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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : parteiarbeit - wie anfangen?



Inaktiver User
29.03.2011, 20:30
ist hier jemand in ner politischen partei engagiert? könnt ihr mir mal erzählen, wie man da zugang findet und wie die entwicklungsmöglichkeiten da aussehen? wie fang ich denn an? geh ich einfach mal beim parteibüro vorbei und sag hallo, hier bin ich? oder zu ner mitgliederversammlung? geht das nur im jeweiligen wohnort? mir ist die gruppe der nachbarstadt um einiges sympathischer, aber das macht ja irgendwie keinen sinn.

feem
29.03.2011, 23:15
*dazusetz

das würde mich auch interessieren. bei mir ist das betreffende parteibüro auch nur 100 m entfernt, aber ich kann da ja nicht einfach so hingehen und sagen 'hallo, hier bin ich'.

mit den verschiedenen ortsgruppen wird es halt sehr schwierig, wenn es um kandidaturen und kommunalpolitik geht.

ichs
30.03.2011, 00:00
also ich kann nur sagen, wie es bei uns (grüne/b90) ist. da geht man tatsächlich einfach vorbei, ruft an, schreibt ne mail oder wird online mitglied und sagt: hier bin ich, was gibts zu tun. bzw. man sucht sich raus, auf was für themen man lust hat und die sagen einem dann, was es so gibt. inner großstadt ist es halt immer einfacher, als auf dem land, wo oft nicht alle themen im angebot sind. bei uns hier ist es grundsätzlich auch möglich zu nem anderen bezirksverband zu gehen, als jetzt die wohnadresse vorgeben würde. aber ich glaube andere parteien sind da formaler.

ichs
30.03.2011, 00:02
ah: und man muss ja nicht immer gleich für nen amt kandidieren. in vielen parteien (nicht bei uns aber so spd und cdu) muss man sich ir auch erstmal ne weile hochdienen.

Inaktiver User
30.03.2011, 00:40
.

EffiBriest
30.03.2011, 02:43
ah: und man muss ja nicht immer gleich für nen amt kandidieren. in vielen parteien (nicht bei uns aber so spd und cdu) muss man sich ir auch erstmal ne weile hochdienen.

bezüglich der spd totaler mist!

man kann einfach hingehen und mitarbeiten. man muss nichts sein und muss auch nie was werden..
bei jusos das gleiche.. einfach mitmachen, sich einbringen und spaß haben (ja geht da auch)

wer bei anderen parteien noch nie war sollte darüber mal lieber den mund halten.. ich rede auch nich darüber wie es bei den grünen so is, weil ich da noch nie war und es nich weiß..

also rede du über die grünen wenn du die kennst und verbreite nicht über andere parteien unwahrheiten..

feem
30.03.2011, 10:50
also ich kann nur sagen, wie es bei uns (grüne/b90) ist. da geht man tatsächlich einfach vorbei, ruft an, schreibt ne mail oder wird online mitglied und sagt: hier bin ich, was gibts zu tun. bzw. man sucht sich raus, auf was für themen man lust hat und die sagen einem dann, was es so gibt. inner großstadt ist es halt immer einfacher, als auf dem land, wo oft nicht alle themen im angebot sind. bei uns hier ist es grundsätzlich auch möglich zu nem anderen bezirksverband zu gehen, als jetzt die wohnadresse vorgeben würde. aber ich glaube andere parteien sind da formaler.

das kenne ich von meinem heimatort auch so. und da ist es übrigens bei den grünen schon so, dass man eben für die gemeideratswahlen kandidiert, wenn man tatsächlich mitglied ist. habe ich auch schon ohne es zu sein getan.

aber hier in der stadt bin ich ein bisschen skeptisch. vor allem, weil ich von den vielen kommunalpolitischen dingen in meiner stadt wenig ahnung habe, weil ich erst ein jahr dort wohne.

Inaktiver User
30.03.2011, 13:28
ich wohne ja jetzt sehr ländlich. in einem ortsteil -eigentlich eher dorf- der zu einer stadt gehört, deren wohl mich nicht so interessiert wie das der nachbarstadt, in der ich 10 jahre gewohnt hab. also ich werd hier eh nur ein oder zwei jahre bleiben. und die ortsgruppe hier ist wohl auch zerstritten und nicht so organisiert und hach, einfach irgendwie unsympathisch. ich hab echt blöde sachen über die gelesen und hab angst, dass die mir dann die lust auf parteiarbeit vermiesen. wenn ich mich doch schon endlich mal dazu aufraffen will.
also ich glaub ich geh jetzt einfach mal zu denen im nachbarort und schildere denen das genauso. oder doch erstmal zu denen hier, viellicht ists ja gar nicht so schlimm. ich bin von mir selbst genervt:D

Pepparmint
30.03.2011, 15:19
.

ichs
31.03.2011, 00:27
bezüglich der spd totaler mist!

man kann einfach hingehen und mitarbeiten. man muss nichts sein und muss auch nie was werden..
bei jusos das gleiche.. einfach mitmachen, sich einbringen und spaß haben (ja geht da auch)

wer bei anderen parteien noch nie war sollte darüber mal lieber den mund halten.. ich rede auch nich darüber wie es bei den grünen so is, weil ich da noch nie war und es nich weiß..

also rede du über die grünen wenn du die kennst und verbreite nicht über andere parteien unwahrheiten..

ich sage ja nicht das man nicht mitarbeiten darf, aber die aufstiegschancen z.b. zu nem landtagsmandat sind einfach bei den grünen v.a. wenn man ne frau ist am besten. und ich kenne mich glaube ich mit anderen parteien gut genug aus, um es zumindest auf höherem level beurteilen zu können, da ich auf täglicher basis mit mdbs aller parteien zu tun habe.

Inaktiver User
31.03.2011, 10:13
ich sage ja nicht das man nicht mitarbeiten darf, aber die aufstiegschancen z.b. zu nem landtagsmandat sind einfach bei den grünen v.a. wenn man ne frau ist am besten. und ich kenne mich glaube ich mit anderen parteien gut genug aus, um es zumindest auf höherem level beurteilen zu können, da ich auf täglicher basis mit mdbs aller parteien zu tun habe.

das ergibt sich ja darüberhinaus auch im grunde schon allein aus der mitgliederzahl. wenn der fdp-ortsverband wermelskirchen acht mitglieder hat, hat man da schon mal schnell ein amt.

ichs
01.04.2011, 00:55
ja genau damit hat es viel zu tun. dann natürlich auch mit den guten wahlergebnissen in vielen bundesländern. für frauen mit der quote noch. und aber eben auch ein bißchen mit der organisationskultur.

durga
01.04.2011, 13:36
Ich überleg auch gerade, tatsächlich mal Parteimitglied zu werden (bei den Grünen), bin mir aber noch nicht so ganz schlüssig... Groß was machen würd ich eher zumindest in näherer Zeit nicht, bin in einigen Unigruppen (Menschenrechte, Flüchtlingsarbeit) aktiv und das reicht mir an unbefriedigend strukturierter Gremienarbeit gerade, nächstes Semester ist eh Durchlernen angesagt.
Aber trotzdem mal ne generelle Frage an die Parteimitglieder hier (egal, in welcher Partei) welche Ansprüche stellt Ihr an Euch und Eure Parteigenossen bezüglich... na, wie soll ich sagen, Loyalität oder so? Es wird ja kaum jemand in ALLEN Punkten mit der offiziellen Linie seiner Partei übereinstimmen, wie geht man damit um?
Was sind für Euch Berufe, die generell mit einer Parteimitgliedschaft nicht/schlecht vereinbar sind?

Trottel
01.04.2011, 14:19
Da hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Die Parteien geben sich wesentlich mehr Mühe neue Mitglieder zu integrieren. Vor ein paar Jahren mußt man sich auch Pöstchen und Aufgabe regelrecht freikämpfen. Heutzutage geht das alles wesentlich schneller und einfacher. Es kommt da aber auch viel auf die Ortsvereine an.

Ich kann jetzt mal für die SPD sprechen. Ich bin 1994 der SPD beigetreten. Johannes Rau hat das erste Mal die absolute Mehrheit in NRW verloren und das war für mich ein passender Zeitpunkt. Die Partei war etwas am Boden und hat sich die Wunden gelegt. Dann kam ein junger Mensch zum Parteibüro und wollte Mitglied werden. Ich bin sehr herzlich aufgenommen worden. Es mußte Papierkram erledigt werden, dann gab es eine Probezeit und ein paar Wochen später kam einer bei mir vorbei mit einem Buch über die Geschichte der SPD und wollte mich persönlich willkommen heißen. Leider hatte ich gerade Besuch und ich mußte ihn wieder fortschicken, was aber kein Problem war. Später gab es noch ein Seminar am Wochenende mit anderen Neumitgliedern. Mitarbeit in der Partei oder bei den Jusos war aber nicht so einfach.

