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Thema: fleischkonsum

  1. Addict Avatar von aline
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    fleischkonsum

    ...wie handhabt ihr das? wie häufig esst ihr fleisch?

    esst ihr fleisch völlig ohne nachzudenken, weil es dazu gehört? oder nur wenn ihr wirklich lust drauf habt? oder zu besonderen anlässen?

    ich war fast 15 jahre lang vegetarierin und habe dieses jahr wieder angefangen, ganz selten mal wieder fleisch zu essen. in meinem kopf war es lange so eine ganz-oder-gar-nicht sache und ich hab gemerkt, dass es nicht mehr so richtig zu meinen prinzipien (nachhaltigkeit - ist halt einfach nicht gegeben wenn man stattdessen ersatzprodukte aus hühnereiweiß isst...) und dem bild, das ich von mir hatte, gepasst hat.

    ich esse noch immer zu etwa 95 % vegetarisch, insgesamt sogar deutlich weniger tierische (milch-)produkte als vorher. trotzdem denke ich oft darüber nach und frage mich, was denn ein guter umgang damit jenseits des verzichts ist.

    bitte kein hate, mich interessiert einfach nur, wie und warum ihr das so handhabt und natürlich sind sowohl omivore, vegetarische und vegane antworten willkommen.

  2. Addict Avatar von Telekommanderin
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    AW: fleischkonsum

    ich esse seit 8 jahren kein fleisch, seit einigen monaten nun auch gar keinen fisch/meeresfrüchte mehr.
    ich habe mir immer gesagt: wenn ich lust drauf haben sollte, würde ich morgen ein steak essen. hatte ich aber nie.
    es hat sich insofern in den letzten monaten schon etwas geändert, weil ich nun tatsächlich eine wirkliche entscheidung getroffen habe, keine tiere mehr zu essen. (das hat stark mit einer persönlichen entwicklung der letzten jahre bei mir zu tun.)
    Geändert von Telekommanderin (14.04.2019 um 21:47 Uhr)
    .
    es war nicht alles schlecht im kapitalismus

    .

  3. Regular Client Avatar von Caly
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    AW: fleischkonsum

    Fleisch nur zu besonderen Anlässen - bedeutet für mich bei Einladungen und im Urlaub. Und relativ regelmäßig (so alle 14 Tage) gibts einen (nicht vegetarischen) Döner, das ist mein guilty pleasure, auf dass ich nicht verzichten mag.

    Den Fleischkonsum einzuschränken war eine bewusste Entscheidung, nachdem ich mal ein paar entsprechende Videos über Massentierhaltung gesehen hatte und dabei Rotz und Wasser geheult habe. Es kam mir dann sehr lächerlich vor, so zu flennen und dann aber weiter zu konsumieren. Es war anfangs allerdings echt kein Spaziergang für mich, einige Sachen mag ich nämlich geschmacklich wirklich gerne (und Ersatzprodukte finde ich in vielen Fällen leider echt.. abenteuerlich, sag ich mal). Aber ich habe mich im Laufe der Zeit dran gewöhnt und es kommt mir inzwischen nicht mehr sonderlich schwierig vor Wäre aber vermutlich anders, wenn ich die oben genannten Ausnahmen nicht ein paar Mal im Jahr hätte.

    Ganz persönlich finde ich, dass auch kleine Schritte zählen und man sich nicht fertig machen muss, wenn man ab und zu mal Fleisch isst. Oder Eier, oder Milch, oder was auch immer einem wichtig ist. Solange man sich darüber bewusst ist, dass das alles nicht ohne ist, und darüber reflektiert, ist alles in Ordnung für mich. Ich komme nur mit der "Ohne Fleisch ist es keine Mahlzeit/ich esse aus PRINZIP nichts, was vegan ist, kann ja nur widerlich sein/blablubb"-Einstellung nicht zurecht, weil ich das einfach sehr dämlich finde. Aber Fleischesser, die mich nicht dauernd belehren und auslachen, finde ich völlig unproblematisch für mich.

