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Inaktiver User
31.12.2012, 06:04
Thierse lästert über Schwaben in Berlin



Heiligs Blechle! Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse hat ganz offensichtlich genug von den zugezogenen Schwaben in seinem Berliner Heimat-Stadtteil Prenzlauer Berg. "Ich wünsche mir, dass die Schwaben begreifen, dass sie jetzt in Berlin sind und nicht mehr in ihrer Kleinstadt mit Kehrwoche", sagte der SPD-Politiker, der seit 40 Jahren in Prenzlauer Berg wohnt, der "Berliner Morgenpost".




Wolfgang Thierse wettert gegen Schwaben in Berlin - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/wolfgang-thierse-wettert-gegen-schwaben-in-berlin-a-875182.html)

Ist das nicht geradezu fremdenfeindlich?

Also mal jetzt ganz im Ernst ....

bwlstudent
31.12.2012, 07:04
Am lustigsten finde ich daran, daß der Thierse doch selber nicht aus Berlin ist hahaha. Der ist doch selber aus Thüringen nach Prenzlberg gezogen, und jetzt regt er sich über die auf, die nachkommen, nachdem der schöne antifaschistische Schutzwall weg ist. :D

Inaktiver User
31.12.2012, 07:20
Am lustigsten finde ich daran, daß der Thierse doch selber nicht aus Berlin ist hahaha.



Tatsächlich!

Der Typ ist gar kein Berliner!

Hab mal nachgeschaut:



Wolfgang Thierse wurde am 22. Oktober 1943 als Sohn eines Rechtsanwaltes in Breslau geboren. Nach der Vertreibung aus Breslau siedelte sich die Familie im thüringischen Eisfeld an, dort besuchte Thierse die Oberschule. Nach dem Abitur im südthüringischen Hildburghausen erlernte er den Beruf des Schriftsetzers beim Thüringer Tageblatt in Weimar.


Wolfgang Thierse (http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Thierse)

bwlstudent
31.12.2012, 07:47
Ich finde, als Konsequenz sollte er wenigstens seinen dunkelblauen Mercedes zurückgeben und ihn durch ein Berliner Automobil ersetzen!

Inaktiver User
31.12.2012, 08:53
Gerade die Berliner sind ja bekannt dafür, dass sie sich überall, wo sie hinkommen, sehr rücksichtsvoll anpassen - auch und gerade sprachlich.

Ich hege keinen Zweifel daran, dass Berliner in süddeutschen Bäckereien sich sehr darum bemühen, auch ja den richtigen süddeutschen Tonfall zu treffen ....

Lucaa
31.12.2012, 09:20
vor allem: seit wann ist "pflaumendatschi" schwäbisch?

Inaktiver User
31.12.2012, 10:37
Für die Berliner ist wohl südlich des Maines sowieso alles gleich.

Manche meinen wohl auch, südlich der Berliner Stadtgrenze beginne der Balkan - oder so ....

enihzehkaih
31.12.2012, 11:17
vor allem: seit wann ist "pflaumendatschi" schwäbisch?genau

Aspasia
31.12.2012, 11:43
der soll doch froh sein, wenn in Berlin jemand für umme die gass fegt.

crolie
31.12.2012, 12:14
Am lustigsten finde ich daran, daß der Thierse doch selber nicht aus Berlin ist hahaha. Der ist doch selber aus Thüringen nach Prenzlberg gezogen, und jetzt regt er sich über die auf, die nachkommen, nachdem der schöne antifaschistische Schutzwall weg ist. :D


dito...ich sach nur dt. Spiessbürger :D

Janina_
31.12.2012, 13:22
er hat recht!

enihzehkaih
31.12.2012, 13:27
mit was?

Janina_
31.12.2012, 13:30
mit dem lästern über schwaben in berlin.

Inaktiver User
31.12.2012, 14:38
der soll doch froh sein, wenn in Berlin jemand für umme die gass fegt.

Eben! :D

Manche kamma's halt nicht recht mache .....

Wird NICHT gefegt, ist es falsch
Und WIRD gefegt, so lästert der Thierse .....

enihzehkaih
31.12.2012, 14:38
aha

Inaktiver User
31.12.2012, 15:32
Spekulanten raus! - das könnte ich verstehen.

Aber Schwaben raus! - das ist schon fast rassistisch ....

