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  1. Member

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    Glücklich Kochen mit (oder eher ohne?) den Partner

    Sorry für den Schreibfehler im Titel, ich kann ihn leider nicht editieren.

    Bin überrascht, dass es noch keinen Thread gibt zum Kochen und Essen mit dem Partner und den damit manchmal verbundenen Widrigkeiten.
    Wir wohnen auch noch nicht sooo ewig zusammen, deswegen muss ich meinen Umgang damit noch lernen.

    Besonders in Corona-Zeiten ohne Kantinen kommt ja einiges zum Vorschein, womit man sich neu arrangieren muss...

    Ausgangssituation (vereinfacht) bei uns:
    - Er: Wurst mit Pommes, Schinken-Brot mit dick Mayo-Schicht, gerne Kantine, isst sehr schnell und leidenschaftslos
    - Ich: Granatapfel-Kicherebsen-Salat, liebe experimentelles Kochen und zelebriere Essen - perfektionistisch bin ich gar nicht, aber verlasse den Supermarkt erst, wenn ich alle Produkte einmal gesehen hab (auch schlimm, ich weiß )

    Ich weiß, dass ihm dieses Thema einfach NULL wichtig ist. Man muss ja nicht jedes Hobby teilen.
    Ich motze seit wir zusammen sind nie, koche selten und kaum Gemüse, esse öfter mit ihm Brot, Kekse, gut-und-günstig-Käsescheiben auf Toast und hab Glück, dass ich, seit wir zusammenleben nur 2 kg zugenommen habe.
    Er probiert auch mal "diese grünen Runden" (=Rosenkohl ) mir zuliebe und würgt sie brav runter.
    Er ist Einzelkind und hat zu Essen bekommen, was er mochte - und das war halt nie Gemüse. Dafür kann er auch nicht wirklich was, und er fordert es ja auch nicht von mir, dass ich ihm Schweinebraten auftische (obwohl es ihn sicher sehr glücklich machen würde.)

    Ohne Corona isst er sehr gerne in der Kantine, sonst Brot. Wenn wir kochen, dann Pizza, Spaghetti Bolognese in zwei Töpfen (mit und ohne Fleisch) , Fischstäbchen mit Kartoffelbrei, Bratkartoffeln, Spiegelei. Ende des Repertoires. Immerhin gibt es eines.

    Trotzdem ist mir persönlich Essen ja noch wichtig - und ein schlechter Tag, an dem ich abends einen leckeren Teller Nudeln hatte, war für mich ein guter Tag.

    Und so hoffe ich weiter, dass wir gemeinsam kochen oder er zumindest meine Sachen probiert und sie ihm vielleicht sogar schmecken... Ich weiß zum Beispiel, dass er Gemüse und Obst nie selbst kaufen würde (krasse gelegentliche Ausnahme, die für ihn einer Diät gleichkommt: TK-Erbsen).

    Gestern hab ich trotzdem freudig wie ein Kleinkind Spargel und Rhabarber geholt und extra Zutaten besorgt, die für ihn passen, damit es nicht zuuuu spargelig und zuuu rhabarberig wird.

    Ich gerade fröhlich zu ihm: "Ich weiß, du bist nicht der Riesenfan - aber ich würde heute Abend Pasta mit Spargel machen und ein leckeres Rhabarber-Dessert." Ihm entfuhr ein: "Uääh!"
    Danach hat er sich kleinlaut entschuldigt. Er dachte, das sei ein Scherz gewesen.


    Problem:
    1. Ich kenne Kochen und Essen als tolles gemeinsames Hobby aus anderen Beziehungen und Freundschaften und finde schade, wenn man das so gar nicht teilt.
    2. Ich fühl mich doch genötigt, (vermeintlich) leckere Sachen ihm irgendwie nahezubringen.
    3. Wenn ich sehe, wie glücklich er mit einer Currywurst ist, fühle ich mich manchmal schon fast schuldig
    4. Wir wünschen uns ein Baby - und klar werde ich alleine für die Ernährung zuständig sein, das find ich auch nicht so toll - mental load und so.