  4. Ureinwohnerin Avatar von clubby
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    AW: fleischkonsum

    ganz schwer und nicht generell so oder so zu beantworten.

    ich kaufe mir hin und wieder selber am hühnchenwagen ein halbes.
    da kann ich aber nicht darauf gehen, was haltung und bedingungen angeht, ich nehme es vom wagen, der wöchentlich hier her kommt.
    da freue ich mich dann auch sehr und es ist etwas besonderes.
    genauso, wie ich mir vor längerer zeit vom türkischen imbiss döner mit pute oder nur das putenfleisch gekauft habe.

    sonst kaufe ich mir selber kein fleisch, auch nicht mehr häufig wurst, manchmal fischstäbchen.
    inzwischen ist mir geflügelfleisch und wurst lieber und fisch anstelle von schwein und rind.

    schwein- und rindergericht, gemischt, hackfleisch, mixpfannen, da nehme ich die reste der eltern, habe aber keinen einfluss, was sie kaufen und kochen. ich kann es haben oder auch nicht und in letzter zeit nehme ich seltener oder bevorzugt geflügel (putenschnitzel, putengeschnezeltes) und von fisch, den sie als filet frisch kaufen, nehme ich auch wenigst, wenn überhaupt.

    reste von wurst nehme ich, wienerle oder lyoner, salami, sowas, aber inzwischen auch selten.

    ich merke, mir geht es besser ohne schweinefleisch. es macht mich irgendwie träge und tut im körper nicht so gut.
    rind kann ich nicht abschätzen, ist zu selten.
    mit geflügel merke ich eigentlich wenig (negative) veränderung bei mir
    wenn ich mit Beiträgen zur bespassung und unterhaltung gelangweilter bymsen beitragen kann, meinetwegen
    Lilly - Lilly - Lilly - Lilly - sanny - prodigy🎵
    unser dreckspatz - kampfradler

  5. Ureinwohnerin Avatar von clubby
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    AW: fleischkonsum

    aso. dieses bereden in irgendeine richtung, denke ich, mache ich bei keinem.

    und dieses nur mit oder nur ohne fleisch essen, hmm.
    also mmn, was häufig schon bei hochzeiten in threads thema war, wer zu gastgebern geht, bei dies oder jenes nicht gegeben ist, denen fleisch fehlt, sollten sich dieses eine mal eben mit alternativen abfinden und ihre fleischgerichte 'privat' anderntags wieder essen.
    ich möchte niemandem zu nahe treten, nicht missionieren, einfach anregen, kompromisse zu finden, wenn es darum geht, beide seiten an einen tisch zu bringen.
    hoffe, es ist verständlich, was ich meine.
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  6. Junior Member Avatar von lillamilla
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    AW: fleischkonsum

    Ich esse seit 15 jahren kein fleisch und kann mir überhaupt nicht vorstellen, wieder damit anzufangen. für mich schmecken ersatzprodukte (die ich aber auch sehr selten konsumiere) auch so authentisch, dass ich keine notwendigkeit sehe, weshalb ein lebewesen für diesen geschmack sterben sollte.
    I'm dressed for space, now can I go?

  7. Ureinwohnerin Avatar von sora
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    AW: fleischkonsum

    Ich esse Fleisch, meine Familie auch. In erster Linie Bio-Aufschnitt, Fleisch kochen wir nicht so viel. Fisch essen wir auch.

    Außer Haus achte ich weniger streng auf bio, ich nehme zB in der Kantine oder im Restaurant zwar bewusst meist eine vegetarische Variante, aber wenn die mich nicht ansprechen, gibt es auch mal Fleisch.

  8. Member
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    AW: fleischkonsum

    Zitat Zitat von aline Beitrag anzeigen
    ich war fast 15 jahre lang vegetarierin und habe dieses jahr wieder angefangen, ganz selten mal wieder fleisch zu essen. in meinem kopf war es lange so eine ganz-oder-gar-nicht sache und ich hab gemerkt, dass es nicht mehr so richtig zu meinen prinzipien (nachhaltigkeit - ist halt einfach nicht gegeben wenn man stattdessen ersatzprodukte aus hühnereiweiß isst...) und dem bild, das ich von mir hatte, gepasst hat.
    Magst du das nochmal erklären? Also das mit dem "es ist nicht so ganz konsequent kein Fleisch dafür aber vermehrt andere tierische Produkte zu essen" hab ich, aber wie ist das mit dem Bild, das du von dir hast gemeint?

