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  1. V.I.P.

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    AW: Kernfamilie und corona

    Ich finde es schrecklich, aber ich war auch schon vorher unzufrieden, das steigert sich jetzt halt noch..
    Am anfang fand ich es super, dass der ganze Alltags-/Familienstress weggefallen ist. Aber mittlerweile habe ich oft das Gefühl durchzudrehen. mein Mann ist an 2 Tagen im Büro, den Rest macht er HomeOffice. Ich mache zu 90% HomeOffice. Wir arbeiten beide Vollzeit..
    Hin und wieder habe ich noch Termine, da fühle ich mich noch halbwegs wie ein normaler Mensch, aber den Rest der Zeit.. puh. Mich erschreckt das auch sehr, weil ich nie der aktive Typ war und gerne viel Zeit alleine verbracht hab und mir die Einschränkungen zuerst gar nicht so schlimm vorkamen.
    Aber jetzt wo der Rest der Familie quasi ständig präsent und kaum Austausch mit anderen vorhanden ist, stresst mich die Situation schon sehr..

  2. Foreninventar

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    AW: Kernfamilie und corona

    Zitat Zitat von Kathi666 Beitrag anzeigen
    Ich finde es schrecklich, aber ich war auch schon vorher unzufrieden, das steigert sich jetzt halt noch..
    Am anfang fand ich es super, dass der ganze Alltags-/Familienstress weggefallen ist. Aber mittlerweile habe ich oft das Gefühl durchzudrehen. mein Mann ist an 2 Tagen im Büro, den Rest macht er HomeOffice. Ich mache zu 90% HomeOffice. Wir arbeiten beide Vollzeit..
    Hin und wieder habe ich noch Termine, da fühle ich mich noch halbwegs wie ein normaler Mensch, aber den Rest der Zeit.. puh. Mich erschreckt das auch sehr, weil ich nie der aktive Typ war und gerne viel Zeit alleine verbracht hab und mir die Einschränkungen zuerst gar nicht so schlimm vorkamen.
    Aber jetzt wo der Rest der Familie quasi ständig präsent und kaum Austausch mit anderen vorhanden ist, stresst mich die Situation schon sehr..
    so ähnlich ist es bei mir auch, nur dass mir von Anfang an klar war dass es so sein wird :') und ich nicht vorher schon unzufrieden war

  3. Addict

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    AW: Kernfamilie und corona

    Ich bin ja alleinerziehend und hab die Kinder jetzt 24 Stunden bei mir für die nächsten Wochen, weil wir sie momentan nicht zu ihrem Vater geben möchten (er hatte mehrere Coronafälle bei der Arbeit und lebt in einem stärker betroffenen Gebiet).
    Es läuft im Großen und Ganzen ganz gut.
    Manchmal krieg ich den großen Frust, weil ich eigentlich noch 6 Stunden am Tag Homeoffice machen sollte, was mit 2 kleinen Kindern halt nicht geht.
    Ich mache soviel wie möglich, heute konnte ich sie zB auf einen Termin auf einer Streuobstwiese mitnehmen. Mein ÖD Arbeitgeber und Chef sind zum Glück sehr kulant. Ich würde trotzdem gerne meine Arbeit erledigen können 😕

    Die Kinder, 2 und 6, spielen aber meistens sehr toll zusammen, wir haben Garten und Balkon und sind in 5 Minuten auf Wiesen und im Wald, was will man gerade mehr.

    Ich hab halt genau null Zeit für mich selbst. Abends bin ich platt.
    Der Kleine schläft seit Monaten extrem schlecht und ist nachts stundenlang wach, von daher bin ich wirklich ausgelaugt.

    Sie werden außerdem immer anhänglicher und verfolgen mich ständig überallhin. Mal 10 min allein irgendwo sitzen und kurz die Gedanken schweifen lassen ist Luxus. Klappt im Garten ab und zu.

    Wir wohnen mit meinen Eltern zusammen und so habe ich immerhin ab und zu jemanden zum Reden, der kein Kind ist
    Andererseits müssen wir eben mega aufpassen wegen Ansteckungsrisiko...

    Der Große ist zum Glück sehr gerne im Garten, pflanzt und säht ein, er vermisst den Kindergarten glaube ich gar nicht soo sehr. Der Kleine wirkt auch zufrieden.
    Wir können halt einfach nach unserem Rhythmus leben.
    Nur fehlt mir jetzt ganz besonders ein Partner zum Austauschen. Und dass mal jemand anders den Abwasch macht, mit dem Kindern spielt oder abends nen Tee bringt oder so...
    let the good times roll.

