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verflixt
01.07.2011, 21:45
ich werde dort wahrscheinlich studieren.

macht es mir mal schmackhaft!
was gibt es schönes und spannendes dort oder in der umgebung?
hält man es 3 jahre dort gut aus als großstadtmensch?

Inaktiver User
02.07.2011, 00:35
es ist ne schnuckelige kleine studentenstadt mit vielen studentischen angeboten, aber man muss halt drauf stehen, dass man nach ein paar monaten so gut wie jeden dritten kennt und niemandem so wirklich aus dem weg gehen kann. anonymität --> 0.
toll sind die vielen kleinen cafés und diese äh urige athmosphäre mit fachwerkhäusern und so.
eher schwierig gestaltet sich das ausgehen (sofern man nicht auf massenkompatible indiemucke oder charts abgeht) und einkaufen (insbesondere v. klamotten).
fazit: kann ganz toll sein oder ein albtraum. ich hab's nur ein halbes jahr ausgehalten, bis ich in die großstadt geflüchtet bin. :musik:

wenn du ski fährst: der harz ist nicht weit! : )

SPACEMACHINE
02.07.2011, 01:07
ich kam zunächst aus einer, naja, "großstadt" mit 500tausend einwohnern und bin nach göttingen gezogen und hab total abgekotzt, wie wenig hier los sei,wie viele leute aus irgendwelchen dörfern hier seien, die göttingen als den nabel der welt betrachten und blablabla.
jetzt war ich gerade wieder für 3 monate hier und hab mich irgendwie echti n dieses riesendorf verliebt, weil man halt wirklich einfach überall mitm fahrrad hinfahren kann, es voll viel natur und schöne gebäude überall gibt, super viele sehr nette und auch coole leute hier rumlaufen (man muss sie nur ausfindig machen) und es zumindest für mich auch sehr viel input aus der uni gab. also nicht nur "straightes" uni-programm, sondern auch viele externe, öffentliche veranstaltungsreihen etc.,kinoprogramme mit diskussionen der einzelnen gruppen usw - ich hab echt viel input bekommen, den ich durch ein studium in einer großstadt garantiert in der form nie bekommen hätte, das seh ich an meinen freunden, die in großstädten studieren. und dieser input hat mich echt total geprägt und weitergebildet.
was halt extrem nerven kann ist, dass man egal wo immer mit den gleichen leuten konfrontiert ist, aber dafür bin ihc auch viel zu selten hier,als das es mich stören würde. schlimm wird das vor allem erst, wenn man anfängt mit leuten rumzumachen, weil person x dann der mitbewohner von irgendwem aus dem eigenen studiengang blablabla ist und so weiter. das passiert meine nfreunden schon echt häufig, haha. und was mich noch extrem stört ist, dass es so ein reduziertes kulturelles angebot in der stadt gibt. jetzt insbesondere auf museen bezogen, weil ich in sowas normalerweise sehr gern und viel abhäng, was hier halt nicht geht. was auch nervt ist, dass man direkt in der einführungswoche (die sowieso völliger schwachsinn ist) diese komische studentenhierarchie einfiltriert bekommen soll ("bwler mögen keine sowis!" und umgekehrt) und sowieso gibt es hier auhc voll die segregation nach studium, politischer einstellung und lebensstil würde ich sagen. also viele verbindungsstudenten, viele hippies, große linke szene (die aber sich selbst mehr im weg steht als eigentlich produktiv zu sein), viele "dorfkinder" und dann halt solche, die in ihrem kaff die coolsten waren und in göttingen dann richtig ausrasten. achja und erasmus-studenten!

aber generell find ich auch die uni wahnsinnig gut was serviceangebote etc angeht und mein studium gefällt mir mittlerweile auch total gut. also das ist natürlich auhc vom fach abhängig, aber ich empfinde die betreuung als sehr gut, meine dozenten waren unglaublich kooperationsbereit, was unsere forderungen aus dem bildungsstreik angingen etc.
und was eine der besten sachen hier ist, ist das semesterticket, das in komplett niedersachsen bis nach hamburg gilt.

aus welcher stadt kommst du denn und was wirst du studieren?

Kaddykolumna
06.07.2011, 00:05
Kann jetzt nur als Besucherin und Ex-Studentin antworten (habe in Mainz und Lübeck studiert).
Die Stadt ist total hübsch, viele alte Häuser, in der Innenstadt ist alles eng beienander, viele urige Kneipen, klassische Studentenstadt eben. Die, die dort studiert haben, fanden es super. Und ich genieße es total, nochmal in das Studentenleben einzutauchen, wenn ich dort bin. Man trifft regelmäßig Leute, die man kennt in der Stadt, alles "dörflich".
Das man - mal abgesehen von Kneipen - ausgehtechnisch jetzt nicht die Auswahl hat, habe ich schon öfter gehört.

In den Semesterferien kann es dann eben auch mal ziemlich leergefegt aussehen - bzw. ist es dann auch.

Wenn man mehr Anonymität will, tolle Shopping- und abwechslungsreiche Ausgehalternativen, sollte man eher eine Stadt mit Uni statt einer Unistadt wählen.

toastbrot
06.07.2011, 19:30
Ich habe da studiert und fand es ganz nett, würde am liebsten auch wieder hin :o
Wenn mir die Decke auf den Kopf gefallen ist und ich Zeit hatte, bin ich halt nach Hannover, Hamburg oder NRW gefahren, dank Semesterticket kein Problem.

Hach, ich werd wehmütig :lof: ;)

sweet-janey
29.07.2011, 22:03
ich komm aus hamburg und wohne inzwischen auch wieder da. aber ich habe 6 jahre in gö gelebt und dort studiert. ich muss eine lanze für gö brechen. das war meine beste zeit!!! ich fand es zum studieren perfekt und das sahen auch meine kommilitonen alle so. die meisten meiner freunde aus gö, sind witzigerweise jetzt auch in hh gelandet und wir haben noch viel kontakt und schwelgen in erinnerungen. wir verbinden alle eine positive zeit mit gö!

man lernt unglaublich schnell leute kennen, es ist günstig und immer was los (wobei das alles sehr studentisch ist, aber ich fand das zur damaligen zeit toll!).alles spielt sich eben über die uni ab. ich bin auf uni-parties gegangen, hab in wohnheimen des studentenwerks gewohnt, hab in der sub gelernt, in den mensen gegessen, weiß nicht wie oft aufm campus rumgehangen kaffee getrunken und leute beobachtet,... :-)

ach ja, I miss it!