Salamancagirl
31.12.2012, 16:48
Recht hat er. Man kann ja nicht einerseits von Migranten verlangen, gefälligst Deutsch zu sprechen, und gleichzeitig dulden, dass Deutsche aus anderen Regionen sich keine Mühe machen, den Sprachgebrauch der Gegend, in die sie berufsbedingt ziehen, zu akzeptieren. Das sollte wirklich zu denken geben.
Dass Thierse ausdrücklich die Schwaben beim Namen nennt, ist nicht sehr glücklich, das hätte er sich auch sparen können, aber in der Sache hat er recht.

Inaktiver User
31.12.2012, 16:57
Recht hat er. Man kann ja nicht einerseits von Migranten verlangen, gefälligst Deutsch zu sprechen, und gleichzeitig dulden, dass Deutsche aus anderen Regionen sich keine Mühe machen, den Sprachgebrauch der Gegend, in die sie berufsbedingt ziehen, zu akzeptieren. Das sollte wirklich zu denken geben.


Ja, das könnte zu denken geben. :D

Wenn ich mich wiederholen darf: :-)

Gerade die Berliner sind ja bekannt dafür, dass sie sich überall, wo sie hinkommen, sehr rücksichtsvoll anpassen - auch und gerade sprachlich.

Ich hege keinen Zweifel daran, dass Berliner in süddeutschen Bäckereien sich sehr darum bemühen, auch ja den richtigen süddeutschen Tonfall zu treffen ....


:D

Inaktiver User
31.12.2012, 17:06
Recht hat er. Man kann ja nicht einerseits von Migranten verlangen, gefälligst Deutsch zu sprechen, und gleichzeitig dulden, dass Deutsche aus anderen Regionen sich keine Mühe machen, den Sprachgebrauch der Gegend, in die sie berufsbedingt ziehen, zu akzeptieren. Das sollte wirklich zu denken geben.
Dass Thierse ausdrücklich die Schwaben beim Namen nennt, ist nicht sehr glücklich, das hätte er sich auch sparen können, aber in der Sache hat er recht.

Ahahahaha, dieser Vergleich, hahahaha :D

:argl:

Inaktiver User
31.12.2012, 17:47
Und nun gibt es Gegenwind ......



Nimm das, Thierse! Nachdem der Bundestagsvizepräsident über zugezogene Schwaben in Berlin gelästert hat, folgt jetzt die Reaktion aus dem Südwesten.

Ohne das Geld aus Baden-Württemberg sähe die Bundeshauptstadt alt aus .....



Schwaben wehren sich gegen Thierse-Angriff - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/schwaben-wehren-sich-gegen-thierse-angriff-a-875226.html)

Inaktiver User
31.12.2012, 18:54
Gut gesagt, Leni, Cem, und Gaby!



... auch von Parteifreunden bekommt Thierse Contra: Verdi-Landeschefin und SPD-Landesvize Leni Breymaier sagte in Stuttgart über Thierses Schelte: "Wir in Baden-Württemberg profitieren sehr von unseren Migranten. Auch beim Essen. Das tut den Berlinern auch gut."

Auch Grünen-Chef Cem Özdemir schaltete sich ein. Er sagte der "Bild", viele Schwaben kämen zum Arbeiten nach Berlin. "Die Berliner sollen uns Schwaben dankbar sein und nicht über uns lästern wie Herr Thierse." Schriftstellerin Gaby Hauptmann meinte, die Schwaben seien in der Hauptstadt hoch angesehen. "Wenn der Herr Thierse das nicht versteht, macht er was falsch."

Schwaben wehren sich gegen Thierse-Angriff - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/schwaben-wehren-sich-gegen-thierse-angriff-a-875226.html)

Inaktiver User
01.01.2013, 11:36
Lustig finde ich, wie Thierse sich darüber aufregt, dass die Schwaben in Berlin ganz frech von "Wecken" statt von "Schrippen" reden.

Diese Schwaben sollten sich gefälligst anpassen, fordert er.

Ob er das selber aber auch befolgt?

Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass dieser Thierse in Schwaben dann sofort brav anfangen würde, schwäbisch zu reden.

Inaktiver User
02.01.2013, 09:44
Hier ist ein guter Kommentar der WELT zur Sache:


Schwaben nerven – aber wer nervt nicht in Berlin?
Das Schwaben-Bashing von Wolfgang Thierse hat nicht-deutschsprachige Hauptstadtbewohner außer acht gelassen. Die Folgen wären wohl fatal für ihn. Aber trotzdem: Wer nervt nicht in Berlin?


