+ Antworten
Ergebnis 1 bis 3 von 3
  1. Addict Avatar von sleepaholik
    Registriert seit
    10.07.2006
    Beiträge
    2.014

    Betreuung durch Doktorvater/-mutter

    Mich würde mal ganz konkret interessieren, wie sehr ich von eurer/m Doktormutter/-vater betreut wurdet und was ihr darunter versteht, weil ich mich gerade so sehr über meinen eigenen DV ärgere.
    Ich stehe eigentlich kurz vor Abgabe, es ist soweit alles geschrieben, es fehlt nur noch Einleitung und Fazit plus noch einmal abschließende Korrekturen. Ich habe meinem DV über die Jahre immer mal wieder Kapitel geschickt (insgesamt 9), wir haben uns über eins unterhalten. Und das war eher weniger ergiebig, eher so: "Hier hast du ein Komma vergessen." Aber keine inhaltlichen Sachen. Jetzt habe ich ihn gefragt, ob wir uns mal über die restlichen Kapitel vor meiner Abgabe unterhalten können. Dem hat er grundsätzlich zugestimmt, aber er hat angeblich im Moment so viel zu tun, dass er keine Zeit für mich hat. Ich habe also, etwa 2-3 Monate vor Abgabe, überhaupt keine Ahnung, wo ich stehe, ob das einigermaßen gut ist, was ich gemacht habe, weil es z.B. auch keine Kolloquien oder Sozietäten o.ä. von ihm gibt. Und Tagungen zu meinem Thema habe ich auch keine gefunden.
    Ich sehe immer nur meine Kollegen aus anderen Fachbereichen, die sich etwa alle zwei Wochen mit ihren BetreuerInnen zusammensetzen und über die Arbeit sprechen. Und da wird auch mal nachgefragt, wann denn das nächste Kapitel kommt. Und ich ärgere mich so über meinen DV, weil er mich die ganze Zeit nicht betreut hat, es meiner Meinung nach aber jetzt mal in den letzten paar Wochen tun könnte. Immerhin wäre ich seine erste Doktorandin, die wirklich abschließt, von daher denke ich, dass er doch auch ein Interesse daran hätte. Ach, ich bin gerade so gefrustet und unmotiviert, das ganze überhaupt abzuschließen. Und enttäuscht von seinem Desinteresse.
    Habt ihr vielleicht Tipps, wie ich wirklich mal ein konstruktives Gespräch suchen kann? Ich gehe alle paar Tage zu ihm und frage, ob er nun zeit hat, aber immer wieder werde ich vertröstet...

    PS: Ach so, es geht um eine Geisteswissenschaft...
    If there's nothing left to burn, you have to set yourself on fire

  2. Alter Hase Avatar von ~snow06~
    Registriert seit
    03.07.2008
    Beiträge
    7.389

    AW: Betreuung durch Doktorvater/-mutter

    Sleepaholik, bei mir ist die Situation gaaanz anders, weil ich nicht in der Stadt wohne, in der die Uni ist, an der ich promoviere. Aber was mich an deinem Beitrag gewundert hat: Hast du denn keinen zweiten Doktorvater/keine zweite Doktormutter bzw. wenn du die nicht hast, wer ist denn dein Zweitkorrektor und warum wendest du dich nicht an ihn/ sie?
    כל המקומות שבהם היית
    עולמות שראית וגילית
    כל השאלות שבדרך שאלת
    לפעמים לא העזת לגלות

    אורות מהבהבים
    בשתי שניות
    חולפים חיי אל מול עיני
    קולות מזמן אחר
    הלב אומר להתעורר מהר

    אורות - אברהם טל

  3. Urgestein Avatar von durga
    Registriert seit
    01.01.2004
    Beiträge
    8.943

    AW: Betreuung durch Doktorvater/-mutter

    Ist das üblich, dass die/der Zweite involviert ist? Kenn ich in meinem Umfeld (Medizin, Naturwissenschaften inkl. Psychologie, Jura) gar nicht. Wer das überhaupt sein wird/ist erfahren wir tw. erst mit der Ladung zur Disputation, wird auch nicht früher festgelegt.

    Zur Betreuung, ich kenn im Umfeld alles von total kontaktarm und in engagiert/schlecht verfügbar bis engmaschigen Kontakt und einmal im Monat Kolloquium. Und auch, gerade bei klinisch tätigen starke Fluktuation, je nach Dienstbelastung etc..
    Das, was Du beschreibst, sleepaholik, klingt ja schon sehr unbefriedigend, aber daran ist ja nun nicht mehr viel zu ändern... Ich würde ihm da jetzt ein bisschen Druck machen, anders scheint das nicht machbar.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •