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  1. Member Avatar von starbutterfly17
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    Freiwilligenarbeit Südamerika (oder sonstwo)

    Hey,
    Ich wollte immer schon für ein paar Wochen/Monate in einem Dritte-Welt-Land helfen. Meine Wahl fällt auf Südamerika, wo genau weiß ich noch nicht.
    An die, die sowas, oder ähnliches schon gemacht haben, oder noch machen wollen:

    Wohin geht/wart ihr?
    Für wie lange?
    Konntet ihr die Sprache bevor ihr hingegangen seid?
    Wie lange würdet ihr empfehlen zu gehen?
    Was habt ihr genau gemacht?
    Wie wars?


    fals jemand ein Fachpraktikum im fernen Ausland gemacht hat, würde auch das mich intressieren.
    Ich könnte theoretisch nächstes Jahr mit Arbeiten anfangen, will aber noch ein Jahr ein wenig die Welt sehen bevor das Erwachsensein losgeht...

    Würde mich über ein paar Berichte freuen.

    Danke
    Geändert von starbutterfly17 (23.10.2011 um 18:43 Uhr)
    Parce que c'est pendant qu'on calcule, qu'on analyse les pour et les contre, que la vie passe, et qu'il ne se passe rien.

  2. Stranger
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    AW: Freiwilligenarbeit Südamerika (oder sonstwo)

    hey auch,
    toll das du das machen möchtest. da bin ich richtig neidisch. ich war im letzten jahr für 6 monate in argentinien. bekomme gerade ein wenig fernweh, wenn ich daran zurückdenke...

    ich war in rosario, weil buenos aires mir zu gross war. erst wollte ich da eigentlich ein praktikum als grafikdesignerin machen, habe mich dann aber doch für ein soziales projekt mit behinderten kindern entschieden. hat wirklich superviel spass gemacht mit den kleinen und am ende ist es mir richtig schwer gefallen wieder die heimreise anzutreten.

    spanisch konnte ich vorher nur ein paar brocken aus dem urlaub, deswegen habe ich dann noch in rosario ein paar wochen unterricht genommen. wenn man in einem land ist wo spanisch gesprochen wird, lernt man das echt ganz schnell. perfekt ist mein spanisch natürlich auch heute noch nicht, aber ich kann mich zumindest fliessend verständigen.

    also wegen der zeit, ich war wie gesagt für ein halbes jahr in argentinien. und das kam mir noch zu kurz vor, aber das ist wohl immer so wenn man sich irgendwo wohl fühlt. die organisation die mir das vermittelt hat war spanishplanet und bei denen ist 6 wochen die untergrenze für praktika. aber das wär mir wirklich zu kurz, denn man muss sich ja erstmal einleben, die leute kennenlernen und und und...

    ich habe vor meiner entscheidung das zu machen viel recherchiert und mich dann für argentinien entschieden, weil es mir am interessantesten vor kam. andere länder wie peru oder bolivien habe ich mir dann später noch zusammen mit meinem freund als backpacker angeschaut. die entscheidung nach argentinien zu gehen hab ich nicht bereut, ganz im gegenteil! und für rosario hab ich mich entschieden, weil die stadt einfach nur toll ist, es aber kaum touristen dort gibt. und die stadt liegt direkt an einem fluss. als der sommer kam, waren wir da fast täglich am strand. bevor es dann wieder zurück ins kalte deutschland ging bei minus 20 grad...

    ich hoffe du ziehst das durch und wünsche dir viel, viel spass in südamerika!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  3. Member Avatar von starbutterfly17
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    AW: Freiwilligenarbeit Südamerika (oder sonstwo)

    Vielen Vielen Dank.

    ja ich werde wohl mindestens 3 monate gehen und auch versuchen nachher noch ein bisschen den kontinent zu bereisen. muss da aber noch jemanden finden der nachkommt, weil alleine als blondes mädchen stell ich mir schwierig vor da rumzureisen.
    ich bringe mir gerade ein bisschen selbst spanisch bei indem ich im internet su kruse mache und den kleinen prinzen auf spanisch lese. ich kann auch nur ein paar brocken aus den ferien. Meine Mom spricht fliessend spanisch.
    Ich komme nicht aus deutschland deswegen muss ich mit einer organisation meines landes weggehen wenn ich die finanzielle unterstützung vom staat möchte. und die lässt sich zeigen
    wie seid ihr dahinten rumgereist? mit flugzeug? wie lange wo?
    danke jedenfals.
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  4. Stranger
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    AW: Freiwilligenarbeit Südamerika (oder sonstwo)

    also wenn du finanzielle unterstützung vom staat dafür bekommst, ist das natürlich super

    um das rumreisen als blondes mädchen musst du dir übrigens keine gedanken machen. das machen ganz viele und in den hostels bekommt man immer ganz schnell anschluss an andere reisende. ansonsten kann man aber auch über die seite join my trip reisepartner finden.

    wir sind in südamerika eigentlich nur mit fernbussen von ort zu ort gefahren. das dauert zwar länger als fliegen, ist aber auch sehr viel billiger und man sieht auch mehr vom land. die busse sind sehr viel besser als man das z.b. aus deutschland kennt, so das auch lange fahrten kein thema sind.

    wohin du dann fährst und wie lange du an jedem ort bleibst, würde ich spontan entscheiden. das ist da alles so gut organisiert, dass man praktisch nichts lange im voraus planen muss. ich empfehle dir aber einen gabelflug zu buchen, z.b. frankfurt>buenos aires auf dem hinweg und la paz>frankfurt auf dem rückweg. sonst musst du nämlich am ende wieder nach buenos aires zurück und das nervt.

