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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wiss. Mitarbeiterin an privater Uni - Gehalt?



amelita
01.04.2018, 09:33
Huhu,

erstmal frohe Ostern an euch alle. :-)

Hat jemand eine Ahnung, was für eine Gehaltsvorstellung angemessen wäre für eine Position als wissenschaftliche Mitarbeiterin an einer privaten Uni (Bereich BWL/Produktionsmanagement)? Ist auf zwei Jahre begrenzt mit Möglichkeit anschließend zu promovieren. Hab leider überhaupt keine Vorstellung davon

Zwysby
04.04.2018, 13:28
Normalerweise solltest du das online finden.
Ob das bei einer Privatuni auch so ist weiß ich nicht aber bei den Unis findet man dazu immer ein Schreiben wo da das genaue Gehalt drinnen steht.
Viel wird das jetzt nicht sein, ich würde jetzt mal mit 1500€ rechnen. Vielleicht ist es auch mehr weil es eine Privatuni ist und BWL. Ist jetzt auf der Grundlage einer öffentlichen Uni im Bereich Sozialwissenschaften geschätzt.
Du musst dabei aber auch noch die Forschungsmittel dazurechnen, die bekommt man ja auch dazu. Man zahlt also im Grunde nichts für Reisen, Bücher, etc.

amelita
04.04.2018, 23:26
Oha, das wäre ja super wenig. Wenn ich bei google "wissenschaftliche mitarbeiterin uni gehalt" eingebe, spuckt der mir da ein gehalt von 54000 p.a. aus :D

Ideen aus Beton
05.04.2018, 00:27
Ja, aber in der Regel bekommst du als Doktorandin nicht eine volle Stelle, sondern hast nur 50 bzw 65 % in den meisten Fällen. Das sind etwa 1.100-1.200 Euro netto.
Frag doch einfach mal, welchen Umfang die Stelle hat und ob angelehnt an den Tarif bezahlt wird (wimis an Universitäten werden ja alle nach Tarifvertrag bezahlt).

Nachtkerze
05.04.2018, 08:26
Aber ist es denn eine Doktorandenstelle, wenn von einer Promotion nach Ablauf des Vertrages die Rede ist? Muss man da davon ausgehen, dass die nur 50% bezahlt wird?

Ich hab nur Erfahrung mit einer Privatuni aus dem Verwaltungsbereich, und da war die Bezahlung leider niedriger als sie nach TV-L gewesen wäre.

amelita
05.04.2018, 18:21
Oh, das wusste ich gar nicht, dass die Stellen nur zu 50% oder 65% besetzt werden, aber es ist explizit keine Doktorandenstelle, sondern eine "Research Associate"-Stelle. Aber von Voll- oder Teilzeit steht da garnichts, da müsste man wohl nachfragen.

Tendenziell denke ich auch eher, dass an Privatunis untertariflich bezahlt wird

Ideen aus Beton
06.04.2018, 13:14
Naja research associate ist die engl Bezeichnung für wissenschaftlicher mitarbeiter, diese Bezeichnung tragen ja auch viele doktorandenstellen ;) Diese sind befristet, weil sie zur wissenschaftlichen weiterqualifikation dienen sollen (=doktorandenstelle umgangssprachlich). Ich glaube du musst wirklich mal nachfragen.

aline
06.04.2018, 20:24
ja, auf jeden fall nachfragen! es könnte in dem fall schon auch sein, dass es sich um eine 100% stelle handelt - vor allem, weil die promotion explizit für danach (und nicht parallel) angedacht ist!?

das gehalt ansich würde ich jetzt auch ähnlich TV-L erwarten, plusminus 10 prozent.

sleepaholik
09.04.2018, 18:46
Bei uns dienen auch 100% Stellen der Promotion, es wird also verlangt, das neben Lehre, Verwaltung etc. auch noch zu machen. Ich habe ehrlich gesagt noch nie gehört, dass eine Promotion NACH der Anstellung angepeilt werden soll - ist das in einigen Fachbereichen so üblich?