Und vor allem:




Was an Thierses Schwaben-Bashing allerdings irritiert, ist etwas anderes. Er wäre umgehend vor das in Permanenz tagende Inkorrektheits-Tribunal gezerrt und als Sarrazin-Adept zum Multikulti-Bußeinsatz in irgendeinem Kiez-Asyl verdonnert worden, wäre er auch nur annähernd so herzhaft über eine nicht-deutschsprachige (ja, Schwäbisch gilt dann noch als deutsche Mundart) Hauptstadtkolonie hergezogen.

Sein Rücktritt von allen Funktionen wäre sicher die erste Meldung des neuen Jahrs geworden. Aber Schwaben sind offenbar vogelfrei. Zumindest für den aus Süd(!)-Thüringen eingewanderten, in Breslau geborenen und in der Folge heimatvertriebenen Schlesier Wolfgang Thierse. Das ist ein seltsames Land, in dem Ressentiments gegen Zumutungen von Immigration nur in Gestalt von Inländerfeindlichkeit durchgehen.


Thierse-Lästereien : Schwaben nerven (http://www.welt.de/debatte/kommentare/article112334332/Schwaben-nerven-aber-wer-nervt-nicht-in-Berlin.html)

diva_jona
02.01.2013, 12:06
Berlin nervt. Schwaben auch. Thierse sowieso.

Bibliophilia
02.01.2013, 12:14
Gerade die Berliner sind ja bekannt dafür, dass sie sich überall, wo sie hinkommen, sehr rücksichtsvoll anpassen - auch und gerade sprachlich.
:D

Das ist doch kein Akzent... das ist Attitüde ;)
Tongewordene Coolness. Anders kann ich mir zumindest nicht erklären, warum so viele, die mal ein Semester in Berlin studiert haben, fortan so tun, als hätten sie noch nie ch und ck auseinanderhalten können.

Inaktiver User
02.01.2013, 15:07
Tongewordene Coolness. Anders kann ich mir zumindest nicht erklären, warum so viele, die mal ein Semester in Berlin studiert haben, fortan so tun, als hätten sie noch nie ch und ck auseinanderhalten können.

Rezitieren die wohl dann dauernd: "Icke esse Klops ...." :D

Inaktiver User
03.01.2013, 22:19
Recht hat er leider. Das merkt man aber erst selbst wenn man dort eine zeitlang gewohnt hat.
Dachte vorher auch was für blöde Vorurteile.
Geht auch darum, dass die Alteingessesenen vertrieben werden. Die Mieten werden immens in die Höhe getrieben. Gibt im Prenzlauer Berg sowie Mitte, Kreuzberg, etc. kaum noch Berliner, weil die sich das nicht mehr leisten können. Lauter Clubs müssen schließen, weil die Leute sich im Haus darüber oder nebendran Eigentumswohnungen kaufen und auf einmal feststellen, dass es zu laut ist.

Finde es ja nicht schlimm, irgendwo zuzuziehen. Egal woher. Finde es nur schlimm, wenn man dann erwartet, alles müsse sich nach seinen Vorstellungen ändern. Wieso sollen wir uns anpassen? Soll sich doch einfach die Welt um uns herum ändern.

Das ist leider Realität. Dachte ich vorher auch nicht. Aber man muss sich nur mal in den bekannten Kollwitzpark setzen und sich anhören was da so geredet wird.

Zitat: "Eigentlich ist es hier ja ganz schön, wenn nicht die Berliner wären".
Und das ist leider kein Einzelfall. Frage mich dann schon, wer hier eigentlich in welcher Richtung feindlich ist.

Ob man jetzt zum Bäcker Schrippen oder sonst was sagt, ist mir relativ latte. Ich passe mich da schon an, weil die Sachen einfach anders heißen. Verwirrt ja auch nur die Verkäufer.
Glaube aber auch mal ganz klar, dass Thierse nicht damit gemeint hat, jeder solle jetzt Berlinerisch reden. Das ist Blödsinn. Er meint die Anpassung allgemein (sh. oben)

Ansonsten kenne ich auch diverse Berliner in Süddeutschland, die sich sehr wohl anpassen.
Tut aber nichts zur Sache.