    Klar kann ich weiter Dinge nur für mich alleine einkaufen, und einfach vor seinen Augen Zeug essen, das er nicht mag. Kochen und essen bewusst zelebrieren, wenn er nicht da ist.
    Ihm einfach nichts mehr anbieten, um dann nicht enttäuscht zu sein. Aber das ist schwierig.

    Vielleicht kann ich mir ein Foodie-Netzwerk aufbauen und das Thema komplett aus der Beziehung rausnehmen.
    Oder ihm mehr Verantwortung übertragen - dass wir öfter doch mal zusammen kochen und vielleicht doch etwas finden. Aber wenn ihn das Thema an sich halt überhaupt nicht interessiert? Will auch nicht die typische Zeigefinger-Vegi-Freundin sein.

    Lösungsansätze?
    Für uns als Team - aber auch für mein eigenes Mindset vor allem.

    Geändert von Okapi (30.04.2020 um 15:42 Uhr)

  2. Foreninventar

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    AW: Glücklich Kochen mit (oder eher ohne?) den Partner

    Ich würde mal sämtliche Lösungsansätze verwerfen, die es als Ziel haben, ihm was „nahezubringen“. Das mit dem Netzwerk ist hingegen eine super Idee, finde ich.

    Koch für dich deine Sachen und wenn er will, soll er mitessen und wenn nicht, muss er sich selber was machen (Hackbraten zb). Und zwischendurch gibt es doch sicher auch ein paar Gerichte, die ihr beide mögt.

    Mit Kind: Joa. Spätestens dann wird er sich eben mit gesunder Ernährung auseinandersetzen müssen. Anders geht es meiner Ansicht nach nicht. Du kannst/willst wohl nicht 18 Jahre lang sämtliche Mahlzeiten für das Kind vorbereiten?

  3. Member

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    AW: Glücklich Kochen mit (oder eher ohne?) den Partner

    Zitat Zitat von cyan Beitrag anzeigen
    Und zwischendurch gibt es doch sicher auch ein paar Gerichte, die ihr beide mögt.
    Ja, die hab ich oben noch editiert.

    Mit Kind: Joa. Spätestens dann wird er sich eben mit gesunder Ernährung auseinandersetzen müssen. Anders geht es meiner Ansicht nach nicht. Du kannst/willst wohl nicht 18 Jahre lang sämtliche Mahlzeiten für das Kind vorbereiten?
    Ich kann mir vorstellen, dass er denkt "die macht das eh, die kennt sich besser aus" und sich eher in der Rolle sieht als der Elternteil, der für die gelegentlichen Sünden wie Wurst und Pommes zuständig ist.

  4. Foreninventar

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    AW: Glücklich Kochen mit (oder eher ohne?) den Partner

    Ach so, zu meiner eigenen Erfahrung: Mein Freund ist eine sehr seltsame Mischung aus experimentierfreudig und extrem heikel. Er hat zb kein Problem mit Sushi oder Muscheln oder anderem, was viele eklig finden. Dafür hasst er so Sachen wie Butter oder Ei.

    Die letzten Jahre haben wir uns eben auf ein Repertoire an Gerichten geeinigt, die wir beide mögen und zwischendurch habe ich immer mal wieder nur für mich gekocht, wenn ich Lust auf was hatte, was er nicht mag.

    Mittlerweile hat sich das irgendwie gewandelt, jetzt kocht meistens er. Seit drei Jahren oder so ist er auf einmal voll der begeisterte Hobby-Koch und mir ist das sehr recht.

    Zu Kindern: Wir haben die Abmachung, dass er es unsere Kinder nicht allzu sehr spüren lässt, wie heikel er wirklich ist. Wenn er etwas nicht mag, nimmt er sich davon einfach nicht, aber Kommentare in die „Wäh!“-Richtung verkneift er sich.

