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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Promotion - Stipendien



~snow06~
17.10.2017, 20:36
Hat oder hatte jemand von euch ein Stipendium während der Promotion? Momentan bin ich auf der Suche danach. Ich habe die online-Bewerbung der Friedrich-Ebert-Stiftung ausgefüllt und sie wollen sich dann eigentlich per E-Mail melden, bisher ist noch nichts gekommen. Jetzt schaue ich mir gerade das Programm der Böll-Stiftung an. Was habt oder hattet ihr für Stipendien und was habt ihr für Erfahrungen beim Bewerbungsprozess damit gemacht?

Ion
19.10.2017, 10:07
Schau mal, ob es an deiner Uni eigene Stipendien gibt. Bei uns gibt es auch Uni-übergreifende Programme, die von der Stadt gefördert werden (im Rahmen von Gleichstellungsmaßnahmen). Da sind die Bewerberzahlen vermutlich nicht so hoch wie bei den großen Stiftungen.

~snow06~
20.10.2017, 17:34
Ja, es gibt Stipendien für Frauen an meiner Uni, aber die richten sich nur an Bachelor- und Masterstudenten. Und es gibt "Notfonds" für Frauen mit Kind am Ende des Studiums oder der Promotion, aber das trifft auf mich nicht zu (weder das Kind noch die Endphase der Promotion ;) ). Trotzdem war es gut, dass ich auf die Seite des Stipendienompasses meiner Uni gegangen bin, jetzt bin ich noch auf Stiftungen aufmerksam geworden, deren Existenz mir vorher nicht bewusst war, wie die Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Dampfwutz
25.10.2017, 19:34
Die sind aber schon alle recht nah den jeweiligen Parteien verbunden; mich würde wundert, wenn man da zu mehreren passen würde.

~snow06~
20.02.2018, 14:15
...

amelita
09.03.2018, 17:44
Hätte auch eine Frage zu den Stipendien, die du aufgezählt hast snow06!
Mein Freund möchte sich gerne auf eins davon bewerben, aber soweit ich weiß steht da u.a. dass man ein Gutachten/Empfehlungsschreiben des Doktorvaters/der Doktormutter einreichen muss.

Wie ist das aber, wenn man an Uni XY seinen Master gemacht hat (sprich die bisherige akademische Laufbahn) und an Uni XZ seine Promotion machen möchte? Dann kennt der zukünftige Doktorvater/Doktormutter einen doch noch gar nicht bzw. nicht so gut, dass er/sie ein Gutachten verfassen könnte?

~snow06~
09.03.2018, 20:17
Hätte auch eine Frage zu den Stipendien, die du aufgezählt hast snow06!
Mein Freund möchte sich gerne auf eins davon bewerben, aber soweit ich weiß steht da u.a. dass man ein Gutachten/Empfehlungsschreiben des Doktorvaters/der Doktormutter einreichen muss.

Wie ist das aber, wenn man an Uni XY seinen Master gemacht hat (sprich die bisherige akademische Laufbahn) und an Uni XZ seine Promotion machen möchte? Dann kennt der zukünftige Doktorvater/Doktormutter einen doch noch gar nicht bzw. nicht so gut, dass er/sie ein Gutachten verfassen könnte?
Also wenn man es schon geschafft hat, von dem zukünftigen Doktorvater/ der zukünftigen Doktormutter angenommen zu werden, dann haben die das ja nach irgendwelchen Kriterien entschieden... sie haben die Masterarbeit dieser Person gelesen oder möglicherweise andere Hausarbeiten (oder Veröffentlichungen, wenn es schon welche gibt). Das sollte dann in das Gutachten rein... also es ist ja eher eine Beurteilung der intellektuellen Fähigkeiten als eine des Charakters, da muss man sich dann noch nicht Jahre kennen.

Zwysby
14.03.2018, 10:41
Ich warte auch gerade auf die Zusage.
Mein Professor hat mich schon informiert, dass ich unter den letzten sechs bin. Jetzt muss ich noch zwei Interviews mit Studienfremden Profs machen, die beurteilen dann mein Vorhaben.
Ist ein Stipendium von der Uni. Damit sollen talentierte Wissenschaftler gefördert werden. Man ist dann drei Jahre auf der Uni angestellt und muss nur seine Arbeit schreiben;)
Ohne Stipendium mache ich auch nicht meinen Doktor, dafür reicht dann die Zeit nebenbei nicht wirklich.