    Ich bin auch seit ca 15 Jahren Vegetarierin und hatte vor ca 3 Jahren mal eine Phase, wo ich wieder ab und an Fleisch gegessen hab. Primär weil ich neugierig war, wie es schmeckt und ob es mir noch schmeckt. Das war dann abseits von irgendwelchen Überlegungen wo das Fleisch herkommt, eher so nach Gelegenheiten und manchmal hab ich mir auch einfach im Supermarkt ein Würstchen gekauft weil ich Lust darauf hatte. Das ging so ca ein halbes Jahr lang und dann hab ich wieder 100% vegetarisch gegessen. (Was genau der Auslöser war weiß ich gar nicht mehr) Momentan kann ich mir echt nicht vorstellen wieder Fleisch zu essen, regelmäßig schon gar nicht. Ich versuche seit kurzem zunehmend vegan zu essen auch wenn es gar nicht mein Ziel ist, komplett vegan zu essen und zu leben. Primär geht es mir um Konsequenz meines eigenen Handelns (also nicht Fleischverzicht durch übermäßigen Konsum von Milchprodukten zu kompensieren), Klimaschutz und artgerechte Tierhaltung, deshalb finde ich es für mich total okay, zB Eier von einem Hof den ich kenne und wo ich die Tierhaltung unterstützenswert finde, zu essen.

  9. Addict Avatar von aline
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    AW: fleischkonsum

    Zitat Zitat von Atair Beitrag anzeigen
    Magst du das nochmal erklären? Also das mit dem "es ist nicht so ganz konsequent kein Fleisch dafür aber vermehrt andere tierische Produkte zu essen" hab ich, aber wie ist das mit dem Bild, das du von dir hast gemeint?
    ja klar: also es ist prinzipiell so, dass mir nachhaltigkeit sehr wichtig ist und da gehört ja auch die ernährung dazu. die entscheidung, vegetarisch zu essen, habe ich aber schon unabhängig davon viel früher im jungen teenageralter getroffen - und muss ehrlicherweise sagen, dass es eher eine übernommene identität als meine eigene entscheidung war (meine eltern sind beide vegetarier). ich bereue diese entscheidung überhaupt nicht, habe in der letzten zeit aber immer öfter gemerkt, dass sie nicht mehr so richtig zu mir passt. ich esse bewusst, bin aber auch ein genussmensch und fand es vor allem beim essen gehen (für mich) einschränkend, zum teil nur beilagen oder die (für mich) weniger attraktive vegetarische alternative essen zu können. außerdem hatte ich oft das gefühl, nicht mehr so spontan sein zu können und viel mehr vorplanen zu müssen (es geht hier ausschließlich um auswärts essen und einladungen - zu hause habe ich null verlangen nach fleisch und kann ja auch sonst kochen, wonach mir ist). ich weiß, dass das zu großem teil in meinem kopf stattfand, aber das ist auch das, was mich am meisten gestört hat.

    beispiel: ich fahre jeden tag nach der arbeit an einer dönerbude vorbei, und fand den geruch einige male so ansprechend, dass ich irgendwann echt richtig traurig war, dort nicht einfach mal spontan einen döner essen zu können und total viel darüber nachgedacht habe. seit ich vor zwei monaten die entscheidung getroffen habe, mir den döner beim nächsten mal einfach zu erlauben, hatte ich kein einziges mal mehr so doll appetit drauf (und habe ihn mir auch bis heute nicht geholt).

    und ich möchte ein bisschen weg von der ganz-oder-gar-nicht mentalität hin zum ganzheitlichen - und lieber auch an anderen stellen (flüge, generelles konsumverhalten) schrauben anstatt beim fleischkonsum 100% zu geben und woanders nur 20%.

    edit: dass ich jetzt nicht im nächsten supermarkt eine packung billigaufschnitt oder tiefkühlhühnchen kaufen würde, muss ich glaube ich nicht dazu schreiben :')
    Geändert von aline (14.04.2019 um 23:51 Uhr)

  10. Addict Avatar von aline
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    AW: fleischkonsum

    danke übrigens für eure ganzen antworten! bym is(s)t ja ohnehin sehr bewusst und wenig fleisch (damit habe ich gerechnet), aber gerade deshalb interessiert mich euer umgang damit

  11. Junior Member
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    AW: fleischkonsum

    Ich war 12 Jahre lang Vegetarierin (kein Fleisch, überwiegende Zeit kein Fisch, Ei nur selten in Kuchen/Keksen/Süßigkeiten) und esse seit ein paar Jahren wieder Fleisch und das zunehmend mehr (in den ersten Jahren nur Schinken/-wurst, dann auch Pute/Hähnchen, seit 3 Jahren auch mal Rind in Form von Hackfleisch oder gegrillt und probiere auch hin und wieder Schweinefleisch gegrillt oder Lamm) - gut finde ich das selber nicht und Rind/Schwein/Lamm schmeckt mir nicht sonderlich, aber ich tue es wegen meinem Freund (der kocht gerne und ist beleidigt, wenn ich nicht davon esse oder Sachen rauspicke, und will immer, dass ich wenigstens alles probiere) und für mein Kind, um ihm Fleischkonsum nicht vorzuenthalten und um ihn zum Weiter- und Allesessen ("alles auf dem Teller wird wenigstens probiert") zu motivieren.