  5. Member

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    AW: Glücklich Kochen mit (oder eher ohne?) den Partner

    Zitat Zitat von cyan Beitrag anzeigen
    Ich würde mal sämtliche Lösungsansätze verwerfen, die es als Ziel haben, ihm was „nahezubringen“.
    Es würde mich irgendwie auch entspannen, wenn ich ihm nichts mehr anbieten würde - das er dann runterwürgt mir zuliebe.
    Ich würde dann lieber eine große Portion für mich zubereiten noch für den nächsten Tag.

    Wäre das überdramatisch, wenn ich ihm das erkläre, dass er gerne immer was haben kann, wenn er mag, dass ich es aber nicht mehr von mir aus anbiete?

  6. Foreninventar

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    AW: Glücklich Kochen mit (oder eher ohne?) den Partner

    Zitat Zitat von Okapi Beitrag anzeigen

    Ich kann mir vorstellen, dass er denkt "die macht das eh, die kennt sich besser aus" und sich eher in der Rolle sieht als der Elternteil, der für die gelegentlichen Sünden wie Wurst und Pommes zuständig ist.
    Ich denke, da helfen nur ganz klare Absprachen. Ich habe mit meinem Freund zb ganz konkret vereinbart, dass unsere Kinder zu den Hauptmahlzeiten nach Möglichkeit immer Kohlenhydrate, Gemüse/Obst und Eiweiß angeboten bekommen. Er musste halt zuerst mal lernen, was da alles dazugehört, aber das ist ja wirklich zu schaffen. (Und logischerweise funktioniert das nicht immer. Unser Sohn isst zb am liebsten Reis ohne alles.)


  7. Foreninventar

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    AW: Glücklich Kochen mit (oder eher ohne?) den Partner

    Zitat Zitat von Okapi Beitrag anzeigen
    Es würde mich irgendwie auch entspannen, wenn ich ihm nichts mehr anbieten würde - das er dann runterwürgt mir zuliebe.
    Ich würde dann lieber eine große Portion für mich zubereiten noch für den nächsten Tag.

    Wäre das überdramatisch, wenn ich ihm das erkläre, dass er gerne immer was haben kann, wenn er mag, dass ich es aber nicht mehr von mir aus anbiete?
    Ja, ich würde es genauso machen.


  8. Member

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    AW: Glücklich Kochen mit (oder eher ohne?) den Partner

    Zitat Zitat von cyan Beitrag anzeigen
    Ach so, zu meiner eigenen Erfahrung: Mein Freund ist eine sehr seltsame Mischung aus experimentierfreudig und extrem heikel. Er hat zb kein Problem mit Sushi oder Muscheln oder anderem, was viele eklig finden. Dafür hasst er so Sachen wie Butter oder Ei.
    Das ist witzig. Und am Anfang wars manchmal bestimmt auch nicht ohne.

    Die letzten Jahre haben wir uns eben auf ein Repertoire an Gerichten geeinigt, die wir beide mögen und zwischendurch habe ich immer mal wieder nur für mich gekocht, wenn ich Lust auf was hatte, was er nicht mag.
    Hat er dann auch Ideen beigesteuert?

    Mittlerweile hat sich das irgendwie gewandelt, jetzt kocht meistens er. Seit drei Jahren oder so ist er auf einmal voll der begeisterte Hobby-Koch und mir ist das sehr recht.
    Darauf will ich mal lieber nicht hoffen Aber eine großartige Entwicklung.

    Zu Kindern: Wir haben die Abmachung, dass er es unsere Kinder nicht allzu sehr spüren lässt, wie heikel er wirklich ist. Wenn er etwas nicht mag, nimmt er sich davon einfach nicht, aber Kommentare in die „Wäh!“-Richtung verkneift er sich.
    Das ist gut. Und wie macht ihr es mit der Zubereitung?

    Ps. Hab noch keine Erfahrung mit Mutterschaft - aber kann man es so aufteilen, dass einer verantwortlich ist für das, was reingeht (Essen) und der andere für das, was rausgeht (Wickeln)? Wahrscheinlich nicht.

