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Thema: Corona-Virus

  1. V.I.P.

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    AW: Corona-Virus

    Wir müssen nun ab Montag beide wieder arbeiten und hätten ja evtl auch Anspruch auf Notbetreuung durch neue Regelungen, aber ich habe hier ein Schwerbehindertes Kind. Was macht man denn da? Bisher war mein Mann in Kurzarbeit und wir konnten alles auffangen, aber nun?
    bitte nicht zitieren

    Und Edit: ich arbeite mit Menschen ohne Abstand und habe da sowieso schon konstant ein beschissenes Gefühl meinem Kind gegenüber. Jetzt hat der Papa dann auch wieder zusätzlich Kundenkontakt und die Großeltern sind vorerkrankt UND pflegen noch meine 95 Jahre alten Opa
    Geändert von Salt n`Peppa (15.04.2020 um 19:05 Uhr)

  2. Urgestein

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    AW: Corona-Virus

    Bundesregierung | Coronavirus in Deutschland | Bund-Lander-Verstandigung Corona-Massnahmen

    Ich find der zweite Punkt ist nicht klar formuliert. Ich häng immer noch an den PrüfungsKlassen.
    neu.gierig.toll.kühn

  3. Regular Client

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    AW: Corona-Virus

    Zitat Zitat von ana. Beitrag anzeigen
    Schön dass mehr über fussball als benachteiligte Kinder geredet wird.
    Da bin ich am meisten gespannt, wie wir das handhaben sollen. So wie ich es mitbekommen habe, gibt es an meiner aktuellen Schule (war da erst 2x) auch einige benachteiligte Kinder und eine Unterkunft mit Geflüchteten liegt auch im Sprengel. Die Kinder dort wurden wohl bisher von der Schulsozialarbeiterin zumindest irgendwie mit ausgedruckten Materialien versorgt.
    Ich fände es gut, wenn die Lehrer*innen irgendwie die Möglichkeit hätten, zu melden, in welchen Familien es wohl gerade zu Problemen kommt und wen man nicht erreichen kann - je nachdem wie gut man die Klasse kennt, hat man da ja eine Ahnung.
    Aber an wen und was dann weiter passieren kann müsste ja auch gelöst werden.

  4. Regular Client

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    AW: Corona-Virus

    Zitat Zitat von Maritty Beitrag anzeigen
    Bundesregierung | Coronavirus in Deutschland | Bund-Lander-Verstandigung Corona-Massnahmen

    Ich find der zweite Punkt ist nicht klar formuliert. Ich häng immer noch an den PrüfungsKlassen.
    Laschet sagt für NRW gerade, dass bestimmte Klassen ab Montag wieder Unterricht haben können.
    Sakamoto: hat eventuell eine exhibitionistische Ader
    Oh don't even get me started! I keep watchin' that show and I'm waitin' for the darn dragon to show up and, and kick everyone's butt! But all I get is wiener, wiener, wiener. It's not all gay wiener, but when they DO show a straight guy's wiener, it's all soft and floppy. Even though he just got done humpin' a pretty girl! Why is that? Because a soft wiener isn't threatening, just like a gay wiener.

    HEATHCLIIIIIIFFFF~

  5. Regular Client

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    AW: Corona-Virus

    Zitat Zitat von Undis Beitrag anzeigen
    Wird denn irgendwo eigentlich auch mal darauf eingegangen, wie die ganzen Eltern mit Kindern das kräftemäßig monatelang leisten sollen, gleichzeitig zu arbeiten und die Kinder 24/7 zu betreuen?
    Also unabhängig davon, ob das jetzt sinnvoll ist oder nicht.
    Nö. Darüber hab ich bisher fast nichts gelesen und bin gerade als Alleinerziehende wirklich ratlos, wie ich das mit meiner Arbeit machen soll, falls die Kitas wirklich bis zu den Sommerferien zu bleiben. Beschissenes Gefühl.
    let the good times roll.