    Kind und Freund essen gerne Fisch, da esse ich dann eben mit, "weil ich muss", oft - wie bei Rind/Schwein/Lamm auch - obwohl ich mich eigentlich ekel. [Das klingt jetzt bestimmt auch hinterfragungswürdig, ich hatte nur in der Vergangenheit schon genug Streits mit meinem Freund deswegen, die mich zusätzlich noch getriggert haben (hatte früher Essstörungen und kann dann für den Moment bis zu Stunden gar nicht mehr essen).]

    Ei esse ich tatsächlich mittlerweile ganz gerne, immer noch vorrangig verarbeitet in Süßspeisen, Kuchen und Keksen oder ab und zu auch als Spiegelei.

    Ich könnte definitiv nicht mehr gänzlich auf Fleisch/Fisch/Ei verzichten und wöllte das auch nicht, ich merke den "Fleischhunger" nach ein paar Tagen ohne und empfinde ein anders angenehmes Sättigungsgefühl danach (wenn mir das Fleisch geschmeckt hat), aber ich würde eigentlich gerne wieder sehr viel weniger davon essen...

  12. Addict Avatar von nannena
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    AW: fleischkonsum

    Ich mag Fleisch- und Fischgerichte schon sehr gerne. Unter der Woche bin ich aber meist zu bequem um richtig zu kochen. Da gibt es selten Fleisch/Fisch. Dafür aber je nach Laune samstags/sonntags.
    Fisch kaufe ich meist TK mit MSC Siegel. Fleisch bei Edeka an der Theke.
    Wurstprodukte das ich fast täglich. Kaufe abgepackt, aber nicht die Billigprodukte.
    Eier und Milch kaufe ich Bio.

    Komplett verzichten könnte ich nicht. Selten, vor allem während der Periode, habe ich auch richtigen Fleischhunger.

  13. Fresher
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    AW: fleischkonsum

    Zitat Zitat von aline Beitrag anzeigen
    ...wie handhabt ihr das? wie häufig esst ihr fleisch?

    esst ihr fleisch völlig ohne nachzudenken, weil es dazu gehört? oder nur wenn ihr wirklich lust drauf habt? oder zu besonderen anlässen?
    Seit ca. 6 Monaten lebe ich vegetarisch. Vorher habe ich recht wenig Fleisch gegessen. Ich war noch nie der große Fan von Fleisch und habe auch nie darauf bestanden. Wenn es da war, habe ich es gegessen, ohne darüber nachzudenken.

    Ein Kollege erzählte mir, dass sich seine Gesundheit verbessert hat, nachdem er aufgehört hat, Fleisch zu essen. Das wollte ich für mich auch ausprobieren. Letzten Endes haben ein paar Filme, die die Realität der Massentierhaltung darstellen, den Grund gegeben, wieso ich mich vegetarisch ernähre.
    Ich betone allerdings immer, dass es meine persönliche Entscheidung ist. Mein Mann kann machen, was er will. Ihm möchte ich nichts vorschreiben. Wichtig ist mir nur, dass er beim Kochen auf mich Rücksicht nimmt. Das tut er. Und somit ist alles okay.

  14. Enthusiast Avatar von jadore
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    AW: fleischkonsum

    ich habe von 18 bis etwa 23 ausschließlich vegetarisch gegessen, ich wollte damals ein politisches statement setzen bzw. befand es auch einfach für falsch, etwas zu konsumieren, dessen überproduktion direkt für tierleid verantwortlich ist und auch mit umweltzerstörung und vor allem dem hunger anderer menschen in verbindung gebracht werden kann.
    in den vergangenenen jahren hat sich meine einstellung jedoch ziemlich gelockert, ich bin nicht mehr so dogmatisch und esse ab und zu fleisch, jedoch habe ich jahrelang keines selbst zubereitet (weil ich es auch einfach nie gelernt hatte und mich auch ein bisschen davor ekelte). dh ich habe ab und zu mal im restaurant welches gegessen, aber durchschnittlich nie mehr als einmal die wochen und auch wochenlang gar nicht.
    ich stehe mittlerweile aber auch einer verzichtsethik, die die volle verantwortung auf das individdum schiebt, eher kritisch gegenüber - auch wenn ich eine gewisse mitverantwortung nicht von der hand weisen würde.