  4. Enthusiast

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    AW: Kernfamilie und corona

    Wir sind vermutlich in der privilegiertesten Situation, die so geht. Haus mit Garten, beide Lehrer und damit zu Hause (in unseren Schulen hat sich keiner zur Notbetreuung angemeldet) und ohne Geldsorgen, die Kinder haben einander und spielen eh gern miteinander. Dennoch finde ich es furchtbar. Mir macht die Situation Angst, ich habe Sorge um ältere Verwandten, will raus und Eis essen gehen. Das Aufeinanderhocken nervt mich und überhaupt. Mimimi
    Die Kinder haben auch teilweise einen Lagerkoller, vermissen ihren Alltag, ihre Freunde und Hobbys. Alles auf echt hohem Niveau gejammert und ich finde die Maßnahmen auch sinnvoll und wir halten uns dran, aber ich finde es echt schwer auszuhalten und bewundere all die, die es unter viel schlechteren Bedingungen aushalten müssen.

  5. Foreninventar

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    AW: Kernfamilie und corona

    oh ja, wo liegen_lernen es schreibt...

    unser kind hatte vorher seit längeren zuverlässig durch und im eigenen Bett geschlafen. nach 4 oder 5 tagen Corona zeit kommt er wieder jede nacht zu uns.

  6. Regular Client

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    AW: Kernfamilie und corona

    wenn wir gemeinsam zu hause sind funktioniert es sehr gut, mein kind vermisst die krippe gar nicht. also er braucht den trubel mit den anderen kindern nicht unbedingt. wir haben auch den luxus eines eigenen gartens, das ist schon gold wert!
    mein mann macht home office und ist da sehr straight, also parallel mit kind macht er nichts.
    ich muss ganz normal weiter zur arbeit und an meinen arbeitstagen haben wir über die großeltern betreuen lassen. was natürlich immer mit einem mulmigen gefühl einher geht... und die großelternpaare wohnen beide nicht in der nähe. also verbringen wir den halben sonntag damit unseren sohn zu meinen eltern zu fahren, bei denen er dann 2 nächte geschlafen hat. aber das geht nur wenn meine mutter frei hat, das rotiert immer. den anderen tag haben die schwiegereltern übernommen und standen dann netterweise gegen 7:30 bei uns auf der matte!
    mein arbeitgeber war so "großzügig" und hat allen eltern zugestanden das stundenkonto auf bis zu 80 minusstunden zu erweitern
    aber der antrag auf notbetreuung ist gerade gestellt worden, da wir wohl systemrelevant sind.
    insgesamt verlangt es uns gerade ziemlich viel ab, da sich jobtechnisch nichts geändert hat und wir gucken müssen wo wir bleiben
    **mach immer was dein herz dir sagt**

  7. V.I.P.

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    AW: Kernfamilie und corona

    Unser Alltag hat sich eigentlich nicht so krass verändert. Meine Freundin ist noch in Elternzeit, ich bin selbstständig und arbeite immer von zu Hause aus (bzw. fahre ich sonst einmal im Monat für ein paar Tage weg, das fällt jetzt halt weg). Die Kinder hatten gerade erst vier Tage Eingewöhnung im Kindergarten, denen fehlt da also auch noch nichts. Wir haben einen Schrebergarten, da gehen die Freundin und die Kinder normalerweise irgendwann im Laufe des Vormittags hin. Ich sitze ab 9 am Schreibtisch und komme dann entweder nachmittags nach oder sie kommen irgendwann zurück. Ansonsten kann man hier auch ganz gut raus und z. B. am Fluss spazieren gehen / Laufrad fahren, ohne viele Leute zu treffen. Ich gehe in der Mittagspause auch laufen oder mache Yoga. Ich wohne noch nicht so lange hier und habe noch nicht wirklich viele Sozialkontakte oder Hobbys, von daher vermisse ich das jetzt auch nicht mehr als vor einem Monat. Die Freundin ist glücklich, wenn sie den ganzen Tag im Garten werkeln kann. Also, klar, wir hatten uns schon sehr auf den Kindergarten gefreut nach acht Monaten Betreuung zu Hause (und die Kinder sind 2;11 und 4;5, die brauchen also schon Input), aber im Großen und Ganzen passt es schon. Was mich mehr stresst, ist, dass der mittelfristige Zeitrahmen so unklar ist. Wir wollten eigentlich in der Elternzeit der Freundin noch eine sechsmonatige Wohnmobilreise machen. Da ist jetzt natürlich völlig unklar, ob und in welchem Rahmen das klappt. Ist natürlich ein megamäßiges FWP, aber ich kann irgendwie schlecht damit umgehen, wenn ich nicht weiß, wie es weitergeht.

