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  1. Ureinwohnerin Avatar von lil..
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    Regelungen Studium + Arbeiten - wer kennt sich aus?

    Leute; ich wollte mich auf die Suche nach (einem) neuen Job(s) machen, um während meinem Zweitstudium nicht mehr faustbreit unter der Armutsgrenze rumzudümpeln, mich dann endlich mal aufs Studieren konzentrieren zu können (statt permanent Geldsorgen) und außerdem mit Ü30 auch mal den Fuß in eine "Karriere" zu bekommen - aber irgendwie gestaltet sich das ziemlich schwierig.
    Ich habe bis jetzt neben dem Studium als Freiberufler gearbeitet, aber eigentlich will ich das nicht mehr (zumindest nicht ausschließlich); ich wollte lieber "was festes"; an der Uni oder an einem Institut wäre schön. Meine Krankenversicherung zahle ich btw selbst; 19,7% vom Einkommen.

    Naja, und eigentlich wollte ich nur herausfinden, ob es sinnvoll ist, mich als Werkstudent zu bewerben oder als studentische Hilfskraft an der Uni oder die mich eh nicht nehmen; weil ich ja a.) schon einen Hochschulabschluss habe und b.) mehr als 20 Stunden die Woche arbeiten will, weil mit weniger Stunden verdiene ich bei den Stundensätzen einfach zu wenig Geld, um meine laufenden Kosten zu decken.

    Inzwischen hab ich fast 10 Instanzen durch (u.a. diverse Beratungsstellen an der Uni, von der Krankenkasse, eine Personalerin aus der Wirtschaft, zwei Personalabteilungen innerhalb der Uni, Finanzamt, etc.); und irgendwie sagt jeder was anderes.

    Hier ein paar der 'Informationen' die ich bekommen habe:
    - wenn man als Student mehr als 20 Stunden die Woche arbeitet, wird man exmatrikuliert
    - man kann als Werkstudent in einer Firma maximal 20 h/W arbeiten; aber insgesamt so viel wie man will
    - der Uni ist es "scheissegal", wie viele Stunden man insgesamt arbeitet und die haben eh keine Möglichkeit, das zu erfahren
    - "die in Kassel" melden der Uni, wenn man insgesamt mehr als 20 Stunden pro Woche arbeitet und dann kann man sich zum nächsten Semester nicht mehr rückmelden
    - wegen meinem Abschluss aus dem ersten Studium würde ich bei tarifgebundenen Jobs (Uni, Institute, etc) in einen höheren Tarif eingestuft werden und da haben viele keinen Bock drauf / kein Geld für; von daher ist Bewerben sinnlos
    - in welchen Tarif sie mich einstufen, ist deren Sache. Könnte auch nach dem aktuellen Studium gehen; einfach probieren
    - wenn man als Student insgesamt mehr als 20 Stunden die Woche arbeitet, müssen alle Arbeitgeber, für die man arbeitet, Sozialversicherungsbeiträge für einen bezahlen
    - wenn man als Student insgesamt mehr als 20 Stunden die Woche arbeitet, zahlt man alle seine Sozialversicherungsbeiträge selbst
    - man kann als Student auch Vollzeit arbeiten (ist das sozialversichert über den Arbeitgeber der Vollzeitstelle)
    - man kann als Student auch Teilzeit arbeiten (ist das sozialversichert über den Arbeitgeber der Teilzeitstelle)
    - wenn man an der Uni arbeitet (als studentische Hilfskraft), darf man sonst keine Jobs mehr haben
    - wenn man an der Uni arbeitet (als studentische Hilfskraft), kann man noch andere Jobs haben, solange es insgesamt nicht über 80 Stunden im Monat sind
    - man kann eigentlich so viel und in so vielen Stellen arbeiten wie man will; solange man höchstens 80h/Monat werktags-tagsüber arbeitet und versichert, dass man den Rest abends/am Wochenende macht
    - da ich über 30 bin und meine Krankenversicherung selbst zahle, ist das alles schnuppe und ich kann machen was ich will

    ach ja, und was ist eigentlich dieser "Studentenstatus" und warum sollte der mir wichtig sein (anscheinend kann man ihn nämlich durch Arbeit verlieren; aber was passiert denn da schlimmes)?