  5. Member Avatar von starbutterfly17
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    AW: Freiwilligenarbeit Südamerika (oder sonstwo)

    Danke, du hast mir echt sehr sehr viel weitergeholfen diese join my trip seite ist awesome jetzt hab ich sogar lust das ganze in ne weltreise umzugestalten ^^
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  6. Member
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    AW: Freiwilligenarbeit Südamerika (oder sonstwo)

    Ich war ein knappes halbes Jahr in Chile und hab da ein Auslandssemester gemacht. Nebenbei habe ich in einem Kinderheim Kinder betreut. Das wurde von der Uni dort organisiert, aber man hätte sicher auch einfach hingehen können und fragen. Ich hab da noch eine andere kennengelernt, die hat bei nem Sozialprojekt mit Kindern/Jugendlichen aus einem Armenviertel mitgemacht. Das heißt TAC Bienvenidos al T.A.C. Taller de Acción Comunitaria Valparaíso

    Spanisch ist natürlich wichtig. Grundkenntnisse sollten vorhanden sein, weil man mit Englisch teilweise nicht weit kommt. Ich konnte mich einigermaßen verständigen, aber keinesfalls fließend. Hatte dort dann in der Uni Sprachkurs. Rumgereist bin ich viel mit meinem damaligen Freund. Waren in Argentinien, Chile, Peru und Bolivien. War kein Problem, aber man muss schon aufpassen. Da waren echt viele alleinreisende Mädels unterwegs. Joinmytrip ist cool, man kann sich da ja auch vorher mal treffen um zu gucken, ob man zusammenpasst.

    Weißt du schon wo du hinwillst?

  7. Member Avatar von starbutterfly17
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    AW: Freiwilligenarbeit Südamerika (oder sonstwo)

    Ich würde gerne nach Peru. Bolivien und Argentinien sind aber auch nicht ausgeschlossen. Außerdem lebt ein enger Freund meiner Famili in Nicaragua und ich habe ihn schon seit Jahren nicht gesehen. Das wäre aber dann eher für das Reisen nach dem Benevolat. Hängt eigentlich alles davon ab ob ich eine Organisation finde die mich hinschickt. Ich komme nicht aus Deutschland, sondern Luxemburg, und muss deswegen eine luxemburgische organisation finden, weil man dann vom Staat ein Taschengeld bekommt, ohne das es schwierig wird zu finanzieren. Fals alles nicht klappt, werde ich aber versuchen eine weile zu arbeiten und dann ne lange Reise zu machen.
    Wieviel spanisch konntest du denn? Ich kann halt mein Essen bestellen, mich vorstellen usw. aber sonst noch nicht wirklich. werde aber ab Januar versuchen einen Kurs zu machen und da ich momentan in England im Erasmus-Austausch programm bin und sehr viele Spanier, Kolumbianer, Mexikaner hier sind werde ich versuchen so gut es geht Fortschritte zu machen
    danke jedenfals
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  8. Member
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    AW: Freiwilligenarbeit Südamerika (oder sonstwo)

    Ich hatte 1 Semester Spanisch an der Uni, dann bin ich knapp 2 Monate nach Spanien gegangen und hatte da teilweise auch Sprachkurs. Ich konnte mich danach mit dem Nötigsten verständigen, aber sprach sehr langsam und es war anstrengend. Also von A nach B kommen, Essen bestellen, bissl Small Talk konnte ich vorher schon. Zum Spanischlernen ist Peru/Bolivien besser als Argentinien, weil die ein sehr klares Spanisch sprechen.

  9. Stranger
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    AW: Freiwilligenarbeit Südamerika (oder sonstwo)

    Hallo!
    Ich war in einem Waisenhaus in Peru. Es gibt ein Haus für Mädchen und eines für Burschen. Die Kinder gehen in eine öffentliche Schule, die großen am Vm und die kleinen am Nm, sodass immer wer zum Spielen im Haus ist
    Ich habe vorher ein bisschen Spanisch gelernt, mich aber vor Ort sehr schnell verbessert. Vor allem wenn man den ganzen Tag mit den Kindern redet und auch auf der Straße mit den Leuten spricht, lernt man sehr schnell dazu.
    Google mal Fairien
    Hoffentlich hab ich dir ein bisschen weiterhelfen können

  10. Urgestein Avatar von durga
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    AW: Freiwilligenarbeit Südamerika (oder sonstwo)

    Der Ausgangspost ist zwar uralt, aber vielleicht interessiert es ja wen...