  6. Foreninventar

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    AW: Corona-Virus

    Zitat Zitat von Jazzy Belle Beitrag anzeigen
    Da bin ich am meisten gespannt, wie wir das handhaben sollen. So wie ich es mitbekommen habe, gibt es an meiner aktuellen Schule (war da erst 2x) auch einige benachteiligte Kinder und eine Unterkunft mit Geflüchteten liegt auch im Sprengel. Die Kinder dort wurden wohl bisher von der Schulsozialarbeiterin zumindest irgendwie mit ausgedruckten Materialien versorgt.
    Ich fände es gut, wenn die Lehrer*innen irgendwie die Möglichkeit hätten, zu melden, in welchen Familien es wohl gerade zu Problemen kommt und wen man nicht erreichen kann - je nachdem wie gut man die Klasse kennt, hat man da ja eine Ahnung.
    Aber an wen und was dann weiter passieren kann müsste ja auch gelöst werden.
    Wir wurden explizit aufgefordert das schulleitung und schulsozialarbeit zu melden, die dann Kontakt mit Jugendamt aufnehmen.

  7. Ureinwohnerin

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    AW: Corona-Virus

    Zitat Zitat von Maritty Beitrag anzeigen
    Bundesregierung | Coronavirus in Deutschland | Bund-Lander-Verstandigung Corona-Massnahmen

    Ich find der zweite Punkt ist nicht klar formuliert. Ich häng immer noch an den PrüfungsKlassen.
    Meinst du das:

    "Prüfungen und Prüfungsvorbereitungen der Abschlussklassen dieses Schuljahres sollen wieder stattfinden können"?
    böse gibts nicht! nervös und bewaffnet, das gibts... (nuhr)

  8. Regular Client

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    AW: Corona-Virus

    Zitat Zitat von Salt n`Peppa Beitrag anzeigen
    .
    wie viele kinder sind denn in der notbetreuung? wenn es nur sehr wenige sind, wäre es ja besser. ansonsten würde ich den kinderarzt bzw. facharzt eures kindes dazu befragen, was er empfiehlt bzw wie er das risiko einschätzt. zur not babysitter?

  9. Urgestein

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    AW: Corona-Virus

    Zitat Zitat von Milly Beitrag anzeigen
    Meinst du das:

    "Prüfungen und Prüfungsvorbereitungen der Abschlussklassen dieses Schuljahres sollen wieder stattfinden können"?
    Genau, und laschet meinte ja jetzt grad, dass auch in Prüfungsklassen ab Montag wieder langsam Prüfungsvorbereitungen stattfinden sollen. Nur für mich die Frage, wie es in ba-wü ist...
    neu.gierig.toll.kühn

  10. Regular Client

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    AW: Corona-Virus

    Zitat Zitat von ana. Beitrag anzeigen
    Wir wurden explizit aufgefordert das schulleitung und schulsozialarbeit zu melden, die dann Kontakt mit Jugendamt aufnehmen.
    Ist bei uns auch so, machen aber bestimmt nicht alle Schulen. Und es kann ja nicht sein, dass sowas wichtiges hinten runter fällt und wieder an einzelnen hängt.
    Wie gesagt ich glaube da haben ‚Brennpunktschulen‘ den Vorteil, dass sie sowas schon kennen und eine Ahnung von den Abläufen haben wenn es um die BSA/JA/SBH geht.

  11. Member

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    AW: Corona-Virus

    Zitat Zitat von Telekommanderin Beitrag anzeigen
    ich hätte ja nie gedacht, dass ich so einen satz mal schreibe, aber:
    merkel und söder machen das gerade richtig gut!

    Da das ja so viele hier finden. Was genau findet ihr denn das Söder gut macht? Mich überrascht das sehr, dass hier immer wieder zu lesen...
    Bayern ist das Land mit so ziemlich den strengsten Regeln und hat trotzdem die meisten Fälle?!