  9. Foreninventar

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    AW: Glücklich Kochen mit (oder eher ohne?) den Partner

    Zitat Zitat von cyan Beitrag anzeigen
    Ich denke, da helfen nur ganz klare Absprachen. Ich habe mit meinem Freund zb ganz konkret vereinbart, dass unsere Kinder zu den Hauptmahlzeiten nach Möglichkeit immer Kohlenhydrate, Gemüse/Obst und Eiweiß angeboten bekommen. Er musste halt zuerst mal lernen, was da alles dazugehört, aber das ist ja wirklich zu schaffen. (Und logischerweise funktioniert das nicht immer. Unser Sohn isst zb am liebsten Reis ohne alles.)
    Ach so und: Natürlich gehört sowas wie Pommes auch mal dazu. Aber da solltet ihr euch halt vorher einigen, wie oft das sein darf/soll.

    Wir haben zb ausgemacht, dass es bei uns Fanta nur gibt, wenn 1. ein besonderer Anlass ansteht (Geburtstag), 2. jemand krank ist und es sich wünscht oder wir 3. essen gehen. (Kind und Freund lieben Fanta.)


  10. Member

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    AW: Glücklich Kochen mit (oder eher ohne?) den Partner

    Zitat Zitat von cyan Beitrag anzeigen
    Ich denke, da helfen nur ganz klare Absprachen. Ich habe mit meinem Freund zb ganz konkret vereinbart, dass unsere Kinder zu den Hauptmahlzeiten nach Möglichkeit immer Kohlenhydrate, Gemüse/Obst und Eiweiß angeboten bekommen. Er musste halt zuerst mal lernen, was da alles dazugehört, aber das ist ja wirklich zu schaffen. (Und logischerweise funktioniert das nicht immer. Unser Sohn isst zb am liebsten Reis ohne alles.)
    Du hast völlig recht, es kann durchaus sein, dass er sich damit noch nie auseinandergesetzt hat. Dass und warum man verschiedene Bestandteile des Essens braucht. (Ich mich ehrlich gesagt auch nicht, ich esse einfach sehr gerne Gemüse, schon immer :freak: )

    Dass Kinder (phasenweise oder länger) oft nur eins essen wie euer Sohn, hört man ja häufig.

  11. Member

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    AW: Glücklich Kochen mit (oder eher ohne?) den Partner

    Zitat Zitat von cyan Beitrag anzeigen
    Ach so und: Natürlich gehört sowas wie Pommes auch mal dazu. Aber da solltet ihr euch halt vorher einigen, wie oft das sein darf/soll.

    Wir haben zb ausgemacht, dass es bei uns Fanta nur gibt, wenn 1. ein besonderer Anlass ansteht (Geburtstag), 2. jemand krank ist und es sich wünscht oder wir 3. essen gehen. (Kind und Freund lieben Fanta.)
    Klar. Ich bin da jetzt auch null militant und esse selber dauernd Schokolade und jeden Tag eine Käse-Laugen-Stange bei der Arbeit. Also, ich finde mich normal. Er würde dagegen vermutlich sagen, ich bin sehr gesundheitsbewusst.

  12. Foreninventar

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    AW: Glücklich Kochen mit (oder eher ohne?) den Partner

    Zitat Zitat von Okapi Beitrag anzeigen
    Das ist witzig. Und am Anfang wars manchmal bestimmt auch nicht ohne.


    Hat er dann auch Ideen beigesteuert?
    Ja, das schon. Macht dein Freund das nicht?

    Das ist gut. Und wie macht ihr es mit der Zubereitung?
    Wenn wir beide zuhause sind, kocht mittlerweile zu 90% er.
    Ps. Hab noch keine Erfahrung mit Mutterschaft - aber kann man es so aufteilen, dass einer verantwortlich ist für das, was reingeht (Essen) und der andere für das, was rausgeht (Wickeln)? Wahrscheinlich nicht.
    Klar geht das. Wenn du das so praktischer findest
    (Aber der Freund wird halt auch hin und wieder mal mit dem Kind allein sein.)


