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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hochschulpolitisches



~snow06~
24.06.2018, 08:13
Ihr Lieben, mal in eigener Sache, die aber auch im allgemeinen Interesse sein dürfte: An der Humboldt-Universität in Berlin sind seit 17 Jahren die Löhne der studentischen Hilfskräfte nicht mehr gestiegen. Vor einigen Wochen haben sie angefangen zu streiken (und dementsprechend zum Beispiel verkürzt in den Bibliotheken zu arbeiten, weshalb diese viele Stunden weniger als üblich geöffnet sind.) Ich finde, ihre Forderungen sind mehr als berechtigt und ich versuche jetzt, sie zu unterstützen. Wenn ihr eure Solidarität bekunden wollt, könnt ihr euch in diese Liste eintragen. Solidaritat – TV Stud Berlin (https://tvstud.berlin/solidaritaet/)

Dampfwutz
28.06.2018, 19:21
Im bundesweiten Vergleich sind die studentischen Hilfskräfte in Berlin aber eher noch Spitzenverdiener, oder?
Wissenschaftliche Hilfskraft – Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Wissenschaftliche_Hilfskraft)

~snow06~
29.06.2018, 07:45
Im bundesweiten Vergleich sind die studentischen Hilfskräfte in Berlin aber eher noch Spitzenverdiener, oder?
Wissenschaftliche Hilfskraft – Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Wissenschaftliche_Hilfskraft)
Ah, das ist interessant, diese Übersicht kannte ich nicht! Allerdings übernehmen die Hilfskräfte in Berlin auch Aufgaben, die in meiner Uni in NRW von Bibliothekaren gemacht wurden - zum Beispiel am Haupttresen unten in der Bibliothek sitzen, Fragen beantworten und darauf achten, dass keine Bücher geklaut werden. In NRW hätte ein Streik der studentischen Hilfskräfte keine Auswirkungen auf die Bibliotheksöffnungszeiten gehabt, hier macht eine für mich sehr wichtige Bibliothek seit Wochen um 16 h statt um 20:30 zu. Und ich kann an den meisten Tagen erst frühestens um 15 h dort sein, weil ich vorher arbeite.

Dampfwutz
30.06.2018, 12:59
Dann unterstützt du das schon eher aus eigenem Interesse als weil du jetzt wirklich findest, dass die studentischen Hilfskräfte ausgebeutet werden?
(Weil es sind immerhin über 10€ pro Stunde für Studenten, die noch keinen Abschluss haben. Das find ich jetzt für rumsitzen und Bücher ausleihen eigentlich ganz nett.)

~snow06~
01.07.2018, 09:31
Dann unterstützt du das schon eher aus eigenem Interesse als weil du jetzt wirklich findest, dass die studentischen Hilfskräfte ausgebeutet werden?
(Weil es sind immerhin über 10€ pro Stunde für Studenten, die noch keinen Abschluss haben. Das find ich jetzt für rumsitzen und Bücher ausleihen eigentlich ganz nett.)
Auf jeden Fall beides! Ich finde die Tätigkeit in einer Uni-Bibliothek auch ganz schön anspruchsvoll - manchmal muss man ja auch Leuten helfen, die Literaturlisten für eine mündliche Prüfung zusammenstellen etc. Es ist nicht nur eine kleine Stadtbibliothek, in der Leute Bücher über die Pflege von Zimmerpflanzen, Yoga und Vorlesebücher für Kinder ausleihen oder ihrer Lust an Krimis und Liebesromanen nachgehen.

BrooklynGirl
09.07.2018, 00:54
Ich find über 10,- pro Stunde als studentische Hilfskraft auch ganz ok ehrlich gesagt. Zumindest für Berlin.

SarahYasemin
09.07.2018, 08:53
Bekommt man das voll ausbezahlt als studentische Hilfskraft oder ist noch mit Abzügen?

Zwysby
13.07.2018, 11:26
Spielt doch bei Studenten keine Rolle.
Viele werden es wahrscheinlich nebenbei machen, also bis zur Geringfügigkeitsgrenze, dann muss man es nicht versteuern.
Und selbst wenn man es versteuern müsste kann man es sich als Student ja am Ende des Jahres wieder mit dem Steuerausgleich wieder zurückholen.
Zumindest in Österreich, ob es so in Deutschland auch ist, weiß ich nicht;)

Dampfwutz
15.07.2018, 14:18
In Deutschland liegt der Grundfreibetrag bei 9.000 € aktuell. Da kommt man mit einem Job als studentische Hilfskraft nicht drüber.