    Merkel finde ich tatsächlich angenehm besonnen, aber das ist ja auch gemäß ihrer Natur irgendwie.

  12. Urgestein

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    AW: Corona-Virus

    In meinem Bundesland wurde jetzt verkündet, dass für kleinere Kinder der Schubetrieb zum 2. Juni wieder aufgenommen werden soll (weiß man natürlich nicht genau, so aber der Plan), "wichtigere" größere Schüler entsprechend früher. Zu Kitas steht da gar nichts.
    Na wunderbar, das sind ja nur noch 6,5 Wochen

  13. V.I.P.

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    AW: Corona-Virus

    Zitat Zitat von moth Beitrag anzeigen
    Das frage ich mich auch. Ich bin gerade echt am Ende meiner Leistungsfähigkeit
    Ich auch, ich hoffe egoistischerweise sehr, dass hier wenigstens die Vorschulkinder ab 4. Mai oder so wieder in die Kita dürfen. Wenn nicht, müssen wir doch wieder die Großeltern einspannen.

  14. V.I.P.

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    AW: Corona-Virus

    Zitat Zitat von Whassup Beitrag anzeigen
    In meinem Bundesland wurde jetzt verkündet, dass für kleinere Kinder der Schubetrieb zum 2. Juni wieder aufgenommen werden soll (weiß man natürlich nicht genau, so aber der Plan), "wichtigere" größere Schüler entsprechend früher. Zu Kitas steht da gar nichts.
    Na wunderbar, das sind ja nur noch 6,5 Wochen
    Herr Pisanelli! Herr Pisanelli!

  15. Ureinwohnerin

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    AW: Corona-Virus

    Zitat Zitat von Ananasringi Beitrag anzeigen
    Ich auch, ich hoffe egoistischerweise sehr, dass hier wenigstens die Vorschulkinder ab 4. Mai oder so wieder in die Kita dürfen. Wenn nicht, müssen wir doch wieder die Großeltern einspannen.
    Ich hoffe so sehr, dass das wieder losgeht.
    Besonders für den Großen im letzten Kitajahr :'(

  16. V.I.P.

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    AW: Corona-Virus

    Zitat Zitat von helgoland Beitrag anzeigen
    wie viele kinder sind denn in der notbetreuung? wenn es nur sehr wenige sind, wäre es ja besser. ansonsten würde ich den kinderarzt bzw. facharzt eures kindes dazu befragen, was er empfiehlt bzw wie er das risiko einschätzt. zur not babysitter?
    Im Moment wohl nur 6, aber das wird sich ja dann sicher ändern, wir hätten ja zB dann auch schon 2 Kinder. Er kann halt nichts einhalten, würde niemals eine Maske akzeptieren und leckt alles an. Der Kinderarzt ist sich selber unsicher, wie er das Risiko einschätzen soll. Er ist halt ein Hypotoner, auf dem Boden rumrollender 4jähriger und braucht dauerhafte Betreuung. Er ist aber in einer „normalen“ Gruppe. Andererseits ist es für seine Entwicklung sicher auch suboptimal ihn jetzt 1 Jahr zu Hause zu lassen (und sobald der Bruder wieder geht, ist wahrscheinlich eh alles egal)

  17. Enthusiast

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    AW: Corona-Virus

    Zitat Zitat von Salt n`Peppa Beitrag anzeigen
    bitte nicht zitieren
    Habt ihr da nicht automatisch Anspruch auf Notbetreuung?
    Edit: zu langsam
    Geändert von lalamae (15.04.2020 um 19:40 Uhr)

  18. V.I.P.

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    AW: Corona-Virus

    Zitat Zitat von Sakamoto Beitrag anzeigen
    Laschet sagt für NRW gerade, dass bestimmte Klassen ab Montag wieder Unterricht haben können.
    Also doch. Wollte er nicht Alleingänge einzelner BL gerade in Entscheidungen bzgl. Schule vermeiden? Bin mal gespannt, ob die EPH am Gym dann auch als „Abschlussklasse“ gilt...
    'You cannot walk down the street dressed as the Archbishop of Canterbury.'

