisch_ nach unten korrigiert wurden ;-)

Nacktmuller
13.03.2011, 23:32
Eins schon mal nicht geschmolzen

Trottel
13.03.2011, 23:38
zumindest war das in Tschernobyl ein ganz anderer Reaktortyp bei dem Graphit und nicht Wasser als moderator diente. Großer Nachteil, da Graphit nunmal brennbar ist, Wasser nicht.

Das möchte ich etwas präzisieren.

Die Brennstäbe enthalten angereichertes radioaktives Material. Allerdings ist die Zerfallsrate zu gering. Die Spaltprodukte können die Kernspaltung anregen, aber die Geschwindigkeit der Teilchen ist zu hoch. Deshalb wird ein Moderator verwendet, der die Teilchen abbremst, so daß die Wahrscheinlichkeit erhöht wird, daß die Teilchen auf Atomkerne prallen und die Kernspaltung angeregt wird.

In Tschernobyl war der Moderator ein großer Graphitblock und die Brennstäbe wurden von oben herein gefahren. Um die Kernspaltung bei einem Störfall zu verringern mußten die Brennstäbe hochgefahren werden. Das hat aber nicht mehr geklappt und dann wurde die Kernspaltung unkontrollierbar.

Der Reaktor in Japan benutzt Wasser als Moderator. Wenn die Kernspaltung zu sehr steigt, erhitzt sich das Wasser, es entstehen Dampfblasen und damit wird die Wirkung des Moderator geschwächt. So weit so gut. Durch den Ausfall der Pumpe kam kein frisches Wasser nach und das andere verdampfte. Leider sind die Brennstäbe sehr heiß und müssen gekühlt werden. Falls nicht setzt die Kernschmelze ein und die frißt sich durch. Allerdings hat der Reaktor eine Keramikwanne und die kann ein paar tausende Grade ab.
Jedenfalls haben die versucht den Reaktor mit Meerwasser zu fluten, damit die Temperatur sinkt. Aber die Kühlung geht nicht so schnell vonstatten. Das braucht mehrere Tage.

Nacktmuller
13.03.2011, 23:53
was ist eigentlich, wenn letztendlich die sicherheitssysteme die auswirkungen minimiert haben und im prinzip nicht dramatisch viel mehr passiert ist, als bei solchen katastrophen für die AKWs vorhergesagt?

Norea
14.03.2011, 10:52
ich lebe ca. 20 km entfernt von einem akw (krümmel), dass in den letzten jahren mehrere störfälle hatte, die zum teil von dem betreiber nicht ordnungsgemäß gemeldet wurden. wenn dort jetzt mal wirklich etwas passiert und dazu braucht man kein erdbeben oder tsunami, einfacher stromausfall reicht da auch, dann bin ich mir ziemlich sicher, dass die behörden und die regierung nicht wüssten, wie man reagieren sollte. ich kann mir nicht vorstellen, dass z.b. für uns alle jodtabletten bereit stehen oder das rechtzeitig alarm ausgelöst wird, der alle bewohner erreicht...

es gibt immer wieder untersuchungen, die aussagen, dass im umkreis von krümmel viel mehr kinder an krebs erkranken als anderswo. das wird zwar angeblich immer wieder wiederlegt, aber da kann ich mir auch vorstellen, dass die atomlobby dort mitmischt.

Deine Wut auf Kanzlerin und Regierung kann ich gut nachvollziehen.
Ich kenne jemanden, der in Hamburg auf einer Leukämiestation arbeitet und dort ebenfalls eine Häufung von Patienten aus der Ecke Krümmel/ Geesthacht feststellen konnte.
Er konnte außerdem eine Häufung von Patienten aus dem Kreis Stade feststellen, wo das AKW vor über zehn Jahren vom Netz genommen wurde. Gerade gestern fragte ich mich bei einem Ausflug nach Stade und mit Blick auf das alte AKW, ob die Brennstäbe dort alle bereits ordnungsgemäß entsorgt worden sind. Einen Beweis für den Zusammenhang von einer Häufung von Leukämiefällen und der Wohnortnähe zu einem AKW gibt es angeblich nicht. Dabei wäre es doch zumindest leicht, die mögliche Radioaktivität in diesen Gebieten nachzuweisen.