    wenn die tiere wirklich unter guten bedingungen leben und sterben würden (was sich wohl nur mit einer kompletten umkremplung unseres wirtschafts- und produktionssystems erreichen ließe, in dem auch die essgewohnheiten andere werden), dann hätte ich insgesamt kein moralisches problem damit, ab und zu fleisch zu konsumieren. ich habe also weniger ein problem mit dem tod des tieres, als mit den schlechten bedingungen, unter denen es bis dahin meistens leben muss.
    mittlerweile koche ich sogar manchmal mit fleisch, versuche dann aber immer fleisch aus artgerechter tierhaltung zu nehmen, und esse auch nie mehr als einmal die woche fleisch - das aber auch aus gesundheitlichen und finanziellen gründen.
    Geändert von jadore (15.04.2019 um 09:59 Uhr)

  15. V.I.P. Avatar von felissi
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    AW: fleischkonsum

    ich esse fleisch, fisch, wurst und tierische produkte. ich achte meistens auf bio & herkunft, aber da ist noch luft nach oben, vor allem wenn ich auswärts esse.
    hähnchen vom grillwagen/döner/tk.produkte mit fleisch oder ähnliches reizen mich gar nicht. im gegenteil. da graust es mir etwas. auch merke ich bei hochwertigem fleisch nicht, dass es mir schwer im magen liegt oder so. allerdings geht es mir allgemein seit dem fasten insgesamt besser und dieses gefühl möchte ich beibehalten.
    ich habe rund 3 wochen gefastet und auf tierische produkte verzichtet. dabei habe ich festgestellt, dass ich durchaus großen guster auf fleisch/fisch/eier/käse/schinken entwickelt habe. nicht täglich und ständig, aber halt doch guster drauf. ich habe das fasten zum anlaß genommen, mein konsumverhalten diesbezüglich weiter zu hinterfragen.
    ich habe jetzt mehr ideen für vegetarische/vegane rezepte und versuche, auch aus gesundheitlichen gründen, nicht so viele tierische produkte zu essen. erstazprodukte sind allerdings nicht so mein fall.

    ich mag alines ansatz zur ganzheitlichkeit in bezug auf nachhaltigkeit und konsumverhalten. ich lese gerade auch viel dazu und finde für mich lösungen und neue ansätze. milch an sich kann ich gut durch mandelmilch ersetzen oder weglassen. ich hole mir auch gaz gern bei bym tipps.

    Zitat Zitat von aline Beitrag anzeigen
    danke übrigens für eure ganzen antworten! bym is(s)t ja ohnehin sehr bewusst und wenig fleisch (damit habe ich gerechnet), aber gerade deshalb interessiert mich euer umgang damit
    hm, ich bin mir da nicht ganz sicher. manchmal frage ich mich, ob es einfach sein kann, dass sich die fleischesserInnen nicht so oft zu wort melden diesbezüglich. keie ahnung, ist nur so ein gedanke.

    Zitat Zitat von ambi Beitrag anzeigen
    ...

    Kind und Freund essen gerne Fisch, da esse ich dann eben mit, "weil ich muss", oft - wie bei Rind/Schwein/Lamm auch - obwohl ich mich eigentlich ekel. [Das klingt jetzt bestimmt auch hinterfragungswürdig, ich hatte nur in der Vergangenheit schon genug Streits mit meinem Freund deswegen, die mich zusätzlich noch getriggert haben (hatte früher Essstörungen und kann dann für den Moment bis zu Stunden gar nicht mehr essen).]
    ...
    ich denke, ich könnte das nicht - etwas essen, vor dem es mich ekelt. hut ab
    das einzig beständige im leben ist die veränderung

  16. Member Avatar von Anin
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    AW: fleischkonsum

    Ich esse sehr wenig Fleisch, habe schon länger darüber nachgedacht, ob es nicht konsequenter wäre, ganz vegetarisch zu leben. Aktuell esse ich Fleisch zu besonderen Anlässen und wenn ich weiß, wo es her kommt, d.h. z.B. an Weihnachten oder Ostern bei meinen Eltern. Finde es auch lecker. Bewusster Umgang mit Fleischkonsum kam schon von zu Hause, d.h. es gab selten Fleisch und meine Eltern besorgen dieses dann z.B. auf dem Wochenmarkt beim Hof/Metzger des Vertrauens. Ich selbst kaufe nie Fleisch und finde es auch eklig, dieses zuzubereiten. Einen Döner oder abgepacktes im Supermarkt spricht mich auch nicht an. Finde viele fleischlose Alternativen gleich lecker/attraktiv.