    ---> jeeeedenfalls. Kann mir BITTE irgendjemand sagen, was davon nun stimmt und was nicht und wie das alles nun wirklich ist und wie ich das am besten mache?! Ich steh hier echt vor ner Wand, dabei war ich SOOO motiviert loszulegen; es ist so frustrierend. Thanks.

    (ahja und bitte nicht komplett zitieren, danke)


  2. V.I.P. Avatar von gewitter
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    AW: Regelungen Studium + Arbeiten - wer kennt sich aus?

    Ich arbeite seit längerem über 20 Stunden die Woche, an zwei verschiedenen Unis. Hat nie jemanden interessiert. Also klar: ich bin jetzt tutto Kompletto sozialversicherungspflichtig und vom brutto gehen die vollen Abzüge runter.
    "Es gibt keine harmlosen Zivilisten."

  3. V.I.P. Avatar von Nachtkerze
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    AW: Regelungen Studium + Arbeiten - wer kennt sich aus?

    der studentenstatus ist in erster linie für die krankenversicherung wichtig. da du vermutlich aufgrund deines alters eh nicht mehr studentisch krankenversichert bist, kann dir das also egal sein.

    an deiner stelle würde ich mir eine voll- oder teilzeitstelle suchen, irgendwas über 450 € auf jeden fall, wo sich dein arbeitgeber ganz normal an krankenkassenbeiträgen beteiligt, sozialversicherungsbeiträge zahlt etc.
    arbeitgeber stellen studierende gerne als werkstudenten ein, weil sie dann selbst eben abgaben sparen (da greift dann diese 20 stunden pro woche im semester-regelung). das nützt aber eher denen als dir, also könntest du dir überlegen, dein studium dem ag gegenüber zu verschweigen. der erfährt nicht, dass du eingeschrieben bist, die uni aber auch nicht, wieviel zu arbeitest.

  4. Ureinwohnerin Avatar von lil..
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    AW: Regelungen Studium + Arbeiten - wer kennt sich aus?

    @gewitter: Als was bist du denn an den Unis? Man hat mir gesagt, dass wäre nur bei den wissenschaftlichen Mitarbeitern egal, alle "darunter" dürften höchstens 80h im Monat.


  5. Ureinwohnerin Avatar von lil..
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    AW: Regelungen Studium + Arbeiten - wer kennt sich aus?

    @Nachtkerze

    ja, Teilzeit wäre ideal; aber ich hab echt jahrelang gesucht und nichts gefunden. Bei mir war das auch noch so, dass ich ja auch schon länger selbstständig war und wenn ich mich auf Teilzeit beworben habe, hieß es dann beim Vorstellungsgespräch "oh, dann geht das ja auch auf Rechnung *dollarzeichenaugen*" -

    Ich seh in Teilzeit auch nicht wirklich was, was mich in eine Karriereschiene bringen würde; also hab ich das aufgegeben und wollte es als Werkstudent oder HiWi versuchen und mich dann halt hoch- bzw reinarbeiten. Aber da gibts jetzt diese 20h-Problematik...


  6. V.I.P. Avatar von gewitter
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    AW: Regelungen Studium + Arbeiten - wer kennt sich aus?

    Achso, angestellt bin ich nicht an der Uni (da hab ich zwar nen Lehrauftrag, den aber auf Honorar Basis), angestellt bin ich woanders. Ich glaube ich hab zu sehr quergelesen.
    "Es gibt keine harmlosen Zivilisten."

  7. Regular Client Avatar von shine.on.
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    AW: Regelungen Studium + Arbeiten - wer kennt sich aus?