Bombardil
09.04.2018, 23:38
Ich kenne zugegeben nur die Stelle an öffentlichen Universitäten aber das ist oft leider kurz vor der Ausbeutung, gemessen an den Anforderungen und den, was man erreichen soll.

Ist das eigentlich ein All-In-Vertrag?

Dampfwutz
10.04.2018, 07:00
Ist das eigentlich ein All-In-Vertrag?

Das wird sicherlich nicht in der Stellenausschreibung stehen. ^^

sora
10.04.2018, 09:02
Amelita, es ist schon allein fachabhängig sehr unterschiedlich, was öffentliche Unis ihren Doktoranden zahlen (also, welchen Stellenumfang sie anbieten). Das stimmt so nicht, dass es prinzipiell nur 50-65% sind.

Aus dem Bereich Verwaltung kenne ich es allerdings auch so, dass private Unis deutlich schlechter zahlen als öffentliche.

Zwysby
12.04.2018, 11:07
Frage dabei ist, ob es eine normale Stelle ist oder eben um eine Doktorandenstelle geht.
Für die Doktorandenstellen gibt es aber auch Möglichkeiten für ein Stipendium, da würde ich alles versuchen eins zu bekommen.
Es muss doch irgendwo stehen ob es sich um eine normale Stelle handelt oder ob man da seinen Doktor machen kann. Danach macht es für mich ja eher wenig Sinn.

amelita
19.04.2018, 23:53
Ich bin’s nochmal. Eine normale doktorandenstelle ist das nicht. Also ich hab hier noch was vergleichbares gefunden: http://www.pse.kit.edu/downloads/stellenangebote/E13-IIP-Risiko_NOLAN-18-05-18.pdf
Das wäre ja jetzt keine Privatuni aber ist so in etwa die gleiche Stelle wie bei der privatuni. Hier steht bsp. auch, dass im Anschluss eine Promotion gemacht werden kann.

Dampfwutz
13.05.2018, 12:45
Wo liest du denn raus, dass im Anschluss eine Promotion gemacht werden kann? Das steht eigentlich "Die Möglichkeit zur Promotion ist gegeben." Das kenne ich so als Standard-Formulierung für Promotionsstellen, wenn nicht klar festgelegt werden soll, wieviel Zeit einem für die Promotion ermöglicht wird. Eigentlich wird dann aber erwartet, dass man in dem Zeitraum der befristeten Stelle sich halt auch nebenbei um seine Promotion kümmert.

E-13 ist auch das typische Promotionsgehalt.

amelita
19.05.2018, 18:55
Achso ok, das wusste ich nicht. Kannte das so, dass man für eine Promotion direkt ein recht umfangreiches proposal einreichen muss über das gewünschte promotionsthema. Und diese Stelle hab ich so verstanden, dass man die Promotion machen kann, aber wenn sich in den 2-3 Jahren kein Thema findet, man halt keine macht. Aber ist auch die Frage, wo man in der Industrie noch was findet, wenn man 3 Jahre eher theoretisch ausgerichtet war.

freckled
22.05.2018, 18:47
Ich würde mich nicht so wegen dem "Möglichkeit zur Promotion" wundern oder da viel rein interpretieren.
Normalerweise ist das in Stellenanzeigen immer so oder ähnlich formuliert, weil dir ja niemand versprechen kann, dass du promovierst. Also, du bekommst die Gelegenheit dazu, aber wenn du nicht voran kommst oder nicht schreibst oder was auch immer, dann wirst du natürlich auch nicht promoviert. Deswegen steht das immer als "Möglichkeit" oder ähnlich drin...

amelita
23.05.2018, 15:28
Wie gehts dann nach den 3 Jahren eigentlich weiter, wenn man nicht promoviert? Kann man sich dann einfach wieder woanders auf so eine "Wiss.Mitarbeiter" Stelle bewerben? Ich glaube, für die Industrie ist man wohl nicht mehr so interessant, wenn man einmal die akademische Karriere eingeschlagen hat

sora
23.05.2018, 18:54
Das kann man so natürlich nicht verallgemeinern, das kommt aufs Fach an und wo man danach hinmöchte.