Also erst mal nach Prenzelberg herkommen und Feldstudie betreiben, dann auch Kommentar ablassen können.

Nudelsalat
07.01.2013, 16:10
Ich kann mich da VistaVista nur anschließen. Zum einen hat Thierse nicht gemeint, dass die Schwaben nun Berlinern müssen, sondern vielleicht auf regionale Begriffe verzichten könnten, wenn sie schon Jahre hier leben (ich wüsste nicht, was Wecken sind). Vor allem geht es aber darum, dass ganze Stadtteile so verändert wurden, dass es in die kleinbürgerliche Welt passt. Da ziehen einige Menschen aus ihrer Provinz in die angesagten Gegenden Berlins, die aufgrund ihrer Subkultur und Kreativität so beliebt sind und dann nervt der alte Club im Nachbarhaus, den es seit 20 Jahren gibt und es wird so lange geklagt, bis der Club zu machen muss und der zugezogenen wieder seine Ruhe hat, so wie früher, in der Provinz. Dinge ändern sich immer und nichts bleibt wie es war, aber man kann es auch übertreiben. Zumal es im Berliner Umland genügend ruhige Gegenden gibt, wo man gut mit der Familie leben kann, aber das ist ja dann wieder nicht hip genug. Ob das nun alles Schwaben sind, darüber gibt es glaube ich aber tatsächlich keine Statistiken.

Inaktiver User
09.01.2013, 06:48
Thierse lästert über Schwaben in Berlin .....

Inländerfeindlichkeit ist auch nicht besser als Ausländerfeindlichkeit ....

jacksgirl
09.01.2013, 12:23
Gut gesagt, Leni, Cem, und Gaby!

du meinst, weil zum beispiel cem özdemir mit seinem engagement in einer bürgerinitative gegen laute türkische nachbarn mal so GAR NICHT dem schwabenklischee entspricht oder was?


Rezitieren die wohl dann dauernd: "Icke esse Klops ...." :D

äh, nein. "ick esse eene bulette" oder "ick esse königsberger klopse". aber "klops" in der einzahl ist schwachsinn, sofern es für bulette steht. recherchier deine klischees wenigstens ordentlich.


Zitat: "Eigentlich ist es hier ja ganz schön, wenn nicht die Berliner wären".

:durchgeknallt:

wie gut, dass ich noch viel weiter im berliner osten wohne, zu uns kommt so was nicht...



Inländerfeindlichkeit ist auch nicht besser als Ausländerfeindlichkeit ....

und deine beschissenen klischees über berliner, die auch noch einfach mal falsch sind, die sind okay, oder was? bleib in deinem glashaus und hör auf, mit steinen zu werfen.

Inaktiver User
14.01.2013, 21:29
"ick esse eene bulette" oder "ick esse königsberger klopse". aber "klops" in der einzahl ist schwachsinn, sofern es für bulette steht. recherchier deine klischees wenigstens ordentlich.




Soso .....

Dann kennst du Berlin nicht, woher du auch immer bist.

So geht der berühmte Spruch in originalem Berlinerisch:


Ick sitze da und esse Klops.
Uff eenmal kloppt's.
Ick sitze, kieke, wundre mir,
uff eenmal is se uff de Tür.
Nanu denk ick, ick denk nanu!
Jetzt is se uff erst war sie zu.
Und ick geh raus und kieke.
Und wer steht draußen?
Icke.



Noch nie gehört?

Offensichtlich nicht ......

Ein Blinder redet mal wieder von der Farbe?

Sennheiser
16.01.2013, 18:28
Klar ist das fremdenfeindlich. Aber hier zeigt sich die wahre Asymmetrie in den Köpfen der Bewohner dieses Landes: Tauscht man nur ein paar Begriffe aus, wäre die Kacke am Dampfen.
Das aber zeigt, dass eine Bevölkerungsgruppe in den Köpfen der Menschen schützenswerter erscheint, als die andere.

Es ist als würde man den Erschossenen verurteilen und nicht das Schießen.

Inaktiver User
17.01.2013, 06:33
Das aber zeigt, dass eine Bevölkerungsgruppe in den Köpfen der Menschen schützenswerter erscheint, als die andere.




Gut gesagt!

Thierse kann man mit Fug und Recht einen dämlichen Rassisten nennen.