  19. V.I.P.

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    AW: Corona-Virus

    Zitat Zitat von Akureyri Beitrag anzeigen
    Sagt mal, weiß jemand mit medizinischen Kenntnissen mehr darüber, ob ein gut mit Medikamenten kontrollierter Bluthochdruck noch wirklich ein Risikofaktor ist?
    Der Wunsch, den man aus so einer Frage immer herausliest, ist, dass man das, was man als "Risikofaktor" erkannt hat, auf den einzelnen Menschen beziehen will. Das funktioniert nur sehr bedingt.

    In der Wirklichkeit ist es so, dass jeder Mensch ein Mischmasch an Risiko- und Schutzfaktoren hat und man nie alle kennt. Man nutzt in der Medizin so Informationen wie bestimmte Risikofaktoren, um im großen Stil eine Tendenz zu erfassen, aber aus Risikofaktoren heraus stellt man nur selten eine Diagnose. Weil einen Risikofaktor herauszugreifen nicht der Person gerecht wird.

    Ich hatte relativ am Anfang des threads mal darüber geschrieben, dass das Thema Raucher / Nichtraucher eine entscheidende Information auf einer Intensivstation ist, dass man sozusagen bei Rauchern, die auf die Intensivstation kommen und dann beatmet werden müssen, direkt "weiß, das wird ne schwierige Sache". Auch diese Aussage wird nicht jedem Patienten gerecht. Auch innerhalb von Rauchern gibt es Unterschiede... den einen, der eher Gelegenheitsraucher zum Wochenende ist, und den anderen, der seit 30 Jahren eine Schachtel am Tag durchzieht und sich damit neben dem Rauchen auch gleich Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck und Diabetes eingehandelt hat. Meine Aussage zum Rauchen und der Intensivstation fußt natürlich vor allem auf der Erfahrung, dass der zweite Typ im Verlauf der Behandlung echt schwierig werden wird. Beim ersten Typ nehme ich die Information auch wahr und stecke ihn in eine "Problem"-Schublade, aber das Risiko, dass diese Schublade ihm gar nicht gerecht wird, ist höher. Bzw. ist mir natürlich innerlich bewußt, dass der trotzdem nicht so ein Risiko hat wie der zweite Typ. Aber insgesamt ist Rauchen eben schon ein so großer Risikofaktor für einen schwierigen Beatmungsverlauf, dass man darauf richtig achtet, besonders, wenn jemand lange und viel geraucht hat, und dann ist letzten Endes für die praktische Behandlung auch unwichtig, ob die größeren Schwierigkeiten vom Rauchen kommen oder daher, dass viele jahrzehntelange Raucher schon diverse Folgeerkrankungen haben. Man denkt einfach von Anfang an: Wird schwierig. Und behandelt den Patienten dennoch individuell. Wenn man erwartet, dass jemand schwierig zu beatmen wird, wird man das vielleicht bei der Entscheidung für die Narkose-Medikation, mit der man ihn laufen läßt, berücksichtigen, oder in besonderen Fällen (der jahrzehntelange, vorerkrankte Raucher) frühzeitiger eine Tracheotomie zur Langzeit-Beatmung anstreben als beim Durchschnitts-Patienten, einfach weil man schon erwartet, dass der länger als 10 Tage beatmet werden wird. Wenn er sich dann aber doch als gar nicht so kompliziert erweist, kann man seine Entscheidungen aber auch wieder anpassen.

