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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ferienwohnung in Berlin



maedchen
31.12.2012, 07:07
Hat jemand einen guten Tipp?

- Ende Juli
- für 4-6 Personen
- günstig, muss auch nix dolles sein
- idealerweise in der Nähe der Friedrichstr (U-Bahn Hst. Oranienburger Tor)

mein Freund ist der ungeduldigste Mensch der Welt und wollte grad die buchen, in der wir schonmal waren,
nur leider ist die am Arsch der Welt und um in das 2. Zimmer zu kommen, muss man im 1. Zimmer übers Bett klettern.

gewitter
31.12.2012, 09:11
wg gesucht und dann tagesmiete. ob da aber schon was für juli drin ist, weiss ich nicht.

Softball-girl
31.12.2012, 15:13
ich will ja gerne mal, dass jemand das (http://de.berlinlofts.com/apartments) hier ausprobiert. es sieht einfach so entzückend aus. ist aber in moabit in der alten kommune 1.

maedchen
31.12.2012, 15:33
ja, das sieht echt nett aus, aber das ist viel zu schick :o

ich such echt was zum besoffen reinfallen eigentlich. vielleicht nicht grad im keller, aber schon eher simpel.

wurst, danke für den link. da werd ich dann mal schauen. aber vielleicht hat ja noch jemand nen konkreten tipp *hoff.

cherrycola
31.12.2012, 19:49
dumme frage, aber wie bezahlt man eigentlich die wohnungen bei solchen vermittlungsseiten? kreditkarte, überweisung, bargeld...?

maedchen
01.01.2013, 10:05
kommt drauf an. manchmal mit kreditkarte, aber wir haben bisher meist bar bezahlt. einmal stand auch in der e-mail "der code für die türe ist blablageheimcode und das geld können sie in der kneipe nebenan am tresen bezahlen."

cherrycola
02.01.2013, 01:22
hehe, threse an der kneipe von nebenan ist auch nicht schlecht ;)

Globetrotter
03.01.2013, 12:06
Schau doch mal bei den ganzen Appartement-Seiten wie wimdu, airbnb, flat9. Da sind viele Zimmer und Appartements inseriert. Da findet ihr bestimmt was nettes.

das hotel
05.01.2013, 16:53
das hier (http://www.ufernacht.de/?file=kop2.php) vielleicht? da gehört auch ne kneipe zu... ;)

maedchen
05.01.2013, 17:44
das sieht auf jeden fall nett aus :-)

das hotel
06.01.2013, 12:21
die zimmer kenn ich selbst auch nicht, nur die kneipe. falls ihr da unterkommt, sag mal bescheid, wie's war! :)

Kraeutertopf
06.01.2013, 13:02
Ich kann airbnb empfehlen. Das ist preislich sehr okay (also gibt ja unterschiedliche Tarife, aber sehr viel günstiges) und bei mir hats gepasst :)

maedchen
06.01.2013, 13:03
ja, da gibts ja zig angebote. wir werden da sicher was finden (trotzdem krieg ich immer gerne konkrete empfehlungen, ich bin ja eh schon so entscheidungsschwach ;))

S.Less
06.01.2013, 13:24
aber dann beeillung, denn "berlin" spinnt mal wieder:
Senat will Ferienwohnungen in Berlin verbieten | rbb Rundfunk Berlin-Brandenburg (http://www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2013_01/berliner_senat_geht.html)

maedchen
06.01.2013, 13:27
jetzt hast du mein schlechtes gewissen wieder erweckt!

S.Less
06.01.2013, 13:48
wieso, hast du in berlin gewählt? ich glaube nicht :o

maedchen
06.01.2013, 13:51
nee, das schlechte gewissen, wenn man als tourist nach berlin kommt und da in ner ferienwohnung wohnt.

hält mich aber nicht davon ab, dies zu tun.

S.Less
06.01.2013, 14:11
na es ist doch völlig legitim wenn jeder mit seinen wohnungen, egal ob miete oder eigentum, macht was er will.