Inaktiver User
17.01.2013, 06:35
ich wüsste nicht, was Wecken sind



Dann wird es Zeit, dass du es lernst!

Soll Berliner Ignoranz und Arroganz das Maß aller Dinge sein?

Sternenstaub_81
17.01.2013, 09:25
Oh mann Leute. "Rassismus" und "über Schwaben lästern" sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe. Daran ändert auch Euer Wunsch nicht, Euch als Schwaben auch mal richtig schön als Opfer fühlen zu dürfen.

Werden Schwaben irgendwo ökonomisch benachteiligt, weil sie Schwaben sind? Habt ihr als Schwabe schon mal keine Wohnung bekommen, nur weil ihr Schwaben seid? Wird man als Schwabe alle Nase lang verdachtsunabhängig von der Polizei kontrolliert und schikaniert? Werden Schwaben verprügelt, gedemütigt und von Terroristen ermordet, weil sie Schwaben sind?

Genau.

Aber all diese Dinge passieren Menschen, die rassistisch diskriminiert werden.

Also, bevor Ihr hier mit großen Begriffen rumwerft, macht Euch erstmal schlau.

Rassismus (http://de.wikipedia.org/wiki/Rassismus)

Hausaufgaben machen. Dann schreiben.

diva_jona
17.01.2013, 11:48
Rassismus ist hier sicher der falsch gewählte Begriff, Fremdenfeindlichkeit passt besser.

Seerose
17.01.2013, 12:14
Stimme vista und jacksgirl zu. Ich finds auch komisch, in szeneviertel zu ziehen aber die szene nicht zu wollen. Schwaben haben doch meist geld, die können auch in schöne randbezirke ziehen wenn sie ruhe wollen.
Und rassismuss ist das nun wirklich nicht.
Neulich in leipzig gelesen: schwaben zurück nach berlin. :D
Die freuen sich auch schon über horrende mieten.
Nicht falsch verstehen, ich hab gar nichts gegen schwaben, und sicher sind nicht alle so. Aber der unmut ist hier schon irgendwo begründet.

Und klops hab ich hier noch nie gehört...nur bulette halt.

Inaktiver User
17.01.2013, 14:30
Euch als Schwaben ....

Was heißt hier: "euch"?

Denkst du, nur Schwaben finden diesen Thierse doof?

Nur Schwaben widersprechen hier?

Das ist wieder mal die typische Berliner Arrroganz und Ignoranz. :D

Für die ist wohl südlich der Mainlinie alles Schwaben. :D

Motto: Nix wissen - und umso mehr darüber reden! :D

diva_jona
17.01.2013, 15:26
Nicht falsch verstehen, ich hab gar nichts gegen schwaben, und sicher sind nicht alle so. Aber der unmut ist hier schon irgendwo begründet.


Und warum? Der alles verändern wollende Meckerschwabe ist doch eher der Einzelfall. Es ist doch ganz einfach, Investoren restaurieren Wohnungen in zentrumsnahen Gegenden und vermieten sie dann an Menschen, die sie sich leisten können. Das passiert in jeder Stadt, ist vollkommen normal. Willkommen in der Realität. Ist zwar schade, hat aber nix mit zugezogenen Leuten zu tun, die kommen nämlich nur, weil andere das Angebot schaffen.

rosaPony
21.01.2013, 19:29
concord, jacksgirl ist geborene berlinerin und hier benutzt niemand das wort klops. ernsthaft. deinen dämlich spruch hab ich auch noch nie gehört und ich bin auch geborene berlinerin.

übrigens kauf ich in jeder anderen gegend deutschlands das, was da auch immer dann ein brötchen sein soll und bestelle es mit deren bezeichnung. dass schrippen in berlin nicht mehr schrippen heißen dürfen ist tatsächlich so und echter unsinn. in der türkisch geführten bäckerei hier um die ecke gibts auch nur schrippen.

und diese spätzle geschichte auf das denkmal von käthe kollwitz find ich unter alles sau. das wird auch nicht entschuldigt, weil man sich über thierse ärgert.