Was mich persönlich noch sehr ärgert ist, dass es mit Sicherheit Notfallpläne für Störfälle in Krümmel gibt (geben muss!), diese aber kaum jemandem präsent sind. Es hat bereits einen ABC- Alarm gegeben, der kurz nachdem Krümmel wieder ans Netz gegangen war, selbst in Lüneburg noch hörbar war. Was tatsächlich vorgefallen war, wusste in diesem Umfeld niemand so genau (angeblich Stromausfall, woraufhin Krümmel wieder kurzfristig abgeschaltet wurde). Ich befürchte, dass Ereignisse mutwillig vertuscht werden und Notfallpläne nicht dem Schutze der Anwohner dienen (z.B. in Form von Fluchtplänen, die ja eigentlich allen Anwohnern bekannt sein sollten), sondern sie dazu dienen, eine Massenpanik zu verhindern...
Jodtabletten liegen in Rathäusern rund um Krümmel aus, so z.B. auch in Lüneburg und in den umliegenden Gemeinden, aber ich bezweifele sehr, dass mit diesen Tabletten im Falle eines Reaktorunfalls irgendjemandem wirklich geholfen wäre!

Ich kann nur hoffen, dass der Druck auf die Regierung durch Demonstrationen wächst und viele Menschen bereit sind, zu alternativen Stromanbietern (z.B. Greenpeace, Lichtblick etc.) zu wechseln, obwohl sie ein bisschen teurer sind. Für einige meiner Freunde und mich war es beim Anbieterwechsel eine Freude zu beobachten, wie Vattenfall versucht hatte, sich querzustellen und darum zu kämpfen, abwandernde Stromkunden für sich zu behalten. Ich denke, je mehr Leute wechseln, desto schmerzhafter wird es langfristig für "Die Großen"...

Indigo
14.03.2011, 12:42
Kann mir mal jemand das mit den Jodtabletten (?) erklären? :durchgeknallt:

S.Less
14.03.2011, 12:53
wenn plutonium austritt dann ist da eine giftige jod-art in der luft. die jodtabletten mit dem "guten" jod nimmt man bevor man mit der giftigen luft in kontakt kommt, danach legt sich das gute jod an die stellen wo jod aufgenommen wird (ka wie das genau heißt) und das schlechte jod kommt theoretisch nicht in den körper. ist aber mehr so eine nicht sterben dafür aber langsam dahinsiechen sache eigentlich.

Indigo
14.03.2011, 12:58
Ist sowas denn in jeder Apotheke im Massen verfügbar?

Delisha
14.03.2011, 13:12
Für einige meiner Freunde und mich war es beim Anbieterwechsel eine Freude zu beobachten, wie Vattenfall versucht hatte, sich querzustellen und darum zu kämpfen, abwandernde Stromkunden für sich zu behalten.
Echt? Ich hab glaub ich so vor 2 Jahren zu nem Öko-Anbieter gewechselt und hatte vorher Vattenfall. Bis auf die "Wir bedauern es sehr....bla bla bla..." Antwort gabs da nichts.

amöbe
14.03.2011, 13:18
was passiert denn, wenn es zum schlimmsten kommt in japan? das land ist doch gar nicht so groß, dass man die leute irgendwohin evakuieren könnte, dass sie sicher sind, oder?

Gelbes Auto
14.03.2011, 13:36
Das ist jetzt ne Frage an die Ärzte oder anderes medizinisches Personal:

Kann denn jeder Jodtabletten zu sich nehmen? (Es gibt ja nicht selten Erkrankungen des Jod-Kreislaufes wie z.B. Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse; oder Menschen die Schilddrüsenkrebs haben/hatten...) Sind solche Jod-Tabletten (im Ernstfall) auch für solche Menschen unbedenklich??
Und wie viel früher sollte man die nehmen, damit das auch ausreichend wirkt??
Und wie viel bringt das wirklich?!