    Ich denke darüber nach, ob es jetzt wahnsinnig viel positiven Einfluss hat, wenn ich persönlich die 5 Mal im Jahr kein Fleisch esse. Oder, wie schon angesprochen lieber in anderen Bereichen noch mehr auf Nachhaltigkeit zu achten (z.B. mehr plastikfrei/Müllreduktion, Flugreisen etc.). Manchmal überfordert mich das alles aber auch etwas, muss ich zugeben. z.B.: kein Palmöl, kein Plastik, oh je Mikroplastik, kein Fleisch, oh, aber Milch ist auch böse, Eier...gehen gar nicht usw.
    Geändert von Anin (15.04.2019 um 10:20 Uhr)

  17. Member Avatar von lunacy84
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    AW: fleischkonsum

    Ich bin schon seit mehreren Jahren vegan und vermisse weder Fleisch noch andere tierische Produkte. Gut, einmal hat ein Bekannter frischen Lachs aus Norwegen mitgebracht, der dann von allen so bejubelt wurde so dass ich wissen wollte ob ich was verpasse... Aber: hat eklig geschmeckt!

    Ich lebe vegan weil ich nicht will, dass andere fuer mein Essen leiden. Weder die Tiere noch die billigen Arbeiter aus Rumänien etc... Die Industrie ist einfach zu krass.
    Nachhaltigkeit ist natuerlich aus ein Aspekt, ich versuche jedoch generell so nachhaltig wie möglich zu leben.
    Naja und gesundheitlich geht's uns auch ganz gut seit wir vegan leben. Wir sind nicht mehr so oft krank, die Allergien von meinem Mann sind weg. Meine Kinder sind seltenst krank, obwohl regelmäßig die halbe Kiga Gruppe von ner Seuche befallen ist. (Ob das jetzt mit vegan zu tun hat, weiss ich nicht. Ich sehe nur dass es anscheinend gesundheitlich so passt, wie wir leben.)

  18. Regular Client Avatar von Stina
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    AW: fleischkonsum

    Zitat Zitat von felissi Beitrag anzeigen
    hm, ich bin mir da nicht ganz sicher. manchmal frage ich mich, ob es einfach sein kann, dass sich die fleischesserInnen nicht so oft zu wort melden diesbezüglich. keie ahnung, ist nur so ein gedanke.
    Ich vermute, dass der Eindruck da ähnlich verfälscht ist wie beim Thema Milch - da dachten ja neulich auch manche, dass kaum eine Bymse (mehr) Kuhmilch trinkt.

  19. Stranger Avatar von Kokosring
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    85

    AW: fleischkonsum

    Ich esse Fleisch, wenn ich auch versuche es zu vermeiden. Mein Hauptanliegen ist aber eher die Nachhaltigkeit als das Tierwohl. (Also das Tierwohl ist mir nicht unwichtig, geht aber nicht so weit, zu sagen, dass ich gar kein Fleisch/keine tierischen Produkte essen möchte, auch wenn es Wild/bio/etc ist).
    In der Kantine möchte ich eigentlich gar kein Fleisch essen, da ich mir sicher bin, dass das nicht aus guter Haltung kommt. Das ist nicht immer einfach zu realisieren, aber Ausnahmen mache ich nur sehr selten. Zuhause klappt es mal besser, mal schlechter, idR ist aber nur eine Mahlzeit pro Woche mit Fleisch.
    Auswärts esse ich schon Fleisch. Das kommt aber nicht so häufig vor.
    Ich würde mir selber manchmal etwas mehr Konsequenz von mir wünschen.

  20. V.I.P. Avatar von felissi
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    AW: fleischkonsum

    Zitat Zitat von Stina Beitrag anzeigen
    Ich vermute, dass der Eindruck da ähnlich verfälscht ist wie beim Thema Milch - da dachten ja neulich auch manche, dass kaum eine Bymse (mehr) Kuhmilch trinkt.
    genau, das denk ich auch.
    das einzig beständige im leben ist die veränderung

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