Inaktiver User
22.01.2013, 15:48
Und warum? Der alles verändern wollende Meckerschwabe ist doch eher der Einzelfall. Es ist doch ganz einfach, Investoren restaurieren Wohnungen in zentrumsnahen Gegenden und vermieten sie dann an Menschen, die sie sich leisten können. Das passiert in jeder Stadt, ist vollkommen normal. Willkommen in der Realität. Ist zwar schade, hat aber nix mit zugezogenen Leuten zu tun, die kommen nämlich nur, weil andere das Angebot schaffen.

genau. zumal man als "schwabe" auch ein ganz anderes mietpreisniveau gewohnt ist. hamburger arztsöhnchen trifft man im prenzlauer berg übrigens auch recht häufig, über die regt sich aber keiner auf.



übrigens kauf ich in jeder anderen gegend deutschlands das, was da auch immer dann ein brötchen sein soll und bestelle es mit deren bezeichnung. dass schrippen in berlin nicht mehr schrippen heißen dürfen ist tatsächlich so und echter unsinn. in der türkisch geführten bäckerei hier um die ecke gibts auch nur schrippen.

ich bemühe ich mich auch "brötchen", "pfannkuchen" usw. zu sagen. aber manchmal, z.b. wenn ich es eilig habe, sage ich auch "weckle", einfach aus gewohnheit, nicht aus böswilligkeit oder mangelndem anpassungsvermögen. man kann sich nun mal nicht gleich abgewöhnen, was man 20 jahre lang davor gesagt hat. wenn jemand mit "echtem migrationshintergrund" was falsch ausspricht, ist es komischerweise kein problem...
wobei ich glaube, dass das schwaben-bashing weniger mit rassismus als viel mehr mit neid zu tun hat.

Sennheiser
24.01.2013, 18:27
Andernorts sterben Menschen.

choclady
26.01.2013, 11:21
sehr qualifizierter beitrag

Undis
26.01.2013, 14:16
wobei ich glaube, dass das schwaben-bashing weniger mit rassismus als viel mehr mit neid zu tun hat.

? worauf!? wüsste nicht auf was ich bei menschen aus egal welcher region deutschlands (oder sonstwo..) neidisch sein sollte...weil jemand da herkommt?

...aber ich wüsste auch nicht mit sicherheißt, was "weckle" sein soll ;-), ich bestelle einfach überall das, was dransteht.
ich finde trotzdem, dass es eine art von fremdenfeindlichkeit ist, die ich auch echt unangenehm finde, aber genauso widerlich ist das, was dann jetzt im gegenzug passiert, dass man sich einen drauf runterholen muss, dass man schwabe (oder sonstwas) ist und ja sorry, einfach sowieso alle nur total neidisch sind...peinlich...

Lucaa
27.01.2013, 10:29
das ist aber doch -außer vielleicht bei den bayern, die ich persönlich sehr schätze, aber die ihre herkunft ja doch oft sehr deutlich vor sich hertragen, was ich aber nicht schlimm finde - nur eine reaktion auf das bashing? es nervt halt auch, wenn man überall als bauerndepp abgestempelt wird, der nen scheiß dialekt hat, der darauf schließen lässt, dass man nicht ganz normal in der birne ist. ist doch klar, dass man da die vorzüge der region eher rauskehrt. genauso könnt man sagen, dass berlin sich seine armut zum etikett gemacht hat, weils dort sonst nix gibt. mich nervt, dass bei arroganz oft mit zweierlei maß gemessen wird. und im zweifelsfall verliert der vermeintliche spießer, weil der halt nicht cool ist. das ist albern.

Undis
27.01.2013, 11:35
klar, kann ich auch verstehen. ich würde auch überhaup nie berlin mit was auch immer für einer region vergleichen wollen (wozu denn auch, ist halt alles unterschiedlich), aber so ein "das ist eh nur neid" wirkt halt auch nicht grad sympathisch. vor allem, wenn man selbst halt mit absicht aus dieser ach so tollen wahnsinns-region weggezogen ist ;-).

Lucaa
27.01.2013, 12:08
meine andere erfahrung ist: die, die nach der schule nach berlin gezogen sind und sich über die daheimgeblieben lustig gemacht haben, waren auf wundersame weise spätestens nach dem studium wieder da :D. so ganz kriegt man den schwaben halt doch nicht aus sich raus.

choclady
27.01.2013, 13:52
schön wärs ;) es sind ja nicht die schwäbischen studenten, über die sich die berliner aufregen... ;)

Lucaa
27.01.2013, 15:44
ja, schon klar... es sind die, die das geld in die stadt tragen. macht ja das mühsam aufgebaute image auch kaputt :D.

melody.
27.01.2013, 18:12
heißt ja nicht, dass man unbedingt zurück will, nur was will man machen, wenn man in berlin keinen job findet?