S.Less
14.03.2011, 14:10
da gehts es nur um stunden. aber es schützt eben nur die schilddrüse. was man einatmet, was auf der haut landet usw, davor schützt es natürlich gar nicht. es ist halt sone "wir sind für euch da (aber ihr werdet trotzdem krank), bitte bleibt zu hause und lasst euch ruhig verstrahlen" - sache.

Norea
14.03.2011, 14:36
Echt? Ich hab glaub ich so vor 2 Jahren zu nem Öko-Anbieter gewechselt und hatte vorher Vattenfall. Bis auf die "Wir bedauern es sehr....bla bla bla..." Antwort gabs da nichts.

Der Wechsel lief so ab, dass drei Freundinnen und ich jeweils vor einem Jahr ein Formular aus dem Internet ausfüllten und direkt zu Lichtblick schickte, die sich daraufhin mit Vattenfall in Verbindung setzten. Von Lichtblick bekamen wir Wochen später alle einen Brief in dem stand, dass es diverse Auseinandersetzungen mit Vattenfall gab, Lichtblick aber weiter am Ball bleibe und sich erneut mit uns in Verbindung setze, wenn der Wechsel vollzogen sei. Wieder einige Wochen später klappte es dann mit dem Wechsel.

Seit einiger Zeit gibt es übrigens Gutscheinaktionen von Vattenfall. Zuletzt ging es um irgendeine Schwarzlichtlocation mit Billiardtischen (eine Person zahlt, eine zweite Person geht kostenlos mit)- und ganz nebenbei um viel Werbung, die Vattenfall scheinbar nötig hat.

Butterflyy
14.03.2011, 18:33
Deine Wut auf Kanzlerin und Regierung kann ich gut nachvollziehen.
Ich kenne jemanden, der in Hamburg auf einer Leukämiestation arbeitet und dort ebenfalls eine Häufung von Patienten aus der Ecke Krümmel/ Geesthacht feststellen konnte.
Er konnte außerdem eine Häufung von Patienten aus dem Kreis Stade feststellen, wo das AKW vor über zehn Jahren vom Netz genommen wurde. Gerade gestern fragte ich mich bei einem Ausflug nach Stade und mit Blick auf das alte AKW, ob die Brennstäbe dort alle bereits ordnungsgemäß entsorgt worden sind. Einen Beweis für den Zusammenhang von einer Häufung von Leukämiefällen und der Wohnortnähe zu einem AKW gibt es angeblich nicht. Dabei wäre es doch zumindest leicht, die mögliche Radioaktivität in diesen Gebieten nachzuweisen.

Was mich persönlich noch sehr ärgert ist, dass es mit Sicherheit Notfallpläne für Störfälle in Krümmel gibt (geben muss!), diese aber kaum jemandem präsent sind. Es hat bereits einen ABC- Alarm gegeben, der kurz nachdem Krümmel wieder ans Netz gegangen war, selbst in Lüneburg noch hörbar war. Was tatsächlich vorgefallen war, wusste in diesem Umfeld niemand so genau (angeblich Stromausfall, woraufhin Krümmel wieder kurzfristig abgeschaltet wurde). Ich befürchte, dass Ereignisse mutwillig vertuscht werden und Notfallpläne nicht dem Schutze der Anwohner dienen (z.B. in Form von Fluchtplänen, die ja eigentlich allen Anwohnern bekannt sein sollten), sondern sie dazu dienen, eine Massenpanik zu verhindern...
Jodtabletten liegen in Rathäusern rund um Krümmel aus, so z.B. auch in Lüneburg und in den umliegenden Gemeinden, aber ich bezweifele sehr, dass mit diesen Tabletten im Falle eines Reaktorunfalls irgendjemandem wirklich geholfen wäre!