    Ein Fall, wo man Risikofaktoren besonders gut zur Diagnose und Behandlung nutzen kann, ist eine Herzrhythmusstörung, die ventrikuläre Tachykardie. Es gibt unterschiedliche Herzrhythmusstörungen, die im EKG exakt so oder zumindest sehr ähnlich aussehen können wie eine ventrikuläre Tachykardie. Und es gibt unterschiedliche Risikofaktoren für verschiedene Herzrhythmusstörungen, und die Risikofaktoren kommen auch unterschiedlich häufig in der Bevölkerung vor. Aus all diesen verschiedenen Informationen - verschiedene Herzrhythmusstörungen, Risikofaktoren jeweils dafür, Wahrscheinlichkeiten - hat man ganz viele Berechnungen gemacht und das alles letzten Endes so kombiniert, dass man festgestellt hat: Wenn man
    - eine Herzrhythmusstörung im EKG sieht, die aussieht wie eine Ventrikuläre Tachykardie und
    - bei dem Patienten eine Koronare Herzkrankheit bekannt ist
    ----> dann kann man fast 100%ig sicher sein, dass es eine Ventrikuläre Tachykardie ist.
    Aus allem, was man gefunden hat, greift man also zwei Elemente raus. Um die zu erfüllen, muß schon eine Menge andere "Risikofaktoren" oder Vorinformationen mit drin sein, an die man primär vielleicht gar nicht denkt: Der Patient fühlt sich krank genug, um einen Arzt hinzuzuziehen und dass ein EKG geschrieben wird. Es ist bei ihm bekannt, dass er eine Koronare Herzkrankheit hat, d.h. er war auch schon mal beim Kardiologen. Eine Koronare Herzkrankheit entwickelt man auch nicht einfach so, sondern es gehört ein gewisses Alter dazu, evtl. ein Lebensstil, familiäre Belastung. Also in Wirklichkeit fragt man mit diesen zwei "Risikofaktoren" für die Ventrikuläre Tachykardie eine Menge zugrundeliegende Informationen ab, und was dabei das Entscheidende ist, weiß man vielleicht gar nicht genau und ist auch nicht wichtig. Aber man weiß: Wenn diese zwei Faktoren erfüllt sind, dann kann man sich ziemlich sicher sein, dass das, was man auf dem EKG sieht, eine Ventrikuläre Tachykardie ist und nicht eine andere Herzrhythmusstörung, die rein vom Bild her vielleicht auch infrage käme (besonders wenn man vielleicht kein besonders erfahrener EKG-Fuchs ist).

    Bei Covid gibt es bisher keine so klaren Risikofaktoren, und wird es wahrscheinlich auch nie geben. Man beobachtet, dass alte Menschen ein stark erhöhtes Risiko haben, aber da ist natürlich auch wieder eine Pauschalierung dahinter, es verstecken sich hinter dem Alter viele andere Faktoren (Vorerkrankungen), die beim einzelnen nicht zutreffen müssen. Beobachtet hat man bei Covid, dass das Rauchen in der Vorgeschichte bei weitem nicht so eine große Rolle bezüglich des Risikos des Versterbens spielt wie ich vorher aus dem Bauch heraus gedacht hätte. Es gibt gewisse Hinweise darauf, dass starkes Übergewicht eine Rolle spielen könnte, aber auch das ist weiterhin umstritten. Außerdem gibt es Hinweise darauf, dass - wie bei anderen Viruserkrankungen - eine hohe Exposition zum Virus bei der Infektion eine Rolle bei der Schwere des Verlaufs spielt. Das Alter wird man als Risikofaktor sicher langfristig benennen können, besonders wenn es dann jenseits der 80 Jahre geht, weil da einfach bei jedem Menschen die Abwehrkräfte und Reserven geringer sind als bei jüngeren, aber selbst da sollte man sich davor hüten, vom allgemeinen Risiko auf den einzelnen zu schließen.