Inaktiver User
27.01.2013, 18:59
ja, schon klar... es sind die, die das geld in die stadt tragen. macht ja das mühsam aufgebaute image auch kaputt :D.

:D

ich liebe berlin und die berliner und will im moment auch nicht mehr hier weg. wobei es auch bei mir sein kann, dass ich mir nach dem studium zwangsläufig in einer anderen stadt einen job suchen muss.
ich habe aber die erfahrung gemacht, dass man als "schwabe" gleich in die schublade des wohlhabenden bonzenkindes gesteckt wird, weil man z.b. in einem eher teueren kiez wohnt und da hört man einfach einen neidischen unterton mit raus.

Benny
18.03.2013, 00:46
Kleiner Nachtrag: Diese gelungene und gesungene Antwort auf Thierses Mosereien habe ich leider erst heute entdeckt. Mehr muss man dazu nicht sagen, äh singen.

Die Füenf: GENOSSE ZAUSEBART (Grüßle an Herrn Thierse) - YouTube (http://www.youtube.com/watch?v=dNWxJvVMc94)

claranee
18.03.2013, 12:43
Andererseits muss man sich ja auch mal überlegen, wieso er aus Thürigen weg gezogen ist. Vielleicht kam er einfach mit der schwäbischen Mentalität nicht mehr klar und hat sich deswegen eine andere Stadt. bzw. anderes Bundesland gesucht. Ich kanns nachvollziehen. Also ich tu mich mit dem schwäbischen way of live auch nicht so leicht. Zumindest habe ich bislang noch keinen Schwaben getroffen, der seinem Klischee nicht alle Ehre macht. Es gibt aber sicherlich auch Unterschiede!!! Landmenschen und Stadtmenschen sind finde ich auch sehr unterschiedlich in ihren Mustern. Vielleicht ist er einfach sauer, dass er jetzt schon einige Kilometer weit weg gezogen ist und ihn die Schwaben trotzdem verfolgen ;)! Wer weiss..... :D

nasisy
18.03.2013, 18:50
Also ich finde Thierse hat schon bissl recht. Außerdem hat das mal rein gar nichts mit Ausländerhass oder sowas zu tun. Schwaben sind eher ein Symbol von Problemen, dabei hat wohl keiner was gegen "echte Schwaben."

Inaktiver User
22.03.2013, 21:49
Andernorts sterben Menschen.

Wie meinst du das?

BTW: Schwaben sind auch Menschen.

Finchen80
15.05.2013, 13:11
Am lustigsten finde ich daran, daß der Thierse doch selber nicht aus Berlin ist hahaha. Der ist doch selber aus Thüringen nach Prenzlberg gezogen, und jetzt regt er sich über die auf, die nachkommen, nachdem der schöne antifaschistische Schutzwall weg ist. :D

So sind viele Leute in Berlin.
Selbst zuziehen und sich dann über alle die nach ihnen kommen beschweren.
Das ist zwar nicht besonders konsequent, aber der Hass kommt ja irgendwoher. Und in Städten wie Hamburg und Berlin ist da der Wohnungsmarkt und die "Szene" das Problem. Man sieht halt "seine" Stadt bedroht und versucht sich mit solchem Gequatsche abzugrenzen.

ladyinrosa
15.05.2013, 19:26
also ich habe es gesehen. lästern ist ja nun wirklich überzogen. thierse hatte lediglich drauf hingewiesen, dass die eben auch, wenn sie wissen, dass jemand hochdeutsches z.b. anruft, trotzdem so weitersprechen, was den dialog einfach erschwert. mehr nicht.

ich verstehe irgendwie nicht, wieso die schwaben sich da so hochhängen und daraus so ein thema gemacht wird überhaupt?

Hoelderline
21.05.2013, 14:38
Habt ihr schon das Plakat von Wowereit gesehen, wo er sich als Schwabe bekennt? Langsam nimmt sich auch die Berliner Politik des Themas an..

diva_jona
21.05.2013, 16:47
ich verstehe irgendwie nicht, wieso die schwaben sich da so hochhängen und daraus so ein thema gemacht wird überhaupt?