da ist interessant, was du schreibst. wenn es schon in den krankenhäusern auffällt, dass aus den regionen mit akws durchschnittlich viele krebspatienten kommen, dann kann das doch nur ein hinweis auf die gefahr durch akws und vorallem durch krümmel. krümmel ist eigentlich noch nicht so alt, aber hat mit die meisten störfälle in der bundesrepublik.

notfallpläne gibt es sicher, aber wie setzt man sie um und wie greifen sie?? ich hab keine ahnung, wie sich der alarm anhören würde, ich weiß auch nicht, ob bei uns in der nähe sirenen angebracht sind, sodass wir den alarm überhaupt hören würden...

heute in den nachrichten wurde gesagt, dass in einigen hamburger apotheken nach jodtabletten stark nachgefragt wurde...

und ausserdem gab es einen bericht über eine familie, die gegenüber dem akw krümmel wohnt. keinen kilometer entfernt, und die kinder spielen und schaukeln im karten...
und die sind verunsichert, weil vattenfall über die störfälle in letzter zeit keine klare auskunft gibt. ich wäre schon alleine verunsichert, nur dort zu wohnen.

Norea
14.03.2011, 19:21
Es gehen einige, teilweise gruselige Gerüchte ("Insiderwissen?") über Notfallpläne, laut denen z.B. im Falle eines großen Reaktorunfalls die Hamburger Köhlbrandbrücke als Fluchtweg gesprengt werden soll. Wieviel man auf diese Gerüchte geben kann, weiß ich nicht (man findet ja auch durch lange Recherchen im Internet nicht viel) und genau das macht mich wütend! Leute im Umfeld von 100 Km des AKWs (und bevorzugt Kinder und Jugendliche sowie Schwangere) würden innerhalb von 12 Stunden das hoch dosierte Jod bekommen, aber kein Mensch weiß, wie er sich wirklich verhalten soll, wenn etwas passieren sollte. Und es stimmt wohl auch, dass die wenigsten Menschen wissen, wie sich ein ABC- Alarm anhört. In Lüneburg sind die Leute jedenfalls völlig unbeeindruckt gewesen und gingen ihren normalen Alltagshandlungen nach. Kein Wort fiel über das AKW. Am nächsten Tag berichtete die Zeitung von einem Störfall in Krümmel, weshalb das AKW kurz nachdem es ans Netz ging, wieder ausgeschaltet wurde.

Warum übrigens gerade jetzt in Hamburger Apotheken so oft nach Jodtabletten gefragt wird, kann ich mir nicht erklären, zumal es Jod in dieser hohen Dosierung nicht in Apotheken zu kaufen gibt. Weißt du mehr?

kuhfladen
14.03.2011, 19:39
Warum übrigens gerade jetzt in Hamburger Apotheken so oft nach Jodtabletten gefragt wird, kann ich mir nicht erklären, zumal es Jod in dieser hohen Dosierung nicht in Apotheken zu kaufen gibt. Weißt du mehr?

Vielleicht weil Japan nachdenklich gemacht hat und Krümmel und Brunsbüttel wieder näher ins Bewusst sein gerückt sind?

Norea
14.03.2011, 20:19
Man kann Jodtabletten doch nicht prophylaktisch schlucken. Werden sie für den Ernstfall gehortet?! :ups1:

Delisha
14.03.2011, 20:32
Warum übrigens gerade jetzt in Hamburger Apotheken so oft nach Jodtabletten gefragt wird, kann ich mir nicht erklären, zumal es Jod in dieser hohen Dosierung nicht in Apotheken zu kaufen gibt. Weißt du mehr?
In der U-Bahn stand auf dem Info-TV, dass viele in den Apotheken Jodtabletten für Verwandte/Bekannte in Japan kaufen.
So ganz hab ich den Sinn aber auch nicht verstanden... Das dauert doch auch ne ganze Weile bis das in Japan ankommt.

Inaktiver User
14.03.2011, 21:24
hier mal genaueres zu der jodsache
Umweltinstitut.org - Jodversorgung bei nuklearer Freisetzung (http://umweltinstitut.org/fragen--antworten/radioaktivitat/jodversorgung-bei-nuklearer-freisetzung-39.html)

cybershadow
14.03.2011, 21:56
was passiert denn, wenn es zum schlimmsten kommt in japan? das land ist doch gar nicht so groß, dass man die leute irgendwohin evakuieren könnte, dass sie sicher sind, oder?