    Ja, wenn mein 85jähriger Nachbar, der seit Jahrzehnten Stammkunde im Krankenhaus ist, immer ungesund gelebt hat, zwei Schachteln Zigaretten am Tag durchzieht, eine kaputte Niere und ein kaputtes Herz hat und in den letzten 3 Jahren richtig sichtbar körperlich abbaut, Covid-19 bekommt, dann nehme ich an, dass der einen schweren Verlauf nehmen wird und hinterher Vollpflegefall oder tot ist. Aber da kommen etliche Dinge zusammen, die dazu führen, dass der selbst dann an seine Grenzen gerät, wenn Covid ihn gar nicht richtig erwischt.

    Ein Risikofaktor bedeutet immer nur, dass ein Risiko *erhöht* ist, nicht unbedingt, dass das Risiko *groß* ist. Nehmen wir an, ein BMI von 35 oder mehr würde das Risiko verdreifachen, und das Risiko für eine Frau von 40 Jahren, an einer Covid-19-Erkrankung zu versterben, betrüge 0,05 %. Dann beträgt das Risiko der übergewichtigen 40jährigen 0,15% statt 0,05% und ist schon deutlich erhöht, aber 99,85% von den übergewichtigen 40jährigen Frauen würden immer noch überleben!

    Man muß sich immer bewußt machen: In diese "Risikofaktoren-"Statistiken fließen immer Leute ein, die zusätzlich auch noch ganz andere Erkrankungen mitbringen, zusätzlich sich an nix halten, was ihnen ein Arzt sagt, Alkohol saufen wie ein Loch, etc. pp. Wenn eine Kombination aus Asthma, Übergewicht und Dauerbesoffen sein inklusive strukturellen Schäden an der Lunge, weil man nie seine Asthma-Medikamente genommen hat, das Risiko auf einen schweren Verlauf bei einer Erkrankung um das 100fache erhöht, dann reicht das aus, um in jeder Statistik, die untersucht, ob Asthmatiker ein erhöhtes Risiko haben, das Risiko für Asthmatiker signifikant zu erhöhen, selbst wenn für Asthmatiker, die normalgewichtig sind und keinen Alkohol trinken und keine irreversiblen strukturellen Lungenschäden haben, das Risiko *überhaupt nicht* erhöht sein sollte. Wenn man viele Daten erhebt, kann man solche Dinge versuchen, rauszufiltern und die Risikofaktoren noch genauer zu bennen, aber trotz allem bleibt es immer eine statistische Betrachtung und keine individuelle.

    Letzten Endes sollte man sich mit einem "gut eingestellten Bluthochdruck" keine übermäßigen Sorgen machen, genau wie man sich als gut eingestellter Asthmatiker - der somit keine großen strukturellen Schäden an der Lunge hat - keine übermäßigen Sorgen machen sollte oder als jemand, der regelmäßig Cortison braucht, keine übermäßigen Sorgen machen sollte. Es bringt nix. Covid-19 ist eine blöde Erkrankung. Versucht, zu vermeiden, sie zu bekommen, soweit es geht. Aber beißt euch nicht an Risikofaktoren fest.
    Geändert von bwlstudent (15.04.2020 um 20:06 Uhr)

  20. Regular Client

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    AW: Corona-Virus

    Salt N Peppa: Ich bin keine Ärztin, aber wieso denkst Du und der Kinderarzt denn, dass er möglicherweise in einer Risikogruppe fallen könnte? Hypotonie habe ich da noch nie gelesen? Auf dem Boden rumrollen und alles anlecken tun ja z.B. Babies und Kleinkinder auch, ohne dass sie Risikopatienten wären. Das Risiko, sich mit allem möglichen anzustecken, ist in einem Kindergarten ja immer ziemlich hoch.

    Edit: Wenn er in einer normalen Gruppe ist, hat er doch sicher einen Einzelfallhelfer. Könnte der ihn dann nicht (zumindest in dem Umfang, wie er sonst in der Gruppe ist) in einem separaten Raum betreuen?

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