In Heidelberg war das alles wesentlich einfacher. Da könnte man viel schneller Arbeit, aber auch Verantwortung übernehmen.

Heute würde ich den Einstieg über die Jusos nehmen. Wenn man studiert vielleicht auch über die Juso Hochschulgruppe. Die Jusos momentan kenne ich nur aus der Ferne, weil ich mittlerweile zu alt bin, aber in Heidelberg sind sie sehr aktiv und sind sehr nett. Da kann man auch erstmal mitmachen ohne Parteimitgliedschaft. Die treffen sich auch öfters zu einem Stammtisch.
Und der Ortsverein bei dem ich bin ist auch prima. Leider bin ich nur etappenweise da und schaffe es nicht so richtig regelmäßig dabei zu sein. Das ist aber eine Voraussetzung, wenn man aktiv werden will. Klar kann man in Klausurzeiten aussetzen und Druck gibt es auch nicht, aber wenn man beispielsweise in der Kommunalpolitik aktiv wird, dann geht es nur regelmäßig.

Tja, eigentlich müßte ich mehr tun. Gerade Kommunalpolitik interessiert mich. Da kann es recht schnell passieren, daß vom eigenen Einsatz etwas zu sehen ist. Die Stadt in der man lebt aktiv mitgestalten, auch wenn es eher kleine Dinge sind.

Trottel
01.04.2011, 14:27
Freut mich zu lesen, daß auch ein paar SPDler/Jusos hier rumschwirren. Die SPD ist ja nicht so hip wie die Grünen. Aber die müssen sich jetzt auch ertsmal in BaWü bewehren, wenn sie in der ersten Reihe stehen. Wobei der Kretschmann bei mir einen guten Eindruck hinterlassen hat. Wenn ich mir vorstelle Claudia Ro ... oh, ne, das will ich nicht weiter denken.

Pausenaufsicht
01.04.2011, 15:57
Freut mich zu lesen, daß auch ein paar SPDler/Jusos hier rumschwirren. Die SPD ist ja nicht so hip wie die Grünen. Aber die müssen sich jetzt auch ertsmal in BaWü bewehren, wenn sie in der ersten Reihe stehen. Wobei der Kretschmann bei mir einen guten Eindruck hinterlassen hat. Wenn ich mir vorstelle Claudia Ro ... oh, ne, das will ich nicht weiter denken.

schlimmer als kurt beck kann claudia roth auch nicht sein

Mila Fujiyama
07.04.2011, 20:14
Ich habe mich online eingetragen und habe dann auch alle möglichen E-Mails zu Veranstaltungen bekommen. Da bin ich dann einfach mal hingegangen und habe schnell Kontakt gefunden. Ich habe aber auch sehr viel Glück mit meinem Ortsverein.

Bei den Jusos wiederum, fand ich es ganz schrecklich. Da ging es nur darum, andere zu hintergehen und sie dann zu denunzieren. Das ist ein einziges Ellenbogengeschubse. Da werde ich auch nicht wieder hingehen. Aber unsere Jusos sind auch über die Landesgrenzen hinaus unbeliebt.

Tinelli
07.04.2011, 23:21
Aber trotzdem mal ne generelle Frage an die Parteimitglieder hier (egal, in welcher Partei) welche Ansprüche stellt Ihr an Euch und Eure Parteigenossen bezüglich... na, wie soll ich sagen, Loyalität oder so? Es wird ja kaum jemand in ALLEN Punkten mit der offiziellen Linie seiner Partei übereinstimmen, wie geht man damit um?

Ich bin in keiner Partei, aber ich hab immer mal wieder mit mit einer parteinahen Gruppe zu tun. Und da wird sehr viel diskutiert und man ist zum Teil einer sehr anderen Meinung als die "offizielle" Parteimeinung.

Benny
08.04.2011, 09:52
Aber trotzdem mal ne generelle Frage an die Parteimitglieder hier (egal, in welcher Partei) welche Ansprüche stellt Ihr an Euch und Eure Parteigenossen bezüglich... na, wie soll ich sagen, Loyalität oder so? Es wird ja kaum jemand in ALLEN Punkten mit der offiziellen Linie seiner Partei übereinstimmen, wie geht man damit um?
Was sind für Euch Berufe, die generell mit einer Parteimitgliedschaft nicht/schlecht vereinbar sind?