Der schlimmste Fall ist schon eingetreten: Kernschmelzen mit lokaler Freisetzung von Spaltprodukten in drei der sechs Blöcke. Ein zweites Tschernobyl (weiträumige Verteilung der Spaltprodukte) war von Anfang an konstruktionsbedingt (Fukushima ist ein Siedewasserreaktor) ausgeschlossen.

Noa*
14.03.2011, 22:01
und was kann nun noch schlimmer werden?
dass noch mehr radioaktive partikel in die umwelt geraten, richtig? erst durch die luft ja wahrscheinlich nur?
kann es denn bei dem reaktortypen dazu kommen, dass 'das komplette reaktorgebäude' nach unten durchschmort und die ganze suppe ins grundwasser gelangt? oder was passiert, wenn die brennstäbe wie jetzt ja anscheinend schon für längere zeit ohne wasser sind? sie verflüssigen sich doch, oder nicht? kanns dann auch explodieren?

S.Less
14.03.2011, 22:02
also klar sind die beiden reaktoren sehr verschieden, aber siedewasser nutz(t)en schon beide ;-)

S.Less
14.03.2011, 22:07
und ja, sicher können noch mehr verstrahlte partikel in die luft geraten, je mehr noch explodiert und dahinschmilzt. angeblich sollen in japan schmelzende kerne irgendwo im felsigen untergrund steckenbleiben, aber so wirklich zugänglich und mal eben so kontrollierbar ist das ja auch nicht. und strahlen tun die trotzdem, egal wieviel sand und sonstwas man da dann draufkippt.

eine art atombombe entsteht da aber eher nicht. was da zur zeit explodiert sind wasserstoff & co, oder weil schlichtweg der druck in den kuppeln zu groß ist. theoretisch sind explosionen sogar ein wenig "gut", weil zuviel druck auch wasser zurückhalten kann das reingepumpt wird zum kühlen und wenn die pumpen schwach sind.

der reaktor mit dem plutonium ist allerdings evtl. kritisch, nicht nur weil das zeug in der luft krass giftig ist, sondern weil plutonium ab einer gewissen masse selbst kritisch wird. also wenn da alle stäbe am schmelzen und nach unten absacken sind und sich quasi dann ein wenig tiefer begegnen wäre das eventuell sehr untoll. aber ich habe keine ahnung wie hoch diese kritische masse sein müsste und ob die da erreicht werden könnte. ist nur so laien-theorie :-)

Noa*
14.03.2011, 22:39
okay, dass es sich bei den explosionen, die bisher stattfanden, 'nur' um wasserstoffgemische (wie war das noch, knallgas?;)) handelt, ist mir inzwischen klar. wobei ich ja sagen muss, dass ich echt dachte, japan wäre nun vernichtet, als ich samstag morgen von der ersten explosion direkt nach dem aufstehen überschriftenmäßig las.

aber vorher kamen denn nun die (zeitweise) erhöhte radioaktivität, die gemessen wurde? da wird doch vermutet, dass sie eben durch die erste explosion zustande kam.

und nochmal für mein verständnis:
läuft der flutungsversuch bzw die dadurch erwünschte kühlung schief, verflüssigen sich die brennstäbe (weiter) und schmelzen sich dann wahrscheinlich durch die weiteren materialien des reaktors und gelangen dann in den boden und sollen von den gesteinsschichten aufgehaltet werden?! was ist das denn bitteschön?!?!?! :wirr:

ist nur einer der reaktoren mit plutonium betrieben? wenn ja, warum?