  13. Foreninventar

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    AW: Glücklich Kochen mit (oder eher ohne?) den Partner

    Zitat Zitat von Okapi Beitrag anzeigen
    Du hast völlig recht, es kann durchaus sein, dass er sich damit noch nie auseinandergesetzt hat. Dass und warum man verschiedene Bestandteile des Essens braucht. (Ich mich ehrlich gesagt auch nicht, ich esse einfach sehr gerne Gemüse, schon immer :freak: )
    Für meinen Freund war einfach schwierig einzuschätzen, was jetzt eine halbwegs ausgewogene Mahlzeit ist und deswegen haben wir da oft aneinander vorbei geredet. Aber seit ich Schwangerschaftsdiabetes hatte und sehr auf meine Ernährung habe achten muss, kennt auch er sich besser aus.


  14. Member

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    AW: Glücklich Kochen mit (oder eher ohne?) den Partner

    Zitat Zitat von cyan Beitrag anzeigen
    Ja, das schon. Macht dein Freund das nicht?
    Nein, für ihn ist "Essen zubereiten" einfach kein Bedürfnis. Ich tu mir da manchmal auch schwer, ich hab halt einfach mal Lust auf Kartoffelsalat und schau dann, wie das geht - das hat er nie.
    Ihm reicht ein Brot mit Käse (und Mayo).

    Ich habe noch eine Frage. Hat dein Freund dann Interesse gezeigt, was man bei Kindern so "beachten" sollte oder hast du ihm das einfach erzählt, was du wichtig findest und er dann mitgemacht?

  15. Member

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    AW: Glücklich Kochen mit (oder eher ohne?) den Partner

    Zitat Zitat von cyan Beitrag anzeigen
    Für meinen Freund war einfach schwierig einzuschätzen, was jetzt eine halbwegs ausgewogene Mahlzeit ist und deswegen haben wir da oft aneinander vorbei geredet. Aber seit ich Schwangerschaftsdiabetes hatte und sehr auf meine Ernährung habe achten muss, kennt auch er sich besser aus.
    Ah, das beantwortet auch schon meine nächste Frage.

    Und zu den Ideen, die er (nicht) beisteuert:
    Das stimmt eigentlich nicht, was ich gesagt habe - er schlägt häufig Sachen wie Fischstäbchen, Fertigkartoffelpüree, Pizza (Dr.Oetker) vor. Ihm schmeckt das einfach und daher sieht er keine Notwendigkeit, Neues - viel Aufwändigeres - auszuprobieren.

    Wenn ich Fleischesserin wäre, würde ich ihn vielleicht mehr inspirieren, aber unsere Geschmäcker sind wirklich unterschiedlich.

  16. Foreninventar

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    AW: Glücklich Kochen mit (oder eher ohne?) den Partner

    Zitat Zitat von Okapi Beitrag anzeigen
    Nein, für ihn ist "Essen zubereiten" einfach kein Bedürfnis. Ich tu mir da manchmal auch schwer, ich hab halt einfach mal Lust auf Kartoffelsalat und schau dann, wie das geht - das hat er nie.
    Ihm reicht ein Brot mit Käse (und Mayo).
    Interessiert er sich nur für die Zubereitung nicht oder auch nicht für das Essen selber? Also geht er zb gerne essen?


    Ich habe noch eine Frage. Hat dein Freund dann Interesse gezeigt, was man bei Kindern so "beachten" sollte oder hast du ihm das einfach erzählt, was du wichtig findest und er dann mitgemacht?
    Hm, ich habe ihm weitergegeben, was ich so über Ernährung für Kinder gelesen habe, dafür hat er sich zb schlau gemacht, wie und was man am besten dampfgart und einfriert und war vor allem beim ersten Kind auch für das äh Brei-Meal-Prepping zuständig (also Dampfgaren, pürieren, einfrieren).