Ich bin in einer Partei und stimme in mehreren wesentlichen Punkten nicht mit der offiziellen Linie überein. Und ich kenne auch ganz viele denen es genauso geht. Da ist doch kein blinder Gehorsam verlangt von der Parteibasis. Anders sieht es natürlich aus, wenn Du ein höheres Amt hast oder ein Mandat in einem Parlament. Da musst Du schon in wesentlichen Punkten zur offiziellen Linie stehen, sonst ließe sich auch keine vernünftige, geschlossene Arbeit organisieren. Aber selbst da gibt es ja sehr regelmäßig abweichende Meinungen.

Mir fällt als Beruf, der mit einer Parteimitgliedschaft unvereinbar wäre eigentlich nur Bundepräsident ein. Natürlich darfst Du in relativ vielen Berufen in Ausübung deiner Tätigkeit keine Parteiwerbung machen, aber Mitglied in einer Partei sein schon.

augenweide
08.04.2011, 10:47
ach, da gäbs schon noch so einige berufe.
als journalist z.b. wäre es extrem ungünstig. es ist nicht offiziell unmöglich, aber schon sehr schlecht vereinbar mit der arbeit. besonders diese gründe halten mich bisher davon ab.

und als richter würd ich wohl auch nicht parteimitglied sein wollen.

und unser bundespräsident ist ja wohl mal alles andere als partei-unabhängig.

Inaktiver User
08.04.2011, 12:15
Ich war gestern bei einer sehr informativen Veranstaltung meiner Ortsgruppe der Partei meiner Wahl dabei. Es gab zu einem sehr zentralen Parteithema einen Pro- und einen Contra-Vortrag von zwei Mitgliedern aus dem Kreisvorstand. Ich fand sehr toll, direkt zu sehen, dass man eben nicht der Parteiführung alles nachbeten muss.
Außerdem möchte ich durch Parteiarbeit nicht einfach nur die Partei unterstützen, indem ich vor dem Wahlsonntag mit Luftballons am Markt stehe. Ich möchte auch für mich etwas rausholen - und zwar politische Weiterbildung und einen Meinungsaustausch.
Den Meinungsaustausch habe ich schon mit vielen Personen aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis. Das sind aber eher Personen, denen ich zutraue, eher sehr konservativ (CDU o. FDP) zu wählen. Von daher fehlt mir der Austausch mit Gleichgesinnten. Ich denke, das werde ich in der Partei finden.

Nächste Woche gebe ich die Eintrittserklärung ab. Haha, ich bin noch ein bisschen berauscht, weil es gestern so toll war und ich mich aufgehoben fühle. :D

Inaktiver User
14.04.2011, 16:12
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Inaktiver User
15.04.2011, 12:13
Ich zahle auch nur den Mindestbeitrag, hab aber auch momentan so gut wie kein eigenes Einkommen.

Ich werde meine Mitgliedsbeiträge auf jeden Fall aufstocken sobald ich mehr verdiene. Ich denke ich würd auch recht hoch gehen mit dem Mitgliedsbeitrag. Ist aber alles im Moment rätselraten. Ich kann mir momentan nicht vorstellen in den ersten 5 Jahren nach meinem Abschluss überhaupt mehr als 1000 € zu verdienen. :D

Mascha, bei dir bin ich ziemlich überrascht, dass du bei der SPD/den Jusos bist. Ich erinnere mich noch, dass du in einem Thread von Emma, wo es um den Beitritt bei den Grünen ging, sehr kämpferisch argumentiert hast. Ich erinnere mich noch an deinen Wunsch nach einer Revolution. Hinzu kommt der Eindruck den man über dein Leseverhalten zu gewinnen meint und auch manch andere Einwürfe von dir, z.B. "Mein Kumpel ist nun hardcore Maoist.".

Ich hätte gedacht du wärst mindestens bei den Linken, wenn nicht sogar DKP oder MLPD oder was weiß ich.