cybershadow
14.03.2011, 23:01
Die erhöhte Radioaktivität kommt daher, dass Spaltprodukte (v.A. Iod 131 und Cäsium 137) an die Umwelt gelangt sind. Dass Spaltprodukte ausgetreten sind ist ein ziemlich sicheres Zeichen dafür, dass die Hüllrohre der Kernbrennstäbe zerstört wurden (durch eine Kernschmelze). Der Inhalt der Hüllrohre verteilt sich dann zum Teil im Kühlwasser, das verdampft und zu einem Überdruck im sog. Containment (Stahl- oder Betonschutzhülle um den eigentlichen Reaktordruckbehälter) führt. Damit das Containment nicht platzt, hat man Druck abgelassen, also Wasserdampf zusammen mit Wasserstoff, der sich am überhitzten Reaktorkern gebildet hat und eben den Spaltprodukten. Dieses Gemisch hat das Reaktorgebäude gefüllt und sich entzündet (Knallgasexplosion), was die Spaltprodukte in der Umgebung verteilt hat.

Edit:
In deutschen Reaktoren hätte diese Ereignisfolge übrigens so nicht stattfinden können, weil deutsche Reaktoren zwei Sicherheitseinrichtungen haben, die der japanische Reaktor meines Wissens nicht hatte: Eine Filteranlage, die beim Ablassen von Überdruck aus dem Containment Spaltprodukte weitestgehend zurückhält und soggenannte "Töpfer-Kerzen", die verhindern, das sich ein explosives Wasserstoffgemisch bildet, indem sie Wasserstoff und Sauerstoff unterhalb der Explosionsgrenze katalytisch rekombinieren lassen. Das bedeutet natürlich nicht, dass ausgeschlossen ist, dass es in deutschen Kraftwerken auch Unfälle geben kann, bei denen gößere Mengen Spaltprodukte freigesetzt werden.

jennysaga
15.03.2011, 15:39
zuerst tschernobyl,jetzt japan. Ich fühle mich so machtlos und gelähmt zur gleichen zeit,weil ich mich fühle, dass die politik und wirtschaft über den kopf der menschen hinwegentscheiden würden.
was in japan passiert ist furchtbar.irgendwie muss ich da an iran denken.iran rüstet sich auf mit dem atomprogram und urananreicherung und wird wahrscheinlich kein erdbeben brauchen.dass iran „friedliche“ absichten verfolgt ist schwer für mich nachvollziehbar,wenn ich mir zu auge führe,dass dort steinigungen stattfinden!!!!
YouTube - Stoning of a woman (http://bit.ly/fkK4dl)
ich will nicht aufgeben und euch dazu auffordern an unsere politiker zu schreiben, damit die mal was dagegen tun. Im dem link könnt ihr die e-mail addressen von den politikern aus dem EU parlament erfahren:
All the countries | MEP watch (http://bit.ly/fzzjIf)

jennysaga
15.03.2011, 15:40
zuerst tschernobyl,jetzt japan. Ich fühle mich so machtlos und gelähmt zur gleichen zeit,weil ich mich fühle, dass die politik und wirtschaft über den kopf der menschen hinwegentscheiden würden.
was in japan passiert ist furchtbar.irgendwie muss ich da an iran denken.iran rüstet sich auf mit dem atomprogram und urananreicherung und wird wahrscheinlich kein erdbeben brauchen.dass iran „friedliche“ absichten verfolgt ist schwer für mich nachvollziehbar,wenn ich mir zu auge führe,dass dort steinigungen stattfinden!!!! YouTube - Stoning of a woman (http://bit.ly/fkK4dl)
ich will nicht aufgeben und euch dazu auffordern an unsere politiker zu schreiben, damit die mal was dagegen tun. Im dem link könnt ihr die e-mail addressen von den politikern aus dem EU parlament erfahren:
All the countries | MEP watch (http://bit.ly/fzzjIf)

xxBienexx
15.03.2011, 19:13
...

Inaktiver User
15.03.2011, 19:31
ach, halt die klappe.
als ob eine verkackte gruppe IRGENDWAS ändern oder zeigen würde.
ich hasse diese scheinheiligkeit.