    Zitat Zitat von Nachtkerze Beitrag anzeigen
    der studentenstatus ist in erster linie für die krankenversicherung wichtig. da du vermutlich aufgrund deines alters eh nicht mehr studentisch krankenversichert bist, kann dir das also egal sein.

    an deiner stelle würde ich mir eine voll- oder teilzeitstelle suchen, irgendwas über 450 € auf jeden fall, wo sich dein arbeitgeber ganz normal an krankenkassenbeiträgen beteiligt, sozialversicherungsbeiträge zahlt etc.
    arbeitgeber stellen studierende gerne als werkstudenten ein, weil sie dann selbst eben abgaben sparen (da greift dann diese 20 stunden pro woche im semester-regelung). das nützt aber eher denen als dir, also könntest du dir überlegen, dein studium dem ag gegenüber zu verschweigen. der erfährt nicht, dass du eingeschrieben bist, die uni aber auch nicht, wieviel zu arbeitest.
    genau das. alles andere ist völlig egal für dich.

  8. V.I.P. Avatar von Nachtkerze
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    AW: Regelungen Studium + Arbeiten - wer kennt sich aus?

    das ist vermutlich branchenabhängig, das mit dem arbeiten auf rechnung

    gibt es den stellenangebote für studentische oder wissenschaftliche hilfskräfte bei euch mit einer stundenzahl, die an die 20 stunden rankommt? ich kenne so 10 stunden als üblichen umfang, und damit kommt man ja tatsächlich nicht weit.
    20 stunden mit einem stundensatz einer wiss. hilfskraft, also unter berücksichtigung deines ersten hochschulabschlusses, wäre schon immerhin was.
    und ja, es ist möglich, dass du bei SHK-stellen den kürzeren ziehst, weil du eben theoretisch anspruch auf ein höheres gehalt hast. ob das immer ein k.o.-kriterium ist, kann ich aber nicht einschätzen.

  9. Ureinwohnerin Avatar von lil..
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    AW: Regelungen Studium + Arbeiten - wer kennt sich aus?

    Zitat Zitat von shine.on. Beitrag anzeigen
    genau das. alles andere ist völlig egal für dich.
    hmmm; aber woher kommt dieser Mythos von der Exmatrikulation?


  10. Fresher Avatar von Schokovanille
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    AW: Regelungen Studium + Arbeiten - wer kennt sich aus?

    Arbeite in Teilzeit und oft auch über 20h die Woche (auch während des Semesters) und bin daher nicht mehr als Student eingestellt, sondern als normaler Arbeitnehmer.
    Bedeutet: Krankenkasse etc wird vom Lohn abgezogen, ist für mich aber günstiger als die selbst zu zahlen.

    Auf meinen Stundenplan nimmt der Arbeitgeber aber trotzdem Rücksicht.
    Schaue halt dass ich mindestens 3 Tage unter der Woche und Samstag arbeiten kann. (Schichtaystem, daher reichts wenn ich ab nachmittags kann).

    Der Uni ists egal und auch dem Arbeitgeber. Der hat lieber jemanden der mehr Stunden arbeiten kann, als einen Studenten der nur begrenzt einsetzbar ist.

    Hatte vorher auch Bedenken und hab auch vieles von dem gehört was dir so zum Thema gesagt wurde. Seit ich das mache (Oktober) läuft das aber ohne Probleme

    Könnte mir nur denken dass Werkstudentenstellen und Stellen an Unis automatisch auf max 20h begrenzt sind.

  11. Regular Client Avatar von shine.on.
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    AW: Regelungen Studium + Arbeiten - wer kennt sich aus?

    Zitat Zitat von lil.. Beitrag anzeigen
    hmmm; aber woher kommt dieser Mythos von der Exmatrikulation?
    weil sich alle am studentischen Krankenversicherungsstatus aufhalten, der ab 30 sowieso in nahezu allen Fällen unerheblich ist.

    Du kannst ganz normal, sogar Vollzeit, arbeiten - das Studium ist dein privates Hobby, mehr nicht. Hier musst du allein aufpassen, dass es mitunter Fristen für die Einreichung der Abschlussarbeit/Prüfungen gibt, wenn die Regelstudienzeit überschritten wird. Wenn du 20-25 h arbeitest, ist ja kaum davon auszugehen, dass du das in Regelstudienzeit schaffst.