Ist dieser Eindruck falsch? Ein Forum zeigt ja immer nur Facetten und wer weiß, vllt wollte ich nur die sozialistisch-kommunistischen Facetten wahrnehmen. ;)

Oder ist dieser Eindruck gar nicht so falsch? Dann würde mich interessieren, wie du deine Einstellungen mit dem Programm der SPD vereinbahrst. Du kommst mir einfach sehr viel linker vor als SPD.

ichs
15.04.2011, 18:35
wie hoch habt ihr euch eigentlich beim mitgliedsbeitrag eingestuft? ich zahl nur 2,50 im monat, das ist der satz für schüler, studenten und geringverdienende. würde mich mal interessieren ob die ab 2.500 dann auch tatsächlich wie empfohlen 150 - 250 euro im monat zahlen :0 kann ich mir irgendwie nicht vorstellen.

eigentlich ist das bei allen parteien gleich 1% des nettoeinkommens. d.h. bei 2500 eur sind es 25 eur.

Inaktiver User
16.04.2011, 00:18
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Inaktiver User
16.04.2011, 09:57
Dsa ist nett, merci.

jessikaOreimer
16.05.2011, 13:15
Mal ehrlich, willst du es dir wirklich kostenlos antun? Die Politik verdienen sich die goldene Nase und du willst alles kostenlos machen. Wenn schon, dann sollen sie dich anständig bezahlen

ichs
16.05.2011, 23:43
Mal ehrlich, willst du es dir wirklich kostenlos antun? Die Politik verdienen sich die goldene Nase und du willst alles kostenlos machen. Wenn schon, dann sollen sie dich anständig bezahlen

joh genau. politiker sind alle steinreich. :dum:

durga
18.05.2011, 01:28
Klar, Mann, weißt Du das nicht? Die da oben scheffeln und scheffeln und wir hier unten haben nichts zu sagen. Und wählen bringt auch nichts! 1/62 000 000 ist ja wohl nichts! Für mehr Einfluss muss man schon bezahlt werden.

Primadonna
18.05.2011, 12:18
ach, da gäbs schon noch so einige berufe.
als journalist z.b. wäre es extrem ungünstig. es ist nicht offiziell unmöglich, aber schon sehr schlecht vereinbar mit der arbeit. besonders diese gründe halten mich bisher davon ab.


ich kenne mehrere journalisten, die parteimitglieder sind. darunter auch einige funktionäre, also nicht nur stille "karteileichenmitglieder".
für eine arbeit im feuilleton z.b. ist das doch völlig unerheblich.
aber ein freund von mir ist sogar lokalredakteur, in einer partei und trotzdem neutral. soll vorkommen. ;-)

SweetKeira
22.05.2011, 16:17
Ich würde mich auch gern engagieren, mich interessierts, auch wenn ich schon auf die 30 zugehe..ist das jetzt zu spät?
In meinen Studizeiten war ich inner Fachschaft, das hat mir viel Spaß gemacht, Parteiarbeit konnte ich mir da noch nicht vorstellen.
Mittlerweile schon.

Inaktiver User
22.05.2011, 19:28
Also mit Ende 20 ist man vllt spät dran für die Vorzeigekarriere in der Partei - aber wer weiß? Ich meine man hat noch 20 Jahre um an der Karriere zu feilen und dann wär man auch erst 50 wenn man den Ministerposten bekäme. ;)

Ich bin mitte 20 und hab erst vor Kurzem angefangen. Durch mehr oder weniger großen Zufall haben sich direkt mehr oder weniger wichtige Aufgaben ergeben, die ich übernommen habe. Außerdem hat sich gerade erst ein Arbeitskreis zu einem Thema, das ich sehr gut finde, gegründet. Bin also bei vielem von Anfang an dabei und habe nicht das Gefühl, dass ich in alteingesessene und verstaubte Strukturen reinkomme und zu alt bin um irgendwas zu erreichen. Edit: Wobei ich mit erreichen keine persönliche Karriere meine, aber doch schon wichtigere Aufgaben übernehmen möchte als nur vor der Wahl Luftballon zu verteilen.

Inaktiver User
22.05.2011, 23:05
bei mir ist das betreffende parteibüro auch nur 100 m entfernt, aber ich kann da ja nicht einfach so hingehen und sagen 'hallo, hier bin ich'.


Und warum nicht?

GENAUSO macht man das.

augenweide
23.05.2011, 18:57
für eine arbeit im feuilleton z.b. ist das doch völlig unerheblich.


ne...ganz und gar nicht, es gibt durchaus eine verzahnung von kultur und parteipolitik, spätestens wenn es um sponsoring geht. genau an dem punkt scheiden sich aber oftmals die geister.
und irgendwann wechseln die meisten auch mal das ressort.
sicher weiß ich, dass sich einige da durchbeißen oder es ihnen sonstwo vorbeigeht, aber ich bin der auffassung, dass die arbeit nicht unbeschadet bleibt. für mich wärs nix.