S.Less
15.03.2011, 19:41
aber hey, die überleitung von japan zu iran und dann noch diesem mep watch war mal was neues, das hätte man sicher auch in nem thread über geschlechtskrankheiten machen können.

amöbe
15.03.2011, 22:13
doofe frage, aber ich kann das nicht einschätzen. mich nervt dieses argument, dass wir hier ja keine tsunamis haben. aber was isn mit sturmfluten? gabs schon in hamburg... das macht dann nix?

oh, es nervt mich auch, dass die energieversorger das abschalten als ausrede dafür benutzen, dass der strom ja jetzt teurer werden wird.

S.Less
15.03.2011, 22:16
es gibt immer irgendwas das in einer bestimmten intensität noch nicht war. japan hatte auch noch nie ein derart heftiges beben beispielsweise. und unsere akw sind halt genauso wie die in japan nur so gebaut, dass sie möglichst / theoretisch alles bisherige verkraften.

Sorglos
16.03.2011, 10:12
Allerdings warten die Japaner schon seit Jahrzehnten auf ein "Big one". Man hätte daher ruhig mal (sowohl von der Regierung als auch vom Betreiber aus) auf einer erdbebenstabileren Bauweise bestehen können. Ist ja nicht so, dass sowas in Japan selten auftritt oder so.
Und bevor jemand sagt "Das AKW hat standgehalten. Es liegt an den Generatoren... mimimimimimi". Weiß ich. Aber sowas lässt sich ja wohl auch anders bauen.

S.Less
16.03.2011, 12:43
ja, ich fand es eher erschreckend das die sagen oh gott ein tsunami hat die dieselgeneratoren kaputt gemacht, damit konnte keiner rechnen. ich meine, die anlage ist halt direkt am meer und wenn die schon lange auf diesen "big one" warten und angesichts der tatsache, dass da eben ringsum meer ist war ja ein beben unter dem meer vermutlich genauso wahrscheinlich, wenn nicht sogar noch wahrscheinlicher, wie eines direkt unter dem land. weil häuser gebaut die beben gut standhalten haben sie ja. aber dann "oh ein tsunami, oh wegen dem wasser geht der notstrom nicht, damit haben wir gar nicht gerechnet" ist schon was schräg aus laiensicht.

amöbe
17.03.2011, 10:04
das meerwasser hat die pumpen kaputt gemacht.


ist da eigentlich irgendjemand mit kompetenter ausbildung?

Salina
17.03.2011, 11:00
Es hat bereits einen ABC- Alarm gegeben, der kurz nachdem Krümmel wieder ans Netz gegangen war, selbst in Lüneburg noch hörbar war. Was tatsächlich vorgefallen war, wusste in diesem Umfeld niemand so genau (angeblich Stromausfall, woraufhin Krümmel wieder kurzfristig abgeschaltet wurde).
wann war denn das?

Pepparmint
17.03.2011, 11:29
.

Norea
17.03.2011, 12:38
2009

goldrausch
19.03.2011, 16:23
Als nächstes wird uns dann erzählt, dass es hier bei uns in Deutschland keine Erdbeben gibt und daher hier alles sicher ist und man die Umstände ja nicht vergleichen kann. Erst sagt man das könnte ja nie passieren, und wenn es dann passiert, dann ist das ein Umstand der ja bei uns nie eintreten würde.
.

Bei uns gab es aber schonmal ein Beben (Süddeutschland). Das war zwar nicht so stark, aber möglich ist ja alles..

Sorglos
20.03.2011, 19:30
...and isn't it ironic? :musik:

mizal
21.03.2011, 10:31
anscheinend is da schon wieder was los.. :( die evakuieren wohl grad das akw, weil rauch aus reaktor 3 kommt (der mit dem plutonium). .. :(

quelle: apa (http://www.apa.at/site/News/Topnews_1/AKW_Fukushima_in_Japan_teilweise_evakuiert)

goldrausch
22.03.2011, 08:31
habs auch schon gelesen...und bei der wartung wurde anscheinend auch geschludert

xxBienexx
30.03.2011, 19:22
...

Noa*
30.03.2011, 19:26
raus!