Softball-girl
07.01.2013, 19:41
haha, prinzipiell ja. aber leider können sich dann normale bewohner mit durchschnittlichem gehalt - und eben nicht geld für ein urlaubswochenende - die normalen 1-3-zimmerwohnungen nicht mehr leisten. ich manchen straßenzügen gibt es fast mehr ferienwohnunegn als andere.

S.Less
07.01.2013, 20:21
nachfrage und angebot, bekanntes prinzip und da hat keiner reinzupfuschen. wenn viele menschen etwas wollen (in berlin wohnen) wird es teurer (ist ja in anderen städten viel krasser, nur die jammern nicht so). vielleicht mal keine politiker wählen die geld in bescheuerte flughäfen stecken sondern von dem geld den sozialen wohnungsbau fördern.

Nudelsalat
08.01.2013, 16:35
aber dann beeillung, denn "berlin" spinnt mal wieder:
Senat will Ferienwohnungen in Berlin verbieten | rbb Rundfunk Berlin-Brandenburg (http://www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2013_01/berliner_senat_geht.html)

Ne, zur Abwechslung spinnen Sie nicht, ich habe mich sehr gefreut, als ich das gehört habe. Es geht bei dem Verbot auch nicht darum, dass jemand, der mal 3 Wochen weg ist, seine Wohnung nicht untervermieten darf. Sondern darum, dass WOHNraum immer mehr zweckentfremdet wird. Ich bin gerade auf der Suche nach einer Wohnung in Berlin und es ist zum heulen! Wenn man dann dafür ständig auf Anzeigen für Ferienwohnungen kommt, da ergreift einen die kalte Wut. Ist ja auch nicht so, dass es in Berlin nicht genügend Hotels, Hostels und so etwas wie airbnb gibt.


nachfrage und angebot, bekanntes prinzip und da hat keiner reinzupfuschen. wenn viele menschen etwas wollen (in berlin wohnen) wird es teurer (ist ja in anderen städten viel krasser, nur die jammern nicht so).[/url]

Das stimmt auch nicht ganz Wenn es nur das Angebot an Wohnraum und die Nachfrage danach wäre, wär es ja in Ordnung, aber das Angebot wird ja gesenkt, indem Ferienwohnungen als Wohnungsangebote nicht vorhanden sind. Wir reden hier von mehr als 10.000 Wohnungen. Es ist also nicht nur so teuer, weil alle in Berlin wohnen wollen, sondern, weil sie billig Ferien machen wollen. Und zu den anderen Städten, ja ist richtig, aber 1. wird da auch gejammert, 2. warum sollen wir darunter leiden, weil es andere auch tun, das ist ein blödes Argument, 3. im Verhältnis zum Durchschnittsverdienst, ist Berlin inzwischen direkt nach München die teuerste Stadt, was den Wohnraum betrifft. Ist halt doof, wenn man nur 9.50€ brutto Stundenlohn bekommt, aber im Assibezirk Neukölln kaum noch ne ranzige Wohnung unter 8€ den qm.

Zur Frage selbst: Ebay-Kleinanzeigen auch immoscout24. Da gibt es viele, die befristet Wohnungen vermieten.

S.Less
08.01.2013, 16:48
airbnb vermittelt aber ferienwohnungen, das kannst du kaum als argument dagegen anführen. wir reden aber nicht von etwas das dir gehört sondern anderen. du kannst doch nicht jemanden sagen, was er mit seinen sachen machen darf. es wird eben niemand gezwungen in berlin zu wohnen und weil die leute in berlin wählen nunmal konsequent parteien die sich nicht den sozialen wohnungsbau ins parteiprogramm geschrieben haben.

in vielen anderen städten werden / wurden massiv häuser bis hin zu straßenzügen und vierteln plattgemacht damit die preise wegen der knappheit steigen, da jammert auch niemand. es werden immer wege und mittel gefunden um hohe mieten zu erzeugen bei hoher nachfrage, ganz egal was der grund ist.

meinst du ernsthaft die mieten würden sinken wenn keiner mehr seine wohnung weitervermieten darf? die werden dann zwar normal vermietet, aber auf dem aktuellen niveau, weil eben so eine große nachfrage da ist. die leute sind eben bereit für das wohnen in dieser stadt soviel zu bezahlen, also nimmt man das auch von ihnen.