    Why you shouldn't participate in voluntourism - Matador Network

    Gut gemeint ist nicht immer gut.............

    Wenn man Gutes tun will, sollte man sich fragen, was man denn zu bieten hat, was die Arbeit, die man durch Kulturschock, "Einarbeitung" und mangelnde Sprachkenntnisse macht, und die weiteren indirekten Kosten der aufnehmenden Community durch eigenen Konsum u.U. knapper Ressourcen wie Wasser, Nahrung, Platz und die Beanspruchung einer Beschäftigung, die andernfalls für die Qualifikation oder/und Erwerbstätigkeit einer einheimischen Person dienen könnte, sowie gerade in der Arbeit mit Kindern den emotionalen Stress durch ständig wechselnde Kontaktpersonen aufwiegen könnte.
    Wenn man das nach wie vor für nötig und vertretbar hält, sollte man darauf achten, dass die Organisation ein erweitertes Führungszeugnis oder äquivalentes Dokument verlangt.
    Würde man hier unqualifiziertes, der Sprache nicht mächtiges und auch polizeilich nicht geprüftes Personal gern mit ner Gruppe Kinder arbeiten lassen? Wenn nicht, sind Kinder in Lateinamerika oder so weniger schutzbedürftig als europäische Kinder?

    Nicht umsonst verlangen Ärzte Ohne Grenzen u.ä. zwei Jahre Berufserfahrung bzw. in manchen Bereichen gleich eine abgeschlossene Facharztausbildung und setzt neben der ganz akuten Nothilfe zunehmend auf die Qualifikation einheimischer Kräfte.
    Geändert von durga (10.05.2015 um 16:21 Uhr)

  11. V.I.P. Avatar von ichs
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    AW: Freiwilligenarbeit Südamerika (oder sonstwo)

    wobei man jetzt sowas wie ärzte ohne grenzen auch nicht mit nen bißchen volunteering und mit kindern spielen vergleichen kann. ich denke immer, solange allen klar ist, dass sie das für sich dh für die eigene erfahrung in erster linie machen und nicht weil irgendwer dringend auf sie wartet, um die welt zu retten, is das ok. man setzt sich ja dann hoffentlich so oder so mit so fragen auseinander, warum man selbst das privileg hat einfach mal um die halbe welt zu jetten für ein praktikum, während die menschen in den zielländern nie im leben ein visum für dland bekämen.
    .the world has turned and left me here.

  12. Urgestein Avatar von durga
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    AW: Freiwilligenarbeit Südamerika (oder sonstwo)

    Nee, es gibt ja auch Kurzzeiteinsätze, unsere Mundkiefergesichtschirurgen fliegen mehr oder weniger jedes Jahr mit vier Wochen (oder so) unbezahltem Urlaub nach Nigeria und operieren da Kiefergaumenspalten, was dort sonst für die mesiten Leute sonst nicht bezahlbar ist oder es gibt auch so Impfeinsätze oder so, wo man nicht sechs Monate plus im Ausland ist.

    Was Du schreibst, wird oft eben nicht reflektiert und nicht alle Organisationen fordern und fördern diese Reflektion. Und mit Kindern spielen (ohne erweitertes Führungszeugnis, denn wer so ein lieber guter Volunteer ist, kann ja automatisch keine bösen Absichten haben) ist eben schon n bisschen problematisch, wenn da die Leute im Monatsrhythmus wechseln...

  13. Ureinwohnerin Avatar von sora
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    AW: Freiwilligenarbeit Südamerika (oder sonstwo)

    Zitat Zitat von ichs Beitrag anzeigen
    ich denke immer, solange allen klar ist, dass sie das für sich dh für die eigene erfahrung in erster linie machen und nicht weil irgendwer dringend auf sie wartet, um die welt zu retten, is das ok.
    ich verstehe zwar, dass einen volunteers, die wirklich denken, das entwicklungsland hätte gerade auf sie gewartet, und sich unheimlich geil vorkommen, weil sie mal für ein paar wochen urlaub nehmen, um dann mit möglichst vielen fotos von sich selbst mit niedlichen exotisch aussehenden kindern auf facebook aufzutrumpfen, noch mal doppelt so sehr aufregen.
    aber die probleme, die durga angesprochen hat
    indirekten Kosten der aufnehmenden Community durch eigenen Konsum u.U. knapper Ressourcen wie Wasser, Nahrung, Platz und die Beanspruchung einer Beschäftigung, die andernfalls für die Qualifikation oder/und Erwerbstätigkeit einer einheimischen Person dienen könnte, sowie gerade in der Arbeit mit Kindern den emotionalen Stress durch ständig wechselnde Kontaktpersonen aufwiegen könnte.
    werden dadurch, dass dem volunteer bewusst ist, dass er das in erster linie für sich selbst und die eigene erfahrung macht, auch nicht kleiner.

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