Dampfwutz
30.03.2018, 12:15
Darfst du dann nebenher arbeiten?

Nach meiner Erfahrung im Bekanntenkreis sind Promotionsstipendien von der Uni ziemlich unattraktiv. Man bekommt echt wenig, darf kaum was dazuverdienen, und muss häufig trotzdem für den Prof arbeiten, wie die anderen Doktoranden am Lehrstuhl, die eine Stelle haben. Und man zahlt jahrelang nicht in die Sozialversicherung ein.

amelita
01.04.2018, 09:30
Also wenn man es schon geschafft hat, von dem zukünftigen Doktorvater/ der zukünftigen Doktormutter angenommen zu werden, dann haben die das ja nach irgendwelchen Kriterien entschieden... sie haben die Masterarbeit dieser Person gelesen oder möglicherweise andere Hausarbeiten (oder Veröffentlichungen, wenn es schon welche gibt). Das sollte dann in das Gutachten rein... also es ist ja eher eine Beurteilung der intellektuellen Fähigkeiten als eine des Charakters, da muss man sich dann noch nicht Jahre kennen.

Hmm, die haben sich einmal getroffen und ein paar Mal geskyped, aber stimmt, intellektuelle Fähigkeiten sollte man schon anhand von Papers, Gesprächen beurteilen können. Aber macht nichts, mein Freund hat jetzt die Zusage vom DAAD bekommen :lof:

Zwysby
12.04.2018, 11:13
Darfst du dann nebenher arbeiten?

Nach meiner Erfahrung im Bekanntenkreis sind Promotionsstipendien von der Uni ziemlich unattraktiv. Man bekommt echt wenig, darf kaum was dazuverdienen, und muss häufig trotzdem für den Prof arbeiten, wie die anderen Doktoranden am Lehrstuhl, die eine Stelle haben. Und man zahlt jahrelang nicht in die Sozialversicherung ein.

Naja man bekommt ja ein Gehalt, zusätzlich hat man dann auch noch Forschungsmittel zur Verfügung für jedes Semester. D.h. man zahlt dann nichts für die Reisen zu Tagungen, Interviews, Bücher,...
Nebenbei darf man noch arbeiten aber max. im Ausmaß von 10 Stunden. Die Anstellung auf der Uni ist eine 30 Stunden Anstellung.
Das gute an der Stelle ist eben, man muss nichts machen außer seiner Arbeit schreiben, man ist dann Hauptberuflich damit beschäftigt. Denke da geht dann auch viel weiter. Dem Andrang nach zu urteilen, wollen das sehr viele haben. So unattraktiv ist das bestimmt nicht;)

Dampfwutz
13.04.2018, 20:05
Also Kolleginnen von mir haben mit Promotionsstipendium promoviert und raten absolut davon ab. Man bekommt eben kein Gehalt, sondern ein Stipendium, das ist ein ziemlicher Unterschied. Sie mussten trotzdem für den Lehrstuhl arbeiten, haben nur weniger Geld bekommen, als die Doktorandinnen mit einer Stelle und haben dafür aber nicht in die Rentenkasse eingezahlt und mussten sich selbst versichern. Sie würden es nicht noch mal machen.

~snow06~
14.04.2018, 13:11
Also Kolleginnen von mir haben mit Promotionsstipendium promoviert und raten absolut davon ab. Man bekommt eben kein Gehalt, sondern ein Stipendium, das ist ein ziemlicher Unterschied. Sie mussten trotzdem für den Lehrstuhl arbeiten, haben nur weniger Geld bekommen, als die Doktorandinnen mit einer Stelle und haben dafür aber nicht in die Rentenkasse eingezahlt und mussten sich selbst versichern. Sie würden es nicht noch mal machen.
Na ja, das kommt eben auf die Promotionsumstände an... ich mache eine Fernpromotion und kann gar nicht vor Ort für den Lehrstuhl arbeiten, insofern wäre ein Promotionsstipendium schon attraktiv.