Nudelsalat
11.01.2013, 14:34
Die Leute dürfen doch weiter ihre Wohnungen vermieten, aber eben nicht als Ferienwohnungen. Außerdem wird auch anderswo rum gejammert. Das dies nur Berliner machen würden stimmt doch nicht. Wenn ich mit Leuten aus Hamburg, Köln oder Frankfurt rede, höre ich immer das gleiche. Und das es in anderen Städten auch schei?e aussieht ist, wie gesagt, doch kein Argument. Weils in anderen Städten teuer ist, dürfen wir nicht rum jammern?! Wieso?? Und sozialer Wohnungsbau gut und schön. Aber was habe ich davon, wenn auf Freiflächen, 15 km außerhalb Sozialwohnungen entstehen, wenn in der Innenstadt nur noch Luxusbutzen stehen und eben die Ferienwohnungen? Wenn dann der Großteil der Bevölkerung im Randgebiet wohnt, weil dort die günstigen Wohnungen sind, ist das wiederum richtig schlecht für Verkehr und Umwelt. By the way hat die Investoren, die in Berlin (und nicht nur da) jetzt schnell noch total überteuert Immobilien aufkaufen niemand dazu gezwungen. Wohnungen sollten für Menschen sein und nicht für Investoren, nur um das schnelle Geld zu machen, ist so ähnlich wie mit Nahrungsmitteln, damit sollte man einfach nicht spielen.

Und noch eine Bemerkung am Rande: niemand hat Lust, neben einer Ferienwohnung zu leben. Meist sind es ja nicht ganze Wohnhäuser, die als Ferienwohnungen genutzt werden, sondern nur einzelne Wohnungen. Leider verträgt sich der Tagesrythmus eines Arbeitnehmers nicht so sehr mit dem von Party-Touristen, die in der Stadt was erleben wollen. Auch das führte und führt in Berlin immer wieder Problemen. Ich fände es auch nicht so schön, wenn mir jeden zweiten Tag einer vor die Wohnungstür kotzen würde...

S.Less
11.01.2013, 20:57
ich mache einiges mit airbnb und habe noch von keinem vermieter gehört, dass ihm so etwas passiert ist.

dieses "sollte für menschen sein, man darf nichts damit verdienen" ist doch unfug. da kannst du auch gleich teure nahrungsmittel verbieten oder markenklamotten und brillen jenseits vom nulltarif. und das sind auch noch sachen die man tatsächlich benötigt (also essen, brillen, anziehsachen), in berlin mitte wohnen _muss_ niemand.

oder wir verstaatlichen einfach jeglichen wohnraum, aber ich glaube das gab es schonmal und das hat nicht so gut geklappt.

ichs
12.01.2013, 15:54
du redest Unsinn. das argument: der staat darf das nicht, dass gehört ja mir, hört sich an wie ne mischung aus US republikanern und fdp.

der staat reguliert in allen möglichen Bereichen des eigenen besitzes rein. nur weil dir etwas gehört, heißt dass nicht, dass du keine rücksicht mehr nehmen musst. nur weil dir ein sportwagen gehört, heißt dass nicht, dass der staat nicht vorgaben macht, dass du den motor nicht tunen darfst, oder in welche fahrtrichtung du fährst.

es geht auch nicht darum, dass niemand etwas mit wohnraum verdienen soll, es geht aber um Stadtplanung, die a) viertel für touristen auch interessant erhält und b) das soziale zusammenleben reguliert.

wie gut es funktioniert nur den markt etwas regulieren zu lassen, erleben wir ja gerade in Griechenland.