Tinelli
23.05.2011, 22:17
als journalist z.b. wäre es extrem ungünstig. es ist nicht offiziell unmöglich, aber schon sehr schlecht vereinbar mit der arbeit. besonders diese gründe halten mich bisher davon ab.

Gibt ja auch politisch orientierte Zeitungen / Zeitschriften :D

augenweide
23.05.2011, 22:22
ja. aber gerade dort fänd ichs ungünstig.
ich will in meiner berichterstattung unabhängig bleiben. auch und gerade bei nem blatt mit politischer richtung. parteiunabhängig sind die meisten ja doch, bei nem parteimedium würd ich sowieso nicht arbeiten wollen.
das ist halt meine meinung. für mich spricht es prinzipiell dagegen. bei anderen in besonderen fällen. aber ich könnt die für mich nicht von vornherein ausschließen, deshalb käms nicht infrage.

Tinelli
24.05.2011, 00:09
Eine "abhängige" Zeitung wird aber keinen unabhängigen Journalisten brauchen können :D Sonst wird das ja nix mit der Selbstbeweihräucherung.

augenweide
24.05.2011, 11:21
naja, wie viele partei-abhängige zeitungen (das sind dann schlicht parteizeitungen ;)) kennst du denn so?
da arbeitet ja auch nur ein sehr geringer teil aller journalisten, schon alleine, weil es nicht so viele zeitungen gibt, und auch, weil die meisten dort nicht arbeiten wollten, mich eingeschlossen. aus verschiedenen gründen übrigens, nicht allein wegen der 'abhängigkeit'.

Inaktiver User
24.05.2011, 15:04
.

augenweide
24.05.2011, 15:53
ich habe gesagt, dass es letztlich für MICH und meine arbeit nicht infrage kommt, weil ich eben nicht finde, dass es sich immer und in allen aspekten miteinander vereinbaren lässt. das ist meine meinung, die teilen aber viele journalisten. dennoch verurteile ich niemanden pauschal, der es tut. mir sind in meiner arbeit selbst aber situationen untergekommen, in denen mir und anderen eine parteimitgliedschaft hätte hinderlich sein können. ich würde mich in manchen bereichen/situationen nicht 'frei' genug fühlen, auch wenn ich sicherlich davon gehört habe :augenroll:, dass man selbstverständlich die linie seiner partei keinesfalls hörig und sklavisch verfolgen muss.

Inaktiver User
24.05.2011, 16:30
.

augenweide
24.05.2011, 17:01
es geht doch hier um journalismus. auf lokalpolitischer ebene spielt das eben doch oftmals eine rolle. schneller, als man denkt. man trifft als journalist auf den üblichen 'verdächtigen' veranstaltungen überall immer wieder auf dieselben gesichter, man kennt sich vom sehen, erkennt sich am telefon. man kennt sich, und das auch in großen städten.

es hat sicher darüber hinaus auch noch ganz private gründe. ich hab einfach beruflich auch schon einiges mitbekommen, was mir letztlich die festlegung auf eine mitgliedschaft in einer bestimmten partei schwierig machen würde. das ist auch ein bauchgefühl.

augenweide
24.05.2011, 17:05
ich kann deine aussage, dass parteiliches engagement in div. berufen einschränkend sein kann, einfach null nachvollziehen. oder willst du diplomat werden oder chef der EZB?

ich habe ja nur explizit von journalisten gesprochen. eingangs schrieb ich mal 'da gäbs schon noch einige berufe', das stimmt, das war vielleicht übertrieben. deutlich machen kann ichs nur am journalistischen bereich.
evtl. haben wir uns deshalb auch missverstanden. ich bezog mich in meinen aussagen immer nur auf journalisten.
und auch da habe ich nicht gesagt, dass es offiziell nicht geht und interessiert da auch keinen personaler, aber intern könnte es ne große rolle spielen.

Inaktiver User
24.05.2011, 17:08
.

augenweide
24.05.2011, 17:14
mir fehlen die worte. (und das will was heißen)

meine güte.
wenn du meinst ;)

ich werde mich hier dazu nicht äußern! :mrnerd: man könnte mich stalken.