  17. Foreninventar

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    AW: Glücklich Kochen mit (oder eher ohne?) den Partner

    Zitat Zitat von Okapi Beitrag anzeigen

    Und zu den Ideen, die er (nicht) beisteuert:
    Das stimmt eigentlich nicht, was ich gesagt habe - er schlägt häufig Sachen wie Fischstäbchen, Fertigkartoffelpüree, Pizza (Dr.Oetker) vor. Ihm schmeckt das einfach und daher sieht er keine Notwendigkeit, Neues - viel Aufwändigeres - auszuprobieren.

    Wenn ich Fleischesserin wäre, würde ich ihn vielleicht mehr inspirieren, aber unsere Geschmäcker sind wirklich unterschiedlich.
    Hm, verstehe. Und wenn ihr (gemeinsam?) echtes Kartoffelpüree und eigenen Pizzateig macht, schmeckt ihm das dann nicht? Oder ist er dann nur genervt vom „Aufwand“?

    Andere Frage: Macht DIR das kochen denn Spaß?


  18. Ureinwohnerin

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    AW: Glücklich Kochen mit (oder eher ohne?) den Partner

    Bei uns ist es andersherum. Wir wohnen aber nicht zusammen.
    Sprich: ich koche sehr ungern und muss auch einfach nicht täglich warm essen; er liebt kochen und geht dadrin völlig auf.
    Wir machen halt einfach Kompromisse. Meist kocht er, weil er mehr Spaß dran hat. Ich wasche ab, schnippel mal Gemüse o.ä.; alle paar Monate koche ich für ihn; wir essen häufiger einfach getrennt, auch wenn wir den Abend zusammen verbringen. Das passt auch gut, weil wir eigentlich eh zu unterschiedlichen Zeiten essen.

    Was die Lebensmittel selbst angeht ist es ähnlich. Er hat wenig Geld zur Verfügung und kauft eher so den Billigkram. Ich gehe gerne mal in den Bioladen und kaufe fancy Mozzarella für den Salat oder so. Aber das hält sich dann halt die Waagschale und ich finde es okay.
    Im Rausch der Liebe ist Wahnsinn immer süß.

  19. Member

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    AW: Glücklich Kochen mit (oder eher ohne?) den Partner

    Zitat Zitat von cyan Beitrag anzeigen
    Interessiert er sich nur für die Zubereitung nicht oder auch nicht für das Essen selber? Also geht er zb gerne essen?
    Er geht schon gerne essen und auch gerne in die Kantine, aber nimmt häufig die selben Gerichte, die er schon kennt und er isst sehr schnell. Also ihm geht's eher drum, satt zu werden. Oft frage ich ihn auch beim Essengehen, ob es schmeckt, weil er es meistens kommentarlos runtermampft. Ich dagegen feier das Essen schon ziemlich ab, die Konsistenz, die Kombination, die Gewürze...

    Hm, ich habe ihm weitergegeben, was ich so über Ernährung für Kinder gelesen habe, dafür hat er sich zb schlau gemacht, wie und was man am besten dampfgart und einfriert und war vor allem beim ersten Kind auch für das äh Brei-Meal-Prepping zuständig (also Dampfgaren, pürieren, einfrieren).
    Oha! Dampfgaren... Oh Gott, sowas kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen bei meinem Freund.

  20. Member

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    AW: Glücklich Kochen mit (oder eher ohne?) den Partner

    Zitat Zitat von phaenomenal Beitrag anzeigen
    wir essen häufiger einfach getrennt, auch wenn wir den Abend zusammen verbringen. Das passt auch gut, weil wir eigentlich eh zu unterschiedlichen Zeiten essen.
    Magst du das mal genauer erklären? Finde ich cool, dass ihr euch nicht den Druck macht, als Pärchen, das sich nicht dauernd sieht, dann zusammen kochen zu müssen.

    Wie ist es mit unterschiedlichen Essensvorlieben bei euch?
    Geändert von Okapi (30.04.2020 um 16:44 Uhr)

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