Eine akademische Karriere ohne Promotionsabsicht macht aber definitiv keinen Sinn. Und eine Promotion auch nicht (meiner Ansicht nach), wenn man langfristig keine akademische Karriere möchte und außerhalb der Uni in einen Bereich möchte, in der eine Promotion wahrscheinlich nicht viel bringt.

Zwysby
31.05.2018, 16:37
Also ich kenne es nur so von Meiner Uni und von meinem Professor. Da hat meine Vorgängerin auch promoviert.
Ich denke mal je nach Fach und Richtung wird man da eher froh sein wenn man jemanden findet, der das weitermachen will. Natürlich ist es in überlaufenen Fächer nicht so.
Promotion bringt einem ja nur auf der Uni was oder wenn man auf seiner Türglocke Prof. stehen haben will;)
Außerhalb der Uni vielleicht noch sinnvoll wenn es darum geht ein paar Mitarbeiter zu führen bzw. ihnen etwas zu vermitteln.

Dampfwutz
03.06.2018, 20:51
Promotion bringt einem ja nur auf der Uni was oder wenn man auf seiner Türglocke Prof. stehen haben will;)
Außerhalb der Uni vielleicht noch sinnvoll wenn es darum geht ein paar Mitarbeiter zu führen bzw. ihnen etwas zu vermitteln.

Das stimmt so nicht. In einigen Fächern ist eine Promotion überhaupt Voraussetzung dafür, dass man in der Privatwirtschaft einen entsprechenden Job bekommt (z.B. Chemie, Physik, Mathe...).
Und zum Mitarbeiter führen oder ihnen etwas vermitteln braucht man nun wirklich keine Promotion.

sora
03.06.2018, 21:04
Also das stimmt so jetzt aber auch nicht, es promovieren doch nicht alle Physiker oder werden alternativ arbeitslos?

Dampfwutz
03.06.2018, 21:24
Mit "entsprechenden Job" meinte ich einen in einem entsprechend großen Industrieunternehmen, in dem man dann kein "besserer Laborant" ist. Zumindest ist das der Erfahrungswert, den ich so von meinen Chemikerfreunden habe. Die kriegen eingetrichtert, dass eine Promotion auf dem Arbeitsmarkt vorausgesetzt wird, wenn man Karriere machen will (und in Stellenanzeigen wird es tatsächlich oft vorausgesetzt).

sora
04.06.2018, 07:49
Bei Chemikern ist es wohl oft auch so. Aber bei Physik stimmt das meines Wissens nicht (kann mich irren, aber meine Physikerbekannten haben nicht alle promoviert und haben völlig normale Jobs).

amelita
09.08.2018, 11:24
Ich hab jetzt in zwei Wochen ein Gespräch für eine Promotionsstelle im Bereich Operations. Was zieht man eigentlich so an bei solch einem Gespräch? Ist man mit "üblicher" Vorstellungsgespräch-Kleidung overdressed?

Gehalt liegt übrigens bei 3500 brutto monatlich

Ob Promotion in meinem Fall Sinn macht, weiß ich nicht. Aber ich weiß, dass mir das Thema sehr gut gefällt und ich danach wahrscheinlich mit meinem Freund ins Ausland gehen würde (er kommt aus einem außereuropäischen Land, dort werden Promotionen sehr hoch angesehen), daher denke ich mir, dass es vor diesem Hintergrund schon Sinn macht

Dampfwutz
10.08.2018, 06:43
Mit üblicher Vorstellungsgespräch-Kleidung ist man bei einem Vorstellungsgespräch eigentlich nie overdressed.

Ist es dann eine 100%-Stelle? Das Gehalt klingt ja gut.

amelita
10.08.2018, 17:11
Mit üblicher Vorstellungsgespräch-Kleidung ist man bei einem Vorstellungsgespräch eigentlich nie overdressed.

Ist es dann eine 100%-Stelle? Das Gehalt klingt ja gut.

Ok :)

Ja, ist eine 100%-Stelle. Das Gehalt ist vielleicht so hoch, da die Doktorarbeit in Zusammenarbeit mit bzw. im Auftrag eines Unternehmens erfolgt.