S.Less
12.01.2013, 16:24
das hauptproblem in griechenland war ein staat der zuviel einfluss hatte und gleichzeitig zu anfällig war für korruption bei gleichzeitiger überschuldung die auch der staat zu verantworten hat. es gab ja zwei seiten, banken die trotz hohem risiko noch kredite gegeben haben (wohlwissen, dass die staaten sie nicht fallen lassen) und ein staat der diese kredite nur zu gerne genommen und regelrecht verschwendet hat. seltsames argument, genauso wie das mit der fdp oder den republikanern. bzw ja eigentlich gar keines.

und natürlich kann der staat vorschreiben was man mit seinem besitz anstellt; in bereichen in denen man anderen ansonsten schadet. da ist autofahren ein super beispiel. ob/wo man eine wohnung als ferienwohnung vermieten darf und wo nicht gehört meiner meinung nach nicht dazu. wir haben noch nichtmal impfvorschriften obwohl wir wenn niemand es wäre extreme schäden hätten, aber hey, bei eigentumswohnungen verbieten wir mal was die leute die sie bezahlt haben damit machen. (du hast mit blöden vergleichen angefangen)

wie gesagt, das problem hier wird von den menschen verursacht. die wählen die falschen politiker die lieber krass viel geld in einen schwachsinnigen flughafen stecken anstatt in den ausbau von sozialwohnungen (wieviele hätte man wohl bauen können von den abermilliarden??) (und würden nach aktuellen umfragen die parteien erneut wählen die das verantworten), die wollen alle unbedingt in 2,3 gegenden wohnen, die wollen lieber unter sich bleiben anstatt ein nettes durcheinander. dann haben sie halt jetzt das "problem" das man jetzt hernimmt um ferienwohnungen zu verbieten.

ichs
12.01.2013, 17:04
das problem in griechenland hat sicher auch mit dem Staat zu tun, aber so wie du sagst eben auch mit Banken, die keine probleme hatten weiter anleihen zu verticken. ähnliches gilt für den gesamten credit crunch als herrvoragendes bsp dafür, dass ein freier markt a) so nicht existiert und b) sich nicht wie von der neo-klassik angenommen selbstheilend ist.
dein argument war, wo es nachfrage gibt, da regelt sich entsprechend das Angebot und daher sollte da der staat nicht reinmischen. das ist ein klassisches argument sowohl der fdp, als auch in extremerer ausbildung der Republikaner, die der Ansicht sind, dass staatliche regulierung die wurzel allen Übels sind.

die ferienwohnungsproblematik schadet aber anderen leuten. sie treibt die mieten in die höhe, sie führt zu lärm- und anderen belästigungen von nachbarn und Anwohnern, sie zieht gäste von regulären hotels ab und mindert damit meist die umsatzsteuereinnahme, sie sorgt dafür, dass das kieze anwohnermäßig austrocknen. hier muss der staat abwägen, in welchem maße dies dem recht auf privateigentum ggü. steht. z.b. quoten in bestimmten stadtteilen oder häusern zu setzen ist eine mögliche Maßnahme.
das es in anderen bereichen auch keine Regulierung gibt, halte ich für kein ausreichendes Gegenargument.

sozialer wohnraum ist ein teil des problems, aber eben nicht der einzige. dass man dort mehr geld investieren sollte, sehe ich genauso (und meine partei auch). das wir jetzt mit dieser cdu/spd regierung geschlagen sind, heißt ja aber nicht, dass man alles abnicken muss, was der senat macht.

S.Less
12.01.2013, 17:40
nein eben nicht. die banken konnten weiter enorme kredite an griechenland geben weil klar war, dass die eigentlich sicher sind, dass andere staaten einspringen um zu helfen. ohne diese staatliche regulierung hätte niemand griechenland auch nur ansatzweise soviel geld geliehen wie es geschehen und ursächlich für so manche krise ist. klar sind banken total raffgierig, aber sie können es sein weil sie halt wissen, dass ihnen schon nichts passiert wenn sie es übertreiben. wenn ich weiß, wenn ich jemanden 100 euro gebe der gar kein geld hat aber ein freund von ihm wird mir auf jeden fall 300 euro zurückgeben, dann mache ich das als raffgieriger mensch, genau so verhalten sich banken. das ist natürlich auch ursächlich bei den banken, aber die staaten erlauben es ihnen, fördern das ganz gezielt mit ihrem verhalten in vergangenheit und gegenwart.

und wie gesagt, ich habe noch keinen vermieter von ferienenwohnungen mit vielen schlechten erfahrungen getroffen, eher im gegenteil. kannst ja gerne mal airbnb profile verlinken mit solchen bewertungen oder aus deinem umfeld berichten. ich halte das für ein gerücht.