Weils einfach strunzdoof war. Es sagt ja auch keiner, dass die Berliner zu blöd für nen ordentlichen Job sind um sich die steigenden Mieten leisten zu können. Beides dumme Aussagen die der Thematik 0 weiterhelfen.

Surf_Chic2805
21.05.2013, 16:56
Muhahahaha

A Schwob wird erscht mit 40 gscheit an andrer net in Ewigkeit :D:sabber::durchgeknallt:

yanissa
06.06.2013, 13:14
Schön,dass sich unsere Politiker um so wichtige Probleme kümmern.

Shania
12.06.2013, 08:54
Zu allererst einmal muss man einfach sagen, dass sich Thierse keinen Gefallen mit der Aussage getan hat.
(Passt aber zum SPD Wahlprogramm, dass anscheinend aus peinlichen und nicht parteidienlichen Reden besteht.)

Es ist eigentlich fast schon beängstigend, wenn im Inland gegen Dialekte vorgegangen wird, die man eigentlich wahren sollte, da sie zur deutschen Kultur gehören.

Achso, es ist ein gewaltiger Unterschied, wenn man als Migrant nach Deutschland kommt, Deutsch gehört zur Integration und jeder der nach Deutschland kommt sollte nicht nur, sondern muss Deutsch lernen. In die USA kannst du ja auch nicht einwandern ohne Englischkenntnisse und da Deutschland ein wichtiger Wirtschaftsstandort ist, wäre eine solche Regelung legitim.

Ein deutscher Dialekt ist, wer hätte es erwartet, Deutsch, egal in welchem Teil Deutschlands ohne behinderte Vorurteile oder Verachtung der Dialekte egal wo.

Jetzt zur Mietsituation in Berlin, ja es stimmt das sich viele Berliner die Wohnungen nicht mehr leisten können und es eher eine Verschlechterung der Lage gibt, jedoch traue ich Thierse nicht zu das gemeint zu haben. Dafür ging er zu sehr auf die "Wecken" ein, und das die Bemerkung einen subtilen Hintergedanken hat, ist bei Weitem nicht zu erkennen.

choclady
12.06.2013, 09:42
Es ist eigentlich fast schon beängstigend, wenn im Inland gegen Dialekte vorgegangen wird, die man eigentlich wahren sollte, da sie zur deutschen Kultur gehören.

Ein deutscher Dialekt ist, wer hätte es erwartet, Deutsch, egal in welchem Teil Deutschlands ohne behinderte Vorurteile oder Verachtung der Dialekte egal wo.

Umgekehrt könnte man dann aber auch sagen, dass der Berliner Dialekt geschützt werden sollte. Wenn ein Bäcker in Berlin "Weckle" und "Pflaumendatschi" anbietet, dann komme ich mir ehrlich gesagt auch verarscht vor. Es sei denn, er schreibt drüber "Schwäbischer Bäcker" - dann kann ich mir aussuchen ob ich mir das antun will ;)

So wie ich den Artikel verstanden habe, ging es Thierse nicht darum, dass Schwaben kein schwäbisch mehr reden sollen, sondern dass sie, z.b. in der Geschäftswelt, die Berliner Kultur & den Berliner Dialekt sozusagen "unterwandern". (Ist jetzt etwas extrem ausgedrückt, aber ich hoffe man versteht wie es gemeint ist)

Shania
21.06.2013, 13:40
Umgekehrt könnte man dann aber auch sagen, dass der Berliner Dialekt geschützt werden sollte. Wenn ein Bäcker in Berlin "Weckle" und "Pflaumendatschi" anbietet, dann komme ich mir ehrlich gesagt auch verarscht vor. Es sei denn, er schreibt drüber "Schwäbischer Bäcker" - dann kann ich mir aussuchen ob ich mir das antun will ;)

Könnte man durchaus, jedoch ging ich von mir aus, mir wäre es doch völlig egal wie in den Läden das Zeug heisst das ich kaufe, solange es mir schmeckt. Wenn bei uns ein Berliner Schrippenverkäufer aufmachen würde, dann würde ich das tolerieren.
Man versteht was gemeint ist, keine Sorge ;)
nur kann ich nicht verstehen, das man sich über eine schwäbische Unerwanderung aufregt, jedoch gleichzeitig dafür ist türkisch als dritte fremdsprache einzuführen, das in Berlin ganz sicher nichts unterwandert