  8. Senior Member

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    AW: Kernfamilie und corona

    Ich hab es noch nie so bereut, ein Einzelkind zu haben. Wir waren 2 Wochen vor Kita-Lockdown schon krank daheim und mein Kind vermisst die Sozialkontakte. Mein Mann arbeitet weiterhin VZ im Büro, ich bin 9h pausenlos mit dem Kind zusammen (Mittagsschlaf gibt es nicht), und mein Kind ist schwer genervt. Man merkt es langsam echt, wie gering ihre Frustrationstoleranz wird, ich finde es ultra nervig.

  9. Addict

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    AW: Kernfamilie und corona

    Also nicht, dass ich es bereue 2 zu haben, aber hier ist es echt nicht so, dass die Kinder harmonisch zusammen spielen, nicht mal harmonisch nebeneinander existieren klappt momentan und der Kleine ist echt überhaupt kein Ersatz für die gleichaltrigen Freunde, da er (noch?) kein ebenbürtiger Spielkamerad ist. So entspannt der Abstand für UNS Eltern bisher war, jetzt gerade ist es ziemlich ätzend, dass sie 4 Jahre auseinander sind. Aber ja alles jammern auf hohem Niveau.
    "Lohnt es sich denn?" fragt der Kopf.
    "Nein, aber es tut so gut!" antwortet das Herz.

  10. Regular Client

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    AW: Kernfamilie und corona

    Das ist bei uns tatsächlich das einzig positive an der aktuellen Situation - zum ersten Mal im Leben spielen unsere zwei zumindest zeitweise zusammen.
    Ich hatte es mal geschrieben, die beiden haben sich immer total bekriegt (bzw va der Große), inkl. beißen, vom Stockbett schubsen&Co. Und jetzt läuft es ungefähr 1000% besser. Es gibt aktuell nur noch sehr wenig Extremsituationen, ich kann also auch mal auf Toilette, ohne einen der beiden mitzunehmen. Manchmal spielen sie sogar zusammen

    Der Kleine ist insgesamt auch total zufrieden daheim, der Große vermisst seine Freunde wirklich sehr und fragt jeden Tag nach ihnen.

  11. Member

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    AW: Kernfamilie und corona

    Mein Freund arbeitet seit drei Wochen Vollzeit im Homeoffice, ich seit einer Woche meine 30 Std. im homeoffice. Dazu zwei Dreijährige. Die spielen schön miteinander, wollen aber auch bei uns "mitarbeiten". Sie haben zwei ausrangierte Laptops und mehrere alte Telefone. Wir sind also im HO überbesetzt.
    Zwischendurch ist es anstrengend, wenn man Schiedsrichter spielen muss oder sie irgendwo heraufklettern usw.
    Einer von uns geht vor/nachmittags mit ihnen raus, der andere arbeitet weiter. Beim Kochen wechseln wir uns ab bzw. kochen abends vor.
    Es funktioniert soweit besser als gedacht, aber ich bin trotzdem erledigt. habe das Gefühl, für den Job auf Dauer-Standby zu sein. Ich merke jetzt schon, dass ich dringend Zeit nur für mich und Kaffee/Buch/Badewanne/einfach nur Ruhe brauche.

    Die Kinder genießen es sehr, uns den ganzen Tag um sich zu haben. Mein Freund fährt normalerweise ca. 7.00 Uhr zur Arbeit und ist dann kurz vor 19.00 Uhr wieder da.

  12. Alter Hase

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    AW: Kernfamilie und corona

    Uns geht es, nachdem wir so zwei Tage eine neue Ordnung ausgekämpft haben, wer wann arbeiten darf, ziemlich gut.
    Mein Mann überarbeitet sich im Homeoffice nicht, ich habe jetzt sehr flexible Zeiten als Lehrerin im HO und habe das, was angefallen ist, gemacht, nachdem die Kinder im Bett waren.

    Die Kinder haben schon immer gut zusammen gespielt, das kommt und jetzt zugute. Durch den geringen Altersabstand haben beide auch bei ähnlichen Aktivitäten Spaß.

    Meistens basteln und malen wir vormittags lange, kochen und backen dann ausgiebig und sind den kompletten Nachmittag draußen.

    Ich bin sehr froh über den großen Garten mit Spielplatzflair, aber Fahrrad fahren geht hier auch ganz gut.

    Der 4-jährige vermisst die Kita und Oma & Opa ziemlich, die 2,5-jährige genießt die viele Zeit mit uns zuhause sehr.

    Ich merke, dass ich ein totaler Einsiedler bin. Mir fehlt mein Job ein bisschen, aber soziale Kontakte vermisse ich nicht. Über den Gartenzaun mal mit der Nachbarin quatschen reicht mir, ich telefoniere auch nicht mehr als sonst (also so 1x in der Woche mit meiner Mutter und Oma und an und ab mit zwei Freundinnen)

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