  12. Ureinwohnerin Avatar von lil..
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    AW: Regelungen Studium + Arbeiten - wer kennt sich aus?

    Zitat Zitat von Nachtkerze Beitrag anzeigen
    das ist vermutlich branchenabhängig, das mit dem arbeiten auf rechnung

    gibt es den stellenangebote für studentische oder wissenschaftliche hilfskräfte bei euch mit einer stundenzahl, die an die 20 stunden rankommt? ich kenne so 10 stunden als üblichen umfang, und damit kommt man ja tatsächlich nicht weit.
    20 stunden mit einem stundensatz einer wiss. hilfskraft, also unter berücksichtigung deines ersten hochschulabschlusses, wäre schon immerhin was.
    und ja, es ist möglich, dass du bei SHK-stellen den kürzeren ziehst, weil du eben theoretisch anspruch auf ein höheres gehalt hast. ob das immer ein k.o.-kriterium ist, kann ich aber nicht einschätzen.
    Bei 20 Stunden als Hilfskraft mit Abschluss würde ich halt leider auch nicht auf genug Netto kommen; ich müsste immer noch irgendwie dazuverdienen.
    Ich finde es ja an sich nicht "schlimm" da in einem Job nicht so megaviel zu verdienen; solange ich eben noch zusätzlich genug dazuverdienen kann, um über die Runden zu kommen. Außerdem würde ich einfach gerne in die Wissenschaft.
    Aber leider konnte mir irgendwie keiner so richtig sagen, ob das nun geht oder nicht; bzw. widersprechen die Leute sich gegenseitig; siehe oben.
    Geändert von lil.. (30.04.2019 um 01:17 Uhr)


  13. Ureinwohnerin Avatar von phaenomenal
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    AW: Regelungen Studium + Arbeiten - wer kennt sich aus?

    Das Problem ist, dass die Regelung von Hilfskraftstellen sehr unterschiedlich ist, je nach Uni. Ich kenne zB. Fälle, wo die Studenten im Bachelor immer als "studentische Hilfskraft" eingestellt und bezahlt werden, und die im Master immer als "wissenschaftliche Hilfskraft". Bei mir an der Uni gibt es nur "studentische Hilfskräfte", zu denen zählen BA- sowie MA-Studenten und es zählt auch alles, also Stellen in der Verwaltung (was rechtswidrig ist), in der Wissenschaft und auch Tutor-Stellen.
    Auch die Stundenanzahlen sind ja seeehr unterschiedlich. Ich kenne viele Unis, wo man so 10h/Monat-Stellen bekommt. Bei meiner Uni gibt es nur 41h und 80h/ Monat. Bei mir kann man diese nicht kombinieren und zB. zwei 41h-Stellen haben, an anderen Unis geht das problemlos etc.

    Was für Stellen ausgeschrieben sind und was es da für Anforderungen gibt, musst du bei deiner Uni halt nachschauen. Ich könnte mir zB. schon vorstellen, dass eine Stelle, für die jemand im Masterstud. gesucht wird, auch vielleicht schon ein Erststudium als BA mit Arbeitserfahrung in Frage kommt. etc.
    Ich habe den Eindruck, dass solche Stellen gerne als eine Art Hilfestellung vergeben werden, also wenn du da ankommst und sagst, dass du gerne in die Wissenschaft willst und eine Art Anfang brauchst, dir da durchaus die Hand gereicht werden kann.

    Ich bin auf dem Papier "normal" Teilzeit angestellt, studiere aber offiziell Vollzeit. Das interessiert niemanden.
    edit. Achso, und ich würde auch gerne eine Warnung aussprechen SHK-Stellen können extrem langweilig sein und wenig fordernd sein. Kommt natürlich darauf an, wie man damit umgeht, aber ich kann mir vorstellen, dass du dich als jemand mit Berufserfahrung nochmal extremer langweilst, wenn du immer nur kopieren gehen musst etc.
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