und gerade in solchen gegenden funktioniert nunmal der freie markt. es gibt viel nachfrage also ein teures angebot. das problem sind doch letzten endes nicht die vermieter die hohe preise verlangen oder die wohnungen zu ferienwohnungen umgestalten sondern die menschen die bereit sind die hohen mieten zu zahlen. sie werden halt eben nicht dazu gezwungen sondern haben ausreichend alternativen, es gibt nicht nur die berliner innenstadt, es gibt auch nicht nur berlin. regulation ist beispielsweise bei medikamenten total wichtig, da kann man sich nicht aussuchen ob man sie nimmt oder nicht.

du behauptest allen ernstes, dass die mieten sinken wenn jemand ferienwohnungen verbietet? das wird schlichtweg nicht geschehen und ist ein argument an der realität vorbei.

die ferienwohnungsvermieter haben schlichtweg keine eigene lobby, also kann man gegen die politik machen und einwenig ablenken von der sonstigen scheisse die in berlin nicht läuft (bahn, flughafen, bildung). man macht ja was um dem gemeinen volk angeblich zu helfen (dabei würden die mieten gar nicht sinken). also wird es wieder diejenigen wählen die alles kaputtregieren (siehe eben die aktuellen umfragen). und du liegst voll auf derselben welle und erzählst mir was von der fdp oder den republikanern. man ist nichts zwangsläufig rechts oder neoliberal wenn man möglichst wenig staat will, es gibt noch die eine oder andere weitere richtung ,-)

ichs
14.01.2013, 14:18
ich bestreite nicht dass staatliche instanzen auch eine rolle bei der griechenlandkrise hatten. worum es mir ging, war dass dein argument, dass der markt sich schon selbst reguliert offensichtlich nicht funktioniert hat. du kannst jetzt natürlich argumentieren, dass die staatlichen garantien ja zeigen, dass es kein perfekter markt war, aber ich behaupte, einen perfekten markt gibt es nicht. d.h. die Annahme dass man auch auf dem berliner wohnungsmarkt nur mal die marktkräfte walten lassen muss, halte ich für unsinn.

deine aussage, dass letztendlich die mieter schuld wären, weil sie bereit sind hohe preise zu zahlen stimmt nur zum teil. denn wer sind denn die mieter? es ist ein teil der Gesellschaft, die halt ein gutes einkommen haben. die aufgabe des staates ist es aber sich um alle seine bürger gleichmäßig zu sorgen.nicht nur wegen so aspekten wie kriminalitätsraten, attraktivität für touristen etc. ist es also nur logisch, wenn der Staat weiterhin auf eine soziale durchmischung von Wohnvierteln achtet.

ich bin bestimmt nicht der ansicht, dass der staat alles regeln sollte, aber mir ist unklar, wie man gerade beim aktuellen berliner Wohnungsmarkt die ansicht vertreten kann, dass die kräfte des Marktes das schon gut in griff bekommen werden. nach dem was hier an entmietungen etc. gerade stattfindet, die sich rechtlich bestenfalls in einer grauzone befinden, dürfte eigentlich jedem klar werden, dass Regulierungen hier von nöten sind.

sinken die mieten, weil es keine ferienwohnungen mehr gibt? natürlich gibt es viele aspekte, die zu den mietsteigerungen beitragen. ein aspekt, den du ja sogar selbst anführst, ist aber, dass das Angebot/nachfrage den preis bestimmen. je geringer das angebot an verfügbaren Mietwohnungen, desto höher ist natürlich der preis, wenn die nachfrage unvermindert anhält. dein argument wäre ja jetzt: sollen die leute halt nicht so viel zahlen! das ergebnis einer solchen politik ist aber natürlich, dass die, die nicht so viel zahlen können verdrängt werden, während diejenigen, die es können, bleiben. soziale politik sieht anders aus! es gibt genug Beispiele in großstädten weltweit, dass so eine politik eben nicht funktioniert. das extrembsp. mit den ferienwohnungen lässt sich z.b. sehr gut in der prager innenstadt bewundern.

die angeführten bsp. für probleme durch ferienwohnungen kommen natürlich nicht durch die vermieter. die leben ja i.r. nicht in den Häusern. die probleme haben Nachbarn und anwohner. ich wohne ja nun in einem solchen kiez und kann glaube ich kompetent Auskunft geben darüber, was hier so abgeht.

die idee, dass es bei der ferienwohnungsproblematik nur darum ginge von anderen versäumnissen der politik abzulenken, finde ich etwas weit hergeholt. die ganze Diskussion gab es schon bevor die krise um den BER aufkam. die frage, wie sich berlin als stadt entwickeln soll, ist einfach ein problem, dass viele menschen (und damit auch die Politik - die ich anders als du nicht als externe kaste wahrnehme) hier bewegt.

S.Less
14.01.2013, 14:27
deswegen sprach ich ja davon, dass die politik den sozialen wohnungsbau bzw. die entsprechende gestaltung total verbockt, dann aber an symptomen davon herumpfuschen will jetzt mit verboten.

man kann doch keine durchmischung von wohnvierteln mit verboten steuern sondern nur mit förderungen. wenn jetzt ferienwohnungen verboten werden dann kommen in die "guten" und begehrten viertel noch mehr dauerhafte mieter mit gutem einkommen aber sicherlich keine die wenig verdienen. die nachfrage ist ja da.

das land könnte wohnungen bauen / kaufen und selbst vermieten, es könnte quoten und zuschüsse einführen. dann würde sich vielleicht etwas ändern, aber bestimmt nicht von einem verbot. letzteres ist wie gesagt nur augenwischerei.

aber so am rande, du findest also in deinem viertel wohnen zu wenig leute die anders sind als du?

ichs
14.01.2013, 15:06
deswegen sprach ich ja davon, dass die politik den sozialen wohnungsbau bzw. die entsprechende gestaltung total verbockt, dann aber an symptomen davon herumpfuschen will jetzt mit verboten.

man kann doch keine durchmischung von wohnvierteln mit verboten steuern sondern nur mit förderungen. wenn jetzt ferienwohnungen verboten werden dann kommen in die "guten" und begehrten viertel noch mehr dauerhafte mieter mit gutem einkommen aber sicherlich keine die wenig verdienen. die nachfrage ist ja da.

das land könnte wohnungen bauen / kaufen und selbst vermieten, es könnte quoten und zuschüsse einführen. dann würde sich vielleicht etwas ändern, aber bestimmt nicht von einem verbot. letzteres ist wie gesagt nur augenwischerei.

aber so am rande, du findest also in deinem viertel wohnen zu wenig leute die anders sind als du?

da gebe ich dir recht, eine regulierung von ferienwohnungen ist sicher nur ein schritt, nicht die lösung des problems. unabhängig aber auch vom zur verfügung stehenden Wohnraum ist die ferienwohnungsproblematik ja auch die gleiche wie bei hostels. niemand hat was dagegen, wenn 1-2 solcher dinger bei dir um die ecke stehen, aber wenn es zu viele werden hat das halt auch Nebenwirkungen. und ja, hier ist es im sommer schon ganz schön laut nachts, es ist unschön, wenn dauernd leute in den hausflur pinkeln, wenn die ganze straße voller scherben ist etc. und das hat sich einfach in den letzten 4,5 jahren extrem geändert.

anders als ich? inwiefern? bzgl. einkommen/sozialer schicht? ich finde noch ist es ganz okay, aber die veränderungen hier sind gerade rasant. also ich bin natürlich selbst ein Paradebeispiel für die gentrifitzierende Schicht, dh ich bin natürlich nicht derjenige, der hier verdrängt wird. aber ich sehe ja was um mich herum abgeht und dass immer mehr Leute, die hier seit jahrzehnten leben (anders als ich) wegziehen müssen. du kannst jetzt natürlich sagen, dass ich natürlich es schön bequem habe d.h. selber als besserverdienender in so nem viertel wohnen zu wollen, aber die anderen sollen jetzt bitte nicht mehr herziehen. ist auf jeden fall ein dilemma, das sich nicht so einfach auflösen lässt und in maßen hab ich mit diesen ganzen entwicklungen auch echt kein problem. aber wenn es halt nur noch luxuslofts gibt, dann wirds halt auch öde.